©rgan der Verfasiungspartei in krain. Str.529 Abonnementt-Bedingnisst: ffla n j(5 6 rig : g i t Laitach fl. 4.— M it Post fl. 5.— fa lb |d 6 rig : . - . 2 . - „ „ „ 2.50 gsierteljfl^ns: . . . 1.— , , » 1.25 giic Zustellung in'« H au«: PierteljShrig 10 kr. Samstag den 27. Se-tem ier J n s ertiont-Preise. Linspaltigr Petit-Zeiie 1 4 fr., bei Wikderholungen L Zkr. — Anzeigen bi« 5 Zeileir 20 kr. R e d a c ti o n , A d m i n is t r a t io n u. T r p k d i t i o n ! Schustergaffc N r. 3, 1. Stock. 1890. GrojKroatien. Die grohslovenischen, grotzcroatischen unb ver> ijjanbten panslavistischen Jdeen, beren Verwirklichung b-f !« ftlic h hm»b 5 an Wn S a il,I tin«« %«nnun«8.ii*nS !»->-- «p-nm uld-n I n d ., mien %Mbe 3 Minuten von bem envahnten ©attel ent- W '-ntsvringt bei einer Buchengruppe auS einer C e n Felswand eine Quelle. Durch bie Mulbe t e< 6t8 ein Steig siiblich tiber bie Kuppe Dje- C c unb bie hochli-genben Ortschaften fiunčani W b S I Urban in 3 '/2 ©tunben nach Mottling m sGasthauS Marfar sehr gut) in Strain. Štm Beainne bet erften Mulbe fiihrt rechtfl ein Steig ^ durch bie Wiesen in ber Nahe einer Hiitte b0,Bei -n 5 Minuten zurn 2M b, mit uberaus mach- V ©tamrnen. I n weitern 15 Minuten erreicht Van einen btciten, von ber Hohe lommenben 28eg, ^ f bjefem durch ben Walb an ben freien Sang, C L n-llenweise burch Sungroalb gelangt man in V«, ©tunben von Co. ©era leicht in bie Ortschaft %ošice 5 8 2 m. Der Charakter ber Norbseite ist ftfim liA verschieben von bem ber ©tibfeite. Wahrenb erstcrer bie ©tojfelform mit Alpboben auffallenb Weise rourbe unlangft tiber alle biefe Fragen in einer Laibacher (Sotrefponbenj einer panslavistischen in Wien erfcheinenben Wochenschrist geschrieben unb es moge gestattet fein, aus bem ©ebankengange bež- felben Hier Einiges kurz anzufiihren. I n einem Prager Blatte waren vor einiger Zeit zwei Zuschristen enthalten, welche fiir bie Bil- bung eines aus Krain, Jstrien, ©orz unb ben slo- venischen Theilen Karntens unb Steiermarks ju« sam m enzusetzenbcn Jllyrien plaidirten. Croatische Blatter aber unterroarfen biefe Zuschristen einer allfalligen Kritik, inbem es nicht auf bie Bilbung eines Slovenien ober Jllyrie n , sonbern auf bie eines Grohcroatien anlomme, in welches bie Slo­ venen als Dritte im Bunbe mit ben (Eroaten unb ©erben in bas burch Dalrnatien verstarkte heutige Sroatien eingutreten hdtten. © 0 ware benn jenes siibslavische Verwaltungsgebiet justanbe gebracht, roie es von ben 9ZntionaIautonomiflen schon langst vorgeschlagen rourbe. Der erroahnte Laibacher Cor- responbent constatirt nun, bah bie crontifchen B lat­ ter von ben slovenischen erroarten, bah biefe schon berjeit nicht fiir Slovenien, sonbern fiir fein ver- grohertes Groatien einlreten roerben unb meint wel­ ters, bah Letzteres zroar bas unverriickbare Ziel aller Slovenen bilbe, es heute aber noch nicht ausgemacht fei, roie biefem Ziele am schnellsten unb stcherstcn nahejukommen ist. Einstiveilen tonne es kaum gefehtt fein, roenn ein Slovenien, nicht als Selbstzroeck, ist, tritt auf ber ©iibfeite mehr ber Charakter b e S beronlbetcn Karstcs — tiefe Dolmen — roie er in ber Kapela angetroffen roitb, hervor. Das Hinauf- reichen roafferbichter ©chichten auf bebeutenbe Hohen biirfte aber jenen Reichthum an Quellen bewirken, ber auch auf bieser ©eite anjutrcsfen ist. ©osice ist ein armliches Dorf, mit einer grie- chifchen (unirten) unb einer katholifchen Kirche. Die Unterkunft roar aber so roenig einlabenb, bah ich es vorzog, statt, roie projectirt, hier ju iibernachten unb nachsten TageS eine zweite Stubientour zu unter- nehmen, nach Kostanjevac abzusteigen. Unterroegs rooHte ich noch bie Nuine bes alten Schloffes Sichel- berg befichtigen. Der kiirzeste Weg fiihrt % ©tunbe auf ber ©trnhe, bnnn links langs eines ©teigeS steil hinab in bas ties eingefchnittene Bett ber Kupčina, nun IdngS bes FluffeS , bann in ein ©eiten= that unb rechts tiber ben 9tticEen aufroarts zu einem Kreuz, von hier auf einem fanbigen Wege hinab in ben Thalboben; nun erblidft man bie Nuine, roelche von bieser ©telle einen mdchtigen Einbruck macht. Auf einem fcharfen Nticken, etroa 150 m tiber bem Thalboben, steht noch ein geroaltiger Ueberreft ber Norbmauer; auf halber Hohe norblich bauon baS Kirchlein unb bie roenigen Hauser von žumberak. Diefe Wanberung, so ermtibenb s te fiir mich roegen bet Gluthhitze roar, bot eine Flille bes Jntereffanten. BefonberS berounberte ich bie hochliegenben Wein- rootin bie Agramer Blatter unbebingt Recht haben, sonbern nur als Etappe zut Etteichung bes fiib- flavifchen Vermaltungsgebietes gegrunbet roerbe, als eine SSorarbeit zur befinitiuen Losung ber stibslavi- fchen Frage in Defterreich. ©oll ein Slovenien an Sroatien abgegeben roerben, so muh both ofsenbat ein solches srtiher vvrhanben fein unb bie Befugnih haben, in feinem Namen hanbeln zu konnen. M it bem recht interessirten Sanbtage roirb bie Bilbung Sloveniens nie burchzusetzen sein; baher rtihrt bie Jbee bes Neichsraths-Abgeorbneten Gregorec, bie Bilbung eineS Slovenien von ben Lanbtagen un- nbhangig zu stellen unb ein Slovenien auf Grunb bes Artikels 19 ber Verfafsung zu forbern. Es ware auch langst schon etwas Positives auf biefem ©ebiete geschehen, roenn bie tibrigen slove- nifchen Neichsraths-Abgeorbneten nicht auf Kleiniz- keiten, sonbern auf Slovenien s ich verlegt hdtten. Man gebe ben Slovenen aber zugleich in Agram ein guteS Beispiel unb reclamire fie fur Groatieu nicht nur in ben Slattern, sonbern im Sanbtage unb bie Slovenen roerben nicht zuruckbleiben, sonbern bie ©elegenheit ergreifen, um bie Forberung Croatiens zu unterstiitzen. Liegt ben Croaten so viel an ber Sache, roie ben Slovenen, bann roirb Croatien sich um bie Neincorporation Dalmatiens unb bie S lo­ venen roerben sich um bie Bilbung Sloveniens be- muhen; roerben beibe zu gleicher Zeit mit bieset Arbeit fertig, „bann rodre nur noch ein Ruck, abet gdrten, zu ivelchen von ber Kupčina steile, Hals- brecherifche Stcige hinaufftihren. Der Weinbau bilbet hier bas Haupteinkommen unb auch biefeS biirfte ben armen Beivohnern burch bas Auftreten ber NebtauS entzogen roerben. Im Thalboben fiihrt eine gute Strahe in '/2 ©tunbe an bie Kupčina 216 m, unb in beren Thale bei vielen Mtihlen oorbei gelangt man in % ©tunben zur Post von Kostanjevac, wo etroa zroci Perfonen Unterkunft finben konnen; ben Mangel an Bequemlichkeit er- fetzen bie Wirthsleute burch gute unb billige Bet- pflegung unb freunbliche Aufnahme. Eine gute ©trape fiihrt burch ein mit Jungwalb bebecfteS Engthal mit vielen Mtihlen in I 1 /* ©tunben nach ©termac unb von hier burch bas roeite Thal in •/* ©tunben nach bem grohen Drte Krašič 154 m, von wo man leicht mittelst Wagen nach JaSka ober Karlftabt kommen kann. Ich zog es jeboch vor, noch unterroegs baS bertihmte ©chloh Ozalj an ber Kulpa zu befuchen. Bon ber Kirche von Krašič fiihrt ein Seitenweg auf bie Hohe. Man tiberfchreitet zwei niebere Hiihen- rticken, um in bas Thai bes ZlatinaI6ache| •— langen, roelcher s ich bereits in bie nahe^ gieht. Nun erflimmt man bie britte f Kirche St. RochuS, unb roenbet s ic h hie* warts gegen bie Kulpa. Balb kommt b a a ©chloh, am rechten Ufet bet Lulpa ein kraftiger Ruck" erforderlich und Slovenien ware ein Glied Groatiens. — Damit roareit roir also iiber die neuesten Plane in dieser Nichtung informirt, „ Slovenien" soll noch immer gegrundet roetben, allein diesem „Konigreiche" ware nur ein kurzes Dasein beschieden und je eher je lieber muhte e s wieder in Grohcroatien untertauchm. Diese hier an- gefuhrte Stimme aus Laibach ist ubrigens, wie sch o n angedeutet, durchaus keine vereinzelte und erst in dieser Woche wieder wurden die slavischen Mitglie- der der Landtage in Krain und der ubrigen ftidlichen Landtage in croatischen Organen dringend aufgesor- bert, einstimmig und nachdrucklich den croatischen Gedanken zu betonen. Die Zeit der kleinlichen abministrativen Concessionen set voriiber. Die Feier in Macarsca und bas Sokol-Fest in Cilli haben ge- zeigt, wohin bie Bestrebungen gerichtet ftnb. Ganz charakteristisch ist es aiich, datz mit Nucksicht auf den slovenischen Parteitag in Laibach „Obzor", das Hauptorgan Sttohmayer's und der croatischen Opposition, es tadelt, dah nicht die croatischen Partei- fuhrer von Jstrien und Dalmatien und die opposi- tionellen croatischen Parteisuhrer diesseits des Velebit berusen wurden. Man m iisse solidarisch vorgehen; es ware Mattherzigkeit, wollten nicht alle Sudslaven ihre Stimme in Einer Nichtung erheben. „ Keine Halbheiten mehr", rust „Obzor" ; „ein Schlagwort gilt fur sammtliche sudlichen Landtage: „Vereini- gung des croatischen Vaterlandes!" Wenngleich uns nicht iiberall die Majoritat gehort, die Hauptsache ist, dah die Frage auf die Tagesordnung gestellt roerde, dah ein flares Programm eine Fahne bilde, und dah die Gegner ivissen, was roir wollen. Ob roir Croaten oder Slovenen heihen, unset Vaterland ist eines: Croat ten!" „Obzor" meint schliehlich, datz ouch die Serben Dalmatieus hiemit einverstan- ben feien, und versichert, dah das geeinigte selbst- standige Croatien im Konigreiche Serbien einen Rtick- halt besahe, roelche Meinung auf Aeuherungen her- vorragender serbischer Staatsmcinner beruht. — Das croatische Blatt hat in der That recht, ein klares Programm ist viel werth und dah die neuesten po- litischen Plane, die auf slovenischer und croatischcr Seite entwickelt roerben, an Klarheit und Deutlichkeit nichts zu rotinschen tibrig lasien, kann wirklich nicht in Abrede gestellt werden. Klar und deutlich ftnb diese Plane, aber wir meinen, nicht minber klar unb deutlich ftnb auch bie Mittel vorgezeichnet, mit denen — es handelt s ic h ja urn die Wohlfahrt unb die Zukunst des ganzen Reiches — die Verwirklichung derfelben unter alien Utnstanben verhindert wer­ den muh. Wiener Grief. (Die Einberufung der Landtage.) 23. September. J. N. — Fur den 14. October ftnb diesmal die Landtage einberufen unb die Zusammensetzung aller ist bekannt, bis auf jene des osterreichischen Landtages, fur welchen die Wahlen no ch ausstandig ftnb. Wie wuthenb aber auch bie antiliberalen Par- teien in Niederosterreich s ic h geberden, so werden fte, roenn nicht alle Anzeichen tciigen, b o ch nicht den neuen Landtag beherrschen. In den verschiedenen Landstuben der Monarchic werden die Parteien bei- nahe ganz in derselben Starke einander gegeniiber- ftehen, wie vor der Auflosung oder Heimschickung dieser Landtage unb im Ganzen btirfte bas Ergeb- nitz nicht bet nieberosterreichischen Wahlen — allen- falls mit einer kleinen Vetschiebung gegen bie clerical- antisemitische Seite hin — auch nicht anders aus- fallen. Bei den Versaumnissen der liberalen Pattei in Niederostetreich hatte man allerdings Schlimmeres befurchten m tissen- Anderseits ist aber die Wahl- fangerei der veteinigten Antisemiten doch eine plurnpe, iht ganzes Gehaben ein so abstohendes, dah fie hoch- stens nur dort, wo man uttheilslos ein paar nach- gerade vollig abgenutzte Schlagworte folgt, auf Er- folg rechnen fonnen. Doch wird es bei den Wahlen aller Anstrengungen der Einsichtigen und Wohl- wollenden bedurftn, urn der unglaublichen Verwir- rung, roelche ein gew isses Volksftihrerthuin im Dienste einer reactionswiithigen Clique angerichtet hat, erfolgreich entgegenzuwirken. Die grohe Frage der Vereinigung Wiens mit ben Vororten wirb ben nieberosterreichischen Lanbtag hauptsachlich beschas- tigen. Sie wirb unb rnutz gelost werbeit, bas bulbet feinen Zweifel. Der bohrnische Landtag hat ebenfalls eine grohe Aufgabe vor sich — die Weiterbildung des dcutsch- czech ischen Ausgleiches. Aber schon, dah der Landtag ftatt Mitte September, rote angekundigt roar, erst Mitte October zusammentritt, verspricht nicht viel. Die Regierung scheint bereitS daraus verzichtet zu haben, von ben Ausgleichsvorlagen in bieser H e rb st' session mehr burchzubringen, als bie LanbeSculttit' rathsvorlage. Man hat in RegietungSfreisen w o h ! ttiemalS noch bie Hoffnungen aufgegeben, bah s ic h eine gunstige Constellation fur ben AuSgleich ro e tb t bewerkstelligen lassen. Rachbent aber bie llmftonbi s ich fur bieS Werk feit bem Janner Tag fiir Tliz ungunstiger geftaltet haben, so will man vielleiH jetzt ben Gemuthern Zeit lassen, sich abzuklaren uni sieht es regierungsfeits moglicherweise nicht ungetn, bah bie Ueberschwemmung bie Arbeitszeit fur b it Ausgleichsverhandlungen in s o bedeutendem S K a tz t vertiirzt Hat. Nun der erste Cifer der Regierunj fiir ben Ausgleich verraucht, will man es vielleicht, wie schon s o oft in mehreren anbeten Dingen, a u c h mit bem: „Zeit gewonnen, Alles geroonnen* vtt- suchen. Die Rechnung ist aber wohl ohne die Jung- cze ch e n unb roohl auch ohne bie Altczechen, am 6 n b e auch ohne bie Grohgrunbbesitzer gem acht. Schon 6 < i bet Landesculturraths-Vorlage roerben s ic h a rg k Schwierigkeiten ergeben. Die C zechen roerben z u n a c h ji vetlangen, bah bie Regierung ge ro isse Zusichetungk« tnache, the uber ben Ausgleich roeiterberathen w irb. Dann roerben fte, wie in ber letzten Session, roiebfl sorbern, bah iiber alle noch ausstehenben AuSgleichi- vorlagen im Zusamntenhange berathen wetbe; de l Grunbsatz, bah wenigstens keine ber Vorlagen s a n e * tionirt roerben burse, e h e nicht alle fertig vom La nb- tage berathen vorliegen, roetben bie C ze ch e n n e u e t* bings hervorholen. Die gefotberten „$er6efserungen‘ ber Votlage roetben ebenfalls eine grohe Rold fptelen — hat doch selbst Gtaf Hattach von dtt Verbesserungs-Bedurftigkeit der Votlage g e s p ro c h e n - Ueberhaupt roird der ganze Unmuth der s e u d a l-c z e c h p fchen Grohgrundbefitzer bei dieser Landesculturvorlagk zum Vorscheine kornrnen — roar doch det S a n b e J 1 culturrath, roie er bisher bestanb, ihte e ig enste D » > mane, man m ochte fast sagen, ein Fibeicommih btf ganzen Partei. Die Feubalen roerben biehmal, ftp zu furchten, viel grohere Schwierigkeiten m a c h e n a l^ beim LnnbcSfchulrathe. Anbererfeits aber roetben b it Deutschen gerabe alien Verboserungen nach Art jc n e t an ber Lanbesschulraths-Vorlage, mit w elchen fte f» schlechte Etfahrungen gemacht haben, ein unbeugfamrf „Nein!" entgegensetzcn. Sie haben in ihtem tral-Verbanbe beutscher Lanbivirthe" einen H o rte n , opfcrvollen Kainpf urn iht witthschaftlicheS u a b erscheint. Die hochliegendm Ortschasten auf bet Sttbseitt bcs Uskoken-GebirgeS ftnb butch eine zur Noth n o c h fahrbare Strahe — fe ch S Dchfett werden fiir e in e Last con 300 Kilogramm benothigt — verbunden. Von ©ošice ftihrt ber Weg ostlich auf einen griine«, cultivirten Sattel zwifchen zwei Katstkuppen, u«' zieht bann eine tiefe Mulbe unb leitet auf bc«n techten Seite in */8 Stunbe zurn Kitchlein von S o ° pote, bas knapp am Abfolle bet techten Lehne brf KupSinotholes liegt. Ein guter Fuhsteig zweigt v^> erroahnten Sattel links ab unb fuhtt birect b u rc h bie Mulbe nach Sopote. Von ber Kirche zieht d e r Weg an ber Lehne roeiter in 10 Minuten jut Slap' miihle, eine P^ramibenpappel unb Holzkreuz lintt am Beginn einer Seitenfchlucht lennzeichnen bit ©telle. Das Wasiet komrnt h o ch (minbestenL 100 m ) auS eincni Felsloch unb stiitzi in mehrcten molen' s c h e n Abstutzen in bie Tiefe. Von bet Slapmuh« fiihrt ber Weg roeiter in '/* Stunbe iiber eirw * Riegel an ber Vereinigung zroeiet Schluchten, ba n * links nach bet Hausetgruppe Krefiči 577 m> * * * hier roiebet ostlich, bann notblich hinab *n .1 < L ) .!* nuten an den Grund einer Schlucht, die tmt Mat feldern be deckt ist; on der gegeniiberliegcndm Lcgnt danit roicber aufroarts in 35 Minuten n a ch Tomy kvac 020 m, von hier nohezu eben, then« but# Gutturcn, thcile butch mit Gestriipp bew achjen ©cbiet in •'/* Stunbe zur Strahe, bie von Koitajt jevac auf bie Hohe ftihrt. Links bavon e rn e t machtigen Kolkfels erbaut, in Sicht; von bieser Stelle bietet es ben interefianteslen Anblick. Ein steilet Fuhsteig fiihrt hinab an die Kulpa zut Ueberfuhr, von wo man in roenigen Minuten in ben D rt gelangt. Dos Gosthaus bet Ftou Seitner, roo ich uberbieh fehr ongenehme Gefellschoft fanb, ist recht gut. NachmittagS fiihrte m ich bet Sohn des Haufes mit feinem breijdhrigen bosnifchen Pfetbe in roeniger als 2 Stunben nach Katlstadt. Die steundliche Aufnahrne, roelche ber Tourist im ganzen ©cbiete des Uskoken-Gebirges findet, ver­ bunden mit der bekannten Lust der Slaven an schiinen Aussichten, bewog mich, fiir die fcequem cre Zuganglichkeit dieses Gebietes einige Atbeiten zu vetanlassen, roelche ber Centtal-Ausschuh beteitroillig untetsttitzte. Als roichtigfte Arbeit hielt ich bie Mar- kitung von ben Houplpunkten auS unb bie Abhol- zung b e S hochsten Gipfels. Erstere Arbeit fiihrte unter Vermittlung des Herrn Johann Saje (Ober- lehrer in St. Barthelmo) der Ftihrer Franz Netzel ous. Fiir ben Thurm ber St. NikloSkirche rourben mit Etloubnih bes KitchenprobfteS, Herrn Anton gjžiltaučič, ftinf Schlussel angefcrtigt, bie in ben Gasthosen ber Untgebung aufberoahrt sinb. Zur Ab- holzung des Gipfels rottrbe von der foniglich croati­ sc h e n Forstdirection in bereitwilligster Weise die Er- lnubnih erlheilt, roorauf dann Herr Heinrich Krapek (als Sanbfchaftsphotograph ttihmlichst bekannt) auS Katlstadt auf seine Kosten biese Abholzung fur unferen Verein burchfiihrte. Einetseits zut Besichtigung biefer Arbeiten, anbererfeits zur Erganzung meiner Kenntnisie der ehemaligen Sichelbutget Obethauptmonnschaft unter- nahm ich im September 1889 eine zweite Tour in das Uskoken-Gebitge. Auf bem bereitS bei ber erftcn Tour begattgenen Wege ging ich am 28. Septem­ ber mit bem Ftihrer Franz Netzel von St. Barthelmo iiber Sv. ©era und So. J lija noch SoSice, roo ich Mittogs onkont. Die Marfirung, zu roelcher uberbieh ber Central* Ausfchuh die Wegtofeln gefpenbet hatte, muh als gut burchgestihrt bezeichnet roerben. Der hochste ©ipfel ist foroeit frei gemacht, bah er im Verein mit der oben erroahnten Kttppe (7 Minuten ftiboftlich) eine vollstanbige Nunbsicht geroahrt. Ein gtoheret Baum rourbe zu einer etroa 3 m ho hen Aussichtswarte her- gerichtet. Ftir bie unoergleichlich fchone Aussicht auf bos ©urtthal ist noch imtner bie Besteigung bes Thurmes bet St. Nikloskitche zu entpfehten. Nach- tragliche Neclamationen onlohlich ber Abholzung, roelche bei ber Unbestimmtheit bes BesitzeS zu b e « sorgen tvoren, ftnb bis jetzt unterblieben. Von ben Einheimischen rourben biese Atbeiten unsereS Vereins mit groher Freude begruht. In SoSice fteht ftinf- tigen Besuchetn jetzt ein neueS HauL des Vwno zut Vetsiigung, ein ©ebliube, bas gcgcntiber ben mit Stroh gebecftcn Holzhtitten bcs Dorses roie ein Palast Rationales Selbstbestimmungsrecht gelampft, unb merben durch Nichts zu bewegen fein, s ich die Fruchte dieses Kampfes zu Gunsten bet cze ch isch e n Feubalen Unb beS Czechenthumes auch nur theilweise roieber entret^en zu lasien. Der Kampf um bie Lanbes- rulturraths-Vorlcige roirb also keineswegs so glatt verlaufen, als sich die Regierung vorstellt unb burch ttte Organe vorstellen lciht. Eine staatsrechtliche Frage ist im Tiroler Lanb- to g e anhangig unb rate von ©eite bet walschtiroli- fden Abgeorbneten angefiinbigt roitb, ftnb fte feineS« H,eg§ geneigt, bie Frage bet Autonomic b e S Trien- tiner Gebietes vetschieben zu lasien. Die beutsche Mattel in T irol, raelche gleichfalls zu einet Drbnung biefer burch Jahre verschleppten Angelegenheit ge- tangen unb sich bie Bunbesgenosienschaft ber italieni- sch e n Lanbsleute sichern m ochte, roirb nicht zuruck- Ueuen, biefe Frage ihrer Entscheibung nahe zu Lrinuen. Die Autonomie-Vorlage ber Jtaliener, so- y,eit fte bekannt ist, uerlangt freilich UnmoglicheS. (£8 roitb von ber Mahigung ber Jtaliener abhan- oen bah sie bie Unterstutzung ber Deutsche« g e « *>innen Wenn sich bie Jtaliener enblich ganz unb unzroeibeutig auf ben ofterreichifchen Btanbpunkt stellen, wenn sie benfelben auch ttre n Stammesgenossen jenseits ber osterreichischen ^rerne gegentiber herauskehren roerben, bann, aber q11A n u r bann, lonnen bie Deutschen fur ein dernunftiges Mah von rairthschaftlichet unb national« Selbststcinbigkeit ber Ttientinet eintreten. polttische W ochenuberficht. Die Sanbtoge raurbcn fiir ben 14. b. M. einbetufen. Der n i eb eroft er reichif che Lanbtag Ujitb sich in erster Sinic mit ber Vorlage, betreffenb bie Vereinigung ber SSorortc mil bet Grohgcmeinbe Wen. ber d o h m i s che mil ber Ausgle.chs-, bet tiroler mit ber Trento-Frage, bet galizische tn\t einet neuen ©emeinbeorbnung, ber mahrische, t c h le s is c h e unb steiermarkische mit lanb- unb dolksroirthschaftlichen Fragen zu beschast.gen haben. Gras Wurmbranb routbe roieber zum Lanbes- ran StoeinM tl imb ju teflm S, $«. Sronj Ju-I-l-; G 'a, T»,now«k> fiber seine Bitte vom Posten bes Lanbmarschalls von ^alizien enthoben, anstatt besselben Fiirst Eustach ... tztein aefafete Quelle mit gutem Wasser, baS bie tzewohner aus roeiter Feme holen. Am Nanbe ber t y e n bewalbeten Schlucht fiihrt b.c Strahe ostlich V lO Minuten nach bem Dorse Petru-koselo, roo than im Hause beS gasilichen Besitzers, Josef von ^elisimunovich (outgo Joschko), gute Unterfunft unb Vom^itchschaftlichen Stanbpunkt aus bot biefe ^trede fein erfteuliches Bilb. Der Felbbau ist fast Srull bie aeringen Flecken cultivirbaren Bobens wer- be n ',um Anbau von Mais, Kraut unb Kartoffeln h«mcnbet Die Walber sinb bis ho ch hinauf ver- M Ret in ben tieferen Lagen mehr Gestriipp als taBne'saurnc. Soroohl bie Uebervolferung biefeS K č tb a r e n Gebietes, als ber Seichtsinn bei ber SMbbetianbtung, wo bie grohm Stamme umgehauen ^ b dann aus Bequemlichkeit nut bie biinneren Aeste L w -n d -t wurbcn? konnten hier ben Walb im Laufe k ,r renten 30 Jahre an vielen Stellen fast voll- ftanbia Dcmichten. Noch mehr roirb bas Elenb ber B n e r steigen, wenn die Neblaus, bie sich fast ^ aver, Orten zeigt, bie Weingarten zerftort haben Bei ber UnroiffenHeit ber Bewohner, ihrer ftnbolen* unb Armuth bUrfte auf eine Bestockung JJit amerikanischen Wurjeln auf lange Zeit nicht zu X re (6nen fein; sicher roirb bie gegcmvartigc Ausroan- W tuna nach Amerika noch roeiter um sich gteifen. I n einer Vierlelstunbc von PetriSkofelo er- ^richt man daS auf einem gttinen, nach Siid ziehen- Sanguszko zumLandmarschall; Abt Achleuthner zum Lanbeshauptmann von Oberosterreich unb Emil Dierz er zu besien Stellvertreter; Dr. Albert Schumacher zum Lanbeshauptmann von Salz­ burg unb Dechant Winkler zu besien Stellver- treter; Baron Wassilko zum Lanbeshauptmann ber Bukoroina unb Dr. W o l a n zu besien Stell­ vertreter; Graf Vetter zum Lanbeshauptmann von Mahren unb D r. ©ch tom zu b e sse n Stellvertreter; Gras L a r i s c h zum Lanbeshauptmann von Schlesien unb D r. Demel zu b e sse n Stellvertreter; Abols Nhomberg zum Lanbeshauptmann von Vorarlberg unb Dr. Beck zu b e sse n Stellvertreter ernannt. Die Ptager „P olitik" signalisirt eine theilweise Schwenkung T aasse 's nach links. (?) Das Hanbelsministerium gibt kunb, bah bie u n g a r i f c h e [Regierung bas SSerbot gegen bie Einf uhr ferbifcher Schweine auf Grunb ber letztgetroffenen Veteinbatungen mit ben f erbifchen betheiligten Ministetn aufgehoben hat. Die u n g a r i s che Ministetconserenz befchaftigt s ich mit ber beabsichtigten allgemeinen Reform b e t Verwaltung in Ungarn. Der teitenbe Grunb- gebante, bet bie ganze Reform burchzieht, ist bas Princip ber roeitgehenbften Autonomie ber Stdbte unb Gemeinben in ihten eigenen Angelegenljeiten. Kleine Drtfchaften unb Dorfer, roeldje zu selbst- stanbigem ©emeinbeleben nicht fahig, roerben gruppirt. Das Comitat als solches wiirbe nur mehr ein Appel- lationsforum bilben, bemzufolge bie heutigen Vet- waltungs- Ausschusie bebeutenb erroeitert unb mit einem groheren Competenzkreise ausgestattet wiirben. In besonbers praciser Weise ist bie Verantwortlichkeit ber Beamten festgestellt unb es roirb s ich nicht mehr ereignen, bah ein obet ber anbere hohere Beamte s ic h vorkommenbensalles bamit entfchulbigt, er H a b e nur bas „ Concept vibimirt". In Streitigkeiten zwischen einzelnen Gemeinben roirb bet Berroaltungs-Ausschuh unb in roeitercr Jnstanz nicht roie bisher bas Ministe- riutn, fonbern bie Civilgetichte entscheiben. Die territoriale Eintheilung bet Comitate bleibt intact, bie Wutbe bes Obetgespans bagegen roirb aufge­ hoben roerben. Doch roirb ber Regierung bas Rccht gewahtt fein, in einzelne Comitate, roo sie cs fiir nothroenbig erachtet, Abniiniftratoren zu entfenben. Sammtlichc Berroaltungsbeamte roerben non ber Regierung ernannt. Die Verwaltung ber Waisen- ben Riitfen liegenbe Kalje mit neuen fchonen Hausctn. Prcichtig ist bet Blick von biefer Sttahensttccke auf bas Gebirge von bet grohen Kapela bis zu ben Hohen von Agtam, ber feme Velebit unb bie PljeSivica umkranzen bie Thaler ber Save, Kulpa, Mrežnica in ber Tiefe. Von Petti^koselo fuhrt cine in ben Sechziget- jahren erbnute, aber feither in Folge Nichtbeschot- terung ganzlich vcrwahrloste — jetzt fteHenweife felsige, stcllenwcisc ganz mit Gras tiberwachfene — Strahe iiber bas Gebirge nach Lanbsttah. Vom Joschko zieht bie Strahe zunachst birect aufwartS, bann, eine tiefe, cuttivirte Mulbe umgehenb, roenbet sie sich zuerst nach Westen (10 Minuten), bann burch ein Birkengeholz nach Rorben, roo sie s ich mit bem alten Saumwcg vcreinigt. Hiet erreicht sie eine hohere Terrasse, hat bann bie Richtung nach Rord- ost unb fiihrt ohne fiihlbare Steigung bei prachtigen Buchen unb einzelnen Eichen oorbei auf cine fchone Wiese an ber Strahcnhohc in einer Stunbe. Dutch fchone Wicsen unb Walb, meist aus abkiirzenben Steigen, hinab erreicht man in brci Vicrtelstunbcn bie Hauser von Ketfchborf, von hiet anfangS norb- rocstlich ebcn, bann norblich steil hinab in einer halben Stunbe bie Strahe bei Osterz 293 Meter. Die Winbungen bet Strahe abkiirzcnb, zulctzt h o ch iiber ben Ursprung von Studenc, gclangt man in einet halben Stunbe nach Lanbsttah. Angelegenheiten, bes Sanitatsroefens unb der osfent- lichen Sicherheit roitb bem ©taate vorbehalten. Die Berliner „Norbb. AUg. Zeitung" roirft aus Anlah ber flattgefunbcnen Manover in Prcufsisch- Schlesicn cinen Riickblick auf bas intime Verhaltnih zwischen ben beiben veteint geroefenen Monarchen unb bemerkt: „ Kaiser Wilhelm fonnte mit einem einzigcn Drucke seiner bem Herrscher vo n Ocstcr- teich-Ungarn gebotenen Freunbeshand aller Welt kunbthun, bah bie Treue bes beutfchen Herzens iiber alle moglichen Anfechtungen erhaben bleibe." — Selbst ber Patiset „ Temps" erftart: „Die letzte Monarchenbegegnung in Rohnstock befeftige ncuct- bings bie cngen Banbc, roetche Dcutschlanb mit Defterreich'Ungarn vergniipfen." Der beutsche Reichstag tritt am 18. November zusammen. Nach votliegenben Berichtcn Berliner Blatter haben aus Anlah bes bevorstehenben Ablauss b e S Sozialistengesetzes die Behotbcn untfafsenbe Vorkehtungen gegen etroaigc Ausschteitungen getrosfen. Sammtliche versugbaren Polizeikrafte roerben uberall zusammengehalten, Urlaubsgesuche ber Polizcibeamtcn rourben zutiickgeroiesen. Det italienische Ministerprasivcnt hat auch ben Ptafectcn von Ubine seines Amtes enthoben, roeil berselbe nicht Mittel unb Wege gefunben hatte, eine Desterreich -Ungarn feinbliche De­ monstration in Gegenwart eines Ministers zu vcrhinbern. Er hatte bamit einem Skanbal vor- gebeugt, welcher nur burch bie Entlaflung bes Finanz- ministcrs unb bie Enthebung bes Prafecten gesiihnt roerben tonnte. Die franzosische Kammer roirb am 20. October zusammentretcn. Bei bem am 14. b. M . in Brussel stattge- funbenen Soeialisten-Congreh roaren 700 At- beiteruereine vertreten; eine Resolution verlangt bie (Sinsiihrung bes allgemeinen ©timmrechtes. Die Gemeinbewahlcn in Sulgarien find im regierungsfreunblichen Sinne ausgcsallen. Bei ben allgemeinen Wahlen in 9 3 r as i I ten unterlag bie cterifale Partei; in Pernambuco entftanb zw ischen Liberalen unb klerikalen ein blutiger Kampf, 26 Wahlet rourben gebobtet unb viele ver- rounbet. Wochen-Lhronik. Zu Ehten bes beutfchen Kaisers roerben in Schbnbrunn grohe Galabiners staitsinden; Kaiser Wilhelm trisft am 1. October in Wien ein, bleibt burch 9 Tags ber Gast bes Kaisers Franz Josef unb roirb roahrenb diescr Zeit an ben Jagden in ber Steiermark theilnehmen. — Erzherzog Franz Fetbinanb v. @fte soll die Stammburg Habsburg tin Canton Aargau an« getauft unb bie Absicht haben, bicfelbe restauriten zu lasien. Der Wiener Biirgermeister erlieh aus Anlah bes ant 1. October ftattsinbenben Eintreffcns dcs deutschen KaiscrS in Wien nachstehenben Auf- ru f: „M itbiirgcr! Gcbt bet Frcube iiber bie Ankunft bes erlauchten Fiirsten Ausdruck, schm uckt feftlich die Haufcr in den Strahen, durch raelche bie Fahrt ber Majestatcn erfolgt unb zeigt, roelch' kraftigcn Wiber- hall bas FrcunbfchaftS- unb FriebenS - biinbnih zroifchen ben Haufern Habsburg unb Hohenzollern auch im Herzen bes VolkeS ge­ funben hot." Das bsterreichische Ministcrium fiir Cultus unb Unterticht hat im Einvetnehmen mit bem Ministcrium bes Jnneren an sammtliche Lanbesstellen unb Lanbes* schulrathe folgenben Erlah gerichtet: „Aus Anlah ber roieberholt gemachtcn Wahrnchmung, bah sich bei Errichtung von Stiftungsurkunben nicht immcr mit ber nothigen Strcngc an bie Sin« orbnungcn bet ©lifter gehalten roirb, finbe ich im