Wochentliches Kundschaftsblatt des Hexzogthum Krain. Auf das 1775"° Jahr. 5i'mf und zwanzigstes Stuck. Laybach den 24^« Brachmonat. In Wirthschaflssachm. Beschreibung tines neuen Spinnra- des. d^ndungen, welche enttveder zu einee Erleichterung der Arbeit, oder zurEr» sparung der Sett, und Muhe, welche matt svnst urn eine Arbeit zu vollenden, gebrauchen muffte, dienlichsind, vecdienm auch jederzeit zur allgemeinen Ausubung gebracht zu wers den; eine svlche Ersindung wird unserer Ges Bh fell- sellschaft des Ackerbaues, und der nuGich^ Kunste atthier von dem kais. kon-Hoslommei:-zienmth anentpfohlen. Es ist dies ein neues Spinnrad, Welches' mtt einem allerhochsten Hofdekeet begleitct, eingeschickt worden, damit es auch hier all» gemein kundgemacht, und deficit Gebrauch im Lande eingefuhret weede, wicgeben dieAb-bildung davon, so, datz man den Alm'tz so» wohl, als jeden Theil insondechcit sehen tonne , nut etnc kurze Beschmbung Deficit, famt einem Untereichte, ivie es zu gebraucheit, ivollten wir noch beysetzen: es iff von einem ganz besondem Nutzen; indent man nut sib ben zn gleicher .Zeit, und mit eben einer Albeit, zwey verschiedene Veccichwngen vo(» lenden kan, denn nebst dem, datz man mtt emeu besondem Leichtigkeit einen schr fcincN Faden aus Seiden soivohl, als aus Wolle, und Garn zu spinnen in Stande iff, so Hat man noch diesen Vortheil, dasi eben sclbe person, welche spinnet, zu glcichev Zeit v?n el- • z«? intent fcf;vit vvll angespvnnenen Spule deir Faden airs die Haspel aufwindet, das Spins rad ist fuv sich ganz einfach, und einettt an* fcecn fonst allgemein grivvhnlichen ganz gleich, ttuc allcin mit dent Unterschiede,datz auf dec Gegenseite des Spuls die Haspel angebrachL ist, welche aber 'zugleich mit dem Rad intto fcrs einer zweyten Schnur bewegt wird. Wenn 50. oder iso, ja wohl auch 1000. F«i» ^eik (welche man sich vach Belieben m denr Drechsler kann einrichten lasscn) mtfgcmundeit find, giebt die Mafchine ein Zeichen vemwg einer Stefte, welche an eine Feder anschlagt, damit die Faden auf die Strenne angebun- den we'rden konNen, die Haspel ftlbst kamr gleichfalls nach Belieben eingerichtet werden,. sv da§ dec Umfange derselben emeit Fadenc yvet) oder auch drey Ellen lang aufivinde. Die Bewegmig ist eben niche hinderlich in dem Spinnen fottzufahren, weil es nur we- nig Zeit betragt, wo man die Faden auf die Stpenne aufvindet. Dieses mussen wie 56 r noch noch sum Lobe unseres Spinnrades hinztise» zen, Vast mtv es einev gewissen erfahrnen Person zur Probe ubergeben haben, welche aber nach abgefuhrter Probe so sehr fur die Gute desselben eingenommen ist, datz sie es nicht mehr aus tiren Handen zu lassen geden-ket, wir wollten eben nicht dawiher seyn, rveil wir nichts so sehr wunschen, als solche Dinge bekannt zu machen, und im Lande zum Gebrauche einzufuhren, welche zur Be» sordernng des wirthschaftlichen Fleisies, del: Kunste, und Manufakturen nutzlich find. Wer ubrigens eine solche Maschine sich tmdb* machen zu lassen verlanget, kann sich bey Hrn Schonauer burgers. Drechslermeister rnelden, der eitt solches Spinnrad fur 2. fl. 30. kr. zu machen bereit ist. Oekonomische Nachricht. Von Civray. Eine Privatperson dieser Stadt beobach- kete in einem Garten, dessen Lage sehr hoch, die keiten, als das erste, und hauptsachlichste Mittel gegen die Gefahr der schadlichen Feuersbcknsten, oder gar nicht, oder unvoll-kommcn beobachtet, noch weniger bey Ent-stehung des Fevers die erforderliche Ordnung gehalren, am wem'gstens aber, wann solches vbschon einmal gedampfet worden, die mei-> tere Pflichten erfullet werden. In Rucksicht desien, und unt diesen dann andern mehrerm Gebrechen ernes Theils vorzubengen, andereo ©cits aber die Schranken zu setzen, damie Nienmnd mit der Unwisienheit, worzu er vor Enlstehung, oder auch wirklich ausgebroche-ner Feuersbrunst verbunden ware, sich ent-schuldigen moge: seynd Wir aus Antrieb tin# sercr zur Wohlfahrt des gemeinen Weftns he- stand:g tragend landesfurstkich - und mutterli- chen Borsorge beivogen rvorden, fui* das Ceb- herzogthum Kraineine formliche Feuecord- nung und anduvch zu all stats genauester Be- fvlguna- was sur Vorsicht- und Schuldrgkei- tett ubeehaupt und insondecheit svrvohl von hoch, als niederen geist« und weltlichen Stan> despeesonen beobachtet, und dahero all jenes, so zu den Feuersbmnsten Delt AnlaH geben konnte, rtnfovdcvift abgeschaffet, gleich dann auch, was in Fallen, wo das Feuev allschon wirklich ausgebrochen, oder gedampfet mv* den, vorgekehret? ^.widrugen, und ivie die Uebertrettere dieses Unseren allerhochsten Ge> satzes, und von welcher Instanz betreffet? dagegen aber auch dev Fleisi, welchen man bey Loschung des Keuers etivo vorzuglich be> zeigen wurde , belohnet werden solle, allev- gnadigst vorzuschmben. Diefemnach rvvllen, und vecordlien duch',:" Erstlichen: Datz dieHecdstatte ohneUn« ttl'fthied der Ortfchaften, mithin fvwohl iti dep dec Hauptstadt Laybach, als in denen ande» reit Stadten, lvte auch auf t»eiu Lande tit Markten, und so viel mHglich, auch in benen Dorfschaften an duchtigen Mauren, folgbae von allen.Holzwerk entfernet, und dann gar :mcht zu nahe uttteu die Rauchfange gesetzet, die am verblendeten Holzwanden beffndliche aber, svgleich abgeschaffet, und in Hinkuuft nicht mehr gednldet, folgbar von Meister-schaften, als Maurer, und Zimmerleuten, wann es auch die Bauherrn verlangen inuch* ten, bey Verlust ihres Meisterrechts, oder des Gewerbs dergleichen nicht mehr ausgefuhret werden sollen.' Zweztens: Ist Unfer hvchster Befehl: datz die Rauchfang in ergebiger Breite, und durchgehends gcmamt, zugleich bis drey Fu§ aus dem Dach gefuhret, untereinstens aber alle, und dahero auch die Klostervorstehere und Hausbesitzere uberhaupt schuldig seyn fob ken nnter denen Rauchfangslochern zween pro-^ortionitte eiserne Stqngen einmauren zu last 39T fen, damit bey etwoigen Ausbruch des Fevers cin nasser Kotzen, oder unausgearbeitete Och» sen> oder andere Haut desto behender ange-bracht, zugleich den Rauchfangkehrer der Zu-gang erleichteret wecde. Dessen letzteren und uberhaupt aller Rauchfangkehrer Schuldigs keit Wir dahin allergnadigst ausmessen. (Die Fortsetzung kunftig.) Dupchreisende2lnsehnlichepepsonen. Den lyten Iunii. Em Kammer Lourier aus Jtalien nach Wien. Den 20tett Herr Obrister Graf Mozenico rind Cavalier Lvsmo Mazi aus Floren; nach Wien. Kaufmann Vierdt von Klagenfurch nach Triest. Den 21 ten. Herr Petri; von Karnthen nach Karlstadt. Herr Kaufmann Nosenkranz von Brun nach Triest. Den Den 22ten. Kaufmani: ©inidnt von Karnthen nach Teiest. Here Wachshandlee Demetei von Siebue-gcn nach Venedig. Here von Neja von Laybach nach Adel-fpeeg. Herr Platz^Majoe Faeioli von Bavia mik Hewn v. St. Giorgio von Wien nach May-land. iitavttpveife. Mittwsch dcn2lten Brcrchmstt. i77t> Weizen 4-Metzenp Tli). k 129 k 1Z2 k iz6 Schocsltzen - p - - k 98 §104 k 108 Rockett - - p - < f 83 Č 85 k 87 Hrcsch - - p - - k 72 k 76 k 79 Gersten - - p - Weitzgemischet p * - k - - k ^ - k - ^ Schwa rzgemischet p » - k 76 k 8i k Haiden - p - - k 71 k 74 k 76 Habee 2. Metzen p - -, k - - k - - k»- Sam« Vamstag den 17ten Brachmsnat. Weizen I Metzen p Tw. k 126 k 129f 132 Schorsitzen « p - *-f icnf 107 f in Rocken * - p - § k 85 k 88 k 91 Hirsch * - - P - k 71 k 7Z k 77 Gersten « - p - - k 7Z k 76 k 80 Weipgeim'schet p - - k - - k -»k - - Schwarzgemischet p - - k 74 k 78 k 82 Harden - - p 5 » k 72 k 74 k 76 Haber 2. Metzen p < - k784k 188 k 190 verzeichnisi der hier m Laybach in, unb vsr der Gt«dt Verstorbenen. Den isten Brachmsnat in der Stadt. Ferdinand Stadelhuber, burgers. Glassermei-ster in derSpiralgassen in Zebullischen Hanse N. 264. alt. 57. Jahr- Pov dev Gtcrdt. Niemand. Den i6ten in der Gtcrdt Niemand. vor der Gtadt. i Augustin Jereb Maurer anf der Pollanavor-stadt in Rebvlopitschen Hause N.6, alt 23. Ursula Schwarzin, Maurerswittwe in discha in Weikardischen Hause N. 7;. alt 60, Iahr. Den I7ten Niemand. Den I8ten in der Stadt. Nienrand. Vor dev Gt