Mezugsxreife Hir Vsterreich-Ungarn ganzjährig K 4 — halbjährig K 2 — £ür Amerika: ganzjährig D. I 25 ^iir bas übrige Ausland ganzjährig K 5-20 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurück-gesendet. Gvttslheer Dvte Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Verwaltung des Gotische« Noten in Gottschee, Hauptplatz Nr. 87. Berichte sind zu senden an die Schristleitung des Gotische« Moten in Gottschee. Anzeige» Oisteratewerden nach Tarif be° rechnet und von der Verwaltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gotische« Boten erhältlich. Postsparkassen-Konto Sir. 842.285. Verschleißstelle: Schul-gaffe Nr. 75. Mr. 1. Kottfchee, am 4. Jänner 1909. Jahrgang VI. Einladung. Der Mote Hat den Lauf vollendet; Gs ist der fünfte schon, fürwaHr! Doch ruht er nicht, er wandert weite Mit frohem Wut im neuen Mir. Mel Schönes vot er seinen Jireunden And Nützliches wohl auch daöei; Er will nun Beides wieder Bringe», Damit zufrieden jeder sei. Kür seine Mich’ verlangt er wenig; Mer Kronen nur als Aeisegekd, Gin treues Kerz und Heit’re Miene, Das ist's, was ihn znfriedensteklt. Drum, Kreunde, schart euch um sein Mann«, Das Hoch er Hält im edlen Streit, MleiBt treu und weröet neue Krennde, Die froH ihm geben das Geleit! Wir bitten unsere verehrten Leser, diese Einladung nicht unbeachtet lassen. Heutzutage, wo alles lesen will und wo an guten und schlechten Blättern fein Mangel ist, kommt alles daraus an, was man liest. Wie ein gutes, christliches Blatt viel Gutes stiften kann/ebenso kann ein schlechtes, unchristliches Blatt unermeßlichen Schaden anrichten. Daß in Frankreich Priester vertrieben, Äti'chen gesperrt und entheiligt, fromme Stiftungen aufgehoben, Kirchengüter geraubt wurden, daß in diesem ehemals „allerchristlichsten ^ande Gott aus dem Schulunterrichte verdrängt wurde und so das junge Geschlecht ohne Gott und ohne Religion aufwächst und Unzählige ohne Gott und ohne Tröstungen der Religion sterben; daß alles das so gekommen ist, war nur möglich, weil das Volk durch schlechte Rettungen nach und nach völlig verdorben wurde. Das gesteht der Freimaurer Co mb es, der als französischer Minister selbst an diesem Verderben mitgearbeitet hat, nun selbst ein. soll es auch bei uns in Österreich dazu kommen? Ja, gewiß wird es so weit kommen, wenn wir nicht auf der Hut sind, wenn wir dem Feinde das tfelb überlassen, wenn wir die gute Presse nicht unterstützen und fördern. Zur guten Presse gehört unbedingt auch der „Gottscheer Bote , denn er ist gut deutsch, gut österreichisch und durch und durch katholisch. Er ist überdies für Gottschee das einzige heimatliche Platt, das empfohlen werden kann. Jeder Gottscheer sollte es daher als Ehrensache ansehen, Abonnent des „Boten" zu sein; aber auch bei allen Freunden der guten Sache möge er freundliche Aufnahme finden. Wenn jeder unserer bisherigen Abnehmer nur einen neuen Abonnenten gewänne, wäre schon viel erreicht. Daher unser Wahlsprnch: WleiSt treu und weröet neue Kreunde! Unsere Arbeit im neuen Jahre. Das alte Jahr mit seinen Freuden und Leiden liegt nun hinter ms und kehrt nicht wieder. Ohne Verweilen ist dafür das neue «nngerückt und hat sehr eilig seinen Lauf gleich begonnen und uns dadurch gemahnt, nicht erst lange zu warten, sondern zu neuer Arbeit bereit zu sein. Und an Arbeit wird es auch uns christlichsozialen Gottscheern im Jahre 1909 nicht mangeln. Gilt es doch, den Hauptpunkten unseres Programmes immer mehr Eingang zu verschaffen. Christlich und sozial muß unser Wirken bleiben, und wo diese beiden Worte noch nicht Leben und Gestalt angenommen haben, dort vor allem muß itn neuen Jahre Hand angelegt werden. Warum nur . so sehr das Christlichsein betonen? Deswegen, weil nur im lebendigen Christentum die Gewähr eines dauernden Glückes für den einzelnen und die Gesellschaft liegt. Jahrelang schon hat man in Zeitungen, Versammlungen unb Wirtshäusern ben Leuten norgeschwäHt, bctß es nur deswegen aus der Welt so schlimm bestellt sei, weil die Menschheit zu viel Rücksicht aus Gott nehme. ^ Manche sind da auf den Leim gegangen. Man meinte vielfach in Mabt und Land, daß es zum guten Ton gehöre, die Forderungen des Christentums einfach unbeachtet zu lassen oder gar von oben herab zu bespötteln. Was für einen Vorteil hat es nun gebracht, daß man Gott nicht als Herrn, sondern als Seinesgleichen betrachtete und sich die Religion nach eigenem Geschmacke zustutzte? Gar keinen. Wo lebendiger Glaube auszieht, dort zieht dafür der Unglaube in seiner vielfachen Form ein und bringt statt des erhofften Glückes das nackte Elend. Diese Erfahrung hat man überall gemacht. Der „Gottscheer Bauernbund" hat sich von Anfang an auf die einzig sichere Grundlage des Christentums gestellt und in der freien unerschrockenen Ausübung der religiösen Verpflichtungen, im Eintreten für überzeugte Katholiken bei Gemeinde-, Landtags- und Reichratswahlen, in der offenen, nach allen Seiten verständlichen Betonung des christlichen Charakters der Schule seiner gläubigen Überzeugung Ausdruck gegeben. In der Wahrung des Glaubens steht jetzt unsere Geistlichkeit nicht mehr allein, sondern darf jederzeit auf die Unterstützung der Mitglieder des Bauernbundes rechnen. Im neuen Jahr soll dieses Zusammenwirken noch inehr gekräftigt werden. Nicht Betbrüder in des Wortes schlimmer Bedeutung will der Bauernbund grvßziehen, wohl aber Männer, die nieder Erfüllung ihrer religiösen Verpflichtungen gewissenhaft sind. Hat mau unserer Partei einigemal den Vorwurs gemacht, daß in unseren Reihen auch solche seien, die mehr den Geschäftskatholizismus pflegen und mit dem Wörtlein Christlich in der Praxis auch sonst auf dem Kriegsfüße stehen, so sind wir nicht so engherzig, um solche Mlle einfach wegzuleugnen und die Augen davor zu verschließen. Solche Ausnahmen sind uns gerade ein neuer Ansporn, nicht zu rasten, Bis die Grundsätze unserer Partei überall ins Leben übergegangen sind. Und nun ein Wort über die Arbeit aus sozialem Gebiete im neuen Jahr. Der Mittelpunkt für soziale Tätigkeit bleibt auch meiterfmi der Bauernbund: er ersetzt uns vollkommen einen Bolksrat. Die öfteren Versammlungen des Bauernbundes sind ein vorzügliches Mttel zur Anregung und Ausführung neuer Ideen und sind solche Versammlungen dort zumal wünschenswert, wo unsere Organisation bisher noch weniger bekannt war. Wir werden zu den Versammlungen niemanden zwingen, aber uns auch von niemandem vorschreiben lassen, wo der Bauernbund tagen darf. Die Raiffeisenkassen werden im selben Geiste wie bisher geleitet werden; die engere Verbindung der einzelnen zu einem Ge-nosseuschaftsgau, wie solche in jüngster Zeit in Steiermark und Istrien gebildet wurden, wird sich auch bei uns leicht durchführen lassen. Ein besonderes Augenmerk wird der Bauernbund darauf zu richten haben, daß der Landtag die projektierte Wasserleitung von Žimnric aus, durch welche die Gemeinden Mitterdorf, Seele, Matgent, Ebental und Altlag versorgt werden sollen, möglichst bald zur Ausführung bringt. Nachdem nun der Landtag arbeitsfähig ist, darf auch erwartet werden, daß der Bau der notwendigsten Straßen nicht einschläft, sondern einmal beginnt. Noch eines ist es, das im 1909 verwirklicht werden soll: die Gründung von Vereinen zum gemeinsamen Bezug - von landwirtschaftlichen Maschinen, Sämereien, Kunstdünger, Kraftfutterstoffen usw. Die Beiträge sollen möglichst niedrig gehalten sein. Mit der Gründung solcher landwirtschaftlicher Vereine wird unsere Organisation einem allseitigen Wunsche entgegenkommen und das Vertrauen aus Selbsthilfe um vieles vermehren. Dem Verdienste seine Ehre! Am 22. Dezember v. I. fand die feierliche Dekorierung des Herrn Schulrates Josef Obergföll, gewesenen Gymnasialprosessors in Gottschee, mit dem päpstlichen Ehrenkreuze Pro Ecclesia et Pon-tifice statt. Zu diesem Zwecke hatten sich im Salon des Gottscheer Stadtpfarrhofes außer dem Gefeierten und seiner Frau der erste Obmannstellvertreter des Gottscheer Bauernbundes, Herr Georg Petsche aus Mitterdorf, der Kassier des Bauernbundes und Obmann des Spar- und Darlehenskassenvereines, Herr Anton Kresse aus Schalkendorf, der Ausschußrat Herr Josef Fink, ferner als Vertreter der Gottscheer Geistlichkeit Herr geistlicher Rat Josef Eppich, Pfarrer in Mitterdorf, und der Religionsprofessor am Gottscheer Gymnasium, Herr Franz Watzl, sowie der Herr Dechant und Stadtpfarrer Ferdinand Erker eiugefunden. Mehrere geladene Gäste waren teils durch Krankheit, teils durch Berufsgeschäfte und schlechtes Wetter verhindert, an der Feier teilzunehmen. Eröffnet wurde dieselbe durch folgende Ansprache des Kanonikus Josef Erker aus Laibach: „In der letzten Novemberwoche kam aus Wien die Nachricht, daß Seine k. u. k. Apostolische Majestät unser allergnädigster Kaiser dem Professor des Gottscheer Staatsgymnasiums, Herrn Josef Obergföll, anläßlich dessen Übertrittes in den bleibenden Ruhestand den Titel eines Schulrates znerkannt hat. Diese Auszeichnung ist eine ehrende kaiserliche Anerkennung der Verdienste, die sich der Herr Professor während einer langen Reihe von Jahren als Schulmann, Erzieher und Jugendbildner erworben hat, und zugleich ein Beweis, daß auch auf der Höhe des Thrones das stille Wirken eines verdienstvollen Mannes nicht unbeachtet geblieben ist. Wir alle freuen uns über diesen Akt kaiserlicher Huld und Gnade und beglückwünschen den Herrn Schulrat zu dieser wohlverdienten Auszeichnung von ganzem Herzen. — Der Herr Professor hat sich aber Verdienste erworben nicht nur auf dem Gebiete der Schule und Erziehung, sondern auch auf kirchenpolitischem Gebiete. Deshalb ist der kaiserlichen Auszeichnung eine päpstliche Auszeichnung vorangegangen. Und diese Auszeichnung ist für uns ein wahres Ereignis. Denn seit das Gottscheer Ländchen besteht, ist noch keinem seiner Bewohner von allerhöchster kirchlicher Stelle eine Ehrung überhaupt, geschweige denn eine solche Ehrung zuteil geworden. Wir beglückwünschen darum den Gefeierten noch insbesondere zu dieser Auszeichnung und freuen uns derselben um so mehr, als er auch diese in vollem Maße verdient hat. Ich will nichts erwähnen von den edlen persönlichen Eigenschaften des Herrn Professors. Ich betone nur das eine: der Herr Professor kennt nicht bloß seine Christenpflichten, er erfüllt sie auch. Und das will viel sagen in einer Zeit religiöser Gleichgültigkeit, in der der Glaube und das Leben nach dem Glauben von vielen als etwas Nebensächliches, als etwas Überflüssiges betrachtet wird; es will das viel heißen in einer Kleinstadt, wo jeder Schritt zur Kirche scharf beobachtet und noch schärfer bekrittelt wird; da gehört ein voller Mannesmut dazu, um ungeachtet aller Spötteleien und Nörgeleien ohne Menscheufurcht unentwegt die religiöse Pflichttreue zu bewahren. Doch dafür wurde der Herr Professor nicht belohnt; der Lohn für alles das harret seiner bei Gott. Was Seine Heiligkeit den Papst zu dieser Auszeichnung bewogen haben mag, dürfte der Umstand sein, daß sich der Herr Professor ganz und ungeteilt in den Dienst der katholischen Sache gestellt hat. Seit die christlichsoziale Bewegung auch unser Ländchen erfaßt hat, finden wir den Herrn Professor an derselben tatkräftigst beteiligt. Er steht im Vordergründe, um nicht zu sagen, an der Spitze dieser hervorragend katholischen Bewegung in Gottschee; ihr widmet er seine Zeit, seine Kräfte, seine Gesundheit; für sie arbeitet er ohne Rücksicht auf den Hohn und Spott, mit dem ihn seine Gegner verfolgten und vielleicht noch verfolgen, ohne Rücksicht auf die Kälte und Mißachtung, mit der ihn seine ehemaligen Freunde jetzt behandeln. Er könnte nunmehr der wohlverdienten Ruhe genießen; er brauchte nicht persönlich einzugreifen in den großen Kampf der Geister, der sich gegenwärtig vor unseren Augen abwickelt; er konnte sich mit der Rolle eines müßigen Zuschauers begnügen; aber nein, nicht um zu ruhen, ist er in den Ruhestand getreten, sondern um zu arbeiten, zu arbeiten mit neuen Kräften, zu arbeiten für die gute katholische Sache. Daß der christlichsoziale Gedanke hierzulande zum Durchbruch gekommen ist, daß das katholische Bewußtsein allmählich auch in Gottschee erwacht ist, das ist nicht in letzter Linie auch das Verdienst des Herrn Professors. Die Kunde hievon ist bis nach Rom gedrungen und der Heilige Vater hat sich bestimmt gefunden, als Zeichen seiner Anerkennung solcher Verdienste dem Herrn Professor das goldene Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice huldvollst zu verleihen. Es gereicht mir zur besonderen Ehre, im Namen und im Aufträge Seiner fürstbischöflichen Gnaden unseres hochwürdigsten Oberhirten die Insignien dieser kirchlichen Auszeichnung hiemit dem Herrn Schulrate zu übergeben und damit seine Brust zu zieren." Redner übergab hierauf das Ehrenkreuz dem Herrn Schulrate, heftete dasselbe an seine Brust und überreichte ihm gleichzeitig auch das kunstvoll ausgeführte päpstliche Diplom. Sichtlich gerührt ergriff nun der Herr Schulrat das Wort, um für diese Auszeichnung zu danken, welche nicht so sehr seiner Person gelte, als vielmehr der Partei, deren Interessen er vertrete, wie er denn auch in derselben eine besondere Aufmunterung zu weiterem unverdrossenen Wirken für die gute Sache erblicke, nachdem das, was bisher unter Mitwirkung aller Parteigenossen unter schwierigen Verhältnissen und bei zu überwindenden großen Widerständen geleistet worden sei, die Anerkennung von allerhöchster kirchlicher Seite gefunden habe. Bei dem nun folgenden Bankett in den gastlichen Räumen des Pfarrhofes wurden selbstverständlich mehrere auf die Feier des Tages Bezug habende Toaste ausgebracht, so vom geistlichen Rat Eppich, vom Religionsprofessor Watzl und vom Dechant Erker, welch letzterer seiner Freude darüber Ausdruck verlieh, daß allmählich auch bei uns Vertreter des Laienstandes an der christlichsozialen Bewegung sich beteiligen, damit endlich das Vorurteil falle, die Verteidigung und Förderung der religiösen Interessen sei nur Sache der Priester. Der Herr Schulrat erwiderte mit einer längeren Ansprache, in welcher er den Entwicklungsgang der sozialen Verhältnisse in Gottschee während der letzten Jahre mit beredten Worten schilderte und ein treues Bild der gegenwärtigen sozialen Lage in Gottschee entwarf. Er schloß mit einem dreifachen Hoch auf Papst und Kaiser, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Hauptversammlung des Gymnastat-UnterMtzungs-vereines. Die diesjährige Hauptversammlung des Unterstützungsvereines für dürftige Schüler am k. k. Staatsgymnasium zu Gottschee fand am 19. Dezember v. I. im Saale des Hotels „Stadt Triest" statt. Der neue Vereinsobmann Herr Gymnafialdirektor Dr. Franz Riedl begrüßte herzlich die Erschienenen und insbesondere auch die Mitglieder des Vereinsausschusses. In seiner Eröffnungsansprache betonte Herr Direktor Riedl, der Unterstützungsverein habe eine wichtige Aufgabe und ein bedeutsames Ziel. Durch ihn solle so manches Talent vor Verkümmerung bewahrt und ihm eine für die Heimat ersprießliche Laufbahn ermöglicht werden. Gottschee sei eine Schulsladt und allen Schulanstalten voran stehe das Staatsgymnasium das mit vielen schweren Opfern errungen werden mußte Möge 'diese Anstalt in ihren Schülern gute Früchte bringen und sich als lebensfähig erweisen! Die Lehrer des Gymnaftuins seien mit Würde und Ernst, mit Pflichteifer und Strebsamkeit an der Arbeit Durch einen engeren Verkehr zwischen Lehrkörper und Bürgerschaft, durch ein angemessenes Zusammenwirken von Schule und' Haus würde der wünschenswerte volle Erfolg und das Gedeihen der Anstalt gesichert werden. Bei der Gewährung von Unterstützungen möge nicht ein allzustrenger Maßstab angewendet werden. Eine mit dem notwendigen väterlichen Wohlwollen gepaarte Strenge werde zwar gewiß unwürdige Schüler von der Erteilung von Wohltaten ausschließen, aber andererseits auch der knabenhaften Willensschwäche mancher Schüler gerne Rechnung tragen. Hierauf erteilte der Vorsitzende dem Schriftführer des Vereines Herrn Schulrat Josef Obergföll, Professor i. R., das Wort zur Berichterstattung. Da im Schuljahre 1906/07 eine Hauptversammlung des Gymnasial-llnterstützungsvereines nicht abgehalten worden war, erstreckte sich der Bericht über die Tätigkeit des Vereines in den beiden Vorjahren 1906/07 und 1907/08. Mit dem Schuljahre 1907/08 hatte das Gymnasium seinen 36jährigen.Bestand erreicht und der Unterstützungsverein das 28. Jahr seines Bestehens abgeschlossen. Sehr erfreulich ist es, führte der Vortragende aus daß auch in den letztvergangenen zwei Schuljahren dem Vereine seine alten Gönner und Wohltäter treu geblieben sind. Es sind dies in erster Linie Seine Durchlaucht Fürst Karl Auersperg, Herzog von Gottschee, der erlauchte Protektor des Vereines, ferner tue Krainische Sparkasse, der Deutsche Schulverein, der Verein Südmark, die Trisailer KohlenwerksgesellschafftundFraulein Leopoldine Jurmanu in Fiume, welche dem Vereine alljährlich m hochherziger Weise namhafte Beträge zukommen lassen. Wir lind diesen verehrten Wohltätern und Körperschaften fortdauernd zu großem Danke verpflichtet. r r . Was die Tätigkeit des Vereines anbelangt, wurden die Schüler wie in den Vorjahren, so auch in den abgelaufenen zwei Schuljahren hauptsächlich durch Beistellung der Schulbücher, durch Wohnungsbeiträge und durch Verabreichung einer allerdings bescheidenen warmen Mittagskost (Studentenküche) unterstützt. Hwfur wurden im Jahre 1906/07 1978 K 44 h und im Jahre 1907/08 3132 K 91 h verausgabt. Das starke Ansteigen der Auslagen im Jahre 1907/08 war hauptsächlich durch die infolge der Einführung neuer Lehrbücher-Auflagen und der Eröffnung der o. Gym-nasialklasse verursachten Mehrausgaben für die Anschaffung von Schulbüchern bedingt. Da von dem Schuljahre 1907/08 an die Anstalt vier Jahre" hindurch durch die Eröffnung je einer neuen Oberqymnasialklasse ihrer vollen Ausgestaltung entgegengefuhrt wird, erwachsen dem Vereine, der durch 27 Jahre stets nur für die Schüler von vier Klaffen (Untergymnafimn) zu sorgen hatte, immer mehr Auslagen, während es anderseits schwer ist, neue Emnahmsquellen zu erschließen. Eine gewisse Erleichterung wird allerdings der Umstand bieten, daß künftighin die für Mittelschulen bestimmten Stampflschen Stipendien zum größten Teile den Schülern des hiesigen Obergymnasiums und nicht mehr, wie früher, Schülern auswärtiger Anstalten verliehen werden werden. Wenn, was ja mit Sicherheit zu erwarten steht, der hohe krainische Landtag wieder aktionsfähig sein wird, wird dem Unterstützungsvereine und der Studentenküche voraussichtlich auch wieder die übliche alljährliche Unterstützung des Landes zufließen. Da gegenwärtig bereits gegen 300 ehemalige Schüler unseres Gymnasiums in Amt und Würden sind, bedürfte es gewiß auch nur einer Einladung oder Erinnerung, um sie, die einst als Schüler unseres Gymnasiums selbst viele Unterstützungen genossen haben, zur Gewährung von jährlichen Beiträgen für den Verein zu veranlassen. _ Ein besonderer Dank gebührt auch jenen Familien der Stadt Gottschee, die armen Schülern Freitische gewährt haben. Es ist dies eine besonders dankenswerte Form der Schülerunterstützung, da ein Kosttag — bezw. 40 Kosttage im Jahre —: in Geld um-gerechnet, gewiß dem Acht- oder Zehnsachen des einfachen wahres-beitrages (2 K) gleichkommen dürfte. Der Bereinsausschuß bestand bis zum Schluffe des Vereinsjahres 1907/08 aus folgenden Herren: Gymnasialdirektor Peter Wolsegger k. k. Regierungsrat, Obmann; Hochw. Dechant und Stadtpfarrer Ferdinand Erker; kaiserl. Rat Bürgermeister Alois Loy; Prof. Josef Obergföll, Schriftführer; Prof. Dr. Karl Petrasch, Kassier; Herzog!. Forstmeister Rudolf Schadinger;, Distriktsarzt Dr. Erich Schreyer. Nachdem Herr Gymnastaldirektor Regierungsrat Peter Wolsegger im September v. I. m den bleibenden Ruhestand getreten war, fiel im lausenden Schuffahre die Ehrenstelle des Bereinsobmanues im Sinne der Satzungen zunächst dem Leiter der Anstalt Herrn Professor Kuno Hočevar und sodann dem neuernannten ©ifinncisicilbireftor Aerrn ®t. ^tan^ 9tiebl Zu. Der Bericht gedachte auch eines Mannes, der durch fast sieben Jahre am Gymnasium in Gottschee wirkte und ein werktätiges Mitglied des Vereines war; es ist dies Professor Johann Leis, der am 13. Februar v. I. dem Vereine durch den Tod entrissen worden ist. Der Verblichene war das Wohlwollen und die Güte selbst. Er war ein wahrhaft väterlicher Freund der studierenden Zagend von Gottschee, die er auch materiell zu unterstützen stets gerne bereit war. Ehre seinem Andenken! Unserem Vereine", schloß der Berichterstatter seinen Vortrag, fällt 'eine wichtigere Aufgabe zu als vielen ähnlichen Schwester» vereinen an anderen Mittelschulen. Bei der Armut und Mittellosigkeit unserer studierenden Jugend ist ja das Gedeihen unseres Gymnasiums auf das engste geknüpft an das Blühen und Gedeihen des Unterstützungsvereines. Lassen Sie mich daher schließen mit dem innigen Wunsche: Der Gymnasial - Unterstützungsverein blühe, wachse und erstarke zu Nutz und Frommen unseres Gymnasiums und zum Heile der engeren Heimat Gottschee!" Nachdem der Vorsitzende für den beifällig aufgenommenen Bericht gedankt hatte, ergriff der Vereinskassier Herr Professor Dr Karl Petrasch das Wort und erstattete den Kafsabencht. Die Einnahmen im Vereinsjnhre 1906/07 beliefen sich samt dem Kassareste aus dem Vorjahre aus 4210 K 36 h, die Ausgaben auf 1978 K 44 h; Kassarest 2231 K 92 h. Die Einnahmen (samt Kassarest) im Vereinsjahre 1907/08 betrugen 41 <6 K 92 h, die Ausgaben 3132 K 01 h; Kassarest 1044 K 01 h Der Vorsitzende dankte dem Herrn Vereinskassier verbindlichst für feine Mühewaltung. Zu Rechnungsprüfern wurden stimmeneinhellig gewah t die Herren Gemeiuderat Daniel Ranzinger und Kaufmann Matthias Rom.^ täglich der Neuwahl des Ausschusses gewisse Schwierigkeiten ergaben, wurde dieselbe von der Tagesordnung abgesetzt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Herr Prosefsor Hirsch regte schließlich mehrere Maßnahmen zur Erzielung von Ersparungen an. Die Anträge wurden im Prinzipe angenommen und der Vereinsausschuß wurde beauftragt, hierüber m einer im Monate April I. I. einzuberufenden außerordentlichen Hauptversammlung konkrete Vorschläge zu erstatten. - Der Vorsitzende gedachte schließlich in Worten wärmster Anerkennung der grotzen Verdienste des nunmehr in den bleibenden Ruhestand getretenen Herrn Gymnasialdirektors Regierungsrates Peter Wolsegger um die Sache des Vereines. Es wurde stimmeneiuhellig beschlossen, dem Herrn Regierungsrate, der Ehrenmitglied des Vereines ist, für seine hervorragende ersprießliche Tätigkeit als langjähriger Obmann des Vereines schriftlich den wärmsten Dank auszusprechen. Wir schließen unseren Bericht, indem wir an unsere Landsleute und insbesvnders an die ehemaligen Schüler des Gottscheer Gymnasiums die freundliche Bitte richten, den für das Gedeihen unseres Gymnasiums so wichtigen Verein nach Kräften gütigst unterstützen zu wollen. Volksbewegung im Jahre 1908. H Hrauimgcn im Zahre 1908. Fschermoschnih. 24. Februar: Johann Schmuck aus Ribnik 2 und Rosalia Schmuck aus Stalldorf 3; 1. März: Josef Sterbenz aus Skrill 5 und Aloisia Schmuck aus Obertappelwerch; 10. Mai: | Johann König ans Unterwarmberg 17 und Rosalia Maichen aus Ribnig 3; 27. Juni: Blasius Grobler aus Tschermoschnitz 16 und Maria Samide aus Tschermoschnitz 2; 28. Juni: Ferdinand Luscher aus Sporeben 3 und Maria Rötel aus Ribnig 8; 16. November: Franz Schmuck aus Muckendorf 8 und Josefa Schmuck aus Muckendorf 4; 23. November: Johann Schmuck aus Ribnig 5 und Aloisia Schmuck aus Muckendorf 6. : Wösek. Josef Lackner aus Möfel 31 und Josefa Vogrin aus I Otterbach 3; Johann Marintsch aus Oberfliegendors 7 und Juliana | Kraker ans Otterbach 17; Josef Schemitfch aus Reiutal 26 und ! Josefa Griwitz aus Niedermöfel 14; Johann Meditz aus Otter- i bach 30 und Maria Köhler aus Otterbach 15; Wilhelm Stalzer |l aus Obermösel 21 und Antonia Sever aus Altlag 49. ! Wössandt. Bei uns war das ganze Jahr keine Trauung. ; Hlieg. Johann Turski aus Pröse und Anna Cimprič aus Pröse; Johann Gerbitz aus Unterwetzenbach und Maria Sidar aus | Hinterberg; Georg Lernkmvic und Maria Novak aus Hinterberg; K Josef Anderkuhl und Helena Sterbenz aus Händlern; Josef Kump t und Antonia Ožanič aus Mrauen; Karl Poje und Josefa Wittreich aus Hinterberg; Johann Ostermann und Gertrud Lampeter aus II Hinterberg; Josef Schauer aus Mosel und Gertrud Wittreich aus |j Hinterberg; Johann Kropf aus Hasenfeld und Josefa Stine aus Hinterberg; Johann Wolf aus Schwarzenbach und Maria Hutter I aus Mrauen; Johann Ostermann und Maria Agnitfch aus Hinter- I Berg; Matthias Eppich ans Oberwetzenbach und Biaria Marinzel I aus Unterwetzenbach; Andreas Schober aus Händlern und Maria I Morwein aus Stalzern. | Akttag. Am 1. Juni Rudolf Kinkopf aus Neubacher 14 mit I Magdalena König aus Kuntschen 10; am 2. Juni Johann Zvonar, Ij Südbahnbeamter, mit Rosalia Morscher aus Altlag 111; am 16. Juni 1 Franz König aus Kuntschen 4 mit Franziska Wietreich aus Riegel 1; I am 22. Juni Alois Maußer aus Warmberg 25 mit Anna Lobe I aus Langenton 20; am 1. September Franz Fink ans Langenton 10 |!| mit Rosalia Pfeifer aus Langenton 12; am 14. September Kasimir II Palese aus Schönberg 13 mit Rosalia Sittel geb. König aus Schön- I' Berg 26; am 26. Oktober Stephan Beber ans Koflern 20 mit Maria e Schneider vertu. Samide ans Grintowitz 10. ^ Stervefälkc im Jahre 1908. Kschermoschmh. 21. Jänner: Matthias Samide aus Fichten-! büchel 3; 14. Februar: Matthias Spreitzer aus Mafchel; 16. Fe- P bruar: Matthias Maußer aus Tschermoschnitz 12; 19. Februar: Magdalena Schmuck aus Fichtenbüchel 2; 17. März: Albert Schober l ans Unterblafchewitz 3; 29. März: Franz Matzelle aus Neutabor 5; 3. April: Ursula Widmer aus Reuter 7; 12. April: Margaretha Matzelle aus Rußbach 14; 1. Mai: Ursula Kump aus Reseu 3; 22. Juni: Johann Wallisch aus Rußbach 6; 6. Juli: Ursula Kump aus Drandnl 11; 26. Juli: Franz Hutter aus Tschermoschnitz 9; 7. August: Christine Matzelle ans Gaber 1; 15. August: Leopold Abram aus Tschermoschnitz 16; 31. August: Franz Grill aus Altsag 20; 14. Oktober: Emma Meditz aus Neuberg 38; 1. November: Matthias Hutter aus Plösch 8; 5. November: Agnes Matzelle aus Uutertappelwerch 23; 15. November: Maria Fritzel, aus Rußbach 13; 3. Dezember: Andreas Stritzel aus Rußbach 19. Wösek. Maria Köstner aus Obermösel 18, 94 Jahre alt; Rudolf Mulz aus Reintal 2, 9 Jahre; Franz Jurkowitsch aus Reintal 21, 3 Monate; Magdalena Krische ans Reintal 18, 24Jahre; Matthias Petschaner aus Obermosel 66, 67 Jahre; Joh. Schauer aus Niedermöfel 9, 4 Monate; Josefa Jonke aus Verdreug 5, 28 Jahre; Maria Jonke aus Verdreug 5, Y-t Stunde; Josefa Jonke aus Verdreug 5, 25 Stunden; Magdalena Schuster aus Reiutal 24, 72 Jahre; Bartholomäus Muraro aus Reintal 22, 2 Monate; Anton Brandalise aus Otterbach (im Walde), 15 Tage; Georg Lackner aus Reiutal 49, 83 Vs Jahre; Helena Mische aus Reintal 46, 4 Jahre; Alois Hutter aus Oberpockstein 9,3 Wochen alt. Wölkandk. Johann Perz ans Steinwand 9, 82 Jahre alt; Maria Schauer aus Gutenberg 17, 87 Jahre alt; Ludwig Höuig-maun aus Kleinriegel 14, 2 Jahre alt; Karl Luscher aus Dranbank 3, 2 Monate alt; Ursula Majer aus Krapflern 28, 74 Jahre alt; Andreas Schauer aus Altsag 17, 88 Jahre alt; Johann Grill aus Steinwand 2, 72 Jahre alt; Ursula Schmuck aus Steinwand 3, 94 Jahre alt; Franz Wutscher aus Dornachberg 30, 82 Jahre alt; Agnes Grill aus Krapflern 11, 94 Jahre alt; Alberth Samide aus Pöllattdl 8, 4 Monate alt. ZAitterdorf. Im zweiten Halbjahr: Theresia KraZewec aus Kerndorf 17, 63 Jahre alt; Josef Stalzer aus Obrem 21; Theresia Perz aus Ort 3, 29 Jahre; Maria Michelitsch aus Ort 17, 64 Jahre; Anna Hönigmattn aus Malgern 57, 6 Jahre; Maria SmaUiotto, Köhlersfrau aus Koflern; Maria Tfchinkel ans Koflern 17, 57 Jahre; Berta Perz aus Ort 7, 8 Monate; Joh. Schleimer ans Kerndorf 2, 67 Jahre; Markus Turk aus Neuloschiu 11, 74 Jahre; Maria Krauland ans Obrem 13, 67 Jahre; Franz Schmuck aus Koflern 48, 10 Monate; Elisabet Erker aus Mitterdorf 27, 92 Jahre alt. Wieg. Heinrich Michitfch aus Rieg, 3 Jahre alt; Magdalena Perz aus Stalzern, 84 Jahre; Johanna Köstner aus Stalzern, 12 Jahre; Johann Michitfch aus Hinterberg, 31 Jahre; Maria Anderkuhl aus Kotschen, 12 Jahre; Josef Parthe aus Moos, 80 Jahre; Josef Bauer aus Stalzern, 22 Jahre; Johann Köstner aus Stalzern, 76 Jahre; Magdalena Novak aus Hinterberg, 7 Jahre; Magdalena Racker aus Moos, 79 Jahre; Anton Panter aus Suchenmuter, 84 Jahre; Paula Michitfch aus Hinterberg, 11 Monate; Joses Fritz aus Hirisgruben, 61 Jahre; Maria Braune aus Rieg, 70 Jahre; Margaretha Kofchak aus Moos, 58 Jahre; Johann Schneider ans Rieg, 76 Jahre; Johann Schweiger aus Pröse, 48 Jahre; Maria Tscheme aus Händlern, 27 Jahre; Franz Erker aus Rieg, 8 Tage; Gertrud Loser aus Rieg, 55 Jahre; Apoloma Schager aus Oberwetzenbach, 87 Jahre; Johann Ostermanu aus Unterwetzenbach, 1 Jahr; Jahann Wittine aus Händlern, 18 Tage; Alois Oswald aus Rieg, 3 Monate; Paul Michitfch aus Rieg, 77 Jahre; Josef Stampfel aus Rieg, 47 Jahre; Johann Michitfch aus Kotschen, 2 Jahre; Maria Michitfch aus Rieg, 77 Jahre; Paul Kotze aus Kotschen, 71 Jahre; Mathilde Stampfel aus Rieg, 14 Jahr/; Maria Fitz aus Unterwetzenbach, 45 Jahre; Josef Zimmermann ans Händlern, 58 Jahre; Jakob Plesche aus Händlern, 64 Jahre; Theresia Plesche aus Händlern, 13 Jahre alt. Kbentak. Rudolf Maußer aus Ebental 29, 1 Jahr alt; Josef 'Högler ans Setfch 12, 37 Jahre; Eduard Schneider aus Setfch 3, 3 Jahre; Maria Högler aus Tiefental 2, 55 Jahre; Franz Högler aus Setfch 12, 4 Jahre; Matthias Eppich aus Tiefental 3, 61 Jahre; Josef Koroschitfch aus Setfch 20, 1 Jahr; Rupert Maußer aus Setfch 13, 8 Monate; Maria Francel aus Ebental 10, 2 Jahre; Primus Marfchitfch aus Setfch 2, 63 Jahre; Gottfried Petfche aus Setfch 7, 2 Jahre; Maria Schuidarfchitsch aus Setfch 10, 16-Jahre; Agnes Jonke aus Tiesental 15^71 Jahre; Rudolf Högler aus Kuckeudorf 16, 4 Jahre; Vinzenz L-porer aus Mu ter: aus >ach ige; aus alt. Setsch 27, 3 Jahre; Andreas Eppich aus Kuckendorf 19, 73 Jahre; Berta Högler aus Ebental 12, 1 Jahr; Stephanie Widmer aus Kuckendorf 4, 1 Jahr; Richard Melz aus Ebental 14, 9 Monate; Albrecht Maußer aus Setsch 6, 7 Monate; Josef Eppich aus Kuckendorf 22, 87 Jahre; Josef Maußer aus Ebental 6, 65 Jahre alt. Al'tkag. Am 10. Jänner Anton Sigmund aus Kuntschen 8, 3 Tage alt.' Im Monate Februar: Andreas Höferle aus Langenton 31, 58 Jahre; am 3. Agnes Maußer aus Altlag 12, 76 Jahre; am 14. Josef König aus Kuntschen 4, 72 Jahre. Im Marz: Am 3. Ursula Eppich aus Altlag 24, 63 Jahre; am 4. Ursula Fink aus Langenton 60, 90 Jahre; am 28. Gertrud Perz aus Altlag 88, 67 Jahre. Im April: Am 19. Maria König aus Langenton 2, 74 Jahre; am 23. Franz König aus Altlag 30, 8 Jahre; am 28. Magdalena Gliebe aus Weißenstein 8, 22 Jahre; am 30. Maria Maußer aus Altlag 39, 61 Jahre. Im Mai: Am 11. Jakob Widmer aus Langenton 19, 83 Jahre; am 12. Franz Kikel aus Schönberg 28, 2 Jahre. Im Juni: am 6. Josef Kikel aus Altlaa 2, 7-2 Stunde; am 28. Abstin Papesch aus Altlag 120, 64 Jahre; am 15. Juli Magdalena Krater aus Altlag 120, 95 Jahre; am 2. August Maria Petruua aus Altlag 65, 58 Jahre. Im September: Am 7. Anna Höferle aus Altlag 54, 6 Jahre; am 29. Gertrud Eppich aus Altlag 60, 88 Jahre. Im Oktober: Am 8. Paula Kikel aus Altlag 6, 21 Jahre; am 19. Maria Hutter aus Riegel 1, 24 Jahre. Im November: am 5. Franz Fink aus Langentou 10, 58 Jahre; am 8. Magdalena Morscher aus Altlag 9, 52 Jahre; am 24. Maria Fink aus Langenton 4; am 25. Matthias Eppich aus Kletsch 1, 79 Jahre. Im Dezember: Am 5. Johann Samide aus Altlag 48, 1 Tag; am 8. Maria Hutter, Einlegerin aus Warmberg, 43 Jahre; am 8. Anna Hutter aus Grintowitz 9, 26 Jahre; am 16. Maria Schauer aus Weißenstein 11, 23 Jahre; am 18. Maria König aus Altlag 48, 58 Jahre; am 21. Johann Hoge aus Altlag 27, 67 Jahre alt. Aus Stabt und Land. Hottfchee. (Vom krainischen Landesschulinspektorate.) Seine Majestät der Kaiser hat den Professor an der Staatsrealschule in Laibach Herrn Albin Velar zum Landesschulinspektor, und zwar mit der Rechtswirksamkeit vom 1. Jänner 1909 angefangen, ernannt. Der Herr Landesschulinspektor wurde dem Landesschulrate für Kretin zur Dienstleistung zugewiesen und wird die deutschen Volks- und Mittelschulen in Srnin zn inspizieren haben. — (Ernennung zum Bezirksschulinspektor.) Seine Exzellenz der Leiter des Ministeriums für Kultus und Unterricht hat den Professor an der Staatsrealschule in Laibach Herrn Karl Schmutzer zum Bezirksschulinspektor für die deutschen Volksschulen in Laibach, Weißenfels, Domschale, Görtschach und Josefstal sowie für die deutsche Bürgerschule in Gurkfeld für die laufende Funktionsperiode ernannt. — (Vom Mittelschttlbte nste.) Der Herr Leiter des Ministeriums für Kultus und Unterricht hat den Supplenten an der Staatsrealschule in Laibach Herrn Dr. Josef Jerse zum Religwns-lehrer am Staatsgymnasium mit deutscher Unterrichtssprache daselbst ernannt. — (Vom Steuerdienste.) Das Präsidium der kra,Nischen Finanzdirektion hat den Steuervsfizial Herrn Eduard Schubitz in Gottschee zum Steuerverwalter in der neunten Rangsklasse und den Steuerassistenten Herrn Wilhelm Wolf in Gottschee zum Steuervsfizial in der zehnten Rangsklasse ernannt. — (Anerkennung.) Der k. k. Landesschulrat hat die k. k. Gymnasialdirektion in Gvttschee ermächtigt, dem Professor am hiesigen Gymnasium Herrn Kuno Hočevar für die während seiner interimistischen Leitung der Anstalt bewiesene Umsicht und Sorgfalt den Dank des Landesschulrates auszusprechen. — tAltersversicherung.) Die Altersversicherungsvorlage wurde am 19. Dezember v. I. dem Abgeordnetenhaüse ohne erste Lesung einem 52gliedrigen Ausschüsse zur Beratung zugewieseni Auf Antrag des Abg. Kunschak wurden die Verhandlungen de« Ausschusses für Sozialversicherung für öffentlich erklärt. — (Errichtung des Gewerbebeirates. Am 24. v. M. ist im Reichsgesetzblatt sowie im amtlichen Teil der „Wiener-Zeitung" eine allerhöchste Entschließung verlautbart worden, mit welcher die Errichtung eines Gewerbebeirates im Handelsministerium genehmig: wird. Dem Statute ist zu entnehmen, daß der Gewerbebeirat berufen ist, in den zum Wirkungskreis des Handelsministeriums gehörigen, das Kleingewerbe und den Kleinhandel betreffenden Angelegenheiten Gutachten zu erstatten und auch aus eigener Initiative Anträge zu stellen, sowie an der Vorberatung von legislativen, administrativen und organisatorischen Angelegenheiten des Kleingewerbes und des Kleinhandels reilzunehmen. Der Gewerbebeirat besteht aus 75 Mitgliedern. Die überwiegende Mehrheit der Mitglieder (58) wird durch die Wahl der berufenen gewerblichen Korporationen bestellt, und zwar haben die bestehenden 29 Handels- und Gewerbekammern je ein Mitglied und die vom Handelsminister für jede, fünfjährige Funktionsdauer zu bezeichnenden, bestimmten Anforderungen entsprechenden Verbände der Gewerbegenossenschaften 29 Mitglieder durch Wahl zu entsenden. 17 Mitglieder werden vom Handelsminister ernannt. Sämtliche Mitglieder müssen ausübende Gewerbeoder Handelstreibende sein. Dadurch erscheint der fachliche Charakter des neuen Beirates gesichert. — (Neubenennung der richterlichen Funktionäre.) Mit allerhöchster Entschließung' vom 16. v. M. wurde genehmigt, daß die Gerichtsadjunkten den Titel Richter, die Gerichtssekretäre den Titel Bezirksrichter und die Bezirksrichter den Titel Bezirks-richter und Gerichtsvorsteher zu führen haben. Diese Neubenennungen tragen der geänderten Stellung Rechnung, welche die betreffenden richterlichen Beamten ihrer überwiegenden Mehrheit nach infolge der Zivilprozeßreform im Organismus der Gerichte einnehmen. Durch die Neubenennungen werden die organisatorischen und surisdiktionellen Normen nicht berührt. Es bleiben daher insbesondere die für die Erlangung der Eigenschaft eines Richters im Sinne des Staatsgrundgesetzes bisher maßgebenden Vorschriften unverändert in Geltung. ^ — (Amnestie für die Angehörigen der Landwehr und der Gendarmerie.) Der Kaiser hat mit allerhöchster Entschließung vom 27. November verfügt: 1. Sämtliche in der k. k. Landwehr und in der k. k. Gendarmerie bis zum 2. Dezember 1908 im Dis-ziplinarwege ausgesprochenen Verweise, Ordnungs- und Arreststrafen sind in den Strafprotokollen zu löschen. 2. Der Vollzug der am 2. Dezember 1908 noch nicht oder noch nicht ganz vollstreckten Ordnungs- und Disziplinär-Arreststrafen wird mit diesem Tage erlassen. — (Unterstützung der hilfsbedürftigen Familien der Einberufenen.) Das k. k. Ministerium für Landesverteidigung hat mit dem Erlasse vom 16. November 1908 auf Grund des mit den beteiligten Zentralstellen gepflogenen Einvernehmens eröffnet, das die Bestimmungen des dritten Abschnittes des Gesetzes vom 13. Juni 1880, R. G. Bl. Nr. 70, anläßlich der erfolgten Standes-erhöhung, der in Bosnien, der Herzegowina und Süddalmatieu dislozierten Truppen und Anstalten analoge Anwendung zu finden haben. Den hilfsbedürftigen Familien der infolge dieser Standeserhöhung Einberufenen werden aus Staatsmitteln Unterstützungen gewährt. Hiebei gelten folgende Bestimmungen: Das Bezugsrecht der hilfsbedürftigen Angehörigen beginnt betreffs der zurückbehaltenen Ersatzreservisten, welche generell für den 3. Oktober 1908 einberufen waren, mit dem der achtwöchentlichen militärischen Ausbildung folgenden Tage, betreffs der übrigen Zurückbehaltenen jedoch mit 1, Jänner 1909. Hinsichtlich des Anspruches ans Unterstützung werden als zur Familie gehörig betrachtet: die Ehefrau des zum aktiven Dienste Eingedickten und die Kinder desselben. Dahin können noch Verwandte in aufsteigender Linie gerechnet werden sowie Geschwister, insofern sie von dem zum Dienste Einberufenen erhalten werden. Als unterstützungsbedürftig ist dasjenige Familienglied anzusehen, dessen notwendigster Lebensunterhalt entweder ausschließlich oder -doch zum größten Teile von dein persönlichen Erwerbe des zur aktiven Dienstleistung Einberufenen abhängig ist. Die zur Konstatierung der Unterstützungsbedürftigkeit notwendigen Erhebungen sind von der politischen Bezirksbehörde des Aufenthaltsortes der eine Unterstützung beanspruchenden Familie unter Einvernahme des Gemeindevorstandes zu pflegen. Die Unterstützung besteht in einer Unterhaltsgebühr für jedes Familienmitglied in dem für die Militärdurchzugsverpflegung jeweilig per Kopf und Tag festgesetzten Betrage, dann, wenn die Familie auf die Wohnungs-miete angewiesen ist, in einer Unterkunftsgebühr, welche der Hälfte der Unterhaltsgebühr gleichkommt. Für Kinder unter acht Jahren hat die Unterstützung in der Hälfte des vorstehenden Ausmaßes zu bestehen. Der Gesamtbetrag der einer Familie zu gewährenden Unterstützung hat den nach den persönlichen Erwerbs- und lokalen Verhältnissen als durchschnittlicher Tagesverdienst des Einberufenen anzunehmenden Betrag nicht zu überschreiten. Die vom Staate gewährleistete Unterstützung erleidet durch anderweitige Unterstützungen, welche vom Lande, von Gemeinden oder Privatpersonen geleistet werden, keine Schmälerung. Die hilfsbedürftigen Angehörigen haben ihren Anspruch bei der politischen Bezirksbehörde ihres Aufenthaltsortes unter Angabe der für die Beurteilung des Anspruches maßgebenden Umstände, insbesondere ihrer Familien-, Vermögens- und Erwerbsverhältnisse, des letzten Aufenthaltsortes und des durchschnittlichen Tagesverdienstes des Einberufenen mündlich oder mittelst eines gebühren- und portofreien Gesuches schriftlich anzumelden. x?m Sinne des § 20 des bezogenen, Gesetzes wurde in Laibach eine Unterstützungskommission errichtet, deren Kompetenz sich auf ganz Krain erstreckt. Die Koniinission amtiert bei der k. k. Landesregierung. Die näheren Modalitäten können von Unterstützungs-werbern beim Gemeindeamts des Aufenthaltsortes in Erfahrung gebracht werden. Die Unterstützungskommifsivn hat über die Unter-stützungsbedürftigkeit der Familie auf Grund der gepflogenen Erhebungen zu entscheiden, den zu gewährenden Unterstützungsbetrag zu bestimmen und die Zahlungsanweisung und eventuell deren Einstellung zu verfügen. Eine Berufung gegen die Entscheidung der Unterstützungskommission ist nicht zulässig. — (Die Erleichterungen bei den Landwehrwaffen-ubungen.) Das Landwehrverordnungsblatt veröffentlicht jene Verordnungen des Landesverteidigungsministeriums, welche die Waffen-ubungen nn 11. und 12. Dienstjahre auflassen. Die Verordnung besagt im wesentlichen: Mit Ausnahme des Landwehrinsanterie-regiments Nr 4 und der beiden Landesschützenregimenter sind alle rm ->§ahre 1909 Waffenübungspflichtigen der Landwehr-Fußtruppen von Mitte ^um bis Mitte Juli und von Mitte August bis Mitte september zur Waffenübung einzuberufen. Die im 11. und 12 Dieust-jvte J>eL 4 n'^a,E[ye. Mannschaft ist dazn nicht heranzuziehen. Die Waffenübungspflichtigen des 4. Landwehrinfanterieregiments mw der beiden Landesschützenregimenter sind derart einzuberufen, daß vom Beziehen der Sommerstationen an bis zum Beziehen der Wtntetjtattonen eine gleichmäßig fortlaufende, ununterbrochene Er-cl fun3_J * e stritt, doch ist die Erntezeir ausgenommen. Jeder Waffenubungspflichtige kann die Zeit angeben, zu der ihm die Einberufung aus besonderen Gründen seiner Erwerbsverhältnisse am wünschenswertesten ist. Insbesondere sind die Wünsche der Waffenübungspflichtigen ans der Landwirtschaft möglichst zu berücksichtigen. Die Anmeldung dieser Zeiten haben die Waffenübungspflichtigen bei den Gemeindevorstehern ihres Aufenthaltsortes bis spätestens Jänner 1909 zu vollziehen. Während der Ernteurlaube ist keine Mannschaft einzuberufen. — (Verständigungsausschuß.) Die „Gottscheer Nachrichten" vom 3. Jänner l. I. bringen einen längeren Aufsatz („Rückblick und Ausblick") aus Gottschee mit verschiedenen, schon oft gehörten und ebenso oft widerlegten Ausfällen auf die christlichsoziale Partei. Da wir vor dem Redaktionsschlüsse stehen, ist es uns mcht mehr möglich, auf die unbegründeten Anwürfe im einzelnen zurückzukommen und sie Punkt für Punkt zu widerlegen. Das wird vielleicht ein anderesmal geschehen. Eine völlig unrichtige Behauptung aber müssen wir doch sofort richtigstellen. Es wird nämlich in dem Artikel gesagt: „Nicht die nationale Bedrängnis in Gottschee, nicht der uns aufgezwungene völkische Kamps, sondern der Zusammenbruch des Bündnisses(!!) mit den Slowenen hat unsere Christlichsozialen in erster Linie bemüssigt(!!), eine Annäherung an die Gottscheer Deutschnationalen anzustreben!" Als ob wir Christlichsozialen jemals ein „Bündnis" mit den Slowenen geschlossen hätten! Das glaubt der Artikelscheiber im Ernst wohl selber kaum. Wenn wir angesichts der immer schwieriger sich gestaltenden nationalen Lage für einen Verständigungsausschuß beider Parteien eintraten, so war das weder ein „wohlberechnetes Manöver" noch ein parteipolitischer oder parteitaktischer Schachzug, um hiedurch irgendwelche Parteivorteile zu erreichen. Einzig und allein die warme Liebe zur Heimat und die Erwägung, daß mit Nutzen für dieselbe einMeinungsa nstausch über jene Angelegenheiten gepflogen werden könnte, andenenfämtliche Volksgenossen im Gottscheer Gebiete gleichmäßig interessiert sind, hat uns dazu vermocht, einer gelegentlichen gegenseitigen Aussprache das Wort zu reden. Irgendwelche unaufrichtige Hintergedanken lagen uns dabei völlig ferne und es könnte uns angesichts der. ganz falschen Deutung, die unser Vorschlag nachträglich erfahren hat, fast leid tun, mit demselben überhaupt hervorgetreten zu sein. Wenn hinter dem Artikel nicht irgendein mißlauniger Nörgler, sondern maßgebende Personen stehen sollten, dann könnten wir uns vom BerständigungsausschusseallerdingsnichtvielErsprießliches versprechen. Ein gewisses Maß von Vertrauen muß man sich denn doch gegenseitig entgegenbringen und nicht den edelsten Absichten unlautere Beweggründe unterschieben. Da wir jedoch annehinen, daß der Artikel kaum von bodenständiger Seite stammt, sondern irgend einen juristischen Klopffechter zum Urheber haben dürfte, glauben wir ihm keine besondere Bedeutung beimessen zu sollen. — (Eintragung einer Einzelfirma.) Eingetragen wurde in das Register Abteilung A: Sitz der Firma: Tiefenbach. Firmawortlaut: Guerino Marcon. Betriebsgegenstand: Holzkohlenerzeugungsgewerbe und Holzkohlenhaudel. Inhaber (1): Guerino Marcon. Zweigniederlassung (Zw. N.) der in Triest via Tivarnella Nr. 3 mit der Firma Guerino Marcon, Holzkohlenerzeugungsgewerbe und Holzkohlenhandel gleichen Namens — bestehenden Hauptniederlassung. Datum der Eintragung: 23. Dezember 1908. K. k. Kreis- als Handelsgericht Rudolfswert, Abt.!., am 23. Dezember 1908. — (Volksbewegung.) In unserer Pfarre waren im Vor-lahre 158 Geburten, eine weniger als im Jahre 1907; 40 Trauungen eine mehr als im Jahre 1907; 101 Sterbefall, 27 weniger als im Vorjahre. — (Exzellenz Lueger.) Franz (Sichert begrüßt die Verleihung der Geheimen Ratswürde an den Bürgermeister Dr. Karl Lueger mit folgenden Versen: Exzellenz bist Du geworden Nicht auf höfisch krummen Pfaden, Lang schon warst Du's von des Volkes, Bist's nun auch von Kaisers Gnaden. Exzellenz bist Du geworden Nicht mit Drehen, Winden, Bücken, Nein, mit Deinem graben Worte Und mit deinem graben Rücken. Exzellenz bist Du geworden, Weil Dir exzellent geraten Deine Pläne, Deine Werke, Deine Reden, Deine Taten! Exzellenz bist Du geworden, Doch in tiefster Herzensfalte Bleibst Du unser Karl Lueger, Bleibst Du immer uns der alte. Bleibst Du Deines Volk's geliebter Sprecher, Schützer, Führer, Streiter: Exzellenz kann mancher werden, Doch Lueger kommt kein zweiter! Jc ^ Laibe geget Unter in de 22. S stauti von e größt beutst frei r ! der,,, seien und i ®ne schicht Hunte guter Auch vermi zusam usw. I Schn einem in bei und n Spark Anlag eigene: gegen schuld« inftitui Ausso^ die Ei fallen ber S« Heran, rate n gelegei richtet Sparii die Kii imb z Lehrer aber b der C kaffen" imb S in ber reit« e laufen« schaftei mit 55 iember konnte Herr ü diese B sozialei Jahre-Jahren Ausga für rti ptung ; dem nicht Bruch talen scheer mals laubt sichts Ver-aeber wtei-e zu und usch iche sind, ache nken der hren sein, bern vom hen. eitig veq-tikel inen ihm itrde ma- ner- rttto ella -ge- ipt- ?. k. 08. Ser- ien, als >er- arl — (Deutscher Kalender für Krain.) Bor kurzem ist in Laibach der „Deutsche Kalender für Krain" 1909 erschienen, herausgegeben von Heinrich Ludwig. Der Reinertrag dieses Kalender-Unternehmens ist bekanntlich der Errichtung eines Studentenheimes in der Stadt Gottschee gewidmet. Angenehm berührt es, daß der 22. Jahrgang dieses Kalenders nicht mehr ein so vorwiegend protestantisches Gepräge trägt wie einzelne seiner Vorgänger. Wenn wir von einer gelegentlichen Bemerkung auf Seite 122 absehen („ . .seines größten Feindes, der von Rom aus seine dunklen Fäden über alles deutsche Wesen spinnen will") hält sich der Kalender jetzt im ganzen frei von Angriffen auf den Katholizismus und von der Unterstützung der „Los von Rom"-Bestrebungen. Von seinem Inhalte (Jahrbuch) seien hervorgehoben die Erzählung „Auch ein Meisterstück"; Bismarck und der deutsche Wald; „I tua wohl, als wann mir nix war!" Eine Wörthersee-Geschichte von Karl Krobath; die köstliche „Geschichte von den zwei —" von Peter Rosegger; „Der Karfunkel". Humoreske von Anton Ohorn; „Eine zur Erzeugung von reiner, guter Gesundheitsmilch bestimmte Stallanlage" von Dr. Schuppli. Auch geschichtliche und geographische Skizzen über Kärnten (Krain vermissen wir) enthält der Kalender. Der Amtskalender ist sorgfältig zusammengestellt und sind auch die jüngsten Personalveränderungen usw. berücksichtigt worden. — (Förderung des Heimsparkassensystems durch die Schulen.) Das Ministerium für Kultus und Unterricht hat in einem Erlasse an die Landesschulbehvrden eröffnet, daß die Kinder in den Volksschulen auch zur Sparsamkeit entsprechend zu erziehen und mit Rücksicht auf die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Sparkassen auch über deren Wert belehrt und zur fruchtbringenden Anlage kleiner Ersparnisse angeregt werden sollen. Die Errichtung eigener Schulsparkassen ist im Hinblicke auf die von einzelnen Ländern gegen sie vorgebrachten Bedenken nur mit Bewilligung der Landesschulbehörde erlaubt. In neuerer Zeit nun haben zahlreiche Spar-institute für das Sparen kleinerer Beträge ein neues System durch Ausfolgung von „Heimsparkassen" eingeführt. Da die vielfach gegen die Errichtung eigener Schulsparkassen bestehenden Bedenken wegfallen dürften, wenn die fruchtbringende Anlage kleiner Ersparnisse der Schulkinder — eventuell unter Mitwirkung der Schule — durch Heranziehung des Heimsparkassensystems erfolgt, sind die Ortsschulräte und Schulleitungen zu einer tätigen Mitwirkung in dieser Angelegenheit einzuladen. Diese Mitwirkung wird zunächst dahin gerichtet sein, bei den im Schulorte oder dessen Nähe bestehenden Sparinstitnten die Einführung der „Heimsparkassen" anzuregen und die Kinder durch direkte Aufforderung, durch gelegentliche Belehrung und zeitweilige, Teilnahme und Interesse bekundende Fragen der Lehrer zur fleißigen Benützung derselben aufzumuntern. Wo es aber die lokalen Verhältnisse gestatten, wird es sich empfehlen, seitens der Schule direkten Einfluß auf die Einführung der „Heimsparkaffen" zu nehmen und den Verkehr zwischen den sparenden Kindern und Sparinstituten zu vermitteln. — Wir bemerken schließlich, daß in der Raiffeisenkasse in Mitterdorf das Heimsparkassensystem bereits eingeführt ist. Witterdorf. (Bevölkerungszahl.) Am Ende des abgelaufenen Jahres zählte unsere Pfarre 1676 Seelen in elf Ortschaften; Malgern mit 255 Einwohnern steht an erster, Neuloschin mit 52 an elfter Stelle. — (Jagdbeute.) Die hiesige Jagdgesellschaft hat vom September bis Ende Dezember 75 Rehe, 40 Hasen und 4 Füchse erlegt. — (Aus der Gemeindestube.) Knapp vor Weihnachten konnte endlich an die Wahl des Gemeindevorstehers geschritten werden. Herr Matthias Sigmund wurde wiedergewählt. Wie die Liberalen diese Wiederwahl ausgenommen haben, wissen wir nicht; die Christlichsozialen hoffen nicht viel, fürchten aber auch nichts. — (Ausschußsitzung.) Am 28. Dezember vergangenen Jahres wurde in der Sitzung des Gemeindeausschusses zuerst die Jahresrechnung geprüft; die Einnahmen von 2641 K 94 h, die Ausgaben von 2261 K 18 h und der schließliche Kassarest wurden für richtig befunden. Im weiteren wurde über den Voranschlag für 1909 beraten und Beschluß gefaßt. Nach diesem ergeben sich als Einnahmen 1531 K 97 h; als Ausgaben 3070 K 3 Ir. Der Abgang soll durch eine 45 °/oige Umlage auf alle direkten Steuern seine Bedeckung finden. Der Gemeindesekretär erhält als Neujahrsgeschenk 50 K; die Julia Perz in Rain aber den Auftrag, von Haus zu Haus oder „zu Scheiben" zu gehen. Paula Fink wird aus dem Waisenhause genommen und von Alois Tomitz umsonst übernommen. Von jedem Hunde sind weiterhin 2 K zu zahlen. Auch über eine Streitsache des Besitzers Matthias Kleiner von Windischdorf wurde verhandelt und dessen Berufung als verspätet erklärt. — (Bauernbund Versammlung.) Am 10. Jänner l. I. um halb 3 Uhr nachmittags findet im Gasthause des Herrn Georg Petsche in Mitterdorf eine Versammlung des Gottscheer Bauernbundes statt, wobei die Gesetzesvorlage der Altersversicherung, die Berständigungsaktion und andere Angelegenheiten zur Sprache kommen. Mitglieder sind dazu freundlichst eingeladen. — (Ans Kindermund.) Als letzthin die „Nachrichten" die Nachricht brachten, daß Schulkinder in der Kirche anläßlich der Adventbeichte großer Kälte ausgesetzt waren und auch sonst vom Oberlehrer mit Gewalt über die Zeit zurückbehalten wurden — sagten die Kinder, welche selbstverständlich nichts von Drangsalierungen wußten: „Das hat der Schneider in die Zeitung gelogen." Weg. (Kirchliches.) Längere Zeit entbehren wir schon eines Organisten. Zu den heurigen Weihnachtsfeiertagen hatte diesen Dienst Herr Kaufmann Franz Braune versehen. Die Bevölkerung ist ihm dafür recht dankbar. — (Zur Volksbewegung 1908.) Im abgelaufenen Jahre gab es 14 Trauungen, 43 Geburten und 37 Sterbefälle. Während im Vorjahre meistens Witwer heirateten, sind dieselben heuer ziemlich schwach vertreten. Von den Verstorbenen war das jüngste 8 Tage alt; es ist das Kind des Josef Erker aus Rieg Nr. 26, während die meisten Lenze die Apollonia Schagar aus Oberwetzenbach zählte; sie war 87 Jahre alt. Alle zusammen lebten 1451 Jahre. Rechnen wir 3 Totgeburten ab, so entfällt durchschnittlich auf eine Person eine Lebenszeit von beiläufig 44 Jahren, während man sonst die durchschnittliche Lebenszeit des Menschen bloß mit 30 Jahren berechnet. — (Unglück.) Dem Ferdinand Witt ine ist ein Pferd an Kolik erkrankt; da es nicht mehr zu retten war, wurde es erschossen. Anterivarmöerg. (Volksbewegung.) Im ab gelaufenen Jahre gab es in der Pfarre 2 Trauungen, 11 Geburten und 9 Sterbefälle. Getraut wurden: am 31. August Alois König aus Komutzen 12 mit Maria Herbst aus Unterwarmberg 14; am 28. September Alois Kikel aus Komutzen 32 mit Maria Maußer aus Komutzen 14. — Gestorben sind am 8. Jänner Maria Schauer aus Oberwarmberg 3, 66 Jahre; am 2. Februar Maria Pfeifer aus Oberwarmberg 16, 35 Jahre; am 3. März Maria Maußer aus Unterwarmberg 25, 37 Jahre; am 26. April Johann Schneider aus Unterwarmberg 36, 9 Monate; am 8. Juni Johann Hutter aus Oberwarmberg 15, 3 Monate; am 16. Juni Josefa Schneider aus Unterwarmberg 10, 1 Jahr; am 3. August Agnes Grill aus Unterwarmberg 11, 79 Jahre; am 3. September Josefa Kraker aus Komutzen 30, 33 Jahre; am 19. November Maria Wittreich aus Komutzen 15, 77 Jahre alt. Göttenitz. (Zur Volksbewegung.) Für das abgelaufene Jahr weisen die Matriken der hiesigen Pfarre 12 Geburten, 20 Sterbefälle und 1 Trauung auf. — Gestorben sind 12 Kinder größtenteils an Fraisen und Genickstarre, die Namen der acht verstorbenen erwachsenen Personen sind: Am 20. Jänner Margaretha König aus Göttenitz 8,84 Jahre alt; am 8. Februar Anna König aus Göttenitz 5, 16 Jahre; am 22. Februar Johann Grabner aus Göttenitz 57, 79 Jahre; am 15. März Maria Stampfl aus Götlenitz 11, 57 Jahre; am 20. April Ludwig Noffan 58, 32 Jahre; am 30. Mai Joses Tscherne aus Göttenitz 43, 67 Jahre; am 25. August Magdalena Weber 69, 76 Jahre; am 31. August Georg Widmer 44, 25 Jahre alt. — Getraut wurde: Johann Poje, Schneidermeister, mit Josefa Mantel aus Lienfeld. In der Fremde getraut wurden: Hermann Fornbacher aus der Schweiz mit Maria Woldin aus Göttenitz 49 und Josef Woldin aus Göttenitz 49 mit Maria Schuszter aus Fehertemplom (Ungarn). Alltag. (Parteilichkeit eines Gendarmeriepostens.) Seitdem in Altlag ein Gendarmerieposten besteht, waren unsere Gendarmen bisher alle korrekt und unparteiisch, bis der als „rote" Gendarm markierte Karl Brinskelle zu uns gekommen ist. Der scheint seine Pflichten dadurch zu erfüllen, daß er sich als rotgebackener Parteimann aufspielt. Bei der bekannten Affäre Eifenzopf-Stangl hat er eine so erbärmliche Rolle gespielt, daß es ein Graus ist. Ein Wachtmeister weiß es nicht, daß es ein Strassall ist, wenn einer dem Nebenmenschen mit einem Teller samt Gabel und Messer den Kopf einschlägt, nur weil der betreffende zufällig ein unüberlegter und aufbrausender Eisenzopf ist. Das ist des Guten schon zu viel. Wie können wir einem Wachtposten Vertrauen schenken, wenn er ein zweifaches Maß hat, womit er die Leute taxiert. Wachtmeister Brinskelle wird mit unseren Steuergeldern bezahlt, deshalb hat er auch gegen alle gleich vorzugehen. Wir werden es nicht dulden, daß ein Wachtposten bloß der Handlanger eines „Zopf" ist, der sich dann alles zu tun erlaubt. Das Rechtsbewußtsein des Volkes wird dadurch totgeschlagen. Wir machen die Oberen auf Karl Brinskelle aufmerksam, auf diesen Mcum ein wachsames Auge zu haben. Karl Brinskelle hat in Altlag sein ganzes Vertrauen verloren. Wir halten die Gendarmerie zu hoch, als daß wir schweigen würden, wenn sie in so rüder Weise zu Parteizwecken mißbraucht würde. Ein Mann wie Karl Brinskelle hat dem Ansehen der Gendarmerie zu viel geschadet, als daß man Nachsicht an ihm üben sollt. Wir brauchen keine „rote“ Wachtmeister, sondern Posten, die treu und unparteiisch ihren Dienstschwur erfüllen. Kbentak. (Todfall.) Am 25. Dezember starb hier der bekannte Gastwirt Josef Maußer im Alter von 65 Jahren. Er hinterließ eine Witwe mit vier unmündigen Kindern. Aenlag. (Anfforstung.) Der gefertigte Grundbesitzer in Neulag, Winkel und Rain hat für eine von ihm vorgenoimnene Aufforstung in Neulag vom Forstvereine eine Prämie von 30 K erhalten, wofür er hiemit seinen besten Dank ausspricht. Die vor zwölf Jahren aufgeforstete Waldparzelle hatte damals einen Wert von nur 100 K, heute ist sie 1000 K wert. Die Vornahme von Aufforstungen ist allen Nachbarn und Grundbesitzern in Neulag wärinstens anzuempfehlen. Die 300 Joch Gemeindegrund, die jetzt wie tot liegen, werden erst dann ihren wahren großen Wert bekommen. Nenlag-Feldkirch, am 27. Dezember 1908. Franz Fink. Mosel. (Wasser, Schulden und andere Suppen unseres „Stifters".) Am 26. November l. I. wurde in der Gemeinderatssitzung auf neuerlichen Antrag der Beschluß zur Errichtung einer Suppenanstalt gefaßt, gegen welchen bereits alle Besitzer von Mösel und Untermösel, sowie separat auch mehrere andere Ortschaften Beschwerde erhoben. Ans der elfteren ist hervorzuheben Punkt 1, welcher sagt, daß die Ortschaft Obennösel, bezw. Gemeinde Mösel durch die Umlagen für die neu errichtete Schule, die Renovierung der Kirche und ihres Turmes, sowie durch die erstellte Wasserleitung, die den finanziellen Atemzug der Ortschaftsangehörigen fast ganz erstickt, schon derart belastet ist, daß sie einer weiteren Belastungsprobe nicht mehr standhalten kann; ferner Punkt 5, daß die gefertigten Beschwerdeführer nur insofern gegen ein derartiges Institut Stellung nehmen, als der Steuergulden belastet wird; endlich sagt Punkt 6, daß es sehr bezeichnend ist für die Art und Weife der Verwaltung der total verschuldeten Ortschaft, daß zum Zwecke der Speisung der Schulkinder eine der hygienischen Anforderungen bare Bauernstube ausgenommen wurde, während das Schulhaus selbst zu diesem Zwecke ein sehr geeignetes Zimmer besitzt, das ursprünglich als dritte Klasse bestimmt, seit Jahren aber von einer vermögenden entfernten Verwandten des Herrn Oberlehrers unentgeltlich benützt wird. Als Kommentar hiezu diene, daß der Bau der Wasserleitung um 36000 K übergeben wurde, für welche 67% Subvention zwar bewilligt wurden, aber bis jetzt noch nicht flüssig gemacht worden sind. Die Mehrarbeiten betrugen allein 27000 K, wobei noch ein Prozeß um weitere 5000 K anhängig ist, für welche sämtliche Beträge die Ortschaft bis jetzt allein aufzukommen hatte, so daß, wenn überhaupt das Betteln seine Fortsetzung nehmen sollte, hier zunächst einzusetzen wäre. Deshalb lasse mau lieber bei solchen Gründungen Gemeinden den Vorrang, die besser gestellt sind und deren Schulsprengel größer ist als der mistige. Sehr charakteristisch für die Verbreitung russischer, selbstherrlichen Atmosphäre ist die Äußerung unseres „Stifters" mit den vollen Taschen, daß, wenn 99 dagegen und nur 1 dafür fei, die Suppenanstalt dennoch ins Leben gerufen werde, sowie auch die Tatsache, daß, als es einer der Gemeinderäte sich's erlaubte, dem „Stifter" Opposition zu machen, jener von diesem mit Schuft it. bergt, betitelt wurde. Dieser umsichtige Stifter, der fürs Bitten und Sammeln für öffentliche Zwecke ein vorzügliches Talent entwickelte, aber auf eine Veröffentlichung der Ergebnisse solcher finanziellen Operationen bis dato feine Wähler noch vergebens warten läßt, hat kein richtiges Verständnis für die edlen Gesinnungen unseres erhabenen Monarchen. Höermösek. (Nationale Kleinarbeit!) Am Stefanstage abends kamen zwei stadtHeboreue Hochschüler, übersättigt durch die Gunst der Wohltätigkeit, in das Gasthaus des Fleischhauers I. Jonke und ließen daselbst den zahlreichen anwesenden Gästen ihre gute Erziehung leuchten, indem sie ehrbare, reelle Familien, die sich bei Tanz und Glas Wein gemütlich unterhielten, in nicht zu nennender Weise provozierten, so daß es sogar zu Forderungen gekommen ist — in einem Bauerndorfe. Eine beherzte Hausfrau wies die beiden Phrasenhelden, die die Weisheit mit dem großen Löffel gegessen zu haben glauben, in geziemender Weise auf ihre Plätze zurück. Wirklich ein Stück nationaler Kleinarbeit von unserer akademischen Jugend, die einst unsere Führerschaft übernehmen.soll. Anstatt sich zusammen zuschließen und geeint gegen den nationalen Gegner vorzugehen, richten sie den Dolch gegen ihren eigenen Leib. Das war immer die schwache Seite der Deutschen, denn ihre unbesonnene Jugend sorgt frühzeitig dafür, in ihr Herz den Keim der Zwietracht zu pflanzen. — (Heirat.) Wilhelm Stalzer ans Mösel Nr. 21 verehelichte sich am 9. November mit Antonia Sever aus Altlag Nr. 49. Kaltenbrunn. (Die Holzzufuhr) auf die Dampffäge findet jetzt auf leichte Weife und regelmäßig statt. Es beteiligen sich an der Zufuhr von Holzklötzen ungefähr 20 Fuhrleute. Die Betriebsleitung zahlt 12 Heller vorn Kubik, so daß sich die Fuhrleute von 7 bis 12 K per Tag verdienen können. Langenton. (Die Landtagswahl.) Für den christlichsozialen Wahlwerber wurden 15 Stimmen abgegeben. Walgern. (Ausschußsitzung.) Am 23. Dezember hat der hiesige Gemeindeausschuß Sitzung gehalten und dabei zuerst die Rechnung für 1908 geprüft. Die Einnahmen von 1581 K 37 h und die Ausgaben von 1667 K 79 h mit dem schließlichen Passivreste von 86 K 42 h wurden für richtig befunden. Für 1909 stellen sich die Einnahmen auf 773 K 60 h, die voraussichtlichen Ausgaben auf 2012 K 42 h. Zur Deckung des Abganges von 1238 K 82 h wurde eine 48prozentige Umlage auf alle direkten Steuern beschlossen. Welseltal. (Statistisches.) Nach den Ausweisen der hiesigen Psarrmatriken zählte die Psarrgemeinde Nesseltal im abgelaufenen Jahre 1570 Seelen. In Amerika leben 530 PfarrangeHötige. — Geboren wurden im verflossenen Jahre 42; davon waren 2 uneheliche Geburten. Gestorben sind 32; getraut wurden 7 Paare. — Von den Gewerben, die in der Psarrgemeinde Nesseltal im vergangenen Jahre betrieben wurden, ist das meistgeübte der Hausierhandel; 45 Familienväter beschäftigen sich zur Winterszeit damit in der Fremde. Das Gastgewerbe üben 19 Pfarrangeprige aus, daneben gibt es 10 Schuster, 5 Schneider, 7 Krämer, 4 Maurer, 4 Lodenfabrikanten, 2 Tischler, 2 Schmiede, 3 Branntweinbrenner, 1 Fleischhauer, 1 Sohlen- und Lederhändler, 1 Wagner, 1 Zimmermann, 1 Holzkohlenhändler, ungefähr 30 Winzer und eine Dampfsäge mit Mühle in Weidbach bei Neffeltal. Schließlich fei noch Eähnt, daß im Pfarrorte Nesseltal 18 Witwen leben, die zusammen 1070 Jahre zählen. — (Der Bauernbund) und seine Bestrebungen Mden m der Bevölkerung immer mehr Anklang; er zählt in unserer Pfarr-qemeinde zurzeit 70 Mitglieder, die im christlichsozialen Gasthause des Herrn Agnitsch ihr Versammlungslokal haben. Ungezwungen und in launigster Stimmung werden hier Bauernbund-, politische und andere Angelegenheiten besprochen, weshalb die Bundesmit-alieder unter manchen Anfeindungen ihrer Gegner zu leiden haben. Bauern, vereinigt euch, steht fest und laßt euch von den Liberalen kein $ für ein U vormachen! Laiöach. (Deutscher Parteitag.) Am 27. Dezember fand im Kasino ein Parteitag der Deutschen in Krain statt. Der Obmann des deutschen VvlkSrates für Krain, Dr. Eger, erstattete einen erschöpfenden Bericht über die politische Lage und die nationalen Verhältnisse in Krain. In seinen Ausführungen wies er darauf hin, daß das Vorgehen der Deutschen in Krain im Einklang sein müsse mit der Politik der maßgebenden deutschen Parteien in Österreich. Im Verlaufe seiner Rede hob er namentlich als Errungenschaft auf dem Gebiete des deutschen Schulwesens in Krain die.Eröffnung des deutschen Gymnasiums in Laibach und die Schaffung eines deutschen Landesschulinspektorates für Krain hervor. Die jüngsten Exzesse in Krain besprechend, bemerkte er, daß die Deutschen Krains nicht die geringste Veranlassung zu diesen beispiellosen Ausschreitungen samt der nachfolgenden Boykottbewegung gegeben haben. Letzterer und den Exzessen liege das Bestreben zugrunde, „das alte deutsche Bundesland Krain aus dem wirtschaftlichen und kulturellen Verbände mit den deutschen Nachbarprovinzen herauszureißen und als Vorbereitung für das südslawische Zentrum in engeren Kontakt mit den südslawischen Staaten zu bringen. In diesem Kampfe werden jedoch die Deutschen Krains einen mächtigen Rückhalt an sämtlichen Deutschen Österreichs finden, die sich den Weg zum Meere nicht versperren lassen". Dem Landesausschußbeisttzer Grafen Barbo wurde für sein hingebungsvolles Wirken im Interesse der Förderung deutschen Schulwesens als gewesenes Mitglied des Landesschulrates der Dank ausgesprochen. Schließlich wurde eine Entschließung gefaßt, die Regierung sei aufzufordern, von allen gesetzlichen Mitteln mit der größten Energie Gebrauch zu machen, um in Krain wieder vollkommen normale Verhältnisse herbeizuführen. Wien. (Verein der Deutschen aus Gottschee.) Sonntag den 24. Jänner I. I. veranstaltet der Verein der Deutschen aus Gottschee in Wien in den Saal-Lokalitäten des Hotels Savoy „Englischer Hof" (VI. Bezirk, Mariahilferstraße Nr. 81) ein Tanz-kränzchen, zu welchem die geehrten Landsleute insbesonders in Wien und Niederösterreich hiemit freundlichst eingeladen werden. Das Kränzchen wird Heuer einen besonders festlichen Charakter haben, und da in Anbetracht der jetzigen nationalen Kämpfe ein Zusammenhalten aller Deutschen aus der Heimat eine nationale und gesellschaftliche Pflicht ist, so erwartet man einen zahlreichen Besuch, der Zeugnis davon ablegen soll, daß die Deutschen aus Gottschee eines Herzens und eines Sinnes sind. Die Musik besorgt die bestbekannte Salon-Kapelle Kraus. Im gemütlichen Teile wird sich ein beliebtes Wiener Quartett hören lassen. Eintritt 2 K per Person; Familienkarte (3 Personen) 4 K. Da das Kränzchen gleichzeitig ein Familienabend der Gottscheer Landsleute sein soll, erhofft man einen recht zahlreichen Besuch. Gäste willkommen! Zuschriften und Zahlungen erbittet der Vereinsvorstand an den Vereinsobmann Herrn Josef Wüchse, I., Rauhensteingasse 5 gelangen lassen zu wollen. __________ Nachrichten aus Amerika. Brooklyn. (Trauung.) Am 14. November wurden in der Allerheiligenkirche in Brooklyn Franz Petsche aus Koflern Nr. 6 und Maria Eppich aus Reichenau; am 22. November Leni Kump aus Kerndorf Nr. 10 mit Karl Schellenberger getraut. Kenossenschaftswesen. Die monatlichen Kassaberichte mögen nach dem vom Verbände übermittelten Formulare abgefaßt werden. chottschee. (Spar- und Darlehenskasse.) Im Monate November v. I. betrugen die Einnahmen K 5249'22, die Ausgaben K 6502‘96; Geldumsatz: K 11.752 18. Eingezahlte Spareinlagen: K 5242'—; ausbezahlte (behobene): K 1065"—•. Gegebene Darlehen: K 530 —. — (Die Raiffeisenkassen sind vollkommen sicher.) In Schönstein in Steiermark besteht ein Vorschußkassenverein. Seine Vorstandsmitglieder sind liberale Leute, welche bekanntlich keine Heiligen sind. Dieser Vorschußkassenverein hat sich nun wegen unordentlichen Vorgehens eines Vorstandsmitgliedes (Ivan Voönjak, Lederfabrikant) eine strasgerichtliche Untersuchung zugezogen, ist jedoch nicht bankerott, denn Bošnjak ist nach gründlicher Prüfung wieder auf freien Fuß gestellt worden. Der Vorschußkassenverein ist jedoch keine Raiffeisenkasse, wie wir uns genau bei einem sachkundigen Rechtsanwalt der Raiffeisenkassen informiert haben. Bei Raiffeisenkassen kann ein Bankerott gar nicht Vorkommen, da sie die unbeschränkte Haftung besitzen. Seit Einführung des Revistonsgesetzes kann überhaupt keine Raiffeisenkafse fallieren. Eben mit Rücksicht auf die vollkommene Sicherheit der Raiffeisenkassen werden solche Genossenschaften von der Gesetzgebung und Regierung mit vielen Begünstigungen und Vorrechten ausgestattet. — (Unsere Raiffeisenkassen) sind bei der Regierung in solchem Ansehen, daß sie sogar das infolge Futtermangels bewilligte Heu durch dieselben zur Verteilung gelangen läßt. — '(Die Vorstandsmitglieder) der Raiffeisenkassen unseres Gebietes erhalten für ihre Mühewaltung nicht einen Heller Bezahlung. Zeit und Mühe opfern sie zum gemeinsamen Wohle. Manchem Gegner geht das natürlich nicht in den Kops, denn für solche gilt nur der Grundsatz: „Der Vorteil treibt's Handwerk." Wie der Schelm ist, so denkt er auch von ändern. Weg. (Unser Spar- und Darlehenskassenverein) hatte im Jahre 1908: Einnahmen: K 18.461‘78; Ausgaben: K 18.191'03; Geldumsatz: K 36.652 81; eingezahlte Spareinlagen: K 13.618'— ausbezahlte: K 2120; gegebene Darlehen: K 4720; laufende Rechnung mit dem Genossenschastsverbande: Abgesandt (eingelegt): K 10.450'—; erhalten: K 4724'43. Mitgliederzahl: 21. Messektak. (Unsere Spar- und Darlehenskasse) bewährt und hält sich trotz der großen Anfeindungen der „roten" Männlein und Weiblein recht gut. Beträgt ja doch der Geldumsatz im ersten Vereinsjahre bereits rund 87.000 K. Möser. (Raiffeisenkafse.) Die bisherigen Einnahmen belaufen sich auf K H.862'55. Behoben wurde die Einlage von K 525'82. Der gesamte Geldumsatz beträgt K 23.636 31. Mcrtei. Loö den Barmherzigen Schwestern. Dr. Moritz Haupt — ein keineswegs für die katholische Kirche wohlgesinnter Mann — schreibt im „Budapester Tagblatte" folgende Erinnerung über die Barmherzigen 'Schwestern: „Ich habe von diesen Bräuten des Himmels nicht immer so gedacht wie heute. Auch mir war der moderne Gedankengang nicht fremd, der sie als Wesen betrachtete, die „ihren Beruf verfehlt haben", den Beruf der irdischen Frau nämlich, irdische Liebe zu empfinden und einzuflößen. Heute gestehe ich ein, daß mir jede dieser Erscheinungen ein Gefühl inniger Verehrung einflößt. Die Wandlung meiner Ansichten geschah plötzlich und zwar aus die denkbar einfachste Art. Ich besuchte einmal einen armen Schriftstellerkollegen, der im Stephanie-Spitale aus den Tod krank lag. Er war arm nicht nur als Kranker, sondern auch an Mitteln, wie so viele und nicht immer die Schlechtesten aus der Republik der Geister. Er lag im allge- meinen Krankensaal und mir schnürte sich das Herz zusammen, als ich den armen Freund in dieser Umgebung, in dieser Spitalsatmosphäre sah. Der kranke Freund aber hatte sich mit seinem Schicksal abgefunden; er wußte, daß er sterben werde, da er früher Mediziner war, und fügte sich mit der Ruhe des Weisen in sein Los. Da wurde unser Gespräch plötzlich unterbrochen; denn eine der Schwestern trat aus ihn zu, um ihm Arznei zu reichen. In meinem Leben werde ich den liebevollen, fast glücklichen Ausdruck nicht vergessen, den sein bereits von dem Tode gezeichnetes fahles Antlitz bei ihrem Anblick annahm. Als sie nach einigen trostreichen Worten, die sie an den Kranken richtete, wieder entschwebt war, flüsterte er mir zu: „Diese Schwestern sind Engel, wirkliche Engel. Wenn ich nachts nicht schlafen kann, sehe ich sie dort aus dem Rundsitz in der Mitte des Saales stricken und wachen und da fühle ich mich glücklich, denn ich weiß, daß ein Auge mit Liebe und Barmherzigkeit an uns armen Kranken hängt. Gott segne sie!" Seit diesem trüben Winternachmittage begann ich mich für diese heiligen Frauen zu interessieren; ich sah sie in Spitälern am Bette von Kranken und Sterbenden, in Schulen, wo sie mit einer Aufopferung sondergleichen den Keim des Guten in die Seelen ihrer Zöglinge legen, die ihnen noch nach langen Jahren den Zoll innigster Liebe und Verehrung widmen. Und überall, wo ich sie bei ihrem erhabenen Werke sah, zeigten sie sich als Beispiele einer Pflichterfüllung, die sich mit nichts vergleichen läßt, weil sie tatsächlich das Maß des von Menschen zu Fordernden oder Erwartenden übersteigt, ohne Anspruch auf Lohn oder Dank, lediglich dem Gefühle der Liebe folgend, das sie bis zum höchsten Maße der Selbstvergessenheit erfüllt. Es gibt sicherlich auch erhabene Beispiele der Pflichterfüllung außerhalb der Nonnenorden. Jene vornehmen Damen, die im Kriege die Verwundeten pflegen, jene Tochter eines englischen Pa- stors, die vor einigen Jahren auf die Insel der Aussätzigen reiste, um sich daselbst der Pflege dieser Unglücklichen zu widmen, jener Kapitän eines deutschen Schiffes, der im Sturme mit seiner Mannschaft alles tat, um die Passagiere zu retten und dann mit seiner wackeren Bemannung unterging, jene Ärzte, die bei Epidemien mit Hintansetzung ihres eigenen Lebens sich der Behandlung der Kranken unterziehen, sie alle sind leuchtende Beispiele erhabener Menschenliebe. Aber keines dieser vereinzelten Beispiele erreicht die die Regel bildende Hingebung und den Opfermut der Ordensschwestern, welche sich die Krankenpflege zur Aufgabe gemacht haben. Still, rastlos und bescheiden leben und sterben sie dahin, nahezu unbeachtet, und doch haben sie das Höchste vollbracht, was Menschen vollbringen können, ein Triumph der ewigen Liebe in diesem irdischen Jammer- und Sündentale, ein Sieg des Göttlichen im Menschen, ein Beweis von dem Adel der menschlichen Natur, wenn sie geläutert wird durch den Glauben und die Liebe." Danksagung. Die Sammlung für das Jubiläumswerk „Das Kind" ergab am k. k. Staatsgymnasium in Gottschee einschließlich seiner Vorbereitungsklaffe die für die hiesigen Verhältnisse sehr ansehnliche Summe von K 93 64. (Erste Klasse K 14; zweite Klasse K 14 50; dritte Klasse K 2140; vierte Klaffe K 12-80; fünfte Klasse K 13 64; sechste Klasse K 9; Vorbereitungsklasse K 8'30.) Die gefertigte Direktion spricht hiemit den Schülern sochie bereit Eltern für diese edle Jubiläumsspende den tiefgefühlfest# Dank aus. Äottschee am 5. Dezember 1908. Ar. Ar. Iliedk, Direktor. Bei einmaliger (Einschaltung foftct die niergefpaliene Kletnbrntfzeile oder' deren Haum fo Heller, bei mehrmaliger Einschaltung 8 Heller. Bei Einschaltungen durch ein halbes Jahr wird eine zehnprozentige, bei solchen durch das ganze Jahr eine zwanzigprozentige Ermäßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Einschaltung zu erlegen. — Es wird höflichst ersucht, bei Bestellungen von den in unserem Blatte angezeigten Firmen sich stets auf den „Gottscheer Boten" zu beziehen. Mn Jtaffaßäufa* auch für größere Partien Prima- und Sekunda-Knoppern. Muster mit Angabe des Quantums und des äußersten Preises sowie der Verladestation, sind zu richten unter Chiffre „F. S. 102" an die Annoncen-Expedition Eduard Braun, Wien, I. Rotenturmstraße 9. Zn verkaufen in der Ortschaft Lienfeld Wohnhaus 44 mit Brunnen und schön angepflanztem Obstgarten, eine halbe Hube Grund, bestehend aus Äckern, Wiesen, Wald und Streuanteilen; alles in gutem Zustande. — Eigentümer Peter Wolf in Lienfeld. Allen meinen hochgeehrten Kunden rufe ich ein herzliches Prosit 1909! zu. Rudolf Jonke, Kleidermacher. Umin der Deutschen a. ßottscbee ===== in Wien. ■ Zitz: I., Rauhensteingasse Nr. 5. wohin alle Zuschriften zu richten sind und Landsleute ihren Beitritt anmelden können. Zusammenkunft: Jeden Donnerstag im Vereinslokale „Zum roten Igel", I., Alörechtsplatz Ar. 2. HAUS 1 Stock hoch, solid gebaut, 15 Minuten von Gottschee, mit großem Garten; gutes Trinkwasser; gegenüber befindet sich ein zweiter Garten mit großer Scheuer. Der zum Hause gehörige Grund (46 Joch) besteht aus großen Fichten- und Buchen-Waldanteilen, 10 Äckern, Wiesen, Bauplätzen mit Nutzwasser (Zisternen). Alles wird sofort verkauft. Auskunft erteilen Springers-Hröen in Grafenfeld bei Gottschee Nr. 40. Verantwortlicher Schriftleiter Josef Erker. — Herausgeber und Verleger Josef Eppich. — Buchdruckerei Josef Pavlicek in Gottschee.