Wdliche Wed Für die Löbliche KraineriW I^ueion WnWimn/ , Ko zu Uhren ihrer Heiligen Nsrroneu koir i ux^i, XIXXI^I. xi,oiiis- 'M.. ' 8LKVUI-.I, S:c-.Lc. iS'.K- Gehalten worden den zo. Aügvsti Anno 1'705^^^' In derKayscrl. Hof Kirchen der??. ^uZE BarMm Vor Einem UMreWn ^uöitono, Durch ?. kr. L 8. Augustiner Barfüsser p.r. OitRnirorem pr^i.ciee dessen Ordens. - Menn/ gedruckt Md Zusinden dey Ich, GcörgSchlegel/UnIv, Buchow Uhro UoD-MräfliDen e X L LI/ 1. L X 2, Dem HoK und Wohlgebohrnen ' Uraftn und Werm/ Germ ^I^IOLUILO, Meß Weiligen UömisKn UeiZs Grasen Nrey-Kerm in Keichmerslorff/ auff Ueithag zu Dava/ Werm deren MrrsDassten Larnaprunn/ Seyberstorff/ Planckenstein und Weinsteig/ Wer Minis. Kayseri. Wajest. würckliDen Gcheimbcn Rath/ rc. ^hw GnätkickLN Uer Lxcellenr werden siD hossmtliD niW befremb- dm/ daß ein LöbliDe Marion deß Hertzogthumb Lrain mit disen wenigen Zeilen demüthigst auffwartet / dann weilen wir vermählen in unserem wertesten Vatter-Land nit wohnen / und folgsamb daselbst unsere Heilige Patronen naD Gebühr nit können verehren / also haben )( wir wir für heilig und heylsamß geachtet / solches mit einer jährlichen Andacht allhler in der Kays. Reftdentz - Stadt einzubringen / und zugleich eine kleine Lob-Red/ von unseren Heiligen Lands- Schutz- l^rronen betMgen / damit es der Welt/ und sonderlich dem liebsten Teutsch-Land kundbahr werde / daß in dem Hertzogthumb Arain eben sowohl als anderwerths liebendem allein seeligmachenden Glauben / auch ein soli¬ derer Apostolischer Eyffer und Andacht cingc- pflantzt seye/ mithin thun wir Euer Lxcclienr dise wenige Zeilen demüthigist überreichen/ der tröstlichen Zuversicht/ daß sie solche nit werden verwerffen / indeme dero Hochadeliche Vorel¬ tern auch in disem Hertzogthumb begütet - waren. Muer Lxcellcnr: Demüthigiste Diener Ein gesanrbte Nation, dermahlcn jn und umd Wtmu wohnl-afft. ^ru-rübo ^sira1)iÜ3 tua Zt deiner Erl-mbnO/ du werthistes ist auch Wun- cr-akt die Haubt-Stadt in Lrarn/ benants lichLaibach/wclcheStadr vor Lbristi unsirsHeylands Geburt tausend zwcyhundert und ein und drcyssig Jahr/ wie?toIomLU8 selbst bekräfftiaet/gcbauet worden/und folqftmb.'50. anfangs aufs)»richtet die Dber-Haubt gewest der^son mit seinem güldenen Fluß/ welcher eygentlich in nichts anders bestanden / als in ei¬ nem pergamentenen Buch/ worinnen die Kunst begrif¬ fen Gold zu machen. Unter die Wunder/ so noch in demHektzogthumb Lrain zu sehen/ foroerist zu Laibach/ ftynd nicht weniger zu zehlen die uhralte Grab-Steiner und Todten-Sarchen der alten Ocydcn und vornehmen Römern / so gär ftynd einige mit ewigen Liechtern ge¬ funden worden. - Mehr seynd zu Lueg / auff Lraine- risch/ genannt / item unweit der Kirchen 8.-Qrm- ririnj solche tieffe Höllen in die Felsen hinein / daß man über ein Teutsche Meil hinein za gehen hat/ worinnen mit höchster Verwunderung zu sehen/ daß dieSteiner/ wie die Manner/ Weiber/ Kinder und andere Men¬ schen von Natur also gestaltet seynd / daß sie der Hun¬ derte vor Bildhauer Arbeit thuet ansehen / dahero etli¬ che einfältige Leuth deß Jnthumbs seynd / als waren daselbst die Leuth in Stein verwandlet worden. Alles dises ist zu verwunderen / aber Wunder über Wunder ist dises / daß das gantze HcrtMthmnb Lrain nach der Länge und Breite mit einer starckcn Mauer umbgeben/ und was noch mehrer / so ist dise Mauer nicht von ge¬ meinem Stein / als etwann Ziegel oder Quaterstuck/ sondern von purem kostbahren ; verstehe aber durch disen , den Heiligen Martyter und Blut- Zeugen OHMi , welcher von dem gesamb- ttn Land a.S ein sondercr Patron und Schutz-Herr er¬ kies kiesen worden/ und ist distr nichts anders als em star- cke und veste Vtauer / welche die Inwohner dises Her- tzogthumbs in allweeg schützet und schirmet: daß die He-lige Patronen ein veste Mauer seynd / hat schon langst zu verstehen gegeben die Stadt ^urioobia, dann/ wie der Kayser Lieo von diser Stadt begehrte den L. ib deß H. , da hat ikme dise Stadt sol¬ ches demüthigist abgeschlagen/ mit allerunterthanigstcm Vorwand/ es scye drser ihr einiger Schutz-Herr / und haben sie kein bessere Mauer als Visen Heiligen / urno. di8 so muri äc muuimeuri loco lit. biii.LLc. Nachdem der hoch- und übermüthige Absolon die Waffen ergriffen wider seinen leiblichen Vatter den Da- vid, da hat diser auch alsobald sein Volck zusammen gezogen/ sich bester mästens zu wehren/ ja er hat sich selbst fteywillig anerbotten / er wolle in eygcncr Persohn mitsechten: das Volck aber wolte solches auff keinem Weeg zulassen / sondern er solle nur in der Stadt ver¬ bleiben / m il8 nobl8 in Ulbe jJi-Llidio, Lcc. 2. keF. c.17. du allein/ sagten sie / bist uns für IO7>OO. gerech¬ net/ darumb ist es besser / daß dü uns zum Beistand in der Staot verbleibest; wäre es aber nicht besser ge¬ west/ daß David als ein so tapffcrer Held und erfahr¬ ner Soldat hatte mitgefochten ? Ku Ienli8 gibt die Ant¬ wort: es seye das Volck dec Hoffnung gewest / daß sie leicht werden viLboriliren / wann David für sie in der A 2 Stadt Stadt / als em so heiliger Mann / und em so grosser Freund GOttes werde betten. Wie das Heryogthumb Lrain von dem Türcki- schen Erb-Feind Anno 15^5. überschwemmet worden / und bist nichts anders gesucht/ als den gäntzlichen Un¬ tergang deß Lands / dann die Ottomannische Porten ist vil schwärer als jene Stadt-Porten / welche auff einen Hohen Berg gcttagen: Also hat sich ein taps- serer Held/ mit Nahmen / Andre von Auersperg hervor gemacht / welcher mit vier tausend Mann dem Feind entgegen gangen/ dessen Macht in fünfftzig tausend be¬ standen/ unter dem Lominrmöo deßblalün aber mein Auersperg / soll das nicht ein l^lLre seyn wider den das nickt/ sondern discr tapffereHeld hat mitsambt dem Volck den H. Märtyrer und Blut-Zeu¬ gen (Akrilu eyssrigst umb Hülss und Bey- stand angeruffen/ und an seinem Tag/ benanntlich den 22-Iunii/ mit einem so w ntzigen Hausse!den Feind an¬ gegriffen/ derselben in die sibenzehcn tausend erlegt/ die andere alle in die Flucht gejagt / das gantze Lager ero¬ bert/ wessentwegen die Innwohner dises Hertzogthums daZUMahleN auffgeschryM; ^.cbätiu8nvdi8 pro äecem müüku8 comput3tri8 est. Und darumb zur ewigen Dancksagung noch jährlich semen Fest-Tag hochseyer- lich begehen/ ihme auch Kirchen und Mär aussqertch- tet/ auch ihn für einen stäken heiligen Patron und Schutz- Herrn erkennen. Klar- Narrabo mi'rabilia tu 2 : Noch andere Wunder seyndindisemHcrtzogthumb: ZuEnddeßDorffs Loi-- mal, oder I^o^ue stehen etliche Nuß-Bäumer/ deren ei¬ ner ein sehr wunderliche Arth an sich/ indeme seine nechste Lameraden und benachbahrte Nuß-Baumer nach ge¬ wöhnlicher Zeit pflegen zu grünen/ ihre Blätter hervor treiben/ und auch Frucht bringen / so bleibet besagter Barm gantzkahl und dürr biß auffSt. Iohanes-Abend/ in selbiger Nacht aber begrünet er sich / wie andere/pralt mit so grossen Blättern wie andere/ und bringt zugleich Frucht. Vrüemlor rom. 4. Lol. 579. Dises ist fürwahr em Wunder/ aber Wunder über Wunder/ istdiß! In dem Hertzogthumb Lrain istem Lorbeer Baum / wel¬ cher gar biß in Himmel binauff gereicht / und hat zwey so grosse Aest/ daß alle Krainer sicher darunter stehen kön¬ nen: Diftr Lorbeer-Baum rst der H. Bischoffund Mar- tyrerauch ein sonderer?mron dises wer- tlstcn Hertzogthumb : DisrH. Bischoff hat durch seine viicipul dte Krainer/ so dammahlen in Heydenthumb gelebet/ zum wahren allein seliqmachenden Glauben be¬ kehrt/ sein bMorri!, oder Bhchoff Staab ist noch unver¬ sehrt/ ob er schon von Holtz / und hat bereits in die i6oc». Iahrgetaurct: Ein Lorbeer Baum ist diser H. ^or38; Wer unter dem Schatten eines Lorbeer Baums stehet/ sagen die Natur Kundiger/ derselbe ist gantz sicher vor dem Donner: kullninu non memo, pellunr ea Zermin'-r I^'äun. Wer unter dem Schutz dkß H. I^er- A 3 M L- M3F01-T lebet / gleich wie die Innwohner dises werthisten Hcchogthumb / der ist ebensahls sicher vor allen Übel. Als G Ott die Stadt 8oäoma wolle vernichtigen / auch solches dem Abraham angcdeut/ da hat diser H. Patri¬ arch für seinem Vettern dem Loth gebetten / welcher dazu¬ mahl ein Innwohner dcrselbigen Stadt Ware / .recorärr- Iiber-in8l-0tb, dawarGDttittgedenck di¬ ses Gebells / und hat derentwegen den Loth wunderbar- lich erlöst: dann das Gebell und Vorsprechen der Heili¬ gen istsehr mächtig bey dem Allerhöchsten/ und kan nie¬ mand ehender dem Übel entgehen / als wann er die HüLff sucht der Heiligen; Dabero hat sehr löblich und weißlich gcthan bist andächtige deßHechogthumb Lram/ daß sieden Heiligen auch für ihren ?mron erkiesen. K'-rrrado mii-rckilm tua: Noch vilandere Wunder gibts in dem Hertzogthumb Lrain. In disem Land ist ein Fürgl che Auerspergisihe Herrschafft / Schneeberg ge¬ nannt/ zwischen disem Schloß Schneeberg und Laaß ist ein Berg Loch / kaum ein Merck Schuh groß / auß wel¬ chem ein kleines Wasser quellet; dises würfft gar offt sehr vil schwache Aenten herauß. 1670. käme ein sol¬ che Mange der Aenten hervor/ daß die gantze Gegend herumb darmit angefüllt worden/ welche dann dieBauern daselbst mit Stecken und Prüglen zu todt gcschlagen / also daß mancher Bauer zwey biß drey Väffer voll emgesal- tzen; Gantz vcrmuthlich ist zu schliessen / daß im Berg dar- darinnen ein grosser Sce seye / wovon die Menge solcher Renten herkombt: diser Berg meines Erachtens ist nitcin geringcsWundcr/ aber ein Wunder über Wunder ist es/ daßeinBerg in Lratn mit lauter Helffcnbein an- gefüllet. Durch dieses wird verstanden der Heilige Mär¬ tyrer kortun3tu8, welcher gleicher gestalten emsondcrer Hclster und Patron dieser ^l-cwion. wäre ein Oi3Lonu8 zu ^qmlem,sodazumahl ein Theil wäre deß Lrainer-Landö/ und ist dieser umb Lhristi willen ge¬ martert worden Wie der H. Paulus mit zweyhun- dert und sechs undsechtzigGespähnen auff dem Meer ge¬ fahren nach der Insul Otelit» , da hat er einen grossen Schiffrruch gelitten : erstlich ist ein so erschreckliches Wetter entstanden / daß das Helle Sonnen Liecht mit einem schwachen Vorhang überzogen worden / die Un- gestümmedcr tobenden Winden wäre also groß/ daß die rasende Wellen mit dem Schiff gespickt / wie mit einem Ballen; niemand ist gewesen/der nicht den gewissen Un¬ tergang vor Augen gesehen; Paulus aberhatsichhierinn- salls zu GOtt gewendet/ und für alle gcbetten/die mit ihm im Schiff waren / unter denen sehr viele Heyden und Unglaaubige; Und sche! ein Engel ist ihm erslies nen/welcher ihm angedeutet: Oormvic tiki Veu8om- NL8, Iuri"cibo wa,Lcc. Noch mehrer Wun¬ der sihet man in dem Hertzogthumb Lrain. Zwischm Potvetz und Frantz ist ein Berg / der wird gmcnnet der Trajaner - Berg / dasilbst ligt ein Orth/mit Nahmen Sedi/ allwo/nach ^le^iserj Außsag / vor diesem die vornehme Stadt Ivlemlum gestandcn/anbesagtem Orth findet man immerdar eine Menge der heydniscbenMün- tzen/ a!so zwar / daß ValurüonuZ selbften bekennet/ er habe etliche tausend Stuck von denen Baueren ei? ge- handlet; bei) der Stadt Burckfelo / welche i z. Meyl von Laibach ligt / findet man fast noch dcrgte chen gül¬ dene/ silberne / und kupfferne Müntz deren alten Römi¬ schen Kaysern/Vespatbani, >lei0M8, Irajani, ^Nto- nim, §5L. Vor ohngefehr 5. Jahren hat ein Bauer daselbst vier tausend dergleichen Pfenning in einem grofi sen Hafen unter der Erden gefunden / auffwelchen nichts anders geprägt wäre/ als der Nahmen dioMAmmuz: Dieses alles ist unter die Wunder zu zehlen; aber noch ein Wunder über Wunder! Das Hertzogthumb Lrain Kain hat einen Gnaden-Pfenning/ der ist mehrer wehrt/ als ein gantzcs Königreich; diser Gnaden-Pfen- mng ist der heilige >lico^u8, von welchem als sonde¬ ren Patron das Hertzogthumb Kram schon so hauffige Gnaden empfangen. > Wie der gebencdeyte HErr nnd Heyland nacher gekommen / da war ein Knecht eines Haubtmann daselbst tödtlich kranck / der Haubtmann wäre wohl ein recht Haubt-ftommer Mann / dann er schickte alsobald die altere Priester der Juden zu dem HErm/ sie sollen doch für ihn bitten / daß Er sich sei¬ nes Knechts möchte erbarmen / dise gehen / gehen und bitten/ bitten und erhalten es : in wem bestünde ihr Vorbitt? Domine, quirr äi^nn8 eK, Ac. HErr/ er ist wohl werth/ daß du ihme das thuest/ dann er hat un¬ ser Volck lieb/ und hat uns eine L^ua^o^auffgebauet: discs hat den HErm bewogen / daß Er ihme geholffen. Duc. c. 7. D wie vik Gnaden hat das Hertzogthumb Lram von GOtt zu hoffen/ durch die Vorbitt deß H. ^ico- Di! dann diser wird öfftersvor dem Angesicht GOttes stehen^und sm bist >lmiou inständigst bitten; Allmäch¬ tiger ewiger GOtt/ yum äi^ni sune, die mir so sehr zugethanene Krainer seynd wohl werth / daß du ihnen dise und diseGnad gnadlgist mitcheitest/ dann sie haben mir nicht nur ein Kirch/ sondern mehrere auffgebauet/ B ß so gar meinem Nahmen gewidmet die Haubt-Kirchen Zu Laibach/ die OolleZM- Kirchen zuRudolphswerth/ die Thumb s Kirchen zu Mitterburg / rc. Ja es ist kein Land / wo mehrere Nicolai Kirchen / als in dlsem Hers tzogthumb: 8. Nicolai in Meissenberg/ 8. Nicolai zu Öuoriab, 8. Nicolai zu ^ermonir; 8. Nicolai bey dem Sau Fluß/ 8. Nicolai zu ^olinisb ; 8. Nicolai untern Thurn; 8. Nicolai ZuFcistNitz/ 8. Nicolai zu?rinicauo, 8. Nicolai zu Gradlsch; 8. Nicolai zul'uscbafciul, 8.Ni- colai zu Lrelic, 8 Nicolai zu Verl^olim, 8. Nicolai ZU Aubcr; 8. Nicolaizu Epcrg/ 8. Nicolai zu ?al?ie, 8.NL- colai Zu Oraänick- 8.Nicolai ZU^rep8liaua8, 8.Ni- colai ZU Brešan, 8. Nicolai ZU^lamnauas,8.Nicolai ZU Lu6oau38, 8. Nicolai Zu Lrelenra, 8. Nicolai zu )an2e, 8. Nicolai ZU kalra, 8.Nicolai ZU Viäem, 8. Ni¬ colai beym steyen Thurn/ 8. Nicolai zu LipoAlau, 8.Ni- colai Zu ^isoui^i, 8. Nicolai Zu8apack, 8. Nicolai zu Olokai,/8. Nicolai auls dem Berg Vbuciem Vcr8o, 8. Nicolai Zu koren, 8. Nicolai zu tlinoli, 8. Nicolai ZU Oracini^, 8. Nicolai jm Kraschmberg / 8. Nicolai auff dem Berg Nauerku , 8. Nicolai auffdem Berg Greben/ 8.Nicolai zu 6ella, 8.Nicolai zu kiticbau, 8. Nicolai ZU Oiicb, 8. Nicolai Zu Oronau, 8. Nicolai ZU ?oäAorie, 8. Nicolai ZU ^lackicbacli, 8. Nicolai Zu I^onclol, 8. Nicolai ZU kuppa, 8 Nicolai zu OraäeÄ, 8. Nicolai ZU VZ08^ei, 8. Nicolai Zu Ooleinaua8,8.NL- colai zu kucllo§, 8. Nicolai zu Burckfeld im Schloß/ 8. Ni- L.Kli'colrn zuTciKor^ie, 8»^colLi ZU?O6^oro- 8.>^i- cokü zu I^pLueL, 8. I>ljco!ch zu V^ar^, und anderen Drthcn me! r/)(. Worauß dann Sonnen-klar folget/ daß diser heiliger B schoss ein sonderer Patron seye des wertbiacn Heryoathumd Kain. >lLrrubo wÄ, Lcc. Noch viel andere Wrn er-Sacken gibts inLrain; zu Ärckni^, welches Lrrh fünff biß ftcks Me l von Laiback entlegen/ ist ein See / den man bi'-ich sol'e den Wunder-See nennen/ daselbst seynddreyssrz (^ver^en oder Höllen/ außwel- chen im 8eptembcr und Oäboker so haussig Wasser hervor quellet / daß inner 24. Stund ein gantzer See daraußwird/ und dr-nactdistr in seinem Ursprung gleich grose Fisch mit sich / nun psiegt diser See gar osst zu End dcß sich wieder in seine Oavermn und Klüssr ten verschlissen / also / daß ein treffliches Feld darauß wird/ und man inner 24.Tagen das beste Heu darauff fernet; alsdann säet man Haiden darein / welcher gar bald aufflvachstt/ und ze tiget; nach solchem / weil gar vll Geröhr mw Gebüsch darinnen/ halten sich scbr vi! Haasen nnd Wiloschwein darinnen auff/ und folgsamö ein Onh rum Jagen und Hetzen / also/ daß diser Zir- kinitzer Sce/Mh/ Fleisch/ Brod und andere Sachen Lpenckrtt / welches oillich unter die Wunder zu zeylcn. Aber ein Wunder über Wunder ist dises/ in dcm Land Lrain gibt es zwei) Brunnen / auß Visen kan man hecauß fchopffen/ was einer will/ aller.ey Gnaden / sol- B 2 che che zwey Brunnen seynd die My Heilige Bischöff/ wei¬ che zu Laibach oder ^mourr gelebt / benanntnch der H. und H- kloru8, beede außerkiesene Pa¬ tronen dises werchisten Hertzogthumbö. Nach dem Todt deß 8M8 ist Da vi6 von allen 12. Geschlechtern zu einen König erwählet und gesal- betworden in Üebrou, von dannen wolte er seinen Sitz nacher Jerusalem übersetzen / wie er aber für die Stadt kommen/ welche dazumahl die ^eduLer in Händen ge¬ habt/ da habm ihme dise lassen herauß deuten : Kon in^reäieri8, ni6 3b1^uieii8 0Xco8 clcluclo8, §50. du wirst nicht herein kommen/ so lang die Krumbe und Blin¬ de werden bey uns feyn - Nun ist die Frag unter den Schufst-Gelehrten/ wer dise Krumbe und Blinde ge¬ west? 2.keA. c. 5. kclbbi 83IOMON neben anderen gibt vor/ daß auff der Stadt-Porten zu Jerusalem 2. grosse stemme Bilder oder 8tatucn gewest / deren eine vorge- stellet den Patriarchen Ilrmc, welcher blind gewest / die andere den Patriarchen )acob , der da krumb Ware/ auff dise zwey haben sich die ^ebuLer verlassen: dem seye wie ihm wolle / aber gewiß ist / daß sich die an¬ dächtige Inwohner deß Hertzogthumb Lrain in allweeg verlassen auff ihre zwey Heilige Bischöff wlaximum und Norum, auß denen sie als zwey herrlichen Brün¬ nen allerley Gnaden schöpffen / dise zwey außerwählte Heiligen verehren sie über alle massen / well selbige den wah- wahren Glauben so häuffig in dem Land außgcbm'tek/ und em so beständige Andacht darein gepfiantzet/ der¬ gleichen nicht bald in anderen zufinden / indem weit über tausend Kirchen darinn gebauter stehen: die einige Pfarr Lrkm? hat 29. Kirchen/ die Pfarr Gurckfeld26. filial - Kirchen / die Pfarr St. Peter vor Laibach 25, Mai-Kirchen/ die Pfarr Renovi? 28. Rili^l-Kirchen/ diePfarr St.Veitbey Sittich zo.kili^-Kirchen/ die Pfarr Dorneck zZ.Rilial-Kirchen/ ja im gantzen Her- tzogthumb Lrain ist fast kein Berg/ kein Bühel/ kein Thal/ kein Ebne/ wo nicht Kirchen oder Capellen ge- bauet; die Menge der Kirchen ist ein scheinbares Zei¬ chen der grossen Andacht/ welche bist Nation tragt ge¬ gen GDtt und seinen Heiligen; nicht allein so vil Kir¬ chen / sondern in den Kirchen auch so vil heilige Leiber und Reliquien seynd zu sehen / als wie zu Laibach in der Thurnb-Kirchen der Leib deß Heil. Vitalis, zu Ru- dolphöwerth der Leib deß H. kelicis, in unserem Llo- ster bey St. Joseph der Leib derH-Rere^inL, zu Stain die Leiber der Heiligen Rrimi und Rcliciani: zu Biben der Leib deß H. ^cephori, 8^L. Gleichwie nun ^lo^- ie8, als er mit dem gantzenVolck IsrMauß Egypten ge¬ zogen / die Deiner und Reliquien deß Josephs mit sich genommen: lullt ollll ^osepll lecum. Lxoch c. iz. und vordem gantzen Volck dieselbige tragen lassen/ zu einem sonderen Schutz in aller Noch/ also haltet eben¬ falls dise werthiste Mtion der Lraimr solche H, Reli. B z <;uien Huien für einen sonderen Schatz und Schutzdeß gantzen Barterlandö. mirrchila tua, Zcc. Es seynd noch vil an¬ dere Wunder in mchr gedachtem Hertzogthmub; In der Grafschasst Milterburg ist em Kirch/ bey 8. ge¬ na» nt / weil die zwcy Lerlwr der H H. Märtyrer Pri¬ mi und kciicmm daselbst begraben gewest / dermal)! aber seynd dffe nacher Stain / so ein Stadt unweit dar- von entlegen / in die Kirchen der p.p. brrrncüc-r^ern üderletzt worden : an obbeMldtcm ^Orth oder Kirchen 8. Primus zeigt man einen Todten-Kopf/ auß welchern/ nachdem er gantz außgcdorret / und ohne einige Feuch- ttakeitgcwest / wundcrdahrlicherWeiß ein Schnee-weis¬ se Lil en gewachsen/welches ohne allem Zweifle! ein gros¬ ses Wunder ; aber ein Wunder Über Wunder ist dises / daß in Kram ein Rostn / die man durch das gmche Land riecht : dise Rosen ist der Heilige Mär¬ tyrer pclsxius/ welcher zuLarbach/ vor disem ^Lmo- nrl genant / gebohrcn / und nachmahls umb Lhristi willen die Marter-Lron erhalten/ seines Atters im 25. Jabr/ unter demHeydnischen Land Pfleger welcher selbiger Zeit zu Burchels in Unter-Srainreli- cherte / Visen als emcn Lands-Mannrhuen die Inwohner diftS Hertzogthumbs insonderheit vcrr ehren. Wie ter stcltze und ubermukbige Hofmann/ der ^mrm durch srinenversamdten Neyd/so dem Hof-Leben an- anklebt / wie ein Egel einer Menfthen-Haut/ die Sach bey dem König ^lluerum soweit gebracht/ daß selber durch einen allgemeinen Befelch allen seinen Ländern und Königreichen andeuten lassen / daß man auff ein- mahl alle Juden solle erwürgen und umbbringen / also ist der fromme Iud L1ar6ocLcu8 da gewest / und hat sein Zuversicht genommen bey der Königin Lieber, wel¬ che er vorhin / als ein verwaistes Madel aufferzogen/ dise hat er eyfferigst gebettcn / sie möchte sich doch ihres Volcks/ und ihrer Lands-Leuth annehmen / min- terceäeret pro populo Lc?atria ina. ML: c. 15. Di¬ se Königin glaubte/es seye gleichsamb ein Schuldigkeit/ ihren Lands-Leuthen zuhelffen/ wie sie dannnachmahls alle glücklich erhalten. Gewiß ist es / daß die Heilige und Außerwöhlteim Himmel allen denjenigen von dem höchsten GOtt Gnaden außbringen/welche sie anruffen und dero Vorbitt verlangen / absonderlich aber glauben sie / daß es fast ein Pflicht und Schuldigkeit seye/ für ihre Lands-Leuth ;u bitten ; dahero wird der H. ?ela- diser tapfereBlut-Zeug Lhristi / als ein gebohr- ner Laibacher seiner NEon gar nit vergessen / sondern Er wird ihnen seyn was da gewest ist der kapkael dem lobiX ; was da gewest ist der dem Daniel; was da gewest ist der Engel dem Ilmsel ; was da ge¬ west ist der Ma8 der Larepranin ; was da gewest ist der Ml