Bezugspreise Hur Österreich-Ungarn ganzjährig K B -halbjährig K 2’50 jür Amerika: ganzjährig D. 21 — jiir das übrige Ausland ganzjährig K 6 50 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurück-gesendet. iottfditcr am Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappe eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Verwaltung des Kattscheer Moten in Gottschee sJit. 121. Berichte sind zu senden an die Schriftleitung des chottscheer Boten in Gottschee. und 19. Anzeigen (Injerate- werden nach Tarif berechnet und von der Vermattung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott» scheer Boten erhältlich. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Wr. 6. Kottschee, am 19. März 1916. Jahrgang XIII. An die verehrten Abnehmer. Der ersten Nummer 1916 unseres Wattes ist ein Nofl-erlagschein beigelegt worden, dessen sich die geehrte« Abonnenten Sei Einzahlung des Bezugspreises bedienen wossen. Wir ersuchen, die Bestellung sofort zu erneuern, damit in der Zusendung des Ulattes keine Anterbrechung eintrete. Die Werrvattung. Der Gottjcheer Kriegs-Zchuladler. Unsere große Zeit fand bei uns in der Monarchie und im Deutschen Reiche ein großes Geschlecht. Heldentaten an der Kämpferlinie, gepaart mit der Opferwilligkeit des Hinterlandes, sichern den herrlichsten Erfolg: Den Sieg über eine Welt von Feinden. Hocherfreulich ist die Tatsache, daß die Jugend oa£ „kommende Geschlecht", dem dereinst die Früchte des gewaltigen Ringens reisen sollen •— verständig und treu den hehren vaterländischen Gedanken erfaßt hat: Für Gott und Ehre, für Kaiser und Recht, für Heimat und Vaterland ist kein Opfer zu groß. Wa» immer kommen mag: Durchhalten! . Der regen Förderung dieser Hochziele lag die Schaffung eines KotLfcheer Kriegs-Schuladkers Heldentod des Fähnrichs Ferdinand Zaklitfch. Über den Heldentod des Fähnrichs Ferdinand Jaklitsch aus Mitterdorf ließ dessen Kamerad Fähnrich Franz Perz den Eltern des Gefallenen nachstehendes Schreiben zukommen: Im Felde, 13. Februar 1916. Geehrter Herr Jaklitschi Schmerzergriffen erfülle ich die traurige Pflicht, SH««« eme düstere Botschaft zu vermelden. Ihr Sohn Ferdinand weilt nicht mehr unter den Lebenden. Er ist gestern (am 12. Februar) frühmorgens um 4 Uhr, gelegentlich der Besichtigung unserer ersten Linie, von einer italienischen Kugel ms Herz getroffen zwei bis drei Schritte vor mir in der Nähe von Boschmt gefallen. Seme sterbliche Hülle wird heute (13. Februar) um 5 ^hr nachmittags in Ranziano eingesegnet und auf dem dortigen Friedhöfe übergehen^ Fischer, Kommandant unseres ersten Bataillons, hat mich um Ihre Adresse gebeten um m seinem Namen und in dem des Offizierskorps die Anteilnahme am schweren Verluste zum Ausdrucke zu bringen. Die bei ^hrem verewigten Sohne Vorgefundenen Habseligkeiten werden Ihnen von unserem Feldkuraten zugrunde. Ohne der Schuljugend irgendwelche neue Kosten auserlegen zu wollen, werden ihre Abbruchs-Heller und sonstigen Geldleistungen für Kriegszwecke nun zu einem auch im Orte sichtbaren Zeichen ihres vaterländischen Sinnes verwendet, das bis in ferne Zeiten, an geweihter Stätte Blick und Herz aus sich lenkend, von den Spendern zeugen soll: Sie waren einig im Guten; und konnten sie, weil ihr Arm zu schwach, gleich noch nicht den Feind schlagen, so wurden sie doch beim Einschlagen der Nägel sich bewußt: Eiserne Zeit braucht eisernes Tun! Die in der Konferenz des Lehrkörpers der k. k. Fachschule für Tischlerei in Gottschee am 15. September 1915 gegebene Anregung, einen Gottscheer Kriegsschuladler zu schaffen, fand sogleich bei Herrn Oberlehrer Franz Scheschark, der alle Gottscheerschulen heran-aezogen wissen wollte, bei der Leitung der Schule des hiesigen Waisenhauses und in der unter Vorsitz des k. k. Fachschuldirektors Herrn Josef Knabl am letzten Jahrestag 1915 abgehaltenen Sitzung, deren Teilnehmer sich als vorbereitender Ausschuß erklärten, freudigen Widerhall. Nach Bedarf wurden sodann an den folgenden Sonntagen . Beratungen gepflogen und u. a. der Beschluß gefaßt, mit der Nagelung in festlicher Weise Sonntag, den 26. März 1916, zu beginnen. „ „ . Ein Ehrenmal für das Gottscheer-Ländchen soll die,er eiserne Adler sein. Die ungefähr 4 m2 große Tafel aus gesperrtem Eichenholz, sowie der romanische Rahmen aus Eichenholz wurden in den Lehrwerkstätten der hiesigen k. k. Fachschule für Tischlerei nach dem Entwürfe des Herrn Prof. Wilhelm Michel unter der Leitung des Hochw. Herrn Dr. Kulovec in den nächsten Tagen übersendet werden. Über den Hergang der erschütternden Begebenheit kann ich Ihnen als Augen- und Ohrenzeuge folgende Mitteilung machen. Ein Regimentskommandobefehl der letzten Tage besagte, daß jene Offiziere, die die vorderste Linie in unserem Frontabschnitte noch nicht kennen, sich mit den Terrainverhältnissen rechtzeitig bekanntzumachen haben. Da nun am 11. Februar abends an unserer 3 Kompanie die Reihe war, den Graben unserer dritten Reservestellung aus dem Monte St. M. zu vertiefen und zu erweitern, befahl der Herr Oberstleutnant, daß bei dieser Gelegenheit Ihr Sohn unsere derzeit vom IR . . . besetzte Schwarmlinie und im besonderen die Ausstellung seines 4. Zuges kennen lernen solle. Um halb 9 Uhr abends begannen wir vorgestern (am 11. Februar) vom Barackenlager aus den Aufstieg auf den Berg und ließen die Kompanie dort von 3A 11 bis 3 Uhr morgens arbeiten. Nach Schluß der Beschäftigung rückte die Mannschaft wieder ins Lager ein, während wir beide, jeder von seinem Zugsführer begleitet, aus der dritten Linie in die erste übertraten und, am linken Flügel unseres Abschnittes beginnend, die ganze Stellung vom Abhange des Berges an bis hinunter gegen B. am Jsonzo in ein« stündigem Rundgange durchquerten. Voran schritt mein Zugsführer, dann folgte ich, darauf Ihr Sohn mit seinem Zugsführer. Fachlehrers Herrn Josef Eimer hergestellt. Mit beiläufig 20.000 Nägeln (darunter 1000 Stück vergoldeten) werden das neue österreichische Wappen, die Aufschriften, die Eichen- und Lorbeerblätter genagelt werden. Daß die Gottscheer stets freudig im Vordertreffen sind, wenn es den ruhmreichen Doppelaar in seinem Flug zur Höhe zu schirmen gilt, legt auch in diesem Riesenringen die ungewöhnlich große Zahl der vor dem Feinve ausgezeichneten oder gefallenen engeren Lanves-kinder leuchtend dar. Ein mächtiger Hauch dieser großen Tage soll auf die kommenden Geschlechter übergehen. Opferfreudigste Vaterlandsliebe, unwandelbare Kaisertreue sollen in keinem Sturm — und öffne sich der Schlund der Hölle — jemals wanken; vor noch so zahlreicher Gegner Tücke soll das erlauchte Herrscherhaus Habs-burgs nie erbeben; jung und alt, ein unerschütterlicher Bund, ist bereit, für des Staates Wohl das Höchste zu wagen, um alles zu gewinnen; alle Schichten der Bevölkerung treten ein für Glauben und Ehre, Recht und Sitte, jetzt und immerdar. Diesem Gelöbnis als sichtbares Zeichen der Gottscheer Kriegs-Schukadter 1914-1916! * Die festliche Eröffnung der Benagelung des Gottscheer Kriegs-Schuladlers findet Sonntag, den 26. März, um 10 Uhr vormittags im großen Zeichensaale der k. k. Fachschule für Tischlerei in Goltschee statt. Einladungen hiezu wurden an alle Schulbehörden, schulbehördlichen Persönlichkeiten, an die Gottscheer Gemeinden und Pfarrämter, Schulen, Ortsschulräte, an Behörden, Ämter, Vereine usw. hinausgegeben. Da aber nicht jedermann einzeln eingeladen werden konnte, ergeht hiemit die herzlichste Einladung und Bitte an alle Freunde und Gönner der Schuljugend, sich an der Benagelung des Schuladlers zu beteiligen und damit dieses patriotische Jugendwerk zu einem schönen Gelingen zu bringen. Nagelwidmungen sind bisher eingelangt von Sr. Exzellenz dem Herrn Minister für öffentliche Arbeiten, von Sr. Exzellenz dem Herrn Minister für Kultus und Unterricht, Sr. Exzellenz dem Herrn Landespräsidenten Baron Schwarz, von Herrn Hofrat Grafen Chorinskp, von Herrn Landeshauptmann-Stellvertreter Freiherrn v. Lichtenberg, von Herrn Dompfarrer Wir passierten die mannshoch aufgebaute Schwarmlinie ohne irgendwelchen Zwischenfall beim dämmerigen Schimmer der Sterne, nachdem der Mond kurz vor 3 Uhr untergegangen war. Am rechten Flügel unseres Abschnittes angelangt, krochen wir aus dem Graben, um den vorgeschriebenen Heimweg über einen sanft ansteigenden Hang, der nicht nur dem Front-, sondern auch von rechts und links dem Flankenfeuer äusgesetzt ist, anzutreten. Die Posten in der feindlichen Stellung geben gleich den unseligen in regelmäßigen Abständen von 10 bis 15 Minuten aus ihren Schießscharten immer in derselben Richtung einen Schuß ab, und wer in der betreffenden Sekunde gerade die kritische Stelle passiert, wird getroffen. In jener Nacht nun war das Feuer schwach und Ihr Sohn äußerte sich noch, es werde wegen der stärkeren Helligkeit weniger geschossen. Als wir den Graben verließen, begann der Zngsführer vor mir im Schnellschritt den gefährlichen Weg entlang zu rennen. Kaum gewahrte dies Ihr Sohn, der bisher hinter mir gegangen war, als er an mir vorbei prellte und rasch hinter ihm drein lief. Die feindliche Schwarmlinie, die an unserem Abschnitte im Zickzack in unmittelbarer Nähe der unsrigen verläuft, ist etwa 30 Schritte von dieser Stelle entfernt und der Hang ohne jegliche Deckung, so daß die 200 Schritte bis zur Anhöhe von den ablösenden Truppen stets im Laufschritt zurückgelegt werden. Deshalb beschleunigte auch ich das Tempo. Plötzlich schauderte ich zusammen, als ich schräg vor mir am Boden eine Gestalt gewahrte, röchelnd und sich windend. Ich rief entsetzt aus: „Gott, was ist das?" Fast gleichzeitig hatte sich der voraneilende Zugsführer umgewendet und jammerte: „O weh, der Herr Fähnrich I" Es war Ihr armer Ferdinand, dem, wie Josef Erker in Laibach, vom Landtagsabgeordneten der Stadt Gottschee Herrn Dr. Eg er u. a. m. Aus Stabt und Land. Goltschee. (Von der k, k. Fachschule.) Der Minister für öffentliche Arbeiten hat den Lehrer der zehnten Rangsklasse an der k. k. Fachschule für Tischlerei in Goltschee Herrn Franz Hink an die k. k. Staatsgewerbeschule im X. Wiener Gemeindebezirke versetzt. — (Kriegsauszeichnung.) Dem Major Herrn Rudolf Jonke des IR Nr. 59 wurde das Militärverdieustkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. — (Bom Volksschuldienste.) Der k. k. Bezirksschulrat in Laibach Umgebung hat an Stelle des zur Kriegsdienstleistung eingerückten Oberlehrers Herrn Leopold Marn die Lehrsupplentin Frl. Ottilie Krisch zur Supplentin an der zweiklassigen Volksschule in Großlupp bestellt. — Der k. k. Landesschulrat hat die Bestellung der Probekandidatin Frl. Maria Schauta als Supplentin an der Privatvolksschule in Sava bei Aßling an Stelle des erkrankten Oberlehrers Herrn Anton Klima zur Kenntnis genommen. — (Kriegsauszeichnungen.) Die Silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse wurde dem Landsturminfanteristen Johann Turk, IR 17, verliehen; die Bronzene Tapferkeitsmedaille dem Landsturm-infanteristen Matthias Ostermann, IR 17, und dem Osfiziers-diener Johann Verderber, LJR27. Die Silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse wurde dem Landsturmfeldwebel Anton Klun, LdstJR 27, und dem Landsturmzugssührer Josef Kren, LdstJR 27, verliehen; die Silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse dem Landsturmfeldwebel Karl Porubsky, LdstJR 27, dem Landsturmstabsfeld-webel Florian Per3, LdstJR 27, und dem Feldwebel Franz Kren, LJR 26. (Bisher 106 Kriegsauszeichnungen an Offiziere und 203 an Unteroffiziere und Mannschaftspersonen aus dem Gottscheer Gebiete, zusammen 309 Kriegsauszeichnungen, so daß schon nahezu auf jeden Fünften eine Auszeichnung entfällt.) — (Todesfälle.) Am 11. März starb hier nach langem, qualvollem, mit großer Geduld ertragenem Leiden und mehrmaligem Empfange der heit. Sterbesakramente Fräulein Franziska Bartelm e, später festgestellt wurde, eine Kugel seitwärts ins Herz gedrungen war. Ich schickte nun sofort den uns folgenden Zugsführer in die Schwarmlinie zurück um Hilfe und wartete mit meinem Zugsführer, platt auf dem Boden neben Ihrem Sohne liegend, auf das Eintreffen der Sanitätspatrouille. Doch Hilfe war hier nicht mehr möglich. In kaum mehr als einer Minute hatte er ausgelitten — es war 4 Uhr früh —, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Die Sanität konnte nur den bereits eingetreteuen Tod feststellen und kehrte wieder um, weil Leichen von den Sappeuren zu bergen seien. Ich lief nun die Anhöhe hinan zum Bataillonskommando der . . er und setzte es durch, daß telephonisch doch noch eine Sanitätspatrouille beauftragt wurde, den Toten in eine gedeckte Doline über den Hang zu tragen. Nunmehr trachtete ich, in unser Lager so rechtzeitig zu kommen, daß unsere Patrouille den Gefallenen noch vor der Morgendämmerung von den . . ern abholen könne, mußte mich aber mit der Erklärung unseres Assistenzarztes bescheiden, daß wegen bet zunehmenden Heftigkeit des Schießens der Transport erst abends durchführbar sei. Im Lager rief meine Meldung allgemeine Bestürzung unter Offizieren und Mannschaft hervor. Als die Leiche gestern abends um 8 Uhr im Lager eintraf, versammelten sich alle Offiziere um den Sarg und der Herr Oberstleutnant richtete, als der Deckel zugenagelt wurde, entblößten Hauptes wehmütige Worte an den gefallenen Kameraden, die uns allen tief zu Herzen gingen. Jetzt, um 5 Uhr nachmittags, wo ich diese Zeilen schließe, wird Ihr armer Sohn in R. in die kalte Erde gebettet. Er ruhe in Frieden I Ehre dem Andenken des tapferen Helden! der für hat Private, in ihrem 65. Lebensjahre. Die Verstorbene, die einem angesehenen Gottscheer Bürgerhause entstammte, besaß einen edlen Charakter, eine tiefe Religiosität und eine wahre, aufrichtige Frömmigkeit. — Am 6. März verschied Fräulein Josefa Högler, Tochter des Oberoffizianten Herrn Josef Högler, nach ganz kurzem Leiden im 22. Lebensjahre. Sie ruhen in Frieden. — (Vermächtnisse.) Wir haben bereits gemeldet, daß in Graz verstorbene emer. k. k. Notar Herr Dr. Emil Burger die Armen der Stadt Gottschee letztwillig 500 K hinterlassen . Außerdem vermachte der Verstorbene der Ortsgruppe Gottschee Deutschen Schulvereines und der hiesigen Südmarkortsgruppe je 500 K. Diese Beträge sind von der Witwe des Verstorbenen Frau Marie Burger bereits ausgezahlt worden. — (Todesfall.) Am 3. Mäiz ist in Marburg der Statt-haltcreivizcpräsidcnt i. R. Herr Markwart Baron Schönberger im 59. Lebensjahre gestorben. Der Verstorbene, ein Bruder des Landesregierungsrates Ernst Freiherrn von Schönberger in Laibach, wirkte zu Anfang der 80 er Jahre als Landesregierungskonzipist in Gottschee, war längere Jahre Bezirkshauptmann in Gurkfeld, dann Referent für Landeskultur und Eisenbahnwesen bei der Landesregierung in Laibach. Im Jahre 1903 wurde er zur Dienstleistung im Ministerium des Innern einberufen, wo er zum Hofrate vorrückte. Im Jahre 1913 trat er in den dauernden Ruhestand, bei welcher Gelegenheit ihm der Titel und Charakter eines Statthaltereivizepräsidenten verliehen wurde. Schon früher war Freiherr von Schönberger für seine überaus ersprießliche Dienstleistung durch die Verleihung des Franz Josef-Ordens und des Leopold-Ordens ausgezeichnet worden. Er ruhe in Frieden. — (Erdbeben.) Am 12. März wurde hier etwa 5 Minuten vor halb 5 Uhr früh ein heftiges Erdbeben verspürt mit der Richtung von Süd-Südwest nach Nord-Nordost. Die von einem unterirdischen Getöse begleitete schaukelnde Wellenbewegung dauerte etwa 5 Sekunden (Hauptstoß). Kurz nach dem Hauptstöße folgte ein schwächeres Nachbeben. (Einige behaupten, daß bereits um 11 Uhr und um 1 Uhr nachts schwache Vorbeben bemerkbar gewesen seien.) Die Fensterscheiben und Gläser klirrten, die Gegenstände auf Tischen und Kasten wackelten, die Siubenvögel flatterten unruhig in ihren Käfigen hin und her. Die Leute erwachten und gerieten in Aufregung. Schaden wurde keiner angerichtet. — Von der Erdbebenwarte in Laibach wird in der „Laib. Zgt." mitgeteilt: Gestern (12. März) früh um 4 Uhr 24 Minuten 19 Sekunden verzeichnten alle Instrumente den Beginn eines außerordentlich starken Nahbebens aus einer Herdentfernung von ungefähr 200 Kilometer. Der Einsatz der zweiten scharfausgeprägten Vorläufer erfolgte um 4 Uhr 24 Min. 1 Sek.; Ende der Aufzeichnung gegen 4 Uhr 30 Min. Die größte Bodenschwankung betrug in Laibach in der horizontalen Komponente 3,4 Millimeter, in der vertikalen 1 Millimeter. Die Bewegung war so stark, daß sie hier von Menschen fast allgemein als eine stark schaukelnde Bewegung empfunden wurde. An der Herdstelle, die an der Adria etwa 100 Kilometer von Pola entfernt, liegt, dürfte das Erdbeben den achten bis neunten Stärkegrad erreicht haben. Nachrichten von der Herdstelle selbst, die wahrscheinlich submarin (unter dem Meere) gelegen ist, fehlen bisher. — In Fiume, in der Gegend von Zengg und bei Cirkvenica wurde durch das Erdbeben Schaden angerichtet. In der darauf folgenden Nacht vom Sonntag auf Montag waren in Fiume vier Erdbeben, .und zwar um halb 11 Uhr, dreiviertel 11 und halb 12 Uhr nachts und um 5 Uhr früh, zu verzeichnen. Die Stöße waren aber viel schwächer. Auch in Goltschee ist das Beben in der Nacht vom 12. aus den 13 März von einigen Personen verspürt worden. — (Der Allerhöchste Dank für Verdienste um die Krieqsfürsorge) wurde mit besonderem Dekret des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht u. a. bekanntgegeben: der provisorischen Lehrerin Frl. Amalie Erfej m Nesseltal und der pro-visoriscken Lehrerin Marie Urbančič in Obergras. ' '_(*$ den Verlustlisten.) Aus der Verlustliste Nr. 377: LdstJnf. Alois Kozar, IR 17, Gottschee (Bez.), tot; Franz Žnidaršič, LIR 27, Gottschee (Bez.), tot; Johann Bambič, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußland; Res. Johann Bartol, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Johann Brodnik, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Matthias Bukovac, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Stephan Debeljak, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Josef Hren, IR 17, Gottschee (Bez.?), kriegsgef. in Rußl.; Franz K o r d i 8, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Gefr. Johann Kump, IR 17, Gottschee (Land), kriegsgef. in Rußl.; Johann Künkopf, IR 17, Gottschee (Land), kriegsgef. in Rußl.; Josef Kuzalicky, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Michael Kuzole (Kusole?), IR 17, Gottschee (Land), kriegsgef. in Rußl.; Alois Levstik, IR 17, Gottschee (Bez.?), kriegsgef. in Rußl.; Johann Loser, IR 17, Gottschee (Land), kriegsgef. in Rußl.; Anton Majerič, IR 17, Gottschee (Land?), kriegsgef. in Rußl.; TitKorp. Matthias Marincelj (Marinzel?), IR 17, Gottschee (Land?), kriegsgef. in Rußl.; Anton Marolt, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; TitGefr. Blasius Mihelič, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Franz Mohar, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Joses Pakič, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Hans Panter, IR 17, Gottschee (Land), kriegsgef. in Rußl.; Gefr. Josef Röthel, IR 17/ Gottschee (Land), kriegsgef. in Rußl.; Anton Vari an, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.;Franz Zgonc, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Korp. Tit.Zugsf. Peter Zupanc, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußl.; Zugsf. Alois Zužef, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsgef. in Rußt. Aus der Verlustliste Nr. 362: ResJäg. Franz Eppich, FJB 7, 1. Komp., verm.; Jäger Andreas Gruber, FJB 7, 2. Komp., verw.; Zugsf. TitOberjäg. Franz H ö n i g m a n n, FJB 7, 1. Komp., verw.; Jäg. TitPatrf. Johann Jurmann, FJB 7,4. Komp., verw.; Jäg. Rudolf Krak er, FJB 7, 3. Komp., LdstJäg. Anton Kump, FJB 7, 1. Komp., verw.; Jäg. verw.: Josef Lakner, FJB 7, 4. Komp., verw.; Jäg. Urban Lakner, FJB 7, 1. Komp., verw.; Jäg. Franz Mauser, FJB 7, 2. Komp., tot; Zugsf. Johann Spreitzer, FJB 7, 2. Komp., tot; Jäg. Josef Stimpsel, FJB 7, 2. Komp., verw.; Jäg. August Weber, FJB 7, 4. Komp., verw. — (Musterung der 18jährigen.) Der Geburtsjahrgang 1898 kommt in beiden Staaten der Monarchie während der Zeit zwischen dem 14. April und 3. Mai l. I. zur Musterung. — (Zuckerkarten.) Zufolge Landesregierungserlasses vom 8. März werden mit dem 19. März Zuckerkarten mit vierwöchiger Gültigkeit ausgegeben. Die Znckerkarte lautet auf ein Kilogramm Zucker per Person, mit acht Coupons zu Vs Kilogramm. Wer mehr als 2 Vs Kilogramm Zucker für die Person im Haushalte besitzt, hat so lange kein Anrecht auf Zuckerkarten, bis sich sein Vorrat auf das genannte Quantum herabgemindert hat. — (Gescheiterte italienische Offensive.) In den letztvergangenen Tagen hörte man bei uns wieder recht deutlich das dumpfe Brummen des Kanonendonners von der Jsouzofront. Ca-dorna hatte den neuen Ansturm zur „Entlastung der Franzosen bei Verdun" angeordnet. Nach einer mehrtägigen Artillerievorbereitung gingen starke italienische Jnfanteriemassen am Jsonzo (Görzer Brückenkopf, Dvberdo) zum Angriffe über. Überall zerschellten die Angriffe der Welschen an der Mauer unserer Helden. Nach den Geständnissen italienischer Militärkritiker ist es den österreichischungarischen Truppen in dieser fünften Jsonzoschlacht nicht nur gelungen, die italienische Offensive zum Stehen zu bringen, sondern sie haben auch Gegenstöße ins Werk gesetzt, die den Italienern schwere Verluste beibrachten. Neutrale Berichterstatter meiden wahre Wunderleistungen der österreichisch-ungarischen Truppen. Heil unseren tapferen Helden! — (Der Kampt auf Leben und Tod.) Der Kampf um Verdun entwickelt sich für die Deutschen günstig weiter. In Frankreich, wo man den Fall Verduns bereits stark befürchtet, glaubt man, wie der Züricher „Tagesanzeiger" meldet, nicht daran, daß nach der Schlacht von Verdun die Deutschen wieder die frühere Defensive enthalten werden, sondern man ist überzeugt, daß jetzt der Kampf auf Leben und Tod entbrannt ist und daß die deutsche Offensive jetzt ebenso kräftig und wohlvorbereitet ist, wie sie im vorigen Frühjahr gegen Rußland eingesetzt hat. — (Vom V olk s schnldienste.) Der k. k. Bezirksschulrat in Gottschee hat an Stelle des zur Kriegsdienstleistung eingerückten Lehrers Herrn Matthias Pe tschau er die gewesene Supplentin in Rovinjsko selo Fräulein Antonia Batič zur Supplentin an der einklajsigen Volksschule in Lichtenbach bestellt. — (Warnung.) Mit der Entweichung der Kriegsgefangenen ist eine bedeutende Gefahr, ein Nachteil für die eigene Armee verbunden. Wer den Kriegsgefangenen im Bewußtsein dieses Nachteiles bei der Ausübung der Flucht Hilfe leistet, begeht das Verbrechen wieder die Kriegsmacht des Staates nach § 327 M. St. G. Dieses Verbrechen unterliegt der standrechtlichen Behandlung und wird in diesem Verfahren mit dem Tode durch den Strang bestraft. Demnach wird jedermann unter Androhung der gesetzlichen Folgen gewarnt, Kriegsgefangene, sowie auch, da Kriegsgefangene und Spione sich zumeist der Zivilkleidung bedienen, nicht ortsansässige, fremde Personen unbefugter Weise oder doch ohne Anzeige an Die Militäroder Ortsbehörde zu beherbergen, sie zu verpflegen oder solchen Personen durch Anweisung des Weges, Verkleidung oder auf eine sonstige Art beim Fortkommen behilflich zu sein. — (Kirch eng locken in Krain.) In Krain gibt es 3900 Glocken, die zusammen 1,650.000 Kilogramm wiegen. Von diesen Kirchenglocken sind einige sehr alt. Zehn stammen ans dein 14. Jahrhundert, 27 aus dem 15., 44 aus dem 16., 231 ans dem 17., 801 aus dem 18. Jahrhundert. Bei 35 Glocken ist das Alter nicht zu bestimmen. Gegossen wurden die Glocken in Laibach, Krainbnrg, Cilli, Klagenfurt und Wiener-Neustadt. — (Rekonvaleszenten he im.) Wir erhalten vom Herrn Kassier des Rekonvaleszentenheims folgenden Bericht: Die Bevölkerung der Stadt Gottschee hat im vergangenen Jahre mit Wochensammlungen für Tabakspenden an die Verwundeten und Kranken der aus der Front kommenden Soldaten begonnen und wird diesbezüglich über die Verwaltung dieser Gelder wie folgend berichtet: Der Raum der Spalten läßt es nicht zn, nominativ zu werden; so sei der Bericht pro 1915 wie folgend gegeben: Es sind im Jahre 1915 K 984 33 eingelaufen und wurde in dieser Zeit ein Betrag von K 877'01 für Tabak verausgabt. Es verblieb daher ein Rest von K 107 32 als Übertrag für das Jahr 1916. Seither steht der gegenwärtige Saldo mit 1. März auf K 91444. Verausgabt wurden in diesen zwei Monaten 51 K. Die bezüglichen Belege stehen jederzeit jedermann zur Verfügung. Weiters sei noch folgendes berichtet. Die Beamtenschaft, die Aufseher und Arbeiter des Kohlenwerkes Gottschee geben periodische Spenden für die Kranken und Verwundeten des Roten Kreuz-Spitales in Gottschee mit dem Wunsche, daß dieses Geld für Tabakspenden verwendet werde. Es ist so ein Betrag von K 119 31 und K 20404, zusammen K 323'35 eingelaufen. — (Patriotische Spenden.) Aus dem 24. Verzeichnis der beim k. k. Landespräsidium eingelangten Spenden: Für das Rote Kreuz: Bezirksschulrat Gottschee, Sammlung der Schülerspenden K 833*72; zu Gunsten des Kriegsfürsorgefonds: Bezirks-hauptmani fchaft Gottschee, 1 v. H. Gehaltsrücklässe K 23'26; zu Gunsten des Witwen- und Waisenhilsssondes der ges. bewaffneten Macht: Bezirkshauptmannschaft Gottschee, Spende des Alois Haberle aus Leoben 13 K. — Das herzogliche Forstamt in Gottschee hat im Februar 1916 an das Zentralmagazin des Roten Kreuzes in Laibach 150 Stöcke gesendet. —■ (Höchstpreise für Schweinespeck und Schweinefett.) Für die Zeit nach dem 16. März bis auf weiteres sind behördlich nachstehende Höchstpreise festgesetzt. Im Großhandel für 100 Kilo Nettogewicht: Tafelspeck 512 K, Rückenspeck 556, Rohspeck, gesalzen 505, geräuchert 545, Tafelspeck, geräuchert 653, Rückenspeck, geräuchert 500, Streifenspeck, ungeräuchert 530, geräuchert und papriziert 570, abgebrühter Speck 570, Dessertspeck 627. Im Kleinhandel für 1 Kilo: Schmalz K 6'20, Schmer, Filz 5'88, Rohfpeck 5'16, geräuchert 5'96. Tafelspeck 5 60, geräuchert 6'04, Rückenspeck 6'08, geräuchert 6 54, Streifenspeck, ungeräuchert 5-78, geräuchert und papriziert 6 20, abgebrühter Speck 6'20, Dessertspeck 6'84. • — (Aus russischer Gefangenschaft.) Ein Kriegsgefangener (Gottscheer), der in Tschita (Transbaikalien, Rußland) weilt, teilt mit, daß es dort allen jenen Kriegsgefangenen gut gehe, die von zu Haufe Geld zugesendet erhalten. — (Zwangsversteigerung.) Am 21. April d. I. findet um 9 Uhr vormittags beim Bezirksgericht Gottschee die Zwangsversteigerung der Realitätenhälste in Gottschee, Konskr. Nr. 236, Grdb. Einl. 318 statt. Das Haus ist auf 32.000 K, das Wirtschaftsgebäude aus 2000 K und die Grundstücke auf 600 K bewertet; der Wert der zu versteigernden Hälfte beträgt daher 17.300 K, das geringste Gebot 8650 K. — (Grüße ans dem Felde.) Von der Südwestfront sendet Korporal Alois Marn aus Lienfeld der Heimat und allen lieben Heimatgenossen herzlichen Gruß. Sein beigeschlossenes Gedicht „An mein Heimatland Gottschee" endet mit folgender Strophe: Und werden einst die Friedenslieder Im Siegesjubel froh ertönen, Dann, Heimatland, gegrüßt sei wieder! Heil dir, Gottschee! Heil deinen Söhnen! „Hoch lebe das Gottscheerland! Heil, Hurra zum Sieg!" So schreiben die Herren vom k. k. Landwehr-Infanterieregiment Nr. 27 Gefr. Josef Gestl, Telephonist, aus Mitterdorf; Fritz Pooše aus Mitterdorf; Gefr. Johann Sobetz; Anton Samide aus Altlag; Josef Eppich aus Kletsch; Korp. Magerl; Michael Lackner aus Verdreng, Telephonist; Johann Scheinitsch aus Verdreng, Telephonist; Franz Perz aus Ort; Gefr. Heinrich Rom aus Möfel; Gefr. Johann Perenič aus Mooswald; Korp. Franz König aus Mooswald (Hachwirt). Dem Briese sind zwei längere Gedichte beigeschlossen: „Des Gottscheerlandes treue Söhne" und „Die Blumenteufel werden's genannt". Letzteres Gedicht schließt, wie folgt: Es wird wohl lange nicht mehr dauern, Da roirc kein Feind mehr auf uns lauern. Stramm legen wir unsere Büchsen an Mit uns'rem Wahlspruch: „Immer voran!" Wir legen an und treffen gut, Wir sind vom alten Schützenblut. Vorwärts auf stolzer Siegesbahn Die 27 er sind immer voran! Heil, Hurra zum baldigen Endsieg! Das erstgenannte Gedicht endet: Weit draußen im Feindesland Steht an der Felsenwand Ein Posten in stiller Nacht. Ein Landsmann hält treue Wacht. Er denkt ans Liebchen fein, Ob es ihm treu wird sein, Ob den sie nicht vergißt, Der ihr die Wang' geküßt. Ein Schuß, ein dumpfer Krach! Er fällt, sein Geist wird Nacht Und trübe wird sein Blick. Sie, an die er gedacht, Schickt ein Gebet zum Herrn Für ihn in stiller Nacht. Der Mond im Silberlicht Küßt fahl sem Angesicht, Küßt mit demselben Schein Sein Lieb im Kämmerlein. Schlaf! Die Blauäuglein zu! Dein Liebster ging heim zur Ruh! Eh' noch der Morgen graut, Bist du des koten Helden Braut. — (Von den tapferen Kopal-Jägern.) Das k. u. k. Feldjägerbataillon Nr. 10, die tapferen Kopaljäger, die sich aus dem Bezirke St. Pölten in Niederösterreich rekrutieren, erfreuen sich bekanntlich schon seit 1859 (Scta Lucia I) wegen ihrer außergewöhnlichen Tapferkeit des größten Ansehens in der k. n. k. Armee. Auch im gegenwärtigen Kriege haben sich die Kopaljäger wieder des öfteren besonders rühmlich hervorgetan. Hierüber brachte der Bericht in der „Österr. Volkszeitung" vom 20. Februar l. I. ausführliche Kunde. Bei den Kopaljägern dient als Eins.-Freiwilliger Oberjäger Kadettaspirant Herr Rudolf Frauberger, Fachlehrer in Gottschee. Er sandte uns vor wenigen Tagen folgendes von seinem Kameraden Herrn Einj.-Freiw. Kadettaspiranten Oskar Drescher verfaßtes Gedicht. Wie Kopatjäger Beten. Herr, grober Gott, wir loben Dich, So klingt's durch unsere Lande. Wir gaben den Russen so manchen Stich, Nie machten dem Kaiser wir Schande. Wir stürmen, wenn's gilt, mit eisernem Mut, Begeistert wir opfern das junge Blut. Und sausen Granaten droben, Herr Golt, wir wollen Dich loben! Für unfern Kaiser wir stehen da, Die Feinde niederzuringen. Und lauert der Tod auch fern und nah, Wir trutzig das Kopallied singen. Und nehmen beherzt die Stutzen her, Am Feind unser Ziel zu eiproben. Wir stehen zusammen als Habsburgs Wehr. Herr Gott, wir wollen Dich loben! Am Feinde sind wir bei Tag und Nacht, Den Russen wir weichen nimmer. Bei Sokal hat manchem das Herz gelacht, Das Antlitz verklärte ein Schimmer. Hoch Kopal! So klang's im Morgenrot, Wir sterben freudig den Schlachtentod, Als Helden tun wir nur unsere Pflicht. Herr Gott, den Feind, den fürchten wir nicht! Nur der tückische Welsche von uns blieb verschont, Der in Falschheit die Treue gebrochen. So wahr ein Gott hoch im Himmel thront, Verräter, das wird noch gerochen. Ha, kommen wir erst mal ms Welschland hinein, Dann, g'nade Dir, Judas, der droben; Dann soll'n uns're Hiebe die wuchtigsten sein! Herr Gott, dies fest wir geloben. — (Die neuesten alte« Lieder.) Man schreibt uns von der Front unter dieser Aufschrift: „Hab ich mich ergeben". Russisches Lied. „A bissele Lieb, a bisfeie Treu". Ital. Lied. „Muaß i denn zum Städtle hinaus." Mstr. Churchill (Saloniki). „Was fang ich armer Teufel an." Nikita. „Strömt herbei, ihr Völkerscharen." Englisches Werbelied. „Geld her, Geld her, oder ich fall um." Russischer Notschrei. „Es geht bei gedämpfter Trommel Klang." Russen-„Einzug" in Berlin. „Was kommt dort von der Höh?" Englisches „Tauben"-Lied. „Grüß ent Gott, alle miteinander!" Deutscher Sang beim Empfang an der Maas. — Heil! — (Kriegsrätsel „Sesam".) Dieses artige Rätselspiel, herausgegeben vom Kriegshilfsbüro des Ministeriums des Innern (Wien, 1., Hoher Markt 5) zugunsten der offiziellen Kriegsfürsorge, ist in der Verwaltungskanzlei des Rekonvaleszentenheims des Roten , Kreuzes in Gottschee (Marienheim, 1. Stock) erhältlich. Preis 1 K. | („Wer begann den Krieg?" „Wer gewinnt den Krieg?"). Preis für die Auflöser des Rätsels 2500 K. — (Eiserne Zwanzighellerstücke.) Demnächst werden Zwanzighellerstücke aus Eisen in den Verkehr gebracht werden. — (Schutz der Jugend.) Aus München wird gemeldet: Das stellvertretende Generalkommando des ersten Armeekorps in München erläßt Anordnungen zum Schutze der Jugend unter 17 Jahren gegen beginnende Verwilderung, und zwar mit strengem Verbote des Rauchens, des Gasthausbesuches und des Besuches der Kinos. Auch die Anpreisung und Abgabe der Schundliteratur an Jugendliche wird streng verboten. — Auch in Österreich wäre eine solche Anordnung nötig. . ... — (Die Jahresbilanz) des Allgem. Emkaufsveremes für i Landwirte, Gewerbetreibende und Beamte in Gottschee weist fol- gende Zahlen aus. Aktiva: Geschäftsanteile K 7302 40, Reserve- fond K 1714-34, Anlehen K 10.375'69, Warenschuld K 3733 62, Zinsen für Anlehen, noch zu zahlen, und Spesen für Holz, noch zu zahlen, K 30 50, Miete, noch zu zahlen, K 24, Geschäftsgewinn K 4897’04; zusammen K 28.077*59. Passiva: An Handkasse K 138 66, Waren K 15.014 26. Außenständen K 7997 31, Inventar nach 20% Abschreibung K 3106"49, Einlagen in der Postsparkasse, der Zentralbank und beim Volkswirtschaftlichen Verband K 545*85, Zinsen für Wechsel vorausbezahlt K 41 "62, Waren vvrausbezahlt K 1233*40; zusammen K 28.077*59. Der Verkauf brachte K 144.185*95 ein. Der Gewinn wird voraussichtlich an die Mitglieder nach Maßgabe ihrer Einkäufe verteilt und ihren mit 6% verzinsten Geschäftsanteilen gutgeschrieben werden. Eine für Februar geplante Generalversammlung mußte wegen der Einberufungen entfallen. — (Vom k. k. Staatsgymuasium.) Der Lehrkörper der Anstalt übermittelte dem Kriegshilfsbüro in Wien weitere K 29*96 als Kriegsspende. Im ganzen wurden bereits K 486*14 eingesendet. — (Weinbau- und Rebveredlungskurs.) Donnerstag den 30. März um halb 9 Uhr vormittags veranstaltet der k. k. Weinbauinspeklor für Krain Herr B. Skalieky aus Rudolfswert in Materie einen Weinbau- und Veredlungskurs mit deutscher Unterrichtssprache. Bei demselben wird er insbesondere auf die neuesten Erfahrungen bei der Bekämpfung der Rebkrankheiten, namentlich der Peronospora, aufmerksam machen und dann praktisch in der Trockenveredlung der Reben unterrichten. Letzteres erscheint Heuer sehr wichtig, da keine Veredlungsgummibänder zu bekommen sind und deshalb die Ausführung der üblichen Grünveredlung unmöglich gemacht ist. Darauf ist schon beim Beschneiden der amerikanischen Reben Rücksicht zu nehmen und sind bei den zu veredelnden Reben je 2—3 starke einjährige Ruten zu belassen. Da der Weinbauunterricht Heuer mit Rücksicht auf die Ausnahmsverhältnisse um so wichtiger erscheint, so ist eine zahlreiche Beteiligung seitens der Weinbauer aller Gottscheer Gemeinden sehr erwünscht. — (Geldsendungen an unsere Kriegsgefangene in Italien.) Die Deutsche Bank (Abteilung I) in Berlin vermittelt Zahlungen an österreichisch-ungarische Kriegsgefangene in Italien sowie an daselbst internierte österreichisch-ungarische Zivilpersonen. Heber die näheren Bedingnisse erteilt die Deutsche Bank Auskunft. Die Beträge, deren Gegenwert in Lire den Empfängern in Italien zukommen soll, können bei jedem österreichischen Postamte mit Erlagschein auf das Scheckkonto eingezahlt werden, welches sich die Deutsche Bank bei dem Postsparkassenamte in Wien für diesen Zahlungsverkehr hat eröffnen lassen. Die Erlagscheine werden von der Deutschen Bank und vom Postsparkassenamte in Wien für Rechnung der Bank kostenlos an die Interessenten abgegeben. Aus der Rückseite der Erlagscheine ist der Name und der Jnternierungsort des Zahlungsempfängers genau anzuqeben. — (Zum Frühjahrsanbau.) Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht eine Ministerialverordnung betreffend die Sicherstellung der Feldbestellungsarbeiten für den Frühjahrsanbau 1916. Danach wird jeder Landwirt verpflichtet, seine sämtlichen anbaufähigen Ackergründe, insoweit sie nicht bereits bestellt sind, dem Frühjahrsanbau und erforderlichenfalls einem Nachbau zu unterziehen. Die Erntekommissionen haben dafür Sorge zu tragen, daß der Frühjahrsanbark auch im Jahre 1916 rechtzeitig und vollständig durchgesührt wird. Zuwiderhandelnde werden an Geld bis zu 1000 Kronen oder mit Arrest bis zu einem Monat bestraft. — (Pferde für landwirtschaftliche Arbeiten.) Soweit es die Verhältnisse gestatten werden, wird, wie der „Slovenec" mitteilt, die Kriegsverwaltung Heuer Pferde für die notwendigen land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten zur Verfügung stellen. Mit den Pferden wird auch die Begleitmannschaft gestellt, und zwar je ein Mann für zwei Pferde und bei 20 bis 30 Pferden noch ein Unteroffizier. Diese Mannschaft wird bei land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten mithelfen. Die Gesuche sind in Orten, die außerhalb des Armeebereiches liegen, im Wege der politischen Bezirksbehörden bei der zuständigen Laudeskommission einzubringen, die die für begründet erkannten Gesuche dem Armeekommando vorlegen wird. Die Pferde werden nur für die Zeit, die unumgänglich notwendig ist, längstens für acht Monate zur Benützung überlassen, doch hat die Militärbehörde das Recht, sie auch früher wieder einzuziehen. — (Patriotische Spenden am Namens- oder Geburtstage.) Ein Aufruf des k. k. Laudespräsidiurns regt an, es möge jeder Bewohner Krams an seinem Namens- oder Geburtstage eine einmalige Spende — sie sei noch so klein — geben für die verschiedenen Kriegsfürsorgeeinrichtungen. Jeder Spender soll für seine Gabe ein Gedenkblatt erhalten, eine Namens- oder Gebnrtstags-Urkunde aus, den Kriegsjahren 1914—1916, zur dauernden Erinnerung an Österreichs größte Zeit. Die Namenstags- oder Geburistagsspende kann mittelst besonderer Erlagscheine der k. k. Postsparkasse, die bei der k. k. Landesregierung in Laibach (Hilfsämterdirektion) sowie bei allen Pfarr- und Gemeindeämtern im Lande erhältlich fein werden, an die genannte Stelle (k. k. Landesregierung für Srnin, Hilfsämterdirektion) eingefendet werden. — (Die Frühjahrsanbau- und Drufchurlaube.) Das Kriegsministenum hat auch heuer den Landwirten Frühjahrs-anbau-Urlaube bewilligt. Den Kommandanten der Ersatzkörper (Anstalten usw.) steht das Recht zu, landwirtschaftliche Urlaube bis zum Höchst aus maße von drei Wochen (int allgemeinen 14 Tage) an Mannschaften zu erteilen. Derlei Ansuchen sind von den betreffenden Kommandanten im eigenen Wirkungskreise zu erledigen. Sollten jedoch die Größe der Wirtschaft oder sonstige Umstände eine Verlängerung des Urlaubes erheischen, sind die Ansuchen von den Bittstellern zeitgerecht im Wege der politischen Behörden an das Militärkommando zu richten. — Laut Erlasses des Ministeriums für Landesverteidigung können derzeit an Mannschaften im Hinterlande, wenn sie keiner Marfchformation ober keinem Ergänzungstransporte zugeteilt sind, in dringenden Bedarfsfällen Drufchurlaube bis zu 14 Tagen bewilligt werden. Die Ansuchen sind im Wege der politischen Behörde einzubringen. — (Lord Kitch ener über das Kriegsende.) Lord Kitchener äußerte sich vor wenigen Tagen dahin, es werde noch mehr als ein volles Jahr bis zum vollen Friedensschluß vergehen. Der verschärfte U-Boot-Krieg Deutschlands wird hoffentlich diese Frist verkürzen. Wenn es den Herren Engländern im eigenen Lande (Mangel an ausreichender Zufuhr) an den Kragen gehen wird, werden sie schon früher mürbe werden. Witterdorf. (Fürs Vaterland.) Einen Sohn hat die Auszüglerin Maria Jaklitsch in Oberloschin Nr. 15 bereits im vorigen Jahre fürs Vaterland geopfert. Wie ihr jetzt mitgeteilt wurde, ist am 28. Februar im Militärspital in Klagenfurt ein zweiter Sohn Johann Jaklitsch gestorben. Er war verheiratet und 41 Jahre alt. — Vom Kadett-Aspiranten Josef Perz aus Ort Nr. 1 haben dessen Eltern erst jetzt vom Bataillonskommando des JnfReg. 27 die Verständigung erhalten, daß er durch einen Schrapnellschuß am rechten Oberschenkel verwundet wurde und dieser Verwundung und der Sepsis am 21. Oktober 1914 erlegen und auf dem Friedhofe zu Chyrow in Galizien beerdigt worden ist. Windischdorf. (Ertrunken aufgefunden) hat man am 7. März die 64 Jahre alte Besitzersfrau Josefa Händler. Nach ärztlichem Gutachten hat sie die Tat im Zustande völliger geistiger Zerrüttung, hervorgerufen durch andauernden, übermäßigen Genuß geistiger Getränke, begangen. Walgern. (Begräbnis.) Ein braver Mann, der bei allen wohlgelitten war, wurde am 8. März zu Grabe getragen. Es ist der Besitzer Johann Hönigmann Nr. 33. Lange Jahre plagte er sich in Amerika, um sich und den Seinen das Fortkommen zu sichern. Die Krankheit, an welcher er seit der Heimkehr litt, hat er mit männlicher Geduld ertragen. Er erreichte ein Alter von 59 Jahren. — Gestorben ist hier auch der 80 jährige, ledige Josef Perz, genannt der Steirer Joschl. Durnöach. (Spenden.) Mehrere Insassen aus Dürnbach, derzeit in St. Joliet, Amerika, spendeten für einen neuen Bildstock „Oberacker" beit Betrag von 100 K, wofür denselben hiemit der schönste Dank ausgesprochen wird. Werskrill. (Neuer Seelsorger.) Die Expositur erhält in dem hochwürdigeu Herrn Ignaz Oberstar, gebürtig aus Reisnitz, bisherigen Pfarrkooperator in Töplitz, einen neuen Seelsorger, welcher die Stelle am 19. März bei freudigem Empfange vonseiten der Bevölkerung und der Schuljugend angetreten hat. — (Seelsorger gestorben.) Der hochwürdige Herr Johann Pelc, früher durch sieben Jahre Expositus in Oberskrill, ist an Wassersucht im Spitale der Barmherzigen Brüder in Kandia bei Rudolfswert am 12. März gestorben. Er ruhe in Frieden. Hvermösek. (Strohzöpse.) Durch das Pfarramt Möfel ist am 8. März eine große Fuhr Strohzöpse für die Soldaten abgeliefert worden. Frauen und Mädchen aus Obermösel, Niedermösel, Dürnbach und Reintal hatten aus patriotischem Pflichtgefühl das Flechten bereitwilligst besorgt. — (Das Erdbeben) am 12. d. M. um 4 Uhr 16 Minuten äußerte sich hier in starker wellenförmiger Bewegung von Südwest her und Sausen gleich einem Sturmwinde. Das Gebälke in den Häusern ächzte. Schaden wurde nicht angerichtet. Wesseltal. (Oie Hauptversammlung) unserer Raiffeisen-kaffe fand am 6. März l. I. im Amtslokale statt und war verhältnismäßig gut besucht. Dem vom Vorstandsobmann erstatteten Berichte entnehmen wir folgendes: Der Geldumsatz erreichte im Jahre 1915 die Höhe von K 118.068 10, wovon auf die Einnahmen K 59.526 89 und auf die Ausgaben K 58.541"21 entfallen. Der Stand der Spareinlagen, die sich auf 294 Büchel verteilen, belief sich am Schluffe des Berichtsjahres auf K 88.71215, der Stand der Darlehen auf K 20.838. Beim Genosfenfchaftsverband waren am Schluffe des Jahres angelegt K 67.418. Der Reservefond ist nunmehr auf K 2004 04 angewachsen. Die alten Aufsichtsratmitglieder wurden wiedergewählt. — (In russischer Gefangenschaft gestorben.) Einer Privatmeldung zufolge ist Johann Schneller von Haus Nr. 7, Zugsführer im IR 17, der im Oktober 1914 an beiden Armen fchtver verwundet in russische Gefangenschaft geraten ist, im Monate Jänner l. I. in Skobelow (Russisch-Asien) gestorben. Warmberg. (Auf dem Felde der Ehre gefallen.) Anton Kump von Hans Nr. 7, Minenwerfer in einem Feldjägerbataillon, hat am 7. November ] 915 in einem Gefechte an der Jsonzofront durch einen Kopfschuß den Heldentod gefunden. Er war verehelicht und hinterläßt außer der trostlosen 20jährigen Witwe ein zweijähriges Söhnchen. Stemivand. (Einberufung eines Erben.) Andreas Stritzel ans Stemivand Nr. 11 ist am 8. Mai 1915 gestorben. Eine letztwillige Anordnung wurde nicht vorgesunden. Die Ehegatin Maria Stritzel geb. Grill und deren Kinder unbekannten Namens, deren Aufenthalt dem Gerichte unbekannt ist, wird vom k. k. Bezirksgerichte Rudolsswert (Einberufung vom 2. März 1916) aufgefordert, sich binnen einem Jahre vom 2. März 1916 ab beim genannten Gerichte zu melden. Nach Ablauf dieser Frist wird die Verlassenschaft mit den übrigen Erben und dem für die Abwesenden bestellten Kurator Herrn Johann Smolik in Rudolfswert abgehandelt werden. Kummerdorf. (Todesfall.) Am 3. Jänner l. I. starb in Rottenmann der Landsturmmann Rudolf Krak er (Stainarfch), IR 17, 7. Komp., an einem Herzleiden. Er stand im 36. Lebensjahre und ist kurz vor seinem Tode zum Kompanie-Friseur ernannt worden. — (Befitz wechfel.) Bei der gerichtlichen Versteigerung der Realitäten des verstorbenen Andreas Rom vulgo Gorfch Nr. 7 erwarb Herr Alois Agnitfch, Gastwirt in Nesseltal Nr. 17, Hans und Grund Nr. 7 um das geringste Angebot von K 2257 93. Höltenitz. (Spenden für das Rate Kreuz und die Kriegsfürforge.) Aus der von den Landsleuten aus Brooklyn anher gesandten Sammlung wurden 475 K an die L k. Bezirks» hanptmannfchaft in Gottschee zu Gunsten des Roten Kreuzes und 25 P Mid speni mini Brc Nr. und Geoi Hele Nr. Pojc Gag Web Nr.! und die i land ivurt einig Zimi 20 l am Nr. IR! besör hat 191' von Mili von Lctni keitS auch eingt Stai Met Poj-1 S Mai gab bertc Mai zwiö 1 Z talet Geo Pfm fpita an e ivuri Ehrl beim ausi die im ! Ebei 25 K an den Frauen-Kronenfond (Kriegsministerinm) gesandt. — Michael Tscherne aus Göltenitz Nr. 39, derzeit in Brooklyn, spendete gleichfalls 50 K, welche an den Frauen-Kronenfond (Kriegsministerium) geleitet wurden. — (Näherer Ausweis über die Sendung aus Brooklyn.) Fortsetzung. Je 2 Dollar leisteten: John Zekoll Nr. 34, Matthias Woldin Nr. 49, Paul Michitsch Nr. 97. John und Anna Lackner Nr. 9, Anna Racker Nr. 57; 1 Dollar 50 Cent: Georg Primosch Nr. 68; je 1 Dollar: Thomas Stampfl Nr. 66, Helena Weber Nr. 100, Josef Grünseich Nr. 96, Johann Stampfl Nr. 11, Mathilde Tschinkel Nr. 92, Maria Sumperer Nr. 95, Josef Poje Nr. 30, Peter Sbaschnik, Georg Tscherne Nr. 66, Henri Gagel, Paul Michitsch Nr. 33, Johann Stampfl Nr. 51, Franz Weber Nr. 103, Adolf Poje Nr. 86; je 50 Cent: Josef Miklitsch Nr. 50, Josef Högler Nr. 13, Franz Högler Nr. 13, Jakob, Matthias und Leopold Widmer. Vielfacher Dank gebührt allen Spendern, die der Soldaten in der alten Heimat und des bedrängten Vaterlandes nicht vergessen haben. — (Das Erdbeben) am 12. b. M. gegen halb 5 Uhr früh wurde auch hier in vielen Häusern deutlich wahrgenommen. In ewigen Häusern öffneten sich infolge der heftigen Erschütterung die Zimmertüren von selbst. Das Beben dauerte ziemlich lange, gegen 20 bis 25 Sekunden. Woroöitz. (Todesfall.) Im Siechenhause in Laibach ist am 12. Februar der 43jährige Besitzer Josef Troha von Jnlauf Nr. 12 gestorben. — (Vom Kriege.) Der Reservefähnrich Herr Alois Zurl, IR 23, wurde zum Leutnant i. d. R. mit dem Stande vom 1. Jänner befördert. Der Landsturmkorporal Josef Grabner von Morobitz hat die Bronzene Tapferkeitsmedaille erhalten. Der im Dezember 1914 in serbische Gefangenschaft geratene Infanterist Josef Jonke von Niederliefenbach Nr. 11 ist am 20. Jänner 1915 im 3. Reserve-Militärspitale in Valjevo gestorben. Der Infanterist Josef R a s ch k i von Niedertiefenbach ist kriegsgefangen in Rußland. Wieg. (Auszeichnung.) Franz Repinz, Korporal des Landwehrinfanterieregimentes Nr. 27, ist mit der Bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet worden. Wir erfahren, daß der Genannte auch zur Auszeichnung mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Kl. eingegeben wurde. ' — (Weitere Edelmetallspenden.) In Rieg: Franz Stampfl 1 silberne Kette, 2 goldene Ringe, Ohrringe; Leopold Meditz 1 Goldring und Silbermünzen. In Oberwetzenbach: Lena Poje 2 Silberketten; Maria Wittine 1 Silberuhr; Josef Reischl 1 Silberkette; Maria Eppich 2 Goldohrringe und Silbermünzen; Maria Kenda Silbermünzen; Maria Mataja 1 Goldring (Gold gab ich für Eisen). In Unterwetzenbach: Lena Sdrawitsch 1 Silbertasse und Löffel, 1 Goldring; Maria Ostermann 2 Goldringe; Maria Loser 1 Goldring und Silberlöffel; Josef Loser 1 Goldzwicker und 1 Goldring (Gold gab ich für Eisen); Josef Hutter 1 Silberuhr samt Kette und Münzen; Maria Hutter 1 Lnlber-taler; Lena Schmitt 1 Goldring. Stalzern. (Heirat.) Am 29. Jänner d. I. haben in Brooklyn Georg Petsche aus Stalzern Nr. 16 und Maria Turk aus der Pfarre Mitterdorf geheiratet. Wrauen. (Todesfall.) Am 15. Februar ist im Reserve-spitale in St. Michael bei Leoben Georg Sterbenz aus Mrauen an einer Lungen- und Rippenfellentzündung gestorben. Der Verstorbene wurde auf dem Ortsfriedhofe zu St. Michael unter militärischen Ehren begraben. „ Wooswakd. (Auszeichnung.) Zugsführer Franz Eppich beim Lir 27 wurde mit der Silbernen Tapferkeitsmedaile 2. Klasse ausgezeichnet. v . Mental. (Todesfälle.) Gestorben sind am 11. garnier die verwitwete Inwohnerin Gertrud Sause aus Kukendors Nr. 12 im 58. Lebensjahre und am 18. Februar Andreas Sigmund aus Ebental Nr. 3 (vulgo Giglsch) im 76. Lebensjahre. — (Ra iss eisen lasse.) Sonntag den 26. d. M. nachmittags um 3 Uhr findet im Pfarrhofe die diesjährige Hauptversammlung des Spar- und Darlehenskassenvereines mit folgender Tagesordnung statt: 1. Wahl des Vorstandes, 2. Wahl des Aufsichtsrates, 3. Genehmigung des Rechnungsabschlusses pro 1915, 4. Allfälliges. Die Mitglieder werden hiemit gebeten, vollzählig dazu zu erscheinen. Wöllandl. (Verschiedenes.) Am 3. d. M. starb Maria Grill von Steinwand 8 im 90. Lebensjahre an Altersschwäche. Die Verstorbene war die älteste Person der Pfarre. — Unser Gemeindevorsteher Herr Johann Spreitzer wurde zum Landsturmdienste einberufen. An seiner Stelle- hat die Gemeindeamtsleitung der Gemeinderat Herr Joh. Grill von Krapflern 6 übernommen. Unterlag. (Spar- und Darlehenskassenverein.) Die diesjährige Hauptversammlung des hiesigen Spar- und Darlehenskassenvereines findet am 2. April um 2 Uhr nachmittags im Amtslokale statt. Die Berhandlungsgegenstände sind: 1. Prüfung und Genehmigung der Jahresrechnung, 2. Wahl des Vorstandes und des Aufsichlsrates, 3. Allsälliges. — (Sterbefälle.) Am 6. Februar starb hier die Mutter des Gemeindevorstehers Herrn Johann Ruppe Maria Ruppe im Alter von 85 Jahren. Sie war so recht eine Bäuerin vom alten Schlag, wirtschaftlich, bis zuletzt arbeitsam und tief religiös. An den Ihrigen hing sie mit jeder Faser des Herzens und half ihnen in ihrer Wirtschaft aus mit Rat und Tat. Bis in ihr hohes Alter erfreute sie sich stets der besten Gesundheit. Erst seit einem Jahre drückte sie die Last der Jahre nieder, der sie schließlich erlag. Als vor Jahren ein neues heil. Grab für die Pfarrkirche angeschafft werden sollte, war sie es, die dies durch eine namhafte Beisteuer ermöglichte. Auch sonst trug sie immer gerne zur Verschönerung der Kirche bei. Gott vergelt's ihr in der Ewigkeit. — Am 3. d. M. starb in Unterlag Nr. 4 der Gastwirt Alois Ruppe im besten Mannesalter nach längerem Leiden. Kurz vor seinem Auslöschen verabschiedete er sich noch von den Umstehenden und sagte: „Nun nehme ich Abschied von Euch, denn ich mache eine weite Reise." Der Verstorbene war hier allgemein beliebt; dies bezeugten die vielen Besuche, die er in seiner Krankheit erhielt, wie das zahlreiche Geleite, das ihm zur letzten Ruhestätte wurde. Gott gebe ihm die ewige Ruhe. Laibach. (Vermählung.) Der k. u. k. Assistenzarzt Herr Dr. Fred Mahr, Sohn des Oberbezirksarztes Herrn Dr. Alfred Mahr in Laibach, hat sich mit Fräulein Berta Schweiger, Tochter des k. k. Bezirkshauptmannes Schweiger in Innsbruck, vermählt. Wie«. (Todesfall.) Am 16. Februar starb hier Frau Margareta Michelitsch, Private, nach kurzem Leiden im 92. Lebensjahre. — (Feld decken.) Unser Landsmann, Herr Matth. Pet-schauer, Delikatessenhändler, stand seit Kriegsbeginn im Felde (in der Front) und hat alle russischen Schlachten mitgemacht. Als Rekonvaleszent leitet er derzeit als Stabsfeldwebel in der k. k. Hofburg die Felddeckenfabrikation (sogenannte dänische Felddecken). Zur Füllung dieser Felddecken wird besonders Zeitungspapier und anderes weiches Papier verwendet. Unter der Leitung des Herrn Petschauer sind bereits 400.000 Felddecken fertiggestellt worden. Seiner tüchtigen Werbetätigkeit ist es gelungen, diese ungeheuren Papiermengen kostenlos zu bekommen. Möge also Zeitungspapier und anderes Abfallpapier auch weiterhin fleißig gesammelt und, wenn einige Kilo vorhanden sind, dies angezeigt werden. Die Papiermengen werden sodann in Wien durch Landsturmmänner abgeholt. Die Leitung der Reichsorganisation der Kausleute Österreichs (M. Ratz, Präsident, und Franz Schallböck, Schriftführer) lädt auch die Kaufleute in der Provinz freundlichst ein, sich an dieser Papiersammlung rege zu beteiligen, und wenn sie ein entsprechendes Quantum gesammelt haben, dieses an das „K. k. Kommando der Felddeckenerzeugung in der k. k. Hofburg in Wien" franko per Post oder Bahn senden zu wollen. Die Sammelarbeit verursacht nur geringe Mühen und Kosten und leistet einen guten patriotischen Dienst. Also, fleißig sammeln und altes Papier herbeischaffen! Auch Frauen, und Kinder können dabei wacker mithelfen. Bei einmaliger Einschaltung kostet die viergespaltene Xl mdruckzeile ober eten Raum 10 Heller, bei mehrmaliger Einschaltung 8 Heller. Bei Einschaltungen burch ein halbes )ahr wirb eine zehnprozer tige, bei solchen durch bas ganze )abr eine zwanzigprozentige Ermäßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor ber zweiten Lin. jchaltung zu erlegen. — Es wirb höflichst ersucht, bei Beste!, lungen von ben in unserem Blatte angezeigten Firmen sich stets auf ben „Gottscheer Boten" zu beziehen. f Herein der Deutschen a. ßottscbee — in Wien. .......... Schmerzerfüllten Herzens geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die betrübende Nachricht von dem Hinscheiden unserer iunigstgeliebten und unvergeßlichen Tochter und Schwester der Iosefiiie Högler welche am 6. März 1916 um 3A 9 Uhr abends nach ganz kurzem Leiden, versehen mit den Tröstungen der heil. Religion, in ihrem 22. Lebensjahre im Herrn entschlafen ist. Die Beerdigung der teuren Verblichenen findet am 8. März um halb 5 Uhr nachmittags auf dem hiesigen Friedhofe statt. Die heil. Seelenmesse wird in der Sladtpsarrkirche zu Gottfchee gelesen werden. Gottschee, am 7. März 1916. Zosef Kögler, Kanzleioberossiziant b. R. Anna Högler Vater. Mutter/ Dominik Kögler f. k. Oberleutnant, Besitzer des Militärverdienstkreuzes 3. Klaffe, des Signum laudis in Silber und in Bronze Bruder. Waria, Zuliana und Anna Kögker Schwestern. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme anläßlich des Hinscheidens unserer lieben Josefine sprechen wir hiemit den wärmsten Dank aus. Gleichen Dank sagen wir auch allen jenen, die die teure Tote bis zur letzten Ruhestätte begleitet haben, allen Turnerinnen und allen Beteiligten an den schönen Blumen» spenden. I>ie tieftrauernd Kintervkieöenen. Wir geben hiemit bekannt, daß unser geliebter Sohn, bezw. Bruder, Herr Ferdinand Jnlüitfd) Kadett am 12. Februar I. I. an der Südwestfront den Heldentod erlitten hat. Mitterdorf im März 1916. Anton und Maria Iaklitsch Zioyann, Anton, Magdalena Eltern. Geschwister. Sitz: i., Himmetpfortgasse Nr. 3 wohin alle Zuschriften zu richten sind und Landsleute ihren Beitritt anmelden können. Zusammenkunft: Jeden Donnerstag im Pereinstokale „Zum roten Jflef“, I.> Alörechtsplatz Ar. L. Reichhaltiges Lager der besten und billigsten fabrräder und Mähmaschinen für Familie und Gewerbe. Schreibmaschinen. Langjährige Garantie. Mann lax § Sohn«Laibach Klienerstrasse Hr. 15. Knoppern in jeder Menge zu Höchstpreisen kaust Karl Titeln, Lederhandlung in Hottschee, Kanptplah. 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