für Annst, Wissenschaft und geselliges Leben. —^V«< Nedigirt von Franz Hermann von Hermannsthal. ^ ZZ, Montag am 'I'. November 284I. Non dieser Zeilschrift erscheinen wöchentlich zwei Nummern, iedes Nal ein halber Bogen. Der Preis des Blattes ist in Laibach ganzlüdrigü, ialblährig » n. Durch die k. k. Lost unter «üuuvere mit pormsreier Z^senduna aan-iäbria », balbjäirlg 4 sl. C, M., und wird balojädri» «orau», be« »Mach' auf, mein trautes Liebchen, Die Nacht ist eisig kalt —' Am Fenster seiner Lieben T>es Wächters Siimmc schallt.— Der Tag begann zu grauen. Des Wächters Lieb' erwacht — Und dachte stumm und traurig Des Traums uerflois'ner Nacht. Treu Nlischen stand am Fenster, Das Herz erlahmt im Schlag — Vor ihren starren Blicken Der todic Liebling lag. M a i 11) ü I. Skizzen aus Krai». lll. Volks crachcen in Unierkrain. Von Michael Heins». (Fortsetzung.) Im Bezirke Land st ras; kommen drei verschiedene Trachten vor. In der Hauptgemeinde Tschad esch, an der croatischen Grenze, ist die Tracht jener in Civil-Croa- tien ähnlich. Sowohl Männer als Weiber tragen im Som­ mer und Wincer einen groben weißiuchenen, bis an die Knie reichenden Rock mit einem kleinen aufwärtsstehenden oder gar keinem Kragen. Der Rock ist im Sommer ohne Aermel. Im Winter tragen die Männer weißcuchene lange, anschließende Beinkleider, auf den Näthen mit rochen oder blauen Schnüren geziert, darüber hohe rindölederne Stie­ fel, die so gemacht sind, daß der Stiefelschafc mit einem herzförmigen Vorsprunge das Knie bedeckt. Die Weiber tragen rothe Strümpfe und niedere Schuhe oder Stiefel. Im Sommer trägt der Mann ein grobleinenes langes Bein­ kleid, und über dasselbe ein gleiches, mit einer ledernen Gurte befestigtes Hemd. Fußbekleidung ist im Sommer weder bei Männern noch Weibern üblich. Als Kopf­ bedeckung dient den Männern ein Filzhut mit sehr brei­ ten Krampen, den Weibern aber das Kopftuch, peöa. In der Gegend von Landstraß ist die Tracht jener bei Laibach ähnlich, nur mit dem Unterschiede, daß häufig Spenser oder Jacken aus weißem zu Hause erzeugten Tuche getragen werden. In den Ortschaften am Grenzgebirge gegen Militär- Croatien, «»i-ikii«, trägt der Mann einen Filzhut mit niederem Gupf und breiten Krampen, zwar Wincer und Sommer leinwandene Hosen, ß»c«, wohl aber, des lange anhaltenden Schnees wegen, hohe bis über die Knie rei­ chende Stiefel, über die Beinkleider ein leinenes grobes Hemd, i-ubaöa, und um den Leib einen ledernen, vier Finger breiten Gurt, dann im Winter einen bis auf die Knie reichenden, aus heimischer Schafwolle erzeugten weißen Rock, lull-», was auch die Kleidung der Weiber ist. Letz­ tere tragen darunter die gewöhnliche leinene Kleidung und als Kopfbedeckung das Kopftuch, zisöa. (Fortsetzung folgt.) Der Herr, der immer altes Vrot aß. Noch dem Englischen. (Fortsetzung.) Eines Tages, gegen das Ende des Jahres 1817, ver­ ließ der alte Herr das Kaffeehaus, ohne sein Frühstück bezahlt zu haben; da er aber kein Wort deßhalb hatte fal­ len lassen, so nahm man an, er habe vergessen, und werde sich am nächsten Tage daran erinnern. Allein in dieser Annahme hatte der Eigenchümer der Anstalt die Rechnung ohne den Wirth gemacht, denn der nächste Tag kam, und wieder einer, und wieder ein anderer, „der Herr, der im­ mer altes Brot aß«, steckte regelmäßig seine zwei Stücke Zucker ein, trommelte seinen gewohnten Marsch, zog seine hessischen Stiefel in die Höhe, und thac mit Einem Worte Alles, was er zu thun gewohnt war, mit der einzigen Ausnahme, daß er seine Rechnung unbezahlt ließ. Diese nicht unwesentliche Veränderung in seinem frü­ heren Thun hatte nun schon eine volle Woche angehalten;