Laibachcr Donnerstag den 9. April. Inländische Nachrichten. «Wien, den 2. April. Se. Maj. der Kaiser genießt der vollkomensten Gesundheit, und befindet Sich so gut, so frisch,so NUinter, als Er es je war, Er arbeitet lmermühdetin seinem Kabinett, und Seine Erbohlllngsstnnden schenkt er den Feld-marschallen Gr. Lacy, Gr. Haddck, und Freuk. Loudon, die er seine Freunde nennt. Diese'Zuverlässige Nachricht sey nicht nur zur Beruhigung, und zum Vergnügen fller rechtschaffenen, und für das Wohl ihres Monarchen edel denkenden Unterthanen , sondern auch zur Beschämung aller jener mitgetheilt, die es — ich weis nicht aus was. Absicht — gan; lieblos gewagt haben unter das Volk auszustreuen, daß die Gesundhejtsmnstande Sr. Majestät sehr Mhrlich aussehen, und das man aller Hipokrateskunst aufbiethen müsse umHöchst-dieselbe wieder her.ustellen. Se. MaMat haben wegen obwaltender Jutttrthmrung zu bewilligen geruhet, daß von ?. April lausenden Jahr's anzufangen, bis 15. Oktober d. I.das RttH geld von de« Reisenden, und Pn-vatstasseten zu i. Gulden von Pftrd , und Sta'ion überhaupt, abgenommen wcrM den darf. D-'r Narrenthurm soll zu eittem Staats-gefangniß umgeschaffen, und mit einer Mauer umgeben werden. Die Kavallerie wird dabey die Wache versehen. Dle Narren aber werden einen Theil des grossen Krankenhauses bniehcn. Die in dm hiesigen Kasernen marschfertig gelegten Rekruten, und Rekonvalescenten sind vorige Woche zu ihren Regimentern abgegangen , und es werden uoch immer starke Mmizions, und Montirungs-transporte auf der Donau von hier nach» Ungarn abgeführet. H Der noch nicht sobald erwartete Umstand , wegen der Wiedergenesung des Königs von Grostbnttftnnim, scheint ein ge. wisses Kabinet auf einmal wieber in Bewegung gesetzt zu haben, und die zu Stockholm erfolgte Gefangennchmimg von ungefähr 30. Mitgliedern des Ritterstan-des wird hauptsächlich für dessen Werk angegeben. Da zu gleicher Zeit auch von Konstantinopel zuverlässige Berichte eingegangen sind, nach welchen die Pforte sich nunmehr erklärt, den Frieden mit den beyden Kaiserhöfen durchaus mit keiner Aufopferung erkaufen, sondern den Krieg mit einer größern Anstrengung, als im vorigen Jahre, fortsetzen zu wollen; so vermuthet man nicht ohne Grund, daß bey5 des, nämlich sowohl das, was in Kon-stantinopel, als was in Stockholm vor-gieng, in einem Zusammenhange mit einander stehe. Temeswar, den 17. März. Unsere Posten von Freywilligen stehen eine Strecke unter Mehadia, und an del Donauseite bey Qgradina, welches in gleicher Entfernung zwischen Schuppaneck, und der Veteranischcn Höhle liegt; der Strich aber zwischen Mehadia, und Gchüppa-neck ist noch unbesetzt. — Alle Aerarial-gebaude im Banat, die durch den voriges Jahr erfolgten feindlichen Einfall gelitten haben, werden einem neuerlich eingegangenen Bcfchle m Folge wieder hergestellet, und es'ist dazlt bereits der Anfang gemacht worden. Dm Unterthanen, welche von den Feinden gelitten haben, ist befohlen worden, ihren Schaden be-siimmt anzugeben. — Hier soll es auf unserer Seite ;uerst aufdieBombardirung der Festung Qrsova angesehen seyn, wozu der nahe gelegene Berg' Allion, welcher die Festung beherrscht, zu Anlegung der Batterien ausecschen ist. Rronsladr, den 15. März. Unser kommandierende Herr G. F., M. L. Prinz von Hohenlohe isi aus Hermannstadthier glücklich atlgckvMMN um die Passe zu besichtigen. Dieses ist um s«? nothwendiger, als ein Kurner vom Prinzen von Ko-burg die Nachricht gebracht haben soll; daß der Großdezicr, der sich noch immer zu Rustsckuk aufhält, in dieser Gegend täglich mehrere Truppen an sich ziehe, und Willens zu seyn scheine, den Schauplatz des nachsibevorstehenden Fcldzuges nach der Wallacheo, und Moldau zu versetzen , um sowohl Bender zu entsetzen, als auch sich mit Pohlen zu vereinigen. — Auch ziehcn allenthalben die sogenannten PanMcn herum, oie Befehle haben, alle Strassen, und Fußsteige zu durchforschen , und zu hindern, daß die Lan-deseiuwohner nicht in das kaiserliche Gebieth sich siüchten. Die Kundschafter erzählen , Mavrojeny habe sich unlängst wie-d?r nach Nustschuk begeben, und von dem Großvmer Verhaltungsbefchle eingehoh« let; bald hierauf wäre die ganze Gegend von Bukarest von einer ungeheuren Meni ge türkischen Kriegsvolkes besetzt worden. In Makinem), zwischen Fokschan, und Braila soll ein ansehnliches Magazin von allerhand Lebensmitttln angelegt worde» seyn. Aomün, den 6. März. Vor 8. Tagen stieß ?ine türkische Patouille von ungefähr 6o. Mann auf unseren Vorposten unweit Backau. Düscr war zu schwach, müßte weichen, und verlohr im Rückzüge 7. Mann und 3. Pferde. Indessen hörte man in Backalt das Schiessen bey denl dortigen Hauptpostcn. Dir PosienkolN-' mandant, Oberstlieutenant Blaskovus, rückte mit einem Zug von Kaiser Huffa^ ren aus, eneichte'die Feinde, und trie» sie mit einem Verluste von 20. Mann, und 7. Pierden in die Flucht. Unserer Seits ist 1. Mann geblieben, und 3. sind verwundet worden. Seitdem ist der Ober- sie Baron von Karaiczay nach Bakau, und weiter vorgerückt. RMst^dt, d?n 28. Wärz, Ganz Merlässige Nachrichten haben wir, daß die Türken aus der Gegend von Trav-nik, Skopie, Kupres, und der Her ogo-wina den Befehl hatten, in einem besondern Korps von 12,000. Mann aufzu-brechm, und sich am 16. Mär; an einem bestimmten Platze zu versammeln, um über Grahovo, und Unaz die likaner Landesdeftnsionsdivisionen , die unsere Grenzen besezen, anzugreifen, uud in das likaner Kantonsnumcro zu dringen. Die Versammlung erfolgle den 16. Man rich< tlg bei Osirowitz, und dem Kloster Her» Mama, und wir bemerkten schon türkische Kundschafter in der Gegend. Indessen ist bis heute kein Angriff geschehen, indem man von Seite des löbl. likc.ncr Kommando alsogleich die nöthige Anordnungen zu nner nachdrücklichen Gegenwehre traf, und den ganzen Popula:ionsstand, die jungen Leute zu Fuß, und die Alten zu Pferd, zur Vertheidigung in Bereitschaft hielt. > Das Feldgepäcke des F. M. Frech. v> Loudon, so wie auch des F. I. M. Baron de Vins ist hier bereits eingetroffen: wir sehnen uns recht sehr nach der Ankunft dieser beyden Herrn Generale. Ausländische Nachrichten. Großbrittanien. .