Separat-Abdruck. 762o0 Redtktioo: VVIro, Vlil. Ung«gu»r 44. Telephou-Nr. 20099. Adminutratioa and Expeditio»: Matn’»du' H »Hi uril h a ml lun 5 I. Kuhlmarkt. Allgemeinc Wie®er medizinischc KoHuiig. Uber nenere AugenMlmittel. Von Dr. Emil Bock. Primarius in Laibach. Vor einiger Zeit besuohte mich ein engerer Fachgenosse, mit dem ich Zeit und Art der augenarztlichen Schule annahernd teilte. In der Mitte meiner Spitalskranken weilend, gab es gesprachsweise der Vergleiche von einst und jetzt mehr als einen, in erster Linie beziiglich der Be- handlung der Augenkrankheiten mit neueren Mitteln. Im Verlaufe dieser Unterredung kam es zur Geltung, daB eigentlioli eine verlialtnismaBig groBe Anzahl neuerer Mittel gute Erfolge aufzuweisen babe, daher eine bleibende Stellung verdienen und manche da von zu jenen gerechnet werden miissen, fiir die das Sohlagwort „wiIlkommene oder wertvolle Bereioherung unseres Arzneisohatzes“ gebraucht werden kanu. Unter diesem Eindrucke kam mir der Gedanke, meine diesbeziiglichen Er- fahrungen zu verbffentlichen, d. h. jene Mittel und ihre Amvendung kurz zusammenzustellen, die sicb mir in vielfaohem, jahrelangem Ge- brauche derart bewahrt liaben, daB ich sie empfehien kanji. Ich mochte diese Zeilen jenen Arzten widmen, die keine Augenarzte sind, in ihrem Kreise aber auch Augenkranke behandeln, also eine allgemeine Tatigkeit entfalten miissen, eine Tatigkeit, welche in vielfacher Beziehung bober anzuschlagen ist, als die des Facharztes, der sich innerhalb eines begrenzten Gebietes bewegt. Die Literatur fiihre ich nicht an, weil sie nur ein Ballast ware, auch Namen der Erfinder u. dgl. nenne icli nur dort, wo es zur Kennzeichnung des betreffenden Mittels notwendig ist. Ich will zuerst die Mittel fiir 6 r 11 i c h e Anwendung in alpha- betischer Reiheufolge beschreiben. A k o i n (H e y d e n), ein auf synthetischem Wege dargestelltes kristallinisclies Pulver, ist ein ortliches Anaesthetikum, welches als Ersatz- mittel des Kokains empfohlen wurde. Da ich mit diesem und mit Holo- cain i miner tadelloses Auslangen finde, so liegt fiir mich kein Grund vor, Acoin in diesem Sinne zu verwenden. Ich gebrauche es nur als l%ige Losung der Akoinbase in besonders gereinigtem Arachisol, welche als A k o i n 6 1 in den Handel kommt. Bei heftigen Schmerzen wegen Ulcus corneae oder Iritis lasse ich es — wenn notwendig auch mehrere Male des Tages — eintraufeln, jedesmal 3 bis 4 Tropfen, wodurcb in der Regel ein wenigstens einige Stunden dauerndes Nachlassen der Schmerzen bewirkt wird. Unbedingt sicher und verlaBlich ist aber die Wirkung nicht. Akoinol wurde auch empfohlen, um Cuprum sulfuricum, Argentum nitricum, Dionin schmerzlos anvvenden zu konnen. Dieser Art des Ge- brauches kann ich nicht zustimmen, weil durch alle Anaesthetica die Wirkung der genannten Mittel wegen der Veranderung des Tonus der Gewebe vermindert wird. A d r e n a 1 i n. Vom Extractum suprarenale, welches sich in kiir- zester Zeit zersetzte und dann ekelhaft roch iiber Atrabilin, welches auch nicht haltbar war, kam man zum Adrenalin, welches in kleinen spindel- formigen Kristalleri den \virksamen Bestandteil der Nebenniere dar- stellt. In Losungen v on 1 :1000 in d as Auge eingetraufelt, bringt es nach wenigen Tropfen die GefaBe der Bindehaut zur Zusammenziehung, so daB auch stark gerotete Augapfel ganz weiB werden. Damit, ist bis zu einem gewissen Grade Unempfindlichkeit der Bindehaut des Aug- apfels und Erweiterung der Pupille verbunden. Am haufigsten wird Adrenalin angewendet, um die bei eiteri gen Erkrankungen der Hornhaut gescliwollene Bindehaut des Augapfel s blutleer und zur Voinahme von Opeialionen. z. I>. Cauteiisatio bei ulcus corneae seipens mii Holokain unempfindlich zu machen, was wegen der entziindlichen. Schwellung mit Kokain oder Holokain allein nicht vollkommen gelingt. Man traufelt zuerst Adrenalin ein und nachdem die volle Wirkung dieses eingetreten ist, dann geniigen einige Tropfen Holocain, um vollstfindige Unemp¬ findlichkeit zu erzielen. Adrenalin wird auch angewendet, wenn die groBen GefaBe der Bindehaut des Augapfels aus irgend einem Grande standig 3 stark er gefiillt sind und so dem Auge ein auffallendes Aussehen ver- leihen. Die Wirkung ist aber nicht bleibend, sondern nur voriibergehend, iiberdies ist hier Vorsicht geboten, weil bei langerem Gebrauche das Adrenalin die GefaBe ortlich schadlich zu beeinflussen scheint. In einigen Fallen wo Augen durch Drucksteigerung erblindet waren (Glau- coma chronicum inflammatorium und Cicatrix corneae cum synechia anteriore), habe ich gesehen, dal3 die Schmerzen nachlieBen, die Augapfel weich wurden und zu schrumpfen begannen, nachdem ich einige Tage Adrenalin eingetraufelt hatte. Uble Erfahrungen, die andere bei Ein- spritzung von Adrenalin mit Kokain unter die Hautoder unter die Binde- liaut des Augapfels gemacht haben, hielten mich von dieser Art der An- wendung ab. Auch frische Losungen haben eine leicht rauchige Farbung, die dann trotz Aufbewahrung in braunen Glasern dunkler, selbst schmutzig wird, oline dadurch an Wirksamkeit zu verlieren. Die in den Handel kommenden wasserigen Losungen aus deutscher und englischer Quelle habe ich im Gebrauche gleichwertig gefunden. In neuestev Zeit verwende ich ein auf syhthetischem Wege dargestelltes Adrenalin (M e i s t e r L u c i u s & B r ii n i n g), welches auf das Auge ebenso wirkt, wie das aus der Nebenniere gewonnene. Airol (Wismuto'xyjodidgallat) r ein graugriines, seineržeit als Ersatz fiir Jodoform empfohlenes Pulver, kanu bei Augenkrankheiten dieses keinesfalls ersetzen, weder in dem Erfolge noch in der Reizlosigkeit der Wirkung. Vortrefflich aber ist es in einer P a s.t a als Deckinittel bei Wunden der Augenl i der und deren Umgebung. Fiir diesen Zweck hat es sich mir als vorteilhaft erwiesen, die Vorschrift von B r u n s dahin abzuandern, daB man Airol, Mucilago-Gummi und Glyzerin z u gleiclicn Teilen mil so viel Bolus alba versiUzt. dali eine mit.tel\v('i<’h(“ Pasta ents teht, welche, auf die betreffendc Stelle aufgestrichen, rasch eintrocknet und diese mit einer rotgelben Schiclrte iiberzieht. Diese stoBt sich dann in einigen Tagen von selbst ab. A 1 c o h o 1 a b s o 1 u t u s. Meine Aufzeichnungen wiirden eine Liicke aufweisen, gedachte ich nicht der Anwendung des Alkohols bei Eiterungen der Hornhaut, welche diese bereits vernichtet haben und bei eiteriger Iridochorioiditis, beide Erkrankungen zu jenem Zeitpunkte, wenn man vor der Panophthalmitis steht. In solchen Fallen gebe ich bei geschlossenen Lidern eine dicke Lage von hydrophiler Gaze in Alkohol getaucht aufs Auge, bedecke das Ganze gut abschliefiend mit Biilroth- Battist und lege dariiber eine Flanellbinde. Die VVirkung war gleich in 1 den ersten Fallen, die ich so behandelt liabe, derart giinstig, daB icb dieses Verfahren immer anwende. Ich habe jetzt nie mehr Panophthalmitis entstehen gesehen, wenigstens keine heftige mit ali ihren schweren Be- gleitungserscheinungen. Ich mufi die Frage offen lassen, ob der Alkohol durch groBere Warmeentwičklung besser wirkt, als z. B. heiBes Wasser oder ob seine in den verdunstenden Teilen enthaltene bakterientodende K raft in Betracht komrnt. Die durch den Alkohol nach einigen Tagen entstehende Hautvertrocknung mit Bildung von Schrunden kanu mit Borvaselin leicht und wirksam bekampft werden. A r e c o 1 i n u m h y d r o b r o m i c u m wird aus den Niisseii der Arekapalme gewonnen. Die wasserige Losung der Kristalle ist farb- los. Es ist ein mildes, gut wirkendes Mioticum, welches man in Losung von 1 : 100 so anwendet wie die anderen Miotica. Wenn man beriick- sichtigt, daB Eserin bisweilen zu kraftig wirkt und reizt und daB Pilo- karpin in jungster Zeit nicht nur unsicher, sondern sogar pupillen- erweiternd wirkt, so ist es ganz gerechtfertigt, sich in entsprechenden Fallen des Arecolins zu bedienen. A r i s t o 1 (Dithvmoldijodid). Bezuglich des ortlichen Gebrauches dieses hellbraunen Pulvers als Jodoformersatz gilt auch das bei Airol Gesagte. Ausgezeichnet aber ist es als A r i s t o 1 5 I, 10%. Du rch ein besonderes Verfahren wird das Pulvei' in sterilisiertem 01 denkbar feinst verteilt. So verwend-et man es als Eintraufelung in den Bindehautsack bei Eros io oorneae, insbesondere bei soloher nach Verletzungen, nach . Entfernung von Fremdkorpern, ebenso bei schmerzhaften Storungen an der Oberflache der Hornhaut bei Eczema conjunctivae u. dgl. Sehr wertvoll ist das Aristolol bei den bekantiten rezidivierenden Erosionen der Hornhaut nach Verletzung durch Fingernagel, Spitzen von Palm- blattern u. dgl. In allen diesen Fallen sclnvindet der gualende Schmerz bald nach der Eintraufelung von '2 bi,s :i Tropfen Aristoldls, \velcli('s nun eine Deckschichte auf den von ihren Zellen entbloBten Stellen bildet. Man legt dann in der Hegel keinen Verband an. Man kann das Aristolol aucli bei Hornhautgeschwuren anwenden, jedoch nur bei solchen ohne progressiven Charakter, aber der Erfolg ist nicht wesentlich. Bei Ge- schwiiren mit den deutlichen Zeichen fortschreitender Eiterung ist Aristolol nicht nur wirkungslos, sondern schadlich, \veil die sich iiber das Gesclrvviir lagernde Olschichte dieses abschlieBt, daher ungiinstig beeinfluBt. 5 C u p r o c i t r o 1 ist das Schlagwort fiir die Mischung von Cuprum •citricum mit Unguentum glycerini zu eine r 5- oder 10%igen S albe. wie sie v. A r 11 angegeben hat, zur Behandlung von Trachoin. In frischen Fallen leistet es meist dasselbe, wie die bisher geiibte Behandlung mit Hollensteinlosung oder Blaustein. In vorgeschrittenen Fallen mit be- ginnender Narbenbildung in der Bindeliaut, besonders aber bei gleich- zeitigem Pannus iibertrifft Cuprocitrol jedes andere bisher geiibte Ver- fahren betreffs Raschheit und Machhaltigkeit der Wirkung. Die An- wendung des Cuprocitrols ist nicht schmerzhaft, das Mittel reizt nicht, es bildet keinen Schorf und seine Anwendung stort den Kranken in seinem Berufe nicht. Auch jene Augen, welche durch darauffolgende Reizung zeigen, daB sie Cuprocitrol nicht vertragen, erleiden durch dieses keinen Schaden. Diese Eigenschaften sowie die Form des Mittels, machen es in hervorragendem Grade geeignet, es dem Kranken in die Hand zu geben, damit er sich selbst behandle, so daB dieser den Arzt nur alhvochentlich zur Nachschau aufzusuchen hat. Die Behandlung mit Cuprocitrol hat aus diesem Grande auch eine groBe volkswirtschaft- liche Bedeutung, insbesondei-e fiir entlegene Gegenden, in denen regel- miiBige arztliche Behandlung unmoglich ist. Man bringt einen Tropfen des tiirkisblauen Cuprocitrols auf dem Ende eines Glasstiibchens in den Bindehautsack, \vo man ihn durch leichtes Reiben mit den Lidern ver- teilt. Der geringe TranenfluB ist bald voruber. Man kann das Mittel auch zweimal des Tages, des Morgens und am Nachmittage anwenden. D e r m a t o 1 (Bismutum subgallicum), e in gelbes, leichtes Pulver, ist das beste Streupulver und Deckmittel fiir reine Wunden und Wund- flachen. Unersetzlich ist es fiir solche an der Bindehaut nach Operationen, (z. B. nach Abtragung von Fliigelfell, Neubildung usw.), Veratzungen und Verbrennungen (Essig, Mortel u. dgl.), weiters bei Conjunctivitis membinnacea. Das in reichlicher Menge auf die betreffenden Flachen gestaubte Dermatol haftet den Wundflachen so fest an, daB sie gut gedeckt sind, daher die Bildung von Wundwarzchen ungestort vor sicli gehen kann. Pio n i n, das salzsaure Salz des Athylmorphins, ein weiBes Kri- stallpulver, wird am besten nicht in starken wasserigen Losungen ange- wendet, sondern als Pulver, von dem man eine beilaufig einem kleinen Stecknadellcopf entsprechende Menge in die untere Ubergangsfalte einlegt oder einstreut. Dem gleich entstehenden, aber rasch nachlassenden Gefiihl des Brennens folgt Lichtscheu, TranenfluB und rasches Anschwellen 6 der Bindehaut des Augapfels, was sich bald den Lidern mitteilt. Diese Schwellung kann manchmal die Haut bis in die Wangengegend ein- nehmen. Der Starke der Schwellung entspricht auch die Dauer derselben. In der Regel ist in einer Stunde alles voriiber, bis\veilen sind aber auch nach 24 Stunden noch Reste der Schwellung in Haut und Bindehaut zu sehen. Auffallenderweise kommt das vor Jahren nach dem Einstreuen immer gleich eingetretene heftige Niesen jetzt nicht mehr zur Be- obachtung. Die ganzen Erscheinungen konnen mit so unangenehmen, geradezu beangstigenden Gefiihlen, Schmerz, Ziehen u. dgl. verbunden sein, daB man es nicht unterlassen darf, vor der ersten Anwendung den Kranken im vorhinein damit bekannt zu maehen. 'Vergiftungs- erscheinungen habe ich noch nicht gesehen; ich meine, daB die Schwellung der Bindehaut die Tranenpunkte verschlieBt, so daB keine dioninhaltige Fliissigkeit in die Nase kommen, daher auch nicht verschluckt werden kann. Trotzdem halte ich bei der groBen Giftigkeit des Dionins Vorsicht fiir geboten. Der ganze Vorgang der Wirkung des Dionins wird mit den Schlagworten Lymphstauung und Lymphiiberschwemmung bezeichnet und ist offenbar mit einem bis aufs Hochste gesteigerten Stoffwechsel im Auge verbunden. Bemerkenswert und fiir die Anwendung sehr wichtig ist es, daB sich das Auge gegen Dionin bald abstumpft. Dies bemerkt man schon bei der dritten oder vierten taglichen Anwendung, man daher dann Pausen vOn zwei bis drei, oder auch noch mehr Tagen eintreten lassen muB, will man wieder nennenswerte Wirkung erzielen. Es scheint, daB das Dionin, auch wenn gut aufbewahrt, in einiger Zeit an Wirksamkeit auf das Auge verhert, weshalb man gut tut, sich das Mittel immer nur in kleinen Mengen, z. B. 0.50 g anzuschaffen. Das Dionin ist anzuwenden: Bei Maculae corneae, ( nicht zu bald nach Verheilen des GesclnviireslR Kera titis i nterstit ialis und deren Folgen. Bei eiterigen Erkrankungen der Hornhaut habe ich nicht nur nie einen Erfolg, sondern geradezu Verschlechterung gesehen; ebenso bei Scleritis und sclerosi- render Keratitis; fiir diese lafit sich der MiBerfolg wohl damit erklaren, daB bei diesen Krankheiten ein groBer Teil der LymphgefaBe und Lymph- raume in den oberflachlichen Schichten des vordern Augapfelabschnittes verodet sind. Sehr schSne Erfolge erzielt man mit Dionin bei Iritis. Schon nach der ersten Anwendung wird das Kammerwasser rein und die Schwellung der Regenbogenhaut geringer. Unter gleichzeitiger An- wendung von Dionin bringt Atropin nicht selten auch alte Synechien zum ZerreiBen; man verfahrt hiebei am besten so, daB man zuerst Atropin eintraufelt und sieben Minuten spater Dionin einlegt, so daB sich die Wirkung dieses mit dem Hohepunkt der Atropinarbeit ver- einigt (v. Ar lt). Zweifellos aber dringt Dionin auch in die Tiefe des Auges, denn ich habe, durch v. A r 11 aufmerksam gemaclit, bei Trubungen des Glaskorpers, bei Blutungen in der Netzhaut und Ader- haut, Chorioretinitis exsudativa centralis iiberraschende Erfolge und augenblickliche Verbesserung des Sehvermogens erzielt. Bei Netzhaut- abhebung tritt voriibergehende Besserung ein, die wolil mit der Auf- hellung des Glaskorpers zusammenhangen wird. Dionin ist so eines der wertvollsten Augenheilmittel geworden und noch zu weiteren Erfolgen berufen, insbesondere wird es das Gebiet der subkonjunktivalen Koch- salzeinspritzungen immer mehr verkleinern. H o 1 o c a in um hydrochloricum (Tauber) (Salzsaures p-Diaethoxyaethenyldiphenylamidin), ein auf synthetischem Wege ge- wonnenes vreiBes Kristallpulver oder farblose glanzende Kristalle. In wasseriger Losung vonj oder 2 : 100 i st es das ort liche Anaesthet icum fiir das Auge, welches icb allen anderen vorziehe, weil es alle Eigenschaften besitzt, die man an ein solches Mittel stellen kann: Keine Schadigung der Deckzellen der Hornhaut, keine Vertrocknung dieser, keine Be- einflussung der GefaBe, der Regenbogenhaut und der Spannung des Aug- apfels, Eintreten der Unempfindlichkeit in langstens 6 bis 8 Minuten nach drei- bis viermaliger Eintraufelung von 2 bis 3 Tropfen, Anhalten jener geniigend lange fiir Operationen ain Augapfel. tjber die Verbindung der Anwendung mit Adrenalin siehe dieses. Holocain laBt sich auskochen olme an Wirkungskraft einzubiiBen. Bei der Bereitung der Losung und ihrer Aufbewahrung muB man einige besondere MaBregeln beobachten: Die Losung muB warm, bezw. heiB in einem PorzellangefaGe vorgenommen wei'den, weil GlasgefaBe an siedendes Wasser leicht Alkali abgeben und dieses dann einen Teil der unloslichen Amidinbase in Freiheit setzt, dadurch wird das Glas triibe, ebenso die Losung, wenn man sie nicht in besonders dazu angefertigten Strohscheinflaschchen aufbewahrt; diese sind durch einen Silberstrich kenntlich. Das Holocain leistet mir seit jeher so gute Dienste, daB ich alle neuesten lokalen Anaesthaetica zwar versucht, aber keinen Grund gehabt habe, das Holocain zu ver- lassen. Die ersten Holocaintropfen verursachen ein leichtes Brennen, welches aber gleich nachlaBt. H y d r a r g y r u m o x y c y a n a t u m ist in wasseriger Losung von 1 : 2000 das beste Eeinigungsmittel fiir das Auge, indem es die 8 Deckzellen der Bindehaut und Hornhaut nicht schadigt, im Gegensatz zu Sublimat, welch.es diese unangenehme und nicht belanglose Eigen- schaft aucli in schwacken Losungen in reichlichem Mahe besitzt. Hy- drargyrum oxycyanatum greift vernickelte Instrumente nicht an. Man bedient sich am besten der mit Methylenblau gefarbten Pastillen. Itrol (Heyden), zitronensaures Silber, ein feines, weiBes Pulver, darf nicht in Losung venvendet werden, sondern man staubt es unmittel- bav in den Bindehautsack in einer Menge, die sich in geradem Verhaltnis zu der beabsichtigten IVirkung richtet. Es ist ein Mittel, vrelches unter gewissen Voraussetzungen die Absonderung der Bindehaut vermindert (Blennorhoea conjunctivae, Trachom), Pannus trachomatosus crassus rasch zum Schwinden bringt, eiternde Stellen der Conjunctiva bulbi, z. B. nach groben zerfallenen Phlyctaenen, reinigt und zur Vernarbung fiihrt, alles ohne Reizung und Schmerz, vorausgesetzt, daB es ein Itrol ist, welch.es noch nicht mit Luft und Licht in Beriihrung ge- kommen war. Itrol ist namlich so empfindlich. dafi es unter dem Ein- flusse dieser sich gleich zersetzt, in diesem Zustande eingestaubt, nicht nur wirkungslos ist, sondern aucli nicht unbedenklich reizt. Auch die selu’ glticklich gewahlte Form, in welcher es jetzt in den Handel gebracht wird, „prooculis“ 0’50 und Od in schwarzen Flaschchen, die man nacli einmaligem Gebrauch fortwirft, sichert noch keine einwandfreie An- wendung, weil schon die kurze Zeit des Einstaubens zu geniigen scheint, um auf die soeben verwendete Pulvermenge durch Licht und Luft zer- setzend einzuwirken. Ein so empfindliclies Mittel kann ich trotz seiner vortrefflichen Eigenschaften nur schwer dem praktischen Arzte zu allgemeinem Gebrauche anempfehlen; bei seiner Anwendung niiiBte man sich geradezu einer photographischen Dunkelkammer bedienen Ich vei’wende es aber gerne, bei verschleppter Blennorrhoea neonatorum, wenn. andere Mittel, Reizung erzeugend, nicht vertragen werden, weiters als unterstiitzendes Mittel bei Pannus trachomatosus crassus und bei zerfallenen, wegen schlechtem Gewebe schlecht und langsam heiletiden Phlyctaenen. J e q u i r i t o 1. (M e r c k - R o e m e r). Die zahlreiclien MiBerfolge mit dem AufguB der Beeren des Paternosterstrauches (Abrus precatorius) Jequirity, haben gezeigt, dafi man es mit einem ganz unerlablichen und unberechenbaren Mittel zu tun liabe, so daB man allen Grund liatte, von weiterer Verwendung abzusehen. Diese schweren Nachteile fehlen dem Jequiritol, einem aus den ,,Paternosteerbsen“ dargestellten Abrin- 9 praparat, welches zur Halfte mit C41yzerin versetzt, in vier Abstufungen in den Handel kommt. Man kanu mit demselben eine genaue Dosierung vor- nehmen, indem man mit Eintraufelung von einem Tropfen der Losung I beginnt und dann taglich einen Tropfen mehr eintraufelt. Fiihrt dies nicht zur Jequirity-Entziindung, so greift man zu II, weiters III und IV. F ur den Fali von Vergif tungserscheinungen liegen den Losungen vier Rohrchen eines nach B e h r i n g schem Grundsatz bereiteten Heilserum bei. Idi kam nie in die Notwendigkeit dieses anzuwenden. Mit Jeguiritol liabe ich in einigen Fallen von hartnackigem Pannus, auch eczematosus recht schone Erfolge erzielt. Da aber bisweilen doch arge, Stunden, selbst Tage dauernde Reizung und Entzundung auftritt, meine ich, daB es sich nur fiir Spitalskranke eig.net. K o c h s a 1 z e i n s p r i t z u n g e n unter die Bindehaut des Augapfels liabe ich gleich nach ihrem Bekanntwerden viel- facli und mit Erfolg angewendet. Seit ich aber die Tiefenwirkung des Dionins kenne, maclie ich sie immer seltener, weil ich meine, schon heute sagen zu konnen, dab«Jdionin dasselbe leistet, ohne die oft nicht zu vermeidende Ecchymosis subconjunctivališ, die von manchen Kranken als wenn auch voriibergehende Entstellung unangenehm empfunden wird. M e r c u r i u s p r a e o i p i t a t u s f 1 a v u s muB hier nur er- wahnt werden, weil derselbe im Unguentum ophtalmicum pultiforme S c h w e i s s i n g e r eine' Zubereitung gefunden hat, die den weitest- gehenden Anforderungen entspricht, indem die 2%ige Salbe bekommlich ist und sich lange unverandert halt. M e r c u r i u s p r a e c i p i t a t u s a 1 b u s findet auch nur vvegen der Verwendung in der weiBen S c h w e i s s i n g e r schen Salbe Envahnung, welche nur die Vorteile der sogenannten weiBen P razi pita t- salbe besitzt. M i t i n ist eine zu einer fliissigen Emulsion verarbeitete Fett- mischung, die durch Dberfettung mit nichtemulgiertem Fett in eine Salbenmasse verwandelt ist und etwa 50% serumahnliche Flussigkeit enthalt. Diese weiBe, salbenartige Masse ist nicht nur eine vortreffliche Grundlage fiir verschiedene Salben, sondern auch fiir sich allein ein nicht reizendes Mittel, mit welchem man schuppende Lidrander mit gutem Erfolge behandelt. P e r h y d r o 1 ist das Schlagwort fiir ein von Merc k darge- stelltes, 100 volumprozentiges, saurefreies, also nicht reizendes Vasser- 10 stoffsuperoxyd. Es kornrat als bakterientodendes Mittel in ein- bis dreiprozentiger Losung fiir die Bindehaut in Betracht. Salocreol ist der Salizjdsaureester des Kreosots, d. h. Ver- bindung von Aoidum salicylicum mit den wirksamen Bestandteilen des Buchenholzteerkreosots. Es ist eine olige, braune, nicht atzende Fiiissig- keit, deren angenehmer Geruch an den der Weiden im Friihjahre er- innert. Ich flihre es hier an, weil es ein sehr gutes Mittel ist gegen Ge- sichtsrotlauf, der von der Nase ausgehend und weiterschreitend dem Augenarzte manche schwere Stunde bereitet. Salocreol wird auf die er- krankten Stellen sanft eingerieben. Es vermindert nicht nur die Hohe der ortlichen Erscheinungen, sondern tragt auch wesentlich zur Be- grenznng des Rotlaufes bei. In schweren Fallen kann man aber die aus in Sublimat oder Liquor Burowi getrankter Gaze gemachte Maske nicht entbehren. Scopolaminum hydrochloricum oder h y d r o hro¬ mi c u m, ein aus Scopoliaarten gewonnenes Alkaloid, wird jetzt auch synthetisch dargestellt. Es bildet wasserhelle, rhombische Tafeln. Meine auf Grund der Erfahrungen am Krankenbette gleich bei Beginn der Verwendung des Scopolamin seinerzeit in meiner Arbeit ausgesprochene Vermutung, daB es mit Hyoscin identisch sei, ha. danil spater die Chemie bestatigt. In wasseriger Losung ist es ein sicher wirkendes Mydriaticum. Man darf es aber nicht starker nehmen als I : 1000; das Verhaltnis 1 : 500 ist die auBerste Grenze, jede stark ere Losung bewirkt infolge von GefaBlahmung starke Schwellung der Bindehaut des Augapfels und Schmerzen Die Gebrauchsanzeige fiir Scopolamin deckt sich mit Atropin,ivelches es aber in der Starke derWirkung beilritis nicht erreicht, so daB ich in solchen Fallen Atropin anwende, sonst aber immer nur Scopolamin. Unter dem Gebrauche dieses reinigen sich Hornhautge- schvviire auffallend schnell und auch die Heilung geht rascher vor sich, als bei irgend einem anderen Mittel; unter Scopolamin werden die ge- schwollenen Follikeln der Bindehaut kleiner; Veranderungen dieser, wie sie z. B. nach langem Gebrauch von Atropin sich einstellen, kommen nie vor; ich habe niemals eine Vergiftung gesehen; man kann Scopolamin dem Kranken zum eigenen Gebrauche geben. Eine ausgekochte Losung von Scopolamin halt sich selir lange, ohne Pilze zu zeigen. Bei der Ab- neigung, die viele Gebildete gegen Atropin haben, ist Scopolamin auch ein willkommenes Mittel, um Erweiterung der Pupille und Lahmung der Akkommodation fiir Untersuchungszwecke zu. erzielen. Uberdies 11 dauert die Beeinflussung der inneren Augenmuskeln durch Scopolamin wesentlich kiirzer, als durch Atropin. Bemerkenswert ist der Umstand, daB Abklingen der Entziindungserscheinungen nach Eintraufelung von Scopolamin auch ohne wesentliche Pupillenerweiterung eintritt. S o p h o 1 ist der Schutzname fiir eine Verbindung von Silber mit Formaldehydnukleinsaure, also eine organische Silberverbindung Es ist ein gelblich-weiBes Pulver, welches zu Heilzwecken in kaltem Wasser gelost und in braunen Flaschchen vor Licht und Lult moglichst geschiitzt aufbewahrt werden mufi. Die Losung hat eine braune Farbe. Unter allen Silberlosungen reizt die von Sophol am wenigsten, im Ver- haltnis von 5 oder 10 : 100 gar nicht, erzeugt keine Schorfe und keine schmerzhafte Empfindung. Es besitzt eine groBe bakterientodende Kraft und kann daher mit gutem Erfolge bei allen Erkrankungen der Bindehaut angewendet werden, welche entweder die unmittelbare Folge von Bak- terien sind oder bei denen sich auf der schon erkrankten Bindehaut Eitererreger u. dgl. entwickelt haben, also Blennorrhoea neonatorum, Catarrhus conjunctivae acutus, Conjunctivitis eczematosa und scrophu- losa mit reichlicher eiteriger Absonderung (nur zur Bekampfung dieser), Trachom. Sophol besitzt aber keine Tiefenwirkung; man nruB daher, falls das tiefere Bindehautgewebe auch mit erkrankt ist, zu den anderen bisher gebrauchlichen Mitteln, vor allem Argentum nitricum greifen. Bei Blennorrhoea adultorum habe ich bisnun keine Erfahrung mit Sophol. Ausspritzung des Tranensackes bei chronischem Katarrh scheint giinstig zu wirken. Die groBe bakterientodende Kraft des Sophols bei Fehlen jeder Reizwirkung, macht es zum Credeverfahren bei Neugeborenen in hervorragendem Grade geeignet. Man tut gut, sich nur kleine Mengen der Losung bereiten zu lassen, um diese immer moglichst frisoh zur Ver- fiigung zu haben. Man kommt mit einer Losung 5 : 100 aus, nur in schweren Fallen greift man zu 10 : 100. Die Anwendung beim Kranken geschieht, indem man mit einem in Sophol reichhch getauchten Wattebauschchen die Bindehaut der umgestiilpten Lider unter sanftem Drucke bestreicht. Der UberschuB an Sophollosung wird durch die zuriickgeklappten Lider bei der Lidspalte herausgedriickt. Ob man Eintraufelungen dem Kranken iiberlassen kann, liiBt sich heute noch nicht bestimmen, weil man noch zu wenig lange wahrende Erfahrung hat wegen einer allenfalls entstehen den Argyrosis. Sophol macht inKleider- und WaschestoffenbrauneFlecke. X e r o f o r m (B^nTutum tribromophenylicum), ein gelbes, sich eigentumlich fettig anfuhlendes, leichtes, geschmack- und meist auch geruchloses Pulver, welip.es als Ersatz fiir Jodoform bereitet wurde. Meiner Ansicht nach ist dieses bei jenen Fallen, wo es seine grobten Triumphe feiert, bei tuberkulosen und syphilitischen Geschwiiren durch nichts zu ersetzen, hochstens vielleicht durch Vioforrn, liber welches ich aber keine geniigend grobe Erfahrung besitze, um ein selbstandiges sicheres Urteil aussprechen zu konnen. Fiir die iibrigen Anzeigen ist man gut berechtigt, von Ersatzpulvern zu sprechen, unter denen aber fiir den Augenarzt das Xeroform den ersten, eigentlich einzigen Platz einnimmt, um so mehr als der Kreis seiner erfolgreichen Anwendung sicli bedeutend erweitert hat, wobei auch seine Ungiftiglceit, Geruch- losigkeit und Mangel jeder unangenehmen Nebenwirkung (kein Ekzem) in die Wagschale fallt. Man kann daher mit bestem Erfolge alle Schrunden und dgl. an denLidern mitXeroform bestauben, ebenso zerfallene Phlyc- taenen der Bindehaut, weiters Geschwiire der Hornhaut in allen Zustanden, dem der vollen Eiterung und dem der Reinigung, dann bei den reizlosen Randgeschwiiren der Hornhaut alter Leute, welche auf fettigen Zerfall des Gewebes zuriickzufiihren sind. Sehr wertvoll ist das Xeroform bei Pannus scrophulosus und Keratitis fascicularis, wo die reichliche, ober- flachliche Gefabentwicklung den Gebrauch eines Mydriaticums trotz der Reizung verbietet und Kalomel wegen dieser wieder schlecht oder gar nicht vertragen wird. In solchen Fallen leistet Xerofonn vorziigliche Dienste; man kann nach reichlicher Einstaubung auch Verband aii- legen, um die entziindlichen Erscheinungen rascher zum Schwinden zu bringen. In der Regel ist dann die Behandlung mit Xeroform ausreichend, zum geringsten aber ist es in solchen Fallen ein gutes Vorbereitungs- mittel, um dann Kalomel in gewohnter Weise anzuwenden. Prolapsus iridis granulans scheint unter Xeroform rascher zu vernarben. Sehr gut wirkt es — reichlich eingestaubt — bei Friihlingskatarrh, besonders wenn die Erkrankung des Limbuš iiberwiegt. Katarrhe des Tranen- sackes bessern sich wesentlich, wenn man Xeroform in den inneren Lid- winkel staubt, von wo es.vom Tranenstrom in den Tranensack gebracht wird. Gegen Hornhautflecken ist Xeroform wirkungslos. Ich will nun noch einige i n n e r 1 i c h e neuere Mittel anfiihren, welche fiir den Augenarzt wichtig sind. A n t i s c 1 e r o s i n, eine dem Serum Truneček entsprechende Salzmischung, hat bei Netzhautblutungen eine iiberraschend giinnstige Wirkung, sowohl bei jugendlichen, bei denen man keine GefaBerkrankung nachweisen kann, als auch bei alten Leuten mit Arteriosclerosis. Es geniigt 2 bis 3 Pastillen taglich nehmen zu lassen. Aspirin (B a y e r) (Azetylsalizylsaure) darf nicht unerwahnt bleiben, weil es. bei Schwitzkuren, Neuralgia trigemini und als Anti- rheumaticum dem friiher gebrauchten Natrium salicylicum gegenuber mehrfache Vorteile besitzt. Man soli aber der unbedingten Bekommlich- keit niclit vertrauen und es nicht auf niichternen Magen, sondern Keber 10 bis 20 Minuten friiher ein Stiick Semmel oder Brot nehmen lassen. zwei- bis dreimal taglich 0-50 geniigt in der Regel. J o d p r aparate spielen als Mittel zur Beeinhussung des Stoff- weehsels usw. in der Augenheilkunde eine so grobe Rolle, daB ich hier unbedingt jener Erwahnung tun muB, die uns eine wertvolle Bereicherung dieser Art von Mitteln sind. In erster Reihe muB ich das S a j o d i n anfiihren, eiri weifies, leichtes Pulver, welches gut vertragen wird, indem Magenbeschwerderi, Schnupfen oder Akne bei seinem Gebrauche zu den groBten Seltenheiten gehoren. Es ist in Pastillen und Pulvern haltbar. Ich kann vom Sajodin nur Gutes berichten. Ich mochte hier ein Jod- praparat anreihen, welches teils ortlich, teils innerlich angewendet werden kann, es ist das J o t h i o n (B ay e r), welches ich als Stirnsalbe 10 bis 20% mit Vaselin und Lanolinum anhydricum mit Erfolg verordne. Das nicht selten eintretende Ekzem der Stirnhaut bekampft man leicht mit einem Streupulver, wird aber gut tun, mit der Einreibung einen Tag auszusetzen. J o d i p i n (M e r c k) kann bestens anempfohlen werden, weil das Sesamol ein nicht zu unterschatzender Ernahrungsbeitrag ist. In Gelatinekapseln genommen, entfallt jede unangenehme Geschmacks- oder Geruchswirkung. Ich habe mit Jodipin eine Jodkur durchfiihren konnen bei manchen Fallen, welche sonst kein Jodpraparat vertragen hatten. P y r a m i d o n (Dimethylamidoantipyrin) ist in der Menge von 0-33 meiner Erfahrung nach das beste Mittel gegen Schmerzen bei Iritis, Glaukom u. dgl. Sanatogen (Glyzerinphosphorsaures Kaseinnatrium) hat mir immer vorziigliche Dienste geleistet bei den so verschiedenartigen Seh- storungen der Neurastheniker und Hysterischen. V a 1 i d o 1 (Mentholum valerianicum) hat sich mir beim Flimmer- skotom gut bewahrt, sowohl in langerem Gebrauche als auch zu Beginn des Anfalles. Verlag der »Allgemeinen Wiener medizinischen Zeituug«. (Dr. Ed. Kraus.) Druck von R. Spios & Cor, Wien. IMIJK