Nr. 113, Mittwoch, 11. Mai 1911. 130. Jahrgang. Zeitung ^/"NumrraNonoprei«: M!» Posturlll'!, Kunst: <,<,!izjäl,rifi «n X, Iiall'jälilin 15, X, Im »milor: „anzjählil, ^« li, ha>bjäl,r!n >l X. ssiir dir Zxstsllmin ins Hnus naiizjülilin n«l,rliülzr: sslir llrim Iüjrrlllt bis zu 4 Zcilc» 50 l,, grüsicic prr Zeilc IL l»i bei ösllicn Wirbriholungr« pri Zrilr « l,. Dir »Lail'llcl'sl Zcüunn» rrlchsiü! <«s,Uch, „,il Ansiwlim» drr Co»»- l,»d ssrisllag». Til Al>mn dsl N'dallion vv» « b>« 10 Uhl dl>rmillal!s, Uüfranlirrir Urifjr wridl» nicht angeiiommr». Ma»«!liipl<- „icht zulüllgcslsllt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Nichtamtlicher Heil. Bulgarien. Den Bemühungen, die zwei derzeit im Koalitions» Verhältnisse stehenden Regierungsparteien in Bulgarien zu einer Gesamlpartei zn fusionieren, stellen sich zu» mächst, wie man aus Sofia berichtet, sehr große Hinder» "lsse entgegen, indem sich in der Provinz angesehene Pclrleimänner von beiden Seilen gegen die Fusion er» klärt haben. Um eventuelle Spaltungen zn vermeiden, dürfte also die Idee der Fusion vorläufig ausgeschaltet werden, und die Parteien werden sich mit wechselseitiger ^utcrstützung bei den Wahlen in das Gruße Subranjc °Mü(M. An leitender Stelle wird erklärt, die Fusion bleibe nach wie vor im beiderseitigen Interesse sehr wttnschl'nswcvt, bilde aber absolut leine notwendige Vor. ausseh,,,^ fiir einen festen Weiterbestand der Koali» ^llsregicrung und ebensowenig für eine befriedigende ^üsuilg der der letzteren im Großen Sobranje harren« ^u Aufgaben. Auch der anlidl)nastischen, mit der äußer-!^n Rücksichtslosigkeit und Schärfe geführten Agitation ^r beide», sozialistischen Organisationen zugunsten der ^iuschränsnug der Prärogativen der Krone mißt man Ul bulgarischen Regierungslreisen leine größere Beden« lung bei. Man müsse sich allerdings gefaßt machen, daß bie republikanischen Tendenzen auch im Großen So» vrcmje Vertretung finden werden, aber ebenso sicher sei rs, daß fie von einer gan,; erdrückenden Mehrheit nw> narchisch gesinnter Deputierten sofort werden unschäd» Uch gemacht >r>erden. — Vei der Berechnung der Man» date für das Ordentliche Sobranje, deren Zahl sich in» folge der letzten Volkszählung von 203 auf 212 erhöht hat, haben fich infolge unrichtiger Aufteilung der Wahl-kreise Fehler ergeben, die eine neuerliche Berechnung notwendig machen. Die Zahl der Mandate für das Ordentliche Sobranjc dürfte sich auf etwa 220 stellen Und da das Große Sobranje die doppelte Anzahl von deputierten umsaßt, dürste rs etwa 440 Deputierte Zählen. England und Japan. Aus London wird geschrieben: In letzter Zeit ist 'N der imperialistischen Presse Englands neuerdings wiederholt aus die Divergenzen der Haltung hingewie-sen worden, welche England einerseits und die auto-nomen britischen Kolonien anderseits gegenüber der Erscheinung der japanischen Auswandernng einnehmen. Man betonte hiebei mehrfach den angeblichen Wider» spruch, der darin läge, daß sich die Kolonien der japa. nischen Einwanderung widersetzten, während England, durch sein Vnndesverhältnis mit Japan beeinflußt, die. scr Haltung der .Kolonien enlgegenzustreben habe; dar-aus nun folgerte man, daß die Einwandcrungspolilil der Kolonien, namentlich Kanadas und Australiens, mit der Zeit zu schwierigen Komplikationen in der aus. wärtigen Politik des britischen Reiches führen müsse, zumal sobald in einigen Jahren die Erneuerung oder Nichterueuerung des englisch.japanischen Vündnisver. trags ins Stadium praltischcr Entscheidung treten würde. Die aus diesen Prämissen gezogene Konsequenz bestand in der Betonung der Nollvendigleit, daß die ausNxirlige Politik des britischen Reiches größere Ein» heillichleit erhalten müsse, damit ein Ausgleich zwischen der Politik des Mutterlandes nnd der Kolonien ge. snnden werde, und daß zu diesem Behufe die Kolonien in irgendeiner Weife einen Anteil an der Bestimmung der Reichspolilil erhalten müßten. Die Argumentation lief somit auf die alle Forderung einer politischen Kon. solidiernng des britifchcn Reiches hinans. Diese Go danleiigänge haben nicht verfehlt, die Aufmerksamkeit der diplomatischen Kreise Londons, und allen voran die der japanischen Diplomatie zu erregen. In den letzt, angeführten .Kreisen wird nun erklärt, daß von der japanischen Negierung eine Widerstandstendenz gegen-über den Wünschen der britischen Kolonien nach Fern-Haltung der japanischen Einwanderung nicht mit Grund erwartet werden lönnc. Die Regierung in Tokio savo. risiert in keiner Weise die japanische Einwanderung in die englischen Kolonien, ist vielmehr entschlossen, an den Bestimmungen der bisher in dieser Angelegenheit abgeschlossenen Abkommen streng festzuhalten, und wird ihrerseits fortfahren, diese Richtung der japanischen Answandernng möglichst einzuschränken. Die japanische Politik verfolge überhaupt die Absicht, die japanische Auswandernng nach dem asiatischen Festlande, vor allem nach Korea zu leulen, und betrachtet die Auswanderung nach den britischen Kolunieu und ebenso nach den Ver. einigten Staaten als einen nationalen Verlust. Der Annahme von Störungen und Gefährdungen des inter« nationalen Verhältniffcs zwischen England und Japan wegen und infolge der japanischen Answandernngen komme also ein sehr geringer Grad von Wahrscheinlich» leit zu. Man dürfe vielmehr annehmen, daß auch die erwähnten Preßäußerungen nicht von derartigen Be» sorgnissen beeinflußt lvarcn, fondcrn vor allem den Zweck hatten, angesichts des baldigen Zusammentritts der Reichslonserenz die imperialistifche Begeisterung an« zufachen und Stimmung für den alten Plan eines enge» rcn politischen Zusammenschlusses des britischen Reichs zu machen. Politische Uebelficht. Laibach, ^. Mai. Dr. Otto Steinwender fordert im „Neuen Wiener Tagblatt" die Deutschsrciheitlichen auf, aus ihrer bis» herigen Zurückhaltung herauszutreten und die Führung mit allem was daran hängt, mit der Verantwortung und der Macht auf fich zu nehmen. Sie sollen dem Par-lament das Gesetz der Arbeit auferlegen. Sie werden es ansschlagcn, Ministerien mit ihren Mitgliedern zu be» schicken, sich aber auch wirtsam dagegen verwahren, daß dies von feiten anderer Parteien geschehe. Sie loerden die finanzielle Ordnung im Staat herstellen, an der sie wegen des größeren Wohlstandes ihres Volkes am stärk» flcn interessiert sind, und sie Nierden endlich in Volks» wirtschaftlicher Richtung die Harmonie der Arbeits» interessen als Leitmotiv für die Zukunft proklamieren. Die „Montagsrevue" weist anläßlich des Besuches des Kaisers Wilhelm in Kondon auf die Wandlung hin, die sich in der englischen Politik Deutschland gegenüber vollzogen hat. Deutschland erntet in England wie ander-wärts noch nachträglich Vorteile aus feiner qcradsin-nigrn nnd ritterlichen Politik in der Annerionslrifr. Diese Politik lM das Ansehen des Deutschen Reiches ganz ebenso erhöht wie das Prestige österreich-Ungarns. Von einer Verletzung unserer Eitelkeit bei der Mil» derung der Gegensätze zwischen Deutschland nnd anderen Mächten kann nicht die Rede sein, da wir wissen, daß nns die Führnng in jenen Fragen unbestritten bleibt, die uns unmittelbar berühren. Deutschlands Stellung in der Marollofrage wird dadnrch wesentlich erleichtert. Eine Begegnung König Georgs mit dem Baiser Will)clm Feuilleton. Die heilige Stadt im Ausstellungsjahrc. Von Jr. Arthur r». Wurzbnch. (Foryetzung.) Wenig interessant ist in Rom das Apollotheater, ""^gen hat mich die Varielü salone Margherita sehr ^'üsirrt; man konnte da lebende Marmurgrnppen aus ^'ui Vatikan, aus dem kapitolinischen Museum und aus ^'lm a„d^'„ Museen bewundern. Es machte einen ^'hebenden Eindruck, die herrlichen Statuen Bewegnn-A" ausführe» zu sehen. Nach dem Varwt^ gibt es in ^wtn kein gemütliches Nachtlukale, kein nervcnberuhigen. ^ Kaffeehaus. Eine diesbezügliche Anfrage bei dem ^achr lMendeu Carabiniere wnrde mit dem stereo» ^" „chiuso" beantwortet. Eine Großstadt, dachte ich I"", und um Mitternacht schon alles geschlossen? Ich '"Me selbst, fand auch ein Gasthans — aber ich kehrte "'cht wieder. y Mit dem Worte „chiuso" wurde ich auch in der Ausstellung empfangen, als ich um l) Uhr abends duri ^lcnigtr. Es war eben am ersten Mai, nnd da war in A"'z Rom lein Wagen zn bekommen und der ganze ^rmnwayverkehr nmr eingestellt gewesen. Es hieß also '^u Fuß die endlosen Straßeil durchniandern, nnd da 'var rs lein Wunder, wenn ich mich bis 6 Uhr abends ^lspmele. In leiner Stadt kommen mir übrigens die ^ußcnEutsernungen so sehr zumBewnßtsein wie in Rom. ^cder Ausgang wird ein Entschluß; der Weg bis zur "'lla Norghese, wo sich die Ausstellung, bcM ein Teil derselben, befindet, bedeutet eine Reise. Das Unerhörte aber ist, daß die Ansstellnng schon um 6 Uhr abends geschlossen wird; darinnen keine Musik, lein eigentliches Restaurant, lein Kaffeehaus, mit einem Worte, nichts, was die Seele nach den anstrengenden Betrachtungen der Gemäldegalerien erfrischen könnte. Zndem sind die Wege grob beschottert, die Pavillons teilweife noch nicht vollendet, alles stanbersüllt — von Rechts wegen ein zweifelhaftes Vergnügen. Fast sämtliche Staaten Enropas und andere, z. V. auch Japan, haben eigene Pavillons; einige Ansstellnn-gen sind im italienische» Pavillon, der als einziger aus Marmor bestehl, untergebracht; alle übrigen Pavillons bestehen aus Holz, Gips und Mörtel. Der österreichische Pavillon steht links vom Ein. gange und gewährt, da er ans einer Anhöhe steht, einen sehr hübschen Ausblick über die ganze Ausstellung. Zu guter Letzt wollle ich auch den japanischen Pavillon be» sichtigen, da scholl mir wieder das „chinsu" entgegen; der Znfall wollte nämlich, daß die Königinmutter Mar. gherila zu gleicher Zeit wie ich den Pavillon besichtigen kam. Der schönste Pavillon ist der englische, der eine auserlesene, reiche Anzahl der schönsten Gemälde ent-hält; sehr schön ist anch der italienische Pavillon. Viel von Sezeffion l)at Schweden und Norwegen ausgestellt; das sind Rätsel, lauter Rätsel, vielleicht auch für die Künstler selbst unergründlich: einige Bilder sind tat-sächlich weder aus der Entfernung, »och in der Nähe zu entziffern. Eine veruuglückle Nronzegruppe, betiteil „^Vi mi^l f?oniwli", befindet sich im nonvegischen Pavillon; deren nähere Beschreibung will ich unter» lassen. , In der holländischen Abteilung hat mir besonders „Ein Mädchenlupf" von Mathys Maris gefallen. Die Farben sind fehr matt aufgetragen und der Mädchcnlupf erscheint wie hinter einem Schleier verborgen. Ferner gefiel mir ein Bild — ick) glaube, es war in der ita» lienischen Ausstellung, „^l; «ur^nti", eine Mutter, die den, einen Kinde die Brust reicht, während sie dem zweiten mit der rechten Hand aus einer Schale zu trinlen gibt. Das Antlitz der Mutter ist entzückend schön, tiesduulle Augen, breite Backenknochen, ein rei» zcndes Stumpfnäschen nnd volle Wangen, der Gesichts» ansdruck voller Lieblichkeit und zugleich Entschlossenheit sowie vollen Bewußtseins der Unentbrhrlichleit. Herrlich sind ferner eine Vcnns von Lotz, drei reizende Pariser Griseltrn von Eamillo Innocenti, „In der Kabine" von Arluro Noci, Porträts, Landschaftsbilder und Skizzen, die alle zu beschreiben, mir rundweg un-möglich wäre. In, österieichiscl)en Pavillon gefällt in erster Linie ein lieblich wirkendes Waldmüllerzimmer; nach all den gcuxllligen Eindrücken, die Rom mit feinen Kolossal» bauten ans uns gemacht hat, und nach all den betau» benden und erfchöpfenden Wirkungen, die in uns die viele» unverständlichen Schöpfungen auf dem Gebiete der Malerei und Plastik ausgelöst habeu, empfindet man die Rul)e nnd Nehaglichleit in diesem Teile der ösler» rcichischen Ausstellung wie ein ncrvenberuhigendes Mit-tel. „Mühle im Hinlerbrühl", „Hochzeit in Perchtols» durf", „Am Pralerspitz", „Die Hütteneckalpe bei Ischl", das herrliche Bildnis der zweiten Frau des Künstlers n. a. m. — all diese Bilder haben wir schon wiederholt gesehen, aber wir können sie nie genug bewundern. lForlsetzung folgt.) Laibacher Zcituna Nr. 113. 1060 17. Mai 1911. kann den versöhnlichen Neigungen nur neue Impulse bieten. König Peter von Serbien, welcher am 19. d. M. die Fahrt nach Paris antritt, reist über Budapest»Wien« Innsbruck-Basel bis an die französische Grenze im strengsten Inkognito. In Basel wird der König ein-tägige Rast halten, nm sich von den Beschwerden der Fahrt zu erholen. Für die Rückreise dürfte der König die italienische Reiseroute wählen, um der Turiner Aus» stellung einen Besuch abzustatten. Die Petersburger „Nossija" führt in ihrem Leit» artikel über die Mllrotto'Frage aus: Die russische Nc» gierung hat mit voller Sympathie die Mitteilung von allen Handlungen des Pariser Kabinetts empfangen, die zur Herstellung der Ordnung in Marokko geeignet sind und dem Schutze der Europäer dienen. Da die tradi-tioncllen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Nuß» land und Deutschland immer auf einem vollkommen auf« richtigen und offenen Meinungsaustausch in den Fragen der internationalen Beziehungen beruhen, so waren auch in diesem Falle die Erklärungen unseres Bundes» genossen Gegenstand eines Meinungsaustausches zwi» schen der russischen und der deutschen Regierung. Diese freundschaftliche Aussprache ergab die volle Identität der Meinungen der beiden Regierungen bezüglich der vollen Aufrichtigkeit der französischen Absichten in Ma» rokko und des loyalen Verhaltens Frankreichs gegen-über den eingegangenen internationalen Vcrpflichtun-gen. Diese volle Übereinstimmung der Anschauungen, betreffend die Unruhen in Marokko und andere inter» nationale Fragen, begrüßen wir um so mehr, als eben jetzt russisch'deutsche Verhandlungen in der Frage des Eiscnbahnbaues in Nord-Perfien stattfinden. Diefe kum-plizicrtcn Verhandlungen, die sich noch im Stadium tech. nischer Vorarbeiten befinden, werden freilich nicht so» bald beendet werden, doch wird die günstige allgemeine Lage augenscheinlich ihr glückliches Zustandekommen fördern. Aus Konstantinopel wird bestätigt, daß die kreti» schcn Schuhmächte die Ernennung der Kadis für Kc-thymno, Kanea und Kandia durch den Scheich-ul-Islam nicht billigen, die beabsichtigte Entsendung derselben dringend widerraten, und daß infolgcdefscn türkischer-seits von der Verwirklichung dieser Absicht mit höchster Wahrscheinlichkeit abgestanden werden wird. Abgesehen von der Geltcndmachung einer gebotenen Rücksicht» nähme auf den Ruhezustand in Kreta, dessen Stabilität keinerlei größere Belastungsprobe vertrage, bemängeln die Mächte anch die Form und daher die Gesetzlichkeit der Ernennungen, da die Kadis von der Bevölkerung zu wählen wären und dem Schcich»ul»Islam nur ein Recht der Bestätigung zukomme. Als Inspirator des Ent-schlusses, die Ernennung in Konstantinipel vorzuncr> men und ihr die Entsendung der Ernannten folgen zu lassen, gilt der Deputierte Mehmed Ali Bey von Sam-sun, ein Kreter von Geburt. TlMsneitiglcitcn. ! — (Die photographierte Morgenröte.) Es galt bis» her für unmöglich, photographischc Aufnahmen der Morgenröte zu erhalten. Ihr unruhig flimmerndes Licht ließ alle derartigen Versuche mißlingen. Nun hat aber Professor Karl Stürmer von Ehristiania der fran« zösischen Akademie der Wissenschaften nicht weniger als 400 photographische Bilder von der Morgenröte vor» gelegt. Sie lvarcn durch eine besondere Kombination von Objektiven und photograph,schcn Platten, durch die eine genügende Lichtempfindlichteit erzielt wurde, möglich ge» wurden. Die Ezpusilionszeitcn variierten zwischen ^0 Sekunden und dem Bruchteil einer einzigen — je nach der Stärke des Phänomens. Durch seine Aufnahmen lam Stürmer zu interessanten wissenschaftlichen Ergeb-nisscn. Vor allem zu der Hypothese, daß die Morgen» röte den Kathodcnftrahlen, die von der Sonne aus» gehen, entstammt. Diese Strahlen fließen auf ihrem Weg durch den kosmischen Raum bei den magnetischen Polen der Erde Zusammen und bringen so das fluoreszic. rcnde Leuchten in der Luft hervor. Ein weiterer Gewinn der Aufnahmen besteht darin, daß es nunmehr möglich ist, die Höhe der Morgenröte zu bestimmen, uno zwar dadurch, daß die Laqe der Morgenröte im Hinblick auf die sie umgebenden Sterne auf den Photographien verglichen wird, die gleichzeitig auf zwei Stationen auf« genommen worden sind. — Augen, der ihr Furcht machte, aber sie nahm sich zusammen, um es sich nicht merken zu lasse»,. „Hab' ich deshalb tagelang aus dich gelvartet, um mich wie einen Schuljungen fortschicken zu lassen?" E^ nannte sie noch immer „du". „Klara, verzeih mir. Ich tann dies nicht ertragen, es macht mich irrsinnig. Ich kann dich nicht lassen," ries er und faßte nach ihrer Hano. Alles, was er sich in diesen Tagen zurechtgelegt hatte, kam jetzt in überstürzender Hast von seinen LiP" pen. Es war dasselbe wie damals in seiner Wohnung, nur noch leidenschaftlicher, gequälter, mehr als ein Betteln, als cin Bitten Zu nennen. Endlich hielt er inn?, atemlos, gespannt. — „Warum quälen Sie sich und mich so? Ich habe Ihnen gesagt, was zwischen uns steht," sagte sie müde. „Lassen Sie mich gehen, dies übersteigt meine Kräfte. „Lassen Sie mich gehen, dies übersteigt meine Kräfte." Sie riß ihre Hand los und versuchte wieder an ihm vorbeizukommen. „Wenn du mir meinen Ring auch zurückgegeben hast, ich trage den deinen noch." (Fortsetzung folgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 113. 1061 17. Mm 1911. musterten. Seit über drei Jahren wird nämlich Cunco, der zu den reichsten Italienern des Westens zählt, von der als Erpresscrbande bekannten „Schwarzen Hand" verfolgt. Es hagelt fortwährend Tudesdruhungen auf ihn und seine Angehörigen nieder, weil er aus die Drol>. und Erpressungsversuche, der Mitglieder der „Schwarzen Hand" niemals reagiert hat. Vor kurzem wurde Cuneo durch einen Nevolvcrschuß aus dem Hinterhalt schwer verwundet. Um unliebsamen Stö-rungen bei der Hochzeitsfcicr vorzubeugen, wurde es für ratsam erachtet, die Geheimpolizisten als Leibwache Nliteiuzuladen. Lolal- und Provmzilll-Nachrichtcn. Die österreichische Alpcnfahrt 1911. Die vieleil Veranstaltungen aus automubilsftort», lick)em Gebiete, welche der österreichische Automobilklub im Laufe der vergangenen Jahre veranstaltete, vcr» liefen, wie wir aus den Zeitungsnachrichten zu ent« nehmen Gelegenheit hatten, durchaus höchst interessant. Leider hatten wir in Laibach niemals Gelegenheit, einer derartigen sportlichen Veranstaltung als Zuseher bei» Mwuhnen. Erst heuer konnten wir das interessante spurtliche Schallspiel durch die Veranstaltung der oster» reichischcn Alpeilfahrt, welche die Route durch unsere Stadt nahm, sehen und uns überzeugen, auf welch hohe? Stufe sich die Automobilindustrie im allgemeinen und die österreichische im besonderen befindet. — Die Auto-wobilfahrt wurde nicht nnr in der Stadt, sondern auch in der Umgebung mit großem Interesse verfolgt. Die Etappe der österreichischen Automubilfahrt, die durch Laibach führte, war die dritte dieser Veranstal. lung und ging von Trieft über den Monte Maggiore, Adelsberg, Laibach, Loibl nach Klagenfurl. Die Fahrer hatten am vergangenen Tage die schwierigsten Alpen-strain zu posieren und hatten trotz der bereits zurück-ablegten Strecke von nahezu 1000 Kilometern fast voll» Za'hlig in der besten Verfassung in Trieft den Start vei-lassen. Von Trieft nach Laibach mußten wegen der schwierigen, kurvenreichen Straße einige wenige Fahrer zurückbleiben. Es passierten von den genannten 51 Wa-gen 43 unsere Stadt in folgender vor dem Kasino auf-genommenen Neihc: Nr. 3 V. Thonet (Gras 5 Min. Unter der Annahme, daß der Start in Trieft ad 7 Uhr morgens mit regelmäßigeil Intervallen von einer Minute vor sich ging^ läßt sich die Fahrzeit Trieft— Laibach für die einzelnen Fahrer genau bestimmen. Der schnellste Wagen legte die 241^ Kilometer lange Strecke in 5 Swndcn 10 Mill, zurück, was einer Durchschnitts» gl'schwilldigleil von 47 Kilometern per Stunde eilt. spricht. Die Organisation der Strecke durch Kram oblag unseren, heimischen Automobilklub, der seine Ausgabe Zur vollsten Zufriedenheit der Teilnehmer an der Alpen, fahrt löste. Die Aufrechterhaltung der Ordnung bei der Durch, fahrt der Automobile durch Laibach wurde durch die hiesige städtische Polizei sowie durch den freiwilligen Feuerwehr» und Nettungsverein in mustergültiger Weise besorgt und wurde durch das äußerst vorsichtige, langsame Fahren der Krastwagenlenker bestens unter» stützt. — Über die Fahrt durch Laibach berichtet übri-geils die gestrige „Neue Freie Presse": In Laibach harrte dcr Alpensahrer eine angenehme Überraschung. Sie fuhren durch ein dichtes Spalier von Menschen, die sie lebhast atklamierten und kleine Vlumcnsträußchen ill die Wagen warseil. Aus allen Fenstern und von den Balkönen grüßten die Leute und schwenkten Tücher. Die Durchfahrt durch Laibach glich einem Triumph, zug, im Gegensatz zu Trieft, wo das sportliche Ereignis von der Bevölkerung fast gänzlich ignoriert wuroe. Der Kraincr Automobilklub hat sich am 15. d.M. unter Führung seines Präsidenten, Herrn Friedrich Varon Born, zur Begrüßung der Teilnehmer an der interessanten Fahrt in St. Anna cingefunden. Unter den Gästen Niaren folgende Herren zugegen: Seine Er« zellenz FML. K u s manel, Kommandant der 28sten Infanlerie-Truppendivisiun, mit dem Gencralstabsches Major Purl scher und Oberleutnant des General-stabes Schitler, Landeshauptmann Edler von 6 ukl je, Landcsrcgicrungsrat Knlavics, Land» tagsabgeordncter Naron Karl B o r n , der Vizepräsident des Landesverbandes für Fremdenverkehr Dr. Valentin Krifper, Bankier Emmerich Mayer, Oberleut» nant Leskowitz mit einigen Offizieren des Artil» lericregimentes und des Infanterieregimentes Nr. 27, die Großindustriellen Glanzmann, Gaßner, Mally nsw. Vom Herrn Präsidenten Baron Born wnrden die angekommenen Gäste in der liebenswürdig» sten Weise bewirtet. Kurz nach elf Uhr begab sich die ganze illustre Gesellschaft aus den Loiblpaß und erwar-tcte auf der steilsten Strecke, das ist beim Kilometer« stein 53,4, wo die Straße eine ausfallende Steigung von über 26 ^ ausweist, die anzukommenden Wagen. Ge» gen 1 Uhr bemerkte man den ersten Fahrer. Um 1 Uhr 35 Min. passierte Viktor Thonet (Nr. 4) unter großen Ovationen der zahlreichen Zuschauer die Obc» lisken. Hieraus folgte als zweiter (Nr. 1) v. Jäger-may er, der aber kurz darauf die weitere Fahrt unterließ. Nach einem langen Intervalle kamen Num. mer 17, 21, 5 nsw au. Die Maschinen arbeiteten mit voller Kraft; trotzdem konnten die Wagen über das schwierige Terrain nur langsam weiterlommen. Sehr schneidig führten ihre Autos Graf D ra s c o v i ch , Graf Kolowrat uud Herr H iero n y m u s; große Aufmerksamkeit erregte der 'einstige Sieger der Prinz Heinrich-Fahrt Herr Hurch, der mit großer Eleganz als achter den Loibl passierte. Viele Fahrer blieben jedoch infolge der immensen Terrainschwicrigkciten stcl» lcn; so bemerkte mail den Wagen drs Prinzen (5 r o y, der bei St. Anna hielt. Unter den zahlreichen Wagen» typen zeichnete sich insbesondere dcr österreichische Daimler, so die Wagen dcr Direktoren Porsche und Fischer (bekannt von dcr Prinz Heinrich»Fahrt, zweiter Preis) aus. Großer Aufmerksamkeit begegnete dcr kolossale Wagen des Herrn E h r h a r t. Die Fahrt über den Loibl dauerte bis 6 Uhr nachmittags. Kram-bürg, Neumarttl und St. Anna halten anläßlich der Autumobilsahrt Fahnenschmuck angelegt, die Straße über den Loibl selbst war durch Triumphbogen geziert worden. Aus vielen Fenstern wnrden die Fahrer mit Blumen begrüßt. Das Wetter n,x,r herrlich, die Kraincr Straßen befanden sich in tadellosem Zustande. — iLandtassoerssiinzungSwahl.) Bei der gestrigen Landtagsergänzllngsivahl im Wahlbezirke Stadt Laibach wurde der Kandidat der national-fortschritllichcn Partei Profefsor Josef Neisner mit 1685 von 3259 gül-tigen Stimmen zum Abgeordneten gewählt. Auf den Kandidaten der Slovenischen Vulksftartei Prima-rius Dr. Vinko Gregors entfielen 933, auf den Kand,. daien der deutschen Partei Advokaten Dr. Ferdinand Eger 455 nnd auf den Kandidaten der sozialdemolrati« schcn Partei VerWaller Franz Nartl 181 Stimmen. — sK. und t. KricssSmarinc.j Anläßlich des bevor-stehenden feierlichen 'Stapellaufes unsres ersten Dreadnought (24. Juni) hat der Österreichische Flotten-verein für S. M. Schiff „Viribus unitis" eine seidene Ehrenslagge gewidmet, die bei besonders wichtigen Er» eignissen,' z. B. während des Anfentlialtcs von Mitglic-dcrn des Kaifcrhanscs, an Nalionalfcstlagcn und wäh. rend d?r Altion zn führen sein wird. Die Marine-zentralstclle hat die Spende angenommen und verfügt, daß diese Ehrenflagge stets in der Kommnndantcnlajütc M verwahren nnd in das Schisssinvcntar anzunehmen sei. Ähnliche Ehrenslaggen besitzen die Kriegsschiffe „Wien" und „Budapest" als Spenden der glcichnami« gen Gcmcindevcrtrelnngen; ferner S. M. Schiffe „Erz« herzog Franz Ferdinand" und „Admiral Spann"; end» lich besitzt S. M. Schiff „Szigewür" rm .Kästchen mit Erde aus dem durch seine Rolle in der Kriegsgeschichte denkwürdigen Orte. — sPon, Instizdienste.) Seine Exzellenz der Il'stiz-minister hat dem Richter des Grazer Oberlandes» gerichlssprengcls Dr. Rudolf Schmidt eine Richter-stelle in Raischach verliehen. — c.j Tie krainische Landcs«Weii>bail» gcnosscuschafl in Laibach veranstaltet morgen von 4 Uhr nachmittags bis 9 Uhr abends im Kustkcllcr nntrr dem Kaffeehause „Europa" die nächste Kostprobe von naiur» echten heimischen Weinen. — lmmmern mit Glück behaupten. Die beiden singenden Clowns Charles sowie die Clowns M a r» kow und Oskar erheiterten das Publikum durch drollige Entrees. Die Vorstellung wickelte sich mit an-erlcnnenswerter Präzision, ohne nennenswerte Pausen ab; sie brachte verschiedene Tricks, dir durch ihre ur» sprüngliche Neuheit wirlten, und vermochte daher die Ausmcrlsamkeit der Zuschauer bis zum Schlüsse zu fesseln. — Dcr Besuch des Zirkus kann aufs bestc an-cmpfohlen werden. — lDer Verein für Äindc?ichutz und Jugend' fürsorge im Gerichtsbcziile Tieinj hält am 2. Juni um 3 Uhr nachmittags im gerichtlichen Verhandlungs» faale, Zimmer Nr. 2, feine Vollversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. — Mnc Versichernnq gcqcn Wasserschäden.> Tcr „Wafscrwirtschastsveroand dcr üstcrrcichischcn Indu» stric" befaßt sich mit dcr Vorbrrcitung cincr Vcrsiche-rung gegei, Hoch>i.iasscrschciden, die bis ictzt nicht besteht. Schon jetzt hat sich eine bedeutende Zahl von Wasser» werken zur Teilnahme angemeldet; anch die Wasserwirt» schaftsverbändc oes Auslandes haben ihre Mitwirkung zugesagt. Der Plan dürfte daher fchon demnächst ber-wirtlicht werden. Da eine offizielle Stalistil der Wasser, schaden ganz fehlt, hat dcr Wasserwiltschafls^rband durch private Erhebungen ein umsangreichcs Material gesammelt, zu dessen Ergänzung er soeben einen Frage-bogen versendet, um dessen Ausfüllung und Rücksendung bis längstens 25. d. M. alle Interessenten driiicu'nost gebeten'werden. Die Mitteilung der betreffenden Daten bedeutet natürlich keinerlei Verpflichtung und alle An» gaben werden streng vertraulich behandelt. Im Hin» blicke auf das Allgemeininterefse wird erhufft^daß auch jene Wasserwerke, die zunächst n i ch t dcr Versicherung britrelen wollen, oder dic bis jctzt teinc Hochwasscr-schaden zn vcrzcichncn lMcn, die erforderlichen Daten, mitteilen werden, da nur aus diese Weise eine hinrei-chend große statistische Grundlage gewonnen werden kann. In Ermanglung ganz exakter Daten sind auch tunlichst genaue Schätzungen von Wert. — lFutterbaulllrs '" Stauben.) Die landwirtschafl. liche Schule in Stauden veranstaltet am 29. und 30. o. einen zweitägigen Futterbauknrs mit folgendem Pro-gramm: Montag, den 29. Mai: von 2 bis 4 Uhr nach» mittags KleegraSlliischungen sür zwei. und mehrjährige Nutzungsdauer. An laus dcS notigcn Samcns. Düngung dcr KlccgraSschlägc. Praktisch Demonstrationen der KIccgraSsaaten aus dcn Schuläckern und im Versuchs» selde. Dienstag, den 3<». Mai: von 8 bis 1l» Uhr vui> mittags Neuanlahe von Wiesen. Die wichtigsten Wiesen-gräsrr. Samennilschlingen für Dauerwicscn. Aussaat, menge. Praktische Demonstration der Grassämercien und deren Verteilung. Von 2 bis 4 Uhr nachmittags Vorbereitung deS Bodens für die Aussaal. Nachsaat von Grassämereien. Düngung und Verbesserung man. gelhastcr Wiesenbeständc. Praktische Demonstration der Schlllwicsen und Wicscngrasmischungcn im Vei' sclde. — Intcrcsscntcn, die am Kurse teilzum! wünschen, Iiabcn lhrc Anmeldungen bis 24. d. M cm, dic Schuloircklion in Ttauden einzusenden. — iKonzerl.j Aus Anlaß der Garteneröffnung sin-dct heute ein großcS Konzcrt der „Slovcnsla Filhar» monija" ,m Hotel „Zlata kaplja" ichen Philharmonic, findcl morgen in der Balinhof.^estanratioi, (Josrs Schrcy) staU. Nähercs m unfcrcr heuligei, Annonce. — Mne «nvorsichtjqc Nadfahrelin.j Vorgefteri, abends fuhr durch die Pre^crengasse cine ^adsahrcrin so schnell und unvursichlig, daß sie eine ältere Bedie» nerin zu Boden stieß. Die Bcdicncrin erlitt hiebei leichte Verletzungen. ^ Üaibacher Zeiwna Nr. 113. 1062 17. Mai 1911. * lIur Volksbewegung in Kra,n.) Im politllchcn Bezirke Krainburg s53.073 Einwohner) fanden im erstcil Quartale l. I. 114 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 462, die der Verstur-bencn ans 364, darunter 118 Kinder im Alter von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 82, von über 70 Jahren 89 Personen. An Tuberkulose starben 54, an Lungenentzündung 35, an Keuchhusten 2, an Masern 3, an Scharlach 19, an Typhus 2, durch zufällige tödliche Beschädigung 5 Per» sonen, durch Selbstmord 1 und durch Totschlag i Person; alle übrigen an verschiedenen Krankheiten. —r. — lNrand in Grab^e.) Wie uns aus Radmanns» dorf berichtet wird, brach am 8. d. M. nachmittags beim Mühlen« und Sägebesitzer Johann Koielj in Grab^e, Gemeinde Görjach, in der Scheuer ein Feuer aus, das sich infolge des herrschenden Windes derart rasch verbreitete, daß das mit Schindeln gedeckte und mit Wohngcbäuden zusammenhängende Wirtschafts« gebäude sowie das des angrenzenden Besitzers Johann Skumavc in sehr kurzer Zeit in lichtcrlohen Flammen stand und diese Objekte, ferner eine an das Wirtschafts» gebäude des Skumavc angebaute Hulzhüttc des Besitzers Jakob Vidic im Verlaufe von ungefähr IV2 Stunden eingeäschert wnrden. Auf dem Brandplatze waren die Insassen der Ortschaft Graböe und Umgebung, die frei-willigen Feuerwehren aus Görjach, Asp, Dobrava und Veldcs sowie zwei Mann des Gcndarmericpostens Veldcs tätig. Es ist nur dem raschen und erfolgreichen Eingreifen der Bevölkerung sowie dem zielbewußten Vorgehen der Feuerwehr, namentlich der von Gör^ach, die als erste auf dem Brandplatze erschien, und dem genügenden Wasservorrate zu verdanken, daß das Feuer auf diese Objekte beschränkt blieb. Beim Brande waren Menschenleben der Fcuersgefahr nicht ausgesetzt, es sind aber dem Besitzer Koxclj sämtliche Futtervurrätc, »vie Heu und Stroh, dann mehrere bei der Säge abgela-gerte Fichtenklötze, einige in der Scheuer aufbewahrte landwirtschaftliche Geräte, dem Besitzer Skumavc eben» falls sämtliche Futtervorräte, Strcumatcrial, Klei-dungs» und Einrichtungsstücke, Lebensmittel, landwirt» schaftlichc Geräte usw., dann angeblich Bargeld im Be» trage von 220 X, dem Besitzer Vidic zwei in der Holz» Hütte eingestellt gelvcscne Wirtschaftslvagen zugrunde gegangen. Die Nachforschungen nach der Entftehungs-ursache des Brandes führten zu keinem positiven Re» fultate; es wird aber allgemein vermutet, daß das Feuer durch mit Zündhölzchen spielende Kinder ver» ursacht wurde. Der Schaden wird beim Besitzer Ko5clj auf 7000 X, beim Skumavc auf 4120 X und beim Vidic auf 500 X geschätzt. Die Gcsamtversicherungssumme beträgt 4250 X. — sGehörschädigungen durch das Telephonieren.) Gewöhnlich entstehen durch das Hineinläuten nur snb» jektive Beschwerden, die sich in der Ncgel rasch wieder verlieren. Durch Startstrom (Blitz und geplatzte Ctrahenbahndrähte) sind allerdings stärkere Trommel» sellverletzungen beobachtet worden, die aber vollständig heilen. Unfallncurasthenien sind häufiger, diefe heilen langsam oder gar nicht. Sowohl bei Schwachstrom iHineinläutcu) als bei Eindringen von Starkstrom in die Lei,tung trifft nie ein elektrischer Strom den Be-amten, sondern, die im Hörer befindliche Membran gerät eventuell in sehr heftige Schwingung und kann so rein mechanische Schädigungen durch Knall und Luft» druck erzeugen. — sDas Abwärtsstciqen als Heilfaktor.) Bereits vor zehn Jahren ist von Professor Stern in Newyork aus das Abwärtssleiffen von Hügeln und Treppen als eines wirksamen Heilfaktors hingewiesen worden. In« zwischen ist dieses Heilverfahren auch von anderer Seite erfolgreich angewendet worden und neuerdings wi,ro es wieder von Prufcsfor Stern empfohlen. Letzterer betont, daß dadurch ein wohltätiger Einfluß auf alle funktio» nellen und auch organischen Krankheiten des Ver» dauungsapparates, sowie auf alle Stoffwechselstörungcn ausgeübt loerde, insbesondere bei Abwesenheit von Herz» und Lungenkrankheiten. Besonders kommen in Betracht die Tarmstörungen, die durch anhaltende sitzende Lebensweise begünstigt werden, ferner Fettsucht, Zuckerkrankheit, Gicht,'Arterienverkalkung, Gallensteine und Hcrzstörungen, die noch auf organischer Grundlage beruhen. Zur Ausführung der Methode benützt man Trepvenanlagen mit Fahrstuhl. Sie läßt sich mit ande» ren Übungen vereinigen. — lDer Humpelrock im Talmud.) Wie N. H. Walker in T. Ps. „Magazine" erzählt, hat man oie Mode des Humpelrockes sogar schon im alten Jerusalem gekannt und der Talmud gibt für die Gründe, aus denen die Frauen an diesem Kostüm festhielten, eine recht amüsante Erklärung. Es wird berichtet, daß „die Töchter von Zion all den Tagen der großen Feste sich sehr prächtig kleideten", und daß sie „bci gewissen Ge« lcgenhciten so enge und schmale Gewänder trugen, daß sie sich nur mit ganz kurzen Schritten fortbewegen sonnten." Als Erklärung fügt der Chronist hinzu, sie hätten dies getan, „um den ZusäMuern eine längere Zeit Zu gewähren, daß sie sie mit Muße bewundern könnten." — ^Selbstmord.) Der 57 Jahre alte Auszüglcr Franz Colnar aus Tersain jagte sich am 14. d. M. Zu Hause in selbstmörderischer Absicht eine Revolver-kugel in den Kopf. Der Schuß hatte aber nicht die gewünschte Wirkung, denn das Projektil streifte den Nolnar nur an der linken Schläfe. Am folgenden Mor» gen gegen 3 Uhr verließ er heimlich seine Wohnung, iMg auf den Heuboden und erhängte sich mit einem Stricke auf einem Trambaum, too er später von seiner Ehegattin als Leiche aufgefunden wurde. Eolnar hatte schon im September v. I. einen Selbstmordversuch ver» übt, indem er sich mit einem Rasiermesser eine lcbens-gefährliche Verletzung am Halse beibrachte. — Die Leiche wurde in die Totenkammcr nach Mannsburg überführt. 2. — lDie Heimkehr ans dem Kerler.) Die vom Lai-bacher Schwurgerichte wegen Kindesmordcs zu fünf Monaten schweren Kerkers verurteilte Elise Ulbrich wurde diescrtage nach verbüßter Haft nach ihrem Hei» matsorte Schluckenau gebracht. Dort hatte sich, als be-kannt geworden war, daß die Ulbrich nach Hause komme, auf dem Bahnhöfe eine große Menschenmenge angesammelt, die oie Ankommende mit Beschimpfungen und Johlen empfing. Als die Kindesmörderin den Wagen verließ, kam es zu einem Skandal: sie wurde an den Haaren gezerrt und gestoßen. Polizei mußte einschreiten und sie in Sicherheit bringen. — Din liebenswürdiger Ehegatte.) Vorgestern abends kam der in Selo bei Laibach wohnhafte Arbeiter Karl Pogacwik in betrunkenem Zustande nach Hause, begann mit seiner Ehegattin alsbald zu streiten, miß» handelte sie und gcbärdetc sich wie ein Rasender. Er stieß auch wiederholt die Drohung aus, daß er sie noch heute erschlagen werde. Im Laufe der Zeit hatte sich vor der Wohnung des Poga^nik eine mehr als hundert» köpfige Menschenmenge angesammelt, die ihrem Unwillen über das Benehmen des Poga den. In Laibach war gestern der Himmel mil hohen Cirrcn leicht bewölkt- es stellten sich heftige südliche Winde ein, die ohne Unterlaß bis heute früh andauer-ten. Nachts klärte sich das Firmament wieder volltom» men auf. Der Luftdruck zeigt langsam steigende Ten», denz. Die heutige Morgentemperatur betrug bci iüd» lichen Winden und wolkenlosen, Himmel 18,8 Grad (5cl-sins. Die Veobachtuiigöstatiunen meldeten folgende Tem-peraturen von gestern früh: Laibach 13,2, Klagenfnrr ,4,2, Görz 17,6, Trieft 17,6, Pola 16,4, Abbazia 15,3, Agram 18,9, Sarajevo 15,2, Graz 15,6, Wien 15,6, Prag 15,0 Megen), Berlin 18,2, Paris 14,0, Nizza 14,5, Neapel 17,8, Palermo 17,8, Algier 15,5 lNegen), Petersburg 3,6; die Höhcnstatiunen:'Obir 5,4, Sonn» blick —1,4, Säntis 3,1, Scmmering 11,4 Grad Eel-sins. Voraussichtliches Wetter in der nächsten Zeit sür Lalbachi Meist heiteres, windiges und sehr warmes Wetter. Theater» Kunst und Literatur. — lDie Fünfzigjahrfeier der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens.) Seine Majestät der Kai-scr hat anläßlich der Fünfzigjahrfeier der Genossen-schaft der bildenden Künstler Wiens dein Genossen-schaftsvorstande Professor der Technischen Hochschule in Wien Bildhauer Rudolf Weyr den Rittersland, dem Professur der Akademie der bildenden Künstler Wiens Maler Kasimir Poch Wal ski das Kumturtreuz des Franz Iosef-Ordens sowie mehreren Mitgliedern dieser Genossenschaft Auszeichnungen verliehen. Ferner l>at der Kaiser der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens aus demselben Anlasse^die große goldene mit dem Allerhöchsten Bildnisse, und Wahlspruch gezierte Medaille verliehen. — lMnthiillung einer Gedenktafel.) Vor kurzem wurde in Wien am Sterbehause des bekannten Jugend» schriflstellers Dr. Franz Isidor Proschko feierlich eine Gedenktafel enthüllt. — Wie nns mitgeteilt wird, ist Pruschkos Tochter Hermine, auch eine berühmte Iu-gendschriststellerin, gegenwärtig mit der Sammlung der Schriften ihres Vaters beschäftigt, die im Verlage Opih ill Warnsdurf erscheinen werden. — Mne Schauspieler.waleric.) Das Deulsche Schau-sviclhaus in Hamburg soll jetzt eine Porträtgalerie von Schauspielern erhalten, die sich um die darstellende Kunst im allgemeinen und jene des Hauses im besonderen verdient gemacht haben. — lNlindc als Schauspieler.) Im Anschluß an die vor kurzem in Newyork durch den Präsidenten Tast eröffnete Ausstellung sür Vlindenknnst sand eine Au?» führung des „Kaufmanns von Venedig" statt. Das Interessante an dieser Ausführung lvar', daß sämtliche Mitwirkende blinde Knaben waren, die mit bcwundc,-rungswürdigcr Sicherheit ihrer darstellerischen Ausübe gerecht wurden. Auch das Orchester war aus blinden Künstlern zusammengesetzt und stand unier der lullst-lcrischen Leitung des blinden Vosloner Tenors Wilhelm Heinrichs. Lllibacher Zcitmig Nr, IIÄ. Iy«3 17, W»i ,»H, Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Nureaus. Graf Achrenthal. Wien, 16. Mai. Das „Frcmdcnblatt" meldet: Mi-"ister des Aufzcril Kras Achrcnthal wird Voraussicht-lich am 23. d. vim scincln Urlaub nach Wien zurück, kehren. Er wird mit seiner Familie im Schünbrunncr Stückelgcbäudc während der Sommersaison Aufenthalt nehmen. Gustav Mahler. Wien, 16. Mai. Heute fiüh wurde über das Vc-finden Gustav Mahlers folgendes Bulletin ausa,elea.t: Temperatur im Laufe des gestrigen Tages allmählich bis 38,3 steigend. Am oberen Lappen der linken Lunge treten neue Verdichtungscrscheinungen auf. In dem basalcn Anteil der rechten Lnngc stärlcrc katarrhalische Erscheinungen. Puls 130, nicht aussehend, relativ gut. Nachts mit mcditameniöser Beihilfe ziemlich guter Schlaf. Nahrungsaufnahme früh recht günstig. Ziehungen. Wien, 16. Mai. Bei der heute in Belgrad vor-^nommenen Zichung der Zwciprozentigcn serbischen Lose vmn Jahre 1681 fiel der Haupttreffer mit 80.000 Franken ans Scric 1142 Nr. 6; 8000 ssranken gelvmm Serie 6241 Nr. 33, 4500 Franken Serie 1401 Nr. 19 und je 1000 Franken gewannen Serie 1621 Nr. 7 und Serie 3378 Nr. 22. Wien, 16. Mai. Bei der in Belgrad heute vor» genommenen Ziehung der serbischen Staatstabakslose Wvaun 20.000 Franken Serie 7944 Nr. 97. Das Attentat ssea.cn Achim. Nudapest, 10. Mai. Gegenüber einer Meldung über Unruhen in Vekes'Csaba anläßlich des Todesfalles Achims melden anthcntischc Berichte, daß Ruhestörungen nicht vorgekommen sind und eine Heranziehung von Militär nicht notwendig gewesen ist. Wohl aber wurde die Gendarmerie auf siebzig Mann verstärkt. Gendar^ niericmajur Nemechy hat im Einvernehmen mit den Führern der Vauern^rtei Dr. Simonla und Hrabovslu alle Maßnahmen für die Aufrechterhaltung der Ord-nung beim morgigen Leichenbegängnis getroffen. Zwei Parteiführer haben erklärt, daß sie für die Aufrecht-crhallung der Ordnung forgen und mit allen Mitteln dahin wirken werden, daß diese nicht gestört werde. Fabriksbraud. kobosih, 16. Mai. Gestern brach in der Schmieröl« und Trerfabrik der Firma Brüder Gregcr infolge Über» laufcns eines Tecrlessels ein Brand aus, der rasch um sich griff und in den Öl» und Pechvurräten des Unter« Nehmens immer wieder nene Nahrung fand. Das Fabrilsubjelt ist dem Brande vollständig zum Opfer gefallen. Der Schaden ist beträchtlich. Die Enthüllung des Viktoria-Denkmals. London, 16. Mai. Das imposante Denkmal der R'ünigm Viktoria, das sich unmittelbar vor dem Tore bes Nuctinghampalafles erhebt, ist heule mittags dnrch König Georg in Gegenwart der Königin nnd des deul^ !chcn Kaiscrpaares, ferner der anläßlich der Ncichston-serenz zurzeit in London weilenden Premiers der Ko-lonien, des diplomatischen Korps nnd einer dislinguicr» ten Gesellschaft feierlich enthüllt worden. Der größere Teil der Hüllen des Denkmals war schon einige Zeit vorher entfernt wordcn, so daß nur die Statur der Königin verhüllt blieb. Puult 12 Uhr mittags drückte König Georg aus einen elektrischen Taster, wodurch die krähte, welche die Hülle hielten, schmolzen, und die Hülle fill. Die im Halbkreise vor dem Paläste auf-Rslellten Truppeu präsentierten nnd eine Batterie der "itenden Artillerie, die im St. Iames-Park Aufstel-lung genommen hatte, feuerte einen Salut von 41 Schüssen ab. Die in der Nähe des Denkmales anfgestell. trn Abteilungen waren der Leibgarde, der Garde zu Fuß und jenen Regimentern entnommen, die den Nann'n der Königin Viktoria sichren. Nach der Enthüllung de-silierten die ansgerückten Trupprn, nnler denen sich anch nn Marinedetachement befand, vor dem .Wnig und dem Kaiser und nahmen hieraus zur Seite des Tores Ans. shilling, durch das die Majestäten nach dem Bucking, hampalast zurückkehrten. Unfall des Luftschiff «Deutschland.. Düsseldorf, 16. Mai. Als das Luftschiff „Deutsch, land" hculc früh aus der Halle gezogen wurde, wurde ^ von einem plötzlich auftretenden Windstoß gepackt und gegen die Halle gedrängt. Mehr als 200 Personen Ersuchten vergeblich, das Lnftfchiff zn halten. Es risstn «mige Haltcscilc und das Luftschiff wurde vor dk Halle getrieben. Die Beschädigungen sind sehr erheblich. Ein großer Teil des Gerippes muß erneuert lmrden. Die Gaszellen, die Maschinell und die sonstigen Teile sind intakt geblieben. Mexiko. Mexiko, 16. Mai. Die Aufständischen nahmen den 60 Meilen nordöstlich von Mexiko gelegenen Ort Pa» chuca ohne Widerstand ein. Der Gouverneur ist gc-flohen. Eine Telephonistin machte diese Mitteilung nach der Hauptstadt und fügte hinzu, die Aufständischen hätten das Negicrungsgcbäude mit Dynamit in die Lust gesprengt, die Gefangenen seien aus dem Gefängnisse befreit worden, die Geschäftshäuser seien nicht geplün-derl, nur die Nationalbank und die Hidalgo-Bank be» raubt worden. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Neuigkeiten am Büchermärkte. Deutsch Eveline, Ungarische Kochkunst, III.: Torten, Vonbons, Parfall, Gefrorenes und Getränke, X 1-—. — Deutsch Eveline, Ungarische Kochkunst, IV.: Assietten, Vor-speisen, Fische und Schattiere, Geflügel, Fleischspeisen, Wild« pret. X 1—. — Deutsch Eveline, Ungarische Kochkunst, V.: Mehlspeisen, X 1—. — Deutsch Eveline, Ungarische Koch. lunst, VI.: Suppen, Gemüse, Garnicrungen, Saucen und Salate, X 1—. — Deutsch Dr. M., Die Neurasthenie beim Manne, X 4 80. — Dorschfeldt Professor Richard, Der moderne Vauschrcincr, X 11-52. — Enling Ottomar. Kantor Liebe, Roman, drosch. X 4 80, geb. 15 6 —. — Ertl Robert, Anleitung zu Schönheit, Anmut und Iugendfrische. X 1 60, — Fahldicck Aug., Der Gemüsegarten, für Gärtner und Gartenbesitzer, den Gemüsebau lohnent> und mit Erfolg zu betreiben, X 120. — Färber Dr. Carl, Grundlehren der Mathematik, I. 1: Arithmetik, geb. X 10 80. — Fester Dr. Adolf, Iugenderinneruna.cn und Kriegsbriefe eines Altfranl^ fullers. X 3 60. — Finot Jean, Die Lehre vom Glück, X 4 80. — Fleischer Viktor, Wcndelin und das Dorf, X 3'—. — Folia Serolostica, VII., 1. Internationales Zentral» organ für theoretische und klinische Serologie, X 5 76. — Foppl A.. Vorlesungen über technische Mechanik, I.: Ein» führung in die Technil, geb. X 12—. — Forbes»Mosse Irene, Ncrberihchen, X :!-—. — Frankreich, Flemmings namen» treue Länderlarten, Blatt 2.: X 4 20. — Friede nthal Dr. Hans, Sonderformen der menschlichen Lcibesbildung (Bei. träge zur Naturgeschichte des Menschen V.), X 42—. — Fronde I. A., History of the Armada, Text und Nnmer» kuna.cn dazu, Text X —96, Notes X —60. - Gaede Udo. Schiller und Nietzsche als Verkünd« der tragischen Kultur, X 4 20. — Gang hofer Ludwig, Gesammelte Schriften, III. Serie. 2. Bd.. brosch. X 1 80, geb. X 3 -. Vorrätig in der Buch». Xrunst» nnd Musikalienhandlung Jg. v. Kleinmayr 6 Fed. Bamber« in Laibach, Kongrrßplatz 2. AuöwriS üucr den Stand dcr Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 6. bis zum 13. Mai 1911. Es herrscht: die Maul- und Klauenseuche im Bezirke Laibach Umgebung in drn Gemeinden Horjul (2 Geh.), Log (I Geh.); im Vc» zirle Loitsch in dcr Gemeinde Unterloitsch (1 Geh.); im Bc> zirke Tscherncmbl in der Gemeinde Podsemel <29 Geh.); der Rotz im Vrzirtc Gottschce in der Gemeinde Mosel (2 Geh.); der Nläschenautzschlag im Bezirke Gnrtseld in den Gemeinden Landstraft (2 Geh.), Zirkle (1 Geh.); die «üude bei Pferden im Bezirke Laibach Umgebung in der Gemeinde Dobrunje (1 Geh.); im Bezirke Tschernembl in der Gemeinde Semit (1 Geh.); die Wntlranlheit im Bezirke Littai in der Gemeinde Hüttitsch. die Schweinepest im Bezirke Laibach Umaebung in der Ge» mcinde St. Martin (1 Geh.): im Bezirke Tschernembl in der Gemeinde Petcrstwrs (1 Geh.); der Notlanf der Gchweine im Bezirke Gottschee in der Gemeinde Seele (1 Geh). Erloschen ist: der Notlauf der Gchweine im Bezirke Adclsbera. in der Gemeinde Grafenbrunn (1 Geh.); im Bezirke Gottschce in den Gemeinden St. Gregor (1 Geh), Niederdorf <1 Geh.); im Bezirke Laibach Stadt (1 Geh.); im Bezirke Rudolfswcrt in der Gemeinde Dübernig (1 Geh.). A. k. Aandesregierulig für Arcnn. Laib ach, am 13. Mai N1I1. Angekommene Fremde. Hotel „Elefant". Am 15, Mai. Baron Fraydenegg, Jurist; v. Appel. tauer, Ing.; Wer.ler, Ksm., Graz. — Malonig. >t'fm.. s. Gc> mahl,, St. Martin. — Wolf, Kfin,. Frankfurt a. M. - Dötsch. Ks»,.. Meißen. — Rainer, ttsm.; Langer. Türl. Grnndnri, Vanmgartrn, Graf. Schick. Spielmann. Suschny. Stranslt). Fleischer. Zuckcrmann. Desar. Rsde.; Schmidt, k. u. t. Ober. leutnanl; Schlosser. Priv,. Wien. — Palme, Fabrikant, s. Ge-mahl,. Steinschönau lBöhmcn). — Reich, Apotheker, Lussin» piccolo. — galampich. Garz. Priv., Fmme. — Steidl, Re» staurateur, Veldes. — Scheer, ObcroMal. s. Gemahl, und Sohn. Zcltwrg. — Ilosvai, Lehrer, Budapest. - Scheiblich. Pfarrer; Schciblich, Priv.. Aettmar. — kothcr. Monteur. Zittau (Sachsen). — Nichcler, Iclcnil, Ludwig. Rsde., Trieft. — Wohl, Rsd., Prag. — ErZel. Rsd., Adelsberg. — Buchs, bäum, Rsd.. Altlirch. — Pernand, Rsd.. Schasfhauscn. Nülm. mein iiitbcr. bist du mjlhMt? /^"«Dv Mir kann so was gar nicht passieren. Erstens hab z^H ich ein brillantes Vorbeugungsmittel, ,md zweitens weiß ich mir schnell zu helfen, wenn sich doch mal ^^) so cine Erkältung einnisten will: ich nehme stets Fays »^. in dcr Apotheke oder Drogerie eine Schachtel Sooencr >^^) für X 1 25, gib aber acht, daß du leine Nachahmungen ^» erhältst, (4902) 2—2 Mctcorolvssische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm, ... 2 U. N. ! 730 1 23 9 VW. z. ftarl tessm7bew ! ^ 9U. Ab. 731-1 16 2 SW. mäßig heiter ! 17.> 7 U. F^ "731 4! 17 4j SW. z. stark , . ' j 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 17-8', Normale 14 2°. ^^»^^^ Für Kinder Erste Autoritäten d?s In» ^^^M^^D^—^—^— und Auslandes empfehlen U ^^A ^^^^^« „Kufelc" als beste Nahrung ^^^^^^^M^^ bei Brechdurchfall, Diarrhöe, u. Erwachsene Darmkatarrh :c. M0)k-ü itaiiemscne itucne Šelenbnrgova ulioa 7, gegenüber der JlauptpoBt empiielilt den V. T. Gästen den neu angekommenen = echten Brioni Wein. = Jeden Tag verschiedene Arten Fische. (1802) 9 "j Ob schon! - - ~=£äj~r-=-- Ob Regen! ^ SiWn-Rßslaurft ^ (Jos. Schrey) (i975) Morgen Donnerstag den \i. Mai (jartenerojfnungs- Konzert 9er Slovenischen Philharmonie unter persbnliclier Leitung des Herm Kapellmeisters. Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt 50 Heller. Hochachtend ^^ JOS. Schrey, Restaurateur. ^A C Hotel Tivoli 7 ^ft Heute zum erstenmal: B^ 1 KONZERT I ¦ I ausgeführt von der ¦¦ I Wiener Damenitapelle. l| jjf^Qß Eintritt frei. Sf/^L Weinkostprobe wird von der Jraio. landes - Uleinbaugenossenschaft in Laibach" Donnerstag den 18. Mai von 4 Uhr naohmittagi bta 9 Uhr abends im KoBtkeller unter dem Kaffeenauie „Europa" (Du- najska oe»ta) veraiiBUltet werden. Laibacher Zeitung Nr. 113. 1064 ______17^ Mai 1911. ÄSKst »I« to 11 ft MmfldMB & Ü*M » Hri Hi jsSS-s. MPlŽižni,,S!n,°.sX;os,;rew,?.tUB| (1750) in Laibach_____________*%F Franz-Josef-Straße Nr. 9. ISSlSSS^Z ________Kurse an der Wiener Hörse vom 16. Mai 1O11.________ Sdilußkure Geld | Ware Allg. Staatsscbnld. Pm«. • (Mai-Nov.)p.K.* 9235 92-56 a **lo M i' P-u-* 9z'3i 9z'Bn 2 k. at. K. (Jan.-Juli) p. K.4 «2-35 92-55 ¦ ,, ii P- A.4 92'3S 92-55 2 ¦*-8«/0U.W.Not.Feb.Aog.p.K.4-2 96-35 96'85 Js 4 2°/0 „ ,, „ ,, p.A.4-2 96-35 96-66 ¦S 4 2% „ Bllb.Apr.-Okt.i,.K.4-2 96-SS 96-78 WU-2<>/0 „ „ ,, „p.A.42 96-66 96-76 Losev.J 1860zu600fl.ü.W.4 16076 166-76 Losev.J.1860zul00fl Ü.W.4 213— 219-- LoMV.J.l864zu100fl.ö.W____311— 317-— Lose v.J. 18«4zu 50sl.o.W___311— 317-— St.-Domän.-Pf.l20fl.300F5 28660 28660 Oestorr. Staatsschuld. OeBt.StaatS3chatzsch.8tfr. K.4 9990 100-10 Oeat.Goldr.stfr. Gold Kasse.. 4 116-10 116-30 „ „ .. ,. p.Arrgt. 4 11610 116-30 OestRentei.K.-W.stfr.p.K..4 92-36 92-66 >. ., „ „ „ „U. .4 92-36 92-56 Oest.Invest.-Rent.stfr.p.K.SVa 81-65 81-86 Franz Joeefsb. i.Silb.(d.S.)5V* 114-45 116-4» Galiz. KarlLudwig8b.(d.St.)4 9326 9425 Nordwb.,ö.u.südnd.Vb.(d.S.)4 93-10 94-10 Rudols8b.i.K.-W.stfr.(d.S.)4 93-60 94-48 Vom Staat« z. Zahlnnj; übern. Eisenbahn-Priorität« Oblig. Böhm. Nordbahn Em. 1882 4 114-60 115-60 Böhm. Westbahn Em. 1885.. 4 9426 96-26 Böhm.Westb.Em.l895i. K. 4 9376 94-76 Ferd.-Nordb.E.1886(d.S.)..4 95— 96-— dto. E. lH04(d.St.)K____4 96-20 96-20 Franz Josefsb. E. 1884(d.S )S4 9420 96 20 Galiz.KarlLudwigb. (d.St.)S4 9330 9430 Laib. -Stein Lkb.üOOu. 1000 »1.4 94-— 95-— Lem.-Czer.-J.E. 1894(d.S.)K4 93-25 9426 Nordwb., Oe«t. 200 fl. Silber 5 /03-79 103-76 dto. L.A.E. 1903 (d.S.) K 3'/» S6-80 86-80 BcniuuKnrs Geld | Ware Proi. Nordwb.,Oest.L. B.200fl.S.5 102-60 103-50 dto. L.R.E.190ä(d.ä.)K8y, 86-26 86-26 dto. E.1885 200u.1000 fl.S. 4 94-60 95-60 Rudolfsbahn E. 1884 (d.S.) S. 4 .93-95 94-95 Staatseisenb.-G.500F.p.St. 3 374— 378-— dto. Ergz.-Netz600F.p.St. 3 374-60 378-50 SUdnorddeutscheVbdgb.fi. S. 4 93-70 94-70 Ung.-gal.E.E. 1887 200 Silber 4 93-10 94-10 Ung. Staatsschuld. LJng.Staat8ka8Bensch.p.K.4V2 100-20 \i00-40 Ung. Rente in Gold ... p. K. 4 in-60 in-70 üng. Rente i.K.stfr.v.J.1910 4 9150 91-70 Ung. Rente i. K stfr. p. K.4 9115 sv36 Unp. Prämien-AnlehenälOOfl. 221-50 227-50 U.Theiss-R.u.Szeg. Prm.-0.4 151-50 157-50 ü.Grundentlastg.-Öblg.ö.W. 4 9190 92-90 Andere öffentl. Anlehen. Bs.-herz. Eis.-L.-A.K.tWi2 41/2 99-ic 100-05 Wr.Verkehrsani.-A. verl. K. 4 94-15 95-16 dto. Em. 1900 verl. K____4 94-40 96-40 [jaliziaches v. J. 1893 verl. K. 4 93-20 94-16 Krain.L.-A.v. J. 1888Ö.W. .4 94-50 96-50 Mährischcsv. J. 189OV.Ö.W. 4 96-20 —— \.d.St.Budap.v.J. 1903 V. K. 4 90-60 91-50 Wien (Elek.) v. J. 1900 v. K. 4 93-76 94-70 Wien (Invest.'v. J. l902v. K. 4 94-60 95-50 Wienv.J.190HV.K.......4 93-75 94-75 Russ.St.A. 1906f,100Kp.U. 5 10370 104-20 Bul.St-Goldanl.1907 100 K4>/j S4-— 95-- Psandhrirfe und Kommunaloblipationen. Rodcnkr.-A. öst.,50j. ö. W. 4 93-30 94-30 Bodenkr.-A.s. Dalmat. v.K. 4 10060 101-60 Böhm.Hypothekenbank K . . 5 102-60 —• — ,. Lndb.K.-Schuldsch.,50J.4 94-— 95 — dto. dto. 78 J. K.4 94-— 95-— dto. E.-Schaldsch.78J. 4 9*-— 95-— Gpld | Ware Pro«. Galiz. Akt.-Hyp.-Bk.......5 11Q-— —¦ — dto. inh.50j. verl.K. 4V, 99-10 9960 Galiz.Landesb.5H/,J.v.K. 4'/4 S9-.?s 100-86 dto. K.-Obl.III.Em.42j 4>/, 99-50 100-60 Istr. Kodenkr.-A. 36 J. ö. W. 5 101-26 102-26 Istr.K.-Kr.-A.i.52VjJ.v.K. 4>/2 100-so lOl — Mähr. Hypoth.-B.fj.W.u. K. 4 96-— 96-— Nied.-üst.Land.-Hyp.-A.55J.4 !>6-— 96-— Oest. Hyp.-Banki.60 J.verl. 4 94-75 .05-75 Oest.-ung.Bank60J.v.ö.W. 4 07-06 9*-0fi dto. 50 J. V. K..........4 97-40 98-40 Gentr. Hyp.-B. ung. Spark. 4'/2 °*-ß0 ö-9-fi0 Comrzbk., Pest. Ung. 41 J. 4»/s 93'25 /00-26 dto. Com. O. i. 50'/, J. K 4'/, 9*-60 .99-flO Herrn.B.-K.-A.i. 50 J.v.K4'/2 93'— 10° — Si)ark.Innerst.Bud.i.5OJ.K4'/.2 98-26 99-75 dto. inh.siOJ.v.K.....4V4 •t)3'— n4'— Spark. V.P.Vat.C. O.K.. 4'/2 »«•" W™ Üng. Hyp.-B. in Pest K . . . 4«/j W— 100— dto. Kom.-Sch. i.60J.v.K4Va 0*"75 flö'78 Eisenhahn -Prior.-Ohlig. Kasch.-Oderb.Hl889(d.S.)S.4 92-16 98-16 dto. Em. 1908 K (d.S.).. .4 9310 9410 Lemb.-Czer.-J.E.1884 300S.3-6 ST60 88-60 dto. 300 S............4 92-40 93-40 StaatneiHenb.-Gesell. E. 1896 (d. St.) M. 100 M........3 89-40 90-40 Südb. Jan.-J. 600 F. p. A. 2'6 269-60 270-60 UnterkrainerB.(d. S.)ö.W. .4 9si-60 97 — Diverse Lose. Bodenkr.öst.E.1880äl00fl.8X 292-— 298-— detto E. 1889 ä 100 fl____3X MO-26 286-25 Hypoth .-B.ung. Präm. -Schv. ä 100 fl................4 283-60 289'50 Scrb.Prämien-Anl.älOOFr. 2 133-— 139-- Bud.-Ba8ilica(Domb.)5fl.ö.W. 35-60 39-50 Cred.-Anst.r.H.u.G.lOOn.ö.W. 613-— 623'— Laibach. Präm.-Anl.20fl.ö.W 83-60 8960 ^cnhilikurs Geld | Ware ilotenKreuz,ftst.G.v.lOfl.ö.W. 7/-60 77-60 detto ung. G.v. .. iifl.ü.W. 49-— 65 — rürk.E.-A.,Pr.-O.400Fr.p.K. 24960 252-60 Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1874.....lOOfl.ii.W. 612-— 622-— jcwinstsch. der 3% Pr.-Sch. der liod.-Cred.-Anst. F.. 1880 78-60 «/-60 jlewinHtsch. der 3% Pr.-Sch. der Itod.-Cred.-Anst. ¥,. 188il 122-— 132 — jewinstach. der 4% Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Hank 64— 60-— Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. 600 fl. C. M. 1162-— 1160 — Fcrd.-Nordbahn 1000 fl. C. M. 6/70-— 6180-- Lloyd, österr.........400 K 690-— 6.92-— Staats-Eisb.-G. p. U. 200 fl. S. 762-76 753-26 3Udbahn-G.p. U. ...600Frs. 109-90 110-90 Bank-Aktien. Anglo-ÖHterr. Bank 120H.1HK 322-60 32.V60 [Jankver.,Wr.p.U. 200(1.90 ,, 64190 642-90 Bod.-C.-A.allg.ÖBt. 300 K t>i „ 1276-— 1279-- Ürodit-Anst. p. U. 320K32,, C42-76 643-76 r;rodit-I5.ung.allg. 200M.42 ,, */2-26 813-26 Kakompteb. steier. aoofl.32 ,, 610-— _•_ liskompte-G., n. ii. 400K 38 ,, 7ff6-~ 767-— Ländprb.,öst.p.U. 200(1. 28 ,, 532-C6 633-66 LaibachcrKreditb. 400K28 ,, 468-— 471 — Oest.-ungar.B. 1400K9030 ,, 193V— 194V— Unionbankp. U. . . 200(1.92 ,, 617-60 618-60 Yerkchr8bank,allg. 140Ü.20 ,, 370-— 37/-- Živnoeten. banka 100(1.14,, 28v— 282-— Industrie-Aktien. Herg-u.HüUw.-G., imt. 400K .977-— 98V— Hirtenber(!p.,Z.u.M.F. 400K 1210— 1214-60 Königsh.Zement-Fabrik 400 K 343-— 347— LengonfelderP.-C.A.-G. 2S0 K 282-- 284-60 Montangcs.,österr.-alp. lOOfl. 81860 819-60 buniuuKurs Geld | Ware Porlmooser h. K. u. P. 100 fl. rfsiff— 4G8- — PrägerEisenind.-Gesell. 500 K 2695-— 2706-— Rimamur.-Salß(i-Tarj. 100fl. //7«-s Italicnische Bankplätze..... 94-45 9460 London.................. 239-96 240-20 Paris................... 9**6 9606 Valuten. Münzdukaton............. 1VH5 11 36 20-Francfi-St(icke.......... 1901 19-03 20-Murk-Stncke........... 23-48 23-62 Deutsche Rcichsbanknoten .. //7M-* //7W':* Italienische Banknoten..... 94-60 94-70 [{ubcl-Notcn ............. 2-63» 2-64» Lokalpapiere nach I'rivatnoticr. (i. Filiale d. K.K. iiriv.OeKt.Credit-AnftUlt. Brauerei Union Akt. 200 K 0 220-— 230-— Hotel Union ,, 200 ,, 0 —— 80-— Kroin.Baugea. „ 200 „12K 200-— 210-— ,, Industrio ,, 1000 ,,80,, 1900-— I960-— Stahlw.Weißens.,, 300 „30,, a/0-— ö«-— Unterkrain.St.-Akt. 100(1. 0 70-— 90-— Bankiinafoß 4% Die Notierung sämtlicher Aktien and der „Diversen Lose" versteht sich per Stück