Nummer LL. Pettau. de» L1. Zuii IS!M). I. Jahrgang. Pettmr Ztitmig. CridKint jeden 1., II. und 21 be# Monat?« - Prei« für Peitau «>t Zustellung in« Hau«: Vierteljährig fl — 72, hold,ährig fl 1.4*, ganzjährig fl 2.80; mit ^oftwtimbung: Viertel jil)ng fl. —.82, halb>ähng fl 1.64, ganzjährig fl S Ä. Einzeln« Stummer» 8 kr Schristleit»»« n»k Ser»«lt»«g: Mrgrrgaffc Hx. 14, Pett«». Handschriften werde« nicht zurückgestellt: nicht unterfertigte Zuschnfte» »erbe» »«r da»» berücksichtigt, wenn selbe nicht gegen da« i» der ersten Nummer diese» Watte« entwickelte Programm verstoben Der Verwalter August Heller übernimmt Ankündigungen im Manuskript oder zur Abfassung, sowie Auskunft und Bennittlii-g nuter strengster Verschwiegenheit Änkündigungen «erben billigst berechnet. gleichlauk»de Ankündigungen oder mit kleiner Abänderung halb» oder ganzjährig bedeutend billiger Manuscripte jeder An bittet man bi« lüngften« 27., 7 und 17. jede« Monate« einzusenden, damit der Druck für die nächste Nummer auch recht- zeitig erfolgen kann Memorandum an die geehrte BereinSleitnng des Weinbanvereines in Pettau. Wenn wir Weingartenbesitzer in der Mehrheit Mühe und Kosten aufwenden, um eine Feindin der Nebenblätter, die Pe-ronotpora. durch eine »n« von der Wisienschast an die Hand gegebene Methode zu bekämpfen, so sollen wir. um nicht nur ein halbe« Werk zu vollbringen, auch gegen einen zweiten, zwar bekannten, aber im allgemeinen viel zu wenig beachteten Blätter-feind der Rebe mit allem Nachdrucke Front machen, und er-lauben tvir Gefertigte im«, darüber im nachstehenden zu sprechen: Es wird nach unseren Wahrnehmungen im Kolloseraebirge namentlich von den Winzern der Herrenweingärteu in frecher, toahwiaft vandalischer Weise den flno»» gwwmrr ihn be* Wem lauv behuf« Schweinefütterung söhne jede Mcksicht ob dabei Triebe und Träubchen abgeknickt werden) aiiSgebroc^n und dadurch dem Eigenthümer ein der PeronoSpora annaherud gleicher Schaden gestiftet. Da wir Weinproduzenten. au« dem Borne der Fach-Physiologen schöpfend, nun wissen, welch wichtigen Funktionen die Nebenblätter obzuliegen haben, das« die Qualität de« Pro-dukte« mit der möglichst unversehrten Erhaltung derselben im innigsten Zusammenhange steh», so ist e« nicht genügend, wenn wir der PeronoSpora allein entgegenwirken, da« Wüthe» de« zweiten Feinde« aber fortbestehen lassen, sondern müssen im Interesse de« Gedeihen« und der ErträgniSfähigkeit der Reb-pflanze sowohl, al« auch im Interesse unsere« eigenen Wohles und Wehe« dem Unfug de« Blätterraube« mit aller Lntfchie-denheit zu steuern suchen, anfonsten der erfolgreiche tiampf gegen die Perono«pora illusorisch gemacht wird, wir un«, gelinde gesagt selbst foppen und obendrein noch in einen Wider-spruch verfallen. Eiue Episode vor dem AnSbrnche des boSnisch-herze-gowinischen Ausstände». ?»> (Imi Srtiturr. Gegen Norden erstreckt sich ein hübsche«, vom bescinstigten Bache durchslossene« Thal, weiterhin theilweise bewaldete Hügel-ketten und Bergreihen mit einzelnen Dörfern und in der Ferne starren die zerrissenen Wände der Nomanja in die blauen Lüste, gegen Süden hebt sich die Bitez- und Iavorina Planina, bedeckt von dichten Beständen von Tannen und Fichten und darau« stürzt der Iavorina Bach, der ansang« nordwärt« fließt und dann vereint mit der Repasniza und Bistriza. westlich zur Miljacka eilt. Gegen Westen bemerkt man die kahlen Höhen de« Trebevi-^ und KtokoSenik und gegen Norden reihen sich herrliche Hügel. Wiesen. Äcker und Loubhaine Doch heute umhüllt dunkle Nacht die ganze Gegend, nur Unsere Weingärte« «iifsen von verschiedene», dem Cf*#< logen klar vor Augen liegende» Gesichtspunkten ans aufharc», die Sch»r».iegiirt»» »es Wi«zerv»lkes zu sein. Da unsere« Erachten« da« Verbot de« Laubau«brechen« von Seite einzelner Produzenten nicht den gehörigen Effect haben kann, sondern da« Gros der Weinbergbesiyer in dieser Richtung eingreifen müßte, so nehmen wir un« die Freiheit, an die geehrte BereinSleituug de« Pettauer Weinbauvereine« al« den berufensten Jnitiativ-Factor da« Ersuchen zu stellen, die besagte BernitSleitung möge die Güte haben: 1. Für den Fall al« dieselbe obige Unsitte hoch genug an-schlägt, ihre P. T. Mitglieder in einer Versammln,^ auf diesen bisher zu wenig gewürdigten Missbrauch und die damit verbun-denen Nnchldcile aufmerksam zu machen. 2. Die besagte BerrmSleitnng möge bei ihr«, P. T. Mitgliedern dahin wirken, das« sie ihren Winzern da« Laub-au«brechen behuf« Schweinefutter bei Androhung der Dienste«, entlassung in >4 Tagen nach Z >7 der Winzerordnung „erbieten, und da« Abgipfeln der Reben im Herbste nur bann gestatten, wenn die Blätter intact geblieben sind und das Rebholz üppig angewachsen ist. ferner das« sie ihren Winzern den strikten Befehl ertheilen, die Schweinezucht in dem Ber-hältni« al« die übrigen bebaubaren Äcker Futter liefern, zu reduzieren und allenfalls die Frage auswarfen, ob e« nicht geeignet wäre, ein zwei Schiveinezuchlsiistem im allgemeinen einzuführen. ES '■ 3. Die besagte BereinSleituug möge im Interesse der Wei»l.u.itreibenden in der Pettauer Zeitung einen aus diesen herrschenden Reblaub-BandaliSmu« Bezug habenden Artikel einschalten lasten. 4. Die besagte BereinSleitung m^e ihren P T. Mit-gliedern dringend empfehle», in den Weingärten. Küchen, ins-besondere aber Schweinestallungen der Winzer, zur Controlle. das Rauschen der Bäche ist au» der Nähe hörbar. Die beiden Flüchtlinge, da« sind Ilija und Ristv. sehen nicht um sich he-rum; sie sprechen auch kein Wort miteinander. Jeder hängt eigenen Gedanken nach. Dann kriecht Risto bi« zum nördlichen T^urm, der hoch in die schwarze Finsternis ragt. Der Gang ist gefährlich, denn die unteren Wölbungen sind zerfallen und venvittert; beim geringsten Fehltritte ist er verloren, eine ent-stellte Leiche, kaum den unten in Rudeln herumschleichenden Wölfen zur Nahrung. Der Alte hatte sich auf einen Trümmer-Haufen niedergelassen und wartete ruhig da« Weitere ab. „Heute ist der zehnte Tag und keine Nachricht noch!" murmelte er bei sich. — Doch jetzt hört man einen Laut, wie da« Rufen der Nachteule und bald erscheint Risto. .Es d nmert bereit«-, spricht er leise. — .Ich glaube, vass er bald vei un« ist. Aber sage mir. wa« willst du. dass mein Bater thue? Helfen kann er un« nicht und vielleicht mus« auch er in« Ge- ob die diesbezüglichen Anordnungen rripcctirt werden, zeitweise unverhoffte Nachschau zu halten. 5. Die besagte Verein»leitung möge, wenn sie e» für ersprießlich halt, enNveder Wandervvrträge veranstalten, oder an die Vorstände der weinbautreibenden Gemeinden Eircnlare erlassen, damit durch Verlautbarnng die bäuerliche» Weinberg-besitze? und Winzer von dem Nachtheile de« LaubauSbrechen» ida» verständige Abjeten zur richtigen Zeit, auf slavisch plenli, ist hier nicht gemeint) belehrt werden, namentlich möge letzteren unter Anziehung de» 8 17 der Winzerordnung betonend ge-rathen werden, den diesbezüglichen Anordnungen ihre» Dienst» gebe? unbedingt «Gehorsam zu leisten, unter Hinweis darauf, das» in Hinkunst für Schweinesutter aus andere Art iwie in nicht »veinbautreidenden Gegend«) Vorsorge zu treffen, eventuell die Schweinezucht den gegebenen Verhältnissen anzupassen ist. rt. Die besagte VereiiiSleitung möge gütigst, in dein Falle al» die Durchführung obiger fünf Punkte zu umständlich oder zu wenig praktisch befunden werde» sollte, nach ihrem Dafürhalten die zweckentsprechendsten Maßregeln zur Abstellung diese» UbelstandeS treffen. Indem wir bemerken, das» unserstit« mit dem erwähnten Verbote bereit» der Anfang gemacht wurde, soll rt un« sehr freuen zu hören, das» unsere Worte in berührten Kreisen Echo gesunden und wenn auch durch gemeinsame» Vorgehen der eingewurzelte Unsug nicht gänzlich h itanznhalten sein wird, eine bedeutende Eiuschrankuug wird derselbe gewis« ersahreu. Sauritsch, den 15. Jnli 1890. 3»ri Wkinproduiknttn. Ein Ausflug in das Kolloser-Gebirge. BwlHwti Angelangt aus der ziemlich ansehnlichen Höhe, überblicken wir Rebeuhügel. welche sich wellenförmig aneinanderschließen und in unabsehbarer AuSdehunng da« südliche und westliche Terrain zumeist einnehmen. Hauser in verschiedenartigster Größe und verschiedenem Baustile liegen auf diesen Bergen zerstreut und wohl eine große Stadt wäre e». wenn diese Wohnhäuser aneinandergereiht stünden, aber auch ein seltsame» Eonglomerat vo» Gebäude» von mitunter stattlicher Größe und armseligen Hütten würden dieselben darstellen. Vor un» liegt in kleiner Entfernung Hl. Geist, eine Filialkirche von dem eine Stunde entfernten Hl. Dreifaltigkeit, dirge fliehen, wenn jemand erfährt von diesen", er zeigte auf da» Dorf, .erfährt, das» er un» Nachrichten bringt; denn wie ich heute von der Milana gehört, haben un» die Türken Rache geschworen und versprochen, unsere Kopse bald den Angehörigen de» «.Erschlagene» al» Ersatz zu bringen " .Fürchte nicht», niemand wird ihn zwingen auch du nicht!" „Was also?" .Alle» wird dir klar werden; sei aber jetzt ruhig und schweige. — Unter den Ruinen meldet sich eine Eule. .Mein Vater", ruft Risto au» und gibt ein Gegenzeichen und nach einiger Zeit erscheint eine starke Gestalt, der alte Bauer Wojo Iuoifitf. .Hier bin ich. um» begehrst du Ilija?" fragte er. indem er beiden die Hand reicht. .Wo» hörst du au» Sarajevo?" .Du Ilija. mein Risto. Sava Gjermanovi^, Gjordjo Gazivoda und Milan ftloftir, ihr seid dem Tode versallen, wenn man euch fängt, geht e» euch an'» Leben!" .Ja, wenn man un» fängt! Sie sind wohl auch in'» Gebirge? — Horch, Gajv. geh' zu meinem Sohne" .Sind entflohen", unterbricht ihn Risto» Bater. .Milan hatten sie schon, aber Nedo und Pero sprangen ihm bei. sie tödteten die beide» Zaptieh (türkische Gendarmen), welche Milan an de» Vater» statt »ach Sarajevo vor Gericht schleppen wollte»!" .Entflohen? und mein Weib und Ielka?" .Gefluchtet »ach Boqovis" .Geflüchtet? Und wer ist im Han?" welche die Pfarre dies.« Distrikte» ist. Auch eine Schule befin-det sich daselbst, welche wegen oer zu weiten Entfernung von den Kindern der hier und noch weiter im Gebirge wohnen-den Insassen der Gemeinden vo» Straina. Sedlaschek, Dollena und Sakl besucht wird. Wir nehmen unsern Weg läng» der Gebirg«kette am Ausläufer derselben in nördlicher Richtung, zur Linken die freie Aussicht nach dem Pettauer Felde und allem, wa» daraus sich befindet und neben un». zur Rechten, die abwechslungsreichste Landschaft, welche wohl nicht leicht eine ihresgleichen findet. Hügel auf. Hügel ab. schnell, steil aufeinanderfolgend geht e» vor stattlichen Weingarthäusern. Gehöften vorbei; große Besitzungen wechseln rasch mit kleinen bäuerlichen ab. jeder Ab- und Aufstieg zeigt dem überraschten Auge ein neues Bild und nicht so wie in anderen Gebirgsgegenden, wo lange Bergrücken nur allmählig mit Thalsenkungen wechseln, zeigt uns hier ein ganz kurzes Umbiegen um einen Hügel ein ganz neues Bild. Die Fuhrwege versetzen den Neuling auf dieser Wanderschaft in Erstaunen und Zweifel, dass hier auch Wägen fahren, das» überhaupt Thiere in Bespannung dieselben pas-sieren können und nur die deutlichen Spuren der Fahrräder und Kettenschleifen, deren oft drei angelegt werden müssen, um da» Gefährte zumeist bergab, mit Wein beladen, möglichst vor Unfall zu schützen, beweisen ihm die«. Sowie im Sommer abgeschwemmtem Steingeröll diefe Wege bedeckt, so find im Herbste und Winter dieselben eine Schlammfurt von Lehm-masse; in beiden Fällen gehört außerordentliche Kenntnis der Wege dazu und nur heimische Fuhrleute und ebeusolche Zug« thiere dürfen sich in diese« steile und durchklüftete Straßen-gebiet wagen Wer Alpengebiete durchwandert hat. wird aller-ding« noch viel gefahrvollere Wege gesehen haben, allein, wenn man Fuhrwerke mit oft nahezu 3000 Kilo Lasten und ent-sprechendem voluminösen Umfange an solchen Straßen herab-fahren sieht, so wird man mit Schauder» und Bangen solche auf dachsteilen Wegen hin- und herschwankend« Lastwägen ver-folgen. Hie und da finden wir ei« geöffnete« Herrenhau«, durch dessen Besitzer wir freundlichst aus ein Gläschen geladen werden. Bon Rodinsivrg gelangen wir über Domeina nach Gorza-berg und der Ortschaft Poppenberg. einer der ergiebigste» Weingartdiftriete der Kollo» und einer der schönsten Aussicht« -punkte derselben. Wir machen den Wanderer aufmerksam, die Höhe der Weingartrealität de» Herrn Ober-Lande»gericht«rathe» Schrei zu besteigen; ober dem Herrenhaus? erhebt sich ein mäßiger Kogel. .Mnjo Ridja! herrscht darin, du kennst ihn ja: jener Einängige au« Mindjure ist e«. dir im verflossenen Jahre den Mijat Koladil erschlagen und beraubt hatte." .Kenne ihn. kenne ihn! Wa» ist also zu thun? Meine Pläne sind durchkreuzt!" .Fliehet in die Javorina zurück Vielleicht sehe» wir unS bald. Hier ist keiner der Unsrigen mehr sicher, und ander» wärt« in Bosnien ist e» nicht besser. Bald werden wir alle in der Javorina wohnen." .Oder in den Häusern der Türken! Höre mich. Gajv! Geh nach Bogovi«^. sage meinem Weibe, sie möge sich mit der Tochter beim Culjatä verbergen, bi» e» mir möglich wird, sie ander« wohin zu führen. Ich gehe mit Risto über da» Ge-birge nach Montenegro; möglich, das» e» mir gelingt, unter den Brüdern dort Zuflucht zu finden. Schicke mir die Freunde nach, dann komme ich und führe Euch alle mit. bere'te jegliche« vor. Meine Söhne laß wissen, das» ich noch drei Tage iut Gebirge stehe: jede Mitternacht finden sie mich bei der großen Tanne aus dem Gipfel der Bitezica. Eulenrus ist da« Zeichen. „Alle» will ich thun", entgegnete Gajv. .Benöthigt ihr etwa«?" .Nein, wir haben von allem. Und nun gebe Gott dir Glück, das« dir alle» gelinge! Lebewohl!" Er reicht ihm die Hand ... da. horch! ein Falkenschrei im Walde drüben! .Der Falke meldet sich bei Rächt nicht", sagt Risto. .ir-gend wer hat un» verrathen!" (MllM hier ist wieder einer der schönsten und lohnendsten AnSsichtS-punkte. Lange schweift der Blick te« Touristen über die Hcrr-schofl Wurmberg nach den Hüqeln der Windischen Büheln, dein im blauen Äthnr eingehüllte» Bochergebirge. den Sulzbacheralpen und im Hintergründe die mit Schnee bedeckte Petzen in Kärnten. Hu unsere» Füßen da« Drannthal mit den Ortschaften Oberpristova. Poppendvrs und Jurmvetz. Diese Gebirgskette der oberen Rollo* eu'set hier und wir müssen abwärt« steigen in da« Dolenzenthal Bevor wir jedoch da»-selbe erreichen, winkt un« da« an der Straße »ach Krapina liegende. frequent« W>rth«hau« zum .Maiberg" de» Herrn Gomilscheg. Dort finden wir alle«, wa« Leib und Seele zu-sammenhält; deutsche Wirth«leute nehmen un« gastlich auf und je nach der Jahreszeit ist dort Schinken. Kalbsbraten, Back-Kühner tt. und stet« ein gute« Gläschen Wein billigst erhältlich. Ein herzstärkender Trunk ist aber auch nach solchem Marsche ein dringende« Bedürfnis, insbesondere, wenn wir die zu er-klimmenden steilen Höhen de« Maiberges vor un« sehen. Unter dem schattigen Blätterdache einer riesigen Linde nehmen wir Platz, welche wohlthuende Kuhle und herrlichen Duft verbreitet. Eine lebhafte Verkehrsstraße führt hier vorbei. Alle möglichen Fuhnverke und Schweinetriebe au« Eroatien halten hier Er-holung«station, denn Pettau ist noch ein und eine Viertel-Stunde entfernt. Eine «rämerei mit Tabak-Trafik versorgt Einheimische sowie Durchziehende mit alle» menschlichen Bedürf« nisten ganz anständig Sollte da« Kolloser-Gedirge. wie e« wohl zu wünsche., wäre, von den Touristen ausgesucht werden, so könnte hier allenthalben eine ErholungSstatton angelegt werden, welche als Nachtstauon gelten könnte oder könnten die Fuhrwerke, hieher dirigiert, die Wanderer in 35 Minuten nach Pettau befördern. Sollten die Touristen jedoch den Ab-stieg bei Jadlovetz nehmen, so bietet denselben das srequente Gasthaus des „Philipp" in Reukirchen, ebenfalls an der glei-chen Straße gelegen und etwa eine Wegstunde vom erstge-nannten Gasthause de« Herrn Gomilscheg entfernt, einen sehr behaglichen Erholungsort; auch hier findet der Reisende so ziemlich alle«, was man auf dem Lande überhaupt beanspru-chen kann. G-niq»», Mft.> Eine Bärenjagd in Bosnien. Ich hegte schon lange den sehnlichsten Wunsch, einmal eine Bärenjagd mitzumachen, um den Meister Petz einmal auch in der freien Ratur kennen zu lernen, wa« mir al» Unterste, rer umso interessanter schien, al« ich wohl Brom- und Erdbeeren aber keine vierfüßigen Bären in meiner Heimat — wo wir glücklicher Weise von solchen Herren verschont sind — in der Wildm« sehen konnte Au« der Schilderung meiner Kameraden und einiger BoSniaken wusste ich zur Genüge, das« die« nicht« weniger al« Sport sondern ein gefährliches Abenteuer bedeute, konnte aber trotzdem dem Wunsche, eine solche Jagd mitzumachen, nicht widerstehen und beauftragte daher einen Waldhüter, sobald er ein Lager eines Bären entdeckt, mich sogleich davon zu ver-ständigen Räch nicht langer Zeit kam ein Waldhüter in meine Kanzlei gestürmt und meldete: »Ich habe eine Höhle ausge-funden, in der zuversichtlich ein Bär überwintert." Lange Borbereitungen waren nicht nöthig, da mir in Bosnien gewöhnt sind, lange Ritte auch in stockfinsterer Rächt zu mache» Ein tirvpa^ek Karabiner mit einem Dutzend Pa-tronen, ein Fläjchche» Rakija (leicht gebrannter Slivovitz) etwa« Brod und Ziegenkäse, sowie ein lange«. IiaarscharseS türkisches Messer in einer Holzscheide vervollständigte die Ausrüstung. Nachdem ich mein Abgehen dem Bezirksvorsteher gemel-det, resp, um dessen Erlaubnis eingekommen war. sandte ich den Waldhüter schnell um ein Pserd. Dasselbe war bald zur Stelle und nun ritten wir im scharfen Trabe fon in« Gebirge. Ich übergehe die Schilderung eine« sechsstündigen Ritte« durch Schnee und Gestein; sind doch solche Ritte schon ost beschrieben worden und jedem, der Bo«nien« öde Gebirge kennt, zur Genüge bekannt, e« kommt wenig darauf an. ab man öfter in diese« oder jeneS Karstloch gerathen, da« Pferd gestürzt sei oder nicht. Der Erzähler kommt doch am Ziele an. sonst könnte er ja die Tour nicht schildern und so kain e« auch bei mir. Um 10 Uhr nacht« waren wir in Luüiea, einem kleinen von armen Türken bewohnten Orte, lagen am Lehmboden einer bosnischen Stube auf einem Heulager und ließen uns von Wanzen beißen. Ein Schluck Rakija vervollständigte die zweifelhafte Behaglichkeit des Nachtlager«, welche, abgesehen von dem fort-währenden Knabbern unserer Pferde, welche blo« durch eine Bretterwand vo» un« getrennt waren und dem ewigen Hunde-gebell am Hofe, sonst durch nicht« gestört wurde Der Morgen war grimmig kalt und da wir früh auf-brechen mussten und nicht« weiter al« einen eilig geschlürften landesüblichen schwarzen Kaffee im Leibe hatten, war die Kälte umso empfindlicher. Erst der Aufstieg im hohe» Schnee auf den Matorac erwärmte un«. Unsere Begleiter, vier bäum-starke Türken, waren mit Hacken bewaffnet und krümmten sich wie Paragraphe vor Kälte. E« war schon gegen Mittag als wir unter einer steilen Felswand vor der Höhle standen. Der Eingang war verschneit und ein Loch kaum erkennbar, nur beutete der stärkt Anreim darauf hin. das« ivarnie Luft au« der Höhle ströme, ein Zei-chen, das« dahinter etwa« stecke. In der Umgebung ber Höhle waren die Zweige de« Tanuenunterwuchse« überall abgebissen und an« diesem Zeichen war zu schließen, dos« sich der Bär sein Lager mit Zweigen hergerichtet habe Viele Worte wurden nicht gewechselt, unser Plan war schnell entworsen. Ich stellte mich vor dem AuSgange ber Höhle aus. nahm mein Gewehr schus«bereit, untersuchte nochmals den Mechani«mu« und frisch gewagt ist halb gewonnen, schrie ich in die Höhle hinein. Alle« blieb ruhig Ich lies« den Wald« Hüter einen Schns« in die Höhle feuern — vergeben«. Kein Lebenszeichen vo» Petz Jetzt war die Zeit da. wo die Türken in Action treten mus«teu. Line lange Stange wurde abgestockt und mit dieser wollten wir den Bären zum Herauswechseln bringen. Wenn ich noch heute au die Scene denke, wie die armen Kerle sich bei dieser Affaire benahmen, mus« ich noch immer hell auflachen; ich glaube die armen Teufel wurden mehr als 20-mal flüchtig, so oft sie mit der Stange auf etwa« weiches trafen, um sich dann, als alleS ruhig blieb, mit blöden Gesichtern anzugaffen. Endlich musste ich selbst Hand anlegen, denn mit diesen Hasenfüßen war absolut nichts zu machen! Aber auch meine Bemühungen waren vergeben«. Ich wollte die Sache schon ausgeben, weil e« schon dunkel wurde, und wir noch einen weiten Heimweg zurückzulegen hatten, als ich plötzlich verspürte, das« der Bär faktisch in der Höhle war und in die Stange gebisten habe, aber herau« wollte er nicht. E« blieb un« nicht« übrig, al« die Sache für heute aufzugeben und da« Eingangsloch der Höhle mit Lagerholz und Steinblöcken zu verlegen, eine Arbeit, die bei Schnee und Kälte keine leichte war — doch sie gelang. Zum Überflusse wurde noch ein Feuer vor der Höhle angezündet, damit der Bär es wenigstens einige Stunde» nicht versuche, da« Lager zu verlasse». Und nun traten wir den Rückweg an. Das« ich die Rächt, welche folgte, viel geschlafen hätte, kann ich nicht behaupten und muss ich gestehen, das« mir un« gefähr fo zu Muth« war. wie in der Nacht vor einem Duell; man schläft, aber nur halb und erwacht jeden Augenblick; wus«te ich doch, das« morgen «in schlkcht angebrachter SchusS Einem da« Leben kosten oder doch wenigsten« eine fürchterliche Verstümmelung einbringen konnte. Wir waren früher al« Tag« vorher auf den Beinen und schon um 10 Uhr aus dem Platze: die Fel»stücke und Lagerhölzer wurden entfernt, der Eingang wieder freigemacht, aber der Bär blieb beharrlich in seinem Lager. Was nun mache»? Ich besichtigte die Höhle vo» rückwärts und fand, das« die-selbe an« Fel«schutt uud Steinblöden bestehe und dir Höhle auf der rechte» Seite mit diesen Trümmern überlagert sei. Schnell liess ich einige Hebelbäume zurichten und die Stangen von dort au» in einen Spalt, der in die Höhle führte, ein-schieben Jetzt >var der Moment gekommen, wo die Entscheidung nahte: wenige Minuten noch und der Bär musste hrnrn». Die Stange verschwand in der Höhle und ein Wuth>>ebrüll ertönte nun — im nächsten Momente füllte sich der Eingang der Höhle mit der schwarzen Gestalt de» Bären, ich sah die qrü»fu»krl>ide» Seher, die zurückgelegten Lauscher, ich hörte mein Herz klopfen, unwillkürlich umspannte ich da» Gewehr, ichussbereit haltend, fester, er wollte sich aufrichte« aber schon im nächsten Momente stürzte er röchelnd in die Höhle zurück; meine Büchse hatte ihre Schuldigkeit gethan Ein zweiter Schus» iimr nicht nothwendig, die ftuge( war ihm oder wie ich erst jetzt bemerkte ihr, der Bärin, mitten durch die Brust gedrungen. Bald verstummte da« Röcheln und wir zogen die Bärin heraus. E» war ein Exemplar von seltener Größe und erin-nere ich mich, das» einer der Bosniaken die Länge derselben mit 15 Spannen abmas« Das« die Bärin nicht allein in der Höhle sei. erkannten wir an dem Gesäuge und einer der BoSniaken wollte die Junge» holen, ich liess es nicht zu, weil ich da» Lager selbst sehen wollte. Mit einem Kieiispan» in der Hand kroch ich in die Höhle, welche circa 6 Meter lang war und hier am Ende derselbe» war da» Lager aus einer Unterlage von starken Baum-ästen, ein schön geordnetes Nest aus dünnem Reisig und Moo». Die Nestmulde hatte mehr al» Einen Meter im Durch-mester «nd in ihr lagen zwei allerliebste Junge, welche kaum 10 Tage alt sein konnten, sie waren noch blind, dies« nahm ich mit. dieselben gierten mir leider infolge der Kälte beim Transporte zu Grunde. Ich war wirklich froh, al» ich am dritten Tage abends zu Hause in meinem Zimmer mich vo» der Aufregung und Anstregung erholen konnte; dir Bäretzha«t machte ich memeni < iazda (Hai «Herrn) zum Geschenke unk» so hatte ich von dieser Jagd nichts profitiert als einen tüchtigen Schnupfen. Immerhin war mein Wunsch erfüllt. R. K. Vermischte Nachrichten. (Das Uolkefrlt), das der Berschönerung»verein für den 1() August d. I. plant, scheint berufen zu sein, alle» in dieser Richtung bisher Dagewesene weitaus zu übertreffen, wenigsten» entnehmen wir die» au» den umfangreichen Vorarbeiten der sich schon in vollster Thätigkeit befindlichen Eomiw Abtheilungen und den unS bekannt gewordenen Programm Nummern. Wir sagen „bekannt gewordene»", denn trotz Aufwand aller möglichen Reporterkünste »var e» uns leider nicht möglich, nähere» über einige als Überraschung geplante Unternehmungen zu erfahren, sind aber der Meinung, das» schon die im nachstehenden ange-führten Programmnummern ein Gelingen des Festes verbürgen. Vor allem haben die Damen sich mit gewohntem Eifer der Sache gewidmet und die Besorgung der verschiedenen, der LeibeS-stäikti lg dienenden Anstalten, den Blumenverkauf ic. in liebenS-würd ister Weise übernommen. Auf die einzelnen Programm-Nummern kommend, werden PettauS Radfahrer sich an diesem Tage ein K^ndez-vous mit ihren Kollegen au« den Nachbar-orten «ten und ein Wettrennen veranstalten, der Turnverein wird eine Schauübnng und ein Kürt»rnen, der Männergesang-:vrkin eine Liedertafel mit gewähltem Programme abhalten. Eine noch nie dagewesene Riesenhutsche wird gleichzeitig gegen hundert Personen in den Lüften wiegen, während sich die auf feftiT Eide Zurückgebliebenen ihre Gedanken oder Geheimnisse jeder Art pr. Post mittheilen können, da die löbliche Postdi-rection, einem Bedürfnisse folgend, an diesem Tage coulanter Weise eine Filiale am Festplatze errichtet, bei welcher den Brief-trägerdienst junge Damen übernehmen werden, ein Umstand, der zur Belebung de» brieflichen Verkehres gewiss da« meiste beitragen wird. Die grande attraclion des Tage» wird aber wohl der .Eircu«' bilden, in welchem sich die größten Spezi- alitäten der Welt produzieren werde»; wie wir erfahren, sind bereit» mehrere erste Kräfte de» gegenwärtig in Graz befind-lichen Eircu» .Eook" engagiert, mit weiteren wird unterhandelt. Auch für da» Amüsement der Jugend ist durch verschiedene unterhaltende Veranstaltungen besten» gesorgt und wenn wir zum Schluffe noch sagen, das» da» Feuerwerk in 6 Fronten durch seine Reichhaltigkeit nnd brillanten Effecte alle seine Vorgänger bei weitem übertteffen wird, da unsere hiesigen Pyrotechniker einmal aller Welt zeigen wollen, was sie zu leiste» im Stande sind, so glauben wir. das» nun auch unsere Leser die eingangs gemachte Meinung theilen und wünschen wir dem so rührigen und strebsamen Verschönerungsvereine nur. das» seine Bemühungen durch Erfolg gekrönt und die Ergebnisse de» Feste» recht zufriedenstellende sein mögen. chrrwaorabiiad) Mittwoch den 23. d. M abends 8 Uhr findet die gründende Versammlung de« Zweigverbande« Mar-bürg de» Germanenbunde« in der alten Bierquelle in Marburg, Postgasse. statt und ladet hiezu die Mitglieder de» Verbände« Pettau freundlichst ein. Mitglieder, die an dieser Versammlung theilnehmen wollen, werden ersucht, die» dem Obmanne Hermann Schlosser gesälligst bekannt zu geben — Der deuychnationale .Bücherei-Verband in -Wien" verfolgt den Zweck, altr Brief-marken und sonstige Postwertzeichen aller An. sowie gebrauchte Stahlfedern einzuiammeln und den Erlös aosschlirtlich deutsch-nationalen Unternehmungen (Schönerer» Hamerlingstiftung. Fahiitnsäckel des deutschen Gesangvereines i" Wien, Verbands-lassen de« Germanenbunde« u. s. w.) zuzuwenden. ES ergeht daher an alle Mitglieder und deutschnationale GefinnungSge-nossen die Bitte, alte Briefmarken u. s. w. eifrigst zu sammeln und die gesammelten Sachen än den Obmann Hermann Schlosser oder an den Zahlmeister. Joses Gspaltl, eiiizuschicken. (Geographische* Dasselbe besitzt infolge seiner reichhaltigen Sammlung vorzüglicher GlaSphotograph,en au» allen Ländern einen sehr guten Ruf. Dasselbe war über 4 Monate in Trieft, 4 Monate iu Agram und jetzt längere Zeit in Marburg ausgestellt und sprechen sich die ZeitungSbe-richte in äußerst lobender Weise über diese Photographien au», und in der That, wir haben Gelegenheit gehabt, die Serie Schweiz und Italien zu sehen und müssen gestehen, das« wir in Pettau so seine, gelungene Photographien mit so überraschender Plastik bi« jetzt nicht gesehen haben. Dabei ist das ganze Arran-gement ein sehr elegante«. Täglich ist ei» andere» Land auS-gestellt. Wir könne» de« Besuch besten» empfehlen. (Stierschal.) Zu der am 7. d. M in Pettau vorge-nommenen commijsionrllen Stierschau, welche unter Leitung de» Obmanne» de» Distrikte», Herrn Ferdinand Kada au« Frieda», unter Intervention von 6 Gauvorständen beziehung«-weise Stellvertretern des Distriktes, ferner de« k. k. Bezirk«-Thierarzte« stattfand, gelangten 57 Stiere zur Anschauung. Von diesen waren bereit« 2 Stück im Jahre 1889 lizenziert worden. Bon den übrigen 55 Stieren wurden prämiiert und lizenziert 25 Stück, lizenziert 16 Stück, während t6 Stück wegen mangelhafter Körperentwickelung abgewiesen werden muss-ten. Mit Bedauern mus«te die Eommitsion zu dieser Mas»-regel greifen, da es im Bezirke ohnedies an männlichem Zuchtmaterial mangelt und wäre e« wünschenSwerth. wenn die bäuerlichen Züchter endlich zur Einsicht kommen würden, nur bessere«, gut gebaute« Material zu züchten und zu kräftigen, der Zuchtrichtung entsprechenden Vaterthieren heranzuziehen. Die Besitzer der llzenzierten aber nicht prämiierten Stiere bekamen ein Zureisegeld pr. t fl. (LurgaKr» von auSwärt« haben sich hier eingefunden, um die Hellivirkuug unserer Draubäder zu versuchen. Allge-meine Befriedigung und ungetheilte» Lob wird der vortrefflichen Badeanstalt gezollt Ein zahlreicher Zuzug von Badegästen steht demnächft in Au«sicht. ,ahm«fähig zu machen für da« Samenkorn, da« hundertfältig aufgehen soll. Welche Arbeit geht aber nicht dieser Thätigkeit voran, kurz, wie vielfältig und schwer ist nicht die Mühe, ehe da« Grün der Saaten aufsprießt auf den Feldeni, und dann erst die sorgenvollen Tage. Wie bange schlägt de« Landwirte« Herz, wenn in den Maiennächten die Sterne so Nar am Himmel fanfeln: ist doch in diesen gefährlichen Übergangszeiten der leiseste Nordwind hinreichend, um unberechenbaren Schaden zu verursachen. Und nun diese Sorge vorbei, hat da« Spiel der Elemente erst recht nicht« von seinen beängstigenden Erschei-nungen verloren. Am Horizont zieht'« schwarz und nnheimlich herauf und wie leicht und in der nächsten Viertelstunde ist die auaehoffte Ernte zerschmettert, vernichtet. Aber Gott sei Dank all da« ist glücklich vorüber, der Frost hat nicht geschadet, da« gefürchtet? Hagelwetter wurde „vom Wasser angezogen." Golden wogt da« Ahrenmeer und nun beginnt die Schnittzeit »nd der reiche Segen wird eingeführt in die Scheuern. Jetzt aber beginnt so überau« häufig die schier unglaubliche Sorg-losigkeit Wa« mit so vielen Sorgen eingeheimst wurde, wird schutzlos dem Zufall und übelverstanden er Sparsamkeit prei«-gegeben. Der Landmann unterläßt in vielen Fällen, blos um die geringe Prämie, die er an die Versicherungsgesellschaft zahlen müßte, im Sacke zu behalten. seine in der Scheune aufge-speicherte Frucht gegen FeuerSgefahr versichern zu lassen. Dann wird gejammert, wenn da« Unglück hereinbricht; aber wie jede zu spät gekommene Reue ist auch diese fruchtlos, und Gleich-giltigkeit Hot die Müh, ein?« ganzen Jahres in wenigen Stunden rettung«lo» und unwiederbringlich zerstört und vernichtet. Möchte doch jeder Landwirth unsern wohlgemeinten Rath hören und in dem Augenblicke, al« er die frucht einführt, sich beeilen, sofort die Brandschadenversicherung der Ernte-Ergebnisse zu veranlassen, denn vielleicht schon in der kommenden Nacht macht sich'« ein Bagalund hinter dem Schober bequem, schläst dort mit der brennenden Pfeife ein und schafft so da« Unheil zur Stelle; oder auch durch Unvorsichtigkeit und Leichtsinn der Dienstleute kann da« Unglück herbeigeführt werden. Und sind etwa die BrsndKger auf dem Lande nicht ein unausrottbare« Übel? Gegen die Folgen de« Zufalle« oder der Bosheit sich zu schützen, ist aber so leicht, so einfach und so billig, das« e« nachgerade eine PfUchtvernachlaisigung gegen sich selbst »nd die Familie ist. diesen Schutz nicht aufzu>uchen. und darum können wir nur unseren wohlgemeinten Rath: „Versichert Eure Feld-früchte gegen Feuerschäden!" auf'« eindringlichste wiederholen. (Ei'» Jode Oberlehrer einer christlichen Schule.) In der czechischen Presse ist zu lesen, das« in den königlichen Wein-bergen bei Prag für die dortige Volksschule, deren Schüler zu zwe, Dritteln christlich nnd nur zu einem Drittel jüdifch sind, durch den BezirkSschnlrath ein Jude als leitender Lehrer ein-gesetzt wurde. Die Thatsache bedarf wohl keiner näheren Beleuchtung. (Ans der Hochzeitsreise tobsuchtia geworben.> Der in Zwischenwafsern Warnten) wohnhafte fürsterzbischöfliche Renten-adjnnct Franz Raredy, seit acht Tagen in einem Hotel im 6. Bezirk in Wien mit seiner jungen Gattin einlogirt, wurde gestern nachmittags in einem Geschäfte in der Wipplingerstraße, wo er eine ihm wildfremde Frau zu deren Entsetzen vorher un-heimlich sixirt und alsbald geküßt hotte, plötzlich von Tobsucht befallen Der Unglückliche, der sich aus der Hochzeitsreise befand, wurde auf Anordnung der Polizei in der psychiatrischen Klinik des Professors Meynert im allgemeinen jtraiikenhanse internirt. «Mitternachtssonne.) An» Tromsö, der Hasenstadt auf der gleichnamigen Insel an der Nordwestküste von Norwegen, unter dem 09 38 Grad nördlicher Breite, wird am 6. d M t> legraphirt „Mit Hurrah wird soeben an Bord de« Nord-deutschen Lloyd Dampfer« „Kaiser Wilhelm II." die hell »nd hoch am Himmel leuchtende Mitternachtssonne begrüßt und eine Cigarre mittelst Brnmglase« an derselben entzündet (Rinder als Lrandkister.) An« Amstetten wird geschrieben: Erst kürzlich entstand im Cite Texing durch ein Kind, welchem die schönen „Johannisseuer" so sehr gefallen hatten, ein ver- heerender Brand; am 2 d. M wurden in Rupring (CrtS-gemeinde St. Valentin) abermal» drei Bauernhöfe in Asche gelegt. Ein Knabe forderte von seinen Spielkameraden ein Stück Brot und weil ihm dasselbe nicht sofort gegeben werden konnte, »ündete er nach seinem Geständnisse einen Bauernhof an. von dem sich das Feuer rasch weiter verbreitete. H*ellwt befindet «ich der altbekannte Michel'whe Schiem-Salon and ladet zu zahlreichen» Besuche ergebenst ein Der Besitzer. igf ly,it > jiW j ^4 rSj^B k : 3ÄSI J. PERKO in PETTAU Haupt-Agentur der L Ungarisch-französ. Versicherungs-Actien-Gesellschaft (Franco-Hongroise) erlaubt sich die P. T. Herren Gutsbesitzer und Landwirthe zur Versicherung der Feld- und Wiesenfrüchte gegen Feuerschaden höflichst einzuladen. Prämien werden billigst berechnet, vorkommende Schäden coulant erhoben und prompt bezahlt. Die Gesellschaft übe, nimmt auch Versicherungen a) gegen Feuer-, Blitz- und Explosions-schäden an Gehäuden, Fabriken, Maschinen, Mobilien; b) gegen Hagelschlag; c) auf das Leben des Menschen; d) Unfallversicherungen. Die General-Agentschaft ist in Graz handelsgerichtlich protokolliert Offeriere Prima Himbeersaft pr. Ko. 65 kr.; bei grösserer Abnahme 60 kr. H. Molitor Apotheke zum „Mohren", Pettau. Besuchs- >3^ Anzeige. Den geehrten Wünschen mehrerer P. T. Kunden, der Herren Jagdfreunde in Pettau und Umgebung zu entsprechen, fühle mich veranlasst, mit einer kleinen Maateroolleotion der neuesten von Jagdgewehren für die Tage Bemitig den 26. und Sonntag den 27. Juli d. J. Pe+tau zu besuchen und mache höflichst meine ergebenste Einladung zum geehrten, gütigen Besuche. Hotel Woisk Samstag den 26. von 2 bis 6 Uhr nachmittags, Sonntag den 27. von 8 bis 12 Uhr vormittags. A. Hummel WfifTenh&ndler, Graz. Murplatz 2, Eiaemea Haus. Das Haus Nr. 60, 8ehlessgaase, mit einem Weingartantheil und zwei ) Kartschovina und im Stadtwalde, ist um 1100 fl. sogleich zu verkaufen. Näheres bei Elisabeth langer, Klagenfurt, St. Veiter-Ring oder auch in der Admin allwo auch die Kaufsvermittelung übernommen werden kann.