LÄtmchrr Wxchciililslt, Drgan der Verfassungspartei in krain. Nr. 164 Adonneinenir-Bedingnilse: Saiizjihri,: Für Laiba» fl. 4.— Mit Post fl. s.— Halbjädrtg: . . . 2.— . . . 2.S0 vierlrljidri,: . . . 1.— . . . l.25 Klll Zustellung in s Hau«: «ierteljiihrig 10 kl. Samstag, den 29. September. Insertion?. Preise: Einspaltige Petit-Zeile i> 4 kr., bei Wiederholungen ^ 3 kr. — Anjeigen bi« 5 Zeile» 2V kr. ReL»ction, Administration». Erpedition! Herrengasse Nr. 12. 1883. Die beanstandeten Wahlen des krainischen Großgrundbesitzes. Der Telegraph hat etwas voreilig der Welt verkündet daß der VerificationSauSschuß des Krainer Landtags' nur die Annullirung der beiden, vom konischen Großgrundbesitze gewählten, den Nationalen am meisten verhaßten Abgeordneten Deschmann und Dr Schny beantragen werde. Erst aus dem klaffenden, in die Ocssentlichkeit gelangten Ausschußberichte. als dessen Verfasser Dr. Papesch ge-nannt ist. war zu ersehen, daß die slovenischen Kroniuristen noch ein drittes Opfer zur Annullirung beantragt haben, nämlich den GulSbesttzcr von Nn^nstein Dr. Gustav Mauer, einen weniger in Krain als in der benachbarten Untcrsteiermark gekannten liberalen Parteigenossen, der auch bei der slanii'cken Landbevölkerung der Gcrichtsbezirke Ratsckack Gurkseld und Lichtenwald in großer Ack una steht »nd bisher von den Angriffen der nationalen Pr-ff- verschont geblieben ist. Der Grund dieser dritten beantragten Annul-mag wohl darin gelegen sein, daß die Be--beiden unliebsamen Gegner Deschmann und Dr Schrey und deren Ersqtz durch die den n tmnalen Ansprüchen eonniventen Graf Thurn und v Savinschegg noch immer nicht genügt hätte UM die als ein Bedürsniß der Nation procla- Jeuilleton. Die neue Straße. Schnurgerade mitten zwischen grünenden Feldern - ^ N-ü der breite schimmernde Streifen. Noch einige Arbeiter daran, die letzte . . ulegen, den Fußsteig mit feinerem Schotter k streuen, Nasenziegel anzupflöcken an die Baum- " kip schwachen Stämmchen junger Bäume an rabatten, o»- . Nald^werden feurige Pferde in glänzendem s«r^>re über den Sand fliegen, wo noch vor «ur^m die breitstirnigen Rinder gemächlich Furchen zogen. Alpe„dorf wird man bald nicht mehr .. " ,-nnen. Die Bergriesen schauen zwar wie ^ f ab in's Thal über Wald und Wiesen; das früher her rieselt auch noch allerwärts aus glitzernde Z^ern und huscht unter Erlen und den moosrg ^^2 der Müller in breiter ^..sck hinweg, V.S es oer ^uuer .n Haselbuicy bald wird man nur mehr Rinne aus ^ Gehänge der Voralpe, wo die ^ ° Chören und der Wald anfängt, die lieben Wder a > ^ , finden, unter deren moosarünen Mver finden, unter deren moosgrünen ländliche Einfachheit sich vererbt und fried- Dachern l«n^ ^j^„tenden begrüßt. Iicher L-i Zuzug städtischer Sommervögel hat das -Uß-,k-u'°ld m°«ch »°-nd°-.. mirte gründliche Aenderung des Wahlrechtes des krainischen Großgrundbesitzes auf die Tagesordnung zu setzen, indem die bezügliche Berathung durch die Absentirung von neun gewählten Abgeordneten vereitelt werden könnte, weil anzumhmen ist, daß der deutsche Vertreter von Gottschee sich ebenfalls einer solchen Wahlresorm ferne halten und der Fürstbischof als Virilist sich daran gar nicht betheiligen würde. Um daher die Zahl der liberalen Vertreter des krainischen Großgrundbesitzes auf die ganz unschädliche Ziffer von sieben herabzumindern, mußte auch die Wahl des Dr. Mauer, der von den abgegebenen 100 Stimmen 52 erhalten hatte, als ungiltig erklärt werden. Es war somit der nationalen Majorität des VerificationsauSschufses die allerdings schwierige Aufgabe gestellt, mindestes vier zu Guusten der liberalen Abgeordneten abgegebenen Stimmen zu bemängeln und zur Annullirung zu beantragen, nachdem cs als etwas Allzugewagtes erschien, die beiden von der Wahlcommission beanständeten und gar nicht zur Stimmabgabe gelangten Vollmachten des Herrn Johann Globoonik und der alpinen Montangescllschast, die sich in Händen der national-elerikalen Partei befanden, als zu Gunsten des Grascn Thurn und Dr. Savinschegg's abgegeben zu erklären. Jedoch die dießfalls bestehenden Schwierigkeiten wurden ohne Anstand überwunden, cs faßen ja in Und jetzt erst die neue Straße. Reiche Villen und nette Sommerhäuschen werden sie bald um-säumen, und Gäste wird es geben, daß der Adler-wirth und der vom „Schwarzen Bären" nicht einmal mehr einander feind sein werden. In wenigen Tagen wird die Straße feierlich eröffnet werden und der Prinz selbst, dessen Schloß den Thaleingang beherrscht, wird sich am Feste betheiligen. So steht es im „Bezirksboten" sogar zu lesen, berichtet der alte Bürgermeister dem Gemeinde-ausschusse, der beim Adlerwirth sich versammelt hatte. Den schönen Streifen, bald eine Viertelstunde lang, hat aber der Spießbauer geschenkt zu Nutz und Frommen der Gemeinde; das missen Alle. „D'rum", sagt der Wagner des Ortes und haut mit der Faust auf den Tisch, daß das schwarze Gebälk der Wirthsstube erdröhnt, „soll die Straße „Spießstraße" getauft werden!" Der Adlerwirth meint, das müsse erst überlegt werden. Er gibt nämlich dem Spieß nichts nach, weil sein Eigen älter ist, und seit ihm viele honorige Stadtherren die Hand drückten, gibt er ihm eher Eins vor. Nu und der Lechnerjörg weiß auch zu „ver-zähl'n", wie der Spießzenz früherer Zeit nicht bloß einmal seine Burgunder nächtlings gerupft hat, damit er am nächsten Tag spectakeln und von der Herrschaft Wildschadenersatz begehren könne. dem Verificationsausschusse rin Lukas Svetec, als Meister der kühnsten Interpretationen der Landtagswahlordnung bekannt, und der Taborredner Dr. Zarnik, der in einer der früheren Landtagssessionen ausdrücklich erklärt hatte, daß jeder Vertretungskörper bei Wahlvmficationen an keinerlei Gesetze gebunden sei, daß dießfalls nur der Parteistandpunkt maßgebend sein müsse, daß es ganz von dem Belieben einer Volksvertretung abhänge, einem ihr unangenehmen Gewählten den Eintritt in die Versammlung zu gestatten oder zu verweigern. Der Berichterstatter des besagten Ausschusses hat ganz im Sinne der gegebenen Lehren des Dr. Zarnik ein Operat geliefert, welches alles Dasjenige, was bisher die Nationalen in diesem Genre geleistet haben, weit überlrifft; denn das der Wahl-coiiimission zustehende Recht der Prüfung der einzelnen Legitimationen und Vollmachten wird in dem betreffenden Berichte negirt, der rechtlich erworbene Besitz eines wahlberechtigten, landtäslichen Gute-ignorirt, die abgegebene Stimme eines Grafen Lichtenberg im eigenen und seiner Geschwister Namcn, wie er sie in ganz gleicher Weise bei der vorletzten Wahl abgegeben hatte, wogegen keinerlei Einspruch erhoben worden war, annullirt, desgleichen das von ihm mittelst Vollmacht für einen anderen Großgrundbesitzer ausgeüble Wahlrecht-, ein würdiges Scitenstück zu dieser Vergewaltigung bildet die Cas- „Ja der Spieß hat's halt und Euch frißt der Neid", entgegnete der Wagner. Der Orthofer aber kommt wieder auf den Kessel zu erzählen, den der Spieß gefunden, als er seinen Backofen umbaute; da waren lauter Zwanz'ger, Thaler und Dukaten wie Kraut und Rüben bis auf den Rand. Sehen hat er's zwar Niemand lassen, aber seit dem Thomastag, ivo das geschehen ist, war es ja „rein als ob die Welt nur für ihn g'macht wär', einen Acker um den ändern hat er zusammenkauft". „D'rum kann er auch den Grund leicht schenken", ließ sich ein Anderer vernehmen. „Hört's nit auf den Geyschläger, den Filz", rief nun der Schmied hinein. „Ich bin weit g'reist und weiß, was sich ziemt: Ehrenbürger soll der Spieß werd'n. In allen Zeitungen wird's stehen — und" — Aber nun nahm der Schulmeister das Wort und setzte auseinander, wie die neue Straße eine wahre Golderzader werden müßte für die ganze Gemeinde, daß der Wirth fast mit der Zunge geschnalzt hätte bei dem Gedanken an die Zukunft. Aber er weiß sich zu beherrschen und d'rum neigt er nur sanft den Kopf gegen die linke Schulter und schaut so d'rein, als wollte er sagen: Nu meinetwegen. Das Verdienst ließ sich nicht bestreiten; nur de»" Steinsepp, der überall ein Haar findet, rechneten sirung dt- Wahlrechtes der Pfandbricfanstalt der I. österreichischen Sparcaffe als in die Landtafcl eingetragener Eigenthümerin des GuteS Poganiz unter dem rabulistischen Vorwande, daß die besagte Pfandbricfanstalt und die Wiener Sparcaffe zwei verschiedene Institute seien. Es wäre wohl überflüssig, mit den Details jenes Berichtes sich näher zu befassen, indem zu erwarten ist, daß ihm bei der Verifieationsdebatle die gebührende Beleuchtung seitens der verfassungstreuen Abgeordneten zu Theil werden wird. Man hätte erwarten dürfen, daß der erstattete Bericht des Vcrificationsausschufses ungesäumt zur Verhandlung im Landtage gelangen werde, allein obgleich er schon am 22. d. M. vertheilt worden war, nahm ihn der Landeshauptmann doch nicht in die Tagesordnung der Sitzung vom 25. d. M. auf, auch für die an Berathungsmateriale sehr dürftige Sitzung am 29. d. M. wurde davon Umgang genommen Ja es hat fast den Anschein, als ob der VerifieationSausschuß durch die beantragten Vergewaltigungen seiner eigenen Partei einen schlechten Dienst erwiesen habe. „Slov. Narod" verkündete zwar, der nationale Club habe beschlossen, im Landtage für die beantragten Wahlannullirungen einzustehen. Wenn dieser Clubbeschluß wirklich gefaßt wurde, so ist der erwähnte Aufschub um so unerklärlicher. Es scheint vielmehr die eolportirte Nachricht nicht unbegründet zu sein, daß man im nationalen Lager in Folge der von maßgebender Seite gegebenen Andeutung des Mißfallens der Regierung ül>er die beabsichtigten Vergewaltigungen des Wahlrechtes des Großgrundbesitzes einen Rückzug anzutreten gesonnen sei. Als Signal eines solchen wäre der vom „Slovenec", der seine Inspirationen vom Abgeordneten Klun erhält, und vom „Vaterland", dessen Korrespondent der genannte Herr ist, aufgeworfene Zweifel, ob denn Ritter von Savinfchegg das ihm angebotene Mandat auch annehmeu werde; wenn dieß — wie vorauszusehen — nicht geschieht, so müßten an den gestellten Anträgen des Verifi-cationsausschusses jedenfalls einige Aenderungen vorgenommen werden. Zwar soll nach den neuesten Telegrammen die nationale Partei die Absicht haben, die Wahlen des Großgrundbesitzes heu:r gar nicht in Verhandlung zu nehmen, sondern nach dem den Fingern heraus, daß eigentlich der Spieß mehr kriegt, als er gibt: Die Straße geht ja mittendurch seine Gründe; die tragen nothdürstig Pacht, so schlecht ist der Boden: „Nun werden sich die Stadtleut reißen um Bauplatz und der Spieß bringt seine Acker um ein Heidengeld an." „Hängst halt auch am Spieß mit ein paar Tausender", stichelt der Wagner, „d'rum schreist so." Wo aber nur der Spieß bleibt? Es soll ja heute einmal ausgemacht und festgesetzt werden, was und wie man es mit der Feier halten wolle. — Tannenreisig, Bänder, Fahnen waren bereit und das Pulver für die Pöller hat ganz allein der Spieß spendirt: „Krachen soll's", hat er gemeint, „den ganzen Tag, daß die Berg' gar nimmer antworten können vor lauter Müed!" Den Spieß kann und will auch der Bürgermeister nicht übergehen; denn im Grunde genommen, „war der Spieß doch ein Kerl, der sich selber zu was g'macht hat". Der Wirth geht selbst hinaus nach dem Spieß auszuschauen. „Grüß Gott, Starkin", ruft er einer Bäuerin, die gerade in den Flur trat, entgegen. Sie war gekommen, das Holz zu bezahlen, das sie rvährend des Winters vom Wirthe genommen. Sie bat, nicht bös zu sein von wegen des Wartens. „Na es hätt' just nicht geeilt» , meint der Wirth, nachdem er das Geld in der Hand hatte. „Gottlob, bin froh, wenn ich's los Hab; 'S war' Vorgänge bei der seinerzeitigen Wahl Dr. Kal-tenegger's und Dr. Suppan's in der Landeshauptstadt, der ein paar Jahre in Schwebe blieb, erst im nächsten Jahre darüber Beschluß zu fassen. Einen solchen unwürdigen Vorgang werden sich wohl die Vertreter der Curie des Großgrundbesitzes nicht gefallen lassen und wir dürfen wohl die Erwartung hegen, daß sie, falls ein solches Manöver in Wirklichkeit geplant würde, die geeigneten Schritte thun werden, um die Austragung der muthwillig beanständeten Wahlen noch in dieser Session durch-zusetzen und ihr weiteres Vorgehen nach den dieß-falls gefaßten Beschlüssen einzurichten. Eine Versöhnungsrede Nieger's Ander Eommentar hiezu. Herr Rieger ist wieder einmal versöhnungs-redselig gewesen, und flugs beeilt sich das osfieiöse Tclegraphen-Correspondenzbureau, urdi et ordi die Worte mitzutheilen, welche der altezechische Demosthenes gesprochen hat. Nicht daß wir etwas einzuwenden hätten gegen den Inhalt der gedachten Worte, welche Herr Rieger — das osfieiöse Organ verfehlt nicht, auch hiefür die Dankbarkeit der Deutschen zu reelamiren — in deutscher Sprache über seine Lippen gebracht hat. Den Anlaß hiezu haben ihm übrigens die Deutschen Libochs gegeben, welche sich der Unduldsamkeit CzechienS zum Trotze an der Feier der Enthüllung des zu Ehren des Dechants Czermak. des Begründers des ezechischen Schriftsteller-Vereines „Svatobor", errichteten Denkmals beteiligten, weil dieser eine solche Ehrenbezeigung, wie Herr Rieger richtig bemerkte, durch seine Treue als Priester und durch die Opfer, welche er der Gemeinde brachte, reichlich verdient hat. Herr Rieger hatte sonach in der That volle Ursache, sich dieses Zuges der Dankbarkeit zu freuen, welche die hart an der Sprachgrenze lebenden Deutschen Libochs dem Andenken eines ManneS bewahrten, welcher, obgleich ein Czeche. und zwar ein gut nationaler Czeche, es verstanden hat. sich die Liebe und Anhänglichkeit auch seiner deutschen Mitbürger zu erwerben. Jawohl, mit den Czechen vom Schlage Czermak's möchte der Deutsche gerne verkehren und darum zögern wir nicht, auch die folgenden, telegraphischer Verbreitung gewürdigten kein Wunder, wenn Einem oft der Athem verging, wie man an die Schulden denkt", erwidert sie seufzend, dann zählt sie das übrige Geld nochmals, wickelt es zusammen und knüpft es wieder in den Zipfel des großen geblümten Sacktuches. Mit dem anderen Endchen des Tuches mußt' sie sich die Augen auSwischen. — „'s staubt so viel", meint sie — als ob sie die Thränen für sich bewahren wollte. „Na so arg wird's just nicht sein", begütigte der Wirth, „die Starkin ist eine gar kluge*)." Und wer weiß das nicht. Früh Morgens, wenn die Sterne noch funkeln, verläßt sie schon ihre Holzkeusche und eilt auf die Felder, die sie von einem Bauern gepachtet, dem sie zu schlecht sind, sie selber zu be-wirthschasten. Und wenn die Sonne an den Alpenkämmen herabkriecht, ist die Starkin schon wieder weiter aus den Feldern Anderer, um Taglohn zu helfen, würfeln und schneiden und binden und stecken. — Und wenn die Sonne hinunter geht, dann trifft ihr letzter Gruß das Gärtchen vor ihrem Hause und darein sie selber, die Starkin, und ihr Aeltestes, wie sie jäten und gießen und putzen. „Ja, da hilft aber keine Klugheit, wenn's Einen so verfolgt wie Heuer," muß sie dem Wirthe entgegnen. Jahrelang hat sie schon ein paar Felder in Pacht; sie hatte sie schon gepflegt, ehe sie noch der Spieß dem besoffenen Schreinermichel abexecutirt hat. *) Sparsam, haushälterisch. Schlußworte der deutschen Ansprache des Herrn Rieger zu unterschreiben: „Nur im Geiste diese-Mannes sollen wir stets das Verhältnjß beider Nationalitäten ausfassen und dessen eingedenk sein, daß es durch Gottes Fügung in diesem schönen Lande zweien Nationalitäten nebeneinander zu leben beschicken ist und daß cs uns beiden nur dann gut ergehen kann, wenn wir die geistigen Interessen beider Nationalitäten gegenseitig achten und deren Pflege gleiches Wohlwollen entgegenbringen" — Kennt aber Herr Rieger den Geist jenes Mannes, den er als nachahmuugswertheS Beispiel vorführt, würdigt er denselben, ist er selbst von diesem Geiste durchdrungen? H-rr Rieger kennt ihn nicht einmal, so gründlich haben sich die Zeiten verändert; denn dieser Geist war der Geist liebevoller Dankbarkeit für das neidlose — nein, nicht bloß neidlose, sondern geradezu aufopfernde Wohlwollen, mit welchem die Deutschen die idealen literarischen Bestrebungen der Czechen förderten und pflegten. Jetzt ist dieß anders. Verwischt und vergessen ist das Andenken an die deutschen Wohlthäter; statt des Gefühles der Dankbarkeit beherrscht die Ge-müther der ezechischen Chauvinisten jenes deS Haffes, und selbst jene Czechen, welche, wie beispielsweise Herr Rieger. ihren Landsleuten den Rath ertheilen. deutsch zu lernen, getrauen sich, eingeschüchtert durch den rohen Terrorismus ihrer jüngeren College», nicht, der Wahrheit die Ehre zu geben und einzugestehen, daß der Czeche deutsch lernen müsse, weil er dieser Cultursprache nicht entbehren kann, sondern führen als Motiv sogenannte praktische Gründe an. Selbst Herr Rieger hat nicht den Muth. offen zu bekennen, daß auch heute noch der deutschen Sprache der Vorrang gebührt, und er nimmt für dir czechische Sprache eine Gleichberechtigung in Anspruch, welche Niemand, Niemand zu gewähren im Stande ist, weil cs eben unmöglich ist, die tatsächlichen Verhältnisse durch Ukase wegzudeeretiren. Der Geist, der Czermak beseelte, ist vün den Czechen gewichen und seither zehrt das Feuer des Natio-nalitäteuhaders an dem Mark des einst auch von den Deutschböhmen hochgehaltenen Königreiches Böhmen. Aus die Wiederkehr dieses Geistes dürfen die Deutschen Böhmens nach so vielen bitteren Erfahrungen leider nicht hoffen. Und hierin mag Herr Rieger den Grund suchen dafür, das; der Vorschlag Und kein Sterbenswörtlein hat er ihr gesagt, der Spieß, von seinem Straßenplan, als sie im Frühjahre den Pacht erneuerte. Sie kauft den theuren Samen, harkt die Erde, trägt in Körben den Mist auf und säet und pflanzt und setzt. Mit leuchtendem Auge dankt sie dem lieben Herrgott für den Segen, denn so stand das Kraut nie wie Heuer. Da kommen sie auf einmal, vermessen, führen Stein her und Schotter, trampeln auf'm Acker herum, und Mühe, Geld und Arbeit — sind für immer vergraben. Der Spieß zahlt nichts; aber die Starkin klagt nicht. Sie möcht' sich gerne trösten, wenn sie nur einen Acker noch von Einein bekäme; es ist aber Alles schon gesetzt. Sie thät die jungen Nüben und Krautpflanzen, die schönen, schönen Grundbirn in der Schürzen forttragen, „so viel schön stehen's Heuer da" — so aber — „frei rärn*) könnt' man, sieht man, wie's Einem so sein' Freud' verwirsen." „Ihr redt's Euch halt schwer mit'n Spieß", sagt der Wirth. „Oh, i Hab' mir's Herz gnumma, aber dann is er aus der Stub'n und hat mi steh'n lassen wie a Dirn'. Und meine Kinder hat er g'lästert; i mag s nit sag'n, was er g'redt hat. Unser Herrgott soll ihm's verzeih'», dem Zenz — den hat der Hoch-muthSteusel stark d'ran kriegt." Da kam brummend der Steinsepp aus der Stube, um nach dem Spieß zu fragen. *) Schmerzlich stöhne». drr administrativen Thcilung Böhmen- zusehends an Anhänger« gewinnt. Unsere Officiösen überströmen derzeit von Stolz u»d Rührung, wenn sie aus da« Thema Riegcr zu sprechen kommen. Daß der Czechenführer das Urbild aller Manncstugendcn ist. das erachten wir als selbstverständlich — aber mehr noch, er ist der Typus für die Haupttugend des Staatsmannes: die Mäßigung/ Welch hehre, große Erscheinung sehen wir da vor uns erstehen: Ein Mann, der ein aanzeS großes Volk repräsentirt, dos nach langen Jahren schweren Druckes und harter Frvhnc sieghast dorchaedrungen ist zur - nein, zur Freiheit nicht, aberzur Herrschaft; und wie weise und milde übt dieses Volk durch seinen glorreichen Führer diese Herrschaft aus! Diese ungelenkigen, herrschsüchtigen Deilschcn müssen beschämt zurücktreten vor so viel kraftbewußter Mäßigung; jede Rede, jede Zeitung in C»chiens Gefilden predigt Mäßigung; wohin die Heinde der Regierung schauen, um Härte und Ungc-recbtiakeit herauszufinden. stoßen sie auf Mäßigung ; der Triumph der guten Sache ist die nun bewiesene Much kann den braven Officiösen absolut nicht abaesvrochen werden. Es gehört entschieden ein großer Mutd dazu, etwa» mit starker Emphase zu behaupten, wovon man weiß, daß es eine der hervorragendsten Lüaen der Neuzeit ist. Die „Mäßigung" Rieger's ist auf zwei total „^i,i,enc" Grundursachen zurückzusühren, auf Gut-2keit und auf Bosheit. Auf Gutherzigkeit, weil man der armen, stets gefälligen Regierung doch nicht dicke Prügel in einem Momente vor die werfen will, da sie Einem noch nützen kann; Bosheit, weil der hitzige Herr Gregr nicht wirk-sanier aereizt werden kann, als wenn man ihm Einschränkung nationaler Wünsche, nöthiger aus die Deutschen, kurz, von Dingen svrickt die Herr Rieger jetzt zur Freude der Ver-söbnunas-Satclliten so fleißig im Munde sührt. Ni,,'chlcigt da zwei Fliegen mit Einer Klappe, wie jener Arzt gesagt hat. der zwei Patienten in ^""W§"erbärmlich aber die Heuchelei ist. die in soaenannten Mäßigung liegt, das geht aus Tatsache h"vor, die uns derart verbürgt wird, daß wir jeden Versuch eines Dementi's oder einer ^jlich^vor etlichen zehn Jahren hat es wohl Dorf gewußt, wo der Spießvincenz steckt, -n? » nicht -m s-ld 1». D- >», -- dem ! K-usch- "nd lch»»> I>ch Ich'" d,- Au,,n - er das Goldkäfer! sieht, das flachshaarige ^ d'rin herumhantirt. Dann war's auf ' , ^,18 und nicht einmal der Steinfepp hat warum. Der Spieß hat die reiche Weib genommen und das blonde Dirndl ^ Gottfried, wie sie den Starkfriedl hießen. Holzknecht in der Runde. Er hat selber b" !Ane Haus sich gezimmert dort am Fuchsrain das klem - es lebendiger darin. Bis eines und alle ^ »,^„ner eine Bahre brachten von Tannen-Loends vi unter frischem Reis, den Gott- ^"^rmlich r-rschlagen. - die Starkin hat nicht verzagt und sich raffen g-rührt. Die Balken der Hütte sind rechtschoff ^ das Dach hat schon Silber-schön rech Weitem schon hörst du das früh- von Kindern und schaust du durch die Gelage dann blinzeln dir blanken S ' . ^ugen entgegen. Und Backen haben vier Paa ^ Aepsel. ° verargt sie es dem Spieß nicht. Gar - 5 ikm das Weib gestorben, sein Bub ist zu früh r> daß der Bader bald im Haus kr« « ^ Wunder, „daß der wohnen konn» , ^ Ableugnung derselben von vorneherein als eine nachweisliche Unwahrheit erklären können: Bei seiner jüngsten Anwesenheit in Wien hat Herr Rieger nichts Geringeres von der Regierung gefordert als Drangfalirung. wo nichtgarAuflöfung des Deutschen Schulvereinrs. So sieht die „Mäßigung" innen aus. Ueber die Bedeutung einer solchen Forderung von dieser Seite brauchen wir nicht erst noch etwas zu sagen; man weiß, wie mächtig sich schon der Einfluß dieser parlamentarischen Fraction auf die außerparlamentarische Regierung erwiesen hat. Als Kommentar zur eingangs erwähnten Versöhnungsrede Rieger's führen wir folgende That-fachen an: In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden in Königinhof fämmtlichen daselbst wohnenden Mitgliedern des Deutschen Schulvereines die Fenster eingeschlagen. — In Datschitz (Mähren) hat eine — wohlgemerkt — utraquistische Regionalausstellung stattgesunden, deren Präsident, Herr Baron Dahlbcrg, in brutaler Weise verhindert wurde, sich der deutschen Sprache zu bedienen. Die „deutschen Brüder" deS Herrn Rieger wurden mit Kosenamen „Amecke xs) " (d. H. deutsche Hunde) regalirt u. dgl. mehr. Deutscher Unterricht in slovenischeu Schulen. Aus Marburg wird der „Deutschen Zeitung" geschrieben, daß zu den dortigen Schulen Heuer von Seite der slovenischen Landbevölkerung ein außerordentlich starker Zudrang stattfand, wie man ihn bisher noch nicht erlebt batte. Man fragte die Leute, warum sic es denn nicht vorzögen, ihre Kinder den Ortsschulen anzuvertrauen, und erhielt die stereotype Antwort, daß sie in denselben nicht deutsch lernen, was doch für ihr Weiterkommen unerläßlich sei. Dabei ereignete sich der sensationelle Fall, daß ein Knabe, der auf dem Lande in der Umgebung Marburgs die Volksschule vollständig absolvirl hatte, um Aufnahme in die erste Elaste der städtischen Volksschule ansuchte, um deutsch zu lernen. Es ist längst mit großem Mißmuthe bemerkt worden, daß es ausschließlich der Willkür der Lehrer anheimgcstellt bleibt, ob und wie viel sie im Deutschen unterrichten. Und wenn man sich Eben war ein anderer Bauer aus der Stube getreten, um den Steinsepp zu holen: man könne dießmal nicht länger auf den Spieß warten; da dringt auf einmal furchtbares Getöse und ohrenzerreißendes Geschrei von der neuen Straße herauf. Die Bauern sprangen auf und waren noch nicht recht zum Thore hinaus, als zwei Pferde im wildesten Laufe vorbeistürmten. „Jesus Maria Josef! Das ift'n Spießbauer sein neues Zeug!" ertönt es von den entsetzten Lippen. Die Thiere, noch mehr gehetzt durch die zersplitterten Trümmer des Wagens, die auf und nieder bald den Pferden auf die Beine, bald wieder klirrend und kreischend zu Boden schlagen, stürmen mit gesträubter Mähne unaufhaltsam weiter den Kirchberg hinan: am Ende des Dorfes brechen sie an einem Schranken zusammen. So rasch man konnte, ging's hinaus den Spießbauer suchen. Da lag er, der Vielbeneidete, am Ausgange der neuen Straße, von Blut überströmt, mit gebrochenen Beinen, die zitternden Hände um den starr daliegenden bleichen Knaben. Schadenfreude und Mitleid kämpften in mancher Brust. In glänzendem Wagen, mit edlen feurigen Pferden bespannt - vor wenigen Tagen erst hat er den kostspieligen Ankauf besorgt — wollte er der Erste die neue Straße fahren, so müßte sie seinen an den famosen AuSfpruch de- krainischen Landtags-Abgeordneten Svetec erinnert, wonach die nationalen Lehrer sich schon zu helfen wüßten, wenn man sie zur Ertheilung des Unterrichtes in dcr deutschen Sprache verhält, so läßt sich unschwer ermessen, welcher. Art die Pflege der deutschen Sprache in den Volksschulen auf dem Lande ist. Der wohl-habender«: Bauer odcr Bürger auf dem Lande ist noch in der Lage, die Mängel des Volksschul. Unterrichts in Bezug auf die deutsche Sprache zu ergänzen, er schickt eben die Kinder noch in andere Schulen odcr läßt ihnen Privatunterricht angedeiherr — die Kinder des armen, ohnedieß materiell schwer genug gedrückten Bauern haben ein solches Refugium nicht und werden dir Opfer dieser gewissenlosen Fanatiker, die in ihrem Größenwahn vom Königreich Slovenien odcr von Großeroatien träumen und dabei ihre nächste und erste Pflicht vernachlässigen, den Kindern so viel des Wissens und der Bildung beizubringen, daß sie sich recht und redlich in künftigen Jahren fortbringen können. Es ist eine entschiedene Thatsache, daß Schulkinder in nächster Umgebung der Stadt auf eine an sie gestellte Frage in deutscher Sprache keine Antwort zu geben vermögen. Die Eltern sehen ein, wie nachtheilig ein derartiger Vorgang sür die Zukunst ihrer Kinder ist, denen sie zumeist nichts hinterlassen können, alS was sie eben in der Schule erlernt haben, — sie jammern und klagen, schimpfen und wettern, aber dabei bleibt cs auch zumeist. Doch kommen auch manchmal Ausnahmen von dieser Regel vor. So haben erst jüngst wieder drei Gemeindevorsteher und viele Grundbesitzer aus den nach Sauerbrunn, beziehungsweise Heiligenkreuz eingeschulten Gemeinden an den dortigen Orts-Schulausseher ein Gesuch um bessere Pflege der deutschen Sprache überreicht. Auch in Eilli wurde ein erfreulicher Andrang zu den deutschen Schulen eonstatirt. Der Schluß der Schüleraufnahme an den deutschen Volksschulen dieser Stadt fand unter großem Zudrange windischer Kinder vom Lande in einer früher nie dagewesenen Weise statt. Trotz der Errichtung von Parallelklassen mußte eine große Zahl Bauernkinder aus der Umgebung zurückgewiesen werden. Die Bauern beginnen gegen die Vernachlässigung der deutschen Sprache in den Schulen ernstlich zu remonstriren Namen tragen. Die Arbeiter präsentirten ihm scherzend mit Schaufel und Krampen. Da wurden die Pferde scheu, entrissen sich der ungewohnten Hand und raseten durch die neue Straße. Bald flog der schwankende Wagen an einen Prellstein, das zerschmetterte Hintertheil blieb aus der Straße. Von dem zertrümmerten Sitze schleuderte die Gewalt des Stoßes die beiden Unglücklichen hinab auf den scharfkantigen Schotter. So fand man sie: die Starkin war die Erste, welche den Spießzenz labte, die Erste, die er sah, als er seine Augen wieder aufschlug.-------- „Die Straße ist eröffnet, wir haben keine Feier mehr nothwendig". sprach der ehrwürdige Pfarrer, als er vom Bersehgange heimkam. Der Prinz ließ absagen, sobald er von dem Unglücke vernommen hatte. Der Bauer, selbst jämmerlich zerschlagen, liegt neben dem Bette des Knaben und das blutunterlaufene Auge starrt hinüber, ob denn das Kind noch immer nicht zum Leben erwachen will. Die Straße hat keinen Namen, sie bleibt die „neue Straße". Die Starkin aber will ihr Lebtag nicht darüber gehen und wenn sie zehn Stunden Umweg hätte, — sagt sie. I. Brun. Zur Leamtenwirthschaft in Lroatien. Aus Agram wird der „Deutschen Zeitung" geschrieben: „Ein großer Theil der politischen Zer fahrenheit und der Verwahrlosung des Landes kommt auf Rechnung derArbeitsscheuderBeamten Die Sache ging so weit, daß der Beamte — der ehrenwerthen, wirklich vorhandenen Ausnahmen sei achtungsvoll Erwähnung gethan — die Arbeit im Bureau oder beim Schreibtisch als Nebensache Commissionen und Diäten als Hauptsache betrachtete Die Steuern find in Croatien, wie überall, sehr hoch, daß sie aber durch die Commissionsgebühren der Beamten um rin Viertel der direkten Steuer erhöht werden, das ist eine Thatsache, die in Croatien nur durch die Beamten und mit denselben ermöglich wurde. Man erzählt sich auch, daß sich ein hoher Beamter in zehn Jahren an Diäten eine unglaublich hohe Summe „verdient" habe. Eben dieser Diäten wegen hat es einen argen Tumult im Budget Ausschüsse des Landtages gegeben, daß dieser Beamte zur Zeit der Erneuerung des Ausgleiches wochenlang in Budapest geweilt hat und wochenlang zwischen Agram und der ungarischen Hauptstadt hin und her fuhr, bis endlich die Ernennung des Grafen Pejacsevich zum Banus dieser Reiselust und damit diesem „Verdienste" ein Ende setzte und der Ungleich nur durch die Intervention des neuen Banus perfect wurde. Aehnlich wie dieser Herr verfahren natürlich die Beamten der Vicegespanschasten; Com Missionen und Diäten gab es vollauf, die natürlich der arme Bauer zahlen mußte. Die laufenden amt liehen Angelegenheiten wurden mittlerweile unter einer Lage von Staub unsichtbar, ja es wurden tüchtige Beamte, welche sich für die eonereten Angelegenheiten mehr begeisterten als für die Wahl-Agitation eines Regierungs-Candidaten, strafweise versetzt. Dieses Schicksal traf unter Anderem den in Sissek allgemein geschätzten, um den Bezirk verdienten Vieegespan, der strafweise nach Ruma tranS-ferirt wurde. Auch soll man cs an einflußreicher Stelle sehr ungcrn gesehen haben, wenn die Beamten mehr arbeiteten als ihr Pensum. Ueberall merkte man die unselige Hand des SectionschefS Ävkovie, der sich mittlerweile HauS und Villa baute, der Politik nach Gulden und Kreuzern machte und bei notwendigen Verbesserungen, in welcher Branche immer, sich ohne Rücksicht aus deren Ersprießlichkeit stetS für jene Maßnahmen entschied, welche im Preise niedriger standen. Dabei versetzte das administrative „Talent" des Herrn SectionSchefs daS Land in stets neue unproductivc Auslagen, und die allgemeine Unzufriedenheit erhöhte sich täglich. Man ermesse nur, wie das Beispiel des Chefs auf die ländlichen Unterbeamten wirken mußte! Keiner oder wenigstens immer nur Einer unter Bielen arbeitete wirklich und überließ die Last der Geschäfte im übertragenen Wirkungskreise den Gcmeindcbeamten, das heißt dem Gemeinde-Notar, der für Steuer. Straßen, Polizei, Rekruten, Gesundheitspflege, Statistik, Kataster u. s. w. auszukommen hatte, eine Menge Geld verwalten mußte und daher die Gemeinde zumeist um so eher chieanirte, als man ihm, wenn er sich als ein guter Wahl-Agitator erwies, seitens der Regierung jeden Mißgriff nachsah. Nicht besser war und ist cs noch immer mit den Iustiz-zuständen bestellt. Der autonome Civilproeeß richtet mit der allzu liberal angelegten Zulassung von Commissionen, Experten und der sogenannten Intervention von Advocaten jede Streitsache und mit ihr jeden Klagesührenden zu Grunde. Ein vor etwa sechs Monaten angestrengter BesitzstörungSproceß von 33 fl. Klagewerth hat heute in der zweiten Instanz schon 184 fl Gerichtskosten verschlungen Und auch betreffs der dritten, obersten Instanz wird hier von erfahrenen und tüchtigen Richtern geklagt, daß seitens dieser Behörde die Beschleunigung durchaus nicht erhöht wird. Politische Wochenübersicht. Die Delegationen werden am 23. Oktober in Wien zusammentreten. In Serbien gibt sich eine doppelte politische Strömung kund. König Milan schließt sich dem austro-deutschen Bündnisse an, hingegen be findet sich die Majorität der neugewählten Volks Vertretung ganz im russischen Fahrwasser und schwärmt sür die Gründung eines südslavischen Groß staateS. Die Maßregelung der russensreundlichen Bischöfe von Schabatz, Jeronim und Njsch, nament lich die Beseitigung des Metropoliten Michael, er zeugte in nationalen Kreisen übleS Blut. Der Anschluß Milan's an Oesterreich und Deutschland wird als LandeSverrath bezeichnet. Bei den Wahlen in die Skupschtina erlangten die regierungsfeindlichen Parteien die Mehrzahl der Mandate. Die Regierungs Partei ist in der Minorität, obschon der König kraft des ihm zustehenden Rechtes 44 Abgeordnete aus den ihr ergebenen Kreisen ernannte. Das jetzige Ministerium dürfte demnächst abtreten und nach Rückkehr des Königs nach Belgrad die Neubildung eines Ministeriums stattfinden. Die „Agramer Zeitung" publicirt ein offenes Schreiben deS Generals Türr an seine croa tischen Freunde, worin er die Wiederherstellung deS guten Einvernehmens zwischen Ungarn und Kroatien wärmstcns empfiehlt. Nach Bericht der „Daily News" ist der Divan durch die angebliche Entdeckung eines Complotes gegen den Sultan in großer Erregung. Dießmal ist der Verdacht aus die besondere Umgebung deS Thronerben, Prinzen Reschid Essendi, gefallen, und sein Hauptvertrauter, ein Beamter von hohem Range, ist plötzlich ganz ge-heimnißvoll in die Verbannung geschickt worden. Blätter au- Mähren melden, daß der Lan-desschulrath für Mähren, beziehungsweise der ezechensreundliche Statthalter Graf Schönborn, ohne eonstatirteS Bedürsniß zwei deutschen Gemeinden trotz ihrer Einsprache imperativ die Errichtung einer ezechischen Schule aufgetragen und daß bei der Einschreibung sich kein Schüler, wohlgemerkt. nicht ein einziger Schüler zum Besuche der neube-gründeten czechischcn Anstalt gemeldet hat. Das österreichische Handelsministerium wird im December d. I. 13 Gew er b e-I nsp e e to ren ernennen-, jeder derselben wird 200 fl. Monatsgehalt und Reisepauschalien beziehen. Ihre Function beginnt am 1. Jänner 1884 und werden sie den Beamteneid zu leisten haben. Die Aufsichtskosten sind auf 72,000 fl. präliminirt. Der Artikel 23 des Gcwerbegesetzes vom Jahre 1859 bleibt in Kraft, bis der Reichsrath ein auf diesen Artikel Bezug habendes neue- Gesetz schafft. Der Conflict zwischen Ungarn und Croatien tritt in ein neue- Stadium. Der Präsident des eroatischen Landtages, Abgeordneter Krestiö, hat ein Schreiben an Tisza gerichtet, in welchem er demselben mittheilt, daß er dem ungarischen Reichstag so lange serne bleiben werde, als die ver-assungSmäßigcn Zustände in Croatien nicht hergestellt ind. Gleichzeitig verlautet, daß auch die übrigen kroatischen Deputaten für den ungarischen Reichstag )iesem Beispiele folgen werden. Somit ist man in )cn leitenden eroatischen Kreisen entschlossen, den Kampf mit Ungarn aufzunehmen. Die Tugend der Mäßigung, welche Tisza in feiner Tischrede in Großwardcin gepriesen, hat keine Nachahmer in Agram gefunden. Die kroatischen Politiker drohen dem ungarischen Ministerpräsidenten mit Abstinenz-.wlitik, wenn die „verfassungsmäßigen Zustände" (?) nicht hergcftellt sind, das heißt, wenn der königliche Commissär General Ramberg nicht abberusrn und die Macht wieder in die Hände der Nationalpartci gelegt ist. Die Agramer Finanzlandesdircction ordnete die Sistirung der executiven Steuer- eintreibung durch Staatserecutoren in sämmt-lichen vom Aufstande ergiffenen Bezirken an. Der „P. Lwyi>" bemerkt über die Krise in Serbien: „Nach konstitutionellen Begriffen sollte der König wohl die Radikalen zur Regierung berufen; aber selbst in Staaten mit alteingelebten konstitutionellen Einrichtungen würde man dem Souverän schwerlich die Zumuthung stellen, einer Partei das Heft der Regierung in Händen zu geben, die in ihren Principien und Zielen die monarchische Staatsform überhaupt perhorrcscirt, also außerhalb deS Rahmens steht, innerhalb dessen die Regierung ihre Aufgaben zu lösen hat." Das „Journal de St. PeterSbourg", die Zustände in Bulgarien besprechend, schreibt: „Entgegen d>m Manisestprogramm vom 1. Juli 188l, nach welchem daS Statut von Tirnova nur durch die Nationalversammlung abgeändert werden könne, soll nicht diese, sondern die in eine Constituante verwandelte Sobranje, obwohl weder dazu berufen, noch erwählt, daS Statut von Tirnova abändern. DaS aus Coalitionselementen gebildete neue Ministerium lasse auf Uneinigkeit und Collifionen schließen. Die russischen Generale demissionirten mit Erlaubniß des Kaisers, da sie nicht Mitglieder eines solchen Cabinets sein wollten und die Ergreifung von für die Solidarität gefährlichen Maßregeln verweigern müßten, für deren Erfolg der Fürst und seine Rathgeber allein verantwortlich seien. Rußland sei an dem Schicksale Bulgariens allzusehr interesfirt, um ein glcichgiltiger Zuschauer bei den künftigen Ereignissen zu bleiben. Einen Beweis für die in Bulgarien herrschenden Sympathien für Rußland liefere die Thatsache, daß die neue Politik als rine von dem Caren gebilligte hingestellt werde. Rußland sei unvermögend, den Bulgarien auserlegten neuen Prüfungen ruhig zuzusehen." Wochen-Chronik. Am 20. d. rotteten sich in der Ortschaft Farkasevac etwa sechshundert Gradacer und Bclovarcr Bauern unter dem Ruse: „Wir wollen nicht zu Ungarn stehen!" zusammen. Der Vice-gespan von Kreuz schickte sofort einen Beamten mir je zwei Mann Gendarmerie und Landwehr ab. welche sich jedoch vor der mit Knütteln, Texten und Gewehren bewaffneten Menge zurückzogen. Um 1 Uhr Nachts langten unter dem Kommando eine-Lieutenant- dreizehn Mann der Landwehr als Verstärkung an, welche, von den Ereedenten mit Stein-würsen, Arthieben und Gewehrschüssen empfangen, auch ihrerseits Feuer gaben, wobei zehn Bauern getödtet und eine noch unbekannte Zahl verwundet wurden. Von den Soldaten wurden zwei Mann schwer verwundet. Dem „öech", dem Organe deS Cardinal-Schwarzenberg, mißfällt die Action des ezechischen Cleru- und äußert sich das genannte Blatt hierüber, wie folgt: „Woh Imancher der Geistlichen kümmert sich mehr darum, eine czechifchc Seele alldeutscher Umarmung zu befreien, als aus der der Sünde. Mancher sogenannte nationale Geistliche lemüht sich vielleicht mehr um die Errichtung von Bescdas und ähnlicher czechischer Vereine als um die der katholischen Vereine. Die alten Josefinischen Geistlichen haben mit ihren Zopsansichten dakirchliche Leben nicht in dem Maße geschädigt, wie eS heute die ezechischen Geistlichen schädigen. Beim Josefinischen Geistlichen war daS Oberste der Staat, Iieim nationalen ist es die Nation. Czechische Geistliche lanscn den nationalen Größen nach, welche )en Glauben ignorircn, als ob von ihnen das nationale Heil abhängen würde." Vom LandcSgerichte in Klagensurt wird der Pfarrer und Propst Thomas NovakauS bei Windischgraz, 61 Jahre alt, zuletzt in Krmg ansässig, steckbrieflich verfolgt. Novak wurde, wie wir bereits mitgetheilt haben, am 25. August wegen Verbrechens der Schändung zu vierjährigem schweren Kerker verurtheilt und hat sich dem Straf-antrilte durch die Flucht entzogen. Bei der am 19. d. in Marburg stattge-sundenen Lehrerversammlung sollte ein wegen seines enragirten Slovenenthums unfreundlich bekannter Pädagoge auS Pettau über das Thema reikriren: Wann, wie viel Stunden in der Woche und nach welcher Methode soll die zweite Landes-spräche in der Volksschule gelehrt werden?" Der Saal in dem diese Versammlung abgehalten wurde, die natürlich vorzugsweise von den Slovenen beschickt war war gedrängt voll, als der Referent seinen Vortrag begann. Man erhoffte eine gediegene und umfassende Auscinanderfepung über diese wichtige, in die Schulverhältnisse von Untersteier tief ein-schneidende Frag- " st"" dessen behauptete der Reielent es g-höre die deutsche Sprache überbäupt gar nicht in denRahmen des Unterrichtes für slovenische Schulen, und wer pädagogisch rationell zu denken vermöge, müsse seiner Meinung sein. Die Versammlung dieser naiven Sentenz des großen slovenischcn Mdaaoaen das Gefühl der Heiterkeit entgegen. Der Mann erlebte ein so vollständiges Fiaseo und m«bte in der darauf folgenden Debatte eine so derbe Zurechtweisung über sich ergehen lassen, daß er auch von seinen nationalen Freunden fallen aelassen wurde und man über seine Ausführungen rur Taaesordnung überging. Fürst Bismarck hat am 24. d. M Gastein "^Kränn Chambord zieht sich in das Carmc- literinnenÜ-r ^ Graz zurück. Petersburg macht die neuerliche Ver- I,«slu»a von Ossi eieren großes Aussehen »„kastele über 20, meist der Artillerie und Maring 2" der Provinz kamen Massen- H.,,. zu, L des „Jndipendente", verhaftet. ^ Oktober findet in Wien die EEi-i-»»"«- i"" "'"'n Ivlllde dir lirrüchtiglk Räubrr Likie eingefangen. Von der Bande des Kuliie, welche die Gegend zwischen Travnik ^ R^ialuka unsicher machte, wurden drei Mit-durch Militärpatrouillen verhaftet, und zwar iw Mujo Gazal, in Zenica Semlin ?Ä '7n-> M d-. « Karnburg und Millstatt (Kärnten) Denksteine aus der Römerzeit aus- wurden ^ Orte befindet sich auf dem ^ s vulgo Flatschacher an der Außenseite deS ^ k. ein Reliesstein eingemauert, welcher eine kkLet- dKannsgesta.t mit-^Mlichm Kruge ^'^^»^t'en Hand zeigt, wogegen in der Mauer ??^I„7ivingcrs nach Außen ein gut erhaltener vrr rt J„^„ssanter ist der zu Mill- tzippuS eing ^ obere Theil eines römischen ^ Namen des Kaisers Marcus Severus ÄtacrinuS und seines Sohnes ^pelms AntoniuS Diadumenianus aus dem Locale Nachrichten. /-Die fünfteSitzung des Krain er L am 25. d. M.) bot nichts von Landtag c^eresse dar. Ein von der Landes-desonderem ^ Landesausschuß abgetretener Protest egierung « ^ Lichtenberg betreffs der vom Veri- ^ Grasen ^,n bei der letzten Landtags- Neatlonsausi ^ Wahlrecht erhobenen Beanständigung h d "dm besagten Ausschuß zugewiesen, desgleichen ein Protest von etlichen Tschernembler Wählern gegen die Wahl des Bezirksrichters Deu. Die meisten eingebrachten Petitionen bezogen sich auf zu gewährende Unterstützungen, jene der Gemeinde Oberfeld auf Trennung von der Gemeinde Wippach; die Gemeinde Zirknitz petitionirt um Einbeziehung in die Curie der innerkrainischen Märkte bei den Landtagswahlen. Die Abgeordneten des Großgrundbesitzes stellten eine Interpellation, weshalb das bereits im Juni 1882 sanctionirte Gesetz wegen Ablösung der Collecturen und Giebigkeiten an Pfarrer, Kirchen und Organisten, zu welchen wegen Befriedigung von Stempeln und Gebühren bereits das Reichsgesetz erschienen ist, noch immer nicht im Landesgesetzblatte sammt der bezüglichen Vollzugsvorschrift publicirt wurde. Landespräsident Winkler erklärt, daß die Verfassung der Vollzugsvorschrift mit Bezug auf die in Krain bestehenden speciellen Verhältnisse mit einigen Schwierigkeiten verbunden sei, daß jedoch in kürzester Frist die gewünschten Publikationen erfolgen werden. Die weiteren, auf der Tagesordnung gestandenen Gegenstände wurden ohne Debatte erledigt. Zur Berathung der vom Landesausschusse eingebrachten Aenderung der Landtagsivahlordnung, in welche bloß die Wahlberechtigung bei einer Steuerzahlung von 5 fl. und die Vornahme der Wahl in den einzelnen wahlberechtigten Märkten und Städten ausgenommen sind, wurde ein siebengliedriger Ausschuß gewählt, in welchen die liberale Partei die Herren Dr. Schrey und Luckmann wählte. Die an der Tagesordnung gestandene Begründung des Dr. Zarnik'schen Antrages auf Aenderung des Statutes der Stadt Laibach wurde auf die nächste Sitzung vertagt. — (Auf der Tages- Ordnung der heutigen Landtagssitzung) stehen: 1. Begründung des Dr. Zarnik'schen Antrages wegen Aenderung des Statutes der Stadt Laibach; 2. Begründung des Klun'schen Antrages auf Einführung von Ehebewilligungen in Krain; 3. Rechnungsabschlüsse des Grundentlastungs- und Landesculturfondes nebst Voranschlag des Letzteren; 4. mehrere Petitionen; Rechnungsabschluß des Jrrenhausbausondes. — (Der Gesetzentwurf über die in Krain einzuführenden Eh e cons en s e), welchen Abgeordneter Klun und Genossen, unter denen selbstverständlich auch die einst liberalen Jungslovenen figu-riren, in der letzten Sitzung des Landtages eingebracht haben, enthält folgende wesentliche Bestimmungen : Jeder in Krain heimatsberechtigte Ehestandswerber hat sich mit einer vom Bürgermeister seiner Heimatsgemeinde ausgestellten Ehebewilligung auszuweisen. Wenn keine Bedenken dagegen obwalten, so ist ihm das betreffende Certificat binnen 14 Tagen auszufolgen. Die Bewilligung kann aus folgenden Gründen verweigert werden: wenn der Betreffende eine Armenunterstützung von der Gemeinde genießt, oder wenn er im Genüsse einer solchen stand, durch ein volles Jahr darnach; wenn er vom Bettel lebt oder nicht genügende Mittel besitzt, einen eigenen Haushalt zu gründen; wenn er sich schlecht aufführt und zu befürchten ist, daß das Ehepaar für den Unterhalt der Familie und für die gute Erziehung der Kinder nicht Sorge tragen werde. Der Jnstanzenzug geht vom Gemeindevorstande an den Gemeindeausschuß und schließlich an den Landesausschuß. Es wäre wohl zu wünschen, daß Herr Klun, bevor er an die Begründung dieses Antrages geht, sich in der Armenstatistik des Landes umgesehen hätte, dort würde er die Erfahrung gemacht haben, daß ein bedeutendes Percent jener Armen, welche den Gemeinden zur Last fallen, nicht jener Bevölkerungsclasse angehört, die, ohne Vermögen, dem täglichen Erwerbe nachgehend, eine Ehe schließt, sondern daß sich darunter sehr häufig verunglückte Besitzer befinden, die ihre Habe in Saus und Braus durchgebracht haben. Es ist eben eigenthümlich, daß ein Verkünder deS Evangeliums der Nächstenliebe, in dessen Berufe es gelegen ist, die Schließung des Ehebandes möglichst zu erleichtern, an der Spitze der Unterschriften unter einem Gesetzes-antrage steht, der den Gehässigkeiten der Dorfmata-dore und dem Denunciantenthum Thür und Thor öffnet und in der Ausführung viel mehr Unheil anstiften als Segen den Gemeinden bringen wird. — (Die Ortsgruppe Gonobitz deS Deutschen Schulvereines) feierte am 23. d. ein erfreuliches Fest, an welchem auch 80, sage achtzig slovenische Bauern theilnahmen. Unter Anderen ergriff auch der slovenische Landmann Franz Bratschitsch aus St. Bartlmä das Wort und betonte in fließender Rede die Notwendigkeit und Wichtigkeit der deutschen Sprache, worin er Folgendes bemerkte: „Die deutsche Schule gibt dem Bauern allein die Selbstständigkeit, daß man ihn nicht bei der Nase herumführen kann. Sie wollen uns nur dumm erhalten, wenn sie sagen: lernt nicht deutsch, und sie wissen wohl, warum sie uns so haben wollen. Heute müßten die Kinder in den Schulen eine Sprache lernen, die weder slovenisch, noch kroatisch, noch russisch, noch auch deutsch sei. Man möge doch um Gotteswillen für die Lehrer Subventionen creiren, daß sie privatim außer dem Slovenischen auch Deutsch den Kindern lehren. Die ganze gegenwärtige Wirtschaft tauge nicht« und wenn es so fortgeht, müßten wir es erleben, daß die Robot wiederkehrt. Und namentlich wenn der Bauernsohn zum Militär kommt, da könne er die Kenntniß der deutschen Sprache überhaupt nicht entbehren und sie verschaffe ihm die einzige Möglichkeit, zu einem Avancement zu kommen. Er erinnere sich an ein Auskunftsmittel, das ein deutscher Corporal bei Burschen anwendete, die nichts deutsch, nur windisch kannten. Um sie abzurichten, wie sie die Füße heben sollten, ließ er ihnen an dem einen Fuße ein Büschel Heu, an dem anderen ein Büschel Stroh befestigen. Das ersetzte das Eins, Zwei rc." Und überhaupt, meinte er, was kann denn Einer werden, der nicht deutsch kann? Nicht einmal als Hausknecht oder Holzflößer ist er recht zu brauchen. — Der in hiesigen Gesellschafts- und Beamtenkreisen bekannte k. k. Gerichtsadjunct Herr Gertscher aus St. Marein setzte den anwesenden Bauern in leichtfaßlichem Slovenisch die Bedeutung des Deutschen Schulvereines auseinander, warnte sie, den Verdächtigungen, welche die Gegner des Deutschen Schulvereines gegen diesen in ihren Blättern verbreiten, Glauben zu schenken, und forderte sie auf, treu zu Jenen zu halten, die sich die Entwicklung des Deutschen Schulvereines angelegen sein lassen und hiedurch nur das Beste des Bauernstandes im Auge haben. „Glaubt ja nicht," so schloß Herr Gertscher die von Beifall und Zustimmungserklärungen der Bauern wiederholt unterbrochene Auseinandersetzung, „daß der Deutsche Schulverein Eure Muttersprache unterdrücken und Euch die deutsche Sprache aufdrängen wolle; dem Deutschen Schulverein ist es nur daran gelegen, daß Eure Kinder in den Schulen außer der Muttersprache insbesondere auch die deutsche Sprache lernen, damit sie in der weiten Welt selbstständig sich forthelfen können. Der Deutsche Schulverein wünscht Euer und Eurer Kinder Glück und Wohlergehen und darum haltet zu den Freunden des Deutschen Schulvereines, denn diese sind Eure wahren und aufrichtigen Freunde!" — (Dienstjubiläum.) Am 27. d. M. feierte FZM. Freiherr von Kuhn sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum. Freiherr von Kuhn wurde im Jahre 1816 als der Sohn des Hauptmannes Franz von Kuhn zu Proßnitz in Mähren geboren und trat im Jahre 1833 in die Wiener-Neustädter Akademie ein, welche er im Jahre 1837 als Lieutenant des 1. Infanterie-Regimentes verließ. Im Jahre 1852 wurde er in den Freiherrnstand erhoben und 1859 zum Professor der Strategie ernannt. Nach den Feldzügen in den Jahren 1848, 1849 und 1859, an welchen er theilgenommen hatte, wurde er Regiments-Commandant und im Jahre 1866 wurde ihm das Militär-Commando in Tirol übertragen. Nachdem Freiherr v. Kuhn mehrere Jahre Kriegsminister gewesen, übernahm er das Armee-Commando in Graz und wurde zum Feldzeugmeister ernannt. — Der Kaiser richtete an den Jubilar nachstehendes Handschreiben: „Lieber Feldzeugmeister Freiherr von Kuhn! Ein halbes Jahrhundert haben Sie Mir in jeder Stellung, zu der Ich Sie berufen, hervorragende, im Frieden wie im Kriege gleich ausgezeichnete Dienste geleistet; waren Mir viele Jahre hindurch ein bewährter Rathgeber, der Armee stets ein leuchtendes Borbild. Dankbaren Herzens beglückwünsche Ich Sie bei dem Anlasse Ihres fünfzigjährigen Militär-Dienstjubiläums und spreche Ihnen für Ihre treu ergebenen Dienste Meine volle Anerkennung mit dem lebhaften Wunsche aus, daß Sie Mir und Meiner Armee noch durch lange Zeit in ungetrübtem Wohlsein und ungebrochener Kraft erhalten bleiben mögen." — (Das landschaftliche Theater in Laibach) hat am 22. d. unter der Direktion M o ndheim - Sch r e iner die Saison 1883/4 eröffnet. Insoweit wir bisher Gelegenheit hatten, uns von den künstlerischen Fähigkeiten der engagirten Kräfte zu überzeugen, können wir im Allgemeinen Günstiges berichten. In Bürger's Lustspiel „,Iour Lx^ präsentirten sich sämmtliche Darsteller in annehmbarer Form, Herr Nie dl erwies sich als bühnengewandter Regisseur und Schauspieler. Das Fach der „ersten Liebhaber" ist durch Herrn Horak gut besetzt, er spricht sympathisch, nur möge er auch auf ein gefälliges Aeußeres bedacht sein. Der „jugendliche Liebhaber" Herr Brandeis trat ziemlich unsicher und linkisch auf, kann jedoch diesen Mangel durch eifriges Rollenstudium baldigst beseitigen. In Frau Podhorsky-Keller begrüßten wir eine liebe Bekannte, deren vorzügliche Bühneneigenschaften unseren älteren Theaterbesuchern noch immer in freundlicher Erinnerung stehen. Herr Romani entfaltete im genannten Lustspiele und in der heiteren Sonntagsposse „Von Tisch und Bett" sein hervorragendes komisches Talent; auch Herr Ander besitzt eine nicht geringe vis comiea. In Fräulein Fleischmann begrüßte das Publikum eine frisch auftretende und stimmbegabte Localsängerin. Herr Schwa bl muß, wenn er der Muse erfolgreich dienen will, rollenfest erscheinen. Lustspiel und Posse sind als lebensfähig zu bezeichnen. — Der erste Operelten-Abend — am 26. September gelangte Millöckers „Apajune" zur Aufführung — verlief recht angenehm; das gut besuchte Haus spendete den hervorragenden ausübenden Bühnenmitgliedern, namentlich den Herren Romani (Fürst Alamir), Schwabl (Marcu), Ander (Joza), dem sicher auftretenden Tenor M. Martini (Manolle) und dem Fräulein Carola (Natalitza) zu wiederholten Malen stürmischen Beifall. Es ist schon heute mit Gewißheit anzunehmen, daß das „Schoßkind Laibachs" — die Operette — Heuer in amüsanter und abwechselnder Gestalt sich zeigen wird. — Im bekannten Holtei'schen Drama „Die Perlenschnur* excellirte Herr Horak als „Hanns Jörge"; Fräulein v. Beck erzielte als „Anna" nur schwachen Effect. — Schließlich möchten wir constatiren, daß Heuer am ersten Violinpulte zwei tüchtige, lebendigen Bogen führende Geiger sitzen und daß der Zwischenactmusik eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. — Der Allmächtige bedurfte zur Erschaffung der Welt eine volle Woche. Möge unser theaterfreundliches Publikum der Direction Mondheim die erforderliche Zeit gönnen, um eine entsprechende Rollenbesetzung zu schaffen. —o— — (FranzJosef-Bitterquelle.) Wenige Mineralwässer sind so weit verbreitet und werden mit so viel Erfolg angewendet, wie die vor kaum neun Jahren entdeckte Franz Josef-Bitterquelle. Von Sr. Majestät allerhöchst ausgezeichnet, aus acht Ausstellungen mit dem höchsten Preise für Mineralwässer, Gold- und Verdienst-Medaille», prämiirt, erfreut sich diese rühmlichst bekannte Bitterquelle der Gunst der medicinischen Welt wegen ihrer unvergleichlich wohlthätigen, sicheren und milden Wirkung. Der außerordentliche Erfolg ermöglicht es, daß man jetzt schon dieses beliebteste natürliche Abführungsmittel unter dem Namen „Franz Joses-Bitterquelle" in jedem Dorfe kennt und kaufen kann. — (Vererbung.) Die neuesten Forschungen in derMedicin haben ergeben, daß eine große Anzahl Leiden: Tuberculose, Gicht, Rheumatismus, Scropheln, Siphi-lis rc. sich in vielen Fällen von Generation auf Generation vererben und bei dem Kinde, Enkel oder Urenkel in früheren oder späteren Jahren ihre zerstörende Wirksamkeit auf's Neue entfalten. Es muß daher an alle Diejenigen, welche sich bewußt sind oder es vermuthen, den Krankheitskeim im Blute zu haben, sofern ihnen ihr eigenes Wohl und dasjenige ihrer Familie am Herzen liegt, die ernste Mahnung ergehen, für die Beseitigung des Krankheitsstoffes in dem Blute besorgt zu sein. Dank der von Dr.-Med. Liebaut herausgegebenen Broschüre „Die Re-generationscur" (erhältlich k 30 kr.), in Laibach bei I. Giontini, ist heute ein Jeder in der Lage, sich über Entstehung, Behandlung und Heilung dieser häufig das ganze Familienglück zerstörenden Leiden eingehend zu belehren und kann diese Broschüre nur angelegentlichst empföhlen werde». — (Die Secretärs stelle der krai irischen Landwirt hschastsgesellschaft), mit einem Jahresbezuge von 400 fl., ist ausgeschrieben; die Verleihung derselben an einen der Competenten ist der nächsten Generalversammlung der Gesellschaft Vorbehalten. Witterungsbulletin ans Laibach. L»ftdru> inMilli-Metern aui U reducirt Thermometer na» ltelsiu« '.'lieder-' iiiilaa in Millimetern Witter» ng«-N III» LI 732 3 ISU 21 k > 9-8 23'0 Morgen« beiter, dann bewölkt, Abendk Regen dit ganze Nlacht anhaltend. 22 73V 3 -»-11« 4-1KS -»-12-8 4L Tagiüber abwechselnd .'legen, Abendroth. LZ 732'6 12 7 11 U 4-11 8 235 Nebel, nach 8 U. Gewitter au» NW. bi«3llbrNch»>., Abend« Aufheiterung. 2, 737 8 -i- 12 S IS 8 4- S'3 j tit» Niorgennebel, ziemlich heiteree lag. 2L 736 8 -i-13 0 IS S 4- !>a n-i Abwechselnd Sonnenschein. Abends trübe. 2« 7Z8'7 -«-13 7 17 3 U» Nebel, dann heiter, intensive- Abendroth. 27 73K8 13 S ->-20 0 4- 8'8 »o Nebel, angenehmer sonniger Tag. Eimielkiidct. Bei meinem Scheiden vo» der mir nach kurzem Aufenthalte so lieb gewordenen Stadl F^»II»»»I» selie ich mich angenehm verpflichtet, dem hochverehrte» P. T. Publikum fürdaSmir bewiesene Zutrauen bestens zu dliukeii. Sollte Jemund unver-mutheter Weise irgend einen Anspruch aus imiueni hierortigen Geschäfte zu stellen habe», so dieue zur Keimtniß. daß Herr H«It, k. k. Notar in Laibach, mit der eventuellen Aul« tragung betraut ist. Ergebe, ster ». »oll,IUI») er, ,rri k. ll. Kof-Katograf. bringt in der die« wöchentlichen, reichhaltigen N n m m e r 12 I l l n st r a t i o n e n, eine svannende, lllnstrirlk Novelle, eine gut redigirte Schachrubrik ic., sowie em CmPm»lm>W. ausgeschrieben ist. An diesem geistigen Wettkamvk kann sich Jedermann, nicht nur Abonnenten, betkeiligen, und die» umso leichter, al« ,»Da-interessant« Blait' in allen Gast» und Kaffeehäuser» L^l-Her grlangten 5 Preise zu je Hundert Gulden zur, Auszahlung, und zwar an die Herren- Dr. E. v-Hohcncggcr in Wien, Aasangajse 1, — Johann Jlirgler, Lehrer in Wiesen, üomitat Oedenburg, in Ungarn, — Jg»»r Marr, k. k. (j'rnndbuch»sührcr in Mattighosen. " i""da>»r, k. k, Geiicht» - Adjunct in Sngelhart«zell. und Franz Mir», NotariatS-lioncipient in Urfabr (bei Linz), Hauptstraße ». A b o n n e in e n t » p r e i « mit Post- Zu s e n d u Ni für Oesterreich-Ungar II! LierteljLhrig st 1.3», iLhrig fl, 2.7», ganzjährig fl. S.A». . Abonnement« übernehmen sSmmtliche Buchhandlungen »nd Zeilung«age»turen de« In- und Nutlande», sowie die Administration Das inleressanle Mit" <1219» Wien, R., Schulerstraße ll. f»i ieu II. USrse Es ist »nbestrcilliar, daß nur Derjenige mit Aussicht aus Erfolg »i, ,Iv> operiren kann, welcher bei vorsichtiger Beobachtung der vorherrschenden Situation die täglichen Coursvariationen rasch auszunüiicu versteht. Da jedoch der Privat-Lpernlaut der Börse gewöhnlich seru z ncy pflegt, so vermag unr der erfahrene und gut informirte Börsenliesucher iu oben gedachter Weise Erfolge aufMveisen. — Um diesem Umstande .«rea-mii g z tragen, bieten wir unseren Committenten die Möglichkeit, mit kleinen und größeren Einlagen <»I»ii« ITtr-Io« recht ansehnliche Gewinnste zu e; Wir leiten nämlich die Operationen an der Börse nach eigeucm Ermessen, wodurch wir uns verpflichten können, dem Einleger von fl. 1000.— monatlich einen Gewinn von mindestens fl. , fl. 2000.- „ „ „ „ fl-100.- fl. 150.— monatlich einen Gewinn von mindestens fl. 5.—, fl-300.- „ „ „ „ „ fl.12.-, fl.500.- ................................ fl. 20. <122«) »»-> «IIS auszuzahlen — I», r G^v^lini I<»ni» «I«I» ^vi>«vl» ili r i» n i e Einlage geschieht in Baarrm oder in Werthpapieren und kann täglich stattsinden. Die Auszahlung derGewinnstc erfolgt mona l «y. StammrapitaleS wird das lausende Engagement sofort abgewickelt und die Rückzahlung erfolgt drei Tage nach geschehener «u» u — Die Rückforderung des S . , . — Alle übrigen gewünschten Informationen ertheilen bereitwilligst »Ein und Verlaus aller im offieiellen Coursblatte notirten Effecten. — »^S »» >-»«> ,, »»KL- Mit L - Ovt«I»vr I. »U. wird ans das Die Preise sind am Kopfe unseres neues VI«rtvI^»Iir-H^I»«»i»»vi»i«i»1 eröffnet — ersichtlich. Ergebenste Administration des „Laidacher Wochenblatt", Laibach, Herreugassc 12. i Mrs. Alt »rl 8 Kinderniihrmehl. > W«»««?! -MMW U^. Großes Ehren-Diplorn. Zah Reiche Atteste erster uicdicinischer ^iitoMeii. goldene Medaillen bei verschiedenen inMiiligeii xLVKIXSdl^kiirii. ^>v8tlv 8 Will»« SO I^l. Wilh.Mayr.Apot!>., G. Piccolt. Av., « 4-rnkoczY> Ä- Swoboda, Apoth., und in alten Jul. v. Trnr»»« ^21,, iv-4 A L »'r» ? o VS-L?-sZZ s-"-' ^ DM FW K. K. priv spkliftschr AHUVir W/R8^« «,i>««ir« I^AIKU» R lwn vr.vH'Ldvr, ^ ^ ,ln!imili^i> I.^von ^Iviii'o otc. idr»l>n»rr^ ,„,»1, mit »inor ^Veltnusstt-IIunxsI'»-^,»,»«.!-.!»«- vz- eio»>8^ -^7",878» >>us«o»v!>!L>»,to> «oil „ i, It-.»n»>« un,l ll.»nä«n 18K2 —. , i>riU,ar»t ,.u, <>>'» Mun.los u»,I >lvr ^Ii,, r»I>°s. „ „ .„nowmirlon ^pntlivlion »N,I I'arlum»e,»n ,l°r llevötZ in ^,08 >»»I»nck>>». - virooto I!>>»<°»»ajro» von ^Nrer-un^- Llonsreul o,. 'voräon üdorLlUitn i»oit»si'< tzi,cj«-,gN» 3 V«S»N ^ "l«ctllirt vow - II« I»»^t (1039) ,» HUI«« » »»««> ». II Den Betrag Jet« s°f"- >-r"^ dn dem me>" wirkmdc« """ 11» » i ! Erfolg bei mehrmalige,» tüchtigen Einreibeu garan-ii rt. — Bersandt i» tiriginal - Flaschen vt st. b» kr. und Probe-Flaschen k 1 fl. durch -I. in It, iio». I„It>n, I,: bei Hrn. «d. Mahr. r-nliur» reoxu,. °hn. »rf-lg bl..^ kend bkl . -uöfall und ^ S§w>„d->! 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