^« 20». Dinstag am I.;. 8eMmlm l«63. Di« „kaibachn Zntnng" nschnnt, mil Nn»n»hme dn Sonn- und Fnertage, täglich, und lostet sammt dm Vtilagen im EomPtoir ganzjährig n fi., halb-jährig » fi. 20 lr,, mil Kreuzband im Lomptoir ganzj. 12 fi,, halbj. « fl. Fur die Zustellung in'« H»u» sind halbj. 50 lr. mehr zu eiilrichlen. Mil del Post portosrti ganzj., untn Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fi,, halbj. 7 fi, 00 lr. K»stlllon«nel'i!!!!' '7 sine Garmoiid -'3p°!tm,eN' ob« dm Rcmiii dcisclden, ist sllr Imalige Umschaltung 6 kr., ft!r 2mlll,<,c8 lr,, für ,'.malige ll>lr. u, s, N>. Zu dielen Gebühren ist noch d«r Insertion« - Stempel p« 30 tr, für eine jedelmalige Einschaltung hinzu ,u «chnen. Inserate bi« 1« Zeilen loften I fi. 90 lr. für 3 Wal, I si, 40 lr, für 2 Mal und 30 lr. für l Vlal (mit Inbezriff de« Inselti°n«stempel«). ^Haibacher Zeitung. Uichtamllichcl Theil. «aibach, 14. Scptcmbei, Tic „ungarische Frage" steht wicdcr äussrer Tagesordnung Das Organ der Hofkanzlci, die «Ung, Nachr." erzählen, daß dcr Kaiser i» Frankfurt versicherte, ^cr wcrdc cs -sich zur ersten Aufgabc machc». dic im 'eigene» i!a»dc obschwebcndcn Diffe» rrnzc» zu lösen," Obwohl dcr Kaiser dieß nie aus t>cn Aua.cn ssclasscn hat. so scheint doch erst jeht für ric Ncgicrung dic Zcit zum Handeln gekommen zu sci», 2c. Majestät richlctc bekanntlich an die kürzlich in Wien gewesene Deputation ungarischer Slaven vie Worte: «Ich hoffe, daß das loyale slovalischc Voll bei dem verfassungsmäßige» cngerc» Anschlüsse Meines Königreiches Ungarn an dic Gcsammtmonarchic sich chätig n»o eifrig beweisen werde," In diesen laiscr« lichcn Wortc» liegt ci»c crnslc Mahnnng und War. »n»g für dic Völker jenseits dci Leitba. daß sie sich von ehrgcizigcn und starrsinnigen Parteiführern nicht verleiten lassen, und daß sic endlich von dem sterilen Standpunkte der Rcchtskontinuität zu dem fruchtbarcn cincr praltischcn Auffassung bcr Dinge zurückkehren mögen. Bezüglich dcr deutschen Viindcsrcformangclegcnhcil wird noch auf Preußens Antwort gewartet. Nach achttägiger Uebcrlcgung scheint man sich in Pcrli» dahin cnischlosscn zu habe», die VundcOrcform > Ältc einfach abzulehnen, ohne Gcgcnoorschlägc zu machen. Dieß wird, der „Krcuzzcitung" zufolge, der Inhalt der Antwort dcö Königs von Preußen auf das Kol> Itltiuschreibe» der Untelzeichuei der Reform-Alte sein. Vorläufig also ist die reine Negation die einzige Po° lltik. welche Preußen dem Fürslcntagc entgegenstellt. Binnc» Kurzem werde» wii von den Verhand» lungc» eines russischen Provinziallandtags hören. Da« offizielle Zcrcmonicl für dic Eröffnung des sinn» lä»rischc» üanotags l» Hclstngfur« ist bcrciiS gevrnckl, jedoch wird sclbigcs erst unmittclliar vor dcm !:'» September (Eröffnungstag) znr Vcrtheilung kommc»' Troßdem ist bereits bekannt, daß die dci Eröffnung dcr schwedischen Ncichsständc in Stockholm üblichcn Formalilätc» in dem Zeremonie! größlcnthcils berück' sichligt worden sino. nur mit ocm Unterschiede, daß daS sogenannte «Einblasen« deS Landtags nicht, wie dort, durch reitende Herolde in goldgestickten Gewäu. der», sondern mittelst einfacherer Zeremonie durch einen gewöhnlichen Ncfcrcndaricn. Sekretär dcö sinnläüdi. scheu Senats, und zwar von dem Palkon dcö Senats» Palastcö ans, vollzogen werben wird. Der große Saal des Nlttcrhauses wird zur Aufnahme dcr Mter-'chanlichcn Vertretung hergerichtet- die übrigen Ab« ^"""""a Priester., Bürger- und l^a r/ « ^ '""'" gleichfalls in dem Ritlcrhause b d end kle'i' '"°"' """"' ^ dieselben nur anf bedeutend klemere Näumlichkcitcn Rechnung machen, ^. n^.'ss nn??^" ""«Paris »nb London bewege» ^ ^r^. "^" ".ropäischcn und amcrika. '"'^« 2 "Ne - I" dcr westma'Michc» Diplon.atic ,st es ganz still geworden. Mliko ,„ dos vorwic-gcndc ^hcma der französische» Blätter. AuS dc» aiucrikmuschen Berichten über die Vorgänge in Me» liko kann man entnehmen, daß das Pcnel,men der französischen Truppen in Meriko nicht sehr »on dcm abweicht, welches sie uom General h,s znm Soldaten herab in Deutschland seinerzeit selbst da beobachtet habc». wo sic als angebliche V»»des^cnosscn auf« lratcn. Die Tagcsbcfchlc, welche Genera! Forcy glgcn alle die erlassen, die wagen, die uölkerbeglük» leiwc Praiis dcr kaiserliche» Generale und dic Un-»l'crlrcffiichkcil der R'egicrungs.Piinzipien des zweiten ^aiscrrcichs zu bezweifeln, lassen die »ordamerikani» sche» Berichte aus Meliko als glaubwürdig llschcinen. Die „Oloile bclgc" bringt interessante Beiträge zu der Art, wie Genera! Forcy die Ordnung in den uo„ den französischen Truvpc» bcseytcn Gcbiclc» wicdcrh'cizustcllcn beliebt. So hat der Gcncral Zorcy dlc Peitschenstrafc in dc-n Codcl gegen Widerspenstige anfgcnommcn. und sie wird rücksichtslos gcgcn alle Klasscn dcr Bevölkerung angewendet. DaS Vlalt nennt einzelne bekannte Pcrsönlichkciicn dcr Haupt» stadt, welche unttl dcr französischen Vrutalität zu lciocn gehabt haben. — I„ Orizaba wurden 17 junge Damcn verhaftet, welche ihrc SiMvalhicn für die in Pucbla gemachten Gefangenen offen bei dem Durchmarsch derselben au den Tag legten. — In dcn nicht von den Franzosen beschien Staaten soll auch nicht die geringste Dcmonstraüon zn Gunsten einer zu gründenden Monarchie vorkommen, sondern eS sollen sich im Gegentheile dawider von allen Scitcn Protcftationcil erheben; selbst unter dcn vom Gcncral Forcy zu „Notablen" ernannten Persönlichkeiten soll man weder einstimmig über dic Monarchie, noch rcrcn Anhänger einstimmig über dcn dafür zu wählenden Kmididate» sein.' Sogar die Geistlichkeit soll sehr ernstlich gegen die neue Ordnung der Dinge pro» tcstiren. Oesterreich. HUien. ^hrc Ma>c>i»l d,c Kmscrin l.'aben sich allcrgnaoigsl l'clliüimt gnlilibe», zum AilSI'a» oer Kirche zu Zicgcnfuß in Äöymc,! 0c» Vclmg von l(X) Gulden zu bewillige». — AuS Wien, 10, Sept,, schreibt man der ,A. A, Ztg.": Herr o. veusl. der verbiensluoUe Staatsmann, dessen Benuchimgen lheilwcise auch der erfolgreiche Ausgang de« Frankfurter TagcS zu da», lcn ist, und dessen glänzende Widerlegung der Nog» geubach'schen Argumentationen das bedeutende Maß seiner politischen Begabung ncucrdiugs dargelegt hat. befindet sich seit Kurzem in unserer Mille. Gestern war er zum Diner bei dcm Grafen u, Rechberg ge« laden. Kein Zweifel, raß unsere Slaalsmäniicr die Ulbnhebuua, des preußischen «Slaats-Anzeigcrs" ernst >» das Auge gefaßt habe» und vcn Porwurf »ich! anf sich bcrichcii lassc» werde», dic verbündeten Für» stcn hätten dcr Würde u»o Unabhäugiglcit Preußens nahclrcicn wollen, E^ fallt immerhin auf, oaß eine Antwort des König« auf das zweite Kollctl,uschll!ben noch nicht eingelaufen ist- M"" wünscht hier recht sehr zwischen vem mimsttllcllcn Aufschrei in dcm offi. zicllcn Blatte und dcr eigentlichen Inlcntion des ge» wlsscnhaftcn Monarchen, der ric Ergebnisse der Für» slcnuersammluug in ernste Erwägung ziehe,, zu wolle» versprach, uulcischciccn zu dürfcu. — 12. Scpl. Dcr KonkurSauoschuß h«j gestcrn Abcnds Sitzung gcbaltcn und die wichligc Frage ocS laufmännischcn ZwangausgleichcS erörtert. Der Iu» slizminister Dr. Hei» hatte den Wunsch ausgesprochen, sich an der Verhandlung über dicsc» Abschnitt selbst bclhtiligcn zn woUcn. und war auch gestern AbcudS iu dcr Sihuug crschicncn. Die Diskussion war eine sehr lebhafte. Endlich wurde das Prinzip dcS Zwang» ausglciches mit 5 gcgc» l Stimmen a»gc»ommcu und sohin zur Delailbcralhuug geschritten, Weilers wurde auf verschiedene >" "»^n,,». bcl.isscnc Punkte zurückgegriffen und dcr »ichl hinlänglich klar abge» grenzte Begriff ^Ncalglaubigtl" in «Sondcrgläubigcr-, d. i. solchc Gläubiger, welche aus Spczialmassc» ilnc Vcflieviaung erlange», umgeändert. Die erste Lesung dcS Entwurfes wir» baw vollendet sciu, — Die KällW ^»dwirthschaflg. Gesellschaft beabsichtigt in Kärntc» ein Uulcrnchmcn in'« ^cbe» zu rufe», welches i» anderen Kronländcrn die Endlage zwar versucht, aber noch nicht zu Stande gt' brach, haben i nämlich die Gründung emer Boden« lredilanstalt. die unter dem Namen „Agrarbank" in Klagenfurt errichtet wilden soll, Den Hauptstoß des Anlagekapitals bildet ei» ?cgal von circa 2c uieilc köüiglichs Proposilio», nämlich jene über die Art und Weile dcr Bcsä'ickung des NcichsrathS, vor dcr dritte» i» Vcr» Handlung nchmcn zu lassen. Die langen uno schivic» rige» Debatten, welche schon dic erste lömgliche Pro» position im sicbcnbürgischen limwlaa veranlaß!,-, niußten die Besoigniß erwecken, daß oie Vcralbung der viertcn in »»absehbare Fcrnc gerückt, und ein endlichcr l^i» folg für die gegenwärtige Ncichsraihssession nicht niebi wirksam werden würde, Abcr »ach reiflicher Erwä» g»»g hat man sich enlschlossc». die Ordiwüa, bcr kö»igliche» Propositio»en zum Behufe dcr la»d!äg-lichc» Berathung nicht zu verändern. Den» die Reichs» raths» Abgeordneten sollen ja aus dem Landtage gc< wählt werde». Dieß seht abcr als u»umgä»qlich nothwendige Voibedingung voraus, bap die !>.'a»b» tagsordnung scstgescht ist, — Mau schreibt dcm «Pester i!loud« auS Wien -. Dcr Nothstand in Ungar» beschäftigt forlgese»! »nscrc Regicrungskreisc anf das ilcbhaflcstc. E« sind Vcr» Handlungen im Zuge, welche dic Ko»llahinmg eines große» Attlcliciis — desscn Minimalglenzc mit 12 Millionen ll»o rcsicil Manma!,grc»zc „ü! .'<) Nillwnc» ax.icael'c» wlrd — zn (Lunstcn dcr NolblciDenrl'!! in Ungar» zu licwcrkstcUigen. Dicfc Summc wärc zu Dallchen, zu Bauten, kurz in umfasscnoer Wclsc »icht bloß zur morueuts»»!» Änderung des 5iolhsta»dcS. sondern zur Herstellung dcS gestörte» Nirlbschasl» bctricbcs zu ucrwcudcn. Der für dic »nmiltclbare iündcrung des Nolhsia»d,s höchst wichtigc» Alfölo. bah» dürfte» dicsc A»Ichc»snegoziatio»c», wc»n ich recht linlcrrichtcl bin, bereits zum Vuriheil gereichen. Denn es beißt, daß dcn Unternehmern jene Summc vo» ciica 7iX>,'»,c Erd» arbeite») losten, als Vorschuß gegen scincizeilige Ro fundirung geleistet weroc» soll. — Wie ma» dcm „Sürgöny" aus Wien schreibt, befanden sich dieser Tage Depulalionc» auS Szabadka, Szcgcdi» und Hold.Mczö'Vasarbcly hicr. um <» Anbetracht dcr dringcndcn Nolh in jene» Oc^ gcnbcn bci Sr. Majcstät dcm Kaiscr bezüglich dcr Arbeite» a» der zn errichtenden Alfölder Eiscnbabn ;u pelitlonire». Sc. Maj, dcr Kaiser gcrubtcn die crwähi'lcn Deputationc» mit sichllichcr Thl-ilnabnic ;» cnn'fangcn. und deutete» die i» dicscr Angelcgc»' licit gcmachlc» Acußcinngc» Sr, Maj'Näl taranf bin. daß dic a» Ib» gcrichlclcn Villc» erfüllt werdcn sollen. Die Deputationen werde» also pic Frenrc»' bolschast »ach Hause dringe», daß ci»cr der hcißcstcn Wüosche dct Unterlandes, dessen Erfüllung vom wichtigsten Intcrcsse für jene Gegenden, durch das warnic Iülcrcssc, welches Sc. Majcstät dcr Kaiscr daran »chmc», cincr günstigen Erledigung entgegengeht. Ziun«e, I^l, Scptcmbcr, Gestern »nd vorssestcr» fa»d dic Verhandlung deS gcgc» dic (nicht mebr c> schc,»cudc) „Gazzetta di Fiumc- cin^lcilclc» Preß» Prozesses Statt. Nach Verlesung dcr A^lagcaklc er llärtc Herr E. Rczza. er sei bloß dcm Name» nach Rcdaklcur gewesen, indem er sich in Allem auf seiiic Koilcsp0!l0e»tcn und die Zeitumstäüdc vcrlnssc^ habe. welche Diskussionen ähnlicher Ait in den übrigen Journalen der Monarchie gestalteten. Hv. Ma. rcnigh versicherte, er habe sich auf einige Uchrchnnn. ^c» beschränkt, sich sonst aber »ui der matcrullc» Herausgabe (Druck) gewidmet. Die Zeugen dagegen sagte» aus, er habe größeren Einfiuii acübt s-n Dr Nobile war wegen eines Artikel« unter t-im „Das parlamentarische Oesterreich« anaeklaal D« Staatsanwalt Hr. Oradi hicu in einem langer., 828 trage dle Anklage auf Störung der öffentlichen Ruhe aufrecht l»,o beantragte für Rczza oreiwöchentliche Kerkerstrafe, für Marcnigh »> Monate schweren Kcr> lcr«, un0 für Dr. Nobilc 6 Wochen, Der Vertheiln» ger deS Herrn Rezza, Hr, dall'Asta. hob den von seinem Clienten erlittenen Schaden und oesse» durch die Polizei vorgenommene uugcsctzliche Verhaftung dervor u»d suchte dessen Schuldlosigkeit nachzuweisen. Hr, Dr Bartolomci, der Herrn Marenigh vertbei« digtc, wies darauf hin, wie unverhältnißmäßig hoch dessen Strafe beantragt sei, falls er als Milschuldi« gcr anerkannt werde. Hr, Dr. Nobile vertheidigte sich selbst, in dem er in einer langen Rede zu be> weisen suchte, er I'abe, weit entfernt die öffentliche Ruhe stören zu wollen, vielmehr den Zweck gehabt, dieselbe zu fördcr« uno ei» zweckmäßigeres Negic-rungssystem zu l'es>,r,vorten, indem er sich fur Vesei« tigung des Parlamentarismus und Einführung des Föoerativsysttms ausgesprochen habe. Die Verhand» lungen wurde» gestern Abends für geschlossen erklärt; morgen soll lcr Urtheilsspruäi verkündet werden. — rcn 14. September, Rezza wurde wegen des Verbrechens der Störung der öffentlichen Ruhe zu achttägigem, M.ncmgh zu sechsmonatlichem Kerker imd 1200 fi. Kautionsuerlnst. Nobile wegen Aufwie» gclung zn 20^ fi, Geldstrafe uerurthcilt. (T. Z.) Venedig, 10. Sept. Eine für die Konservi« rung monumentaler Bauten wichtige und wohlthätige Verfügung wurde über Antrag der hiesigen Zentral» Kongregation getroffen. Schon im Jahre 1587 hatte nämlich der Doge Pasquale Nicogna eine ständige Kommission, an deren Spitze einer der Staatspro» kuratorcn stand, eingesetzt, um die Erhaltung und Konscrvirung der monumentalen Bauten zu über» wachen. Anderthalb Jahrhunderte hindurch bestand diesc Kommission, und ihrer Wirksamkeit ist es zu verdanken, daß die Prachlwcrke früberer Jahrhunderte noch für unS »othdürflig erhalte» blieben. Mit der cingerissencu Indolenz der Republik hörte auch die Beobachtung dieser wichtigen Verfügung auf, und die Folge davon war der frühzeitige Verfall der schönsten Kunstbauten. Im Jahre 1815 wurde diese Verord« rung zwar lhcilwcise aufgefrischt, nämlich für die Ve> aufslchtigung und Erhaltung des MarkuSplaßes. na» menllich rer Prokuratien. eine Kommission eingesetzt; doch wic alle zu jener Zeit erlassene» Verfügungen, kam auch tiefe schnell in Vergessenheit, und heutzu» tage seheu die Proturalie» ihrem Verfalle entgegen. Dieser Gefahr zn begegnen, traf nun olc Zentral» Kongregation die Verfügung, eine Kommission ln'S Lebe» zu rufen, welcher die Beaufsichtigung der Er» Haltung dieses Kunstbaues anvertraut werden wird. Diese Kommission bat den Zustand des an über 100 Besihcr übergegangenen Gebäudes zu prüfen und die Eigenthümer znr Vornahme der nöthigen Reparaturen zu verhalten, beider dürften diesc in solchem Um» fange sich als nothwendig herausstellen, daß wohl manche ihrer Besitzer sich freiwillig kaum dazu herbei» lassen würden, in welchem Falle es natürlich die Kommune gegen nachträgliche Hereinbringung der Kosten übernehmen würde, die nöthigen Reparaturen vorzunehmen. Innsbruck, 10. September. Die Vorbcrci» tuugen zum großen Schützenfeste sind in vollem Zuge, Mindestens 6000 Schützen au« allen Theilen Tirols in ihren schönen Landestrachten werden beim Auszüge erscheinen. Der Herzog Ernst von Sachsen«Koburg hat eine prachtvolle Ehrengabe, besteh'»» aus eiuem in Metall sehr kunstreich gearbeiteten Hasan gespendet. Das Wohnungscomit« hat bereits für anständige Un» lerlunft auf mehrere Tausende von Gasten gesorgt. Gleichzeitig werden in allen bedeutenden Nachbarort« Haften Innsbrucks Freischicßen gegeben. Der erste PrnS auf jeder der fünf Hanplscheiben ist anf 200 Dukaten n»t Zahne festgesetzt. Der GesammtweNh aller bisher eingelaufeneu, augemeldcteu und »och i» 'lchercr Aussicht gestellten Festgaben beträgt an Geld uno Gegenständen 30.000 ft. Die Schützen der Stadt Hall und der alten Gerichte Thaur »ud Rct» tenberg werden 600 Mann stark und mit zwei treff» lichen Musikbandcn am Landcsfcsttagc zum Schlitzen« aufzug erscheinen. Die Passeyrer Schützen werden 50 Mann stark Montag den 28. September 6 Uhr Abends in Innsbruck eintreffen. Sie bringen die' Fadne Andreas Hofers mit. Lemberg, 9. Sept. Die Genesung Smolka's geht rasch von Statten. Kein edleres Organ ward verletzt, die Blutung wurde rechtzeitig gestillt, der Schnitt zusammengeheftet, das Uebrige leisteten der frühere Negimentsarzt Dr. Kiczcczunowitsch. unstreitig der beste Operateur hier. und zwei Damen, die Oat» llnnen der Freunde Smolka's, welche Tag und Nacht in ihrem Dienste abwechselte». Die Tochter des Krauten, ein liebes und wohlerzogenes Mädchen, war vom Schmerze zu sehr ergriffe», um Kranlcmuarter« Dienste versehen zu können. Es ist ein undurchdring' lichc« Geheimniß, ob eS Thalsache sei, daß Dokiur Smolka, wie die Einen sagen, ein Todeöurtheil, wie die Anderen sagen, ein Strick in'S HauS geschickt wor« den sei. weil derselbe seit dem Beginne dcS Aufstau» des mit männlichem Muthe und mit der seinem (5ha> raller eigenthümlichen Festigkeit die Schlächtereien, welche der Aufstand im Gefolge hat, verdammte. Es ist bekannt, daß Smolka das charlatanartige Treiben gewisser Parteiführer anekelte; — daß insbesondere oie in der polnischen Geschichte ganz neue Erschci» uung der sogenannten Todesuilhcile over, richtiger gesprochen, des aufkeimenden Banditenwesens mit Schmerz »nt» Abscheu erfüllte. Angesicht» dieser Er» eignisse entstand in ihm jene Ueberzeugung, welche so viele Ehrlichdenkende thtilen, daß der gegenwärtige Aufstand ein Unicum in den Blättern der Geschichte Polens bilden wird, da auch der Grundsatz Geltung bekommen hat: der Zweck heiligt jedes Mittel. — Was der ehemals populärste Mann GalizienS ahnte und voraussagte, trifft nach uno nach ei». Die besten Kräfte wurden unter höchst mittelmäßigen Führern vergeudet. — die blutige» Repressalien ocr Aufstau« dischen erzeugten nach den ewigen Gesehen der Natur tie asiatischen Grausamkeiten Murawieff's. der Wohl- stand ward vernichte!. der große Adel erschöpft, der kleine Adel und der Bürgerstaud blieb zumeist inoii> fcrent. und „i,r oer Gescllenstano lieferte ein schwaches Kontingent für die wirklich Kämpfenvcn, la die über» wicgenoe Mebrznhl es vorzog, in dcn Eoclhöfc» zu lungern und gefüttert zu wcroeu, uno bei gebotener Gelegenheit das Hasenpanier zu ergreifen. Der Acker» bauer in Galizicn, i» den maznrijchcn n»o rnlheni-scheu Londeslhcilen war, ist und bleibt dem Ausstände feind. nnd es bleibt daher richtig, was Tmolka vor« aussah, daß der spartanische Heloenmnth des jungen Blutes — eine zu kostbare Unterstützung für die diplomatischen Noten war. (Fbl) Lemberg, 12 September. Eine Korrespondenz der ,Lcmb. Zig." aus Brody meldet: Im Lcsznio. wer Walde wurden '.» Kisten mit Patronen anfge-fuuden nnd in. der Gegend vo» Lopatin wurde eine beträchtliche Zahl von Zuzüglern angehalten. In Vol« Hymen finden zahlreiche Verhaftungen St,ttt, besonders unter dem kleinen Adel. I» Naoziwilow wurde der Polizeimcister Marislawski plötzlich entlassen und ein zweiter Beamter verhaftet. Den russischen GulSbcsi» Hern wurde eine zehnperzenlige außerordentliche Ein« kommensteuer auferlegt. Ausland. Der deutschen Bundesversammlung liegt gegen» wä'rlig ein Antrag auf eine Verstärkung der Ar« mirung der BundcSfestungen mit gezogenen Geschützen vor. Durch Vundcsbeschluß vom 7, Februar 18ttl wurde die Aufstellung von 520 gezogene» Geschütz» robren — lauter gußeiserne H!n!er!adimgsgcschühe — in den Bunoesfestungen angeordnet, n»o diesc sind vollzählig vorhanden, oder vielmehr es sind dcrc» 5)22 vorbanden, indem für dcn Fall vorkommender Ausschüsse vorsorglich ein TechSpfünder und ei» Vier» undzwanzigpfündcr mehr gegossen uno seitdem in La»> oau verwendet wurden; 284 Stück habe» die prcu» ßischcn Kricgswerkllatte», oie übrigen 238 Stück hat vas österreichische Eisenwerk Mariazcll geliefert. Von der Gesammlsumme der gezogenen Geschütze besitzt Mainz 81 Sechspfündcr. 41 Zwölfpfüudcr und 41 Vierundzwanzigpfünder; Ulm 63 Sechspfünder, 31 Zwölfpfüudcr und 31 Vierundzwauzigpfünder; Naslalt 50 Sechspfündcr, 25 Zwölfpfündcr und 25 Viernntx ziuanzigvfündcr; Luremburg 38 Scchspfündcr. ü> Zwälfpfünder m,d 1'.» Vieriindzwanzigpfüiider; Landau enviich 2>.» Scchspfünber. 14 Zwölfpfmiber uno 15» Vicrundzwanzigvfünder. Der der Vundcsoersammlung vorlicgeuce Antrag bezweckt die Beschaffung von Re» ftrveröhren, und es hat die VundeSmilitärkommisston 66 solcher Rohre in Aussicht gcuommen, nämlich 31 Scchspfündcr, 22 Zwölfpfünder und 13 Picruud« zwänzigpfünder. jedoch in der Weife, daß die Sechs' nno Vicrundzwanzigpfündcr aus dem bisherigen Etat in oic Reserve cingestcUl, und dagegen 6«! Stück bron« zene Zwölfpfünder neu beschafft werden. In Wiesbaden ist es nachträglich z» einer Demonstration zu Gunsten des FürstentagcS gekom« Feuilleton. Durst im südatlantischen Qzean. Es war im Jahr der Gnade 1859 (erzählt ein Berichterstatter in Chamber's Journal), daß das Schiff „Maharadjab". ein Kanffahrcr aus Liverpool, mit einer gemischten Ladung »ach Ostindien bestimmt, am Aeqnator im südatlantischcn Ozean in einer Windstille lag. Die Hitze war. wie sich »crmnlbcn läßt, »uge« mein groß. so zwar. daß wir, die Bemannung des Schiffes, wävreno der Tageszeit das Verdeck weder barfuß, noch die Geländer nnd andere ausgesetzte Mctalltheile des Schiffs mit nacklcn Händen zu be« rühren waglcn. Der Wind verließ uns. oder, wie ich eher sagen sollte, wir verließen den Wind, am l5>, Tage des Dezembers, und keiner von nns konnte sagen, wann wir wnhrscheinlicherweisc ihn wieder treffen würden; überdieß waren wir nur spärlich mit Wasser nnd Lcbensmillcln versehen. da wir die für die Fahrt berechnete Zeit. der widrigen Winde halber, die uns bcträchllich aus unserm KurS getrieben, weit überschritten hatten; die völlige Windstille, in welche wir gerathen waren, wnrdc daher von uus allen, und »icht ohne Grund. mit ziemlicher Besorgniß betrachtet, Das Schiff halte an Offiziere» eine» Kapitä» und drei Maale (Obeislcullmänncr). und ersterer hatte w»l Frau a» Bord; außer dieser Dame waren noch zwn andere da. welche sich zu ihren Ehemänner» »ach Vanilim, begeben wollten. Die Bemannung, der anzugehören ich dic Ehre hatte, zählte vierzig tüch» t^c ^eclcule. auß« dem HochbootSmaim und drei Schiffsjunge», u»d dish« hatten wir unS alle der vollkommensten Gesundheit erfreut. Zur Zeit. von welcher ich schreibe, ware» wir einig« Zelt lang auf Hc,lb»Ration Wasser gewesen, woran aber haupt,achl>ch dei Kapitän Schuld trug, der unuoi,lchligcrwcise einem nach England bestimmten Truppcn,chiff. das uns angesprochen und über Wassermangel geklagt hatte, mit einem Theil unseres Vorrathcs anshalf, Uuser Schiffsherr war ei» ziemlich gutmüthiger Manu. besaß aber keine hinlängliche Charakterstärke und war ein leidenschaftlicher Psalmensiugcr, Er hatte unter den jüngeren «Händen« eine Art Chor orga« nisirt. um dcu Kirchcudicnst. den er, wenn das Wetter es gestattete, regelmäßig uerrichletc, au Sonntage» zu leite», und die Vorübungen hiezu wann während der Woche seine Hauptunterhaltuug. Seine Frau war ebenfalls frenndlich und aufmerksam, uno wir abgc» härteten, wetterfesten Männer hatten nns mancher Freundlichkcit von ihr zn erfreuen. Am 22. Dezember, wenn ich mich recht erinnere, machte unser dritter Maat die staunenerregenoe Ont« deckung. daß sich der eiserne Behälter, in welchem sich fast unser ganzer Wasseroorrath befand, leck zeige, un!) daß. außer einem geringen Ueberrcst. der gm,;c Inhalt desselben verloren war. Nachdem der Kapitän von diesem bellageuSwcrthen Emgniß Kenntniß er> halten, berief er uus alle sogleich auf das Hü'terlbcll des Schiffs, und theilte uns die furchtbare Nachricht mit. Nir setzte» eine» Ausschuß der Wege und Mitte! »lcdlr. um zu berathen, was sich >" dieser traurigen Lage am besten thun lasse. Nach näherer Untcrs». chung fanden wir. daß wir nur noch einige wenige Gallonen — wenig im Vergleich mit oer an Bord befindliche» Menschenzahl — süßen Wassers hatten, um während einer Periode, dereHHilde zu muthmaßen n»s in Schrecken versetzte, v» Leben zu fristen. „Liebe Leute", sagte der Kapitän, »wir müsse» nns auf eine halbe Pinte täglich beschränken. Jede Seele a» Vord wird das gleiche LoS haben, und wir müsse» auf die Vorsehung Gottes vertraue», daß sie uns Hilfe und Trost sende." Nir wollte» nicht, daß die Damen, und beson» dcrs die Fran des Kapitäns, vor der wir nuS de» oben angefühlten Gründen dic tiefste AchNlng hegte», eben so viel dulden sollten wie wir abgehärteten Seeleute; wir erklärten dieß durch unsern Wortführer dem Schiffsherru, u»v stellte» ihm vor, daß, wenn es noththue. wir uus selbst »och größere» Veschrän« luügcu unterziehe» würden. Die Frau des Karitä,«?. ivclchc, da sie ganz in der Nähe stand, diesen Vor« schlag mit angehört hatte, schritt hier uorwärt,?, und sprach mit Thränen in den Augen also: «Meine L,ebcn i'ei.te, dieß ist eine Heimsuchung dcs Himmels, n»d wir müssen sie mit all' der Gcistesstärkc »»d Erge» bcnhcit tragen über die wir gebieten lömicn, Ich l^üle Gott, daß ich mich unter brave,, ^cuten befinde, den» Männer, die bei einem solchen Vorkommnis^ handeln können. wie ihr gehandelt habt, müssen noth» wcndigcrweisc brav und gut sein. Allein man soll nie sagen, daß ich auf Kosten des OpferS braver Männer eine Vergünstigung annahm. Dieß ist eine von dem Allmächtigen übel unS alle velbängtc Trüb« sal. und wir alle wolle» sie in gleichem Grad tragen, einander tröstend so gut wir können, bis Er. in der Weisheit Seiner Vorsicht, nns Hilfe und Belstano senden wird," Nachdem diese edle Dame so gesprochen halte, brachte» wir ihr. vo» Bewunderung hingerissen, ei» dreimalige« Hoch ans, nnd ich glanbe nicht, daß es cine» Mann nntcr nnS gab. der beim Anhören der Worle dieser hochherzige» Dame sich »icht kräftig« und besser im Staude qefüblt l'ätte. sm,c„ Antheil an der Trübsal z» trage». Wir waren gcnöchiqt auf unsere u>,^,Karlikcl Tl'cc und Suppe zn verzichten, und wolllen lieber unser bescheidenes Maß Wasser in smiem reinen Zu« stand baden; dieß wurde unS denn auch in Quant!« täten von einer Viertelspinlc j^e» Morgen nnd Abend gegeben. Unsere Leiden erreichten in wenigen Tage» einen hohen Grab. Die Sonnenstrahlen waren un« barmherzig; das Kalfaternngspcch in dcn Fugen dcS 829 nun, Dem Herzog von Nassau war lein feierlicher Empfang bei seiner Rückkehr aus Frankfurl bereitet worden. Das Versäumte einzuholen zirkuliit jetzt auf Anregung de? großdeutschen Reformvereins i» Nassau eiuc Aoressc an dc» Herzog, iu wclchcr tic A»crken-nung und der Dank des Bandes wegen „der hervor» lagcnden Thätigkeit des Herzogs für das deutsche Einiguugswcrk" ausgedrückt werden soll. Die 'Adresse findet zahlreiche Unterschriften, Mailand, II. September. Der heutigen „Pcr-scveranza" wird aus Tnrin 10. gemeldet: ^aut heute offizicl ciugclangtcr Vlachricht willfahrt dic franzüsi-schc Regierung dein Verlangen der italienischen Rc gierung wegen Auslieferung der fünf Ariganti. Die Rückstellung derselben soll au der kreuze dcö Mont Ccuis, eben dort, wo die Ucbergabc war, stattfinden. Tagesbericht. Vaibach, !5. September, Heute Vormittag haben !» Priester, darunter der Herr Echulrath Dr. Iarz. der Herr Normalschul» Direktor ?egat. der Herr Pfarrer Hrovath in der Sl, Ialobslirche. zur Feier ihre« 25>jährigen Priester» jubiläums h. Messen gelesen. Wien, 14. September. Wie wir bercilS gemeldet, wurde der interlmi» siische Redakteur der Mor. Orl, in Brunn. Herr Krziz. durch eine deulsche Zuschrift vor Gericht zitirt. unv als er dieselbe nicht annahm, sondern eine czechische Vorlabung verlangte, ein Amtsdicner abgeschickt, mit dem Auftrage, Herrn Krziz den deutschen Vorladungs» bcfchl vorzulesen und sich eine schriftliche Bestätigung darüber geben z» lassen. Allein auch dieß wnrde verweigert, und der Vorgeladene kam nicht. Da wurde denn endlich a,» 11. d, ein Amtsdicner mit einem Vorführungsbefchlc abgesendet und ermächtigt, im Falle oeö Widerstandes sich Polizcimänuer zu Hilfe zu nehme». Daraufhin wich der Redakteur des Blattes der Gewalt und begab sich zum Gerichte, wo gcgcn ihn auf Gruno einer Privatklage wegen Ehre»be!cidlgu»g die Unlcrslichung eingeleitet wurde. Vermischte Nachrichten. Die «A. Z." erzählt nachträglich zum Fürsten, tag, daß der Predigt, welche der Pfarrei Wchncr an, 23. August in der Paulökirche abhielt, drei deutsche Fürsten (der König von Hannover und die Groß» Herzoge von Sachsen. Weimar und Oldenburg) bei« wohnten und nach beendigter Predigt demselben per» sönlich ihren innigste» Da»l z» erkenne» gegcbe» liaben. Der König von Hannover soll dieß mit den Worten gethan haben: »Ich danke Ihnen, Herr Pfarrer, daß Sie uns so die Wahrheit gesagt haben!" — Der «N. Franks. Ztg." wirr geschrieben: Der Fürst von Hohenzollein hat bei seiner letzten Z»> sammeuknnft mit dem Könige von Preußen ^ehtlrm vorgestellt, baß unter tausend Preußen durchschnittlich „icht Einer mit Viömarl gehen woUc, Darauf wurde ihm zur Antwort: „Anton, da« verstrick D» nicht!« — Nach der «Nat..Ztg.» habe» die Feste, welche die Stadt Frankfurt z» Ehre» rcs deutschen Fürsten, tages veranstaltete, ihr ei»c» Hoslenaufwand von 130,000 fi, vermacht. Neueste Nachlichten und Telegramme. Paris, 13. Scpicmher, Das ..Memorial Di« plomalique" meldet, es sei r,e Rcoe von einer Heirat de« Kronprinzen Humbert vo» Mien mil der Prin> zcssin von Portugal. Der „Montteur" meldet die Ernennung Per. signy'ö zum Herzog. Turin, 13. September. Man versichert, daß als Repressalie für die vom Kardinal Amonclli er. grlffenc Maßnahme gegen den italienischen Konsul in Rom die Regierung allen päpstlichen Kons»»,! da« Exequatur entziehen werde, New'Vork, 3, September. Die Gouverneure aller Südstaalcn siud in Richmond versammelt und rufen 400.000 Neger zu den Waffen, Der Finanzminister der Nordstaateu, Chase, schlägt eine Anleihe von 5>0 Millionen Dollars vor. Da« Fort Sumlcr wuroe noch nicht geräumt. DaS Bombardement Charlestons wurde eingestellt. Vera. Cruz, U. August. Die Franzosen bc< sehten Minatillon. Die mmkanischen Journale ucr-küuocu fortwährend die Absicht der Triumoiren, die Südstaateu anzuerkennen. Die Flnnzosen besetzten Tampico. Stand der Rinderpest. Nach Mittheilungen aus der Mililärgrenzc hat die Rinderpest unmcrklich im Oguliiicr, Brooder und 2. Banal »Regimcnte nn Heftigkeit nachgegeben; uu» vermindert uud mit wöchentlichem Kraukcuzuwachs von mehr als 5»00 Stücken, herrscht sie im Gradiska» ucr Regimenle fort. ebenso unverändert, jedoch in re» latiu leichterem Umfange besteht sie im Bezirke der Pctrmjaner Militär.Kommuuitäl, und in geringem Grade dauert sie in, Sluiucr und Graf Icllacic 1. Banal»Regimente »och fort. während im Otoianer Negimcnle neuerlich abermals bisher noch an Zahl unbedeutende Pcstfälle vorkommen. Nur die WaraSdiner Regimenter »nd baS iiila» ner 1. Greuz.Regimenl sind gegenwärtig noch pcstfrel. Die Schaf, »ud Ziegenpest, »och mehr aber der Milzbrand des Gioßborüvieyes lo»m>eli »lli üichr l» sclicuc!, Fällen vor. Befehle der Abwnrf der an der Pest verendeten Rinder in die Grenzflüsse von Seite dei bosnischen Uulerthauen fortdauere, und allgemein wird die Besorgniß ausgesprochen, daß durch die Ver. pestuna, der Luft in Folge der Verwesung der Aeser endlich auch bösartige Epidemie» unter de» bicßseiii« gen Bewohnern erfolgen dürfe», DaS Gradislaner Regiment l>erlchtct neuerlich, daß der Regiments»Thierarzt sogar die Raben als Verschlcppcr deS Pestlontagiums beschuldigt, indem diele Vö>iel in Mengen vo» den Acser» ab- und auf die Wiese» der bießscitlgcn Ufer »icderfliegcn, wodurch dieselbe» die Aasstoffc am Grase abstreifen, welches sodan» von dem weidenden Viehe verzehrt, dessen An» steckung verursacht. Jedenfalls erscheint es der Erfahrung gemäß außer Zweifel, taß die offen zn Tage liegen gcblie« benen oder in die Flüsse abgeworfenen Aeser die Ursache der so hmüläckig uud bösartig anf dießseitigem Gebiete berrschcndeu Rindersenche sind, weil gerade das 2, B.uial» u»d die kiven slavischen Gre»;>Regi» menter a» den Wasserscheiden liegend und mit dem Wasserbedarf a» dieselben theilwcise «»gewiesen, das größte Kontinent der Opfer dieser Seücl'e liefern. Im jcnsciiigcn Gebiete scheint uach dc» dießfä!» igen Berichten »u» untrüglich in den meiste» Ge-genden, besonders dem sogenannten Türkisch Kroalien, sowohl die Riiidci. alS Schafpest »achgelassc» zu haben, denn von manchen Gegenden, besonders »m Vihac, will man bereits Nachrichten des völligen Erloschenseins dieser Seuche erhalten habe». Nur in den Nahicn der Possavina, dann um Sarajevo und T.raonil soll die Rinderpest in diesen sämmtliäicn türkischen Bezirken, sowie um Pctrovac, Vijalsko» Polje und um Vakup auch die Pest unter Schafen und Ziege» noch mit inlensiocr Heftigkeit herrschen. In Petrovac soll bereits eine Epidemie unter den Menschen in Folge des Genusses verpesteten, uo» der Una Heistammenden Wassers ausgebrochen sein. Doch wundert man sich, daß derlei Epidemien in Bosnien nicht schon allgemeinere Ausbreitung erlangt habe», und sich die jenseitigen Uotertbaiie» so»st »och. mit Ausüabme sporadischer Typhusei-krankungen, einer so gute» Gesundheit erfreuen. Velrcide-Durchschnills-Preise in Lnil>ach am 12. September 1««'.3, Malltpnise Magll,in«pr»il« <5i„ Metzen in oftcrr, Wiihr. fl. tr. , fl, lr, Weizen..... ^ -"> »>" ,'tt'ril..... H '.»«! ^: Gerste..... >' 47 2 "> H«'fer..... — __ ^ .!! HaN'fnicht .,,, — _ .! >,,,, Heiden..... — — i Verdecks wnrde flüssig. unv floß in kleinen Ströme» ab. Edc» fo ware» wir genöthigt, auf den größten Trost eine« Secmaims i» Zeiten der Schwlerigkcilen und Mühsale zu verzichten — auf den Webrauch des Tabaks; wir warfen daher manchen sehnsüchtigen Blick auf unsere geliebten Pfeifen, welche wir, aus Furcht vor dc» Folgen, anzuzünden uns nicht getranieu. Selbst bei der geringen Quantität Wasser, die wir jcyt verbrauchte», verminderte sich unser Vorralh so reißend schnell, daß es nothwendig wurde, unscrc Ration noch um ci» Dritthcil herabzusehen, »m unser Dasein so lang als möglich hinauszuspinne», denn wir erwarteten stündlich, daß sich eine Brisc erhebe, um die wir ernstlich beteten, und von der wir hofften, daß sie uns schnell innerhalb Anrufungsweite eines freundlichen Schiffs bringe» werde. Dieser »user Znstand der Drangsal dauerte uu° »nlcibrochcn bis zum 24, Dezember, dem Vorabend des Weil'uachtsfcstes. (5ii> schwaches lächeln trat auf «nser Gesicht, als wir dieses Tags gedachten, unr uns an das erinnerte», was er daheim mit sich bringe, Dle .eulc lagen, »„ter rcm lei»e»en Schirmrach, ras wir uns aus einem der qroßcn Segel anögc. spannt hatte«, mit geschwollenen uud vertrockneten ZüM'n und fieberhafte» kippen auf dem Verdeck umher, während die Soime i» ganzer Kraft, olme den geringste» Schatte» z» gcirährcn. il,re fenkrechten Strahle» herniederschoß. Ic aus Ekel über Bord geworfen worden waren. Ei» Gefühl des Grauens überfiel mich. als ich an die Wahrschcmlichlctt dachte, daß diese Uligchcner vielleicht bald eine andere Speise erhalte» würde», auf die sie jctzl schon zu warte» schiene». Wir hatte» es durch die Annahme eines vom Kapitän erdachte» Plans dahi» gebracht, unsern Was. scrvorrath zu vermehren: wir holte» unsere Wolldecke». u»d hingen sie über dc» lupfer»cn Kesseln i» der Schiffsküche dergcsiall auf, daß der anS dein siede», den Ecewasser aufsteigende Dampf in diesc» Decken sich sammeln und >» Wasser verdichten lömie: wir wandten dieselben dann aus. i,,,» fi",^,, das so ge» womieuc Wasser dem gcmei»schafMchc„ Vorrat!» bei; die 5,'age der Dinge aber bei »»« war bereilö der Art. daß vo» diesem Vorrat!, liauplsächüch unser l'ebc» abl!i»ss. Allein dieses Geschäft ließ sich, fo einfach es scheinen mag. nicht olmc bclrächllichc Mühsal u,id Anstrengung abmache» . denn d^ meisten von «nS waren aus Schwäche nicht in, Stande, das Wasser beraufzuzichen. «»> die Kupfcrkesscl zu füllen. oder sie waren. auS derselben Ursache, unfähig die Hisc und Anstrengung der Unterhalt»»«, des Feuers z» er> trage». Vo» Eßware» rührte» wir, außer ein wenig Zwieback, kaum eiuen Bissen a„, obgleich manches Vorbandene zu unserer Verfügung gestellt war. Ich hatte, wie oben bemerkt, auf dem Vorder« deck Beobachtungen angestellt, »nd kam gerade die Schiffslcitcr herab, als ein Man» mich am Arm ergriff, mir mit heiserer Stimme zuflüsterte: „Komm herein!" und de» Weg zum Vorderdeck einschlug, Ich folgte, lind fand dort in seine», Schlaftraum eine» arme» Inngcn. "»"' uo» dc» drei. die. wie ich oben crwähnMzur Vemanmmg gehörte», m ">"»> hohen FiebersDelirium. Seine Auge» waren blut» lünstig und standen an« dc» Augenhöhle» hervor, und seine Zunge, entfärbt u»d geschwollen, ragte aus seinem Mund heraus. Armer Knabe! Es that mir im innersten Herzen weh um ihn, und ich eilte seine vertrocknete» kippen aus meinem eigene» spärliche» Wasservorralh zu befeuchte». Er war. s«i»es willige» und heitern Benehmens wegen, stets unser Liebling gewesen. Alles drängte sich um ihn, imd jeder bot ibm aufs bereitwilligste Wasser aus dem eigene» spärliche» Vorrath an; auch die Frau des Kapitäns kam, sobald sic die Nachricht vernommen. und pflegte den hedaucruswerthen ilnaben mit nnitlellichslcr Tbeil« „ahme. Er war zu schwach, als daß sich selbst ül» Delirium mit Heftigkeit hätte äußern lminen; allei» seine Kräfte »ahme» reißend schnell al>, »üd is, we» »ige» Stunde» war er aus seinem l5!e»o d gange», wo ma» Hunger uud Durst nicht sen»!. Als wir de» arme» Bursche» entkleidete», saln'» li'ii. daß um seine» Hals ci» ans Seide ucrfcttigieS Säckchlü hing; wir öffnete» es, >"'!> smile» eme Haarflechte — gerade ei"e i'ocke ,ü Tiwerpapiel emaewickelt, lino sie war qrau vielleicht Haare seiner Mtt!<-!', 3^ir lcgtt» sie. als ei» geheiligtes Depl'si!»»!, zärtlich wieder a» ihre Siellc >nil> si^ gi»z hinab mi! ihm i» die unergründliche Tiefe »s war So!i»e»u»leigang, als d!c Ilhlen kirchlichen Feicrüchkeltsii vollzogen wurde». Die Sonne ver« hrcitete i» orange., tarmesi»'. purpur' u»d ao!dfar> biqcn Tinten ihre letzten Strahle» über die stille Tiefe, uud fauk mit wahrhaft königlicher Pracht u». ter den Holizonl, Der ganze Himmel war cioc Massc herrlich verwohrner Farbe», i» welche die Strahle» der sterbenden Sonne wic Flammen lebcndistcn Fcucrc schösse». Wir waren alle anf dem Verdeck vcrsam, melt, und der Kapila» las mit leiser Stimme und »icht ohnc Rübruiia. das feierliche, hoffiinnaslcichc Gebet für die Verstorbene», und ehe noch dic Fa>. benpracht vom Himmel ganz entschwunden war i», lcrbrach ein schwerer Platsch die Stille und 'alles w" ""..ber,______________(Schluß folg.) ' Verantwortlicher Redakteur: Igna, v. Hleinmayr. Druck uud Verlag uou I„naz v. Kleinmayr st Fedor Namberg in ^aibach. Anhang zur Kaibacher Ieitung. Effekten und Wechsel-Kurie ! an der k. k. öffentlichen Vörse in Wien. De» 14, Sepllmber 1863, (fftekten. Wechsel. 5." Mcwllique., 77,20 Eilber.....Hl,- 5,°/, Nat -?!nl. «,'!,I5 Londcn..... 11I2Ü Bonf.ifticn, . , . 738 ,ss, f, Dulalen, , . 5> 32 Krcditaktin . . . Ift!i,70 1860cr kose . , 100 l!0 »f r eml> e » Ä uzei <, e. Dcn 12. September 1863. Dic Herren - Varo» VuchenNcin. — v. Norö< Norsou, — Tomck, Kaufmann, — Pfeiffer. Beamter, -^- Schmid, uno — Nul>olf. uon Wien. — Hr. Nil. lisch, l. k, Oberlricgskommissär. uon Uoine, — Die Herren- Naoen, cuaüschcr vize-Konsnl, — PoNl, Haurelsmann, — Helmpachcr. n»d — Scharelouil), Agenten, um, TricN, — Die Herren i Zciller, Ka»f< mann. ii»o — Varll, von Graz. — Hr. Dolar, Gulslosißcr. uo» Untcrkrain, — Hr. Viola», uo» Fiume. Dcn l.'j, H,-. Graf Paec. Gulsbesißer, vo» TbülüGaücnNciü, — Hr. Graf Varlw. Gntsbesiher. uon ^'loisslidach, — Die Hcrren: Nilter u. Vesienel, Freiherr r>. Czörnig. l. l. Unslullant. — Di. u. Winiwarlcr. — Dr. Hasenöbrl, — Dr. Heller, und — Roll), Pfcrdcl'äüdler, ,on Wie». — Hr. Huebcr. s. l. Hofrath, von Ofen, — Hr. Gressel. Gutsbesitzer, uon Treffen, — Hr. Proksch, Kaufmann, uo» Reichen-berg. — Die Herren: Lenz. l. l. Lcbrer, und — Röoiger. von Trieft. — Hr. ülumann. Handelsmann. — Hv, Goriupp, Fal'r!la»t, uon Gör;, — Hr. Notar uo» Htcrnslcin. — Hr. Vresmkcr. Handc!sm>i»!,, uo» R>i»», — Die Herren - Pollak. und — MaUi, Ha», relölente. von ?lnüi'ark!l. — Hr. Fonmia, Handels-»lann, uo» Gonschie. — Hr. Mill)offcr. Handelsmann, ,'0ü Manisch«,. — Fr, illooegger, l. k. Tlll'nii.ilrachi!. »aül». uoii Klagenfnrt, — Fr, Acerboni. Priua!,, uon Trieft, 3 ^26 .-, (1) Nr. 48, Kundmachung. Daä neue Schuljahr l««4 beginnt an der hiesigen k. k. Normal-Haupt- und der mit derselben vereinigten Musikschule und der Lehrerbildungsanstalt mit dem heil. Geistamte am ,. Oktober Die Anmeldungen der neu eintretenden Schüler haben an den drei nächst vorhergehenden Tagen in der Kanzlei der unterzeichneten Di rektion zu geschehen. K. k. Nol'mal-HauptschulrDirektion Laibach, am 12. September >8«3. Z. 424. (2) Dcn ,5,, l« , l?., ,8. und 19. d. M, werden täglich von 9 Uhr Vormittags angefangen eine größere Anzahl brauchbarer überzähliger k, k. Dienstpferde am hiesigen Iahrmarktplatze gegen gleich bare Bezahlung lizitando verlauft, wovon die Verlautbarung geschieht. Laibach am ü.l September »863. Vom k. k. Fllhrwesenö'Standcü.-Depot Nr. " hinter der Franzlskancv Kirche Hs. - Nr. l l über setzte; bedankt sich für das ihm bis jetzt geschenkte Zutrauen, so wie er sich für ftrxechin zu einem zahlreichen Besuche empfiehlt. Ergebenster Josef Tchidan. ^Z. 1821. Vor beiläufig 8 Tagen si,,d <„ der U>ngcl'i!,'g des Schlosses Egg ol> Krainrin,, 2 Jagdhunde in Verlust gerathen, ime zwar ci» kleiner schwarzer H»»» niit krummen Käufen und Iiraunen Pnoklen oder rc» Auge», und eine weiße, schwarz aeficckle, l>ochl'ci»iae Hiindin, ebenfalls mil braunen Pimklc» oder de» A»^en, Derjenige, welchem der Aiifciühalt dieser Hunde bekam,! ist, luirv lioftiel'sl sscdelen, dicsell'cn dem Iohaxn Hril'ar, Wirthschasler in Egg oli Krain-burg. bekannt zu geben. Z. 177«. (3) Eine Vchnnng ans dei Klagenfurler Linie, ^znr »ent«Well" erste» Slock gassenseils, deslehcnd aus 5 Zimmrrn. 1 Küche, Holz' leg«. :c.. ist zu Michaeli, d. i. 1. Oktober d. I,. sogleich zn vergeben; auch können, von obiger Wohnung einzelne Zimmer möblttt oder unmödlir! als Monats-Wohnungen bezogen werden. Nähere Auskunft beim Gastwirlh dortselbst. Z. 1788, (2) AVeigestrDlllmmftenllde! Preis-Verzeichnisse von echten Haar-lemer Blumen Zwiebeln, Knollengewächsen, Samen-Pflanzen liegen bei Herrn «/»/,««,« HUiebei in F>«,> b«t.'/< zur gefälligen unentgeltlichen Abnahme bereit, und befördert der Genannte gütige Aufträge an uns, für deren prompteste Ausführung besondere Sorge sein wird. Och'tt im September l,^l>l. Hof-Lieferant Sr. Majestät dcö Königs r>on Preußen. 3- 1781'. }ß) Ein Kapital von :«»75 ft. O°. M., welches auf linem Gnlcr. Komplcl in der S>adt »no Umqebnng. im gerichtlichen Schäyungöwerthc uon 3,rims, !,»o<» intal^nlirt haftet, ist stnnblich abzulösen. Näheres deutsche Gnsse Nc. 175», I. Stock gassenscilö. oder bei Herr» Notar Suppanz ii» deutschen Hnuö, Dem allmächtige» Schöpfer hat es gefallen, mcinc iniiigstgclicbtc (^atti», niciiic time, »»> ucrgcßlichc Vcbenöqcfahrtin M«rie Martelan; uo» ihreiu langwierigen ^cidcn ans immcr zu erlöse», »achdcni ihr allc Trüstiuigc» der heiligen Ncliliion gespendet worden waren. -- Dic c»! scclte Hülle wird hcntc Dmstng ^nichniittng »>» <> Uhr im Hansc Nr, !<> ans der Polana a,e hoben u»d znr Acftattnnq »ach den, ^ricdh^,fe -,i, 3t, öhristof getragc» wcrdc», Dc>» A»dc»tc» dev frommen empfiehlt dic thenrc verblichene in sci»c»> »nd sci»cr 5» »»»liindige» Kinder ''laincn, Laibach, 1 .'>, September 1 >«>.'!, Tprachlohrcr i,„d c^nchtl. Dol,»e!sch, „,,r w.„ Hilch!, Vlllthtllhatte Mlllkt-Anieige «„.,.., l »end des cinco billiger i?aib<»l<)er ^^H F^ F^ ____ nlsbciIe» j Marktes, i f^ ^T^' ^> > ^N ^l >1! s! l l^i^ ^M^N? bcrmm.« ? ! von allen Sorten echter Leinwand, Tisch-und Bettzenge, Kaffeetücher, weißer und gefärbter Leinentnchel, überhaupt vo« allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln. Der Unterzeichnete Lcinenwa.reu-Fa!iriiant, aus Böhme», welcher seit :l<> bahren seine Niederlage in Wien hatte, »nd sich durch die, Echtheit u»d Äilligtcit seiner Erzeugnisse dic vollkommenste, Zufriedenheit lxs dortigen >'. '<'. Plchlikumö erworben hat, ficht sich genöthigt, durch dic immcr steigendcn Oarnpreise von diesem Geschäfte sich gänzlich zuriickzuzichcu. (5r benutzt daher dic Gelegenheit dcs Viarttcö, scin noch übriggcblicbcncS großes A^' Leinenwarcnillgcr um :z«», l f,, «0, ^, .!, 4, 5» — 7 fl. dic feinsten. 1 Stück !l<> clligc nnzngcrichtetc GcdirgSlcimvnud von 7 — 9 fl. I „ -!<> ., ^edcrlcinwcuid, zu Leintücher und Untcrhoscn gccignct, zu « fl. !'<<», !', >'» - - >.' s>, 1 ,. -!<> „ ^, echte Handgcspinnst, rein - lcinc» , von I I fl. 5><», 12 fl. 5»«' - >.'! fl. 5)0. 1 ., ." .. *. uud '/. i>rcas°^cinwa»d z» II fl. 5><», l^ fl. .'<", !ll - 1" fl. r „ ^!« ,. dto. dto, vm, gutgculeichtcm Garn, uon I^ fl. 5,«», 17. fl. 75., 15. — I« fl. 1 „ .'!<» „ dto, Numburger Leinwand z» Damen nnd Hcrrcuhcmdcn, uon 11 fl, 5><», 1^, 1.;, 14 — ^il dic feinsten. 5i0 nnd 5i4 Ellen echter Holländer-, Numburgcr., Irländcr-Wcden, um> 1>l, 22, 25>^!>—40 fl. dic fcinstcn. 30 (^lle» cchtfärbige rcincn-^auavaö auf Äcttübcrzügc i» allcn Farben, von 7 fl. 25>,«,!)—12 fl. dic schwersten. 1 Stück «affcctuch, cchtfäruig, von -'i0 tt. - ü fl. dic schwersten, ",',, "/. und l^ Tischtücher in Zwilch »»d Damast zu 1 fl. 10, 1 fl. .'!(), 1 fl. , :l fl. 75> - - 10 fl. Kussisch Leinen-Drill auf T»r»cr A»zügc vr. 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