Laibacher Zertuna. ^ «3«. Dinstag am R4. October R8K» --------------------------"------------'--------------------------------' I ''ammt ben Vnlagen im Coml^toir ganzjährig ,, fl., halbjährig 5 fl.30lr. mit Di, Laibacher 3eitm.q" erscheint, mit Abnahme ^r Ho>^ ^' '^ ,^ I..,^lm,q in's Hans smd halbjährig 30 lr.^.ehr ,u ...wchtcn. M.t der Post p°rtc>- »./' 2f,i»^ im (lm.Mwir aailljährig 12 ss.. b°ld!ayrlg " '' « , . - '^ ^ ^. I» ,eratio«sq,büb r für „ne Vpaltenzeilt oder den Raum der,ell'«„. s,,r e„,-5 7^' ^h ^ ^ "^znd^d'gedr..cktcr ^li ^'^E V^ ^rate M« .2 Icil.n ko^n ' «' N'r ' Mal. 50 kr. fl.r 2 Mal und 40 lr. fi.r 1 Mal ei.,..schalte... malia/ (zinschaltnng Z kr.. si.r /wei.naliqe^ I. für Ius.'rtim.sslä».^" noch ,0 kr. für eine j^m^e E»„chc>ltung l»nzu zu rechnen. 3„ diesen Gebühren ist »ach dem „prov.sor.schen ^.,rp - -^^^--^ Amtlicher Theil. ^m 9. October 1851 wird in der k. k. Höft und Staatsdruckerei in Wien das I^l. Stück des allgemeinen Neichsqesetz- und Regierungsblattes, und zwar sowohl in der deutschen Alleinansgabe als allch in sämmtlichen neuu Doppelausgaben ausgegeben und versendet werden. Dasselbe enthält unter Nr. 218 das kaiserliche Patent vom 7. October 1851 womit für sämmtliche Kronländev der Monarchie die diretten Steuern sammt den Zuschlägen zn denselben fnr das Verwaltungsjahr 1852 ausgeschrieben werden. II. Am 11. October 1851 wird ebenda das LXIl. Stück des allgem. Neichsgesetz- und Regierungsblattes und zwar sowohl in der dentschen Alleinansgabe als sämmtlichen neun Doppelansgaben ausgegeben und versendet werden. Dasselbe enthält unter Nr. 21!). Den Erlaß des Justizministeriums v. 26. September 18X1, womit in Erinnerung gebracht wird, daß die Entscheidung der Frage: ob em Necht oder eine Leistmig durch das Gesetz vom 7. September 1848 und die nachfolgenden Verordnungen über die Grundcntlastnng aufgehoben sey, den hiezu berufenen Grundeutlastnngs-Organen allein zustehe. Nr. 220. Den Erlaß des Justizministeriums vom 1. October 1861 , wodurch den Gerichtsbehörden auftragen wird, die zur Erhebung von Nentei, bci dem klonte l^»!!l)!,i-lw-V<>nl)!« im Namen von «Pflegebefohlenen ermächtigten Personen, so wie jede Aenderung dieser Personen und die Erloschung solcher Vormundschaften und Curatelen der Prä-ftctur desselben anznzeigen. Nr 221. Die Verordnung des Justizministeriums vom I- October 1851, wodurch die a. h. Eutschlie-fnna vom 26. September 1861 kundgemacht wird, mittelst welcher die Gerichtsorganisation für das lombardisch-venttianische Königreich dahin abgeändert wird, das; es von der Errichtung der oberlandesgerichtlichen Senace in Vrescia und Verona al'Nlkommen habe. , ,^ , Nr 222 Den Erlaß des Finanzmimstermms vom 1 October 1851, womit die Behandlung der am i' October 1851 in der Serie 104 verlosten Bauco-cX'liaationen zu 6 Procent kundgemacht wird. Nr 223 ^Verordnung des Justizministeriums vom 4. October 1861, wodurch ^ Folge", h Entschließung von: 3. October 18.1 bestuumt wird, daß im Falle, wenn die nach §.40 der Strafprozeßordnung vom 17. Jänner 1850 zm Verlosung von 9 Ergänznugs - Geschwornen erforderliche Zahl von, am Orte deS Schwurgerichtshofes wohnhaften Geschwornen der Iahresliste nicht i vorhanden ist, die fehlenden Ergänzungs.Geschwor-uen aus den auf der Iahresliste erscheinenden Geschwornen der nächsten Umgebung zu ersetzen seyen, und womit die Art festgesetzt wird, wie hiernach in solchen Fällen die Verlosung der neuen Ergän-znngs-Geschwornen vor sich zu gehen habe. Nr. 225. Die Verordnung des Justizministeriums oom 7. October 1851, über die Bildung der Geschwornen-Listen für das Jahr 1832. Nr. 224. Die Verordnuug der Ministerien der Iu-! stiz mck, des Inmrn vom 7. October 1851, über jene Organe der, von einem Bezirks- und Kreisverbande ausgenommenen Städte, welche bei der Bildung der Geschwornen-Listen für-das Jahr 1862 als Gemeinde-Repräsentanten einzuschreiten haben. Von den ml Jahre I860 entweder bloß in der dentschen Alleinausgabe oder doch nicht in allen Doppelausgaben erschienenen Stücken des allgemeinen Neichsgcsetz- und Regierungsblattes sind seit der leyten dießfälligcn Ankündigung nachstehende Stücke in den nebenbezeichneten Doppelausgabcn erschienen, und zwar von dem <^XI.II. Stücke am 27. September 1851, sämmtliche Dopftelansgaben, mit Ausnahme der magyarisch- Und romanisch-deutschen; 0I>VlI. Stücke iM 11. October 1831 die serbisch- nnd rblüanisch-deutsche Doppelansgabe; OI.XIII. Stücke am 8. October 1831, sämmtliche Doppelausgaben mit Ausnahme der magyarisch- nnd romanisch - dentschen Doppelausgabe. , Wien,, am. 10. October 18!>1. Vom k. k. Nedactionsburcau des allgemeinen Reichsgesetz- und Regierungsblattes. . ,_^... _^/ 5* Se. Maj. der Kaiser sind gestern, den 10. d. M., Abends von Schonbrnnn nach Galizien abgereist. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Ent- schliesinng vom 2«. September d. I. den Wischauer Decanatsrorsteher, Consistorialrath, Erz^riester uud Pfarrer in Kntscheran, Wenzel Schaupal, znm Ehrendoinherrn an der Cathedralkirche zu Brunn al-lergnädigst zu ernennen geruht. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung a fl. st.pul.rt nnd sofort 210.000 fi. ausbezahlt, gegen sogle.che Ans-folgung der Aufsandungs-Urkunde. Da der Augeklagte jedoch Mit derselben zögerte, auch m Ersah- 988 rung gebracht wurde, daß verschiedene im Contracte enthaltene Aecker, Wiesen u. s. w. gar nicht des Verkäufers Eigenthum, auch einige beim Verkauft ausgewiesene Rubriken in dem Vertrage nicht enthalten waren, so wurde ans die Klage der fürstlich Salm'schen Familie die Einleitung der Voruntersuchung getroffen. Diese dauerte volle zwei Jahre und jept sehen wir I. L. Haußmann, angeklagt des Verbrechens des Betrugs und F. Paulitsch wegen Theilnahme an demselben vor dein Schwurgerichte. Der Angeklagte Haußmann vertheidigte sich mit großer Gewandtheit und verstand es zugleich, das Mitleid für sich rege zu machen. Ueberhanpt zeigte er sich in Geschäftssachen außerordentlich unterrichtet und sprach gegen die Hauptpunkte der Anklage mit solcher Einsicht nnd Schärft, daß die Geschworenen in seinen nnd seines Mitangeklagten Handlungen die Merkmale des Verbrechens des Vetrnges nicht zu erkennen vermochten und das Nichtschuldig ausspra-chen, worauf vom Gerichtshofe beim Schlüsse der Verhandlung am 2. October Beider Freisprechung erfolgte. (Lloyd.) " IIicn, 9. October. Man hat die Wahrnehmung gemacht, daß die Rückzahlungen der k. k. prw. Wiener Sparcasse bedeutend zugenommen haben. Aus unterrichteter Quelle vernehmen wir, daß die Ursache wesentlich in der Tendenz, sich an dem Staatsanlehen zn betheiligen, liegt, was den Patriotismus und das Vertrauen auf Oesterreich's Finanzkraft selbst in den unteren Schichten der Gesellschaft bethätigt. " Aus Pas kau, iu Mahren, wird dem „^<>-vlnv>lkl ncn-ollm I.i5l" berichtet: In der Nahe von Mistek ereignete es sich kürzlich, daß auf dein Thurme des herrschaftlichen Schlosses eine roth-grüne Fahne, welche dem dort erwarteten Gutsherrn als Vewill-kommnung galt, aufgesteckt ward. Die wahrscheinlich von böswilligen Personen aufgestachelten Dorfbewohner versammelten sich in großer ?ahl mit drohender Geberde, indem sie vorgaben: die Robot wäre wieder eingeführt nnd die Fahne sey die Verkünderin davon ! Den Bemühungen der Beamten und der GenS-d'armerie gelang es aber, durch Belehrung und Aufklarung die Zusammengerotteten aus einander zu bringen, wobei zugleich die Ursache des Mißverständ-nisses, die Fahne, beseitigt wurde. " Als neuen Beleg, welche Fortschritte die Eisenindustrie in der Slowakei macht, theilen die „5'lu-v(>n,«li<> IVovm)" mit, daß die Eisengießerei des Hrn. Wirsching zu Dreiwasser im Altsohler Comitate bereits Gußwaren zu erzeugen im Stande ist, welche, wie die gelieferten Proben darthun, was Vortrefflichkeit und Schöuheit betrifft, den besten Erzeuguissen dieser Art würdig zur Seite gestellt werden können. " Ein ^aguneussottillecorps, aus 120 Mann bestehend, unter dem Kommando eines Majors, wird nächstens in Venedig errichtet. Dasftlbe soll eine Abtheilung der ^audseeflottille bilden, nnd theils die Piroghen, theils die Batterien am Gestade besehen. '>0 solcher Soldaten sind bereits vom Gardasee dort eingetroffen, um dem ueuen Corps eingereiht zu werden. ' Wieu, l i. October. Eine Verordnuug des Justizministeriums, bezüglich der Bildung der Ge^ schwornenlisten für das Jahr 18.'>2 ist erschienen. Darnach hat der Kreispräsident oder der delegirte Bezirkshanptmann die Iahresliste uuter Mitwirkung der Gemeindevorsteher aller Orte, wo Bezirksgerichte sich befinden, zu entwerfen, uud ist hiebei Rücksicht zu nehmen, daß wo möglich befähigte Individuen der Iahresliste einverleibt werden, nnd daß mindestens der 4. Theil derselben dem Orte des Landesgerichts oder der Umgebung angehöre. Von glaubwürdiger Seite wird versichert, der Hr. Haudelsmmlster habe die Verfügung getroffen, daß dte E.ftnbahn zwischen Pesth und Szegedin in chätigsten Angriff genommen werden soll, um bis zum Herbste ^- beendet zu seyn. ox Hyien, 9. October. He^e Abends ging der Termin znr Verwendung der von den Invasionsschulden herrührenden Domestical-Obligationen von Oesterreich ob und Mittr der Enns, dann Eteiermark. an dem neue» Staatsanleihen zn Ende. So v.el bis jeftt bekannt geworden, ist ron dem, dnrch die Depo-sitencasse des allgemeinen Staatsschulden ^ Tilgungs- fondes zur Deckung der dießfälligeu Anmeldnngen snbscribirten Beträge nnr ein ganz kleiner Rest übergeblieben, die Erwartung der hohen Finanzverwaltnng somit vollkommen gerechtfertigt. Die Totalsumme der verschiedenen subscribirten Beträge wird eben zur Veröffentlichung zusammengestellt- "- Die Neformvorschläge des Herrn Justiz-minister v. Kranß, von denen viel die Rede ist, dürften nächstens in Ansführuug kommen. Durch dieselben wird der gegenwärtige Gerichtsorganismus nicht berührt, sondern nur eine Vereinfachung im Geschäftsgange nnd die damit verbundene Schonung der Finanzen angestrebt. Das Gerücht voir Beseiti-gnng der Geschwornengerichte entbehrt jeder Be-gründnng. '"' Der Bedarf an Stämpelpapier Anffordernng an Jene ergangen, welche Lust hätten, Pferdefteischbänke zu errichten. Bis jettt fand Niemand Neigung, cm derlei Unternehmen zu wagen. "' Am 2. Jänner k. I. wird die erste Verlosung der vom Staate übernommenen Mailand-Como-Rentenscheiue Statt finden. '' Dem Vernehmen nach wird im Iustizmini-sterium an einem GeftPesentwurfe in Betreff der Regelung der Strafanstalten in Ungarn als künftig ge-seftliche Norm gearbeitet. "' Wie man vernimmt, wollen mehrere Fabriks-besifter gegen die beantragte Ausdehnung der Com-munalsteuer auf die Niederlagsbesiper einen Protest überreichen. - Es verlautet, daß Se. Majestät der Kaiser gelegenheitlich a. h. Dessen Rückreise von Galizien die Ingenienr-Academie zn Klosterbruck inspiciren werde. -" Die Unfälle ans der Wien-GloggnilMbahn mehren sich jeNt in auffallender Weise. So geschah es gestern wieder, daß die Maschine „Brandhof," welche dao 2. Bataillon des Infanterie-Regiments Groscherzoa. von Hessen nut Separattrain nach Glogg-uly zu fnhren hatte, in der Nähe der Station Lt. Egydi in Folge eines Achsenbruches aus dem Geleise kam. Nur der Besonnenheit des Maschinenführers ist es zu danken, daß durch schnelles Anhalten der Zug zum Stillstehen a/bracht und weiterem Unglück vorgebeugt wurde. - Aus Tarnow, 6. October, schreibt man: Wegen der für znm Eisenbahnban abgetretenen Grundstücke zu bemessenden Entschädigung ist hier eine Commission zusmnmcngetreten, zu welcher von der Regierung der Fiscaladjunct Boczkowski beordert wurde. — Das colossale Gelüst zum Brückenbau über den Dn-najec ist bereits errichtet und das Einschlagen der Palissaden in den Fluß begonnen worden. Die Abgrabungen eines neuen Bettes für den Watekstuß, gleichfalls aus Anlaß des Eisenbahnbanes, nahen ihrer Vollendung. "" 2sie«, 10. October. Eine bedeutende Anzahl Ansländer, wohl gegen 1W, befinden sich gegenwärtig hier, um Medicinische Collegien zu besuchen. Sämmtliche Staaten Deutschlands, Frankreich, England nnd die Schweiz haben ihr Contingent an die hiesige berühmte medicinische Schule eingeliefert. "- Das Dampfmaschinen-Corps, dessen Aufstellung für die k. k. Marine Se. Majestät der Kaiser angeordnet hat, wird noch in diesem Jahre errichtet seyn. Der zur Besetznug der Stellen ausgeschriebene Concurs ist mit Eude des v. M. abgelaufen gewesen, uud eS haben sich branchbare Bewerber aus dem In-und Auslande so zahlreich gemeldet, daß die Besetzung in erwünschter Weise vorgenommen werden kann. " Dem Militär-Rechnungswesen ist eine definitive Organisirung bevorstehend. Die dießfälligen Arbeiten sind bereits in Angriff genommen nnd werden eifrig fortgeseftt. Beschleunigung im Rechnungsge-»chäfte, Vereinfachung desselben uud Ersparung dabei sind die Grundlagen, auf welche die Organisirung nach dem ausdrücklichen Befehle Er. Maj. des Kaisers zn stehen kömmt. ! "" Die Wiedereröffnnng der k. k. Iosepbinischen I Academic, welche als bevorstehend bezeichnet wurde, dürfte erst im k. I. erfolgen, nachdem die dießfalls bei dem hohen Kriegsministerium eingeleiteten Erhebungen noch nicht beendet sind. "" Die aus Anlaß der Reorganisirung des Haftn-und Sanitätsdienstes offen gewordenen Dienstesstellen werden nach den bereits überreichten Vorschlägen nächstens zlir Besetzung kommen, und somit auch dieser Dienstzweig »ach den neuen Bestimmungen versehen werden. Wie«, 12. October, Laut Kundmachung des k. k. Finanzministeriums vom l0. October d. I. betrugen die Einzeichnungen auf das neue Anlrhen bis einschließlich 23. September 8^09.800 fl. CM., und vom 2'?. bis 27. September l.606.600 fl., also im Ganzen 8?.17<)M0 st. (,?M. Da somit die Einzeichnungen den bestimmten Betrag von 85 Millionen übersteigen, so wurde die Verfügung getroffen, daß die vom 23. bis 27. September gezeichneten Beträge durch Abtretung eines entsprechenden Theiles der Anlehenssnmme gedeckt werden, welche von der Deposttencasse für die Convertirnng der Iuvasionsschuld und für öffentliche Anstalten snbscri-birt wurde. Hierdurch wurde die Gesammtsumme der Staatsschuldverschreibungen dieses Anlehens anf den Betrag von tt.'^WMO fl. beschränkt. Die Hinaus-gabe der Obligationen wird im Laufe des Monates October beginnen. — Wie wir vernehmen, werden in Folge der I eben geschlossenen Telegraphen-Conferenz mehrere, Ab- ändernngen des im deutsch-österreichischen Telegra-phenvereiue bisher geltenden Tarifes eingeführt werden. Der Preis für Privatdepeschen sott herabgeftnt, anßerdem aber noch die Scala der Entfernungen gleichmäßiger und zweckdienlicher abgestuft werden, als bisher der Fall war. — Einem Gerüchte zufolge soll Se. k. H. Erzherzog Leopold zum Militär- uud Civil-Gouverneur von Galizien ernannt werden. — Der „Staudard" meldet, daß der österreich. Gesandte in London, Baron Koller, seine Pässe verlangen werde, sobald Kossuth in England gelandet seyn wird. — Das Budget für das nächste Jahr soll bereits entworfen seyn und der Voranschlag der Ge-salnmtausgaben, wie die „O. D. P." meldet, 23l) Millionen betragen. — In der Siting des Bundestages vom 4. d. wurde eine Commission ernannt, welche die Verfassungen der Bundesstaaten prüftn soll, ob dieselben Bestandtheile enthalten, welche mit dein Principe uud der Verfassung des Bundes unverträglich seyen. Es besteht diese Commission aus den Gesandten Oesterreichs, Preußens, Vaierns, Sachsens, des GroßherzogthllMs Hessen und eventuell den mecklen-burg'schen Großherzogthümern. — Die hiesige philos. Facultat hat, wie der „Grazer Ztg." geschrieben wird, an die Stelle des Herrn Professors Voni!' den Herrn Professor Fenzel zum Decan gewählt. In Folge dieser Angelegenheit hat Professor Karajan seine Demission gegeben, welche auch angenommen wurde. Dasselbe Blatt berichtet, daß die Gleichstellung der katholischen und protestantischeu Bischöfe bereits ausgesprochen und genehmigt sey, nnd demnächst publicirt werden würde. — Von der Gränze der Herzegowina wird uns unter dem ten Namen der Vaterlandsliebe, welche Bestrebungen unter dem prunkenden Aushängschilde der sogeuaun-ten Nationalbewegnng lauerten, wenn sie nach lau- Aus dcr Schweiz, 2. October. Die Nationalrathswahlen, welche Ende dieses Monats vou Statten gehen werden, haben für unser Ländchen eine ähnliche Tragweite wie die Maiwahlen von 4832 im benachbarten Frankreich. Bereits ist viel Lebhaftigkeit deo Pcirteihaders in unserer Presse aufgetreten uud wird von allen Seiten viel agitirt. Höchst wahrscheinlich werden die Wahlen in nicht sehr abweichendem Sinne »on dem abtretenden Volksvertretuugskörper, also gewissermaßen gemäßigt ausfallen. I r a n k r e i ch. Paris, 6. October. Das Wahlgesetz vom 3t. Mai soll neuerlich der Gegenstand der Besprechung im Ministerconseil gewesen seyn. Der Präsident habe, wie man wissen will, sich gar nicht darüber ausgesprochen, jedenfalls soll er jedoch gesonnen seyn, an dem allgemeinen Wahlrechte für die Präsideutschafts-wM festhalteu zu wolleu. Iu Folge dessen entstand neuerlich das Gerücht einer Miuisterkrisis, welches allem Anscheine nach völlig uubegrüudet ist. Eiu neuer Protest ist gegen das von mehreren Montagnards, Herrn de Lamennais an der Spitze, vor einiger Zeit in Paris gebildete frauzösisch-spanisch-italienische Comitü eingelegt worden. Wie bekannt, hat schon das „Europäische Central-Comity" m London jene Vermessenen, die ihm das Monopol der ! Manifeste an die Democratie aller Lander entreißen wolleu, mit Heftigkeit öffentlich getadelt. Die ehemaligen römischen Triumviru Mazzini, Eaffi und Mon-tecchi ersuchen nun ihrer Seits Hrn. de Lamennais nnd seine Collegen, sich nicht mehr mit dem zu befassen, was Italien betrifft. Der Protest der Ertrium-virn ist übrigens nur gegen einen Todten gerichtet. Das französisch-spauische-italienische Comit« hat sich nicht wieder vou den ihm von dem europäischen Central-Comit« in London versetzten ersten Schlag erholt. Es hat seitdem kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. ^ Spante n. Madrid, 1. October. Die ämtllche Zeitnng veröffentlicht heute Decrete, die Bezug auf in der Verwaltung Cuba's vorzunehmende Reformen haben. Sie bestimmen, daß in Zukunft der Ministerpräsident alle Angelegenheiten, die auf die spanischen Colonicn Bezug habeu, besorgt. Großbritannien und Irland- London, 6. October. „Sun" meldet, daß Kossuth zum Empfaug der Londoner Corporations-adresse in Lord Dudley Stuart's (offenem) Wagen nach Guildhall fahren wird. — Meetings zur Ab-fassuug von Adressen und Beschließung anderer Demonstrationen zn Ehren Kossnth's haben neuerdings im Kirchspiele von Marylebone, in Birmingham, iu Bath, in Hampshire, in Kirealdy (Schottland) und andern Städten Statt gefnnden. Bei dem Londoner Comity welches zur Begrüßung Kossuth's nach Southampton gehen wird, ist auch Mr. Cobden. Bei der Versammlung in Marylebone wurde unter allgemeinem Beifall erwähnt, daß die Erecntivcommission der Ausstellung sich bereit erklärt hat, für den Fall, daß Kossuth nach dem Schluß der Ausstellung ankäme, ihm dieselbe ausnahmsweise zu öffnen. In Birmingham ist für den Fall, daß Kossnth sich zu einem Besuch dcr Stadt bewegen läßt, eine große Illumi-natiou beabsichtigt. Eiue schottische Adresse an Kossuth ist von fünf Mitgliedern der einen Familie Lockart (Verwandten Walter Scott's) unterzeichnet. — In den Worten der Einladung wird L. Kossuth „Se. Ercellenz, gewesener Gouverneur von Hungarn" betitelt. (!) — Der Mayor von Southampton mußte eineu eigenen Secretär znr Besorguug seiner Kossuth-Correspondenz in Dienst nehmen. Täglich erhält er dringende Vittschreiben, daß er den Schreibern ein Autograph von Kossuth, wär's auch nur seine Unterschrift, verschaffen möge; außerdem Adressen, Gedichte, Lieder und musikalische Compositions, mit dem Ersuchen, sie dem Eigouverneur bei seiner Laudung alle einzuhändigen. Däne m a r k' Kopenhagen, 6. Oct. Unter den im Volks-thiug vorgenommenen Burcauwahlen nimmt die dcs Abgeordneten Professor Clausen zum ersten Viceprä-sidenten die bedeutsamste Stelle eiu. Clausen ist nämlich als einer der Vorkämpfer der sog. eiderdänischen Partei und als ein entschiedener Gegner der Ge-sammtstaatspartei bekannt. Von 1849 an bis vor wenigen Wochen saß er als Minister ohne Portefeuille im Cabiuet und war mit dem noch als Unterrichtsminister fnngirenden Professor Madvig der unermüdliche Fürsprecher für die gänzliche Einverleibung des Herzogthnms Schleswig in die dänische Monarchie, für die Ausdehnuug der dänischen Verfassuug auf das Herzogthum Schleswig und für die absolute Trennung Holsteiu's und Laueuburg's von Dänemark in Bezug auf Verfassuug und Verwaltung. Neues und Neuestes ' Wien, l2. October. Bei der Auswahl der Geschwornen zur Bildung der Iahresliste ist die Bevölkerung so weit in Anspruch zu nehmen, daß vou der festgesetzten Zahl der Geschwornen in Wien, Prag, Vrünn, Linz, Graz nnd Trieft mindestens drei Viertheile, nnd in Salzburg, Olmütz, Troppau, Klagenfurt, Laibach, Innsbruck, Trient und Görz miu-desteus die Hälfte dem Orte, wo das Landesgericht seinen Sitz hat, angehören müssen. Telegraphische Depeschen Venedia, 42. October. Aloys Dottesio aus Como, ehemaliger Vicesecretär der Municipalcongre-gation von Como, ward gestern wegen der Verbreit tuug revolutionärer Placate, die er aus der Schweiz mitgebracht hatte, über kriegsgerichtliches Urtheil mit dem Strange hingerichtet. Auch ein sicherer Vmcenz Maisner ward desselben Verbrechens wegen zum Tode verurtheilt, doch ward die über ihn verhängte Ctrafe in 10jährige Festungshaft m.t Zwangsarbeit verbunden, verwandelt. ^^_^____^___ Verleger: Ign. v. Kleiumayr und Fedor Vamberg Verantwmtlicher Herausgeber: Ign. AloiS v Kleinmayr Anl)Mlg ^ur I^aillacl)erSeitnlm. Telegraphischer (Tours« Bericht der Staatßpapiere vom 1.1. October l85l. Staatsschuldverschreibuugen zu 5 pCt. (m EM.) 92 1 >V< 6 betto ^4l/2 . . 8111/l« Darlehen mit Verlosung v.J. 1839, für 2.'i0 it. 3017/8 Vank - ?lctl,n, vr. Stück 1201 <» C. M. ytttie» dcr Kaiser Ferdinands-Nurdbahu zu 100s ft. C. M........l427l/2fl.i»E. M. Wechsel-(iours vom 13. October »851. «mfterdam, für cdrill>«d'»r „..... — 9.5><» (sn^l. Sl.'vcrai»gs .,..... — tl,54 Silbrra^!» ......... — 20 Gctreid-Durchschmtts-Preise in i!aib,ch am ll. October Is5l. Marktpreise. Ei,, Wiener Meyen Wrizen . . 4 st, — kr, — — Kuturutz . . — »> — » — — Halbsrucht . — » — » — — Korn ... 3 o 20 » — ^. Gerste ... 2 » ^6 „ — — Hirse . . . — « ^_ » — — Heiden ... — »— >> ü_______^7____H"fer . . . I >> 52^4 « Z. 125»'/. (is Verkauf eines Hauses mit Nagelschmiede. Ich Endesglferti^te bin gesonnen, we-qen vorgerückrem Alter und oftmaliger Kränklichkeit nachstehende Realitäten aus freier Hand zu verkaufen. Das neue aus Steinen uno Ziegeln erbaute, mit Ziegeln eingedeckte, einen Stock hohe Haus sammt Nagelschmieoe für 7 Arbeiter. Gegenüber eine Hornvieh und Schwein-stallung, mitZiegeln eingedeckt. Dazu gehören l Joch 665 «Hi Hft. 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Uilterlichtsmilnsterium zum Sä'lll gebrauche destimmt und anempfohlen worden sind, moglest ^ erleichtern ui,o sie dadurch gemein Nlltzlgtl zil ,„ach«,^ l)abe ich mich dcwogcn g^fun oc", vu^ldm auf die möglichsten Preise herabzu '"^"' ""' ^„"ž Das ganze Heft mit der Anlei M.'g z"M Schönschreiben"u.,d Echnellschreib-Unter nchte ouf 36 kr d,« ,i^^^, ^^^^ ^^ ^^. dc..,.Ul)<'r3.. 27u„d 28.V0., welchen jedes 3 kr, kostet, um « kr. tö. M. Erkauft. Zu h^bcn si"d dieseldm in Laibach bei Ja .qensurt del Leon, '" ^orz dei S«^„ ;>1 Marburg bei A- Ferllnz, », (iilli ^im ^„ Le r.rKrainz, und lnTllest be,m Versasst selbst •I, Ijeve. Sehrer der Kalligraphie. Z. I2«l>. An die evangelischen Glaubensgenossen! Um die vielfach böswillig circllln'enden Gerüchte zu widerlegen, als wäre uns vom hohen Ministerium die Eröffnung unserer in wenigen Tagen Vollendelen Kirche venvelgert worden :c. :c., finden wir uns veranlaßt, h'emit zur Beruhigung aller daran Bethelligten zu erklären, daß gar keine Veranlassung vorhanden sty, solchem Gerede den geringste., Glauben zu schenken, daß wir im Gegentheile, fest vertrauend auf die G^rcchtigkeitsliebe des h. Ministcriums, der baldigen Bestätigung des von uns gewählten Pfarrers entgegensehen, wo dann die Einweihung der Kirche Atatt finden und wovon rechtzeitig das Nahcle bekannt gegeben werden wird. „Wer aufGott vertraut, hat gut gebaut," möge unser Grundsatz seyn, an dem wir festhalten. Zu diesen Bemerkungen fügen wir noch eine freudige Nachricht bei, daß die Gustav Adolf Haupt- Versammlung unserem Kirchenbau einen Beitrag von 5>d werde eine Gemeinde Christi, welche d,» herrliche» Namen, damit wir genalüit sind, ziere durch ungefärbten Glauben und durch evangelischen Wandel. Dazu segne. Dich Gott; >a, der Herr segne m,d behüte Dich und sei) Dir gxädig! Hamburg am 2 5. September l85I. Dcr Central - Vorstand. Z. 1267, (l) Das u;i issoiiiiiiiipiin-iiii.izn Brieftaube am Hauptplatze Jß. 240 empfiehlt sich mit einem großartigen Lager neuester, geschmackvoller Waren für Dame« und «Herren, zu ganz besonders billige» festgesetzte« Preiscu, das Modernste in Herbst- u. Winter Ftleider Stoffcn m Ternon, (3achen,ir, Mohair, Vrssanzin, Imperials und Qrleans Lanzas für Kleider u. Mantel, von bewunderungswürdiger Schönheit in allen Farben, glatt u. quadrilirt Großes LnHev von Damcu-Matttelstossen in Wattmoul, Da'mentnch, glatt, flamc> und quadrilirt. 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