Kummer 8.
p.'ttnu, den Ll. Februar 1897.
VIII. Iahrgarg.
erscheint jeden Konnr.ig.
Prei« für Pettau mit Zustellung ins Hon«: Vierteljährig fl 1.20, halbjährig fl, 2.40, ganjjähtig fi 4.M0, mit Poftverfendurig im Inlande: Bierteljährig fl. t.4t», haitijlthria
fl 2.V0, ganzjährig fl. ö.KO — itinjelne Nummern 10 kr.
Schriftleiter: J»stf FetSncr, Allerheiligengafle 14. — Lerwaltung an» Verlag: W. Blaute, Buchhandlung, Hauptpla!/ Nr. <1.
Handschriften werden nicht zurückgestellt. Äntündig ingen billigst berechnet. — Vtitrage sind erwünscht »nd wollen längsten« bi» Freitag jeder Woche eingesandt werden.
ticichsrathswahl.
Über Anordnung des Herrn k. k. BezirkShauptmannes findet die Wahl der Wahlmänner ans der allgemeinen Wähler-klaffe für Pettau am Donnerstag den 4. März IW7 statt und beginnt der Wahl-oft »m 8 Uhr vormittags.
Als Wahllokale ist der ebenerdige Saal im Hotel Woisk bestimmt.
Gewählt werden acht Wahlmänner.
Wahlberechtigt sind alle eigenbe> rechtsten männlichen Staatsbürger, roalche das 24. Lebensjahr vollstreckt haben, nach den §§ 20 und 22 der R.-W -O. vom Wahlrechte nicht ausgeschlossen find und am Tage der Ausschreibung der Wahl seit wenigstens sechs Monaten in Pettau seß-haft sind.
Krieg in Sicht?
Aus bfffl Süden der Balkanhalbinsel fauim in letzterer Zeit beunruhigende Nachrichten. Kreta ist in vollem Aufruhr. Mord, Brand, Plünderung nehmen Dimensionen a». lvelche bafür zeugen, dais auf der Jnjet bereit« vollständige Anarchie herrscht. Dieje» Zustand beuützteGriechenland und schickte, angeblich um die Verstärkung der türkischen Garnisonen «uf der Insel zu verhindern, eine Flotille bestehend aus Panzerschiffen und sechs Torpedeboote» nach Lanea, wo sie unter Commando des Prinzen Seorg bt-ccild eingetroffen ist.Der griechische Kreuzer .Miauli»" zwang bereit« einen türkischen TranS-poitdaiiipfer zur Umkebr. Das ist ein Akt offener Feindseligkeit, der von den Schissen der anderen Machte, welche bekanntlich den Auftrag haben sollen, die griechische Flotille zu „überwachen und nöchigenfalls mit Gewalt nach Griechenland zurück zu eecortiren", nicht verhindert worden ist! Mittler-wrile hat Griechenland bereits die Reserve» von
Sonutagsplauderei.
Über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streite». .Jeder nach seinem Gusto" sagt der Frau-zoje und hat recht. Den» weuu ein chinesischer Gourmand z. B. gebacken« Regenivürmer als die seiiiste Delikatesse erklärt, wurde einem robusten Holzkiiechte bei einem „Austernschmanje" n»serer ljochcivilisirte» oberen Zehntanseiid wahrscheinlich I
S zur Stelle frei, wo bei den Männern der
1893 und 1894 unter die F ahnen berufen und der griechische Minister des Äußern hat den Ver-treten« der fremden Mächte erklärt. Griechenland sei sich der La.,e wohl bewußt und trage kein Bedenken, die volle Verantwortung für fein Handeln zn übernehmen. Am 18. Februar wurde bereit» 1 Regiment Infanterie, 1 Comp. Soppeure »nd 1 Batterie mit der Bestimmung nach der Insel Kreta eingeschifft und die Seeleute des im Pyräus ankernde» englischen Pa»zera „Nil" und des italienischen Kreuzers „Strom boli" grüßten die griechischen Transpcrid iinpser mit den eingeschifften Truppen mit Hurrahriife». — Die großen Blätter sprechen bereits von einer „Localisirung des grie-chisch-lürkischen Streites", was jedeusalls die Möglich teil, wenn nicht die Wahrscheinlichkeit eines solche» voraussetzt. Zu Wisfer mag eS den Pa»zerschiffe» der fremden flächte gelinge», die griechischen und türkischen Schiffe anseinaiider zu halte», ob sie aber den Krieg zn Lande verhindern können. ist eine andere Frage. Die Börse lial in diesen Dingen eine feine Witterung und am 15. d. M gab eS an der Wiener Börse bereits einen bedeutende» Eours-stürz. Der türkische Generalgouverneur Bervwitjch Pascha den die Mächte auf Kreta eigentlich ein-gesetzt hatten, hat sich an Bord^xS österreichischen LloyddampserS „Satnrno" eingeschifft, nachdem er vorher seine Entlassung eingereicht hatte. Am 14. Februar hat das griechische Kriegsschiff „Hydra" einen türkischen Trausportdampjer ganz in der Nähe der Küste be»chofsen. Die Botschafter aller Mächte erkläre» das ats „gewöhnliche Seeräubern". Nun, auch die Griechen kennen das Spnchmort „mit Kleinen fängt man an." Am 14. beantwortete dergriechische Minister deSÄußeren die Vorstellungen der Vertreter sämmtlicher Großmächte in Athen sehr lakonisch dahin, „dass Griechenland Kreta be-setzen werde." — Zu verlieren hat Griechenland nichts und so spielt es einfach v» banque, den» ob es gewinnt oder verliert, den Einsatz werde» andere bezahlen müssen. Indessen hat sich zwar daS Bild, aber nicht die Sachlage geändert. Der griechliche Oberst Vassos ist mit 4 Bataillonen griechischer Truppen dock) in Kreta gelandet und hat die Insel im Namen des Königs Gor-
zioeite Frackknopf sitzt. Sie würden sich entsetze», wenn ihr Tänzer von ihrer südliche» Halste mehr zu sehen bekäme als die Sch»hsp>tze, findet es aber durchaus nicht slioking, wenn er vo» der nördlich gemäßigte» Zone bis in die Nähe des Äquators sieht.
Ist das »»anständig? Gewiß nicht, denn eS ist das offizielle Ballcostüme der Damen von Rang und Stand in der gebildeten Welt oder ivas sich so daznrechuet. Und dort, wo die Gegend eine Aussicht Überhaupt nicht lohnt, ist sie ohnehin in der Reget durch eine Wolke von Spitze» oder einen dichten Nebel a»S Flor verdeckt.
Man sieht auch, die Begriffe von Anstand sind nicht überall dieselbe» und so wunderte ich mich wirklich Über die abjalligei« Kritiken an der niederösterreichischen Landtags-Sitzung vom >7. Februar d. I.
Das Wort hatte der liberale Abgeordnete Noske oder eigentlich die christlich-socialen Abge-ordneten Gregorig. Steiner, G ßmanu »nd Lueger.
gius von Griechenland veenpirt. wie das griechische „Amtsblatt" vom >6. Februar publicirt. Dagegen haben die Mächte am 15. Februar Nach» mittags Cauea besetzen lassen und zwar durch ein gemischtes Detachement von je 100 Mann russischer, fraiizösiicher. englischer und italienischer u»d 50 Maiin öiterr.-ung. Marinetruppen. Dazu hat der Admiral der tuglische» Eecadre dem Befehlshaber der griechischen Flotille Prinzen Georg erklären lassen, dass er Gwalt anivende» werde. wenn der Prinz die ihm vo»i Könige n»d der Regierung Griechenlands ertheilten Befehle ausführt. Ob der griech iche Prinz durch diese DrohniM sich ein-schüchtern uns bewege» läßt, gegen die Befehle seines Vaters und Königs »nd der Regierung des Landes, dem er dient» zn meutern, ist eine andere Frage. Wenn er von daheim keine «Aegenor-dre e'hält, wiro er als ehrenvaster Offizier die ihm gei»ordenen Befehle ausfilhren n»d dann wird er der Gewalt des englischen Admirals ebenfalls Gewalt entgegensetze», ohne Rücksicht darauf ob er unterliegt. Dass die griechische» Truppen va» dc» christliche» Bewohnern der Insel als Be-freier vom türkische» Joche angesehen und demge-mäß mit den heiß,ste» Sympathien empfangen werden, ist »atürlich u o in allgemeiner Au'stand der Cyriste» ivah. .,ei»t> Und ebenso wahrscheinlich ist es, dass sich uic chriu '>en Cretenser »ud die griechische» Tuppeu vo» veu paar hundert in Caaea gelandeleit Matrose» der Großmächte io wemg impoinre» lasse», wie die am 11. Mai IH60 in Marsala geland ten Äaribaldianer sich durch den Protest der Machte iu ihres» Thu» aufhalten ließen. Zudem hat das griechische Krieg«mi»lster»»n bereits die Besetzung der Grenze im Norde» des Königreiches angeordnet, um einem türkische» Ein-lalle begegnen z» können. Werden diese Truppen etwa Unterstützungen ablehne», die ihne» seitens der christlichen Bevölkerung der an Griechenland grenzenden türkischen Gebiete a»g bot, n worden, gegen den alten gemeinsamen Erbfeind? Und wenn es an der Nord>re»ze Griechenlands Mischen tiir-fischen nnd griechische» Truppe» zumKamptc kommt, dnrch welche andere Mittel als Gewalt »vollen die Großmächte die beiden Kämp'enden dort trenne»?
Noske machte es dabei wie uus re vornehmen Ball» damen; er hielt es nicht für unanständig, vo» oben herab sich sehr weit aufznknöpien. Die Christ-tich Socialen thäte», wie die Türkinnen beim Durch-wate» knietiefer Bäche thu», aber sie wateten nicht durch eiue» Bach sondern bis hoch über die Kniee in einem Siimpse herum und da sich Hoseu nicht so hoch aufkrempeln lassen, zogen sie sie lieber ganz ans.
..Abzug Noske! Vorlesung bei der Haus» Meisterin! Kikeriki!" — Wer gekräht hatte, konnte der Laiidinarschall leider nicht feststellen. Noske meinte darauf, dass vielleicht „verschiedene Knopf-löcher getchmiickt werde» sollen." Daraus bekam er folgende Auslese a»s dem parlamentarischen Worterbliche der Ehnftlich Socialen z» höre»: „Impertinenz l" — „Frechheit!" — „Gemeinheit!" — „Sie elender Denunziant!" — „Schupft'S 'u aufsi!" — „Sie Spitzbub!" — „SalzgrieS-Noskel" — „Halten Sie das Maul!" — „Sie lebe» ja vom Diebstahl!" — „Schuft!"
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Und werde» sich die SBalfanftaoten da»» abhalte» lafsen^gnch ihrerseits zugreifen? We»» Grieche»' la»MM türkische» Provinzen^ nseits seine? La»d>-S greiWs insurgirt unv die mazedonische Grenze ßbcÄMiet, merden sich die andere» christliche» Baftanstaaten rbenso wenig wie die Gri.ch.n a» die großmächtlichen Drohnngen kehre», sondern zn-streifen, um sich ihre» Theil a» Beute ans de» hlHte olmrhin sch>>n halb und hall» herrenlosen türkischen Gebieten der Balkanhalbinsel nicht vvn anderen wegschnappen zn lassen n»d sie werden sich dabei ini gnnstigen Momente so wenig anS Drohungen der europäische» Diplo»iatie machen, a>S fid) heute Griechenland daran» macht. Schisse können die Großmächte zur Rederhaltung der Griechen zur See noch einine Dutz.'ild »in Dienst stellen", vlme dass das in Europa b,so»dere Ans regung verursacht, ober fvbald die eine oder die andere der Grobmächte Miene macht, auch nur einen Theil ihrer Heere zn mMisire«. »m die Griechen auch zu Lande vom sample abzuhalten, wird sie sicherlich nicht blos griechische Truppen allein aus ihr«», Wege zum Friedenstisten begegnen.
Gemeinderaths-Sitzung.
Am >7. Februar sand die diesmonatliche ordentliche öfseiitliche Plenarsitzung mit folgender Tagesordnung statt:
>. Verlesung deS Protokolles der letzten Sitzung.
2 Mittneilungen und Eiuläuse.
3 Ersuche» der sreiivilligen Feuerwehr Pettau um Bestälignng des iieugewählten Haupt--»ia»ueS und ZengwarlcS.
4. Wahl dreier Mitglieder aus dem Gemeinderathe in die Walilcomiinss'0» für die Reichsralhswahlen.
5 Berattinng und Beschlußfassung über die DurchsührungSbestimmunge» zur Einhebuug der Vier- und Spiritiisumlage.
8 Beschlußfassung wegen Herstellung einer Kehricht- und Aschengrube beim Eerasitmagazi».
7. Bericht des Comites für den städtischen Kindergarten betreffend die Wohnung der Kinder-gürtnerin und Beschlußfassung.
8. Ansuchen des UnterslütznngSvereineS des hiesigen Untergymnasiums um eine Subvention pro 1896 7.
9. Ansuchen deS katholischen Fraueiivereines um kostenfreie Überlassung des Theaters für eine WohltlMgkcitS-Vorstellnng
10. Znschrist des Stadtlchnlratlies vom 8. Februar Nr. 17. womit die im Voranschlage pro 1897 vom Gemeinderathe abgelehnte Post VII aufrecht erhalte», die Stadtgrinriude dagegen auf ihr RecurSrecht verwiesen wird.
U. Allsällige Anträge.
12. Vertrauliche Sitzung.
Anwesend die Herren Vieebürgermeister F. Kaiser als Vorsitzender, dann die Gemeinderätl>e W. Blanke. C. Filaferro, I. Kasimir. I. Ferk, 3. Kolle»;, I. Wreßnig. H. Molitor. M. Ott, I. Roßmann, R. Sadnik. A. Gaßner, A. Selliu-schegg, H. Stary. I. Stendte, H. Strohmayer.
— - .Vagabund!" — ..Schweigen Sie, Sie Schuft I" —
Und als der also Niedergebögelte meinte, er wolle sehen, ob im niederösterreichischen Land-tage die Redefreiheit gewahrt wird oder nicht, da schrie ein Christlich socialer: „Lassen Sie an-ständige Leute in Ruhe!" —
Jetzt müßte ich zuerst fragen, ob dem Ab-geordnete» Noske „diese Redefreiheit" »och immer nicht weitgehend genug war und ob der Land-marschall vvn Niederbst^rreich noch toleranter sein kann. Die erstere Frage beantworteten die „an-ständigen Leute" sofort: „Schweigen Sie endlich. Sie sind ei» Lump! Lassen Sie Ihre Gemein-heiten versichern!" — „Schwindler!"
Nach Erledigung des in Berathung ge-staudenen Gegenstandes wurde der Landtag iu
(Herr Bürgermeister I. Ornig als LandtagSab-geordneter in Graz.)
Erledigung der Tagesordnung:
1. Das Protokoll der öffentlichen Sitzung vom 20. Jänner d. I. wird verlesen und ge« nehmigt.
2. Der Turnverein in Pettau frägt bezüg-lich der Abhaltung eines steir. Grnppenturnens gelegentlich eine» abzuhaltenden Festes zum Besten des deutsche» VereinShauses a». Dem Turnvereine ivird die Zusage gegeben, dass die Gemeinde ihr Möglichst,« zu diesem Zwecke beizutragen bereit ist.
Der Turnverein banst für die unentgeltliche Überlassung deS TurnsaaleS.
Die Filialleitung Pettau dcS Tbierschutz-Vereines empfiehlt einen nenen Apparat zur Tödtnng des Schlachtviehes zur Einführung.
3 Dir Neuwahlen der 'reim Feuerwehr vom 7. Februar d. I. urib zwar des Herrn I. Steudte zum Hauptmann »nd de» Herrn Johann Max zum Zeugivart werden genehmigt.
4 Vom Gemeinderathe werden als Mit-glieder in die Wahlcommissio» sür die Reichs-ratt>»wohlen die Herren: Bürgermeister I. Ornig, die Gememdcräihe C. Filaferro n»d I. Stendte gewählt.
5. Referent Gcmeinderath Filaferro. Die Rechts Section beantragt, diefe Dnrchfichrungs-Vorschrift einer gemischten Commission aus der RechtS- und Finanziection zur Berathung und Antiagstellung zuzuweisen. Angenommen.
V. Referent Gemeinderath Kasimir. Der Sect>onSa»trag ans Herstellung der fraglichen Objecte gegen Coinpcnsativn am Miethzinfe wird abgelehnt Der Antrag Filaferro auf sofortige Herstellung »nd der Znsatzantrag Olt, aus AnS-fnhrung der Arbeiten in eigener Regie, wird an-genommen.
7. Referent Geineinderath Kasimir. Der Comltsantrag wird abgelehnt. Der Antrag Ott al» der weitgehendste unter den gestellten An-trägen, der Rindergärtnerin Frl. Josefine Höber ein Qnartiergeld von 6 fl. per Monat anzu-weisen, wird angcnomiuen.
8. Referent Gcmeinderath Blanke. Der Sectiousautrag. dem „Vereine zur Unterstütz ng armer Studierender am hiesige» Untergymnasinm" eine Sntivcntio» von 5V Kronen zu gewähren, wird angrnoinmen.
9. Referent Gemeinderath Sclli»schegg. Der Antrag des TheatercomitöS. dem „Kattwlifchen Frauenvereine" da» Stadtiheater sammt Beheizung und Beleuchtung für eine WohlthätigkeitSvorstellung unentgeltlich zu überlassen, wird angenommen.
iO Referent Gemeinderath Filaferro. Der SectionSantrag auf Vertagung der Entscheidung für eine der nächsten Sitzungen, wird angenommen.
>1 Der Akt wegen Herstellung eines schad» haften ZauneS au der Brunnwasserbrücke wurde dem Siadtamte zur Durchführung zugewiesen.
Gemeinderath Roßmann referirt über eine Wegangrlegenheit, betreffend die Zufahrt zu dem Wibmerschen Garten. Wird dem Siadtamte zur Austragung zugewiesen.
Sohin Schluß der öffentlichen Sitzung.
üblicher Weise geschlossen, meint das „Correfpon-denz Bureau."
Und dass sich die Christlich-Socialen für „anständige Menschen" halte», darüber belehrt mich der Zwischenruf: „Laffen Sie anständige Leute in Rnhe!" —
Zum Teufel auch, wcnu man die Landtag»-abgeordneten von Niederöstcrreich nicht sür an-ständige Mensche» hält, ja wo sollte» sie denn sonst zu finden sein?
Ist das nicht ein Beweis dafür, dass sich auch über den Anstand nicht streiten läßt, ebenso wenig wie über den Geschmack? Im niederösterreichischen Landlage z. B. hält man eS bereits für sehr anständig, einen College»: „Lump". „Schuft", „Betrüger" und „Vagabund" zu heißen und zwar in öffentlicher Sitzung, der ein „Landmarschall" präfidirt. Dagegen würden es
Einnahmen und Ausgaben der Stadt Pettau pro 1896.
DaS Finanzjahr 1898 der Stadtgemeuide schließt mit einer Einnahmellsnmme von fl. 80936.9(5'/, mit einer AuSgabensumme von „ 77985 88 und einem Casfareste per 31. Dez. fl. 2961.08'/, Davon figurieren unter ander» als größere Einnahmeposten:
An Pacht- und Miethzinsen auS städtischen Realitäten ........fl. 5882 87
Subvention d. Pettouer Sparkasse „ 7093.37 Brücken- und Wassermauth . . „ 745, l.83 Gemeindeumlage» von den direkten
Steuer»......... 8285.29
Gemeindenmlagen von der Verzeh-
rungSsteuer......... 2297.47
Gemeindenmlagen f.d. Spirituofen-
Verbrauch........ 2522.56
Gemeindenmlagen für den Bierver-
brauch........„ 2614.56'/,
Hundesteuer......... 288.90
Rückerhaltene JnterimSauSqaben „ 1210002 Staatsbeitrag zum Uferjchntzbau „ 2745 59 Erträgnis der städt. Fuhrwerke. „ 3179 92
Verschiedenes........1393.02
außer einer Reihe kleinerer Posten. In den Ausgaben kommen an größeren Posten vor:
Pflasteruugsarbeite».....fl 2815 47
Canalisiernng .......„ 308 02
Strassenarbeiten...... . „ 450.43»/,
Userschntzban.......... 9 l 95.70'/,
Theaterbau sammt innerer Neu-
einrichtung.......„ 13299 15
SicherheitSwache ....... 3477 92
Strassenbcleuchtnng...... 1124 05
SicherheitSanslagen, sonstige . . „ 699 47
SanitätSauslagen........ 1443.43'/,
Cultus und Unterricht . . . . „ 5419 69 DarlehenSrückzahliingen . . . - „ 2237.80
Bezahlte Pass>vzi»fen....... 8< >48.91
Grnnderwerbung....... 863 89
ohne die Auslagen für andere VerwaltungSziveige von mehr als 10000 fl. Der Armenfond weist pro 1898 ein Saldo vo» fl. 4880.80 aus und betrüge» die Auslagen: Für fixe Unterstützungen allein . . fl. 22.19 70
Siechenhauskosten....... „ 1319.25
Bekleidung, Beheizung, Quartier und
VerpflegSgelder ......„ 300.72
Kranken- und Beerdigungskosten . . „ 77.87 Sonstige, incl. der fallweisen momen-
tauen Unterstützuiigeu . „ 923 12
welche durch Einnahmen, wie: Zinsen uud Capi-
talieu per ........fl. 2060.03
Strafgelder........... 631 01
Sperrstundlizenzen........ 356 50
Armentaxen und sonstige...... 562 90
dann die Subvention der Stadtgem. „ 1250.12 gedeckt werden, darunter auch fl. 200 — als Er-träguis der WohlthätigkeitSvorstellung. Ertrag der Enthebungskarten pr. 95 fl. und diverse kleinere Spenden inbegriffen sind.
Der BürgerspitalsondS-RechnungSabschluß
die Gäste der steirischen VerpflegSstationen einem Mitgaste gewaltig übelnehmen, wenn ein Mitgast sie „Vagabunden" heißen würde! Aber freilich in den steirischen VerpflegSstationen haben die Menschen ganz andere Begriffe von Anständigkeit alS die Abgeordnete:« deS niederösterreichischen Landtages und wenn einer der christlich-socialen Herren einmal über den Semmering herüber käme und irgend einen steirischen Knecht, der mit ihm nicht gleicher politischer Ansicht ist. einen „Vagabunden" hieße, der „bloS vom Tiebstahle lebt", so würde dieser Herr wahrscheinlich eine so schwere Tracht Prügel mit heinibringen, dass man damit den niederösterreichischen Landtags Sitzungssaal sicher während der nächste» Winter-sessionen gratis heizen könnte und »och ein paar Armvoll sür den Wiener Rathhanssaal übrig blieben. P.
pro 1896 zeigt i» bett Einnahmen und Aufgaben fl. 3549.72, darunter an Aufgaben für Gebäude-Erhaltung fl. >096.07, Pfründen - Betheilung fl. l 119.40.
Wochenschau.
Stririschrr Landtag. In der Sitzung vom 17. Februar wurdcu gewählt in den Finanzausschuß Abg. Gras Slürgkh n»d Oring, in den Unterricht?auS>chnß Abg. Prälat Karlou, iu den Laudeeculturausschuß Abg. Graf Karl Lamderg und Dr. Franz Jurtela. in den EisenbahuauS schuß Abg. EndreS, in den W,iiiculturausjchuß Abg. Mayr, Graf Karl Lamberg und VvSnjak, in deu Wahlieformausschnß Abg. v. Forcher uud Dr. Rosina; als Mitglied deS Ausschusses vrS patriotische» LaudS- und Fraueu.H>lisverei»eS für Steiermark wurde gewählt Abg. Landesans» schuß Dr. Heinrich Reicher; in die La ndes-Com Mission zur Revision deS Grundsteuer-Cataster» wurde gewählt Herr Wilhelm Pitk. Abg. Ornig und Genossen brachten folgende» Antrag «in: „Rochdtm die Verstaatlichung des LaudeS Gymiiasinms in Leoben schon in der »ächiirn Zeit in AnSsichl steht, wird der Lande» AuSschuss beauftragt, uu-verzüglich die Verhandlungen mit der Stadtge-ineinde Petlan zu pflegen, welche Opfer Dieselbe zum Zwecke der Vervollständigung des dortigen Landes Unter>>ymnasinms zu bringe» bereit sei, damit sür den Fall der Verstaatlichung deS L«-» vbener Gymuasiums an die Vrrve>llttändi>,ung des Pettauer Untergymnasium» sofort und nicht erst nach mehrere» Jahren geschritten werden sann." — Dieser hinreichend unterstützte Antrag komm» i» verfassungsmäßige Beliandlnug. In der Sitzung vom 19 d. M. wurde dem Pettauer Musik-vereine für seine Musikschule eine Subvention van 100 fl. bewilligt.
Dr. Hicharö ioregger, der bisherige Reichs» ratheatigeort>nete für deu Städtewahlbezirk Cilli, hat »i einem am 27. v. M. an seine Wähler gerichtete» Schreiben eine Wiederwahl iu deu ReichSrath auf das bestimmteste abgelehnt, weil er das Programm der „Teutsche» Kolkspartei" nach seiner Überzeugung nicht vertrete» sonne. Ein Mann, der, seiner eigenen politischen Überzeugung treu, lieber auf ein von >o virlen heiß ersehntes Reich- rathemandat verzichtet, ist feine gewöhnliche Erlcheinung und verdient auch sriteiis derjenigen alle Hochachtung, welche seiner poli-tischen Überzeugung nicht mehr folgen können.
Ausgrabungen bei prtlall. Dass Pettau und Umgebung im weitesten Sinne ein reiches Feld für Ausgrabungen bietet, ein Feld, auf dem reiche Schätze nicht nur au« der historischen Zeit, sonder» auch aus 1 er Steinzeit begraben liege» und oft mit leichter Mühe gehoben werden könnten, scheint i» der Gelehrteuivelt jenseits der steirischen Grenzmai ken weniger bekannt zn fein, als in der heimische» La>enwelt. Zu eigentlichen systematisch betriebenen Ai >rabungeu wurden ein paar Mate der Anlauf genommen, ober es bliebe» eigentlich st.ts nur Anläufe, wohl anS Mangel an ausreichenden Fonds für Grabungszwecke. Seit zwei Iahren hat unser „Musealverriu" wieder damit begonnen, aber seine Mittel sind »»zu» reichend. Trotzdem hat er selbst mit diesen Mitteln schöne Erfvlge errungen. Nun bat das f. k Cultus- uud Unterrichtsministerium dem Coiiser-vator Piosessvr Mllx'lm Gnrlilt in Graz zur Poriialiine von Ausgrabungen bei Pettau für das Jahr 1897 eine Subvention vo» IOOO fl. bewilligt und eö werden wohl die Ausgrabungeil bei Pittau nunmehr lebhailrr betriebe» werden. Freilich wird die Ausbeute dem LaiideSninseum einverleibt iverden. während bei im« das Lvcal-mufeum in eine „römisch« Abtheilung" umge-wandelt iverden soll.
Pettauer Wochenbericht.
(Ernknnuug.^ Nach einer nn das Sladlamt gelaiigte» Verständigiing der h. k. k. Statthalterei für Steiermark. ivnrde über deren Borschlag Herr Professor Hau« Brigola am hiesige» Landes Gym-
nasium voin k k. Cult»S- »nd UnterrichtS-Mini-sterinm z»m Vertreter der UnterrichiSverwaltung im SchulanSichusse der kaufmännischt» FortbildungS-schule des Handelsgremiuins i» Pettau bestellt.
tHrrr Vr. Ernst Treitl.) der ueuernannte Seenndararzt d»^ allgemeine» Kraiikeuhanse? iu Pettau. ist bereits eingetroffen und wohnt; Ungar» thvrgasse Nr. 3, Krainz'scheS HanS. Herr Dr. Treitl ordinirt von 11 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nach-mittags und zwar auch als Zahnarzt und Zahn» techniker.
(Vom Maskenballes Die Vorbereitungen für den großen Maskenball am 1. März d. I. sind im vollen Gange und wurden bereits die Einladungeil zugestellt. Dieselbe» find von der hiesigen Bnchdruckereifirma W. Blanke in sehr netter Ausführung hergestellt und tragen anstatt des Namens eine Nummer, roelche mit der im alf.ibetisch geordneten Namensverzeichnisse der Eingeladenen verzeichnete» Post-Nr. gleich ist, da durch wird die Controlle insoserne vereinfacht als sich die eintretende Maske legitimirrn kann, ohne sich vor dem controllirenden Comiiö Mitgliede demaS firen »nd so ihr J»cog»ito verathen zn müssen. Da die Dame» von einer Costümeleih-Anstalt keine» Gebrauch mache» würde» und auch die ein» zel»?n geplante» Gruppen sich entsprechend einheit» lich costümireu werden, wurde von der Errichtung einer eigenen MaSkenleilianstalt Umgang genommen. Doch ist das Comitv mit einer Anstalt dieses Gen» r» IN Verbindung getreten, UM es einzelnen Herren, welche davon Gebianch niache» wolleii, zu ermöglichen, feitige Maskenanzüge geliehen zu erhalten. Das Nähere wird noch rechtzeitig bekannt gegeben werden. Nach den zahlreichen Aufragen zu urtheilen, dürste die Betheiligung eine sehr zahlreiche sein uiid ersncht uns daS Comitö, bekannt z» geben, dass jene P. T Herren. Dame» oder ganze Familien, denen aus irgend einem »nliebjameu Versehen keine Einladungskarte zukam, solches dem Her.ii Caf6-> tur Jguaz Roßman» besannt geben wollen, worauf die Karte Hingehend ausgefertigt und zu» gestellt werden wird.
iprttaurr Vorschukverei».) Der Pettauer Vorschußverei» Uiclt am 17. Februar feine Voll-Versammlung ab Der Vorsteher Herr Wilhelm PiSk eröffnete unter Begrüßung der Anwesenden die Versammlung AuS deu vorgetragene» Geschäfts-berichte entnehme» ivir folgende Daten: Unser Verein hat sein 22. Geschäftsjahr zurückgelegt. Wir erstatten Ihnen hierüber Bericht, indem wir Jliiieu gleichzeitig den Rechnungsabschluß für das abgelaufene Jahr zur Genehmigung vorlege». Der GesclBitsverkchr im letzten Jahre hat einen mäßige» Auifchwiing genommen, der in einer erhöhte» Zinseneinnahme vo» fl. 1255.59 uud tu einem Mehrertrage von fl. 403.92 seinen Ausdruck findet. Der Spareinlagssaldo betnig am 31. D-z. 1895 fl.203826 36. am 31 Dezember 189808 98 gegen im )al>re 1895 von fl 51610 22, daher ein Abfall von fl.80l.24, der durch Rückzahlungen bei Sterbefälle», entfertigt,' Kündigungen entstände» ist. Der Stand der Mitglieder ist gleich der deS Vorjahres 530. Der Reservesond hat einen Zuwachs von fl. 232 28 erhalte«, beziffert sich aus sl 20032 28, was einen 10% Quotentheil der Spareinlage» ergibt. Die Forderungen erreichten fl. 258704.03 gegen die des Vorjahres sl 242233.07, daher eine Znnahme von fl. >6470.96 Der Cosfauniiatz betrug fl. 1735228 92. Die Schuld au die Sparkasse hat sich um fl 36(5.57 gemindert und beträgt derzeit fl. 28427 96. Tle Vorstehnug hat im abgelaufenen Jahre 52 Sitzungen abgehalten, bei welche» die geschäftlichen Agende» ihre Erledigung fände». Verluste sind im abgelaufene» Jahre lischt zn ver zeichne». Das dem Vereine gehörige Haus weifet eine» Ertrag von fl. 1663.74 ans. Der Gcw'nu» N»d Verlust-Conto ergibt i» den Einnahmen : Au Zinsen fl 17055.80, a» Geschäftskosten fl. 90.75, aiiHauöertrag sl. 1720.94. I» Den Aus-
gaben: fl. 3071.24 und fl. 69.70(in Geschäftskosten, an Zinsen pro 1897 fl. 2221.36, a» Sparei»--lagszinfen fl. 9617 89, Inventar fl. 70.—. Re» imicfünd fl. 32.—, G.bahr»i.aS - Üderschnß fl. 3785.30. Der Vermögeuftaud beziffert sich iu den Aktive»: fl 258704.03 Forderungen, fl. 593 76 Inventar, fl 69853.17 Hausbau, fl. 539.90 vorhinein empfangene Zinse», fl. 79.32 Druck, sl. 1171.01 Cafsastand Jude» Passive» :fl. 50808.98 Swmmautheile. sl. 219 955.29 an Spareinlagen, fl 4779.47 an SpareinlagS Zinsen, fl 525.55 Stammantheilizinsen. fl. 2221.36 Zinsen vorhinein, fl 28427.96 Sparkassaichuld, fl. 4.50.—, Miethe vorbinein, fl 20032 28 Reservesond. fl 3785.30 GebahrungS»Uberschnß Der Stand der M.tgtieder stellt sich ans 530 mit 1076 Antheilen ä fl 50. Der Obmann deS AussichtSratheS H-solutorium zu ertheilen. Der Autrag wird ein--stimmig angenommen Der Aussichtsreich beantragt, über die Verwendung des GebahrungS-ÜberfchnßeS, An Subventioneu für gemeinn»tzi>e Zwecke fl. 340.— zur Verzinsung der Stammantheile 6»,, mit fl. 2979.G(i. während der Rest mit fl. 420 34 zur Herabmiiideruug der Spaikaffa-Schuld ver-wendet werde» soll. Die Versammlung stimmt den Anträgen z» und beschließt, der zu gründenden Feuerwehr in St. Veit »ach vollzogener Consti» tuirung eine Beihilfe von 25 fl. zu leisten. Die FiiiiktioiiSgebühreu für Vorsteher und Cafsier, die Beitrittsgebühr sowie der Zinsfuß für Darlehen wurden in der bisherigen Höhe genehmiget. Vei der nun vorgenommen Wahl der Vorstehnug uud des Aufsichtsrates wurde» die bisherigen Fuultionärc auf weitere 3 Jahre wieder gewählt.
1 Hochgradige Aufregung) ist leicht begreiflich, wenn man einen Prozeß verliert. I» eine solche Aufregung gerieth am 18. d. M. der Inwohner Johann Lnbec ans Moschganzen, der, bei einer an diesem Tage beim hiesigen k. k. Bezirksgerichte durchgeführten Schliißverha»dluug sachfällig geworden, sich am Wege vom Aiutsgebäude durch die Florianigasse die Kleider vom Leibe riß. auf die Straße warf uud mit »acktein Oberkörper, fortwährend schreiend, gegen den Florianiplatz lief, wo er von der Sicherheitswache festgenommen, an einen kühle» Ort gebracht und nachdem sich seine Aufregung gele.lt, wieder entlassen ivnrde.
((Eine Sindrrleiche in der Brau.) Ant 19 d. M. nachmittags gewahrte der Schuhmacher Wauda unterhalb der Draubrücke die Leiche eines Kindes und erstattete davon die Anzeige an die städtische SichcrheitSwache, welche deu kleinen Leichnam, es ist der eines Kindes weiblichen Geschlechtes, barg »iid^n die Todtenkammer deS Stadtiriedhvses übertrug.
(Ein Freund von ttJiirstcn) befand sich am 13 d. M. AbeitdS im Wirtchause des Valentin Polamc, Offenbar erregte der Dust frischer Würste seinen Appetit IN einer Weise, dass er in die Küche gieitg, um sich eines der schöiidustenden Dinger braten zn lasse». Glücklicher Weise war Niemand in der Küche uud so »ahm sich der Wiirslfrennd gleich einen größeren Vorrath mit; aber »»glück--licheTweiic brauchte er zum Einpacken zu lange, eS kam die böse Gertrud und Herr Marti» K. mußte sich begnügen, blos mit fünf Würste» Reißaus zu nehmen, die 32 anderen aber liegen zu lassen. Leider erkannte die schlimme Gcrza auch deu Wurstmarder uud so wird er betrüblicher Weise seine Vorliebe für Wurst im Kotter beweine».
Vermischte Nachrichten.
lpllasttrstrint aus Gras.) In Atlantic City in Nordamerika werde» gegenwartig Pflastersteine ans gewöhnlichem WiefrngraS hergestellt »nd solle» i» Verwendung genommen werden. Der Erfinder ist ein Geistlicher, der Reverend I. H. AmieS, welcher das GraS mit Öl imprAgnirt, dasselbe dann in Würfelform preßt und mit Eisenstreifen bindet. Ein Kubikfnß dieser Pflaster-
steine soll ungefähr 20 Kilo witgkn. Wir wir «incr Mittheilung dtS Patent-Blirrau I. Fischer in 3Bu*ii noch entiikhmen, soll eine mit diesem Material? hergestellte Pflasterung vollständig qe-rän^chlos und klastisch sein, für Hitze »nd Kälte in gleicher Weise widerstandsfähig und »»durch dringlich Der Erfinder garantirt deren Dauer für fünf 3nl)re.
(Automat zur Ausgabe vo» Slrklrirität.) Durch Müttzeinwnrf eine g>wisse Menge vo» Elekiricilät ans automatische,» M.,e zu lieser», wie >s >ttzt mit Zündliölzeru und andere» Ge,,e»-stände» ui'jchieljt, ist endlich einem am,rita»ijchen J> geiiieur gelungen. Hundert solcher Automaten sollen, wie wir einer Mittheilung des P„t,nt> Buna» I. Fischer in Wien entnehme», in einem grvßen öffentlichen Gebäude New UorkS aufiiestellt weiden. W«n» mau eine Münze (8 Kreuzer) in die hi^ii bestimmte Öffnung gleit»n läßt und auf eilteu Knips drückt, gibt der Apparrt einen elek triicheu Strom ab, welcher genügend ist, um ein Lictu von 8 Kerzenstärke aus st Stunden zu »»terhalten. Jeder Automat kann 30 solcher Stro»,ei. heile» liefern. Fünf Minute», bevor der ffli die Münze gelieferte Strom aufhört, ertönt eine Glocke »nd a» einem Indikator wird erficht lich, wie viel Elektrizität bereits entnommen wnide und wie viel noch verfügbar ist.
s Pateiit-Bureau I. Fischer in Wie» entnehmen, ans einem Gußeisengeslell. in w>läiem eine Walze drehbar angebracht ist. Das gai>,;e wird an der Hausmauer beiestigt u«d dort mittelst einer Ho>Mrkleid»ng maSkirt. Aus der Walze ist ei» Kabel ausgerollt, an dessen E»de ein Trogring befestigt ist. an dem ein auS M'talliingen bestehender, a» de» Körper sich an sch»i,ege„der Aürtel befestigt ist. Wenn am Kabel ein« Last hängt, rollt er sich, vo» einem Regn» latnr beeinflußt, langsam von der Walze ab. öhichuitig wird hiedurch in einer Feder Kraft ansgejpeichert, welche dazu dient, den Kabel nach Enlfer»»»g der daran hängenden Last selbstthätig in die Höhe zn ziehen und z» einer neue» Rettung bereit zu machen.
Bereinsnachrichten.
(Der tandw. Verein in pettau) hält am 22. Februar Nachmittags */« 3 Uhr seine JahreS-Lol!vmamml»»g ab. bei welcher unter andere» Gegenständen der Rechnungsabschluß sür da» Jahr 18W5, die Frage über die Belassuug deS städtische» Sck»>ligarteuS und die Abgabe von amerikanischen Reben a» die Vereinsmitglieder zur Verhandlung kommen. Abzugeben sind: Wurzelreben: 1000 Riparia portaliS, 500 RupestriS inonticola und ßOü gemischte Wurzelreben; ferner: an Schnitt-reben: 16700 Riparia Sovage I und 7900 der» selbe» Sorte II, 3200 Riparia Portali«, 1200 Rupestris aramo» I. 300 RupestriS cauifolia uud 3900 ?i»pestriS diverse. Außerdem kommen 400 Objtbänme iu Sorten: steirischeMaschanzker, Pariser Rambour». AnuanaS Reinette, Winter - Goldpar-m&ot, weiße RoSmarin, Lberdix Gcogra-vhilcb siatistischk» Handbuch sür Leser aller Stünde von Pros. tx. Friedrich Umlauft. Dritte, umgearbeitete und enoeiierte Auslag». Mit ÄX) Illustrationen und >ö Karten» beilag'N. In 2« Lielgn. ^ HO ffr. Lieferungen 1H—16 soeben ausgegeben. i¥l Hartleben's Verlag in Wien.) Mit den nn» vorliegenden Lieserunae» 13—t derGeschlechier zurückzuslihren ist Durch eonseqnent angestellte Vergleiche der heimischen Verhältnisse mit denen in den übrigen Staaten Europa» gewinnen die statistischen Au»sührungen des Werke« an Weit und Interesse In gleich eingehender Weise werden Land-und Forstwiithschast, Viehzucht, Bergbau und Hütten» Wesen. Industrie und Gewerbe, der Handel. Straften u 'd Eilenbahnen. Schiffahrt. Post,T> leg'aph u. Telephon, Banken und Ereditinstitute u. s. w behandelt. Auch die jüngsten Lieferungen sind mit zahlreichen wohlgelungenen Illustra-Honen ausgestattet, v»» Kaite» liegen Darstellungen der Regenmengen und Wärnieverhältnisse, sowie eine ethno-graphische Übersicht der Monaichie bei.
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wiesen haben. Alle», Allen, dc» P T. Herren Vertretern der Behörde» und >lörp,r>chaite», den Herren und Damen der Lehrkörper und den Saülern. welche dem Todten da« letzte Geleite gegeben und seine» Sarg mit Kränze» geschmückt habe», sage ich tiefe» innigen Dank! i
Ich bitte die Herren Vertreter der Vereine, ch bitte inS-besondere den „Männergesana^Percin" und den „Deutschen Turnverein," die den theuren Todten mit umflorten Bannern zne letzten Rast geleiteten und seine Ruhestatt gesegnet mit der Weihe de» Liede», das er immer so sehr geliebt, ich bitte sie Alle, meinen innigen Dank ans diesem Weae entgegen zu nehmen und deS Heimgegangenen zu gebet seit mit einem Segeiismuiische.
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D) Personenzug
Nachts 9,T Vormittag 2J# Nachmittag 8" abend»
3" Früh 10« Vormittag 8'° Nachmittag 8— abends
an in Friedau:
4" Früh 10" Vormittag sl" Nachmittag 9" abends.
Pragerhof-Marburg-Graz.
a) Schnellzug
b) Postzug Postzug
c) Schnellzug
d) Personenzug
ah Pragcrhof
2" Nachmittag 6** abends 444 Früh 2" nachts S" Früh
an Marburg
2" Nachmittag 7" abends 6" Früh 3" nachts 8» Früh
an Graz
4" Nachmittag 9" abends 7" Früh 4« Früh 10" Vormittag
Graz-Marburg-Pragerhof.
Graz ab:
A) Schnellzug
B) Postzuß
C) Schnellzug
D) Personenzug Postzug
Gem. Zug
1" nacht» 5" Früh 12" Nachmittag 4" Nachmittag
9'4 abends 11" Vormittag
Pragerhof-Cllli.
Marburg an:
2" nachts 7" Früh 2'4 Nachmittag t!44 abends lt" nachts J4' Nachmittag
Pragerhof an:
3" nachts 8" Früh 2" Nachmittag 7" abends 12" nachts 8" Nachmittag
Cilii-Pragerhof.
Pragerhof ab Cilli an 4" Früh 7»- Früh
Gem. Zui
Gem. Zug H» Nachm. 5" abends
>u|
a) Gern. Zug
a) Schnellzug 244 Nachm. 341 Nachm Personenzug 7" abends ri" abends Postzug 12'» nachts l44 nachts Schnellzug .3" Früh 4" Früh Postzug 8" Früh 101-» Vorm.
Die mit kleinen Buchstaben bezeichneten Züge haben in der Richtung Pettau— Gras, die mit grossen Buchstaben bezeichneten Züge haben in der Richtung Graz—Pettau Anschluss.
Cilli ab Pragerhof an
Personenzug
Schnellzug
Postzug
Postzug
Schnellzug
Gem. Zug.
S44 Früh 8" Früh 1M Nachm. 2- Nachm. 6" abends 644 abends 8" Nachts 4" Früh I44 nachts 2- nachts [9" Vorm. 11- Vorm.
Meginn eines neuen Abonnements:
4 ) s9©cptcmbcrbcft
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Iltonafti.f ein ftfl»
-ClfIrrorfCV o—
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duech dick Itoruitfitf örr miidthrurc.
©rp3t Noinane
Novellen und *u*tn veiieöge fest ri a m t) a f • keßen Visier nnb 5 •+ r t t t 1 r - I f r t tt . Gegenwaet.
3
fti t m. 2i pi
^lüusiserlstft «— reich iCuHrltrl
Hl Sd-avtrj», Hon* »nd Zordendem-f.
LniiNdrilagr»
noch Studien und melden r r iW r ITI v i tlrr In f«itbljrv «ut.Mtrte, Cfcronioli'haarnpl'l» und
ven neuen >,drgang eeö^nen die großen Remtnt:
„Der weilze Tod" von Pudolf Straiz „vie grüne THllr" vvn X von LlinKowstroein
und die
Morische Alonoc,rnpliie:
.Da» Erste fecjl snidet zur Ansicht in, Hau» als probebeft » »U 8s4t«i>MM«i *■
W. Blanke in Pettau.
pettauer Marktbericht, Februar 1897.
Gattung
Preise
per
von' bis *t. ! kr.
Fleischwaaren.
Rindfleisch . . . Kalbfleisch . . . Schweinefleisch .
„ geräuchert Schinken, frisch .
„ geräuchert Schaffleiach . . .
Vlctuallen. Kaiserauszugmehl Mundmehl > . . . Semmelmehl . . . Weisspohlmehl . . Schwarzpohlmehl Türkenmehl . Haidenmehl . . . Haidenbrein . . . Hirsebrei« .... Gerstbrein . . . Weizengries . . . Türkengries . . . Gerste, gerollte .
Reis......
Erbsen, geschälte .
Linsen.....
Fisolen.....
Erdäpfel.....
Zwiebel . . . . Knoblauch . . .
Eier......
Butter.....
Milch, frische . .
„ abgerahmt Rahm, süsser . .
„ saurer Rindschinalz . . Schweinschmalz . Speck, gehackt . . „ frischer . . „ geräuchert Zwetschken croat. „ hosn.
Kilo 44 66
40 6«
50 —
60 —
N 60
» 90
ff
16
14
„ 13
m 12
7 10
8 —
14 20
Liter ltl 17
n 11
10
Kilo — 18
10 —
12 28
r 12 28
n 16 28
16 20
6
n 4 H
n 12
9 Stück 20
Kilo 90
Liter 7 8
«
" 32 40
24
Kilo 90 —
n 64
64
— 54
60
16 —
, 20 —
Gattung
per
frr.se von! bis
Wr I kr,
Zucker . . . Suppengrünes Erbsen neue . Käse . . . .
Kilo
Getreide.
Weizen.....!'100Ko.i72ö
36
10 - 16 12 -
Korn . . Gerste . Hafer . . Kukurutz Hirse . . Haiden .
GeflUgel.
Ittdian . . .
Gänse . , ,
Enten . . , .
BackhUhner .
Brathühner .
Kapaun . . .
Obst.
Äpfel.....
Birnen , . , . Nüsse . . . . Kastanien . . .
Diverse.
Holz, hart . . .
„ weich . . Holzkohle , . . Steinkohle . . . Kerzen, Unschlitt „ Stearin Hohl . ,
Bier......
Wein......
Obstwein . . . Brantwein . . .
(WO 500 600 ,450 600 «50
Stück Paar
— 150
— 140
— 120
120 -StUck 150 -
Kilo
8 10 16 —
Meter 300,320 „ 2801260 Hectol. 60 70 lUOKo. 85 90
Kilo Kilo
Liter
40
36 40
18 20
32 48
8 10
28 70
Kranzband-Aufschriften
in
Gold-DRUCK
(nicht mit aufgeklebten Papierbuchstaben) liefert die Buchbinderei
W. BLANKE in PETTAU.
Städtisches Ferk-Museum.
Die Leitung des Musealvereines zeigt hiermit an. dass der Eintrittpreis für das
Museum wie folgt beträgt:
1. Mitglieder des Vereines haben freien Eintritt. 2. Nichtmitglieder. fflr Erwachsene 20 kr. per Person, für die Jugend, Militärmannschaft und Gewerbe-gehilfen 10 kr. 3. Den Schülern des landschaftlichen Gymnasiums, der Volk»-Haodels- und Gewerbeschule in Pettau ist unter Führung eines Lehrers der freie Eintritt m das Museum gestattet. Diesbezügliche mündliche Ansuchen sind an
Herrn Josef Gspaltl zu richten.
Das Museum lat Jeden Sonn- und Feiertag von 10 blt 12 Uhr vormittag« und von 2 bis 3 Uhr naohmlttag« geöffnet.
Hhr Fremde tiglloh von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 6 Uhr nachm Eintrittskarten sind beim Museumsdiener erhältlich._
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für alle In- und aualtadiachen Journale, Fachseitachriflen, Kalender eto. besorgt am besten and billigsten das im besten Rufe seit 38 Jahren bestehende erste österr. Annoncen-Bureau
von
A. Oppelik's Nachfolger Anton Oppelik,
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in verschiedenen Ausführungen
vorräthig in der Buchhandlung W. BLANKE in Pettau.
U)er
ftneW.
^sssß die ihre Gesundheit erhalten ____^ und festigen unS doch nicht auf den gewohnten, angenehmen Aasfeegenns', verzichten wstten. ?enn «in Zusay von?iathreiner'» Malzkaffee hebt dieallaemein bckannteundnainent«
lich bei regeln,atzigem Genuh so ge« v
snndheitssclitidliclie Wirkung de»»«eroenerregendenBslinenkasfeesauf. vlIlC 6CrC" 'vohlbefinden in irgend einer weis- gestört ist.
_ Namentlich für üerven- und Magenleidende hat sich
bereit» in Tausenden von Fällen der „pure" Aathreiner.Aassee al» da» vorzligl lchs.e, gesündeste und leicht verdaulichste Getränk erwiesen, grauen und Ztinder, fiir deren zarte Konstitution der nähr« kräftige Aathreiner.?laffee besonder» znträglich ist, und die
Alle
_ ihn ?nr oder mit Bohnenkaffee gemischt seine» wohligen', milden
«^s Geschmackes wegen gern, ja bald mit groszer Vorliebe trinken.
«£*.• 2s((c diejenigen, welche im haushalte sparen und doch ein wohl-
0«i.j —— schmeckende» und zugleich gesundes Ztaffegetränk genicyen
($} wollen. Diese» bietet einzig „nd allein in vorzüglichste» WelsesiirJeder« <:>)[ mann intd für jeden Geschmack der «athrelner.Zkaffee al» Zusah
pji JHin üc'.uK'r.riiffiC oser j»ur getrunken, d.i. nur mit Milch und Zucker.
^ Kos reinere Zti,e!pP.ZN.chrMe
relufic Uuturvroducj iu gan;en «Srnern, au» bette,,» Malj erzeug«, weichem durch die ^ von HSchktenZlinorNäien erprobte. In allen Ländern eingesUhrte
und beu.ilrie Zlathreiner'sche Fal>ritatt«>n»w«Ise der beliebte | ffn.«(ftelchM,rtcf verliehe» mir». Ver Ziathreiner-Ziafsee / »««'«<•• fabcr und allein »>it dein ckeschmaek»r«ij de»
V
. V*» iyi
s erotischen vshuenlaif»«» die gellNtS heillichen, arjtllch an-erkannten und bestätigten Vorzüge de» heimlichen Illai^affee».
Jr" ä * ^ , !tm sich vor Irreführung und Schädigung ,u >c! a'i«n, achte inan dein, Linkaus gest. genau auf
i>i »nniarke »er »eben ab-^>niU rnint»r gc». u».«„ »>» ig»nai«t>atete mit dem Namens OlslrSlslSr
Pakete ohne Namen „Kathreincr" sin» nicht echt.
Hie 4«ifermg ifi kei« Andern».
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Dellcatessen-, Wein-, Bier- und Specereiwarenhandlung.
N.B. Hausen's weltberühmter Kasseler Hafer«Kakao „Servus" ist bei uns zu
haben.
Z H4I5.
Kundmachung.
In Gemäbheit red § 52 deS Gesetzes vom 14 Oktober 1887, L.-A.-Bl. Nr. 45, wird zur allgemeine» Kenntnis gebracht, dass die Rechnungen ikber die Empfänge und Ausgaben der Stadlgemeinde Pellau, sowie jene des Armen- und Bürgeripital-fondes sür das Verwaltungsjahr 1896 durch 14- Tage hindurch zu Jedermanns Einsicht in der Ltadlanuskanzlei aufliegen.
Stadtamt pctiau, am 16. Frbruar 1897.
Der Bürgcrmeisterstellvertreter.
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Das Gasthaus zur „Neuen Welt" ist sogleich oder mit Mai 1. J. zu verpachten.
Näheres bei Jos. Kravagna.
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Der landw. Verein in Pettau hält Thomasmehl und Kainit stets auf Lager, die von den Mitgliedern des Vereines zum
Kostenpreise jederzeit bezogen werden können.
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»die tmb ftisiisiflt Äc-ugilqucllc,a. 3aiawitt «tut
»o?li«7s,i»n, »offrcl. -ir.-fjt:. (|-äine» «t6t facriAftin) 2 m 5u -ufj. uns 3 i? - echt nordische VoiarSaillieN nur 4 siSJi mm »olifit
Jf'jt«. — 6*rr, ein Glas!" rief der Wirt. „Jarbell meint, ich sollte eins mit iljm trinke». — (sin gutes, liebes ttiiid," fnhr er fort, z» dem Dammwächter gewandt: .so fing wie schön. so mnntrr wie flriüin- Eitel ist sie wohl, wie eine friesländische Dirne, aber unbesangen nnd »»schuldig dabei, wie eine Waise an« dem Findelhause »nd sparsam, das kann ich Euch sage«, wie eine echte Holländerin. Aber heute abend muß man ihr etwas nach-neben, denn Frederik ist ja da, ihr Verlobter Bräutigam, wir Ihr wißt. In einent Monat werden wir Hochzeit habe», da darf sie wohl ei» wenig zerstreut sein."
Diese Worte trafen Jarbell wie ein Schlag. Ein heftiger Schmerz durchzuckte feine Seele nnd er fühlte e« kalt in feinen Gliedern riefeln, aber er suchte sich rasch zn faffen. Seine Hand fnhr leicht über die Stirne, wie »»> einen trüben Gedanken zn verscheuchen, nnd in einem Augenblick hatte er seine ganze selbst-beherrsch»»» wiedergewonnen.
„Also eine beschlossene Sache ist da«?" sragte er in gleich-gültigem Tone. „Es steht fest, das; Frederik Eure Tochter hei-raten soll?"
„Freilich, in dieser Sache lasse ich meiner Siska ganz ihren Willen. Wo es sich um das Glück ihre« Leben« handelt, nicht wahr, da ist es doch billig, da» man da« faind selbst fragt? Run, Ihr werdet'« mir nicht übel nehme», Jarbell. Früher freilich, da« mnn ich gestehen, dachte icl, ander« über diesen Punkt. Enre Vewerbnng nin meine Tochter sah ich nicht nngrrn. nnd Ihr wäret mir al« Schwiegersohn ganz willkommen gewesen. Aber, je nun mein Lieber, ihr Herz — Ihr habt e« nicht zu gewinnen gewußt. Da ist ein anderer gekommen, der « besser verstand »nd nun nimmt sie den. Wa« ist da weiter zu thun?"
„Ach. ja, freilich!" murmelte Jarbell mit dumpfer Stimme. „Sie liebt Frederik, »nd während ich sie anbetete »nd ihr die ans-richtigste, heißeste Liebe schwur, spottete sie meiner."
„Run, nun, ereifert Euch nicht, mein guter Jarbell," begütigte der Wirt. „Die Mädchen haben so ihre» avarte» Sinn, nnd was sie sich einmal in den Ltovf gesetzt haben, davon gehen sie nicht wieder ab. Aber ich weif;, Ihr habt da« niidankbare Ding ver-neifeii nnd da« war recht von Euch. Ihr würdet doch beide nicht glücklich miteinander geworden sein."
»Wenn ich sie aber immer noch liebte?" warf Jarbell kaum hörbar dazwischen.
„Wenn Ihr sie »och i»«mer liebtet?" wiederholte der Wirt mid machte große Auge», al« hätte er nicht recht verstanden. „Wird nicht« Heike», mein Bester. In einem Monat wird Siska Frede-rik« Frau, so wahr ich mich Earoln« Meerdrech nenne nnd Wirt bin zum goldenen Adler. Aber ich merke wohl. Ihr scherzet. Seit langem ist ja da« Bier Enre einzige Liebschaft, nicht wahr? ha ha! Ans Eure Gesundheit!" rief er da«» und griff zum Glase, welche« eben feine Tochter vor ihn hingestellt hatte. „Fort mit den Grille»! Lassen wir all diese Dinge beiseite nnd halte» wir nii« tre» zur Flasche!" Er lachte laut. ..Die Flasche ist das beste Liebchen für »nferein«. Mag man da alt sei» wie ich, oder jung wie Ihr, mag man einen grauen Bart habe», oder eine» schwär» ze». oder eine» schneeweißen, oder gar keinen, es ist ihr alle« einerlei, nnd je länger man sie kennt, desto mehr verliebt man sich drein."
»Wahr gesprochen!" siel Jarbell ein, scheinbar einstimmend in den lustige» Ton de« Wirtes: ..Ans Euer Wohl! An«gctr»nkrn!"
8.
Den ganzen Abend war Si«ka beschäftigt. Wen» die Trinker ihr einen Augenblick Ruhe ließen, so feyte sie sich an Frederik« Seile und dann wechselten die beiden, mitten in dem Tumult der Gäste, einige .zärtliche Worte. Aber solche Augenblicke kamen selten; denn einerseits waren die Gäste zahlreich nnd recht durstig dabei, »nd da»» hatte nnch da« hinge Mädchen keine Hilfe von ihrem Vater, welcher fortwährend im Gespräch mit dem Dammwächter begriffen war. Jarbell hatte nach dem ersten Krug bald eine» zweite» verlangt, darauf ein Gla« Wachholder, dann ein zweite«, und so ging es fort. Der Wirt sah mit vielem Vergnüge», wie jener immer von uenem sich eiufcheiikru ließ, während er feiner Lieblingsbeschäftigung, deu tirug zu leere«, mit gleichem Eifer ob-lag. Uud so war er ga»' nnd gar in Anspruch genommen vo» der zudringlichen Unterhaltung Jarbell«. Augenscheinlich hielt dieser ihn nur au« Gründe» der Eifersucht au seinem Tische fest. Denn so lange fand ja Ziska, allein mit der Bedienung der Gäste beschäftigt, sehr wenig Mnße, mit Frederik sich zu unterhalten,
und Jarbell hatte feine Freude au dem Verdruß, welche» du benden nicht verheimlichen konnten.
Indes flogen die Stunde» schnell dahin im goldene» \i ;,r Die arbeitsamen Holländer gedachten schon, im Hinblick n: Anstrengungen des kommende» Tages, der baldige» Ruhe Gäste entfernten sich nach nnd nach, nnd endlich war da« i : zinimer ziemlich leer. Rnr einige von den Jmmerdnristigcn i »och da nnd fuhren fort, ihre Flasche» zn liebkosen. Auch Fi> ,; erhob sich, druckte seinem zukünftigen Schwiegervater die Hau schritt zur Thüre Hinans, begleitet von seinem schöne» Bräu
Jeden Abend feit der Verlobung begleitete Si«ka ihren Fu ; bi« an die Brücke. welche ungefähr in der Mitte zwischen goldenen Adler uud seiner eigene» Wohnung lag. Wenn si> so allein waren miteinander nnd niemand sie hörte, niemn sah, als die ewigen unwandelbaren Gestirne des schönen v Himmels, dann pflegten sie die heiligen Schwüre gegcuse .t-Treue zu erneuern. Sie wurden nicht müde, zu beteuern, d einander angehören wollten, unzertrennlich für immer, nnd »; :n sich die Zukunft aus mit deu rosigen Farben eines uugetr Liebksgliickcs? dann trennten sie sich, beglückt in der Hoffn»» Wiedersehen« am folgenden Tage.
Das; diese Brücke kaum einen Flintenschuß weit von der mutn Meerdrech« entfernt war. Uild daß der Wirt zum gold' Adler, wen» er auf feiner Thürfchwelle stand, da« Paar rekln auch? Ja, er ist sogar gefährlich, wenn ich mich nicht sehr täiii«! Das mußt Dn wohl anch wissen. Dn siehst ihn ja oft, Dn I alle Tage mit ihm zn thun bei der Wache ans dem Damm.
Frederik war ebenfalls bei dem Damm zu Middelbnrg a,i« stellt; aber er bekleidete einen höheren Posten als Jarbell, x: dieser stand direkt unter seinem Befehl.
„Warum fragst Du mich das?" gab Frederik zur Antwort, dem er dem Mädchen in die Angen schonte.
„Ach. ich fürchte, er führt etwa« Böses im Schilde, um in:-« Verbindung zn vereiteln. Dn weißt, daß anch er sich früher i mich beworben hat," sprach Siska, leicht errötend.
„Ja. da« weiß ich. Aber wa« soll da«?"
,0, hättest Du die unheimlichen Blicke gesehen, Frederik t er mir heute abend manchmal znwars! Es lag etwa« so ir.. lich Drohendes darin, daß ich unwillkürlich erzitterte. Ich in er will sich räche« sür die Zurücksetzung, die ich ihm habe u > sahreu lasse«, da ich seine Anträge abwies und Dich ihm fi Ich fürchte, er wird unser Glück vernichte«."
„Ach, Einbildung; Jarbell ist ein thätiger nnd arbeit!.,»' junger Manu. de» ich sür »iisähig halte, eine schlechte Ha»!>!" zn begehen. Er hat ein gutes Herz, das weiß ich, und ei» 1 weis dasür ist eben, daß er sich so eisrig bemüht, Deine Liii gewinnen. Aber er ist auch stolz und trotzig, uud wenn ich r fürchtete. Dich zu erzürne». Siska, so würde ich sage», de. I auch nicht deu kleinsten Platz mehr in seiner Seele miiiimiir
„C, das kannst Dn sagen," antwortete Siska lächelnd.
„Ja ich wage zn behaupten, daß schon eine andere L> ' schaft fei» ganze« Herz erfüllt."
„Wahrhaftig?"
„Ganz gewiß. Hast D» nicht bemerkt, wie angelegen!! '' sich heute abend mit dem Bierknige uud der Branntwein' beschäftigte, während er im Gespräch war mit Deinem ver. Vater? Er hat, glaube ich, all seinen Liebeskummer i> ' schäumenden Flüssigkeit ertränkt, nnd die Flasche ist jetzt sei« i:r ziger Schatz."
..Wollte Gott, daß Tu die Wahrheit sagtest. Frederik!"
„Run, wie dein auch sei, Siska, iu einigen Wochen, we» » vereint sind, muß ja Dein alter Verehrer sich entschließen. ^ Abschied zu nehmen, und dann denke ich, wird er alle feilte \v: innigen ausgeben, wenn er wirklich «och welche hat."
Si«ka schwieg eine Weile. Sie ging mit sich zu Rate. Frederik die Drohworte mitteilen sollte, welche Jarbell ih> w zuvor, als sie am Damm vorbeikam, ins Lhr geflüstert Aber ein Unglück hätte dadurch herbeigesührt werden körnn sie erschrak vor diesem Gedanken. Die Klugheit gebot il schweige«, aber sie konnte sich nicht enthalten, ihren Brm noch einmal z» warnen und ih« bitte», er möge vor dem 2 Wächter aus der Hut sei». „Dieser Manu flößt mir Furc! Ich zittere, wen» ich ihn nur sehe. Wenn ich an ihm komme, stockt mir das Blut in deu Adern," sagte sie, i«d bei der Brücke stehe» blieb.
„Ei» »i»d bist Du! Mußt nicht so furchtsam sein."
Die beiden jungen Leute sagte» sich ein letztes Lebewi>
-*-+ 35
lifarbcilrrinnrn, 39AlimAt>rf»rit. Späterhin ftifctioll und uiiwmeU c« auf den ■Vii ivI« In einem Vlmeifcntisltifm — lachend, jutiU'nd, »(inend, zankend ciiif wahre Biilkerivanderuug . . . der kleine» Well zur 3dmlc. Tos Ist |lfli halb sieben und sieben. Tan» wird es ein wenig stiller uns den
liiit und wieder hastet wohl.
chinal mit Thränen in, Äuge, ein Saumseliger den Thoren sei-Xlma matcr zu. um dort viel-, für die Sünden seiner Müller (Sine Stunde später e»
rl lich der Strom, »>11 nicht mehr ivosant. Ladeninttdchen, Bureau-i.hrn ». f. w erscheinen dann ans Bildfläche. Tann ein Gerassel utiweren Lastwagen, da» Rnsen regenden Gn'inkramhändler. der iivstel- und Prrßkvhlrnfriyen".
lian sie so schön nennt, alle»
vereinigt sich zu einem Gelärm i'tcfummc. daß man sich sckion I ermaßen daran gewöhnt haben um « erträglich zu finden.
II i dann erst der Mittag! Bist du . du stehst tt an dem uuaushör-. iirömenden Schwärm alter und : na Menschen ! bist du blind, du ,>i ti an dem tausendstimmigen -i.ichgewlrr. daß e« zwölf Uhr ist-IIu!> hilft du um zwölf Uhr etwa« vor.
f.iimst dich schon vorher dazu be-um machen, ohne daß du einen Blick die Uhr zu werfen brauchst. Denn ii Pierlelstiindche» vorher bekommt -Iraßenbild ein ganz eigenartige»
MiellM. Kinder, junge grauen,
lHiitterchen eilen hastig, ein mit t vm Tuch bedeckte» Körbchen vor-; :itig in der Hand tragend, ihren :v.ii ti« find die Scharen derer, die Ariern Mittagessen- bringe».
Wnnz ander» gieb» sich der Westen.
,ii einer Zeit, in der dort da» Leben 'Mit in heftigen Schlägen pulsiert,
al liier norli alle» in tiefster Ruhe.
I;c Lüden sind geschlossen, die Slra-n menschenleer: höchsten» das, hin wieder ein Bäckerjunge oder an>
'.ie tuträger die Hintertreppen „für tlmilbi'ten" hinaushuscht, um Milch i!> Backware in« Hau» zu bringen.
Und wenn dann endlich gegen acht Übe da» Leben erwacht, dann stnb > > nett gekleidete Dienstmädchen mit luviftrn Häubchen. welche Leben in sa? Jiraßenbilb bringen. Dann koin-nie» sorgfältig gepu^te ttinder. »rei->nde' höhere Tochter und »schnei-i'ige" Ghmnastasteu, diese memorie-niiö. jene anbändelnd, und dann wird « wieder still. Wenig Laktwagen.
frinc ftiegenden Händler stören die iMjUisdie Stille, höchsten« das, da« ein-dringliche Zeichen .Milch Bolle»' eine kleine Unterbrechung bildet. Gegen ,ilin Uhr tauchen sie dann auf. die '«ebeimiäte, mit ihrem in bureau-lrnlische Aalten gelegten Gesicht, die «rosien GeschSst«Icute mit ihre« hasti-neu, nervösen Gang, die Börsenmän-irr mit ihrem h«rau«forberiiden,
elbst bewußten Blick, An den Drosch-I.iihalteplävcii wird'» dann lebendig! '
ktit giebt'» zu thun .. Der Westen liiuft nicht gern.
Hier kannst N lange warten auf in Anzeichen, baß e» zwölf Uhr sei.
'»leichmäßig flieht der Strom de»
Veben», nicht laut brandend — in iwrnrhmer Ruhe, mit einer gewissen ikitlusivität. Wenn hin und wieder imiuhiI ein braver Handwerker oder ei» Mädchen, da» seinen Leben»unter-'•-ilt verdiene» muh. in dem Straßen-l-il!>r auftaucht, fo verschwinden sie Nl» genug in den Hinterhäusern, die ! ■IuHq von dem Hauswirt al» Garten-hüuser bezeichnet werd»«.
So drängt sich der Unterschied zwischen Berlin 0. und Berlin W. her-tor, überall und zu jeder Zeit, auch abend«, wenn die Schalten schon die Riesenstadt umarmen. Wenig verändert sich da» Leben in den Straßen hier, V'rfiftr»» daß die llquipagen und die Dienstmädchen mehr in Aktion irrten «ud gen'e Aensterreihen festlich erleuchtet flnd i wie umgewandelt aber Ist da»
Bild im Lsten. Behagliche Ruhe ist au Stelle der Emsigkeit de5 Tages ge» treten. Bor den Thüren stven die Alten, auf dem Biirgersteig spielen die ttinder und aus den Hausthüren ver nimmst du fröhliche» Scherzen nnd lustige» «icheiu au« frischem Mäbcheiinmud. Nach de» Tage« Last und Hiye gebe» die
jungen Leute im Tunkel de» Haukslnr» einander Nendezvou». und die Straßen aus und ab schleudern tapfere Grenadiere in traulichem Geplouter mit ihrer AuserwäKllen. Sie sind ein Her;, eine Seele! niemand nimmt hier Anstoß daran, daß er den Arm zutraulich um ihre Taille gelegt hat kein Wölkchen trübt ihren Himmel; allenfalls ruft die wichtige Jraje: .Wohin gehe» wir am
36 h-
nächsten Sonnuig Y" mit furze Zeil ein hlhige« Wortgesechl bt'rDur Vllliitslli lich ticiituraint auch liict da« Xscbrit; zuweilen nur dringen au« einem Bier-lokal die «lange einer verstimmten Ziehharnwiiika hervor Um elf Uhr lint aber auch da» ein Ende, und über Berlin O. wie über Berlin W. senkt sich der Schlaf herab.
Kinteruacht.
^?or Kält» ist die Luft »»starrt,
V« kracht der Schnee von nieine» Tritten, ü» diimpft nicintnuich, r» klirrt mein Part: Nur fort, nur immer fortgeschritten!
Wir feieilich dir Gegend schweigt. Ter Mond beschei»! dir alten Richten. Tie, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt, Ten Zlveig zurück zur Erde richten.
«Vroft! friere mir in» herz hinein.
lies in da« heißbewegte, wilde!
Taß einmal Ruh' mag drinnen fei»
Wir hier im nächtlichen Gefilde! Aikoiau« veittm.
Cberftliiinmerer Wrns Iraitltiiiaiiobortf f. Aul Schloß Frieda» bei Lvergrafendors, in der Nähe von St. Pöllcn, verschied am 12 Tezemder de> Lbeekämmeree «ins Ferdinand zu Trauttinanedvrff. Präsident de? vsterreichi-ichrn Herrenhauses. Am 27. Juni 182fi geboren, widmete er sich gleich seinem Pater, der 1X4« österreichischer Gesandter i» Berlin war, der diplomatische» Laufbahn. Mehrere Jahre verbrachte er al« <*icfanl>tfrtiaft»iffretar in London »nd war dann bi« IHM» l'rnationfrnt in Berlin. Vom 15. Oktober >«'>!> bi« »ach dem Kriege von 188« fungiertr er als Gesandter in Karlsruhe und ging dann al« Gesandter nach München, wurde jedoch schon im november Ihi'.k z»n> Botschafter bei de« päpstliche» »nrle in Rom ernannt, weichen Posten er bi« Mai 1872 bekleidete Nach Wien zurückgekehrt, »rat er nl« lebenslängliche« Mitglied in da» Heerenhau» ein. wurde 1x72 zweiter Viceprästdeut de»selben, sungirrte 1877 al» Präsident der Reich»ra>»bklrgation und erhielt 1*78 den Ctben de» Goldenen Bliebe», Seit 187!« President de» Herrenhanse«. wurde er im Mär, 1 s»4 auch Oberstkäinmerer de» kaiserliche» Hose» »nd damit oberster Leiter der Sunftsammlungen de» Kaiserhause» Ter verewigte war auch Kurator de» österrrichisch»» Museum» für Kunst »nd Industrie «nd Ehrenmitglied der Akademie der bilbenden Künste.
Adolf Leucher, der schweizerische Bundespraside»« für Ten
Vorsitz de« schweizerischen Bunbe»ra»» ha» fstr da« Jahr IH07 Bundesrat Dr, Aböls Teucher übernommen Zn bieiem Ehrenposten berief ihn nun zum zweitenmal bie Bunde»versarnnilung »nd die»mal in ganz besonder» »»»zeichnender Weife; seine Wiederbestätignng al» Bnnde»rat »nb feine Wahl al» Bunde»' Präsident erfolgten sozusagen einsltmniig Schon seit 1887 leitete Teiicher ba« Tepaitement de« Handel« nnb der Laxdwirtfchast, da» ihn natürlich unau»-gesetzt mit diesen großen und weilen Interrssenkreise» in Berührung brachte »nd ihn vor die Bewilligung großer sorialer Aufgaben stellte, deren Brandung nicht gegen ihn p»rsi>»lich anprallte, wie da» bei den groß» finanzielle Mittel verschlingenden andern Departement» oft geschieht Tabei kommen ihm auch feine persönlichen Eigenschaften zu Hülfe Seine gewinnende Leutseligkeit, sein rastloser Eiser, sein veest»»dni»reiche» Eingehen auf die zu lösenden fragen, die Klarheit und Unge!chminkll»eit seiner Rede, sein ruhiger und leidenschaft»-loser Verkehr in dem Gruppengewirr be« Parlament» machen leine hohe und schlank« Persönlichkeit zu einer überall gern gesehenen. Ter Beruf de« vrak-tilchen Arzte», den er au«übte, bi« man ihn in den Bundetra« berief, war für ihn der Weg zum Herzen de» Volk» Geboren 18.11 zu Steckborn im Kanton Thurgau, hat sich Teucher fchon I«sin in der kantonalen Politik bemerkbar ge-macht »nd trat 18(17 bi« 1873 und 1879 bi« 1883 in den Nationalrat. den er 188.1 al» Präsident leitete Al« B»nde«ra> verschiedener Departement» und gerade in demjenigen, dem er zuletzt vorstand, brachte die Reuzelt fragen und Arbeiten von großer, sorialer Bedeutung, ln deren Erfasse» und Behandlung sein reicher, energischer und reiser weist sich kundgab Tie eben im Wurfe lie, ende Kranken- »nb Unfallversicherung wirb er nun bebauerlicherweise nicht mehr zu End» führen können, da ihm all Präsident de» Bundesrat» bei der neuen Tevartementsverteilung da» .Aeußere" zufallen wird. Ta« Schweizer-Volk weiß, daß er auch aus diesem Posten da» volle, ihm entgegengebrachte Vertrauen rechtsrrtigen und in seinem Thun und Lassen da» Wohl der Schweiz seine einzige Richtschnur sei» wird. I N
Ter neue Iustizpalast in Budapest, Gegenüber dem neuen ungarischen ParlamentsgcbOube erhebt sich ein im Stil der italienischen SpStrenaissance mit Anklangen an die Barocke »»»geführter herrlicher Bau, in dein da» oberste Gericht Ungarn», die königliche Kurie. und ein Gericht zweiter Instanz, dir budapester königliche Tafel, ein neue», prächtige» Heim gesunden haben. Sein Erbauer ist der P-ofessor am königlichen Polytechnikum Architekt Aloi» v Hau», mann, bei» bie Hauptstadt Ungarn» schon viele schöne GrWIube zu verdanken hat, »nd der seit einigen bohren auch mit der Erbauung der neuen königlichen Hosburg betraut ist. Ein Blick auf den imvokanten Palast zeigt, daß der geniale Meister feine Aufgabe auch die»mal Vorzüglich gelost hat. Ti» 134 Meter lange Isa^ade, die mit Ausnahme de» in Granit »»»geführte» Sockel» und der Gr-wände au» Sandstein hergestellt würbe, ist burch einen Mittelvorsprung und zwei Seitenvorspriinge geteilt. Im Mittelvoesvenug. der von zwei Türme» begrenzt wird, erhebt sich ein von sech« Säule» getragener Tvmpanon, aus dessen Anita »in in Kupier getriebene» und voni Bildhauer »tarl Seimyei modellierte» Drei-geivann da» Gebäude krönt Im lympanonseld der mit reichem figurale» und ornamentalen Schmuck gezierten Aacade, die die «»sschrist trägt „Jniititin reg-nornm snnilamentum", ist eine Gerichtsverhandlung nach den Modelle» de» Bild-baner« Zala im Hochrelief In Stel» gemeißelt. weit vrnnkvvN-r al« ha»
Aeußere ist jedoch da« Palais in ffinr« Inner» ausgestattet Mit «ickiichi iu|
bie Zweilriluug be» Utevuube« würfe al» Millelpuuki eine geuieiufarne Halle glschaffen, die da» verbindende wie da» »rennende Glied der beiden Gerichts» stellen bildet, gleichzeitig aber auch die großen Treppen und Hauptkomrnuni« katione» in sich aufnimmt. Tiele Halle, in die man durch ein große«, in die Hauptfront mündende» Vestibül gelangt, ist ein durch drei Stockwerk« r»ichendec flaum, 4o Meier lang, 2« Meter brelt unb 24 Meter hoch Zwei breite Frei-treppen führen zum ersten S tockwerk hinan, in dessen Höhe sich die geräumige Halle loggienartig erweitert. Große, von Marmorsäulen getragene Bogen umschließt» hier lujiige Lessuunge», die schiiue perspektivische Einblicke ln die »ahiuterliegende» Gänge und Vorplätze gewähren. Bei dieser in reichtnr archi. lektonische» »nd künstlerischem Schmuck prangenden Halle kam nur echte» Ma. terial zur Verwendung, Tie Säulen, Treppen, Balustraden und gußbüden lind au» edlem Marmor hergestellt. Tie Halle ist mit einem lonnengewölbe Überwölbt, in besse» mittlerem Selb ein 200 Quabratmetee große» Tecken-aemälbe von Karl Lob be» monumentalen Einbruck der Halle noch erhöht, lern Haupteingang gegenüber, In der mittlern Loggienöffnung der Halle ist i» der Höhe de« erste» Stockwerk» bie Koloilalstatue der.Justita" angebracht - ein Meisterwerk Aloi» Strobl'«, da», in llarraramarmor gemeißelt, überaus effektvoll ist. An diese durch zwei Riesensenster erleuchtete Halle schließen sich in der Richtung der Längsachse zwei Höfe an. An der Breitseite liegen zwei je I<10 Quadratmeter große jsestfSle, zu denen schöne Vorplätze den Zugang ver« Mitteln, die wiedee mit den Treppenkorridoren In Verbindung stehen Tara» >eihen sich 1!i Verhandlung»!«!» ml» einem stlächeneaum von 8« bi» I2u Quad> Hitmrter, außer denen da» t^ebäude noch 180 verschiedene anbere Zimmer unb Säle umsaßt. Eine burchau» stilgemasie Einrichtung vervollständigt die Gedie-genheit de» neue» Jnftizpalaste«. besse» Bautoste» samt be» Auflage» für ben Ankauf be« Grunde» und der Einrichtung rund 2,8MyH)0 Gulden betragen,
l>r. Friedrich
Ztt viel. Matter: .Heute kommt der Assessor z»»i »rstknmale zu Mittag Wa» wirst Tu kochen?" - Tochter: .Ach beuke Rebhuh» und Lach»." — Mutter: »Wa», Rebhuhn uud Lach» zuni ersten Mittag? Ta« ist doch so gut wie eine Erklärung von unserer Seite."
Lisung des Rätsels. Sie: .Ach weiß nicht, warum die Toktoren so sür da» Nabeln sprechen, ba e» buch bis Leute gesünder macht unb als» ben Aerzte» Patienten entzieh»'/" -»Er: .Sie bilben sich ein, baß ein gesunder und kräftiger Radier mindesten» fünf ffnßgänger in brr Woche überfährt unb ihnen in bie Hände liefert!"
lim dao Anbrennen btr Milch zu verhüten, barf dieselbe niemal« in einem Gesäß, welche» vollständig trocken war, aus» Aeuer gesetzt werben, son-bern man muß >n be» Tops, ben man gewöhnlich zum Kochen der Milch ver-wendet, Wasser gieße», da» man s»lbstreb»nb vor bern Eingießen der Milch aulleert. E» genügt auch, ba» Gesäß vor dem Abkochen der Milch einfach mit Wasser au«zusvülen.
(Itciuiifeaugfaat im Zimmer. Wen» man recht früh im Jahr Gemtife säen will, oder kein Mistbeet hat. so kann man die Aussaat auch im Zimmer In entsprechenden Schalen oder Kistchen machen,
L»^»,r,ph.
Mit o ans ffeldern. Mir«in derflruchi, «l«Crl oti txr 'Jfcijt Mit I r« such,!
ff. ttooL
Akrostichon,
Cller, 9|(l. Stern. Iriit. ®ent. QJnrt.
Au» jedem der vorslchenden sech« »Söiler ist durch da« Vorietzen «Ine» Äuchsladen ein au-der«» Son zu Ml» den. Tie Ansnng«» diichstnbe» det »ich» tigaefnndenen neuen Wvrler ee»el>en In »»derer Reihen» folge den Anmen eine« bekannlen Sitiiachlrnorle«, ff. Friedrich».
Homonym.
Xu findest mich am
iPnu.ne, Am Sitaurtie abet
nicht,
spridifl mich im »It-endlrnume, Man ledl ohne mich nicht, gut. ffalk.
Bilderrätsel.
Iu|id1ii»vi folgt In nächsier {Hummer.
Auflösungen au# voriger Nummer:
de« L>vm»nhniti forcier; — de« Logogriph«: Zorn. Tor». Vorn, Horn.
..................-.HUf Htrtiif uurbfliallfn.
1»r-Tnn v?» "n •Nfnnf» fn Tcttan.
Keranlwvllllche :Uibaftiun vo» II t * fl 4 f c I |f c t. und tzerou»ge»«d«n
Kttinti ät «felfjet t» CtuttgaTl