— bey Johann Gottlob Immanuel Breitkopf, 1789. c^k^iioucL. oder Physikalische Erdbcsch'cchuyg iWW des Herzoglhllms Krailff^ Istrien, und zum Theil der benachtbarten Länder, Vierter Theil. Vres u5e sbele eui§3 ^obi/Ii^a, mu brer ueler>5uire, am^>3^ is l§ol urrAueujrr tc> ^ove6äti k^Li? /e je vicblu iuu s^ullilu» is I^ubesui x^uti eui öuslieii nar iuoZ02!ruLir>IiiZa iuu uar bel resIiciieuiZL 1.ULl/lv3, oc! tiZL ^ari§a Lucita. k L 1.0 k. n. Der unter den: allerhöchsten Schutze des allerdurchlauchtigsten großmächtigsten Fürsten und Herrn Georg des Dritten, Königs von Großbritannien, Frankreich und Ireland, Beschützers des Glaukns, Lhurfnrstcn undHerzogs re. UM die Aufnahme der Wissenschaften sich bemühenden Akademie in Göttingen, widmet, aus besonderer Hochachtung und Vcrflichtung, gegenwärtigen Theil - - seiner der Verfasser. Erklä- Erklärung der Kupfer und Vignetten. Das Titelkupfer. des Flusses SlumcziM an den Türkischen Grenzen des König- reichs Bosnien, welcher in einen noch größer« Fluß, nämlich die CoranC ge¬ nannt, fällt. Die Vignetten. !. Vign. welche die Türkische Vestung Bihätcz im Plan vorstellt. rr. Ein Selb oder Sareczan, der in seiner natürlichen Tracht als Grenz, bewahrer Kansirlicher Seitö betrachtet wird, oder auch als HaraM- basha, bey Ausfällen in Auslande, eben so bewafnet ist. b. Eine Kroatin, wie sie sich an dem Unastrom zu tragen pflegen, als bey Novi u. s. w. 2. Vign. Zwey seltsame Versteinerungen: als s» Eine Patelle mit aabelartigen Strahlen oder Ribben, die im Mittel- punkt bey einem Knöpfchen sich endigen. b. Eine Giehnmuschel, kalkartig versteint. Z. Vign. Ein Seeigel von der Wirbelseite oder Oberfläche> mit und vhne seine Ucberdecke vorgestellt. 4. Vign. Eben dieser Seeigel von der untern Seite vorgestellt. a. Der Mund des Thiers in der Mitte.. b. . Der After am Rande. a L 5. Vign. z. Vign. Eme versteinte Kammuschet. a. Das Schloß. wo noch versteinte Helkclten stecken. Tafe l. Diese stellet die Fortsetzung der Slavischen Karte des dritten Thcils mit seinen Einwohnern, als Zhitzhe, Istryanski, Dolenski oder Zitschen, Hlstreichern, und Unrerkrainern in ihrer Landestracht vor. Vorrede. anz zufrieden, mein gegebenes Wort halten zu können, liefre ich hier dem Publikum den Vierten und lctzRn Theil meiner Physikalischen Erdbeschreibung des Herzogthun,s Krain, und aller angrenzenden Lander; er handelt beynahe nur von den, Königreiche Kroatien, welches aus den Grenzor¬ ten der wichtigste Gegenstand für meine Absichten war. Mein Versprechen habe ich also so gut, als es möglich war, erfüllt; ob ich aber auch den; Kenner Genüge geleistet habe, das ist eine VIII cine andre Frage. Ick weiß es mehr als zu wohl, -aß vieles eine umständlichere Beschreibung erfordert hätte; allein Zeit und Umstände erlaubten cs nur nicht, denn der meine Lage, in welcher ich mich zwanzig volle Jahre hindurch in diesem Lande befand, nicht kennt, der wird sichs unmöglich verstellen, wie ich doch das habe zu Grande bringen können: ja! man muß es bcynahe für ein Wunder halten, daß ich mich darinn fo lange habe erhalten können; welches ich mit einigen That- sachen erläutern will. Ich war jederzeit 9 volle Monate des Jahrs an den be¬ schwerlichen Dienst eines Professors der Zergliederung, Hand- arzcney und Entbindungskunde, ohne alle Ncbcnhülfe an- geheftet. Meine Erholungsstunden, diese neun Monate durch, waren meistens nothleidendcn Kranken gewidmet, de¬ nen ich nach Kräften verstand, da das Land kein einziges Hospital bcsas, um für Bedrängte als Zufluchtsort zu dienen. Die übrigen drei) Monate des Jahrs—denn so viel betrugen die Schulferien — liessen mir zu Beförderung meines Lieblinrsstu- dium der Naturgeschichte Reisen machen, welche auch daher mit nicht geringen Beschwernissen verknüpft waren, weil ich slWitir zur bestirnten Zeit machen mußte. Die Witterung, die gemeiniglich in diesen Monaten sich immer verändert; die ' meistens unwegsamen Gebirge, die ich thcils zu Fuß, theils zu Pferde übersetzen mußte, machten mir meine Reisen bitter, und benahmen mir alle Gelegenheit, was oft einzelne Prü¬ fungen fordern, vo'lständig behandelt zu werden. Stets allein, stets meinein Schicksal überlassen wandelte ich mit meiner Ro'sinante diese Gegenden durch; wer solche kennt, wie dieIn- . länder IX ländcr von Kroatien und Krain, die können es sagen: dem Verfasser Hat das Glück weht gewollt, daß er aller Orten so glücklich durchgefchlüpfet. Zum Ueberflusse, habe ich endlich auch für diese so schwe» re und für mich so kostbare Unternehmung, weder vom Lande noch sonst von jemanden eine Unterstützung gehabt, folglich mußte ich alles aus eigenem Fond bestreiten. Obgleich der Hof schon öfters ohne Nutzen, um fremde Lander untersuchen zu können, große Summen verschwendet hat, wo indessen seine eigene Staaten, das der Mühe mehr gelohnt hatte, unkentbar und ununtersucht geblieben: denn er hat noch wenig auf seine Un* kosten, wie Rustand, Frankreich gethan, unternommen, um die Monarchie Physikalisch bereisen zu lassen u. s. w. da nicht allein letztere Monarchie auf ihre Unkosten reisen laßt, sondern es beförderten auch noch solche Unternehmungen die Edcln deS Staats, besonders die Chemie hat davon große Unterstützung erhalten, wenn man nur auf die Herzoge von Chaulnes, Rochefoucault, und d'Ayen; die Grafen von Lauragais, la Garay, Milly, Tressan und de la Tour d' Auvergne; die Marquisen de Courtenvaux, , de Courtivron, die Baron's d' Olbach, Servieres und andre sieht, die mir der Raun, nicht erlaubt alle zu nennen , wohingegen man von östercichischen Staaten beynahe noch kein Beyspiel hak, und nach der heutigen Erziehung nicht so bald zu hoffen ist. — Hier muß ich noch einen Umstand aufdeckeu , der mir manche Hindernisse in Weg warf. Nicht genug, .Haß ich zum Wohl des Staats mein bischen Vermögen und Kräfte auf- Unio/. IV. Th. b geopfert geopfert habe, ich fand auch noch zum Lohn in diesem un¬ dankbaren Lande, wo alles waS Wissenschaft ist, ji> wie der Adel in völligem Verfall liegt, ein paar Köpfe ausgenommen, welche sich noch im Lande befinden, nichts als Verlachung, ja besser zu sagen Verachtung war meine Belohnung, und dar¬ auf folgten, wie gewöhnlich, tausend Hindernisse, so wohl von meinen meistens gehabten Chefs selbst, welche entweder Hohlköpfe oder gar Bigotten waren, als auch von den; größten Theile des übrigen Publikums, das auS Mangel der guten Er¬ ziehung mit verdrehten Herzen begabt ist. Dies betraf nicht al¬ lein die Naturgeschichte, sondern auch das Anatomische undZoo- tomische Fach, das ich bearbeitete: und so ist cs eben dem für's Land unsterblichen Historiograph Valvasor nicht besser ergangen, der all sein Vermögen, ob sich gleich der Adel damals aus¬ zeichnete, dennoch ohne Dank, wie man es noch heut zu Tag. hört, aufopfcrtc; so ist cs den» fleißigen Geographen Florian- fhitsh, so deni berühmten und unermüdeten Naturforscher Scopoli ergangen, wie letztrcr es mit seinen eigenen Worten in der Vorrede zu seiner /L- a rar»ro/üa angiebt, wo er erwähnt, welche Theile'von Krain für's Pflanzenreich noch zu untersu¬ chen find. — kelküt, jagt er, »llkuL Iltris köre loia, ^(gu'Iejrie kölum mtölubre, Lsi nioliss mkön'vris ali^us pnrs. 'I'une meäi- ci okllcium, inkirmz ksepe vsI^tuNo, kre^uence8 in Ilkrizm su- ktnscsm (viel nrchr aber iVIorlgckiAe et conllne Imperium lur- cicum) I^scronum inliäiLs, 20 millense ezbimicmes uuss lärias ruli. — Daß dies, besonders das letztre mehr als zu wahr sey, was hier der Verfasser gesagt hat, will ich einen der auf¬ fallendesten Beweise geben, welches diesem berühmten Manne und Freunde wiederfahren ist; aber dies hat eben so wenig ihm nachcheilig scyn können,. als die böse persönliche Behandlung, mit 1 XI mit der man mir in einer periodischen kritischen Schrift mit- gechielct hat, wo doch der Verfasser davon mich höchstens nur der Person nach kannte, und von meiner Herkunft so wenig weiß als jeder andrer, der mich nicht kennt, ja ich gebe dem 12 Louisd'or, der mir beweiset, wessen Geistes Kind ich bin. — Als Seopoli seine erste Schrift herausgab, wurde zu Hydria, in seinem damaligen Mohnort, wo er als Arzt angestellt war, das Titelblatt dieses heraus ge¬ gebenen Werks, durch Anstiftung der alldort so unwissenden Geistlichkeit, welche sich mit ihren anklebenden Lastern darin be¬ schrieben und getroffen glaubten, durch das gemeine Volk an die Schandsäule geheftet — und so ging es mir nicht viel besser, die sieben Jahre meines dortigen Aufenthalts, wo ich stets mit den schwarzen Röcken, Mönchen und dem unwissenden Publikum wegen Aufklärung in Kontrast lebte. Alle diese drey Parteyen suchten Empörungen wider mich anzuspinnen. Die Mönche tobten öffentlich in den Kirchen mit ihren vom Schweis des ar¬ men Landmannes gemästeten Manies gegen mein Betragen, um dem Volk das Gehirn zu verrücken, und es wider mich recht christgeistlich aufzuwiegeln, ja diese liebe Geistlichkeit hat es bey dem Fürst Bischöfe inG... und seinem präsidibenden Weihbischof E... so weit gebracht, daß sie mich für einen Ketzer nichts mehr, nichts weniger hielten: worauf das Berg-Per¬ sonale, durch Aufruhr angeeifert, Deputate an die Monar¬ chin abschickte. — Allein für das Wohlftyn des Staats, ließ ich es auf alles andere eher ankommen, als daß ich meine Ge¬ sinnungen änderte; ich überwand dennoch mit der Zeit, zu b 2 Anfang XII Anfang mit der Unterstützung eines für die Welt nur zu früh verstorbenen großen Gerhard van Swieten, «reine Gegner und lehrte sie anders denken. Indessen ging es mir nicht viel besser irr der Hauptstadt des Landes, wo ich als öffentlicher Lehrer stand, rind Gelegen¬ heit hatte, für die gute Sache der Aufklärung zu streiten. Da meine Gesinnung jederzeit zum schuldigsten Besten des Monar¬ chen gerichtet waren, so war ich nothwendig mit den meisten in beständigen Widersprüchen, uird je nichr Kleis ich in »reinem Amt anwcndete, und solchen von meinen Schülern forderte, desto mehr wurden mir Hindernisse gesetzt, ja so gar von der niedersten Menschenklasse, nemlich von der Laybachcr Barbirer- Aunft. Diese war vermögend geirug, den Stadtmagistrat, nach den neuen Gesetzen, dahin zu verleiten, daß er sich in Studienfächer« mischte, und nur als öffentlichem Lehrer einen Proces anzuhängcn, der freplich mit Misfallen voir einer Stu- dienhofkommißion verworfen wurde, aber hingegen von einem hochweisen Appellatorio mit dein Magistrat gleich deirkend ge¬ sprochen worden. Allein wer ist in diesem Lande, den man nicht über kurz oder lang den zur menschlichen Plage erschaf¬ fenen Advokaten in die Hände gespielt hätte? Welche Familie kann sich im Lande schmeicheln, in keinen Proceß verwickelt gewesen zu seyn. Wie lange ist cs, daß nicht beynahe alle Edle des Landes gegen ihre beste Bchcrscherin Theresia auf eine schändliche Art gegen ihre«« von, Hof gesetzten Chef compromit- tirt hatten. Doch genug davon, um nicht die wenig Edel- denkende des Landes damit zu beleidigen. — Indessen da keine Partey in der Welt besteht^ die nicht auch ihren Anhang hat, so xm so war ich auch nicht ohne denselben, nämlich das arme ge» meine Volk. Obgleich solches mich, wie ich oben gesagt, für ei¬ nen Keßer hielt, so war es mir doch sehr ergeben, wohingegen die höhere Klaffe der Menschen, welche es nnt der guten Sache nicht hielten, weniger oder nichts that, (ein paar ausgenommen, wovon einer mein wahrer Freund und ein Beförderer ist alles was Wissenschaft heißt, und ich seiner alS eines würdigen Na¬ turforschers im ersten Theil dieser Oryktographie Erwähnung that), da solche meistens niit Schalköpfen angesüllt ist, für welche Klasse ich eine Geisel war, folglich unmöglich geliebt werden konnte, da ich anstatt niederträchtiger Schmeichelei), wie ein armes und bey alle dem stolzes Volk von seinen minderp Ncbenmenschen verlangt, mit der Wahrheit jederzeit entgegen stand, und ich in diesem Lande die schlechteste Partey immer ergrif, nämlich jene des Monarchen zum allgemeinen Besten, wo dann natürlicherweise ich, durch die Entfernung von dem Mittelpunkt des Staats, ohne Mäcen, durch die politische Kabale, worauf sich kein ehrlicher Mann versteht, manchmal Widerwärtigkeiten erfuhr, die mich aber doch nie unterdrück¬ ten ; denn Is verire ii löuvenc elt cruells, On ec les kom¬ men lonc I'ollre psr eile. Diese gegebene Rechenschaft sey also genug, um zu zei'gen, daß von dieser meiner unvolkommcnen Arbeit nicht ich, son¬ dern die unüberwindlichen Hindernisse die Schuld tragen. Ich will also nun auch von der gegenwärtigen als von meiner letzten Arbeit in diesem Lmide eine kurze Erklärung geben. Die Karte, die ich hier zu diesem Bande liefre, ist etwas vollkommener, in Betref des Geographischen,, als jene Kar¬ li 5 ten XIV ten der vorhergehenden Bände, indem ste ein Königreich betrift, wovon wir noch niemals einen guten Umriß noch viel weniger et¬ was genaues davon gehabt haben, *) zumal von jenem Theil dieses Laüdes, welcher an den Grenzen desOsmanischcn Reichs liegt; also folgt hier eine Fortsetzung der Slavischen National- Karte, wovon ich den Anfang im zten Theil geliefert habe, wo mail also abnehmen kann, daß mit weiterem Vorrücken gegen Mitternacht und Morgen, diese Nation sich auch weiter aus- - breite, und aus wahren Slaven, die meistens Scrbier und keine Wallachen find, bestehe, wie ich nach vielen Schriftstel¬ lern, und durch tägliche Tradition fälschlich habe behaupten wollen, wie man aus der Vorrede zum zten Theil ersehen kann. Erst ein ganz neuer und bewahrter Schriftsteller, nämlich der Geschichtschreiber des transalpinischen Dacien, sagt auf der zz S. 2ten Bands fälschlich von ihnen: — „Vcrmuthlich gehö¬ ren diejenige Wallachen, die wir in Slavonien und Kroatien „zu ganzen Dörfern angesessen finden, zu eben diesem Volke, „ob schon sie dermalen nicht mehr Malachisch, sondern bcy- „nahe ganz Slavisch (nein sie haben nichts als Serbisch geredet) „sprechen." Da ich aber nun seit einigen Jahren mehr Gelegenheit gehabt habe, unter den Serben von dieser ursprünglichen Nation Kenntnisse einzuholen, so habe ich mehr als zu klar eingeschen, daß sie nienials keine Verwandschaft mit den Wallachen, Ko- muny oder römischen Kolonisten, gehabt haben, welches ich zwar im *) Sollte aber vor der Ausgabe dieses Bandes eine Karte von diesem Lande von F. A. S. herauskommen, so hat sie meinCopist für ihn entwendet, indem er eben für solchen arbeitet, doch von der Beschaffenheit der Gebürge wird er kein Licht geben können, indem ich solches selbst austrage. XV im istenTheil der Oryktographie schon gesagt, -aß die Walla¬ chen in Krain, welche Oskoken oder Ueberlaufer genannt werden, nicht Wallachisch, sondern Slavisch sprechen. So nennen sich also mit mehren Recht die Morlaken kremurri, an der See liegendes Volk, so wie die Winden allhier Xrama- 2i, Krainer oder Emdler, vielleicht besser felsichte Gegendbe- wohner, die Böhmen Orecken oder Tschechen heissen. In¬ dessen haben doch oft auch benachbarte Nationen nicht unrecht, ihren Nachbarn einen Namen nach ihren Thaten beyzulegen, als viele Nationen sich selbst oft einen auf eine blosse Fabelge« schichte zu geben befugt sind. , Die bey diesem Band befindlichen Vignetten und Titel¬ kupfer, haben so, wie in den vorigen, auf den Inhalt Bezug. Was die Schreibart anbelangt, habe ich dieselbe in Texte so wie auf der Karte genau nach den; Idiom der Nation bey- behalten. Der Serb oder wahre Slav und Illyrier drückt stets sein glagolitisches « mit ck, derTeutschen tick aus, z. B. kulick lese Pulitsch, die Kroaten aber mit L2 oder auch mit einem: blosen 8 als Lullm, 8umbersk lese Buschin, Schumberak, der Krainer und andre Slaven bedienen sich mit mehren. Recht des 2.K als Ekerns und beym Ausgang der Wörter tsk als 1^er> kiclll oder tk, der Pohle aber c2, LLgrnx lese Tscharny.. Zu Ende dieses Bandes-folgt ein kurzer Anhang, von dem was in der Zeit, al/ die ersten Bande heraus sind, neu in dem beschriebenen Erdstriche endeckt, und bey den Bergwerken ge¬ ändert worden, so dann auch die Druckfehler der ersten Bände und ein Register. Sölten abermal einige auch im 4ten Theil ver¬ kommen, so liegt die Schuld so wenig an dem Verfasser, als an XVI an den vergehenden, sondern blos an der zu weiten Entfer¬ nung vom Druckort, die nicht zuläßt, die Corrcktur selbsten zu übernehmen. Mit dem Schluß dieser Physikalischen Untersuchungen verlasse ich also auch für die Naturgeschichte diese so sonderbare Länder auf ewig, um unter einen» andern Himmelsstrich neue Endeckungen zu machen, wenn nur die Natur nicht die Kräf¬ te versagt, am Willen fehlt es mir gewiß nicht. oder Triest, den 20. Heumond 1787. Uscquet. D oRvew- Vierter Theil. ich mit dem dritten, oder vorletzten Bande meine Untersuchungen in der illyrischcn Flache vollendet habe, so habe ich also hier meinem Vor¬ haben gemäß den Anfang wieder mit jenem Theile von Kroatien vorge- nommcn, der gen O. und S. liegt: um also dieses Königreich ganz kennen zu lernen, und da man von diesem so seltnen, mit mehr als halb wilden Menschen an den O. Granzen bevölkerten Lande keine eigene Karte hat, so werde ich hier, wie ich vermuthe, mit meiner mühsamen Arbeit dem Leser einen doppelten Dienst leisten, nämlich im geographischen und physischen Fache. Larmr'o/. 1^ - DH» A Mein 2 Mein Erstes war also hier' das zum Thcll etwas steile Gebirg von Okich (les. Okitsch), welches sich aus der Flache emporhebt, zu unter suchen. An dem Fuße des etwas hohen, aber doch nur Mittelgebirges, fand man am Gehänge Alles mit fetter Leimerde bedeckt und mit Weingärten beseht. Diese Erde ruhet bald auf Schiefer von Thon, bald auf zeitlichem Kalksteine. Unter dieser Decke gegen N. findet sich viel Eisen, Modererz, und sogenannte Adlersteine (Lecice8) u. s. w.; allein da Alles dieß nur als Waseulaufir angetroffen wird, und fich ein weit größerer Schaden mit Verdcrbung der Weingcbirge ergiebt, als der Nahen, den man daraus zu schöpfen hoffte, überwiegt; so widerrieth ich dem dortigen Grundinnhabcr, der mich ersucht hatte, mit Rath und That an die Hand zu gehen, jcmals einen Eisenbau hier anzulegen, indem man nicht allein vom Anhalten der Erze nicht versichert seyn kann, sondern auch die Gegend selbst am Holze keinen Ueberfluß hat, um so viel mehr, da das nahe gelegene Kupferberg- roerk Szamobor dessen soviel, als die Gegend hervorbringf, nothwendig hat. Als ich nun hier das Gebirg ferner untersuchte, und höher anstieg, so kam hin und wieder etwas Porphyr vor, dessen Grund blaßroth war, und weißen Feldspach einschloß; große Anbruche habe ich davon nicht gefunden. Vielfältig gefärbte Kiesel lagen aller Orten in der mn'cben Leimerde; Kalcedonkugeln von einer sschmuhigen grauen Farbe findet man von der Größe einer Erbse bis zur Mannsfaust; im Grunde ist dieses Gebirg aber ganz schiefrich, mit vielem Quarz durchsetzt, so daß man es mit Recht unter die Ganggebirge rechnen kann. Gegen W., wo das Gebirg sich weiter ausdehnt, wird es ganz talkartig, und einförmig, und macht das Gebiete von StlMbc'l'ak (les. Schumbnak) (Siegelburg) aus, wovon im ersten Theile Erwähnung geschah. Da nun dlesis letzt brrührte, soge¬ nannte Uskokengebirg schon bekannt war; so gieng die Untersuchung nach O., wo man eine Zeit lang in einer Fläche bleibt, durch welche die Heerstraße von Zagl'üb nach Kmlovacz hält; man sehe die beygksügtc Karte, und BüschingS Geogra¬ phie tom. lll. Diese Flache, so wie überhaupt der niedere Theil von ganz Kroazien, dies, und jenseits des Savastroms, besteht aus einem bloßen Sedi¬ mentsteine Le6imemo5ri8), der von Farbe weißgelb, kalkartig, und mit vielen Versteinerungen angefüllet ist. Die Bildung dieses weichen Steins besieht, wie von einem Masst rsatz zu vermuthen ist, aus bloß feinen horizontalen Schichten. Links, als meine Untersuchung nach O. gieng, hatte ich den Sava- prom, und an seinem Ufer gegen N., hinter Zagrab (Aglam), eine Reihe von von Mittelgebirgen, welche sich sanft, doch manchmal auch sielt emporheben, und ihre gerade Richtung gegen Mitternacht bis an den Drab oder Tragstuß fortsetzen. Dieses Gebirg hac auf beiden Seiten große Flachen, nämlich gegen O. und W.; doch letztere ist weniger beträchtlich, da sich dieses Gebirg durch die Vorberge bey trc Kmlr'j und Gram' mit dem Steyerschen Zusammenhangs. Dieß ganze Ge- birg, welches wie einen Haupkrücken ausmacht, bestehet meistens aus zeitlichem Kalksteine, mit und ohne Versteinerungen, dann viel Thonschiefer mit allerley unedel» Kieselarten, und dann an dem Gehänge mit Sand und Sedimcntsteinen. Hin und wieder findet man auch gemeines reichhaltiges Eifenerz, aber ebenfalls nicht in der Menge, noch Waldungen hinlänglich, um Bergwerke anzulegen. Vielfärbige Marmorartcn hat eben auch dieses Gebirg; aber nicht jederzeit von hinlänglich festem Bestände, um eine gute Politur anzunehmen. Heiße Gesund- quellen hat eS mehrere, von deren einigen schon im dritten Bande gemeldet wor¬ den. Bey Vlaö Kapolie hat man vor einigen Jahren, als ich diese Gegenden besuchte, einen Bleyanbruch endeckt; allein ich weiß nicht aus was für einer Ur¬ sache man keinen Bau darauf angelegt hat; das Erz, das ich sah, war ein sehr reichhaltiger Bleyglanz, so wie der Berg, worinn es brach, ein sanftes, ordent- liches Streichen halte, und Kalk mit Schiefer abwechselte. Auf der rechten Userseite der Sava, oder zwischen diesem Flusse und der Kupa, oder Golc^iz der Römer, wie man beym Plinius sehen kann, ist Alles wasscreben bis zu Ende der Landspitze bey Sl'ßek oder Lilcia der Alten, Vü- fching a. a. o., atlwo der Kupa, oder Kulpastuß sich in den Savastrom ergießt. Zwischen Gonza und Petezemze fand ich in der weichen Leimerde einen eine halbe Lachter großen Stein hervorragcn; als ich solchen genauer ansah, so bestand er aus einer bloßen Zusammensetzung (Oon^eiües) von Mies-und Tellmufcheln, ivelche noch ihre vollkommene Farben halten; wären sie mehr verstimet gewesen, so würden sie dcm Blcyberger Muschelmarmor, wovon ich anderwärts schon ge- redet habe, sehr ähnlich gekommen schn- Zm Grunde auf dieser Ebene konnte ich nichts anders g-wahr werden, als Thon von allerley Farben, manchmal etwas Schiefer, und allgemein den kalkichten Sedimcntstein. Wenn man den Fluß Kupa oder Sißck übersetzt, um sich nach Pem'nja, Büsch, a. a. o., zu wen¬ den, so fängt die mit vielem Eichenwalde bedeckte Fläche an sich zu verlieren, und es entstehen lauter sanfte Thonhügel, welche im Grunde noch immer den erwähn¬ ten Kalkschiefer oder Sedimentsteine mit Versteinerungen einschließen. A 2 Petrinja Petrinja ist ein ganz offener Ort, und nicht eine Vestung, wie Düsching und viele Andere gesagt haben, der sich non Tag zu Tag vergrößert, und der Sih von meistens Alt-lmd Neuglaubigen (8tnri, inu novnVii^i), welche ans Kroaten, Serbiern, Armeniern, Macedoniern, u. s. w. bestehen, die il'Sge. sammt ihren öffentlichen Gottesdienst haben. Auch ist hier der Sih cineo Bri¬ gadiers, indem von hier aus bis nach Zermamen, an den Grunzen Dalmaziens, bloß militärische Regierung bestehet, die sreylich nicht jederzeit die beste ist, wie ich es in einem Schreiben aus Zermamett, das sich in dem siebenten Hefte des geographischen Magazins befindet, erwiesen habe; allein dermalen wird unter dem großen Reformator Joseph ein ganz neues System mit mehr Menschlichkeit eingesührt, wo also eigens dazu angestellte Menschen das Oekonomische des Lan¬ des zur Besorgung haben, und nicht mehr der Ackerbau unter dem Befehle deö Stocks sieht, wie vorher. Bey Petrinja kömmt ein kleiner Fluß, der den Namen der Stadt führt, von Mittag aus dem Gebirge von Zrin her. Als ich diesen Fluß untersuchte, so zeigte sein herbeygeführker Schober, daß er aus einem sehr gemischten Gebirge käme; ich hielt ihn also einer genauen Untersuchung werrh; bevor ich aber solches unternahm, gieng die Umerfuchung nach O. über AtovMiecz bis zum kleinen Fluß oder Vach S-llnia, wo man ganz aus dem Vorgebirge kommt; bis dahin findet man nichts als zeitlichen Kalkstein mit vielen kalzinierten Schaalthiercn an- gefüllt. Da dieser St in.von einem zeitlichen Niederfatze aus dem Wasser seinen Ursprung hat, so ist er weder zum Bauen der Hauser, noch auch der Straßen anwendbar: indessen macht doch seine Verwitterung eine fruchtbare Erde, welche die Hügel von der ganzen Flache bedecket. Da nun Alles immer gleichförmig war, so wandte ich mich zurück gegen W. über die Hügel von Szvlmjcza zu dem Talttdier Kloster bey Kamogovrna stets an dem Bache S-m'na. Hier fieng sich das Gebirg an gegen S. W. zu erheben, und bestand zu Anfänge aus Kalk¬ stein, welcher mit Thon und Hornschiefer abnu chselte. Wender man sich gegen Mittag, so kommt man immer in ein stärkeres Gebirg, welches Porphyr, Quarzschiefer, und viel? Horusteinarten mit sich führt. Bis zu dem kleinen Marktflecken Zrm, (der einmal den vierzehnten Granzort von Kram gegen die Osmanen aurmachte; in dem siebzehnten Jahrhunderte muß er größer gewesen seyn, als dermalen, indem er in novi, inu stavi, oder Alt - »Md Ney-Zrm eingetheilt wurde, zuletzt aber nur Zritt - Var oder Neu - Zrm genannt wird: bey 5 bey Valvasor kann man Nachsehen —) war da6 Gebl'rg stets gleich. Gegen W. an diesem Otte befindet sich das höchste Gcbirg, das in dieser ganzen Gegend ist und wird sehr prallicht; es bestehet größtenteils aus Thon und Hornschie/er. - Wenn inan die Wildbache dieser Gegend untersucht, so findet man bey deren Ein- schnitte ins Gcbirg, daß die obern Schichtenlagen der Bcrge aus Qnarzadern, Thon, und in der Tiefe aus festen Hornfchiefern bestehen, deren letztere am Stahl heftig Feuer geben; im Bruche fcinschaalicht, und von ziemlich glattem und festen Bestände sind. Daß dieses Schiefergebirg eine zeitliche Entstehung habe, daran ist um so weniger zu zweifeln, als es gewiß ist, daß man in den obern La¬ gen öfters noch Abdrücke von Fahrenkrauteru findet. Warum man aber solche nicht auch in dem Hornschiefer findet, glaube ich, ist bloß, daß die festere Stein, art die Abdrücke mit der Zeit verliert, so wie auch in der Tiefe durch den Druck und Abgang der mehrern Feuci te der Thonschiefer hornartig wird. Kirwan hat mit allem Rechte den Vorwurf gemacht, daß man wenig noch diese Sreruart, und ihre Abänderungen chemisch untersucht habe. Die analytischen Versuche, die ich durch den nassen Weg gemacht habe, habcwmir gewiesen, daß, je dichter und kompakter der Thon oder Schiefer wiid, desto weniger faßt er Kalk in sich, und besteht größtentheils aus Kiesel, und Alaunerde mit etwas Eisen gemischt. Wie mag es doch zugehen, daß, nachdem man klar sieht, daß der Schiefer, eben derselbe dem Ansehen nach, in der Tiefe von einigen Lachtern in eben der Lage und Dicke der Schichten, wie aus der Oberfläche sich verhalte, dennoch feine Be- staudtherle und Harle andere? sollte wohl hier eine Verwandlung vorgehen, ss wie es wahrscheinlich in den hohen Kalkaspen von der Natur gezeigt wird, und ich an einem andern Orte ausgezeichnet habe?- Aus diesem Gebirge von Znn wendete ich mich nun gegen O. über Auklt- l'afimj bis zur morastigen Flache Papichi (les. Papischi). Bis dahin fand ich Alles mit einer ziemlich fetten Thcnerde und Waldungen besetzt, daß ich wenig von den im Grunde liegenden Sreinarken unheilen konnte. Doch, wo solche am Taqe auslussm, zeigte sich, daß sie einen kalkartigen Sandstein, oder xierre 6e des Momiet machten; indessen zum Kalkbrennen soll er ganz untauglich sevn ohne Zweifel wegen feiner vielen Kieseltheile und etwas Thon, was er mit sich führt; zum Bauen, wozu er aber schicklicher wäre, wird er nicht gebraucht, indem die Einwohner allhnr, welche Serben (Herbski) und keine Wallachen sind, und halb Kroatien ausmachen, wie man weiter sehen wird, sich mit elenden A Z Hölzer- nen Hütten begnügen. Nebst diesem Sandsteine stndet man doch auch den eben erwähnten Sedimentstein mit zwoschaaligen Muscheln. Um dieser morastigen Gegend zu entgehen, gieng die Untersuchung nach S. W. zu der Insel Daman, welche von dem Ulla- oder Huna- (wie unsere Nachbarn sagen) Strom gebildet wird, und nicht weit davon vor Jeßcuovacz bey Usticza sich in den Snvafluß ergießt. Da nun ersterer Fluß die Gränzscheidung von dem Osmanischen Ge- biete mit dem Königreichs Kroazien macht, so blieb alles fernere Vorrücken ge¬ gen S. untersagt, und ich verfolgte nun stets die Granzen beider Reiche an dem Unastuste nach W. zu. Am ersten Orte, den ich erreichte, wo ohnweit Hügel oder Vorgebirge von zeitlichem Kalksteine sich erhoben, war Dubicza, wo gerade gegenüber sich das erste Türkische Schloß, das aus einigen Hausern und einem Moche (iVIolse) besteht, mit einer dicken Mauer umgeben befindet; auch dieser Ort führt eben den Namen Dubicza. Die Besatzung davon ist ein Heeg oder Hegh, welches soviel als ein OuMaine heißt, nur daß er mehr Macht hat, und ihm ein Paar hundert Mann Besatzung mit einigen unmontirten Kanonen zu sei¬ nen Befehlen stehen. Hier, so wie in den übrigen Gränzstädtcn und Schlössern, ist die Charge des Befehlhabers bey den Osmanen auf den Sohn erblich. Von Dubicza aus bis an den erwähnten Fluß über Szlabim'e bis Kostaim'cza ist nichts, als zeitlicher oder Muschclkalkstein, von der Farbe weiß. Man findet unter solchen viel Rogensteine; was darunter am merkwürdigsten war, ist eine Art Kalksinder, oder sogenannte Olicocola, der in Mügeln bricht; wenn inan ihn zerschlägt, so zeigt sich, daß er aus einer gefalteten Schichtenlage besteht, welches dcr Oürea xlic-UL ähnlich sieht; allein wenn man genauer betrachtet, so zeigt sich ein spathartig - versteinteS - erzförmiges Gewebe, welches ganz einer Lickara gleich kommt; die Bestimmung könnte folgende scyn: blelmin- tkoUms, miUeporeeLzckArcc, meinbiLiiacee plunee, xunA.18 coiMZuis ciuincrincialibuL, Nie würde ich diese Versteinerung darinn ver- muthet haben, wenn ich nicht von ohngefahr ein Stück zerschlagen hätte, worin» ich Spathkrystallen anzutreffen glaubte. Der obrn erwähnte Ort Kostaim'cza, welcher vor Zeiten der fünfzehnte Gränzort gegen die Türken für Kram war, ist ziemlich lang, dicht an dem Ufer der Ulla gebaut, indem er gegen N. wegen dem steilen Vorgebirge sich nicht ausdehnen kann. Er bestehet aus sechs bis sieben hun¬ dert kleinen, meistens nur hölzernen Häusern, welche zum Theil im Wasser auf Pfählen stehen. Dieser Ort ist wegen seiner vielen falschen Münzer, die er vor zwanzig Jahren noch hatte, berüchtiget. Die Zigainer - Race, welche diesen Uri. fug 7 fug trieb, machte sowohl kaiserlich als türkisches Geld, besonders sehr schlechte Aspres, welche Scheidemünze doch bey den Oömanen das beste Silber enthalt. Allein seit der letzten Bestrafung, wo auch der ganzen Gemeinde ongedeutet wur¬ de: „ beym fernem Rückfalle solle der ganze Ort verheert werden", hat stch dieser Unfug nicht mehr ereignet, indem ein jeder Einwohner auf des Andern fein Thun und lasten ein aufmerksames Auge hat, um nicht die Bestrafung von So¬ doma und Gomorra auch hier, ohne Ausnahme, unschuldig zu leiden» Vor diesen: Orte auf einer Insel liegt das Kontumazhans (das auch zu Zeiten als Rastel oder Handelshaus gebraucht wird) für die ganze Gegend, so weit das kaiserliche Kroazien an die Una gränzt. Da hier in: ganzen Orte nur ein Haus besteht, um beherberget zu werden, so kam ich auch über Nacht mir Tür- ken, Serbiern u.s.w. gemeinschaftlich auf ein wenig Stroh zu liegen. Ein Mu¬ selmann, der neben mir zu liegen kam, sprach, als er in der Frühe sich gewaschen und gebetet hatte, zu seinem mitreisenden Bosniaken von griechischer Religion — Beide waren vonJalza — „ Nachbar,was glaublich bin sthr schwach geworden, „da ich nichts Warmes und kein Fleisch zu essen habe; sollte ich nicht ein Raki „ (Art Brandwein) trinken; freylich verbrechen es mir meine Aeligkonsgesetze, „aber cs ist doch keine so große Sünde, wenn ich nur bey Vernunft bleibe»" Da der Grieche ihm sein Vorhaben guthieß, so ließen sie stch eine gute Portion da¬ von schmecken, welche ste mit Vergnügen ausleerten. Aus diesem kann man er- fthen, daß auch der gemeine Türk von Tag zu Tag, so wie der Katholik,, klüger, und sich nicht mehr so sehr an die ungereimten Gesetze, welche wider den notwen¬ digen Lebensunterhalt streiten, bindet, indem die Gesetzgeber nur jederzeit ihren Bezirk, wo ste stch befanden, vor Augen hatten, ohne zu bedenken, daß andere Himmelsgegenden anderer Gesetze benöthigt sind. Daher halt der I/aliener, der so leicht ohne'Fleisch und fette Nahrung in feinem heißen Klima leben kamr, es niemals im kalten Norden so aus; folglich kann man mehr als klar abnehmen, daß andere Lander andere Gesetze brauchen, und keine allgemeine für den ganzen Erdkreis Statt haben können» Von Aastamicza ferner gegen W. zu hat man stets eben solche Kalkge¬ birge, und nichts als die Serbische Nation, das ist, durch den ganzen Granz- strich bis zum Meere, welche schon unter dem Namen Uskokr n im drittem Bande beschrieben, und auf der Karte abgebildet worden.. Unter diesen Serben giebt es - , . auch 8 auch einige Kroaten, welche eine ganz andere Tracht, und auch eine abgeänderte slavische Sprache von der, die jene, welche über den Savasluß wohnen, haben. Der Mann, der hier ein Gränzbewohner (Sareczan), oder Sacezhaner gcnennt wird, hat folgende Kleidung: auf dem Kopfe eine rothe Kappe, Rakczin, besser Racezin, welche Einige nach verdorbener Mundart Kapiza nennen; die Haare geflochten; um den Hals nichts; am Leibe ein Hemd mit weiten Ermeln, welches aber über die Ellenbogen aufgezogen ist; darüber ein kurzes gefärbtes Leibchen mit vier Reihen dicken Knöpfen besetzt; die Brust jederzeit ohne Hülle; lange Bein, kleider mit Bastschuhen; einen Kaftan von grünem Tuche; über das ganze den rochen Mantel; wenn es nicht regnet, auf die Schulter gelegt; um den Leib einen gefärbten wollenen Gürtel, worinn zwcy Pistolen, ein Hanjar (Hanfhar) oder großes Messer, und ein kleines Pulverhorn steckt; das Gewehr lang, auf tücki¬ sche Art, mit dem gebogenen Kolben und mit Messing beschlagen. Das Weib hat hier eine ganz eigene und besondere Kleidung. Auf dem Kopfe hat sie eine Haube, welche mit Wcrge ausgestopst ist, und die Figur einer Dogekappe macht, nämlich gebogen und etrvas zugespitzt, an dem untern Rande ist sie mir bunter Wolle gestickt, und mit Nadeln von gefärbtem Glase besetzt; wenn fle aber in der Kirche, o' er sonst im Ausputze erscheint, so hat sie ein langes leinenes Tuch, das an den Enden mit gefärbter Wolle gestickt ist, darüber gleichsam einen Schleier, wovon aber die Enden über die Brust bis zum Bauche hängen ; um den Hals nichts; ein langes Hemd an dein Leibe welches vom Hals getheilt herunter läuft, und an dem herunter gehenden Spalt ebenfalls mit roth oder schwarz gefärbter Baumwolle gestickt ist, wie auch die weiten Ermeln auf den Näthen und am Rande; darüber einen langen weiß oder auch gefärbten Leibrock, worüber ein zw-yter rother oder blauer ohne Ermel kommt, und also ein Kaftan ist; um die Lenden eine Binde von blauer oder rother Wolle, wörinn meistens eine Pistole und Hanfhar steckt; dann ein schmales Vortuch von gefärbter Wolle, wie die Serbiny; an den Unterschenkeln Halbhofen mit Binden umwunden, und an den Füßen Bastschuhe, so ganz wie noch die alten Römer auf den Schaubüh. nen vorgestellt werden. Man sehe von Beiden die Abbildung auf der beygefüg. ten Vignette des Titelblatts, an der Seite der Vestung Blhacj. Die wenigen nieder» Gebirge, welche gegen Votinia am Saittiafluß sich erheben, bestehen noch stets aus dem zeitlichen Kalksteine; nun fangen sie an mit Schie- Schiefergebirge abzuwecbseln, und so mit weiterm Vorrücken wird der Kalkstein auch fester, daß man auf solchen einen Einbruch angelegt hat, wo der Stein auf der Una im Schiefer zum Kirchenbaue nach Kostaim'cza geführt wird. Nach einigen Stunden erreicht man Dvor oder Podovor, wo der Fluß EzirovacZ in die Uim sich ergießt. Hier hört das Kalkgebirg ganz auf, und dafür stellt sich ein Thon-und Hornschiefergebirg ein, welches sich auf der S. W. Seite des letzt erwähnten Flusses zum Mittelgebirge erhebt. Da das ganze User des Stroms mit Csin'daken oder Czardaken (auf Pfählen stehende Wachhauser) besetzt ist, so ist hier ein Hauptmannsposten, da gegenüber die kleine türkische Stadt Novl liegt, die mit einer starken Mauer und einem seichten Graben gegen die Landseite umgeben ist; ohne die kleine Vorstadt hat sie ohngefähr zc> bis 6o Häuser, 2 Moscheen, wovon die Eine noch nicht ganz ausgeballt ist; eine öffentliche Schule, welche seit ein Paar Jahren eingeführt worden, um das Arabische und Türkische zu ler¬ nen, welches die Einwohner hier selten können, das Haus des Begh und seiner zwey Söhne cinschließt. Die Vorstadt hat ebenfalls eine Moschee; doch wird alles nur von Muhametar.ern bewohnt. Die ganze Besatzung besteht aus dem Vegh, der, so wie alle Muhametaner allhier, zwey ausgenommen, nur ein Weib hat, einem DiSdar, einigen Agas, und zoo Gemeinen mit 14 unmondirten Kanonen. Gegen Mittag wird dieser Ort von der Ilna, und gegen Morgen von dem Sannastnß eingeschloffen, so, daß er beynahe die herrliche Lage von-Beugrad oder Belgrad hat. Da nun hier der Fluß keine Breite hat,- so kann man mit einem Jeden vom Orte sprechen, ohne daß man nöthig hatte über den, Fluß zu setzen. Da man den Türken erlaubt hat, ^uf der kaiserlichen Seite von einem etwas mineralischen Brunnen Wasser zu holen, so wußten sie, daß ich hier im Gebirge Mineralien suchte; sie brachten mir dann auch einige Erze zu sehen, wel. che in ihrem Gebiete vorkamen: es war Bleyglanz im Schiefer, und was sie am besten glaubten, war ein gelber krystallisirter Eisenkies in langen Zapfen, wo die vielcckigten Krystallen auf einander gedrängt waren. Dieser Kies bricht, so wie auch das erwähnte Bleyerz, zwey Stunden vom Sannaflusse gegen Mittag in einem Mittelgebirge, das ich übersehen konnte. Da die Leute sehr für das Ding eingenommen waren, einen Nutzen davon einzuziehen, so überwies ich sie wegen dem Kies, daß es nichts sey. Was aber das Bleyerz anbetraf, konnte ich ihnen nichts sagen, ausgenommen, ich sähe den Anbruch, welches sie wünschten; allein die fünftägige Kontumaz hielte mich ab; denn ich hatte keine Zeit zu verlieren, (7ar-»w/. IV. Th. B sonst IO sonst würde ich ihnen wohl den Gefallen erwiesen haben, das Oertliche zu untersu¬ chen; denn als Likar oder Arzt hat man viel mehr Vorrecht und Achtung bey unftrn Nachbarn, als andere Menschen, die dieses neidvolle Handwerk nicht treiben. Aus der Beschreibung, die ich nun hier von der Lage des türkischen befestig, ten Städtchens Novi, welches aber doch die Berge der kaiserlichen Seite halten, oder, wie man sonst zu sagen pflegt, bestreichen oder dominiren, gemacht habe, wie auch aus der Charte erfleht man, daß es eine starke Tagereise von dem Aus¬ flüsse der Nna oder Buna in den Fluß Sava, und eine halbe von Kostaim'cza entfernet, gegen S. O. liege; folglich kann man feheu, wie die, dem Anscheine nach, so gegebene ausführliche topographische Beschreibung des Königreichs BoS- men, welche ein Ungenannter in dem i Bande des ungarischen Magazins bcym 17 Artikel geliefert har, falsch sey, wie ich weiter unten zeigen werde. Da Bü- sching, und auch alle seine Nachschreibkr, der Welt von diesem Königreiche nichts AechteS geliefert haben, so war ich nicht wenig vergnügt, einmal eine ausführliche Beschreibung davon zu sehen. Um von der gänzlich falschen Befehleibung eine Probe zu geben, so will ich des Verfassers eigene Worte hersehen. S. 154 heißt es: — „Bey dem Ausflüsse der llmia, welche bey JeßenowaZ in die Sava „fallt, stehet Novl'grad (unsere erwähnte Vkstung Novi). An der Sana, „Kostainicza gegenüber, ist dieser Ort stark befestigt, mit einem tiefen Wasser- „ graben und 16 Kanonen versehen. Man kann ihm aber sehr leicht bkykommeu, „ indem die ganze Gegend eben ist, und ringsherum starke Waldung hat. "-- Ganz das Gegenrheil: ringsherum Gebirge und wenig Wald. Wer sollte nicht in der Vermuthung stehen, daß der Verfasser dieser Beschreibung nicht Alles sollte gesehen haben, da er so zuversichtlich davon schreibt, und wie man einen jeden Ort zur Eroberung dieses Landes anzugteisen hätte. Allein das Ganze ist eine Farce, und ohne Zweifel auf die Erzehlung eines griechischen Handelsmanns, der das Land zum Thcil bereiset hat, von einem Hlstorienliebhaber ausgeschrieben, und so für Langeweile der Welt zur Belustigung hingegeben, wie man dem bösen und christlichen Erbfeinde ein schönes Land auf eine leichte Art wegnehmen kön¬ ne. — Doch zu unserm wahren Gegenstände zurück. Vor Nsvl nahe an der Una am Fuße des Vorgebirgs befindet sich in der Ebne in einem leimigren Boden eine etwas mineralische Quelle, welche aber blos nur ein wenig Vttriolsaure von aufgelösten Kiesen in sich hat. Die Türken so¬ wohl. n wohl, als Griechen kommen dahin, sich zu baden, und die Ausschläge zu heilen. Da die Quelle ganz offen und frey ist, so habe ich dem dortigen Jnnhaber den Rath gegeben, eine kleine Hütte darüber zu bauen, um den Badenden mehr Ge¬ mächlichkeit zu verschaffen; der Nutzen könnte doppelt von den Nachbarn, die sich dessen jetzt nur zur Nachtzeit bedienen, eingebracht werden. Allein, da hier noch Alles in beynahe ganzer Wildheit lebt, so möchte dieß wohl so bald noch nicht ge¬ schehen. Hier von dem User der Una und des Wildbachs Szirovacz erheben sich allmählich sanfte Thongebirge, welche man auch Ganggebirge zu nennen pflegt; ohne Zweifel bloö ans der Ursache, daß sie mehr als andere Gebirge Erze und Gange einschließen; daß man aber andern Gebirgen solche nicht absprechen kann, habe ich sattsam mit Thatsachen an andern Orten erwiesen; folglich ist auch in diesem Stücke die Regel nicht ohne Ausnahme. Die Richtung und Bildung dieser Berge laufen meistens in Schichten nach allen Weltgegendcn. Es ist wahrscheinlich, daß'an diesen Gebirgen die untern Lagen zuerst, und die obern zu« letzt gebildet worderz sind, folglich durchs Anschwemmcn: denn in der Tiefe fand ich auch hier die schieferichte Stcinart hornartig, meistens weniger schwarz, als den Thonschiefer, der noch von wenigem Bestände zu seyn pflegt. Sollte die Farbe von einem Phlogiston wohl herrühren, wo kömmt solches doch hin? oder verliert es nur durch die Länge der Zeit seine Farbe? oder wenn dieß geschieht, sind wohl die offenen Klüfte hinlänglich, daß solches verfliegen kann? vielleicht ist wohl dieses zu vermnthen, daß alles harzige und brennbare Wesen in dem Steinreiche von dem Thierreiche herrühre? Die beständigen Veränderungen durch unzählbare Jahre, die auf dec Oberfläche unserer Erdkugel vorgehen, können ja mit der Zeit auf ebenen Gegenden wohl Berge von 6 bis 8oo und mehr Lachter hervorbringen. Warum könnte also diese nicht auch Gange und brennbare Stoffe einschließen? Ich ge¬ denke hier nur der entstandenen Berge durch die nassen und nickt trockenen Wege. Denn es ist ans dem Aetna, dem Pic de Teneriffa u. s. w. bekannt, wie hoch die Entstehung der Berge durch Feuer sey. Bergmann bemerket in seiner physikali¬ schen Geschichte der Erde, daß die sphärische Gestalt der Erde durch die höchsten Gebirge nicht mehr verändert würde, als die einer Kugel von zwey Schuhen im Durchmesser durch die Erhöhung eines Sandkorns. So was hätte uns doch schon lange überführen sollen, wie wenig der Mensch im Stande sey, das Innere der Natur zu erforschen, da unsere tiefsten Schächte in die Berge noch nicht über 5OO Lachtern geteuft worden; wie sott man also behaupten können, diese oder jene B 2 Stein- 12 art mache den Kern (nuclcus) des Erdbodens ans. Dergleichen Prämissen ge- hören in das Reich Latium, wo man weiß, was in andern Welten vergeht. Vor Novi gegen S., wo ich das Gebirg bestieg, fand ich die schiefrichte Steinart mit Thon und Waldungen bedeckt. Dieses Gebirg führt den Namen Srebemiak/ welches soviel als Silberberg bedeutet. Als man vor Zeiten die Granzörrer weiter über die Uria hakte, und man seinen Bergbau mit aller Sicher¬ heit treiben konnte, welches aber aushörte, nachdem dieOsmancu nahe an dem Ge¬ birge über die Ilna die Granzen ihres Reichs setzten,, wurde der Bali wegen Beunruhigungen und Mordlhaten, welche'die Türken mit Einfällen von Räuber- banden ausübten, von den Bergleuten verlassen. Noch vor rz Jahren hat man einen Versuch damit gewagt: allein die Beunruhigungen wahrten noch; und so hat man es beym Versuche gelassen: allein bey der Regierung Josephs könnte die¬ ser Bau wieder ausgenommen werden, indem eine jede Misthandlung auf das schärfste an den Nachbarn gestraft wird. Freylich wird man mir sagen, welcher Begh wird im Stande seyn, die Zügellosigkeit seines Pöbels im Zaume zu hal¬ ten, da das Volk, wo nicht ihn selbst, doch seine Güther oft mißhandelt und ver¬ heeret, wie es erst vor einigen Jahren dem Begh von Bihäch oder Äihltch ge¬ schehen, und die untergeordneten Agas eine lange Zeit gegen solche in Feindschaft gelebt, bis der Begh durch Freunde (Beutel mit baarer Münze angefüllt) bei¬ der Pforte zuwege gebracht hat, den Ungel orfamen ihren Sold einzuhalten; und hatten unsere Nachbarn nicht einen Krieg mit uns zu besorgen gehabt, so würde vielleicht die Feindschaft noch weiter vorgcgriffen haben: aber dem Allen ohnge- achtet kann man mit einer gehörigen Granzwache heut zu Tage allem Unfuge Vorbeugen; und da man ebev nicht benöthigt ist, seinen Weg zu diesem Gebirge unter der Vestung, wo man dem kleinen Gewehr ausgesetzt ist, zu nehmen, son¬ dern den Weg gegen O., dem Backe Ezü ovacz zu, eben so leickr und kürzer bah. nen kann, als er dermal zu der Una führt; so fallen alle diese Bedenklichkeiten weg, welche der Bergmann hier für sein Leben hat.- Als ich zwey Drittel Anhöhe dieses oben erwähnten Berges. St'ebeMl'ak erreicht hatte, fand ich die ganz verwachsenen Halden der vor Zeiten bearbeiteten Gruben beynahe unkennbar. Aus den jungen Baumen, welche darauf standen, konnte ich schließen, daß solche sckon 20 bis zv Jahre Wacköthum haben müssen, und wer weiß, wie lange diese Halden öde gelegen sind, bis sich daraus die Erde gebil- 'Z gebildet hat, wo sodann der Saamen erst seine Nahrung fand, um einen Baum von dieser Größe hervorzubringen; denn einige von diesen Buchbäumen hatten einen Fuß im Durchschnitte. Indessen konnte weder Mundloch der Stollen, noch alte Pingen erkannt werden, wenn nicht ein alter Serb, der bey mir, und mein Wegweiser war, in seinen jungen Jahren einen tapfern Harambascha ge¬ macht hat, nicht noch die Gegend gewußt hatte, wo er einmal bey seinen nächtli¬ chen Streifereyen das Unglück gehabt, durch das Dach eines Stollen, worinn die Zimmerung verfault war, auf die Sole zu fallen. Dem ohngeachtek wußte er sich doch niemals zu erinnern, daß man je allda ordentlich gebauet hatte. Als ich nun die Halden untersuchte, so fand ich an dem Gesteine eine Spur, daß man auf einen silberhaltigen Bleyglanz gebauet habe: ob man auch andere Silbererze hier mag gefunden haben, dieß blieb mir unerforschlich, indem die verlassenen Stellen ganz zugefallcn waren. An dem Fuße der Halden, allwo ein kleines Wasser hcrausquillt, sah man ganz deutlich, daß es etwas Mineralisches mit sich führe, indem es eine gelbe Guhr, als wie von Auflösung der Eisenerze Zu gesche- hen pflegt, absetzte. Ohne Zweifel waren dieses noch die Grubenwasser, welche von der Zeit des Bergbaues zurück geblieben sind, und diesen Ausweg stets behal¬ ten haben. Da hier über das ganze Gebirg eine Leimerde zur Decke dient, so erzeugen sich aller Orten kleine jafpisartige Kiesel von der Größe einer Bohne, welche dann in verschiedenen Gegenden des Gebirgs, besonders an dem Fuße der Halden, wo die auöquellenden Wasser mit mineralischen Theilen geschwängert sind, recht seltsame Trümmersteine, oder besser Pudding der Engländer machen, indem die einzelnen Theile, welche solche bilden, meistens rund, glatt, und nichr scharf sind, wie eS sonst bey den Breccien zu seyn pflegt. Die Stücke, die ich von diesem Stein polieren ließ, haben gewiesen, daß er eine der schönsten Poli¬ turen annahm. Von diesem Gebirge, wo die türkischen Gränzen stets links bleiben, näw lich gen S. W., folgte ich dem Wildbache CZl'rovacz gegen W. N. zu, un- ich mußte hier den Unastrom verlassen, indem bey dem Friedensschlüsse unter Kaiser Karl dem VI. im Jahre 17;^, wo man Alles wieder verlor, was man 1718 beym Paßaroviczer gewonnen hatte, unsere Nachbarn ihr Wort nicht hielten, oder die Friedensrichter nicht verstanden hatten, da der Unafluß für die Gränz« scheidung zwilchen der Pforte und dem Hause Oesterreich, oder zwischen dem Könige reiche Bosnien und Kroazien bestimmt war: allein die Osmanen, aus Nachlässigkeit B z ihrce 14 ihres Gcgentheils, gierigen zwei- Stunden über Novi über den Strom gegen W. und nahmen Besitz von allen unfern Gränzschlössern, die wir gegen sie halten, so daß sie dermal uns als eine Vormauer gesetzt sind. Da zur selbigen Zeit das Ministerium sich wenig um die Lage der Lander bekümmerte, so wußte man ein ganzes Jahr in Wim nicht, daß die Vestung Bl'hätch mit den andern festen Schlössern in den Händen der Muselmänner wäre: als man cs erfuhr, schickte man Abgeordnete in diese Vestung, dagegen zu protestiren; allein sie wurden so übel ausgenommen, daß Einer oder Zween das Leben dabey verloren; und nun haben die Türken ein Stück von Kroazr'en, welches sich in das Herz vom Lande einlenkt, so dasi dadurch die Lika wie halb von den übrigen abgeschnitten ist, wie man auf der Charte sehen kann. Die fernere Untersuchung blieb also in dem Schiesergebirge, welchks sich stets gleichförmig blieb, und hatte seine beständige Richtung von O. in W., so wie auch die Bäche, welche solches durchschneidcn. Mit Verfolgung des oben erwähnten Baches Czü'ovacz gegen N. bis zum Velebiska Ricka hatte ich bc- ständige Ebne zur Rechten, wo aber nach einer halben Stunde Wegs man die Zriner Gebirge erreicht, welche eben mit ihrem Rücken von Morgen in Abend strel, chen. Auf dem isolirten Berge, der hier vorkömmt, ist ein kleines festes Schloß gebaut, mit Namen Pedel, welches vor Zeiten auch ein Gränzschloß gewesen ist. Dieses kann mit goo Mann Besatzung sich eilte Zeit lang wehren; nur den Feh. ler hat es, daß es nicht mit genügsamen Wasser versehen ist. Seine Lage, welche eine sehr schöne Aussicht verschaffet, ist beynahe unzugänglich ; allein heut zu Tage läßt man alle diese Bergschlösser eingehen, indem der dagegen stehende Feindim gleichen Gewichte sich verhält, wie Jener, den der Monarch gegen W. im Froschlande hat. Die Gebirge gegen VZ» des oben erwähnten festen Schlosses, dem Dache Skupnima aufwärts, bestehen meistens aus sehr regulairen Thon . und Horn, schiefergebirgen, manchmal wechseln solche mit etwas Kalkgebirgen ab. An eini. gen Orten in dieser Gegend kömmt auch blaßrother Porphyr vor, wovon der Grund Jaspis oder Hornstein war, und der darinn sitzende Feldspath bald fleisch¬ farbig, bald weiß ist. Von diesem Gebirge wandte ich mich wieder zu dem Bache Czirovacz gegen S. Dieser Bach schneidet alle die Mittelgebirge gegen W. an ihrem Grunde durch; die Steinart ist all hier ganz entblößt, wo man dann an 15 an eilj Paar Orten Ausbisse von gelbem Kupfererze findet; obgleich, wie ich wei¬ ter erwähnen werde, man in dieser Gegend Bergbau auf dieses Metall trieb, so findet man doch hier keine Merkmale eines jemals gewesenen Baues; indessen sind die Anbrüche schön, und verdienen alle Achtung. — Bey weiterem Vorrücken dieses Bachs gegen N. W. erreichte ich den aus einigen Hausern bestehenden Ort Gnoödansko oder Oulosdansky, wie man heut zu Tage schreibt, welches aber ein Fehler ist, indem der Serb sich keines q bedienet, obgleich vor dem u das g einen solchen Laut hat, und auch in den alten Schriften mit g jederzeit geschrieben ist; denn Glwsd heißt soviel als ein großer Wald: Viele nennen auch diesen Olt Keglovicho ' Kula oder Keglouitscher Thurm, wovon das alte Schloß, welches hier auf einem Berge stehet, in neuern Zeiten ohne Zweifel von den Tür¬ ken einen runden Thurm erhalten hat; allein heut zu Tage ist Alles ohne Beda» chung, und seinem völligen Untergänge nahe. Diest war einmal das dreyzehnte Granzschloß. Ohnweit von hier fand ich eine Kirche, und in einer hölzernen Hütte einen Geistlichen von der katholischen Gemeinde, der noch von der Zeit des allhier betriebenen Bergbaues geblieben ist, und in der Einöde mit einigen seiner Glau¬ bensgenossen ein trauriges Leben führt: da solche alle Tage weniger werden, so wird er zuletzt wohl auch davon ziehen. Dieser hatte die Landestracht angenom¬ men; daher hielt ich ihn für einen Popen oder der Serbicr; allein er war ein Deutscher, aus Kärnten gebürtig, und der arme Mann war so gefällig für mich, daß er, meinen Hunger stillen zu können, das Beste, was er hatte, her- gab, nämlich ein Stück Rehsteisch, welches er schon feit zwey Monaten für die Osterfeyer aufgefpart hatte. Ich erhielt von ihm viel Unterricht von dem verlassenen Vcrgbaue, der einmal hier betrieben ward; da er mich für einen vom general Commando Abgeordneten anfah, der das verlassene Bergwerk besichtigen, und wieder aufnehmcn sollte, so gab er sich auch die Mühe aller Orten mitzuge- hen, um mir die aufgelassenen Gruben u. s. w. zu zeigen, und von der besten Seite vorzustettcn; allein die Kenntnisse fehlten mir von diesem verlassenen Baue nicht, da ich vor achtzehn Jahren bey dem Bergwerke zu Idria gestanden habe, und von da, so wie von Ungarn aus, Bergleute dabey waren, die ich kannte, so hatte ich auch von solchen hinlänglichen Unterricht cingeholtt Die Gebirge waren hier durchaus die nämlichen, das ist, ordentliche Gang- gebirge, mrS Schiefer und Quarz bestehend; unfer Weg war gegen S. gerichtet, LN dem Bache Suoödüirsko bis Glaviza - Macdan; in dieser kurzen Strecke fanden i6 sanden wir noch sehr häufig Halden von Schlacken, welche aber schon mit frucht¬ barer Erde überzogen waren. In dem fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderte, als die Familie Keglovich hier auf ihrem Eigenthume den Bergbau trieb, sollen 17 Schmelzöfen an diesem Bache im Gange gewesen seyn, welches auch aus den vielen Schlacken, die noch gegenwärtig zu sehen sind, ohne zu gedenken, was der Bach mitgenommen hat, glaublich ist. Allein die nachgehendö beständig wäh¬ renden Krlkgstrubeln haben den Bau eine lange Zeit ins Aufliegen gebracht; denn dadurch war die ganze Gegend von Menschen verlassen, die thcils umgckommen, theils in die Sklaverei) der Osmanen geriethen. Von diesen, Bache in einem Seitenthale gegen W. gelangt man nach einem kurzen Wege von einer Stunde in eine ziemlich enge, aber aller Orten mit Walde bewachsene Schlucht, zu dem ersten, aber auch zugleich zu dem von jeder Zeit her ergiebigsten Baue von Silber und Bley, welcher die Lcopoldsgrube genannt wird. Die Halden fand ich vor dem Mundlochs des Stollens noch sehr groß, aber die Grube oder Stollen ganz verfallen und ersäuft, so daß ich nicht einen Schritt weiter dahin gelangen konnte: das Gebirg, worinn der Bergbau betrieben war, hatte fein Streichen W. N. in S. O., und so sollen auch die Gänge ihr Streichen gehabt haben, als man vor rz Jahren den wieder angefangenen Bau, der mit izv Lachtern weit betrieben war, verließ. Als ich nun die Halden untersuchte, was die Grube für Erze und Gesteine führte, so fand ich Erstens einen kleinspißigen silberhaltigen Bleyglanz, (ZalenL xLiücuIis niinoiibu8) in weißem Quarz, Thonschiescr, und groß- schuppichten Eisenspath, und zu Zeiten auch gelb Kupfererz mit eingemischt. Wie man aus dieser Mischung steht, so braucht es hier bey diesem Erze eine genaue Scheidung, um beym Schmelzprozesse durch den hohen Ofen keinen Wolf oder Zusammenstnderung zu bekommen; wie es bey der letzten Schmelzung vor 14 Jahren geschehen ist, und ich noch die vom Schmelzbeamten versteckten Ofensäue oder Wölfe gefunden habe. Der Eisenspath, den ich hier fand, sah schon mei¬ stens braunschwarz aus von dem bey sich habenden entwickelten Braunsteine (maZneüa). Von dieser Grube gegen'S. O. über dem anstehenden Berge eine starke Stunde weit hat man einen starken Kupferbau gehabt, welcher unter dem Na¬ men Cornellistollen bekannt, und vor 15 Jahren gegen 200 Lachter weit betrieben war; nicht allein dieser Stollen, sondern viele andere waren hier auf Kupfer¬ gange betrieben, wie auch an dem Bache Cjirovacz, welcher letztere einen über. aus au« mächtigen Erzgang hatte. Au« den verwachsenen Halden diese« Cornel!!- stallen« sieht man klar, daß hier vor Zeiten der stärkste Umtrieb war. Di- hier brechende Erze, welche ich schon seit langer Zeit kannte, und auch noch in den Halden Spuren davon fand, waren folgende: Ersten«, gemeines gelbes Kupfererz Hninera cupri Lava) in Quarz mit etwas Schiefer gemischt. Dieses Erz ist oft in sehr großen und mächtigen Mügeln gebrochen, so daß manches Stück zu «in und mehr Zentner wog, und mehr al« go und mehr Pfund Prozent gab. ZweytenS, braunes Kupfererz (ininern cnpri cinerea), ebenfalls auch im Quarz, doch auch manchmal Eisen und Kalkspath dabey, und also mehr Feuer, als erstere Gattung, brauchte, um es zu Kaufmannöguth zu machen. Dritte Art, gelber undlcbcrkupfcrkieS (xvrrtes cripri) inThon-undHornschieser. Diese letztere Gattung ist seltner gebrochen, denn das gemeine Erz der Gruben war da« gelbe Kupfererz. Ein noch, zufällige« Erz allhier war das sogenannte gemischte Erz, nämlich mincra cupri verlrcolornta. Das Vielfarbige, das dieses Erz hatte, bestand in -incrMischung von gelbem, braunem und kies,gtem Kupfer- erzc mit Eisenspach in Quarz und Schiefer; manchmal war auch Bleyglanz mit «ingemischl. Di- zuletzt hier erbauten Erze hat man zum The» hier und zu Szamosior verschmolzen. Was die besondern Bergarten, di- allhier in de» Grube» gebrochen haben, anbelangt, so waren e« meistens Abänderungen von Quarz, Krystallcn u. s. w. Von dem übrigen V-, fahren des hier gewesenen Bergbaues weis ich nicht« zu sagen. Was aber dessen Alterthum betrifft, so mag er doch schon über zoo - mit mehrmaligem Anstiegen durch die feindlichen Einfälle in, Umtriebe ge¬ wesen seyn; denn die gräfliche Familie K-giovich soll dabey vielen Reichchum er. worben haben, und ohne Zweifel war dieser Bergbau, und nicht di« wenig frucht, bar- Gegend Schuld daran, daß diese Familie hier ihren Wohnsitz ausschlug-, denn sehr einsam mag doch wohl diese Gegend jederzeit gewesen seyn. Nu» glaube ich doch auch mit allem Recht-, hier die Ursachen anzuführen, warum dieser Bau in den letzten Jahren, nämlich 1771, abermals in« Aufliegen gekommen ist. Dieser Umstand scheint mir allerdings von zu großer Wichtigkeit zu seyn, als daß ich über ihn ohne weitere Erörterung wegg-h-n sollte. Einen Bau auf. zulassen muß doch einer von folgenden Beweggründen zngrgen keyn. Erstens, Mangel am Erze, und daß solches nicht ergiebig oder unschmelzbar sey. Zwey. LuruMÜ IV. Th. C tens, -S tens, daß solches wegen der Tiefe unmöglich an Tag gebracht werden könne. Drittens, Mangel am Holze und Wasser, so daß dessen Herbeyfchaffung den zu hoffenden Ruhen überwiege. Viertens, Mangel an Lebensmitteln und Men¬ schen u. s. w. Allein von alle dem kann hier nichts angeführt werden; denn diese Gebirge fallen sehr sanft, und bestehen aus einem ordentlichen Streichen, aus Thon, Hornschiefer und Quarz; sind also wahre Erzgebirge, wo cs an reichen Erzgangen nicht fehlen kann. Alles ist mit den schönsten Waldungen von Laub- Holz überdeckt, wo aller Orten Bache durchströmen; mrd folglich Waschwerke und Schmelzöfen u. s. w. angelegt werden können. Die Erze, die hier ohnehin meistens an einer gewissen Anhöhe brechen, erfordern keine Pumpe, noch Trieb¬ werk, indem der Bau noch jederzeit mit bloßen Stollen betrieben worden; und wenn es auch einmal dazu kommen sollte, solcher Kunstwerke bedürftig zu seyn: so ist auch diese nothwendige Vorkehrung keine unüberwindliche Sache; denn eS fehlt nirgends weder am Wasser, noch an andern Hülfsmittcln, die hier die Na¬ tur dem Mineral - und Pflanzenreiche eben so wenig versagt hat, als sie auch nutz¬ bare Thiere und Menschen dahin im Ueberflnsse gepflanzet hat. Also wo liegt da¬ hier die Schuld des Verfalls dieses Bergbaues, wird man fragen? gut! ich wage darauf zu antworten, und zwar Erstens, gebe ich die Schuld den politischen Gebre¬ chen in der Verfassung, die nun unter der jetzigen Regierung ganz weggefallen; denn die beständigen Einfälle unserer Nachbarn in das kaiserliche Gebiet, wo sie ungestraft geraubt und gemordet haben, sind bereits gehoben, und die Furcht an den Granzen, wo dieser Bergbau gelagert ist, das Hab und Guth, so wie das Leben zu verlieren, ist vollends verschwunden; denn dieses Beforgniß hat nakürli- cherweise Mißvergnügen unter den arbeitenden Mann gebracht, so daß er lieber sein tägliches Brod verlor, als hier nicht allein von den Nachbarn, sondern auch noch von den halb wilden Unterlhanen sich täglich in der Gefahr sah, mißhandelt zu werden, oder wohl gar sein Leben zu verlieren. Zu diesen bekannten Unsugcn haben auch ohne Zweifel die da angestellten Grubenvorsteher das Ihrige bcyge- tragen, dem Baue Tod zu sprechen, mit unrechtangebrachtcn Seitenfchlagen in den Gruben, wie man mich versichert hat, wo man ordentlich den Erzgangen auS- gewichen ist, um in Verbau zu gerathen; ferner mit Auslassung eines Gegen- baues oder Lutwerkes um Luftwechsel zu verschaffen, der in den Kupftrgruben ab- gieng, wodurch der Bau ins Stecken gerieth, nachdem die entwickelten Schwaden oder Feuerluft sich mir derrGrubenlichkern entzündeten, und dieArbeiter verbrann¬ ten; dann die Unbequemlichkeit in solchen halbwilden und einsamen Gegenden zu r9 zu leben hat gewiß viel vermocht, von dem dortigen Erzbaue eine üble Schilde¬ rung zu geben, da der Bergmann jederzeit ein Fremder war; denn der Einwoh¬ ner stirbt lieber vor Hunger, als daß er sich sein Brod unter der Erde verdiene: allein heut zu Tage kann allem diesem abgeholsen werden, wenn man wohl getrof¬ fene Maaßregeln nimmt, als gute Ordnung und Mannszucht unter den eigenen Unterthancn zu halten, welches man sreylich schon seit mehr als zv Jahren ins Werk zu sehen gesucht hat, aber, leider ! meistentheils zwecklos. Wilde und » ungesittete Menschen werden sich niemals durch die Gewalt des allmächtigen Stocks und meistens üble Behandlung eines unphilosophischen Vorstehers civilisiren lassen, wenn sie Wege finden zu entweichen, wie es, leider! noch immer geschieht, und ich mit meinen Augen erst zu Anfänge des Frühjahrs 1787 gesehen habe, nachdem der Mißvergnügte von vielfältigen Herrn - Regiments, und Offizicröroboten, Kopf¬ geld, Vcyträgcn u. s. w. oft zur Unzeit damit geplagt war, dann Mangel an Le¬ bensmitteln hat, welches Letztere beynahe jährlich im Frühjahre, wie ich bey mei¬ nen Reisen erfahren habe, eintrifft: denn ich sah, wie diese Leute an Allem die äußerste Noth litten, und beynahe. dahin gebracht wurden, sich des Nothrechtes mit der größten Entehrung zu bedienen; allein da er noch im halbwilden Zustande nicht zu sparen, noch seinen Grund, der in diesem Landstriche des Banates von guter Beschaffenheit ist, zu bearbeiten weiß, so verdient er dennoch in diesem Be¬ tracht Mitleid: denn hat er seine Fechsung eingebracht, so wartet er ost, bis der Krainer kömmt, und es ihm ausdrischt; so träge ist der meiste Theil dieser bäum- starken Menschen. Hat er nun hinlänglichen Vorrath von Lebensmitteln, so wird auf nichts, als übermäßiges Essen und Trinken gedacht, sich zu seinem Feuer zu legen, zu sieden und zu braten, so lange man etwas hat, und die Zeit in der größten Faulheit, wenn nicht mit Herrndiensten, wo er aus Muß beschäftiget wird, zuzu¬ bringen; hat er nichts mehr, so verlangt er Vorschuß von seinem Landessürsten, den er schon zu ost zur Fülle erhalten hak, oder er geräth halb kn Verzweiflung, wenn er anfängt vor Hunger schwarz zu werden. So kam bey meiner letzten Reise ein Mann zu seinem Offizier nach Unter - Czirovacz, und sagte: Herr! ich gehe davon, ich habe schon seit fünf Tagen mit Weib und Kindern, deren er fünfe hatte, kein Brod gesehen. Als man ihm nun darüber Ermahnungen gab, so verfluchte er alle Jene, die ihm nicht nut einer Kugel das Leben nehmen wollten. Nun! was soll man mit einem solchen Menschen, der «sich in der Verzweiflung befindet, dem Weib und Kinder am Herzen liegen, ansangen? Gewiß nichts, als Mitleiden mit ihm haben, da ihn seine ganze Erziehung, seine ganze Lehre, C 2 die LO die er von Jugend auf von seinem Popen erhielt, nur immer beym Alten laßt,, nämlich in der größten Unwissenheit. Die denn so nahe an die Barbarey grunzen¬ de natürliche Trägheit zum Denken u. s. w. verstärkt noch mehr diese Ucbermacht des gebundenen Geistes dieser unglücklichen Menschen. Man sollte nicht glauben, daß Menschen, welche einen so großen Hang zum Krieg und Jagen, wie diese Serbier, haben, dennoch so sehr der Trägheit ergeben sind. Nie hat TaeiruS mit mehrerer Wahrheit geschrieben, als in dem Stücke, wo er sagt: rnira cki- veriitüte naturae cum korruncs lic unient inerdium, ct ockarind curictem. - Und so hat man beynahe ein halbes Jahrhundert umsonst ver» schleudert, diese Menschenrace durch den größtcnkheils sehr unwissenden Befehls¬ haber zu civilisiren. Nie wird man Völker eines Staates seinem Monarchen zum Besten auf ein von einem G. B. übel verdautes System, da noch immer die ganze Nation den Fluch feinen vermoderten Beinen nachschickt, nutzbar ma¬ chen; nein! noch jederzeit hat die Erfahrung gegeben, daß ein solches wichtiges Werk bloß durch die Religiousdiener mit dem besten Erfolge bewirket worden, und fo wäre auch hier der wahre Weg gewesen: Erstens, Erziehungöhäufer für junge griechische Geistliche anzulegen, welche, sich überlassen, gerade unter die Dümm¬ sten im allgemeinen Verstände von Europa gehören. Bey einer guten Erzie¬ hung, Reinlichkeit, ihnen eine kurze gründliche Lehre der Religion undOekonomie zu geben, wozu einBifchofPctrovlch als Vorsteher kommen müßte; solche gebil- dete Apostel mit einem gehörigen Gehalt, und nach deutscher Art gebauten Hau- fern mit e was Feldbau nahe bey ihrer Kirche eingeräumt, denen zugleich auch nie erlaubet werden sollte, eine andere Fr au zur Ehe zu nehmen, als die eine civili, strte Erziehung bekommen har u. s. w. (denn das weibliche Geschlecht, welches doch die Hälfte der Menschen ausmachk, hat man hier immer außer Augen gelas¬ sen: was für ein Fehler!); auf eine solche Art wäre der wahre Weg gewesen, die Nazion schon längst umzuschaffm. Denn dieser wenige Wohlstand des Po¬ pen, der dermal in Kummer und Noth, so wie seine Gemeinde in der Wildniß lebt, und sie auch dau'nn erhält, weil er selbst nichts BrsserS gelernet, der für eine jede kleine Mitteilung zur Kirche von dem gemachten Raube leichter dieses schwere Verbrechen rergjebt, als wenn der Arme zu nicht gewiß erlaubten Stunden ein Ey oder was von Fleisch kömmt, genossen halte. Würde aber ein solcher erzoge¬ ner Priester in seine vorige Wildheit verfassen, so ist die Entsetzung ein leichtes Dorbeugungsmittel, da man hundert für einen haben kann. Indessen unter dem großen Reformator Joseph ist alles zu hoffen, wie man auch dermal beschäf¬ tiget 21 tiget lst, für diese Nazion ein neues System einzuführen, wo der geistliche Stand wohl nicht in die Vergessenheit kommen wird, denn sonst würden alle mögli¬ chen Vorkehrungen nichts fruchten. Denn so lange der Bischof oder Protopope, nur jenen zur Seelsorge stellt, der von ihm die Pfarre erkaufen kann, so lange wird eö immer um die Aufklärung der Nazion geschehen seyn, und so lange wird es immer schwer halten, die unterirdischen Schätze der Natur in diesen Gegenden so zu benutzen, und mit der Freyheit, wie man ste in andern Ländern benutzt. Freylich muß man den Vorstehern des Bergbaues einen vermehrten Gehalt gegen andere Gegenden geben, daß, bey widrigem Falle der Aufiassmg des Werkes, ein solcher Mensch nur mit dem Drittel seines Gehalts anderwärts sürkicb nehmen muß; denn würde man diese Vorsicht nicht brauchen, so könnte es sich wohl wie¬ der fügen, daß man lieber in ein Verbau, als in einen Nutzen gerathe, um in einem civilisirten Lande mit eben dem Gehalt angestellet zu werden. Denn was ich zuverlässig hier von dem Nutzen und gewisser Ergiebigkeit der hier verlassenen Gruben sage, ist nicht auf bloßes Gerakhewohl, sondern auf die Kenntnisse des Lokale, und der rechtschaffenen Bergleute Aussage, welche Jahre lang bey die¬ sem Baue gestanden haben, als er im Umtriebe war, gegründet. Doch von diesem Gegenstände zurück aus die fernere Untersuchung des Lan¬ des. Von der Gegend Glavicza - Maidan oder auch nov - Maidan / das ist Ncu-Hürte oder Schmelzwerk, indem drey Stunden davon auf der andern Seite des Niiafiuffes im türkischen Gebiete Stari Maidan oder -Alt > Hüttenwerk ge¬ nannt liegt, (allwo die Oemanen einen guten Eisenbau haben, und unsere Blech, schmiede u. d. das ihrige unserm Eisen vorziehen, indem es geschmeidiger iss, folglich für kleine Arbeiten sich leichter bearbeiten läßt,) wandte ich mich mit Vor¬ rückung gegenN.nachdol.Ezirovacz, und sand die Gebirge stet« ebendieselben, wie um Guoödansky, und manchmal wechselten sie durch mit Versteinerungen unge¬ füllten Kalkstein ab; in dem schieferichten Theile des GebirgS fanden sich Spuren, daß sie noch in ihrem Eingeweide Metalle einschließen, besonders jene, die an dem so oft erwähnten Bache C-rrovacZ hielten. Ein Serb brachte mir auch hier schöne Kupferkiese, welche der Bach von der W. Gegend herbeygeführt hak. Von letzt benanntem Orte, allwo die Gebirge sich zu andern anstengen, gierig die Untersuchung nach N. an dem Maygabach aufwärts. Hier muß man den Berg Vrattttk übersetzen, welcher ebenfalls aus Thonschieser bestand. » C z An An der Spitze dieses Bergs fand ich, daß er ganz mit einem geringhaltigen ge¬ meinen Eisensteine, der zugleich auch Braunstein mit sich führte, aufgesetzt war; dieses ist von einem weiten Umfange sowohl in die Tiefe, als auch am Ge¬ hänge des Berges, und so wie man aus kleinen Versuchen erfahrt, mag solches Erz im Grunde haltig genug seyn, um geschmolzen zu werden, indem es auch hier in dieser Gegend weder an: Holze, noch am Wasser fehlt. Von diesem Gebirge abwärts nach W. N. wechselten die Schiefergebirge ost mit zeitlichem Kalksteine ab, und hielten auch kein ordentliches Streichen; oft wurden sie ganz prallicht mit Verdrückung nach allen Gegenden. Das Gebirg Bl'ttvlN) mag ohne allen Zweifel auch wohl Metallgänge einschtiessen, indem man noch nicht gar lange Spuren von Schlacken, und auch gediegenes Eisen gesunden hat, welches dem, was in andern Ländern gefunden worden, ganz gleich kam; allein derglei¬ chen wird man wohl in der ganzen Welt entdecken, wo man einmal, wie zu An- fange der Schmelzkunsi geschehen ist, mit kleinem Luppenfeuer auf den Anhöhen der Berge geschmolzen hat, wo dann oft durch verschiedene Zufälle dergleichen ge¬ schmolzene Massen unter die Erde kommen, tausend und mehr Jahre ost liegen bleiben; ist also dann ein Wunder, wenn sich die anliegende aufgelöste Stcinart anhängt, oder sich wohl auchKrystalle mischen? Man kann also mit Zuversicht sa- gen, daß gediegenes Eisen, Bley, Zinn u. s. w. zu der Fabelgeschlchte der Mine- ralogie gehören, die wirklich schon ziemlich weit gekommen ist, und mit vielem Ansehen von den größten Männern unterstützet wird. Von dem Gebirge Bnwlio nach S. zu, kömmt man in die Berge Vicha- la, Czerdachi), welche mit kleinen Bächen durchschnitten sind, und meistens aus bloßem Thonschiefer bestehen, die aber aller Orten mit Waldungen besitzt sind; manchmal werden sie mit Kalkbergen übersetzt, die voller Versteinerungen sind. Gegen N. dieser Gebirge ist der etwas höhere Berg Okol, welcher ein bloßes Gemisch von Kalk und Schiefer ist, so weit als man ihn abnehmen kann, und es seine Decke von Leim und Walde zuläßt. Ich habe an ein Paar Orten dieses Gebirgs Eisenmodererze gefunden, aber weder in'Menge, noch am innern Gehalt reich genug. Rückt man von diesem Mittelgebirge weiter gegen W. vor, so werden die Gebirge immer niedriger, und nun ist Alles mit Thon und Leimen bedeckt, so daß man von dem Grundgebirge nicht urtheilen kann. Um doch, so viel möglich, von der Gebirgart etwas kennen zu lernen, habe ich mich stets an dem linken User des Mygaflusses gehalten, welcher von Klasshi^bis Glina nach 2Z nach N., halt. Ob man hier gleich immer am Flusse wandern muß, so siehe man doch bey seinem Einschnitte nichts, als etwas Kalk, und Sandschoder. Glina, welches einen kleinen Markt ausmacht, und der Standort des Stabs eines Regiments ist, in welchem das hölzerne Stabsquartier mit einer Schanze wegen der vor Zeiten häufigen Einfälle der Türken umgeben ist, wird dermalen verlassen werden, indem ein neues ohne alle Sorge in das offene freyeFeld angelegt werden soll. Bey meinem kurzen Aufenthalt allhier habe ich die Gele- / genheit gehabt, die türkischen Gränztruppen üben zu sehen. Noä) viele alte Jmiazi oder Helden, wie sie sich nennen, fand ich hier, die mit mir in dem sie¬ benjährigen Kriege in Schlesien und Sachsen gedient haben. Diese Leute bezei¬ gen jederzeit eine ordentliche Freude, wenn sie einen Fremden sehen, um, was e6 immer sey, dienen zu können, so arm fie auch oft sind aber man muß auch ge¬ dient haben, um unter ihnen fort zu kommen. Die Stemmten, die sich hier in der Ebne von Tlttia u. s. w. vorfinden, und jederzeit eine Ueberdccke von Leimen haben (welches denn ohne Zweifel den - Namen Glina oder Leim hervorgebracht), bestehen aus bloßem Kalkfediment mit vielen kaum halb verstechten Schaalkhieren von dem Geschlechte der Mies¬ muscheln, Austern, Muskuliten, Chammuscheln, und einer Menge mikroskopi¬ scher Schnecken ungefüllt; die zweyschaatichken haben meistens noch ihren natür¬ lichen Glanz und Farbe, so daß man vermukhen sollte, sie wären noch nicht lange aus dem Wasser in die aus lauter feinem weißgelben Kalk bestehenden Erdlagen gerathen; manchmal wechselt dieser Kalk, oder besser Sedimentschieser mit einem rothen, eben aus dem Wasser entstandenen Sandstein ab: diesen letzten habe ich noch jeder-, zeit ohne Versteinerungen gefunden. Da der Stein im Bruche weich ist, und in großen dicken Lagen bricht; so ist er sehr schicklich, da er am Tage hart wird, für Fenster, und Thüi steine zu gebrauchen, wie ich schon einige Probstücken davon ge¬ sehen habe. Die Flache, welche ich hier um Glina fand, erstreckt sich gegen Morgen, Abend und Mittag, und erhebt sich nach einer kurzen Strecke in Vor - und Mittelgebirge, welche aus Kalk, aber doch meistens aus Thon¬ schiefer bestehen. Da hier meine Untersuchung an die Gränze zu gieng, so erreichte ich den ziemlich hohen Berg Tobörisko, der meistens aus Thonschiefer bestehet. Von diesem Berge kann man die türkischen Schlösser BttsttN (les. Bu- fchim) und Vl'cuwgasz oder Vranograd (Rabenschloß), welche beyde unweit des Flusses 24 Flusses Glina liegen, sehen. Die Besatzung davon in einem jeden Schloß bestehet aus ein Paar hundert Mann mit einem oder mehrern Agas. Ain Fuße des oben erwähnten Berges liegt in einer Schlucht eine Kirche mit ein Paar Häusern, Tllbosk genannt, wo sich dabey eine warme Quelle befindet von 4zReaumurischen Graden, wo, wie gesagt, eine Kirche mit einem Geistlichen ist, der eigentlich die Aufsicht von diesem Bade hat. Es wird von der Nachbarschaft im Sommer benutzet, im Ausschlage rmd Gliederreißen, wie auch innerlich ge¬ nommen, zum Abführen. Da ich keine Vcrsuchmittel damals bey mir hatte, so kann ich auch von den Bestandtheilen wenig oder nichts sagen. Von Ge¬ schmack war es mir etwas wenig unangenehm und bitterlich, dabey doch sehr hell und rein. Als ich einige Pfunde in einer irdenen Schüssel abrauchcn ließ, ss erhielt ich etwas Kalkerde bey Durchsäugung auf dem Fließpapier, und durchs Abdünsten ein Mittelsalz welches dem Glauberischen ähnlich kam. Die Vlüthe des Frühlingsenzian, Qentiana verna Dinner, wurde beym Eintaugen ins Wasser roth. Man hat mich versichert, daß oft die Quelle durch Zufiießen von kalten Wassern sehr an ihrer Kraft verliere; ein Zeichen, daß hohle Klüfte iu- Bad halten, wodurch das Aegcnwaffer setzen kann. Von dieser Gegend nach N. über Czemernlcza bis Hlltmja si"d die nie- dern Berge alle mit Thon und Leimen bedeckt; die darunter liegende Steinart ist bald zeitlicher Kalkstein oder Sandfels mit und ohne Schiefer von allerlei) Farbeir. In dem Thon liegen allerlei) Kiesel, welche durch ihre Bindung dem Pechnichinia der Italiener gleich sehen; nebst diesen viel Eisenkuchenerz, inineia icrri cenüsormrs, allein zu geringhältig, wenn auch Holz zugegen wäre, daß es auf- 'geschmolzen zu werden verdiente. Je mehr man sich gegen N. wendet, desto- mehr werden die Berge sanft, und gegen den Fluß Kupa abfallend, so daß um die Gegend Hutittja und Vm'nich schon viele Sandhügel von allerley Farben Vor¬ kommen. Da nun hier alles sehr monotonisch aussah, so wandte ich mich nach S. zu dem hohen Gebirge Petrova - Gora, wo ich am Fuße dieses Schiefergebirges gegen Mitternacht Anbrüche von ziemlich haltigem gemeinen Eisenstein fand; wenn dieses Erz ein Anhalten hat, so wäre hier ein Eisenbau am rechten Orte an¬ gebracht, indem Wald genug da ist, der nicht benutzt werden kann; und so fehlt es auch am Wasser nicht. - Di 25 Da hler dle Granzen meistens mit Waldungen beseht sind, so habe ich auch manche Meile in dieser Gegend gemacht, ohne die Gebirgart zu erkennen. Als ich die Gebirge der Petrova -Gora ferner anstieg, welche mit ungemein schöner Waldung, wovon die Buchbaume die Höhe und Grade der schönsten Tannen er¬ reichten, besäet sind, dachte ich Anfangs, den kleinen Gll'ttafluß bis zu seinem Ursprünge zu verfolgen: allein da ich stets dem Feuergewehre der Türken ausge¬ setzt war, welche sichwegen eines MadchenraubeS, wobey einige Bosniaken umS Leben kamen, mit den Sluinern oder Gränztruppen dieser Gegend kurz vor meiner Dahinkunft schlugen, und sich auf alle Art noch immer an den Giauern oder Un¬ gläubigen zu rächen suchten: so war ich gezwungen von meinem Vorhaben abzu- gehen, und mußte mich immer an den Granzen halten. Ich übergieng das oben erwähnte Gcbirg, welches mit einer fetten Leimerde bedeckt war, worinn sich eben der Sandstein bildete. Hin und wieder fand ich die schönsten Bäume abgeschla¬ gen und zugehauen verfaulen; bey weiterm Vorrücken sah ich ein, daß man wegen Mangel der Straße solche nicht fortbringen konnte. Am Fuße des Eebirgs fand ich an einem kleinen Bache, der wohl das halbe Jahr kein Wasser haben mag, eine neue nach deutschek Art errichtete Sagemühle, welche ich auch stehen sah. Da hier ein deutscher Waldmeister die Einrichtung getroffen hatte, so war es mir sehr auffallend, daß man einige tausend Gulden darauf verwendet hatte; und was dabei) noch einen betrübtem Eindruck machte, war, daß man auf einen so kleinen und zeitlichen Bach auch noch dreyßig bis vierzig tausend Gulden verwenden woll- te, um eine Holzstöße zu errichten, wodurch das Holz nach der Vestung Karlo- Ivacz oder Karlstadt gebracht werden sollte, und als ich dahin kam, fand ich auch wirklich Waldleute, welche ein Offizier aus Oberösterreich mitgebracht hatte, um das übel ausgedachte Projekt auf Unkosten des Staates in Ausübung zu setzen. Allein als ich diesen Leuten von dem Mangel des Wassers Unterricht gab, so sank ihnen aller Muth, etwas zu unternehmen, und bedauerten, ihre weite Reife um¬ sonst gemacht zu haben, und wollten lieber solche zurückantreten, als mit unnützen Unkosten so etwas anfangen. Mein Weg, der nun in dem kleinen Hügel von Leimen und gelbschmuzigem zeitlichen Kalkstein bestand, war nach S. über Szirka, Nieka, Kerstina Billa zu dem Blockhause Klokoch gerichtet. Hier hatte ich gerade das zum Theil mit Mauerwerke befestigte Schloß Zettln oder Czetl'll vor mir. Die Besatzung bestand damals aus zzo Mann und 8 Kano¬ nen, welche einige Agas kommandieren, die dann ihre Barjaktar und Odapacza und ChiauS unter sich haben; auch ein Oxa (Oscha) oder Paf ist allhier, welches Lar-ttio/. IV. Th. D in 26 -n kleinen Ortschaften bey den Osmanen nicht gebräuchlich ist. Von Klokoch aus gieng mein Weg stets in leimigtem Gebirge über Slivilliak, Kllpleruska Gora und Voün'ch. Von dieser Gegend aus bis Wukmantch hatte ich wieder viel grauen Sandstein nut etwas Kalk und Kieseln untermischt, aber meistens alles mit leimen und Waldung bedeckt; hm und wieder sand man auch etwas Eisenbohnenerz; gegen die Kupa oder Kulpa hat man wieder Kalkstein von einem groben Korn und weichem Bestand. Von Mc'kllsje über den Fluß sind noch Spuren von einer Vestung, die schon vor Erbauung von Karlstadt in einein sehr sumpstgten Orte angelegt war, welche Orlic-a hieß: allein da kein Bedacht aufUeberschwemmungen genommen worden, so ist auch in einem Tage Alles ver¬ sunken. Nun hat man also für eine Vestung einen andern, aber nicht viel bessern Platz gewählt, wo man doch eine Viertelstunde vor Karlstadt auf der Anhöhe von Mckuste eine gesunde und reine Luft, wie auch Wasser, und die Vcrlheidignng auch mit mehr Sicherheit hatte haben können; denn was nutzt mir eine Vestung, die eine ungesunde läge hat; eine kleine Blokade nöthigt sie bald stch zu ergeben. Von erwähnter Gränzvestung richtete sch meine Untersuchung zu dem Berge' Wl'lüze nach S. zu, nämlich über die Sandhügel von DubovacZ, wo ich in or- dentlichen Adern ein gemeines Eisenerz sand. Das Wim'zee Gebirg aber besteht aus bloßem gelblichten Kalksteine, der stch meinem rothen sehr eisenhaltigen Thon auflöst. Rechts hatte ich den Mresiücza, und links den Cowliafluß, welchen letztem ich über Pansko - Sello bis Ban'lovl'ch, wo ich ihn übersetzte, verfolg¬ te. Aller Orten fand ich hier in dem zeitlichen Kalkgebirge, welches hin und wie¬ der unkenntliche Versteinerungen hatte, Vertiefungen und Klüfte, die durch Ein- stnken und durch Verwitterungen entstanden sind. Eben so verhalt sich das Ge¬ birg, das an Kram reicht.. Dieser Kalkstein, welcher wie verfault ausstehk, und den ich noch nie so angetreffen habe, wechselt manchmal mit Sandfelsen ab, in welchem vielfäkbige Kiesel, und zuweilen auch Jaspis vorkömmt. Rothcr Thon, oder auch Bolarerde ist aller Orten zugegen, so wie auch in dem Kalke kleine Grot¬ ten, oder unterirdische Höhlen.. Da der Erdboden hier aus einem sehr cisen- schüßigen Thon besteht, so kann man sich leicht vorstclken, wie schwer er zu bear¬ beiten ist, und wie unsrlrchtbar er scyn muß, so daß oft die schönsten Ebnen mit ' Fahrenkraut ganz überwachsen sind. Gegen Vc'lrtM und Blagag. waren die nicht beträchtlichen Gebirge aus bloßem Trümmersteine oder Kalkbrcccien mit einer ro¬ then. Thenerde gebunden. Da ich mich, adermal gegen W.. wandte, mußte ich Zwi- 27 zwischen Premislle und Tersich über den großen Mresm'ejaflttß setzen, welcher, so unbeträchtlich er auch ist, doch sein Bette sehr tief in den Kalkstein eingegraben hatte. Da ich nun hier hinter die Hauptkette vom Gebirge kam, nämlich hinter die sogenannte Kapclla, so wandte ich mich dem erwähnten Flusse nach aufwärts gegen S. bis zu seinem Ursprünge, k ebcusöhlkg stehen: denn es scheint der Natur der Sache nach, daß das Betts dieses Flußes sich niemals mehr verliefen, wohl aber erhöhen wird, indem der sich beständig erzeugende Tusstem sich allmählich anfetzt. ' Vielleicht waren einmal beyde Flüsse in gleicher Höhe, daß der Fluß Coraria dem Szlttill- chl'cza, welcher schwacher, als ersterer ist, die Gegenwehr gemacht, daß letzte¬ rer seinen Schlamm nicht hat absetzen können, und sich also dadurch verschlammt hat, sodaß der Tusstem mit derzeit einen ordentlichen Damm machte, wie er dermalen bestehet» indessen ist es auch wohl möglich, daß bloS derentwegen dis Cowna ein tieferes Bette machte, weil sie beträchtlicher ist, und einen geschwin. deren Lauf hat; denn die Steinart fand ich bey bcyden Flüssen gleich, das ist, Kalk, und der davon entstehende gelbe Tusstem. Meine Untersuchung von diesem Wasserfalle aus machte ich S. O. zu auf den isolirten Berg Prozor oder Morgenrörhe, bey den Nordischen Slaven aber Hirsberg, allwo eine Wache steht mit einem Pöller, nm bey Einfällen der Tür. ken den Gegenden das Signal geben zu können. Von dieser Anhöhe, welche aus Sandstein und Leimen bestünde, konnte ich abermal eine große Strecke ins türkische Gebiet sehen. Bis zu dem hölzernen Grenzschloß Tlln'an hatte ich stets eine Ebne; die Steinart konnte ich an vielen Gegenden nicht abnehmend indem alles mit Wald bedeckt war. Da ich nun dicht an die Granzen kam, so gieng ich bey dem türkischen Schlosse Sturlich, welches 80 Mann Besatzung mit 4 Kanonen, und einen Aga hat, vorbey, und wandte mich gegen W. zu dem Paß Korita, oder Kon'tencza, wo ich in das hohe Gebirg der'Plisevicza (Kahlkopf) kam, und die Corana ihren Ursprung mit einem schönen Wasserfalle aus dem Koszie-Jeszero nimmt. Hier über dem hohen Kalkgebr'rg, welches die Fortsetzung eines Arms der europäischen Alpkette ist, haben die Muselmänner ein Eifenbergwerk unweit Radt'lovacz,. wo sie eben so in offnem Feuer ihre Erze schmelzen, wie es Lapeirouse von der Grafschaft Fol> beschreibt, und es für eine so vortheilhafte Methode ansieht, die doch gewiß zu Anfänge der Schmelzkunde auch in unfern Ländern aller Orten bestanden haben mag, wie noch dermalen in vielen Gegenden der Welt mit dem Luppenfeuer die Eisenerze zu gut gebracht wer. den, als in Korsika, in ganz Asien, Siberien, Katalonien, im Dallandischen in Schweden, u. s. w. Das Eisen, was ich von oben erwähntem Eisenwerke gesehen habe, ist so weich, daß man es niemals zu Näderschirnen gebrauchen kann. Zum Dratziehen würde es vortttflich seyn, wenn die Leute aller Orten ißk zu > Zr zu verfertigen wüßten; denn Besehrungen anzrmehnien ist ihre Sache ganz und gar nicht. Von diesem hohen Gebirge übersteht man das türkische Kroazien, welches bis zum Unastllß reicht, und auch einen Thcil des Königreichs Bosnien, wel¬ ches bis Banjaluka stets g-birgkg ist, so wie dann auch die Vestung Bihacz, oder Bihälsz, die vor Zeiten die Hauptstadt von Kroazien war, und in einer ziemlich beträchtlichen mit Hügeln ungefüllten Fläche an der Una liegt,- und von einem kleinen Arme des Flusses umstossen wird. Die wenige Wer ke, die sie hat, bestehen in einigen Bastionen mit hohen Mauern, einigen Thürmen, vsn Gra¬ ben umgeben. Die Besatzung besteht aus einem Gospodar, oder CapltaittC, und Diedar, wo ersterer gOO Mann unter seiner Aufsicht mit 2O Kanonen hat. Man sehe den achten Grundriß auf dem Titelblate dieses Bandes. Wenn man den dermaligen Zustand gegen jenen vor hundert Jahren betrachtet, als er in den Händen der Krainer war, wie man im 4ten Bande bey Valvasor diesen Ort abgebildet stndet; so kann man sehen, daß bis auf ein Paar kleine Vorwerker dis Türken gerne alles beym Alten lassen, ja sogar die Kirchen, nur daß zu ihrem Gebrauche die Thürme mit Minareten zum Ausrufen versehen seyn müssen, da sie sich des unleidlichen Getöses der Glocken nicht bedienen. Die Tracht der tücki¬ schen Kroaten, und Bosniaken ist, wie jene der Mkoken, welche ich auf der Karte des gtcn Bandes vorgestellet habe, nur daß die schwarze Kappe, die dis Türken tragen, meistens mit einem schmalen weissen Tuche umwickelt ist, so wie sie dann auch den ganzen Bart haben. Die Weiber der Serbier aber eben so, wie die Uökokeu, (man sihe solche in erwähntem Bande abgebildet) welche, wie oben gesagt, keine Wallachen, sondern wahre Serbier sind. Die Krainer, und Deutschen haben ihnen diesen unrechtmäßigen Namen angehängt, aus der Ähn¬ lichkeit der Kleidung , die sie mit den wahren Wallachen, oder NttMUNZi von Dacicn haben, welche aber von römischen Kolonien herstammcn, und auch ein römisches Jargon reden-; wohingegen die hiesigem das reine Serbische sprechen. Ich glaubte auch zu Anfänge, daß sie Wallachen wären; allein als ich besser mich nach derNazion erkundigte, so lernte ich einsehen, wie sehr ich mich betrogen hakte, w lches schon iu der Vorrede zum theil erwehnt worden. Es geht mit diesem Völkerstamme, wie mit vielen andern; die angranzendenNastonsn ertheilen ihnen so ost unstatthafte Namen, welche bald auf ihre Tracht,, bald auf ihr Thun und Lassen u. s. w. einen Bezug haben, ohne auf den wahren Ursprung, oder Herstam¬ men - Z2 mm zu scheu; folglich belegen sie solche ost mit Spitznamen, welches Key vielen Völkern gwße Gehaßigkeit verursachet. So sagt der Horwat zu uns, wenn Er recht schimpfen will, jiullju IvrailMer, (Hunds«Endler) weil der Kramer seinen Namen daher hat, daß sein Land sich am Ende aller Slavonischen Nazkonen ge¬ gen W. befindet; denn ocl Xrai heißt so viel, als am Ende; folglich wenn man einen Krainer nach der Etymologie seines Nennwortes auf deutsch nennen wollte, so müßte er Endler genannt werden. Da Nun das gemeine Sprichwort ist, daß der Saum, oder das Ende am Tuche das schlechteste ist, so macht auch dieß der Kroat gegen den Kramer anwendbar: und ganz Unrecht hat er nicht, sagte mir einmal oin Großer. — ^ais il / 2 cie; koimoltLZ Zellä tout, sagt der ' Normanu, Von dem hohen Gebirge der Plistdicza gieng die Untersuchung gegen S. W. über Velki Gospa nach Panor, wo sich ein starker Bach unter die Erde verliert. Daß Gebirg war nichts, als Kalkstein, in der Farbe etwas schwarz¬ grau, und gab beym Reiben «inen etwas Sausteingestank von sich ; ein Zeichen, daß es viel Phlogiston in sich hat: hin und wieder findet man doch eine kleine Spur von Steinkohlen. Die Erdart, die man zwischen dem Felsen findet, ist nie». stenS nichts, als eisenschüßiger Thon, wo Eisenbohnencrz mit eingemischt ist. Da ich nun meinen Weg gegen S. über Klachm'c'Za zu dem Paß Klupa gerichtet hatte, so sand ich die nämliche Steinart, wie ich oben erwähnt habe. Von der Hauptkette des GebirgS sah ich an verschiedenen Gegenden, wie Zweige von der Kette des Vorgebirgs nach S. liefen, um sich mit dem Theile der Kette, welcher Vellebich heißt, und den ich in meiner physikalischen Alpenreise im Iten Bande beschrieben habe, zu vereinigen. Aller Orten sieht man nichts, als eiftnschüs. sigen Thon, und unterirdische Höhlen, welche die besondere Beschaffenheit des Gebirgs macht, daß es meistens ausgetrocknet ist, und wenig Flüsse hat. Da ich nun aus dem Ottochanlschen, ins Korbawlsche, oder Cn'basa kam, so hat man ein schönes rundes Thal gegen W. und gegen O. die Schluchten, oder Hohlwege (Kozje-IroAa); in diesem bestehen noch die Rudera eines alten türkischen Schlosses, welches die Akanel.' aus Mangel des Wasstrs einnahmen. Die Folge'des Gebirges der Plisevicza und Klupa ist das Mittäter, welches aus eben dem Steine gebildet, und meistens in Schichten gelagert ist. Vor dem Gebirge Neaglaj und Popstak in der hohen, und beynahe aller Ol ten öden Flache ' 3Z Fläche Glogova unweit Gttpacha fand ich einige Ueberreste von alten griechischen Kirchhöfen, wovon die Grabsteine mit Hirschen, Creutzen, und Lilien gezieret waren; ein gewisses Zeichen, daß diese Gegend einmal, und zwar auch von Vor« nehmen hat sehr bevölkert seyn müssen. Hier sind alle Vorgebirge nut Thon, - und Lehm bedeckt, so daß man nur hin und wieder den Kalkstein herausstehen sieht. Gegen N. kam ich in ein beträchtliches Thal Gubcwchevopoije , wo mir ein alter Serb, der mein Führer war, mir ein Paar Sareczahnern mit Vergnü¬ gen erzählte, daß vor rvo, und mehr Jahren allhier ein türkisches Lager von 22OOO Mann gestanden habe, und von zoo Likanern, wobey auch ihre Weiber mitgeflritten hätten, überfallen, und, die sich nicht geflüchtet hätten, erlegt, und gefangen genommen worden sind. Nachdem ich mich nun wieder nach O. wand« te, kam ich auch in das enge Thal Popl'lia, wovon das Gebirg unrechtmäßig den Namen bey nicht wissenden Geographen erhalten hat: denn die dahier be¬ findliche hohe Gebirge sind: gegen N. Neaglm, und Milla (Liebenberg), gegen Mittag aber mall, und velki Popstak. Oberhalb dem Popinathal gegen S.W. habe ich.an einem sanft abhangendcn Gebirge, mit noch etwas Wald beseht, alte verlaßene Pingen gesunden, wo man, wie ich noch aus den beynahe unkennbaren Halden abnehmen konnte, einmal hier auf Bley gebauet hatte; warum aber die¬ ser Bau aufgelassen worden, mag wohl mehr aus Ursache der schlechten Nachbarn, als aus Mangel der Erze gewesen seyn, da man hier eben so wenig damals für. ' sein Leben Sicherheit fand, als was oben von Glwödanskj-Maidütt erwähnet worden. Alle Anhöhen sind hier mit einer rothen Lehmerde bedeckt, welche zum Grunde einen solchen Schiefer, und der dann unter sich als den Ursprung Kalkstein hat. Da ich nun hier nicht mehr weiter gegen S. vorrücken wollte, indem ich schon vor einiger Zeit in Zermam'a war, und von diesem Thale anderwärts Er- wähnung gemacht habe; so wandte ich mich gegen O. nachDcmgopolje, oderLan- geöfeld, und dann zu dem Ursprünge der Una ohnweit Kllpricvo -über das Ge¬ birg, und aus dem Gebiete des Oömannischen Reiches. Bis Ovcha hatte ich immer das nämliche Kalkgebirg, und viel solchen Trümmersiein. Da hier wie- der viel ebnes Feld vorkömmt, so war auch alles mit einer rochen Thonerde bedeckt, worin» viele kleine Ouarzkrystallen lagen, welche' auch hier von den Serben Strelze, oder Donnerkeile genannt werden. Da der Boden sehr kalter Art ist, so könnte viel durch den gebrannten Kalk gebessert werden, da es weder am Holze, noch am Kalksteine fehlt; allein Menschen sind wenig in diesem Lande, und die noch da sind, denken mehr auf Vercheidigung, als Kultur. Auf diesem erhab- c7ar»ro/. IV. Th. E nen, 34 nen, ebnen Felde befinden sich einige kleine zerstreute Dörfer, welche von einer be¬ sonder», Menschen. Race bewohnt sind: man nennt sie allhier Bmijefe'zi, und sie sind gewiß die beherztesten Menschen von der ganzen Monarchie. Ein Paar dieser Dörfer, welche auf der Karte unter dem Namen Klovittcz, und Pnwno sie- hen, haben seit der Empörung von'17z; den Namen St. Peter, und St. Michel erhalten. Da ich nun hier über ein kleines Gebüg gegen N. W. setzen mußte, so kam ich in die schöne Ebne von Corbavia: eine kleine Landschaft, welche ringsum mit Gebirge umgeben ist. Mitten in dem runden Thale liegt ein Hügel aus Kalk- und Lehmerde, worauf der Hauptort des ganzen Landes steht, nämlich lldbiria, welcher aus einem Paar Hausern dermalen besteht, wo ein Hauptman»- sein Quartier hat. Vor Zeiten war hier ein türkisches Grenz. Schloß, wie auch ein Franziskanerklofier, wo aber von allein kaum die Spur der Mauer und eini¬ ger Gewölber mehr übrig ist. Am Fuße dieses kleinen GebirgS entspringt die Fadova, welche die Lika, oder das Land Liza durchwasssrt, und bey Belaj sich in den Lickastuß-ergießt, der dann nach Lauf einiger Meilen bey Lipovepolje, oder Weißbuchenfeld sich un- ter die Erde verliert. Von Udbina übersieht man ganz Corbavia. Der Bo¬ den ist allhier ziemlich fruchtbar. Die Tracht der Weiber allhier im Sommer ist ein bloses Hemd von grober Leinwand; einfacher kann doch wohl nichts feyn. Von Udbma aus gieng mein Weg auf das Feld von Viedropolje, wo an dem kleinen Bache Billick dis Grabstäte des 8vet O.ra ckek oder heiligen Va¬ ters Schech Bajazzet sich befand; die Türken kommen oft wallfahrten dahin, so such manchmal die Griechen, welche diesen Muselmann für den heiligen Poal halten, wo dann eine Parthei die andere verspottet, und die von der römischen Gemeinde lacht über beyde. Im Jahre 1495 hielt hier der Bacha von Romelien eine Schlacht wider die Christen, wobey von Seiten der Osmanen dieser Om cheh den Kopf verlor, welchen er aber laut Tradizion aufhob> und unter dem Arme dahin trug, wo er dermalen begraben liegt. Ein Gegenstück zu der Geschichte des heil. Dionysius, wo man also ersehen kann, daß alle Religionen immer das Gleichgewicht in dem Uebernatürlichen erhalten, oder zu erhalten suchen, in so lange sie in der Finsterniß und Unaufklarung gelebt haben. - » Aus der Flache von Corbavia, welche schöne Kornfelder hat, nahm ich meinen Weg gegen N. W, an dem Bache Billick über Debelobcrdo, oder dicker AZ dicker Berg, auf dle Anhöhen von Kosziott, wo eine kleine Kette vom Mittelge. birge, die von O. nach W. streicht, und den Arm des Wellebic, oder Welle¬ bich mit dem Plesevlcza vereiniget, und gegen Sziroka Kula, oder dicken Thurm niedriger wird. Auf diesem Gebirge hat man die Aussicht über die Flache der Grafschaften Lika, und Corbavia, so daß man mehr als deutlich sieht, wie einmal diese Flachen unter Wasser gestanden sind, und daß die kleine isolirten Berge, (auf welchen noch alte Schlösser von denOsmannen erbauet stehen,) welche in diesen sich zerstreut finden, einmal nichts als kleine Inseln waren; würden heute, oder morgen die Grotten, welche die Flüsse dieser Lander verschlingen, zu¬ fallen; so würde ebenfalls alles dieß wieder zu Seen werden, wie man aus der Karte genugsam abnehmen kann. Alle diese Flüsse setzen unter dem Gebirge Weklebich durch, und ergießen sich in das Meer, wie ich schon anderwärts be¬ wiesen habe. In dem Mittelgebirge, worin« dermalen die Untersuchung vorgieng, fand ich keine andere Steinart, als Kalk (Lreccia) welcher vielfärbig war; dann weis, sen, und grauen, etwas grobkörnigen Marmor, welche Gebirgart stets anhielt, über Czemy Vlaszt bls Doline, wo man wieder an dem Fuße der Hauptkette kam, welche man mLli Xnpela, oder die kleine Kapela nennt. Auf diesem ganzen Weg war der zerstreute, und lose Kalkstein wie geschmolzenes Eis in Zacken ab¬ genutzt; die davon entstandene Erde war röthlicher, mergelartiger Lehm. Da es hierin dem Ottocham'schen ist, so ist die Tracht auch nicht mehr serbisch, sondern bey dem Manne militärisch; äusser seinem Dienste aber, so wie in ganz Kroazien an den türkischen Gränzen, wo der Mann für sein Land in Vertheldi- gung steht, oder wo er selbst auf Morden ausgeht, in seiner natürlichen Kleidung und Gewehr. Die Kleidung ist, wie ich von dem Uskok, Serb, u. s. w. er¬ wähnt. Ueber das hat er jederzeit einen rothen Mantel mit einem großen viereckig- ten Kragen, der auf den halben Rücken reicht. Wenn es regnet, so nimmt er solchen in die Höhe, heftet ihn zusammen, wo dann eine Art Kapuzen daraus entstehet, die den Kops bedeckt. Das Weib lm Ottocham'schen hat für sich «ine besondere Tracht, da sie keine Serbinen sind. Ueber das Hemd tragen sie ei¬ nen langen schwarzen Rock ohne Ermel, vorne halb offen, und ist eine Art Kaf- tan; gegen die rauhe Witterung einen ebenfalls schwarzen kurzen Ueberrock Ian- kar, oder auch wohl einen Pelz; auf dem Haupte ein weisses leinenes Tuch, wie einen Schleyer; um den Hals auch wohl ein ordentliches gefallenes Kreß; an den E 2 Füßen, Füßen, wie alle im Lande, Bastschuhe. Von Dölme aus war alles wieder aus ursprünglichem, oder alten Kalksteine gebildet, der von Farbe mehr grau, als weiß, war, und voller Klüfte und Einstufungen, so daß man in dem gan- zen hohen Gebirge kein Wasser findet. Als ich dieß Gebirg übersetzte, so kam ich ohnweit Jesem'cza zu einer ziemlich großen unterirdischen Hohle, welche als Schutzort den Raubkhieren im Winker dienen mag, indem ich die Gebeine von Thieren fand, welche da verzehrt wurden. Von dieser Gegend kam ich wieder zu einem beträchtlichen Bache, welcher aus den Felsen der Alpen hervorquillet; allein er blieb nur eineZeit auf der Ober stäche, wo er sich wieder, so wle alle des Lan¬ des, in die Erde verkroch. Da mir nun links, und rechts das Land bekannt war, wie man aus dem oben Erwähnten, und meiner physikalischen Netse ersehen kann; so hielt ich mich gegen N. W. an dem Gehänge des großen Kapela «GcbirgS über die Berge Lopat an dein Bache Medeviaö bis in das Gebirg von ModNlsl), wo sich dieser Bach wieder unter d.r Erde verliert. In der Ebne von Ogulin in dem Kalkgebirge von Zerobm'ck entspringt, wie zu vcrmuthen, eben der er¬ wähnte Bach aus der Erde, und geht beyOstaria wieder unter selbige, nachdem er ein Paar Stunden Wegs auf der Oberstäche gemacht hat. - Agttlin, ein klei¬ ner Ort, mit einem auf Kalkselö gelagertem Schlosse, ist im Grunde hohl, wo¬ rin» sich der Dobrafittß hineinsiürzt, der bey Sttchl'cza an den Krainerischen Gränzen entspringt, und nachdem er seinen Lauf eine Zeit unter Mittclgebirg ver¬ borgen fortgesetzt hat, kömmt er bey Pollak wieder heraus, wo er dann nach Lauf einiger Meilen gegen N. O. sich in den Kupaflllß verliert. Die Gebirgs¬ art ist hier durchaus Kalkstein, der sft etwas unkenntliche Versteinerung ein- schließt. Da ich meinen Weg nach W. richtete, so kam ich an den Fuß des ho- hen Bergs Klek, welcher von der O. N. Seite leicht zu besteigen ist, macht aber senkrechte Wände gegen S. W.; da er zur Kette gehört, so besteht er aus bloßem ursprünglichen Kalksteine. Auf diesem Berge hat man eine Uebersicht über all den Landstrich, wovon ich oben erwähnt habe. Da bey den senkrechten Wänden dieses Bergs Niemand dazu kann, so haben hier die Bienen oft eine starke Niederlage. Vor einem Jahre waren einige Hirtenjungen begierig auf den Honig, welcher dort erzeugt war; und da sie nicht dazu kommen konnten, so nahmen sie Stricke, womit sie einen ihrer verwegenen Kameraden herunterliessen; allein da er das Uebergewkcht bekam, so mußten die auf dem Felsen stehende nachgeben, urid er fiel einige hundert Z7 hundert Klaftern hinab und wurde die Beute der Raubvögel. Aus diesem kann man sehen, wie viel hier schon die Jugend sich um ihr Leben bekümmert; einer unter ihnen sah es vor, und sagte zu jenem, der sich herabließ: du! wie ists, wenn der Strick bricht ? So bin ich todt, und nichts anders, war seine Antwort! — Mein fernerer Weg tWr dem Dobrastuß zu gegen N. W. gerichtet, über Mamulko-Szello zu dem Kaludier Kloster Gomirje. Die Gebirgsart war stets Kalkstein mit Aushöhlungen und mit rothem Lehm, welcher mit rundem Kieselsande angefüllt wär, bedeckt; einigemal fand ich etwas Eifenbohnenerz, aber nicht m beträchtlicher Menge: Brecclenfelsen sind häufig , aber ohne festen Bestand, noch feinem Korn, jo daß man sie für Mühlsteine nicht tauglich fand. Da ich nun stets gegen N. rückte, über die Gebirge von Verbousko (Weidenfeld); so fand ich hier den Kalkstein meistens ganz grau, und in großen Blättern sich verwittern, wo dann die Gebirge oft die wunderbarsten Vorstellungen machen. Da hier das Gebirg stets einförmig ist, so wandte ich mich von dem Ursprünge der Dobra der Äupa zu, wo ich die eingcschnittenen Gebirge aus lauter halbmondförmigen Schichten fand. Doch scheint mir hier der Kalkstein von einem zeitlichen Her¬ kommen zu feyn, so wie auch feine Farbe viel dunkler, als der ursprüngliche. Allenthalben war er mit Spathadern durchsetzt, und so dauerte das Gebirg bis Vitlicza, wo es über dem Strom eben wurde. Nun wandte ich mich nach W. gegen die See zm Dießmal ergieng es mir sehr übel, indem ich alles Mögli¬ che versuchen mußte, mich gegen den Wind zu wehren, daß er mich nicht davon trug, und an einen Kalkfelstn todt schmetterte. Wer in Europa Uragans sehen will, der kann sie manchmal des Jahrs hier finden: große Bäume, viele Zent¬ ner schwer, durch den Wind davon tragen sehen, so wie auch Plazregen von ver¬ wittertem Kalksteine, ist nichts seltenes. Wie viele Menschen, und Thiere haben nicht hier ihr Leben eingebüßt, durch den Wind, der sie viele Lachter weit auf die Felfen todt warf. Der nie so was verfahren hat, wird es schwer glauben ; aber er kann sich sattsam überführen. Nachdem sich der Nordwind legte, so erlangte ich den Wildbach Meröla-Vodiza, wo man unlängst in dem Gebirge einen Ei¬ senstein entdecket- und darauf einen Bau betrieben, wie dann auch Schmelzhüt- . te und alle Bedürfnisse errichtet hat, um Eisen zu erzeugen, welches aber sehr kaltbrüchig ist; das aber, wie es scheint, von keiner langen Dauer seyn wird, da es ein Mann in Händen hat, dem es an hinlänglicher Erfahrung fehlt; denn so leicht als man sich den Prozeß der Eisenmanipulazion vorstellt, so ist doch gewiß, E z . daß rs daß es einer von jenen ist, der noch lange nicht zu seiner Vollkommenheit gebracht worden, so viel auch schon große Manner die treulichsten Unterrichte ertheilet ha¬ ben, als ein Schwedenborg, Rinmann u. s. w. Da mir nun hier dieses Geblrg aus vorhergehenden Reisen, wie man aus dem isten Theile ersehen kann, bekannt war; so wandte ich mich gegen N. über das Gebirg voli Delnize, oder über den hohen Theil der Alpen an dem Asltt'czaflttffe nach Prod, welcher Ort an dem Kupastuste liegt. Hier war immer nichts, als bloser grauer Kalkstein; nur manchmal fand sich^zeitlicher Sandstein ein, der mit eisenschüßigem Thone gebun¬ den war. Da die Wasser hier sehr angelaufen waren, mußte ich mir's gefallen lassen, wie an vielen Orten, diesen schnellen Fluß in einem hohlen Baume zu überfahren, und mein Pferd ncbenbey schwimmen zu lassen. Oft habe ich an die auferbaulichen Briefe der Vater der Gesellschaft Jesu gedacht, wo ste von Guerre in Aegypten Erwähnung machen, daß man eben so den Nilstuß übersetzen müsse. Hier halte ich das hohe Gebirg KuselZa-Stema vor mir, welches blos in großen Schichtenlagen gebildet, und grauer ursprünglicher Kalkstein war. Die äussere Bildung dieses GebiegS war etwas staffelartig, welche Bildung hier von dem Landmanne mit Poliza beleget wird, das einen Vergleich mit einer aus Brettern gemachten Topfstelle glebt. An dem Fuße dieses so zu sagen senkrechten Gebirges stößt rin sandiger Schiefer an, wo bey der Ablösung mit dem Kalk zwo kleine Lauenquellen unter dem Namen Topla Potokj, oder warme Bäche ent» springen; doch sah man das Wasser eigentlich unter dem Kalkfelsen hervorsprudeln. Die Schwere dieses Hellen Wassers war von dem reinen Flußwasser nichts unter, schieden. Die Wärme nach dem Reaumürischen Wärmemesser 14, und nach Fahrenheit 6zi Grade über dem Frierpunkte. Als ich die Untersuchung machte, war die Wärme des Dunstkreises ro^ Grad. Die fernem wenigen Versuche, die ich hier auf Ort und Stelle machte, waren folgende: die Infusion der Lackmustinktur machte eine Röthe, der Feigelsast beynahe gar nichts, so daß we¬ nig, oder nichts von einer Lufrsaure zu bemerken war. Die Quecksilbersoluzion aus Scheidwasser wurde ein wenig gelb; die mit Silber weißlicht; kein Brausen mit keiner Säure konnte ich gewahr werden. Die Schwefelleberauflösung machte nichts, so wie mit andern Probmltteln, welche ich anwendete. Da der Wärme, grad so gering war, so achtete ich es auch nicht der Mühe werth, wettere Versuche damit auf der Stelle zu machen. Nach einer Zeit, als ich die Distiltazion damit vornahm, erhielt ich nichts, als ein wenig Kalkerde, und von 2O Pfund Was. ser kaum mehr als s Gran eines Glauberischen Mittelsalzes. Aus diesem ist also zu -u ersehen, daß diese Quellen von wenig Nutzen seyn können, wie es denn auch schon die Erfahrung erwiesen hat. Da nun die Untersuchung gegen N. O. gerichtet war, so folgte ich dem Ktlpastrome abwärts, wo an dem Ufer ebenfalls Quellen von einem geringhal¬ tigen mineralischen Wasser waren; allein da der Fluß zu weit ausgetreten war, so waren solche beynahe ganz überschwemmt, so daß sie meiner Untersuchung ent- giengen. An dem Flusse mit weiterer Vorrückung kömmt man zu dem Orte Kostel, wo auf einem isolirten Kalkfelsen ein Schloß liegt, welches vor Zeiten sich jederzeit gegen die Einfälle der Osmanen tapfer gewehret hat; allein heut zu Tage ist es nichts yiehr, als der Wohnort des EigenthümerS. Hier fand ich auf dem Kalksteine einen rothen Thonschieser aufsihen, welcher weiter gegen N. mit einem Ofensteine, und kiesigten Trümmersieine abwechselte. Diese Steinart streicht nach S., so daß sie auf der anderer* Seite des Flusses wieder emporsteigt, und aller Orten mit weissen Quarzadern durchsetzt ist. Nach ein Paar Stun¬ den vor Polana war der Kalkstein wieder blos, welcher hier schwarzgrau aussah, und bis zu dem Orte Turn anhielt, wo ebenfalls ein beträchtlicher Bach aus dem Felsen kömmt, und sich in den Lachttiafluß ergießt. Alles ist hier im Grunde Kalk mit Thon rzpd rothem Lehm bedeckt, welcher sehr eisenschüßig ist, wie denn auch aller Orten gemeines Eisenerz, oder so genannter Wasenlaufer zu finden ist. So ist das Erdreich sich hier beständig auf der ganzen hüglichten Fläche von Zhernemel undMetlicka gleich. Nun wandte ich mich westwärts überKoprinje- Dol, oder Ness-lthal, wo ich die Thonerde mit vielen kleinen Kieseln und Jaspis- stücken angefüllet fand, welche letztere Steinart sich wohl hier täglich bilden mag, nachdem die oft ganz feine Thonerde sehr viel Eisen halt. Wenn man weiter vor. rückt über das Gebirg Veshnevl'z ohnweit Traunick, so findet man in einer Schlucht eine ganz schwarze, etwas trockne Erde, welche völlig der Basalterde gleich kam, die den größten Theil des Bttdiner und Aitmeritzer Kreises in Böh¬ men bedeckt, wo nachgehends bei Lohoshiz und Attßig die Basaltgebirge da. von entspringen, oder auch solche sich wieder auflösen, und erwähnte Erde erzeu¬ gen. Allein in unserer Erde fand ich doch nichts von Basalt, sondern etwas Horn und- Trappstein, welcher letztere doch ganz der Bruder vom Basalt, oder Säulenstein ist. Da ich mich nun gegen O. S. wandte, so kam ich zu dem Ursprünge des Flusses Boick, der nach Lauf einiger Meilen sich in die Grotte zu Postoma, wie im isten Bande erwähnt worden, verliert. Hier findet man al¬ ler 40 ler Otten die Kalkgebirge , welche im Grunde halten, mit Schiefer, und Kalk, sandsteine bedeckt, wo im letztem allerlei) gefärbte Kiesel stecken: als Iaspiö- achat, Hornachat u. s. w. wovon Stücke nianchmal ein sehr buntes Ansehen haben; so findet man auch ost schwarzen Hornstein darinn stecken, der, wie große Koral¬ lenäste, gabelartig gebildet ist. Nachdem man hier einen großen Theil der Kette übersetzt hat, so kömmt man auf eine erhabene hüglichte Flache, wo alles aus Kalksteine besteht: je mehr man nun von der Anhöhe herabkömmt, desto mehr finden sich zeitliche Geschiebe von Sandstcinschieser ein, welcher manchmal Ab¬ drücke von Fahrenkraut enthält, als LilnAO iolüä cani^koine villenii u. s. w. Zeitlicher Kalkstein findet sich auch hier aller Orten, der von dem Gehäuft von Schaalthieren angefüllet ist. Manchmal zeigt sich hin und wieder auch et¬ was Steinkohlen mit vielem Stinksteine. Der Kalkstein war hier aller Orken sehr fest, so daß er oft am Stahl Feuer gab. Da ich mich nun gerade nach W. hielt, so kam ich in die Gegend vor Eoniial/ wo ich zum zweytenmal mit einem Neugierigen die dortige, gegen W. N. gelegene unterirdische Höhle, oder Grotte untersuchte. Daß sie die schönste vom ganzen Krainlande sey, habe ich schon in dem ersten Theile erwähnet; hier will ich sie also versprochenermaßen be¬ schreiben: der Eingang in diese Höhle ist hier beynahe in der Ebne, wo große Platten von Kalkfelstn die Decke ausmachen; das erste Stockwerk war hier nicht sehr unbequem beym Hinabsteigen, wo man dann in eine ziemlich beträchtliche Aus- Höhlung kömmt. Als ich nun hier mich mit einer Fackel ein wenig umsah, ver¬ lor ich meinen Führer, der ein Bauer aus dem nächst gelegenen Orte war. Ich sichte von allen Seiten, aber es war mir unmöglich, solchen zu finden; als ich ihm zurief, erschien er gleich hinter einer Tropfsteinsäule, die hinter mir war, wo er aus einer zweyten noch beträchtlichem Höhle hervorkroch. Da die Tropfstein- säulen wie an den Wänden angehangt scheinen, so hatte ich nichts weniger, als vermuthen können, daß diese Säulen ordentliche Wände bildeten, und die Abtheilung von einer Höhle in die andere machten. Da ich nun auch diese zweyke Höhle besehen hatte, stieg ich mit Strick und Leiterstange in die Tiefe, wo wir in eine dritte Aushöhlung geriethen, die eben, und noch geräumiger war, als die erstere. Alles war auch hier mit Tropfsteine von allerlei Art gezieret. Die fein- röhrigten davon waren alle mit dem geschwängerten Master des Kalksteins unge¬ füllt, welches oft ganz schmierig anzufühlen war. Nachdem ich hier eine Zeit lang in den Winkeln dieses natürlichen Gewölbes herumgeirrek, stiegen wir durch eine senk- 4l senkrechte Oefnung in eine vierte, fünfte, sechste, und in eine siebende, welche die tiefste war; man kann die?lbtheilungen ( OoncamerätioE) dieser weitläufi¬ gen , und wunderbaren Grotte einem Cochliten, oder einer gewundenen Schnecke vergleichen, wo eine Aushöhlung in Schieferlage immer in die andere führt. Eine Beschreibung von dem darinn befindlichen Tropfsteine zu geben, wäre mehr als überflüßig; denn alle möglichen Abänderungen, die Guettal'd in den Gedenkfchriften der Pariser Akademie geliefert hat, befinden sich hier. Krystal- lisirt habe ich die Tropfsteine auf ihrer Oberfläche nie anders, als dreyeckigt ge¬ funden. Wenn ich eine Abbildung von dieser unterirdischen Höhle hätte geben sollen, so hatte es in mehrer» Durchschnitten geschehen müssen, weiches aber we¬ gen des Nußenö, den man davon schöpft, überflüßig gewesen wäre; doch ein Vorbild davon mag die Vignette zum erstem Bande dienen , welche die Grotte von St. Servelo vorstellt. Die ganze Gegend hier, welche aus Kalksteine be¬ steht, so wie der ganze Bezirk, Karst genannt, hat auch vielen Kalkstein, der zu dem Stinksteine gehört, und so fest ist, daß er meistens am Stahl Feuev giebt. Sein Bestand ist ein ziemlich feines Korn, von Farbe grau, und etwas eisenhaltig, braust mit den Säuren wenig, und nur dann, wenn man den Stein ein wenig anreibt. Das Sonderbarste ist noch bey diesem Steine, daß er mit vielen einschaalichten Versteinerungen angesüllt ist, nämlich Spindelschnecken von aller Art, lrelinintliolituL troclü, tekla conica, ankracHbllä ^Iabn'5, aut creuntiä, et oblice klriatiz, Ksjeri Orict. Alle diese Schaalen, welche den Stein aller Orten anfütten, sind wohl behalten, ohne dem, daß sie mit der steinigten Materie angefüllet waren. So sind auch Schrauben, Schnecken, kiel- - inimkolitllS turbim's, tekla turrürr conAloinerata turbini reeurvi roilri. et ore rotuucko, ^lart. Oonek^I. kiA. 1488-1429. nicht selten, so wie viele andere einschaalichte; nur zwsschaalichte habe ich selten da¬ rinn gefunden. Indessen sind die darinn steckende Versteinerungen weniger merk¬ würdig, als die Steinart selbst, der man ganz vollkommen die Verwandlung in Horn - oder Kieselart ansieht. Sollte man hier doch nicht in der Vermukhung stehen, daß eine gewisse Säure hier den Kalk in Glasart verwandle, eine Säure, die vielleicht hier zum Theil das Bituminöse, oder Brennbare im Steine aus¬ macht? Viele chemische Versuche haben dieses schon oft bestätiget, was in der Natur wahrscheinlich vorkömmt. Allein die Natur hat so viele Wege zu wirken, daß uns meistens unmöglich zu ergründen bleibt, welche sie dazu nimmt. Da hier, so wie die ganze Gegend, gegen S. und O. als wie von der Alpkette ge. La/'ttr'o/. IV. Th. § sanken funken ist , und also das Vorgebirg mit breitem Absätze ausmacht, so ist auch al- les hier mit Versteinerungen angefüllt. Dieses Thal ist also vor Zeiten unter Wasser gelegen, und mag also einen für sich großen See, oder auch wohl eine Bucht des asiatischen Meers ausgemacht haben; und so wird damals die juli- sche Alpkette dem Meere die Granzen alihicr gesetzt haben, oder ist wohl auch das Meer hinter den Alpen gestanden, daß also diese hohe Berge nichts als In¬ seln vorgestellet haben, wie noch dermalen unsere Inseln in dem Meere, die wie in einer Kette gcreihet bis Ragusa mit den Alpen gleich sortlauscn, zu sehen sind. Da ich im ersten Bande von der Seegegend von Trst, oder Triest Erwah. nung gemacht habe; so bin ich auch diese Gegend dermalen übergangen, uni mich gegen Mittag in den innern Theil von Istrien zu begeben; bevor aber machte ich meine Untersuchung über das Gebirg Kokllsh, Zhmi-Drdo, auf den soge¬ nannten oblizke! Ke - polje. Alles war talkartig, viel mit Versteinerungen angefüllt, als mit Pholaden, u. s. w.; Doch die etwas beträchtlichen Höhen be¬ stunden aus altem Kalksteine; hin und wieder fand ich Kalk und Sandschiefcr in ordentlichen Lagen, welche letztere Steinart zum Bauen sehr tauglich ist, so wie auchzur Bedeckung der Häuser, die die ausserordentlich hier herrschenden Winde ohne diese Last alle Augenblicke abdecken würden, so niedrig und stach die Dächer auch sind. Da auch hier die Auflösung der Gebirgarten in einen rothcn eisrnschüßigen Thon, oder Lehm übergeht, so ist auch aller Orten etwas Eisenerz zu stnden; auch an vielen Gegenden etwas Hornstein, der sich aber zuFlintcnsteinen nicht zu- richten läßt. Das Volk, was diesen kleineck Erdfieck bewohnt, scheint von einer ganz besonder» Abstammung zu seyn, hat sime eigene Sprache, welche ein akteS Illirisch-Slavisch ist, und sind noch ein Uebcrrest von den alten Iapodcn, oder Iapidiern, und leben überhaupt sehr mühselig, da ihr bewohnter Erdstrich aus blcßrn Felsen besteht, wo es blynahe ganz an Erde, Wald, und Wasser fehlt. Gegen Mittag haben sie wenig Weinbau, und wilde Acpsel, wovon sie Eßig ma- chen, und in dem übrigen Lande verkaufen; ob sie gleich oft sehr viel Hunger lei¬ den, so sind sie doch stark, und gesund, und ihrem Vaterlande sehr ergeben, und es gilt^as von ihnen, was Valvasor von ihren Brüdern, den Karstnern sagt: der öftere Mangel an hinlänglichen Nahrungsmitteln entnimmt ihnen doch nicht ganz die Kräfte, sondern sie sind dennoch gleichwohl stark, frisch, und gesund, weil bey der Mäßigkeit ihrer Lebensmittel die menschliche Gesundheit sich ge¬ ni einig. 4Z melniglich besser befindet, als bey der müßigen Fülle, und Ueöerfiüßigkcit. Die Wahrheit dieses Sah bestätiget der frühe Tod der M Die Tracht eines Zhitshen (Iscbiitlcken) ist ans dem Kopfe ein hoher Hut mit Schnüren, und Quasten von Roßhaar umwunden; die Haare fliegend, fo lang sie wachsen, und ein starker Kncbelbark; um den Hals nichts; auf dem Leibe ein grobes Hemd mit einem Halbrock, oder Art eines Kaftan; im Regen eine Art Mantel von Schilf; im Winter manchmal ein Pelz; um den Leib einen Gürtel von Leder mit einem Messer; lange Beinkleider mit Bastschuhen; dann gewöhnlich ein Stock mit einer kleinen eisernen Hacke daran, und nach Gewöhn, heit der Türken uvd Katholiken, den fogenanten Rosenkranz in der Hand. Das Weib tragt auf dem Kopfe eine Art eines Turban, welcher von einem langen lei¬ nenen Tuche um das Haupt gewickelt wird, welches wie zwey Hörner auf den Seiten bildet; um den Hals nichts; über das Hemd an dem Leibe eine Art eines kleinen Wamms; daun einen langen Ueberrock ohne Ermel, oder es hangen auch wohl solche auf dem Rücken angeheftet; dieses Kleidungsstück ist im Winter von schwarzer Wolle, im Sommer von Leinen; manchmal vorn ein Vorkuch; an den Füssen Socken, und Schnür - oder Bastschuhe: wie man auf der Charte Mann und Weib abgebildet findet. Was das Aussehen dieser Leute, und ihre Natur betrist, habe ich schon mit einigen Worten im isten Theil Seite 55. von den Li- burniern, mit welchen sie ganz gleich kommen, Erwähnung gethan. Von dieser Gegend gieng die Untersuchung immer mehr gegen Mittag ab¬ wärts in das Hysterreichische, wo ich durchaus nichts als Kalksteine mit Verstei¬ nerungen antraf; der Stein war meistens von Farbe weiß, oder graugclb. Die meisten Versteinerungen waren hier Linsensteine, oder Pfennigsteine (Lrellnirr- tkoiituä NLUtürs teüi8 j)lam8 mmoribu8 1olutt8). Diese Versteinerungen machen mit der Mutter, worum sie sihen, ein fo festes Ganzes aus, daß der Stein eine recht gute Politur annimmt, und für einen guten Mar¬ mor gelten kann. Auf dem Berge SbelniZa, der eben aus Kalksteine, so wir alle umliegende besteht, war in seinem Ausschnitte hin und wieder etwas Sand- stein, der ab r wegen seines vielen eingemischken Kalks unbrauchbar ist. B^S zu dem Orte Bttse. (man sebe die Charte zum isten Theil) allwo dsrQuietostuß entspringt, war die Sleinart immer dieselbe, und meistens mir Versteinerungen angesüllt; unter den vielen bekannten fand ich einen versteinerten Seestern, der F 2 am 44 am Rande doppelt gezahnt war, und nur vier gegliederte Arme hakte; man könnte ihn also bestimmen: kelinimli. aflerio sUstlis quater ellj^tici8 urtioulA- tiä clux>'o crenatis. Ich weiß mich niemals zu besinnen, etwas so ähnliches grfthen zu haben, zumal daß die Strahlen eines Seesterns gegliedert gewesen mä¬ ren ; so auch die doppelte Zahnung. Gegen N. O., allwo das etwas höhere Ge- birg Oelak, und Sia liegt, hat man ziemlich guten Marmor von alle, len Far- ben; doch der trümmerartige (Lrecciata) ist der ansehnlichste, und ohneVerstei- nerung. Bey weiterm Vorrücken gegen Mittag hatte ich immer sehr niedere Ge¬ birge, ans zeitlichem Kalksteine mit Versteinerungen bestehend. Die Hügel wa¬ ren alle sanft fallend, mit Lehm bedeckt, und Weinreben beseht. Unweit des Orts Comar kam ich zum Ursprünge eines Wildbachs, derben Novako das Erdreich lief einschneidet, und sich unter einem Fcksen, worauf ein Schloß steht, und nebenbei) der kleine Markt Pasna, oder Pismo liegt, in einer Grotte ver, schlingt. Da nun die darüber stehende Felsen einen täglichen Einsturz drohen, und man keine Vorsicht dawider braucht; so ist nicht zu zweifeln, wenn einmal dieser Fall sich eräugnen sollte, und das joch verstopfet würde, wo dermalen der Fluß ausgenommen wird, daß dadurch die ganze Gegend von einigen Meilen unter Wasser zu stehen käme, wie man das Beyspiel schon an dem Zhepltscher See hat, wovon ich im ersten Bande Erwähnung gemacht habe. Die Kalkfck- ftn, welche hier bey Mitterburg, oder Pasna, Pismo eben aus Schichten beste, hen, haben ost ganze Lagen von Spath, und aufgelöstem Schiefer eingeschlossen. Oberhalb dem Stäbchen fand ich in der Dammerde viel Glaskopf, oder reich am Ei- ftn haltenden Blutstein. Da hier die Untersuchung nach allen Gegenden geschah; sd sah ich auch die Menge der.Seeigel, welche unter dem Dorfe E)c'l'd0-Solls in einem schmuzig grauen Kalksteine staken. Da unter diesen versteinerten Thieren eine Art sich befindet, welche noch nicht bekannt war; so beschrieb ich solche vor 12 Jahren etwas unvollkommen in dem n Theil des Naturforschers S. io;. Die Art und Weise, wie sie hier brechen, ist in dicken Schichtenlagen, manchmal so fest, daß man sie ohne zu zerbrechen nicht heraus bringen kann. Diese Seeigel sind von der Größe eines Kubikzolls bis über einen halben Schuh; ich glaube nicht, daß es jemals viel größere gegeben hat; manchmal hat er an Gewicht von 5 bis 12 Psunde, 5 Zoll, und darüber an Höhe, und ost am Grün- de 6 breit. Die Versteinerung der Schale des ThlerS ist grauer Kalkspalh, der eine solche gute Politur annimmk, daß man Dosen daraus verfertigen kann. In der Höhle der Schale ab»r ist nichts anders, als eine Art eines gelben Stemmer- gels 45 gels von weichem Bestände. Nun kömmt es auf die Bestimmung dieses Thiers an: was die äussere Bildung anbelangt, ist es bald oval, oder herzförmig; folg¬ lich kann hier die Flgur, Größen, s. w. nichts bestimmtes geben, sondern nach der natürlichen Elntheilung zur zweyten Klasse des nämlich unter Lcki- nit(?8 irreAuiares: sprrturu :mi lubtu8 vti 08. Als ich das erste Exemplar von dieser Versteinerung erhielt, so war ein Theil des Rands abgebrochen, wel¬ cher eben den After des Thiers inhatte; da ich nun solchen nicht hier vermuthete, so hielt ich mich berechtiget, das versieinte Thier, oder seine Schaale zu der ersten Klasse des l_änne zu rechnen, und für eclstnu8 ciciuris köemulpbwrico- cke- pressu9, (welches aber nur an kleinen Stücken Statt hat) 3mbulacri8 uii8) kommen; so verlie¬ ren sich solche; bey dem Winkel am Grunde fange« sie wieder mit einer einfachen Reihe an, und enden sich beym Munde doppelt, doch nur wechselweise schief über, einander gelagert. Die 4 Linie breiten Blätter, welche zwey Arme des Sterns bilden, sind in der Mitte durch Nähte aneinander gefügt, so daß immer ein wink- lichtes Blättchen gegen zwey überstehende halb anstößt. Die Blätter zwischen den Sternstrahlen, oder größer« Fildern stossen eben so auf einander, und sind 5^ Linie breit, das ist, bey einem groß.« Körper, wie zu Anfänge erwähnet F z wer. 46 worden; folglich kommen 7 bis 8 Brettchen der schmalen Felder auf eins der großen, die aber bey der Umbiegung am Grunde, wie oben erwähnt, schmaler werden. Allein bey vielen Tausend dieser Versteinerungen, die ich. zu sehen be¬ kam, war mir diese sonst gewöhnliche Bildung (üruAuru) verborgen, indem das Thier, obgleich sest versteint, doch wie eine zwote Decke über diese Brettchen, welche das Gehaus bilden, hatte. Dieser Uebcrzug besteht aus lauter 5 winkst- chen kleinen Nadelköpfen, Großzellen, oder Vertiefungen, welche in der Mitte . ein kleines Knöpfchen haben; vielleicht hat di?ß als eine ckchse in den Stachel ge¬ dient. Dreß ist also die Ursache, warum, als ich diesen Körper zuerst beschrieb, mir diese Bildung entgieng, nachdem der erste Uebcrzug bestand, und ich die Lö- cher zwischen den Brettchen des Sterns sür bloss Nahte, oder Fügungen ansah, und nicht bemerkte, und an dem damals einzig gehabten Exemplar nichts, als bloss O.uerstreifen, wie die gegebene Abbildung gezeigt hat, gewahr wurde, wo doch ein solcher großer Seeigel an einem Arme des Sterns, wenn die erste Decke fehlt, 280, und an alten 2820 solcher Löcher, wo die Fühlfaden herausgehen, zu sehen hat. Was aber die 5 eckigten, oder bienenförmigen Zellen belangt, die die Diehlen, oder Brettchen überdecken, diese sind unzahlbar. Aus dieser nun hier gegebenen Beschreibung ersteht man klar, daß dieses Thier nach dem Systeme des Klein, naturulis cki§j)otttio ecirittoclermattun 3b 3NN0I778, auf dem unrechten Orte steht, und nicht zu dem rmocyüos, sondern zu den catocyüOZ, oder zweyten Klasse, wo der After unken am Ran. de ist, gehört. UmMehrDsutlichkeit halber habe ich auf der zten und 4tcn Vignette zu Ende der Vorrede, und Anfänge des Textes ein solches Petristkat im verjüng- ten Maßstabe, nämlich noch mehr als zweymal so klein, vom Wirbel, und von der Grundftite vorgestellt, das ist, jederzeit so, daß ein Thcil mit.dem sternför¬ migen Uebcrzug, und ohne solchen zu ersehen ist. Diese Thiere, besonders jene, welche manchmal die Größe eines männlichen Hlrnschadels erreichen, stnd oft mit kleinen Austern, und andern jweyschaalichten Thieren beftht, welche sich eben mitversteint haben; doch fand ich solche niemals am Grunde, sondern nur aus dem gewölbten Thcile, nämlich vom Wirbel herunter: ein Zeichen, daß sich solche Schmarezkhiere schon bcym Leben angehangt haben. Nacl-dem ich mich hier eine Zeit mit Aufsuchung von Versteinerungen auf, gehalten hatte, wandte ich mich in dem stets einförmigen zeitlichen Kalkgebirge weiter 47 weiter nach S. O. zu. In der Gegend Treviso sind meistens die Kalkhügel hohl, welche die Wasser von allen Seiten verschlingen. Alkes ist auch hier mit Ver¬ steinerungen angefüllt; nur daß hier die Gebirgart fest ist, und man solche nicht leicht von ihren Lagerstätten absondern kann; allein wenn man weiter gegen S. vorrückt, so werden die Gebirge niederer, und von weicherm Bestände, wo dann ganze Berge, ja man kann sagen, daß ganze Gegenden aus blosen Versteinerung gen bestehen. Um den Ort Gallignana bestehen ganze Hügel aus Helliziten: kelmintk. N2utili§ lmmi8maliä, oder Pfennigsteine der Steinöeschreibcr. Man findet sie allhier von der Größe eines Stecknadelkopfs bis z Zoll im Durchschnitte, wovon jederzeit die beuden Flächen fehr zusammengedrückt sind, daß es beym Durch¬ schnitte der großen Körper nicht einen Viertelzoll auStragt; der Rand ist ganz scharf, manchmal etwas gefaltet; die Versteinerung ist gelbgrau spcuhartig. Diese Art von Versteinerung ist allhier so häufig, als es in einem Orte der Welt möglich. So finden sich doch unter diesen auch andere als Schifsbote, kelmimk. rttmtil. nämlich glatte, wovon die Windungen auf atlerley Art gestreift waren, wo beym Auslaufen der Streife sich wie zwo Erhabenheiten zeigen, welche kleine Knöpfe vorstellen. Oft fand ich auch von diesem einfchaalichten Gehäuße, daß die Streife zu Anfänge erhaben, breit, und einzeln waren, nachgehends aber sich gabelartig theilten. Diefe Abänderungen sind hier ausserordentlich vielfältig; Lujer in Lupplement. ack Orz-ölo. nov. lab. XI. kiZ. 4. hat eine gute Abbildung davon gegeben. Kömmt man in die Gegend von Pitshm, oder Pctma, so findet man auch solche Nautiliten, mit Stacheln, aber nicht sehr kennbar; darunttr kommen doch auch manchmal Archen vor, und zwar die Arche Noah keim-mk./Xrcn, etwas zusammen gedrückt, und gestreift, wovon die- Spitzen gewölbt sind, und eben graugelb, spathartig versteint. Amons-Hörner sind eben nicht selten; aber besonderer Arten habe ich nur ein einziges beobach¬ tet, und das zwar, wie alle, klein, und kalkartig versteint; es war mit einem rinnensörmizen Zirkel, oder Band umgeben, wovon nach allen Seiten gabelar¬ tige Streifen liefen. Da das Exemplar nicht vollkommen war, so habe ich auch keine Abbildung geben können; Trochlten, oder Kräuselschnecken sind von aller Art in dieser Gegend, wovon einige sehr aufgeblasen, mit gezahnten Furchen, und schief gestreift sind. Den Kern eines Trochit fand ich in der Dicke einer Mannefaust, aber keine Spur von der Schaale mehr daran. Eine Wenge ver- sieinter Seeigel war eben auch hier; ich konnte mehr, wie 40 Abarten, und Ar¬ ten zählen, die ich unter vielen Tausenden sah; allein von den obenerwähnten gro- ßen 48 ßen Knien einzigen: es scheint also, daß diese Thiere stets ihrem Gebm tsorts tren bleiben. Unter den gemeinen, und nm häufigsten waren die sternförmigen dcü Klein, nämlich l^ecieä ?IoLü X. ich fand sie meistens mit einfachen Strahlen, die Felder aber ganz mit sternförmigen Punkten besetzte fo auch alle jene, die in erwähntem Werke Hb. XUI. Xi V. abgebildet sind, kann man hier meistens spathartig versteint finden, zu geschweige« alle die vielen ein. und zwey. fchaalichten gemeinen Versteinerungen, die mit diesen Seeigeln die Vorgebirge mit ausmachen halfen-, denn wenn man alles hier hakte anfzcichnen sollen, so würde ich mein Vorhaben ganz HLndanseHen, und, anstatt mein Werk mit diesem Theil» zu schliessen, noch vier solche mit Petrisrkalen von keinem sonderlichen Nutzen ver¬ größern müssen. Nun besuchte ich auch den kleinen Ort Petina, welches ein auf einem Kalkftlsen gelagertes elendes Dorsund eines der ältesten BiSthümer der katholischen Gemein- de ist. Der hiesige Bischof hat den zten Sih bey den Kirchen-Versammlungen, seit dem der heil. NicetzhoruS hier als Bischof gestanden; ich machte auch hier meinen Besuch bey diesem Seelenhlrten, welcher der letzte war, nachdem Joseph dieß Bisthrrm aufgehoben. Als ich nun in das Gebäude des Bischofs kam, so dachte ich wirklich zu des heil. Nicephorus Zeiten zu leben, wo die Hirten noch mit hölzernen Stäben ihre Gemeinde hüteten, und also leicht zu Fuß gehen konnten; da sie aber solche heut zu Tage in Gold und Silber verwandelt haben, so kann es wegen dieser Last ihnen nicht mehr zugemuthec werden, ihre Besuche nach dem Gebrauche der ersten Kirchenjahre zu vollziehen. Die Hütte, wo unser Hirt wohnte, war ein elendes kleines Gebäude, das täglich den Einsturz drohete. Der alte Greis, den ich darinn fand, und nun Bischof von Zeng, oder Sein gewor¬ den, lebte, und führte seine ganze Wirtschaft mit einem Jungen, und einer Magd, die alle drey zusammen bey einem Hecrd kochten, und sich wärmten, so daß ich mir niemals den elenden Zustand eines katholischen Bischofs auf eine s- auffallende Art hatte vorstellen können. Ich bedauerte recht sehr den Zustand die- fts Mannes, und glaubte, daß seine Einkünfte so schmal wären, daß er nicht besser leben könnte; allein seine Vorfahrer hatten nur 520 fl. und dieses seine wurden durch die mildreichesie Theresia auf 1520 si. vermehrt; es war also hier nicht Nothwendigkeit dieses elenden säuischen Lebens, welches dieser Mann führte, noch war es Frömmigkeit noch Freigebigkeit für die Armen, sondern blofer Geiz, der ihn zu einem Quadrupel) heruntersetzte; und, obgleich Joseph ihm ein Viöthum 49 Biöthum von I2QOO fl. jährlichen Einkommens dermalen gegeben, so hat sich doch der Lebenswandel bey diesem Manne nicht um ein Haar gebessert, wo er in BukM'i seinen dermaligen Wohnort hat, und auch sein Leben wohl mit 90 Iah« ren schließen wird. Indessen, obgleich der Ort Petina elend ist, so ist die An¬ sicht schön, und über den größten Theil von Istrien; nur gegen O. machen die rnontes Orficlicrae ein Hinderniß, daß man nicht in das Liburnische Meer sehen kann. Alles ist um diese Gegend bloser Fels, so auch der hohe Berg Utshka, oder mon8 mgjor, welcher von allen Seiten Wasser giebt, die sich in den See von Zhepitsh ergießen. Unter diesem oben erwähnten Orte findet man in den schicferichten Kalkhügeln eine große Menge von versteluten Seekrebsen; die mei¬ sten sind der crmcer pLAurus des der hier Zrancipor i genannt wird; so auch der cancer inchor des Mtthioli, oder Grancevoli: letztere sind die häufigsten; beyde Arten werden zum Genuß noch täglich an den Seeküsten ge¬ fischt. Diese Krebse sind nur zum Theil versteint, aber mehr kalcinirt, und stecken in einem grauen Kalkschiefer; manchmal habe ich doch die Schaale davon spathartig gefunden, und vollkommen versteint. In einer kiefern Lage, wo wie¬ der fester Kalkstein sich elnfand, kamen viele zwoschaalichte Versteinerungen vor: als Austern, Cham-und Herzmufcheln von vielfältiger Abänderung an Größe, und gestreifter Bildung. Bey einigen Herzmufcheln waren die Backen, nates, ausserordentlich auseinander gebogen, und zugespitzt. Stcindatteln, xkola- 6e8, kamen mir hier zum ersten in Istrien vor, und oft z Zoll lang versteint; sie waren vollkommen, und fest in der Steinart fitzend, indem sie beym Leben sich schon einbohren, wie man die Felsen aller Orten an dem Meerufer davon durch¬ löchert findet. Unter den zwoschaalichten Muscheln waren die Austern, Wasser¬ scheiden, Herz - und Bastardmuscheln am häufigsten; auch ein paarmal fand ich eine lerebratula von der Größe einer Haselnuß, so wie ich sie eben dieses Jahr aus deb See von den Afrikanischen Küsten, nämlich bey der Insel Tabctt'k ge¬ fischt , um die Hälfte kleiner erhielt. Es war nach Chemmtz Conchylien. Cabinet die ^nomia vitre.1 oder Glasbohrmuschel, welcheläb. 78» kiA. 707. abgebildet ist. An einer 50 Pfund schwerenramea L.mnei, fand ich mehr als 50 solche wohl bewahrt anhangen, mit einem schwammigten Wesen umhüllt. Röhrenschnecken waren sehr gemein, allein, und auf andern Körpern auffitzcnd. Die Aussitzerde war die 8erxu!a twAuina, oder Hünerdarme, die Schaale war der Lange nach gespalten mit besonder» Seitenstrelfen, welche man sonst an dein v-rsteinten Körper nicht findet. So ist auch hier die Sandpfeife und Horn- O, La^ro/. IV. Th. G schlänge, 50 schlänge, ^elmiiit^olitus lcrpula teÜa contoita plicata lemitereti Leu ver- mieulari. Diese beyde Arten lassen sich schwer mehr der Natur nach abneh- men, sind mehr kalcinirt, als vcrsteint, so wie alle vorerwähnte Arten mit Kalk versteint. Hier kamen auch wieder Seeigel vor, worunter einige Paar sich besonders auszeichneken, nämlich einer der am Rande gezahnt war, wie in drcy Hauptlagen getheilt: folglich eine Art eines Räderkuchen, kolmintlrol. eelumi8 rotula, und macht das dritte Geschlecht der vierten Abtheilnng bey Klein aus, wie er dann auch auf der XXll Tafel eine Abbildung davon gicbt; mir zeigte sich unser Kör¬ per selcht, eingezahnt, und die Lagen tiefer getheilt, die man aber wegen dcr Ver. fiümmelung des Körpers nicht abnehmen konnte, aus wie vielen Bretchen eine solche Lage bestund. Die Versteinerung dieses Körpers war fest, kalkartig, ohne Spalh. Die zweyte Art war kelmimkol. ciclari'8 miliari8, Seeapfel, der öeynahe ein vollkommenes Dreyeck vorstellte, indem er an dem Rande wie halb abgeschnitten war, wo er an dem obern, der gegen dem Wirbel zu stehet, den After hatte, so daß, wenn man unfern Körper darauf stellte, er einen vollkommc* nen, ins Dreyeck fallenden Kegel vorstellte. Meine fernere Untersuchungen zu dem Flusse Ursa gegen S. waren in eben dem Gebirge voller Versteinerungen. Unter einer Menge Pateln, kelmiutk. pa- telr teüa orbicuIatL vertice mteAro Oelneri, die ich hier antraf, war ein gerippter Sonnenstrahlschirm, welcher ganz besonders gebildet; er war einen Kubik¬ zoll groß, mit geschlossenem Wirbel , und erhabenen Knöpfchen, von welchen et¬ was erhabenen gewölbten Rippen, oder Strahlen einige zu dem ganzen Umkreis hinliefen; bevor aber diese Strahlen den Rand erreichten, theiltcn sich solche gabel¬ artig, ckiekotoma, in zwey Theile. Die ganze Oberfläche dieses Körpers ist warzenförmig, so wie sein Rand etwas gefaltet. Die Versteinerung ist grau spathar- tig: man sehe auf derben Vignette zur Vorrede bey eine Abbildung davon. Bey weiterm Vorrücken nach S. zu wurde das Erdreich immer niederer, welches im Grunde Kalk hatte, und mit einer eisenschüßigen rochen Thonerde be¬ deckt war; so wurden die Versteinerungen immer weniger. Nun wandte ich mich gegen W. über Apleine nach St. Vincenzo, und dann gegen N. dem Lemma' stuß aufwärts. Bis hieher hatte ich ziemlich flaches Land mir beyläuflg eben dem Klimate, und Gewächse, wie m der Provence. Der Liüus 5r moi^pel. sulvilolm, der Wachholder mit dicker, und rether Frucht; ^mipe- ru8 k>ermuc!iulm, p.'/lacm terebent. et ^e^tizcuZ I^iunei u. s. w. waren hier häufig schon anzutreffen, als sich auch die Zikaden hören liessen. Ben Con- fanaM/ als ich mich wieder nach N, wandte, kam ich auch wieder ins Gebirg mit Versteinerungen. Unter den unzählbaren Zoophytett, und zweyschaalichken Muscheln zeichnete sich eine Tellmuschel besonders aus; sie hat viel ähnliches mit jener, welche Spengler in dem zten Bande, Seite zrz. Vll. 2Z-2g. der Beschäftigungen der natursorschenden Gesellschaft zu Berlin beschrieben hat; nur find die Streife nahe an dem Schlosse mehr spiralförmig; die ganze Größe beträgt eben auch nur einen Zoll, etwas darüber. Die Versteil erung ist graukalkartig. Man sehe davon die Abbildung auf der letzt erwähnten Vignette bey L. Im fernem Heransteigen fand ich eine Menge Astroiten, kelmintk. rrKe- ria coiulnimris, und Radersteine, kelmintk. entrocnus, und unter diesen den Eindruck eines schmalen Gebisses eines Fisches. Es waren gepaarte Löcher, von Figur einförmig, schief, ein Paar Linien weit aus einander gelagert; an einem Ende giengen sie schmal zusammen, und etwas , gebogen, als wie das Gebiß des inerAu«;, oder Sägschnablers des l^inne. Der Löcher konnte ich neun Paar zah¬ len ; vielleicht waren ihrer viel mehr, indem der Kalkstein, worinn der Eindruck war, durch Verwitterung, oder Rollen des Wassers abgewetzt war. Es ist auch wohl möglich, daß es von einem Wasser- und Landthiere sey, welches uns viel¬ leicht unbekannt ist. Hier in dem Geschoder von Kalksteine waren auch versteinte Alcionen kennbar; doch habe ich hier niemals den alcionus Mulolus d-s Rosili i bemerkt, der in dem obern Theile des Landes gefunden worden, und ich im 9km Stücke des Naturforschers beschrieben habe. Hier kam ich zu einem Kloster St. Pietro in Bosco genannt, welches von bärtigten, und weißgekleideten Mönchen, die man Pauliner nennt, bewohnt war. Das ist ohne allen Zweifel der einzige Orden bey den Katholiken, wo der Stifter nicht geheiliget worden, vermuthlich weil ihn die Mönche, die den Domherrn niemals hold sind, und der Stifter davon einer von dem Bisthume Gran in Ungarn war, nicht heilig gespro¬ chen haben, welcher es doch eher verdienet hätte, als viele andere, da er die Monaden, oder Vagabonden von Einsiedlern zusammenrafte, und sie unter einer G 2 gehöri- 52 e gehörigen Disziplin leben machte; allein dermalen besteht nichts mehr von derglei¬ chen unnützen Leuten im Lande. Von dieser Gegend machte ich meine Untersuchungen ferner gegen N. Nicht weit vom Ursprünge des Ammastusscs fand ich eine mir ganz unbekannte Versteinerung. Es war eine zwoschaalicl/e Muschel von dem Geschlechte der Kamme, peäkines. Das Schloß davon zeigt wenigstens ganz das Geschlecht davon, wie in dem VII Bande, zg6 Seire des neuen systematischen Conchylien» KabinetS von Chemnitz unter der Bestimmung irre^llluieZ, wo es heißt: pcöken inKutus vtrin^ue Kürn8 telka ovali, aec^ui vulvi etc. Allein unser Körper ist auswendig ganz glatt, in der Mitte erhaben, der Rand scharf. Nebst dieser Versteinerung kam mir auch eine Auster, kclminlk. ostrcae vor, die beynahe vollkommen rund war, wovon ich keine achtere Beschreibung stnde, als bey RttMph in seiner Amboinischen Raritätenkammer S. izg. wo er sagt: die achte Perlenmutterauster wird auf den Amboinischen Inseln gar nicht, wohl aber eine andere Art gefunden, welche dieser sehr ähnlich ist, aber keine Perlen führt; wir nennen sie Teller, (^atclpoorc!je5) und silberne PieringS. Mehrentheils ist sie rund> wie ein Teller, an der einen Seite des Schlosses mit einem Ohr, (welches aber bey dem gefundenen Exemplar nicht zugegen, ) der ganze Rand der Schaale umgebogen, und auswendig glatt; inwendig aber durch eine Rippe wie in zween Theile getheilt, wo in der linken Hälfte eine ovale Grube sich befindet, wo ohne Zweifel das Thier angehängt war. In dieser kleinen Höhle stecken noch der¬ malen verfteinte Heliciten, darinn welche einen Körper mit dem Ganzen machen. Das Schloß ist 4 Linien breit, und gegen ro lang, ganz fein in die Ouere ge¬ streift; mitten ist eine abgestumpfte kegelförmige Aushöhlung, wo der erhabene Theil des Deckels hineinpaßt. Das ganze, das Schloß ausgenommen, ist völ¬ lig glatt, und spathartig versteint. Man sehe eine genaue Abbildung davon in na¬ türlicher Größe auf der Vignette V. Versteinerte Anomien, kelmintk. anomalez fand ich hier verschiedene , welche den Renten viel ähnlich kamen; so auch Belem- niten, und Bastardarchen. Amonshörner kamen manchmal vor, aber mehr klein, als groß; so find auch die Versteinerungen des Zoophyten-Geschlechts sehr gemein: als wellenförmige Fungiten i^elmmtkl. ma6reporae compolitae l^rr- k>)'rilubül0rm. wovon man manchmal zwey Schuhe große Stücke findet, wel¬ che kalkartig versteint find, und eine ziemlich gute Politur amrehmen. Korali- njsche Röhrgehäuse sind eben auch nicht selten.? Ein paarmal habe ich ein unvoll. komme- / - 5Z kommenes Medusenhaupk, kteimintk». asterms, caxut I^eckusbe gefunden, welches nur bloS kalkartig versteint war. Bey der großen Menge von Verstei¬ nerungen, aus welchen hier das Lund besteht, ist der Unterschied sehr groß gegen die etlichen Stunden weit davon eben so niedrig gelegene Inseln, indem man in solchen eine Menge Knochen von vicrfüßigen Thiercn versteint findet, wie solche FoNls ausführlich beschrieben hat, welche hier nicht Vorkommen. Was mag wohl die Ursache seyn? Vielleicht sind diese Inseln vor Zeiten am festen Lande ge¬ hängt , und haben eine andere Katastrophe erlitten. Doch Vulkanisches habe ich niemals beobachtet, wodurch auf einmal diese Erdebewohner waren begraben wor- den. Da ich nun hier gegen S. abermal an die See, oder mare uclriaticum kam, und links, und rechts aus vorgehenden Reisen mir alles bekannt war; so hörten dann allhier für allezeit meine physikalischen Reisen in diesem Lande für ewig auf, obgleiches Stof genug hat, um eine eigene Naturgeschichte zu ver¬ dienen. Wenn man hrer an dem Meerufer sich befindet; und sich gegen N. wen- det, so sieht man nur zu klar, daß dkefer Theil ein iatu8 lubitamm campus scsuaruin gewesen, und die Montes Laldien, welche auf der Charte des er¬ sten Theils zu sehen sind , geben klar an Tag, daß sie wegen ihrer Höhe als In. seln darin gestanden haben, und sie, wie ihre Nachbarn- welche die Jütischen Al¬ pen ausmachen, von einem alten Herkommen seyn muffen, nachdem sie keine Versteinerungen führen, wie ihre untergeordnete Vorgebirge bloS aus solchen be¬ stehen; tägliche Erfahrungen der neuern Reisebeschreiber bestätigen dies auch von andern Länder, wie neulich Volney von Syrien meldet, daß auf dem Libanon, ob er gleich so wie der Berg Carmel aus Kalksteine bestünde, doch auf seiner Anhöhe keine Versteinerungen sich fänden. Daß aber der niedre Theil von Histreich (kMria) schon viele tausendIahre im Trocknen seyn mag, scheint ganz wahrschein, lich; und obgleich der Boden aus blosem Meergrunde bestehet, so ist er doch nichts . weniger , als fruchtbar, und man würde sehr falsch schliessen, wenn man behaup¬ ten wollte, daß diejenigen Lander am fruchtbarsten sind, welche am spätesten von der See verlassen worden; Hungarn z. B. ist gewiß kein altes Land, wie ich im isten Theile erwähnet habe; allein seine Fruchtbarkeit ist lange nicht mit dem Böh- mischen zu vergleichen, welches doch ganz gewiß schon länger im Trocknen sicht, und stets von Millionen Geschöpfen ausqesaugt wird; denn würde Ungarn eben so bevölkert seyn, als Böhmen, und die Felder nicht so lange brach liegen können, als es dermalen geschieht, so würde man diesen Ueberstuß nie finden, den man dermalen in manchen Gegenden hat, wo man ost nichts als ganze Wälder ver- G brennt, 54 ' - brennt, um zu düngen. Niemals wird man sich vielleicht von den unübersehllchen Haiden, oder Steppen das zu versprechen haben, was Oesterreich, Mahren, u. s. w. täglich liefert; es sey dann, daß sie durch Länge derZeit mit Malden» be¬ deckt würden, wo dann aus deren Verfaulung fruchtbare Erde darüber gebildet würde. —- Was für eine Verschiedenheit des Grundes, oder Dammerde ku- MU8 veZetubilis von erstcrm zu lehterm! Gewiß ist es, daß die Erde nichts we¬ niger, als in dem Grunde des Meeres auSrastet. Es sind der Einwohner zu viel, die täglich Nahrung haben wollen, und wenig zum Wachsthume der Nahrungs¬ mittel beytragen. Aber ganz anders verhalt es sich auf der Oberfläche dor Erde, wo die Pflanzen, und nicht die Thiere die Oberhand haben; da emstcht täglich, wie gesagt, neue Erde von der Verwesung der Baume, Thiere u. s. w. welche lehten viel mehr brennbaren Stof in sich fassen, als jene das Meers, wo die Su me in höhern Gegenden verwittern, und in die Fläche geführet werden, wo dann aus solchen die Gewächse vieles zu ihrem Wachsthume finden; vielleicht ist dicstr Ue- bergang der Natur gemäßer, als daß die Schaalthiere die Glascrde in Kalk verwandeln, auf welches dann so angesehene Geologen die Schöpfung gegründet haben; allein Mangel an Erfahrungen von solchen Wohlrednern, die mit derZeit durch ihre eigene Werke ihre Blöse zeigen, als eines Buffon u. s. w. dann blindes Nachbethen von tausend andern, welche oft nichts, als den Schlamm von dem Zentralketten-Gebirge des Welttheils, wo sie wohnen, gesehen, und oft auch nur falsch geprüft haben. Dieser Irrwahn hat dann beynahe allgemein falsche Begriffe in ganz Europa über die Entstehung der Gebirge hervorgebracht, und glauben gemacht, daß die Gebirge nur durch Feuer u. s. w. entstanden: denn es war immer leichter zu glauben, als zu untersuchen; folglich hat jederzeit die Wohl« redenheik, so falsch auch die Sähe waren, behauptet, und wird noch künftighin jederzeit in diesem, wie in allen Fächern der Menschenkenntnisse, die Oberhand er- halten. Wie viel habe ich nicht vergebens an gelehrte Freunde vom Gegcmheil, als z.B. wider das Granit-System, Beweise angeführt; allein die ersten Grund, sähe, die der biegsamen Seele des Menschen ejngcprägt werden, haben oft Le- benölang gegen alle Gegenbeweise die Oberhand, obgleich man von dem Falschen mehr als überwiesen ist. Ich kannte einen Materialisten, welcher viel Gelehr- samkeit, und Rechtschaffenheit besaß, und auch so starb; allein in seinen ersten Lebensjahren wurde er sehr mit Alfanzereyen oder Geisterhistorien furchtsam ge¬ macht, so daß ihm die Furcht im Finstern, obgleich ec des Gegenteils über¬ wiesen war, stets m etwas anhängen blieb; und so geht es oft mit angenommenen Kennt- 55 Kenntnissen, bis nicht Philosophie und Rechtschaffenheit überwinden, wobey freyllch immer einige Zweifel noch zurückkehren ; doch was schadet dieß? wenn solche den Mann nur aufmerksam machen, und ihn zum Nachforschen und Un¬ tersuchen ausmuntern, wodurch dann geschieht, daß sie vielmehr zu Erlangung verschiedener Kenntnisse, die sonst weggeblieben waren, am heilsamsten mitwir¬ ken. So habe ich in kurzer Zeit mit Vergnügen erlebt, daß Manner vom Ran¬ ge, welche dem in Deutschlande ausgestellten Granit«Systeme sonst mit allem Eifer nachbeteten, durch Erfahrung, und eine ihnen beywohnende Philosophie solches nicht allein verlassen, sondern aus Liebe zur Wahrheit ohne alle Rücksicht öffentlich bekannt haben, daß diese ganze Schöpfung von dem französischen und schwedischen Plinius an, bis auf die unzählbare Descendenz ein blosser eitler mi¬ neralogischer Traum gewesen sey. So erklärte sich mir Fortis, auf der Spitze der Schweizer Alpen, so Dietrich, Lapeirouse und anders in ihren Schrif¬ ten über die Alpenkette, und Pyrenäen, wo sie vor einer Zeit eines ganz andern Sinnes waren, und meine Beobachtung über die ursprünglichen Kalkgebirge für falsch ansahen, nun aber frey diesem meinen Satz beytretem Nicht genug! diese Männer nehmen sich sogar die Mühe durch ihre eigene gemachte Erfahrungen Be¬ weise dafür anzuführen. Der fleißige und unermüdete Lapeiwttfe sagte unlängst in einer Note zu seinem Werk, wo er von der Eisenschmelzung der Grafschaft Foip handelt: conüitution ^kyli^ue cke8 ?^rence8 äikiere ädloiu- ment 6e cekle clu reiie ckes Arslickez emmences äu Aloke, oklervees xar plulieurä luvan8 klsturaliües, iVless. kullas, kerber et äe Loru. Keineswegs, diese Herrn haben vieleicht zuwenig, falsch, und auch gar nichts beobachtet oder beobachten wollen. Mir ist es leid, daß meine Landsleute noch nicht deutsch genug lernen wollen, sonst würde der Verfasser aus dem deutschen Drucke haben ersehen können, so wie aus meinen Zuschriften, aus was für Thei- len die große Alpenkette, nämlich aus Bulgarien bis nach Frankreich zum größten Theile bestehe, welches §apM0ttfe mir aber auf mein gegebenes Ehren- wort vor io Jahren nicht glauben wollte, als ich an ihn schrieb, daß die Haupt¬ alpenkette der Berge hier aus blosem Kalk bestünde, welcher keine Versteinerungen in sich faßt. Allein seine Antwort war, daß er mir aus der Erfahrung nicht bey- stimmen könne, indem es in den Pyrenäen sich anders verhielt; hier folgen feine eigene Worte. — V3N8 lu ckmne c!e8 enee8 je clittinZve 6eux te8 Ze m0M3Zne5; Ie8 uncieitne8,et eeux Ze nouveüe Formation—Ie8 xremiere8M0!U3§ae8 Lont toutes äe granite, ceI1e8 Huiviermem enürits- Ze Zb <^e ickisse, oo n'/ trouvs Siucimc sorte äe xierro cslesirc,' oue 6u 5p.i k, qui ess psrnstte. Lc^ uiouts-nes io,« Vsilei, qui occimeur Is mjlleu clc la cksioe, et schon so ost in dieNähe gekommen ist, und so genau im Detail isi; da er uns schon z Bände von einem so kleinen Fleck geliefert hat, und noch ; nachfolgen sollen; und sollte nun dies geschehen so wird auch mir folgende Stelle aus Hicrue zu gute kommen, die man wider mich in einem Chemischen Wörterbuch gebraucht hat, nämlich x. 170. non slj, mtiUS inluUs er sklona css conclnsso: non percipio, ereo non ess. / rci iznorsmis sä rei exissentism non vslet conienuentis. Daß ich mich von Anbeginn dieser meiner lithologischen Arbeit im Bctref der Gebirgen,stehung an keines der bekannten Systeme eigensinnig gehalten ja sogar das Granit- und Schi-fersystem, vielleicht nicht ohne Grund, gänzlich zu verwerfen schien, darf ich wohl meinen sesern nickt noch einmal sagen; doch hat mich der eist- Gedanke, den mir manche fälschlich zumurheken, niemals angewan¬ delt , ein anderes dafür nach meinem Sinne aufzustcllen. Der so was von mir erwartet hat, ist gewaltig irre gegangen; denn meine Absichten bey die. sen 57 sen Untersuchungen waren rein; ich spürte nur der Wahrheit nach, .von der manche durch ihre Lieblingssysteme abgebracht worden-und ein galt bey mir nie etwas. - Meine gesamleten Schriften sind nichts mehr, und nichts weniger, als geringe Deytrage zu einem künftigen Ganzen. Nur der Hang zur Wahrheit, hat'mich zu dieser schweren Arbeit aufgemuntert, die ich auch ununterbrochen mit Aufopferung aller meiner Kräfte, ohne je eine Vergeltung zu hoffen weder für mich, noch für meine Befreundeter ich keine kenne, und auf diesem Weltkörper wie isolirt lebe, ohne an einer Gemeinde, die literarische ausgenommen, Antheil zu haben. Hieraus kann sich jedermann überzeugen, daß ich nicht nur auf dem kleinen Fleck unscrs Planeten, den ich zur Zeit bewohne, für meineArbeit nichts verlange, sondern auch, daß ich zu wohl begreife, wie unvermeidentlich, so bald meine Maschine äusser Gang kommen wird, - ich zum Ewigen — und in die Vergessenheit wieder zurückkehren werde. ^iultuln aclkuc reNat operi;, rnultum^ue reNabit, nee vIN nato poli rnills kecula praeclucktur vecatio , äli^uiä schicienäi." kllNIUS. IV. Th. H Anhang. A n h a n g. Jahre 1786 — es war eben das Frühjahr — riß sich ein großes Stück vom Tshcmnberge, wovon im r Toeile S. 7. erwähnt worden, los, und stürzte in das Vipacher Thal. Da in den Klüften dieses Gebirges viel Thon, und leimcrde steckt, so eraugete sich bey diesem Falle, daß das heraus- fließende Wasser ganz von dem blauen Thon anfangs gefärbt war, und einen et¬ was mineralischen Geschmack hatte, welcher von dem vielen dabey sich befinden- den Kiese, der durch den anhaltenden Sturz entwickelt wurde, herrührte. Ich . hoste bey diesem Zufalle vielleicht etwas zum Vorchcklr zu entdecken; daher ließ ich mir (denn meine Beruftgeschäste riefen mich ab) sowohl das davon entstande¬ ne, etwas mineralisch gewordene Wasser, als auch den Thon, welcher blau war, bringen, um analytische Versuche damit machen zu können. Das ganze, was ich herausbrachte, war etwas glauberisches Salz aus dem Wasser; und der Thon, oder besser lchm bestund aus wenigen Theilen von Alaunerde, und Eisen, .das übrige war Kiesel, und Kalk. Das wenige, was ich hier von diesem, so zu sagen, gemeinen Zusalle im lande erwähne, geschieht nur aus der Absicht, um die dortige Einwohner einigerweise vor Sü-aden zu hüten, daß sie, wenn sie in der Schütte graben ließen, gewiß reiches Silbererz finden würden, wie viele dafür fälschlich eingenommen sind. Seit ein Paar Jahren her, als man mehr mit einem beobachtenden Auge die Eisengruben zu Jaueml'g/ oder Jauel'bmg bearbeitete, hat man häufig den Braunstein (miiAaneüa) nicht allein ungestaltet, sondern auch etwas krystal- linisch gesunden, wie dann auch den rochen Arsenik, im ganz weiß blendenden, und schwarzen Kalkspache. Dermal findet man auch so viel Berg- schwarze, Lui-Ao montana, daß man vielleicht einmal solche in den Handel sehen dürste. Da der Jnnhaber dieses Werks ein wahrer Kenner, und Beför¬ derer alles dessen, was zur Aufklärung des Menschen dienen kann, ist; so hat er auch täglich so viel, als es im lande, und bey diesem Eisenwerke sowohl im Be- tref der Schmelzung, als auch bey dem Baue thunlich ist, Verbesserungen ge¬ macht. Allein bey alle dem kann man sich von dem ganzen Bergbaue in Kram (Jdria ausgenommen) keine.lange Dauer versprechen, indem bey der dermaligen ' Ver- 59 Verfassung in Bezug der Waldung u. s. w. und inBezug des Kommerzes die An. Häufung des Geldes im Lande zunimmt; folglich der Lohn der Arbeiter, und die erkauften Lebensmittel in einem gar nicht verhaltnißmaßigen Preise gegen denVer. kauf des erzeugten Eisens stehn; so ist ohne allen Machtspruch dieses leicht vorzusagen. Vor ein Paar Jahren hat man unweit Tershl'tsh, oder Mumarktl in eben dem Gebirge, wovon ich im i Theile S. Z2. von dem blauen Kupfcrocher Erwähnung gemacht habe, auch ein reiches Kupfcr.Iahlerz, welches 7 bis 8 Loch Silber im Zentner halt, entdeckt. Allein so erwünscht, als diese Entdeckung für die Gegend war; so ist doch wie mit allem Bley, und andern metallhaltigen Er¬ zen, die man noch im Lande findet, und darauf schon gebauet hat, kein Anhalten damit gewesen; denn kaum ward ein Bau damit angefangen, so gieng er schon wiederein. Wenn jemals die Gebirgsehre eines Landes für den Bergbau einen Nutzen hat, so ist es gewiß in diesem. Die Steinart mag seyn, wie sie will; und wann sie an dem ulfprünglichen Kalkberge ansteht, so kann man mit aller Gewißheit sagen: dieß ist ein zeitliches Gestein, folglich muß das hinten anste¬ hende Gebirg, was der Talu des höhern giebt, die Mächtigkeit des darauf sitzen¬ den zeigen: brechen nun die Erze an der Anhöhe eines solchen zeitlich zertrümmer¬ ten GebirgS, das, wie alle bey uns, aufgesetzt ist; so weiß man, daß es der Mühe nicht lohne damit einen Versuch zu machen. Da es gar keine wahre Ganggebirge in Krain giebt, so hat man auch noch bis zu der Stunde keine Erz¬ gänge entdeckt : selbst zu Jdtt'a ist es mehr ein Stock, als was anderes, der in der Tiefe unter der Ebensole der Erde in blosen Schiefern steckt, und sich nur nach den Schluchten des Thals etwas ausdehnt. Die Walkererde, wovon ich im zten Theile S. r?7« geredet habe, hat nach einiger Zeit die Tuchfabrik in Kärnten mit Vortheil zum Walken der Tücher ge. nutzt. Da nun auch eine Fabrik von dem englischen gelben, erdenen Geschirre errichtet werden dürfte, so wird auch dieser die gedachte Erde sehr zu Statten kom¬ men, da sie nach meinen gemachten Versuchen alle Eigenschaften hat, sich sehr gut, und leicht brennen zu lassen, so wie auch die Glasur anzunehmen. Gute Töpfererde hat man nun auch schon bey WeLtsh vor der Hauptstadt entdeckt. Was das Bergwerk Jdn'a belangt, wovon im sten Theile ausführlich ge- handelt worden, hat es seit ein Paar Jahren große Veränderungen gelitten, nicht sowohl im Bergbaue, als in der Aufbereitung der Erze, in dem Zugutbringen H 2 des des Halbmetalls, und ausserordentlich großer Ausbeute. Der neuen Entdeckung gen im Bettes der Berg« und Erz »Arten sind wenig; aber sie verdienen doch die Aufmerksamkeit der Mineralogen: 1) Lw.irrum 2!bum la^eum l^tolum, sracsum uricla. Als ich zu Ende May 1787 zum letztenmale dieses Bergwerk, und ein Paar Freunde, die ich noch darinn hatte, besuchte, kam mir ein Stück Breceia von einer Handbreite aus der Grube unter die Hand; sie war, wie sie hier zu scyn pflegen, schwarz- grau, wo auf der Oberfläche ein dunkelrother Zinnober in einen weissen blätterich- ren Quarzspath umgestaltet, doch manchmal auch scheibenförmig zerstreut liegt. Als ich den Spath ansah, merkte ich gleich durch seinen scharfen Bruch, und Glanz, daß es kein Kalk sey, und die Versuche zeigten mir mehr als zu klar, daß dleß ein wahrer Quarzspath sey. Da nun auch manchmal auf, oder nahe an diesem Spath .18 flächige Quarz- Krystallen sitzen, so mag dieß nach den Grundsätzen des Mbc Haity styu, daß alle Krystallen aus dem Vierecke herrühren, und daß hier nur vielleicht der Man¬ gel an dem Raume war, daß die einzelnen Spaththeile keine Säulen, noch Pyramiden haben bilden können. So kann man beyläusig nach diesen Grund¬ sätzen urtheilen; allein man kann noch viel mehr dagegen einwenden. Ich muß aufrichtig gestehen, daß ich solchen Grundsätzen, so wahrscheinlich sie auch von vielen Seiten leuchten, nicht sogleich beyfalle, sondern daß ich es doch mehr mit einem l-mne, der die Salze in der Beymischung zur Figur wirken läßt, halte. 2) 8x3tumcr)>üMlLtum irreguläre, oAoeärum 5cckcum,Äun3b3ri mli6eu§. Dieser unvolikonrmne, achtseitig gebildte Kalkspath ist erst dieses Aahr zum Vorschein gekommen. Da er auf einem schwarzen, schuppichtenQueck- filbererze aufsitzt, so sieht er ganz schwarz aus. g) Ovplum album crulbuceum cum eriäem mrrteriu cr^ünllilutu, kiexIuZul.'S iulicleus. . Große Platten von Quecksilberschiefer.- Erz mit Zinno¬ ber sind wie mit einem Gypsmehl schaalicht überzogen; in solchen liegen viele kleine Selenitkrystallen, die aus kurzen sechswinklichten kannelirten Sauten zerstreut sind; wenn diese Krystallen sich zusammenhaufen, so stellen sie wie Dendriten vor. 4) Enera lcbilkosu mArL cum x^ri'te iOärL^mttsbZris mixt. Dieses Schiefererz hat einen sehr geringen Gehalt; hin, und wieder ist es 6i es mit Zinnober fchnürelweise durchzogen, wo bann sm ganzen em gelber lostächi. ger Eisenkies zerstreut liegt. Dieser ist dann bald mit etwas Zinnober umgeben, oder er schließt auch wohl solchen in der Mitte ein. Da die Bergart ganz schwarz ist, so macht dieß ein sonderbares Ansehen. Hier sieht man wohl ein, daß der Eisentheile zu wenig waren, um mit dem Schwefel lauter Kies zu bilden, indem der übrige Theis mit dem Quecksilber einen Zinnober bildete. Wie es aber ge¬ schieht, daß der Zinnober ost genau in den Kieskrystallen eingemischt ist, scheint mir nicht zu leicht zu bestimmen. 5) Ivliueru liyckrarAyri kemiljikuierica SAZrcZata, compuAa, rubro- m'Zrü. Dieses Halbkugelerz schließt kein anderes Quecksilbererz ein, wie im 2ten Theile S.no erwähnt worden, sondern es besteht aus den blossen Blattern, und es ist dennoch so fest, daß es eine Politur annimmc, und hat an Gehalt von 6o bis 70 Pfund im Zentner. Im Jahre 1786 ist solches in einem Schlag ft häufig gebrochen, daß man viele Hundert Zentner Quecksilber daraus gt- wonncn hat. 6) OunLb>ari8 granulata, kulcä, cum huar- roÜ8 lüpcr lctriüum petroMcem niZrum. Die Farbe dieses körnigten Zin¬ nobers ist dunkelbraun, mit kleinen Quarzkrystatlen gemischt, auf einem schwar¬ zen rauchen Kiesel liegend, welcher in gradwinklichten Blattern bricht, wie ein harter Thonschiefer. 7) Lmimbarjz Kepatica compaÄa, kraciura lamellosa, aut fil-ro- sa, colori'8 lj)!euclemi§. Dieses nwrkwürdige Produkt der Natur, welches ich den hepatischen Zinnober nenne, giebt bey der geringsten Reibung den Schwefellebergernch von sich; ohne Zweifel verursacht dieses die Entbindung des Alkali aus dem Kalk mit dem Schwefel durch das Reiben, indessen viele andere Zinnoberarten, die mitKalktheilen gemischt sind, diesen Geruch durchs Reiben doch nicht zuwege bringen. Vielleicht sind die Kalktheile in dem erwähn¬ ten Zinnober der Luftsäure beraubt. Die Farbe davon ist ganz hellroth, aber sehr glänzend; fein Bruch ist^jederzeit in Blättern, oder Faden; seine Mutter (matlix) ist ein harter schwarzer Schiefer. Dieser Zinnober ist nur erst im Jahre 1787 in einem Hangenden Schlage entdeckt worden, und dessen so wenig, daß ich kaum ein Stück für mein Kabinet erhalten habe; folglich habe ich bis jetzt noch H z keine 62 keine analytische Versuche damit anstelle» können ; ausgenommen mit dem Wasser, wo ich gesunden, daß er beynahe gleiche Schwere mit dem künstlichen Zinnoder habe: folglich muß er sehr wenig fremde Theile in sich einschließen. 8) Oinmbm'iä compa^L pyriticolÄ pallicle rukeken8, srrnsiura uricka. Auch dieses Jahr ist dieser Zinnober zum erstenmal gebrochen; er hat die Feste des Kiesels, und ist im Brechen scharf. Der Gehalt dieses Erzes ist von ZO bis 6c> Pfund, und auch darüber, Quecksilber im Zentner. Sein Ansehen ist etwas hell, oder blaSroth wegen des vielen festen gelben Eisenkieses, welcher ihn aller Orten schnurweise durchsetzt: nebst bey ist auch manchmal etwas Vergärt, die aus Thonschiefer mit Kalk gemischt besteht. Da dieses Zinnobererz eine solche feste Textur hat, so nimmt es auch eine gute Politur an. 9) (^mmibarizcr^KalÜlLta Feclrnpelbroiclö luperlckillumcorneum MArrum Obgleich dermal in den Gruben zu Jdl'ia die sogenannte Schaustuffen aus krystallisirtem Zinnober mit Quecksilber auf Kalkbreccien nicht mehr vorkom¬ men; so erhalt man Doch manchmal sehr schön krystallifirten Zinnober auf dem schwarzen Hornschiefer. Der gegenwärtige zeichnet sich ganz aus, nachdem die ger- stenkerngroße Krystallen vollkommen ein Achteck, oder eine doppelte viereckigke Pyramide vorstellen; man sehe bey kome c!c l'Irrle kl. Hi. 125. im 4ten Bande seiner zwoten Ausgabe. Besonders ist es, daß man niemals dieKrystalli- fazion des Zinnobers aus andern Steinarten so schön, und groß findet, als auf dem dermal so oft vorkommenden schwarzen Hornschiefer. Nebst den 9 hier besonders angeführten Berg, und Erzarten hat es noch manche Abänderungen bey der jetzigen großen Erzeugung gegeben, die mit den an- geführten Arten und Abarten des zweyten Bandes verwandt find; allein sie find zu weitläuftig, und auch zu unbedeutend, um hier angeführt zu werden. Doch muß ich ein besondrer Produkt nicht übergehen, welches mir mehr künstlich als natürlich zu seyn scheint, von dem man vergiebt, Daß es aus der Quecksilbergrube von Hydria sey. Dies ist ein seynsotlender Quecksilberkalk, wovon Herr Sage im !4ten Theil des Journal cke kkyliyue moi8 cle ltMvier »784Erwehnung macht. Ich habe solches schwarzbraune Erz vor ein Paar Jahren bey kome cle I^8lc und Sage gesehen, allein beym ersten Anblick erkannte ich, daß es kein Hydria. ner Produkt sey, und als mein Freund Delisle mir den Versuch damit machte, wie er bey Rozier und in seiner Crystallographie beschrieben ist, so erweckte es hey mir den Verdacht, es sey ein Kunststück, wo man das Quecksilber mit einem blähen- blähenden Kör per verbunden habe; und also durch die bloße Warme der Hand, das fliesende Halbmetall hervorbringt, welches zwar auch bey einigen Schiefferar- een von Hydl'l'a geschah, wenn man sie auf den heisen Ofen legt, aber mit der bloßen Handwarme niemals, und bey all diesen Ouecksilberschierferarten sind die Spalten slchbar, wo das Halbmetall darin stekt. Sage hat seinen Quecksilberkalk in einer Versteigerung an sich gebracht, folglich war es nur eine Vermuthung, und keine Gewißheit, daß dieß Produkt aus Kram sey. Im Betres der Erzeug» niß bey dem Bergwerke zu Jdna muß man sagen, daß es seit Z Jahren eine ganze neue Epoche gemacht hat. Erstens ist die Ausbeute von 2200 Zentner auf I2OOO gestiegen. Zweytenö hat man seit 20O Jahren kein Pfund Zinnober all- dort gemacht, wo man jetzt schon auf 8oo Zentner erzeugt; und wäre es möglich, so würde man noch für einmal so viel Absaz finden. Der Zinnober, der hier gemacht wird, war von Anfang, wie alle Sachen in her Welt, nichts weniger als vollkommen. Es fehlte sowohl an der Subli¬ mation, als an dem Feinreiben, wobey aus Mangel guter Mühlsteine und reines Wassers er verunreinet wurde; allein dermal ist diesem allen abgeholfen. Die Sublimazion geschieht mit einem wohl bereiteten Mohr aus 7 Theil Quecksilber, und 2 Theil, ja auch weniger, Schwefel. Die Bereitung dieses Mohrs ge¬ schieht mir sehr fein pulverisirtem Schwefel in 20 kleinen Fäßern, wodurch das Waßer die darum steckenden Sprüdler, oder Quirlen in kurzer Zeit viele Zentner davon bereiten, der also zu 75 Pfundweise in eisernen Krügen, welche in einem Galleerofen liegen, die mit einem von Thon glasürten Helm überdeckt sind, und mir einer Vorlage versehen, sublimirt wird. Da man bey der Sublimozion an« sangö alle Methoden versucht hat, so hat es sich gezeigt, daß die von Schrift» stcllern vorgegebene Methode der Holländer mit eisernen Platten auf die Krüge gelegt, ganz und gar unanwendbar sey, so wie ich selbst auf meine eigene Unko¬ sten damit einen großen Versuch gemacht habe; denn es muß erstens bey der Sublimazion Luft seyn; und zweytenö in der Ferne etwas Kühle, daß der Zin¬ nober sich anlcgen kann» Die Mahlung des Zinnobers geschieht durch den naßen Weg auf Mühl» steinen vom feinkörnigen Granite, des ich im zten Theile von der windischen Mark am Berge Bacher erwähnt habe. Da der Zinnober bey dem Mahlen ei¬ nen Theil feines Phlogiston, oder wie die Manipulanten zu sagen pflegen, seinen Schwefel verliert, und also dadurch blaßer wird, so hat man auch wieder dage- gen 64 gen Mittel angewmdet, solchen bey dem Mahlen zu ersitzen, um seine Hohe Farbe zu erhalten. Wenn ich sage: den Abgang des Phlogiston beym Mahlen zu er. sehen, so ist leicht zu erachten, daß dieß durch ein Mittelding geschieht, welches Mittel aber durch das Auslangen vom Zinnober wieder abgesondert wird, und nicht das geringste Fremdartige dabey bleibt. Ein gewißer Marüpulant Weber in Wien sagt in seinem Buche, welches den schönen Titel: Wahrheiten für Fabri¬ kanten führt, daß die Hollander keinen Zusatz beym Sublimiren des Zinnobers brauchen, sondern beym Mahlen; und affektirt hier ein Geheimniß zu wißen, als wenn er nicht hätte sagen können; sie brauchen die flüßige Schwefellcber dazu, welches aber ein Fehler wäre, wenn man solches durch den Geschmack am Kauf- mannsgure noch merkte, wie der Verfasser vorgiebt bemerket zu haben. Er hat in seinem Werke von dem Zlnnobermachen in dem Bergwerke Jdria vieles gesagt; nur wünschte ich für den Verfasser, daß er's aus bessern Quellen geschöpft hätte, nm nicht so viel Unwahrheiten in die Welt hinauszustreuen; folglich ist es nicht angenehm für einen Mann, der Kornbecks Sudeley vom Zinnobermachen über, nommcn und auf einen bessern Fuß gesetzt hat, dann aber der Abschnitt gemacht worden ist, nicht mehr, wieKornbeck, von den Einkünften des Staats zu sau. gen, wie man aller Orten in der Monarchie vor Zeiten zu thun gewohnt war. Diejenigen irren sich sehr, wenn sie sagen; der dem Monarchen den Rath gegeben babe, selbst in seinen Bergwerken Zinnober fabriciren zu lassen, hat es mit ihm . nicht gut gemeint. SuckLV, und viele andere rcchtschasene Patrioten haben doch eben das gethan, was ich chat; wäre ich in meinem Vorschläge nicht sicher gewe¬ sen, so würde ich, als mir vor einigen Jahren die Gnade zufloß, dm Monar. chen in meiner Wohnung in Laibach verehren zu können, nie die Dreistigkeit ge. habt haben zu sagen: Eure Majestät haben einem jeden erlaubt Zinnober zu fa- briziren, welches aber besser wäre, wenn der Staat dieses selbst übernähme, in. dem solches mit vielen Vortheilcn, und ohne alle Verfälschung geschehen würde, welches bey Privaten so sehr zu befürchten ist; wie dann schon mancher eineBley- kolik an Hals bekommen, wo Menig unter dem Zinnober war, und unnützerweise solchen die Mediziner noch dem antispasmodischen Pulver beylasscn, u. s. w. und so hakte ich das Glück, daß mein mündliä-er Vortrag gefruchtet hat, was ich durch den Druck seit 12 Jahren nicht habe bewirken können, nämlich die Er. zeugung des Quecksilbers zu er höhen, seinen Preis zu erniedern, und Zinnober im Werke zu sabriziren, u. s. w. Daß der Zinnober von einer guten Beschaffenheit seyn muß, und nützlicher, und sicherer in den Händen der Monarchin, als eines Priva- Privaten sty, zeigt die Erfahrung, da man dermal »787 mit 8oo Zentner nicht mehr auskam; denn man brauchte das Jahr bereits 1200Zentner, um den in- und ausländischen Handel zu befriedigen«. Da der Zinnober alle die Schönheit des Holländischen hat, und trotz aller List, welche die Froschlander gefpielet haben, die idrianifche Fabrik in Mißkredit zu setzen ; so wird doch solcher mit Profit um 175 bis rZa Gulden den Zentner hingegeben, wodurch der Zentner Quecksilber der idrianischen Fabrik 167 fl. zu stehen kömmt, wie einem jeden Ausländer, Spa¬ nien ausgenommen; folglich kommen nur 7 bjö 12 st. Unkosten um den Zentner zu- zubereiten. Schwerlich wird sich jemand je schmeicheln können, um diesen Preis dieses Produkt hervorzubringen, wie es dann auch die Erfahrung gegeben, daß der Fabrikant Weber, und andere mit ihren Zinnober-Fabriken in die Ruhe gesetzet worden. Was dieLebendigmachung (rev'iviücLttio,) des Quecksilbers aus seinen Er¬ zen belangt, ist ebenfalls alles zum Besten des Staats geändert worden. Die spanischen Oefen, welche ich im 2ten Theile beschrieben, und abgcbildek habe, haben eine große Verbesserung erhalten, indem vorher von io bis 17 Prozent in der Ausbrennung verloren gieng; anstatt der Rinnen, und Aludeln sind in dem Zwischenräume von den Oefen zu den Kaminen noch 54 Lachter hohe Kami¬ ne mit Abschlagen gesetzt worden, wo also der Raum des Quecksilberrauchs zehn mal mehr vergrößert worden, und also Zeit haben sich abzukühlen, und der Ver- tust bey der Brennung sehr vermindert wurde; wozu noch dieses kömmt, daß wahrender Operazion das Lutiren, oder Verschmieren der Rinnen nicht mehr nö- thig ist, welches doch dem Arbeiter an seiner Gesundheit so nachtheilig war. Da man dennoch den Verlust daher nicht ganz heben kann, weil man das füglich be- reitete Adsorbens, nämlich den gebrannten Kalk nicht zusetzen kann; so hat man auf eine andere Methode gedacht, wie man alle Erze, die zu Schliche gebracht werden, ohne in Ziegel zu bilden, ausbrennen könne. Man machte also den Versuch mit Flammöfen, wo man auf dem Heerde die Schliche mir dem gehöri¬ gen Zusatze, um den Schwefel aufzunehmen, und das Quecksilber zu besreyen, mischen konnte. Dieser glückliche Versuch gelang so ziemlich gut; allein die Schliche, die auf dem Boden lagen, brennten sich nicht ganz aus, indem es mit dem Umrühren nicht angieng. So gut als nun dieser erste Versuch ablies, war man noch glücklicher mit der Verbesserung; man machte den Heerd, worauf die Schliche zu liegen kommen, von Eisen, und unter solchen wurde dann wieder ein zwcytes Feuer von der Gegenscile des erstem gemacht, wodurch also die Schli- (7a, u/o/. IV. Th. I che 66 che so rem ausgebrannt worden, daß auch nicht ein Loth im Todtenkopfe, oder in der Schwefelleber zurück blieb, und also nicht 4 Psund vom Zentner in der Ope- razion verloren gieng. Die Leitungen von diesen Flammöfen, deren 7 errichtet sind, sind wie bey den verbesserten spanischen Oesen mit lauter Kaminen. Nun kann man fragen, da die Flammöfen so nuhbar sind, warum schäft man die spa¬ nischen nicht ganz ab? Allein dieß kann für dermal nicht angehen; denn die Er. zengniß von iz bis 14020 Zentner Quecksilber u. s. w. des Jahrs ist zu groß, um alles zu Schlichen rcduziren zu können; obgleich das Wasch, und Schlemmwesen' große Verbesserungen erhalten hat, so ist man doch noch gezwungen, die ganzen Erze in den spanischen Ocfen auszubrenncn. Vor Zeiten hat man die Schliche zu einem gewissen reichen Gehalt bringen- müssen, was dermal nicht nöthig ist, indem sie nicht mehr durch die mühsame Arbeit zu Ziegel geschlagen werden; folglich auch bey dem Schlemmen viel Zeit, und Arbeitlohn ersparet wird. Man kann sagen, daß Jdn'a in der Mauipula- zion, so wie in allen Stücken der Verbesserung zum Wohlseyn des Staats eine vollkommene Epoche seit zweyen Jahren erlitten hat, nämlich von dem damaligen Gewinn höchstens pr. 122020 auf eine Million, und darüber reinen Nüßen gestie¬ gen ist; und das zwar durch einen einzigen Mann , nämlich durch den siebenbirgi- schen Gouvernialrath Leithncr, dessen Freundschaft mir seit 22 Jahren höchst schätzbar ist. Nur bedaure ich sehr diesen würdigen Freund, mit dem ich einige Jahre in dem Werke mit Vergnügen gelebt habe, daß seine Gesundheit nicht eben so Herkulisch, als sein Unternehmen ist, sondern zu befürchten steht, daß er vor der Zeit durch sein ausserordentliches Ansirengen dem Staate, und dem Monar¬ chen nützlich zu seyu, sein Leben einbüffen werde. — In dem Ersten Theik habe ich von der Gegend Oivitn nova und Otrpo ä' lätria Erwehnung gemacht, und gesagt, daß in diesen Gegenden der Kalk mit dem Sandstein abwechsele. Nun hat man seit einem Jahre nahe bey dem klel- nen Städtchen Pinguente in einem Hügel einen grauen ziemlich ergiebigen Alaun, schiefer endeckt, welcher von einem Handelsmann in Triest, gebaut und zu Kauf- mamrsgut gebracht wird. Ich habe die Proben von allem gesehen, nur hätte ich gewünscht, daß die Leute, welche vom Ganzen nichts verstehen, mehr meinen Rath beym Aussieden angenommen hätten, um nicht unnützerweise bey ihrer Suds- tey so viel Holz zu verschwenden, als dermalen geschieht. - felle. oen Auhaug. A. Äbdrücke von Fahrenkraut IV. 5. 40. Abnahme der Bergwerke inKrain durch dle Menge oder Wohlfeile des Geldes M- Z8- Aglar oder Aquileja ein Dorf I. 1. — wo seine Lage ist I, r. z. — eine blühende Stadt unter den Rö¬ mern I. r. — unschicksam für einen Seehafen I. 3. — sein Boden I. z. Alaun-Bau vor Zeiten III. zy. — bey pinguente IV. Ah. 66. ^lpes carnic-te juliae Ursprung I. z. Alpkette deren Lauf l. iz. — von Servien bis nach Karnien blos kalkartig I. 126. Alter des Bergbauesohnwelt Guosdans- ki IV. 17. . — wenn solcher wieder ausgenommen IV. 17. — warum in Verfall gekommen I V. 17. H.NNUS msSnur der Alten I. 117. kriZiös oder Vipanzaflusi, Lauf unter zwey hohen Bergen durch 1.129. Arduini, Schiefer-System falsch erwie¬ sen I. 74. * III. 119. Argonauten, stehe Zug derselben. Amla König der Hunnen I. 2. Aufarbeitung der Bleyerze zu Bbyberg III. 88- — der Quekstlbererze zu Hydria II. roo. IV. 6z. Ausfluß der Savina oder Sau in die Sava III. 149. — Sana in die Una IV. 9. — Sava in die Donau I. iso. Aussicht vom Berg Bacher «. s. w. III. nS. — Rlek IV. 4. Auswitterung, sonderbare am Berg Ma¬ rias I. 5. — von Kalkstein auf dem Karfch I. 6z. , - B. Dach Rakirer-zhezeza unter der Erde I. -isi. Barometerhöhe am Adriatischen Meere II. XXIX. — zuLaybach ebend. I 2 Basalt, 6Z Basalt, schuppichtcr mit Quarzadern I. n. II. 127. Bastartarche verstelnt III. 22. Bau auf Silber lil. 114. IV. iz. Behandlung der Eisenerze zum schmelzen I. 2O. Berg -und Steinarten der Hpdrlaner Gruben II. 59. 77. Berg Labre sob Ielariza, Sobka, III. 2. — dessen senkrechtes Faken III. z. — UraLna persh HI. 16. — Sreberniak IV. 12. — ist vor Zeiten gebaut worden IV. 12. — sine Lage IV. 12. — Vratnik aus dessen Gipfel Eisens erz IV. 21. — Wacher dessen Steinart III. zz. Bergbau auf Silber I. 7. — Eisen in der Mochcin I. 18. — Eisen in der Mochetn von eigener Art I. 19. — alter in der Mochein I. iy. — auf Eisen auf dem Bacher III. n8. — auf Bley zu Rud und Lakauz III. rz6. — zu Guosdauskr IV. 15. — zu Feistriz und Alrhammer I. 18. Derggrün III. 47. Berg-Papier III. 72. Berlinerbiau natürliches II. iz. III. 66. Bcstandtheile des Kalks I. ic>8-109. u. w. Beständige Schaffung oder Auflösung der Erde I. ny. Betrachtung über Reichthum der Bischöfe III. iti. Beweise daß der Quarz oder Hornschiefer auf dem Kalk ansitze III. 28. Bevölkerung deren Zunahme III. 145. Bihätcz oder Bihirsch, türkische Vc- stung IV. 14. zr. Bisrerza scharfe oder Wildbache I. z6. — bcp Stein führende Steinarten I. Z7. Blende in den Eisenspathgruben III. zr. — in den Blepgrubcn zu Bleyberg III. 79 Bleyberg, Bergwerk III. 66. — dessen merkwürdige Versteinerung III. 7z. Dlcycrzeugnisse zu Bleyberg III. 91. — Erze zu "fauering HI- Z>- — Erze zu Rabllll. 51. — Erze zu Bleyberg III. 80. 87. — Erze zu Stare,leg III. 155. — Erze bey Vlaskopolte IV. z. — Erze bey Glaviza uiaidan IV. .15. Bleysparh gelber von Bleyberg III. 84- Borea, schrecklicher Nordostwind I. 4. Bohrmuschel in dem Felsen an der See I. 4- . Braunstein zu Iauerm'g IV. 58- Lreccia lilic^s et ^urrrz.osa I. io. — incletefirunLtL I. 12. — lilicea calcarea I. 12. — auf Kalk sitzend 1.12. III. iO2. — laspicles III. 7. — In5picle3, chemische Untersuchung dieses Steins III. 8- 9. — Märmorea III. 40. — piöoclriola III. 105. Brüchigkeit der Kalkgebürge I. 5. Lrunquellen von Ribnik und Strehaz II. 2Z. — Versuch damit II. rz. Bunjefezi, ein sehr beherztes Volk IV. 34- Bukarj Bukarj kleine Seestadt I. 48. Bukaricza ein Dorf an der See I. 49. Büschmg französische Erdbeschreibung I. i. C. Ehalccdon grauer II. 158. Chamiten im Sandstein II. 35. — verstcint IV. 2z. 49. — in Eisen vererzt III. 18?. laxossis Steinfeld III. 149. Laual Markflecken in einem engen Thal I. n. Corbavia oder Cribasa, schönes Länd¬ chen , eben und mit hohen Bergen, umgeben IV. 34. Eormons kleine Stadt I. ro. — Pfennigstrine alldortcn, ebend. — Lava allda, ebend. (^oriieall)öle und Versteinerurkgen allda IV. 40. Oapo 6' Irttl ia Seestadt I. 59. Czardak oder Wachthauß aufPfahlen IV. 9. Czirovarz, Dach IV. 9.. >— dessen Ausfluß bep Dvor in den Unafluß IV. 9. — Gebirg an diesem Fluß IV. 9. — Erzgange allda ausbeissend IV. 9. D. Dazicn (vacis) oder Siebenbürgen I. 47- Damaszenische Erde III. 175» Damme natürliche von Gebirge III. 6. Dendriten, für Silber gehalten I. 7. Oisspro xeräAvne II. 167. Distillation das Quecksilbers mit Rctor» ten II. 149. 69 Distillation der Quecksilbererze, verbesserte Methode zu Hydna IV. 6s. Dobrafluß, geht beyivgulinin die Erde IV. 36. Dobrarsh abgerissener Berg der Kette III. 66. — dessen Höhe gemessen III. 9z. — Verhältnisse gegen den Berg Alok- neu und Terglan HI. 93. Dörfer drey Teutsche in Krain I. 48. Dubiza Städtchen an der Una gelagert IV. 6.. — Stcinarten allda IV. 6. .— Türkischer seits IV. 6. Duham Eisenerz alldort. I. 35. E: Einsenkung der Berge I. 7. IV. Ah. 58. Einreissende Berge, Bäche, Dämme zu Entdeckungen der Erze 1.12. Enhydros, von Mergel mit Quarzkrt' stallen 9. Einsturz des Bergs Dobratsh III. 95. — des Bergs Tschaun IV. Ah. z8- Eisberg oder Ferner am Terglon II. io. Eisenerz tropfsteinartiges I. 45. —> weisses I. 48. — oder Modererz bey Sau rarst) II. 22.. — Gruben zu Lösenbörda, Ve. herzhe, pelana, Zerer, Sok- grib, Ielanza, Meshekla, Sheromer, ^jlamniker, ns sa clroZo Oors, Gertzhah, Laposie II. 171^18?. — Retrabtorisches kristallisirt und kompact III. i2l. — bey Lasbko III. 141. — dessen Entstehung im Kalkgebirge III. 121. J 3 Eisenerz Eisenerz an dem Gebirg petrovagora IV. 2,?. — bey pasna in Istrien IV. 44. Eisenspach zu S>'.va, Iauecmg III. 27. — mit Kupfer und Bley zu Elaviza maidan IV. 15. Eisenwerk, an dem Bach Radolna III. IO. — zu Sava, Iaueririg III. 27. — an der Miß III. 114. — zu Gurb oder Rerka III. 157. — in Bosnien ohnweit derslnalV. 5- — bey Merslavodiza IV. Z7. Enhydros von Mergel mit Kristallen I. 9. . Entblösung der Berge von MaldinI, dessen Nachtheil III. 96. Entstehung des Schiefers I. roz. — der Kieselarren I. 120. — der Erzgangc» auf Anhöhen III. 120. Epoche bey dem Bergwerk zu Hy-ria im Jahr 1787- IV. 59- Erde bey Aglar, aus Dorf und Mergel I. 2. Erdbeben vom Jahr 175;. hat auch in Rrain Aenderungen verursacht III. 6. Erde gelbe zum Farben II. 159. Erdboden von Natur hohl I. 152. Erdkugel deren beständige Veränderung I. 11z. u. s. w. Erzdieberey zu Hydria II. 48. Erzeugnisse von Qnekstlbcr große zu Hy- dria IV. Ah. 59. Erze neue Anbrüche zu HydriaIV.AH.59. F- Fahrenkraut, Abdrucke davon IV. 5. 40. Fahrt besondre auf der Sava I. Z9. Fakersee III. 99. Feldspath kubischer mit Einfassung III. IOZ. Felsenplatte von Sandstein I. 59. Felsenspalten des Bergs Gokak I. 6. kerrum rclrüÄorium ßlobulüre I. 52. -— jaüpicleum krasile III. 46. Fische leben nicht bepm Ursprung der Sozda III- 4Z» Fiume siehe Reka. Flammöfen zuRaibl für Blcyerz HI. 56. — zu Hydria IV. 65. 66. Flachen aus welchen Berge entstehen I. >Z — in Sirmien ebend. — inSlavonien ebend. Flitsch oder Pley, samt der Gegend III. 48. Flötzgebirge zeitlich entstandenes I. 6Z. — auf Kalkberg aufsttzend II. zs. -- III. 125. .— besonderes III. 149. Fluß unter der Erde I. 69. 70. ' — unter der Erde als Ribenska, Globousha, Sushnieza, Aist), Bisterza, Laski-po¬ rok u. s. w. I. IZO. LLrlach Gewehr-FabrikIII. loi. Fuugit besondrer III, 16. G OslsxiL klinii I. Z7. Ganggebirg was es fey IV. 9. — Guosdanski IV. rz. — vor Novi IV. 9. ., Ganz- 7l Ganggcbirg um Zrin IV. 4, Galmey zu Rabl III. 54. 62. -— zu Dleyberg IH. 76. Gebirg aus halbmondförmigen Schichte« IV. Z7. — zu Ruselzasteina IV. z8- . — hohles I. 50. — gemischtes von* Hraska. gora III. 114. Mkich enthalt Eisen IV. 2. -— Gumberak IV. 2. — Sagrab IV. 2. — Bruvno enthält Eisen 22. Gediegenes Eisen besteht in der Natur nicht IV. 22. — Eisen am Gebirg Brouvuo ge¬ funden IV. 22. Gefahr die Kalkgebirge zu besteigen I. 15- Gegend um Hydria II. 34» — schöne um Laybach II. 12. Gcilthalor deren Kleidung III. 98. Geilrbal Steinarten alldort III. 66. Gcilchalfluß oder Sila III. 98. Gaisbergerstcin der Schwcitz I. 23. Geschlossene Thaler oder Kesseln I. 6. Gestellstein II- 167. Eesundqueven bei) Wisterza I. Gewitter, abznwendcn durch Kirchen auf Bergen III. 124. Gewerken erste von Hydria N. 45. Gips, zeigt sich nur im Verborgerren I. 1i6. Eipsstein spathartigrr 171. Z9* Giehnmuscheln verstctnt I. 58. Gladka -d^aba, Berg dessen Bestand I. 121. Glana oder Glina ein Ort ohnweit der türkischen Gnnze IV. 2z» Glanapuß IV. 24^ Gkanaflnß, dessen Gegend aus Kalk- Sediment IV. 2Z. — viele Versteinerungen IV. 2z. — dort brechender rother Sandstein IV. 2Z. Glashütten an Airknizer See I. roz. Glaßkopf, rother I. 17. — traubenartiger I. iZ. — oderBohnenerzzuVeherzhell. zr. Glaßartige Steine auf Kalk sitzend I. 26. Glogova, öde Gegend welche vorZeiten bevölkert war IV. zz. Goldbau auf solchen vor Zeiten III. 65. Golakberg I. 6. 6oI7o Garnero I. 49. Gomirfe, Kaledier-Kloster am Berg Rtek IV. 4. Görzo Goriza Stadt in Friaul I. 4. — Gebirgart alldort I. 4. Graben bey Aglar gezogen um das Land ins trockne zu setzen I. 2. — bey Laybach, unnützer II. zo, Granatstein Hl. 66* Granit unächttr I. rz. — achter fchwarzgrau III. 104. — rother III. 105. — verschiedene am Bacher III. uz* — grüner III. 144. Griechen, machen sich zu Aglar seßhaft . I. z. Grolle unterirdische bey Podpctsl> III. 165. — unterirdische bey Rumpal § 67. — unterirdische bey Adelvberg 1^ 125. — unterirdische, übertriebene Beschrei¬ bung bey Valvasor !. 12z. — unterirdische bey Sb ^Vagdaltt na, deren Tiefe 12z. .V Grotte Grotte unterirdische zn Lug oder Pred¬ jama , deren z über einander sind I. 128- — unterirdische diese am Zirknizer See I. 129. u. s. w. lS-. — unterirdische am Berg Šmarna- gora II!. 25. — unterirdische am Berg Earshna- gora III. i;9- —- besonders darin gebildete Lissaulcn, ebend. — bey Rosine III. rz. — bey St. Servelo I. 66. — bey Cornea! l. 67. IV. 40. Grund - und Hauptgebirg kalkartig I. ir. Grund-Erde eine Einzige I. 165. Gruben von Steinkohlen I. 70. 71. Gruben-Bau zu Hydria II. 49. — bey Guosdanski IV. r;. Gudavckcvopolre, Thal, Vorfall in solchem IV. zz. H» Hangend und Liegend der Hydrianer Gru¬ ben, doppeltes II. 57. Holctrichon sehe Vitriol. H^rzbaumeFnd keineGewitter-Ableiter I iz. Herzmuschel III. 15. Heydenschafc oder Haidusha- Thal, Marki. 8- .— Hofnungsbau alldort ebend. Hochofen zu Zhuber I. 44- Holzsteinkohlen I. 41. — verhärtete in dem Morast II. 2. Hornblende verschiedene am Bacher III. n6. Hornschiefer in Zriner Eebirg IV. 5. — zu Dvor IV. 9. Hornschiefer im Gebirg von Guosdanski IV. 15. Hornstein an der Sazha I. n. — im Kalk I. i2z. II. zv. — vielfarbiger mit Quarz I. 142. — auf dem Züscher Boden I V. 40. Hornachat von verschiedenen Farben I. 14z. 144.. Hrovat oder Rroar dessen Kleidung III. IOO. Hüttenleute deren Unwissenheit in Rrain I. 25. I^UMUZ VeZetabilü, siehe Pflanzen- Erde. Hydria Lage im Bannst II. z6. — dessen Alterthum II. 4z. — Bergwerk I. 6. Hyderza, siehe Fluß, Hysterich oder Istria I. 58» Hilierolikivi8 oder penusmuschel versteint II. z. I. Iapoden oder Zhizhen IV. 42. Jaspis-Erz I. iZ. — (Qnir bey prem I. 119. — grüner II. 21. — blaßgrüner II. 24. — Achat II. 168. — banderartiger III. 7. — der mit Sauren die Farbe verliert, und braust III. 7. Ianernig Bergwerk und Stahlhammer III. 27. — brechender Stahlstein und Eisenerz III. 29. zo. Idria sehe Hydria. Jeser oder See, ein Thal in den Alpen III. ra. Icftr Jesir, SauerqucVen allda Hl. rs. Insel Damalt von der Una gebildet IV. 6. . K. Kalkfcls grauer I. z. -— mir Thon gedeckt l. is. — schaalicht brechend Hl. 2;. — dessen Schichtenlage l. 15. — Verwitterung in Thon l. 107. — mit Muschelschaalen II. z. — mit Schiefergcbirg II. s. — gibt am Stahl-Feuer II. 7. — dessen Verwandlung II. Z. — mit Quarzkri stallen H. 164. — ganz weisser lll. 21. — bricht rauch en förmig III. 48. — schwarzer in Schichten Hl. 112. — in weissen Sand zerfallt Hl. uz. — Spathigter IV. Z. — weisser der sich nicht in Thon auflöst NI. 65. . Kalkspach, rother in großem Anbruch III. ,56. Kaltwasser, Hütten allda III. 56. Ramelk, hohes Gebirg allda I. zz. Rainogovina, Kaicdier Kloster, dessen Gebirg IV. 4. Rarmia^oviza, Bergwerk II. 182. Kanalthal Hl. 64. Ranker, Fluß, dessen Steinart I. 37. Rarlstadr, Vellung, deren Lage IV. 25. Aarmjche Gebrrge, deren Anfang 1.112. Rarscbr, kahle Gegend I. 65. Kessel in Felsen, was so heißt t. 6. Kernstein III. 106. Rhestau, Orr in Liburrüerr l 5'- Rerren zerberg I. 41. Kiesel, hornartt-e II. 21. — gefärbte?I. i6Z. IV. 2. L7a- »ic-/. IV. Th. Kieselgebkrg aufKalk lll. 28. — Steine deren tägliche Bildung IV. 9- Kiese, defondre ll. 77. 78. — besondere kristaüistrt ohnwelt k^ovi IV. y. Klanftn zur Holzschwemmung II. rzz. Rlek, hoher Berg I. 48. Kleidung der Oberkrainer III. 40-4^. Ronrbck's Zrnnoberfubrik IV. Ah. 64. RsstainiczaStadt IV. 6. — Gcbirgart allda IV. 6. —- Conrumazhauß in der Urra IV. 7. Rostcl an der Rupa, Quellen allda IV. Z9. Rraina, Ott, Lage auf Flußsteinen III. ^4. Rrapina, Ort, Warmbad III. 126. — Geburtsort des Zl-ech und Lech ebend. Kreide rin Merkmal auf Eisen III. 44. Krcitzstem li. r. 65. Kristallisation deren geschwinde Bildung I. Z8. Krtstallm, oder Quarz von Zlrkniy I. 140. — von Berg Raza Rel)ra I. 141. .— auf dem Kalkstein ebend. — in Ka-serkron Gestalt I. 745. — Spathattiger besonders lll. 9. — aus Quarz besonders gebildet III. 162-165. Rropp-i, Bergwerk N. 176.181. — Versteinerungen allda ebend. Kroaten deren Tracht an der Nna IV. 8- 82. Kugel von schwarzem Hornstein, chr3oiovln I. 14z. Rulpafluh(OoIoz)i§) I. 41. K Kupfer. 74 Kupferblau In Spach lep Weltmarke! I. zr. *- Kupferbergwerk Szamoborttl. »82. KupfcrsilbererjIV. 59. Kupfererz, gelbes am Bach Cziroväcz IV. r;. — bey Guosd'nski IV. 17. — graues allda ebend. 17. Kupferkies ohnweit (Si^viza- malern IV. 15. Kupfer-Oefen bey Guosdanski IV. 21. , . k. ...... 7°: . « , - I Lanisha, Dau auf Silber II. 157. — Sandstein allda eb-nd. l.3pr8 fuillur oder Stinkstctn I. 65, — tx'^aueirliL II. iz. Lava bey Cormons, I. 158» kebmerde IV. 2. H Kepoglaver, Ortln der Illirischen Fla- / che III. 127. Kiburnien dessen Beschaffenheit I. 54. — Einwohner I. 5Z. z6. fossile: I. 41. kobn der Bergleute zu II. 54. wo die Bache in die Erde gehen I. »29. Loibkl, Berg I. g2. Lllbkaria oder L>ryb»r. ^Ic>nt_8 teltiiirii des ?trt)'.inl I. 12s,' Morast großer bey Lazgbact) II. 1. — einmal em See II. 28. — nach dessen Ablauf ein Wald getror» den ebend. Moorerde am Morast zu Layback *1- 2. Mudia, Ort, Ruhstarr des Historiograph Dlssvcrsor III 20. Murkstein !II. 14. Muscheikalkstein bey Slabtna IV. 6. Muschel- 75 Muflchelkalksteln bey Rostainuza IV. 6. Muschelmarmor zu Blepberg Hl. 7z. N. Alanas, Berg in den Iulischcn Alpen I. 5- —- aus Kalk ebend/ Nagelflühe der Schweizer (Urecclä) I. H9. Natürliche Grenzen von Italien mit Teutschland I. 9. —- Grenzen mit Lrankreicl), mitpie- rnont und Itlirien ebcnd. t7?asl)cs. Ort Eisenerz allda I. 12. wo er gelagert l. 122. plovi, Türkischer Grenzort an der Una rv. 9. — dessen Lage IV. 9. — Bley, Anbrüche nicht weit davon IV. 9. ^"lumiomali, Linzknsteinc IV. 47. Nutze« der Taubcukeile in den Gruben II. 57. - O,' Oede in dem hoben Gebirg I. 15. Ofen,Spanische zuHydria II. 159.148. — deren Erst: der ebend. .— deren Fehler ebend. — deren Verbesserung IV. 65. (Dguli^Ort IV. z6. — nntcrminirt von der Natur IV. z6. Dkict), Berg, gcnieines Eisenerz IV. 2. Opalistrender Schiefer von Bicyberg III. 7Z- Opbic HI- 12. Mrlicza, versunken IV. 26. Osteoceraticen l. 52. III. 15. Ottoczam'fche, dessen Lage IV. Z2, — Weiber-Tracht allda IV. zz. P. palma-nova, veuetianische Dcsiuug I. 5. Papichi, morastige Flache IV. 5. parenza, Bischof alldort dessen Saurm. , lung I. 59. Paß Aorirenz I V. zo. — lk^lupcr IV. z6. pasna, Hairptort in Istrien IV. 44. — dessen Lage und Grotte I V. 44. — Versteinerungen alldort I V. 44. pcdel, dessen Gebirg und vestes Schloß IV. 14. perlauster versteint IV. 52. Petina Ort Versteinerungen IV. 47, 4K.. Petrinja Stadt, deren Lage IV. 4. — Einwohner IV. 4. — Boden alldort IV. 4. pctrinjastttj), woher er kommt 4. petrovagora, Gebirge und schone Wal« düng IV. 24. 25. pfennigsteine l. 51. IV. 45.47. — besonders große in Istrien IV, 49- ?IiolL§ claciilus I. ,7. 49. Pferde werden aus QuekNberhslden grau II. 47. kierre de I^isis, oder kalkartiger Sand¬ stein IV. s. Pflanzenerde I. 4. planik, Berg, von der Kette abgesondert I. 67. plisevicza kahles Gebirg IV. gs. — Wasserfall allda IV. zz. Pochrvrrke zu Hpdria II. 157- pola, Seestadt in Istrien I. ;6. « - Pola, p'la, Ampbttbeakrnm s. 57. Porto Re, Seewerft I. 9. Podpi. s , Ort, Versteinerung ll. 15- — Grotte III. ,6j. Popina Tdal IV. z z. Porpmr U. ,zz. III. n. 12^14. 49. 6;. 142. IV. 2. 4. porok, Bach, Flache von Bodra, pole III- r6s. Prebirstein am Erponz.rst iß l. ir. pusdtttg Bergwerk aus SUber undGal- mcv II . nz. Pyrenäen des hohen Kalk^ebirg IV. 55. Q. Quarz-Schiefer was er sep I. 40. 74. IV. 60.. — Kristallen mit rother Pyramide II. 25. — Kristallen, grüne ebend. — blatterichter in Würfen, IV. 60. Quadersteine, eisenschnßig I. n. Qua ersteine IN. 14z. Quecksilber Schieferer; II. gz. 86. — Steincrz!I. r>g. — Brander; II. 90- -— Chemische Versuche II. yr. ic>8. — Halbkngelerz dessen Entstehung II- loZ" irz. — Hofes II. ,28- Quell n, saure im Thal Alešev III. 12. — warme bcy R.ulelsa..»jiia IV. 38. (Q l'ccosluß l. 59. R- Ralbk, Berabau III. ?9. — Königsberg schueK die Erze elm ebenv.. Raibl, Bau auf Bley und Gakwey eben-. RustU oder Han clsbaus bey Rostai- n c a IV. 7. 27. Rarshai, Smnarteu allda I. z8- — Metallgcbirg cbend. in Oberkra«n ist auf Gold gebaut worden lil. 64. Reka, Seestadt oder Fiume, deren Hage l. 46. Regelmäßiger Bau zu <' ybrta II. 56. RoIarey,Sauervrunn ohnweit Ul. ,zo. Robstcln ähnlicher Kalkstein II. 27. » Rothe Schlkferart am Loiblberg I. 3 3. Rötheljaöpls III. ,75. . S. Sagrab, Hauptstadt, Warmbad oht»> weit >zz. — Sandstein, kalkigter IV. 8- Sanuflriß b.y ITlovt >V. 9. Sardstem rokber.II. 24. II 22. Sauerbrun, Versuche damit III. t2. — bey Roirsd III. i?o Savafluß dessen Aendeiung II. n. — Bergwerk III. z8. Saviunsluß Itd. Z7. — Schifbarmachcn III 150. IV. Savjza, deren Ursprung I 17. 8c»xuni omnißeiwin I!I. 112. Schachtel, dessen Bereitung II. ,^6. Schlucht o^er rnies!dal I. n. Schmkenmuschel lll. rz.. Schneeberg 2i.:fcnthult der Räuber l. ^6. Schiffahrt auf der Sava I. zo. Schteftrarr, besondre I. /2. Schiefergebirg nicht genug untersucht IV. 5. < Schrift- Schriftsteller, welche von Hydria gehan¬ delt >!.?,(>. S drammarb'it !Il. 49. Schrökhorn ln der Schwcitz besteht aus Kalk IV. Sheleilenke, Eisenbergwerk ll. 168- — dessen Alt r ebend. Schwär,nerey auf dem Berg Dudrutzh !" 94- Schwerspath Ul. 77. Schwaden brennende zu Hydria und Guosdanskl ll l^4. IV. iz. Sedimcntstetn lll. 125. IV. 2. 6. See, Zunahme I. 2.! — bcy Akzlur ebend. — bey Fiume I. 50. Seestern verstcmt l. 56. — in der Mocheiu I. 14- — acht im Mocheiner SebtrgI. 17. — bey Feldes I. zo. III. r. — Muscheln l. -8« Seebache bey Fi'.irona I. 52. See von «^irkrAza l. 129-140. — zu Raid! lll. 4.9. 94. — tm Geilthal lll. 99. — Presnitz r lll. 65. — Fukke^lll. 99. Seeigel besondre IV. 44, 4;. — bey Gurdo- selo I V. 44. Scleniten bes- ndre Entstehung l. n6. S le iza, Berg,schöne Ausstchk UI. 17. Ser>'cn Fabrik zu »Irt itzl) UI ,o. Syelrisenke, Elsenbergwerk II. i6Z. 179. — dessen Altertbum ebend. Slegelburg, stehe Sumderuk. Stlberdan bey Heide."schuft I. 8. 8ilex nivlicaiii, I. 42. 8iw^« ÜanaUcus I. zo. Sisek, dessen kage IV. 2. Smarnagovu. Berg, ist nicht der Cä- nus ill 24. —- Bestandkdeile ebend. Sozha oder L-jonzo, Fluß I. z. — wo er stch in dle See ergießt ebend. — Stemarten feines Bettes l. io. — vor Zeiten an den Mauern von Gorz geflossen l. 11. Spanische Oestn verbessert IV. 65. Spacharten krist^llistrt lll. 70. Sp.esglanz, Bau auf solchen II! 17. Sreberniak, stehe Berg. Stahl, dessen Bearbeitung in Krain III. 3?. 37- Stein, Ort und Hammerwerk I. zz. Steinart besondere Mischung I. 14. — Kugeln Endydros I. 9. Riesen oder Costemen I. 26. — Werfen durch den Wind I. 77. — Kohlen I. 65. 66. UI. 22. 177. — Art besonders gebildete zuTitshe- berdo ll. >62. — Brüche bey podwein II. r8g. —- welcher dem Holz ähnlich kömmt Ill. 140. — Mark verschieden gefärbt Ul. 176. Stinkbad bey Ar^pinu tlt. ,27. Sttnkstein , Uapi § III. 106. Srraße gefährliche über hoheeEebirgell. zz. Strichen der Irrlsscden n I. Z. — der Alpk-'tt'e üverbaupt I iz. — de? Gangs u u U. 40. ^ti el;e oder O- ankristull n !V. Stnkofen wie in Aruiu befwoffen l. 2o. — damit gschnoiz.n l 2-. 22. türkisch-s Grcnssu lvß ?V. zo. Sttnib ruk!. ioo. 'V. 2. 8e^k Ox«t 87 cir: dessen Gra- IV. 34- K z Svcca 78 * r Sveta gora. Berg I. z F. — planina. Berg unk» Kirche, Be¬ trachtung darüber Ul. ,Z. Schwärmerei) ll l. 178. Susern, Ort, Sreinart alldort Hl. 1^4. Systeme, falsches von Graf Buffon, Linne, Pallas l. 160. Szamador, Bergwerk auf Kupfer III. ,82. — Loge IV. 2. Sziroväcz, stehe Tzirovacz. Szluyn Ort an der Türkischen Grenze IV. 27. — schöner Wasserfall IV. 28. Szluynchicza, Fluß IV. 28. T. Tarvis oderTrbish, Hammerwerke III. . 6). Tellmuschcl verstcint in Istrien IV. 51. Tcmeniza, unterirdischer Bach III. ,67. Terno, Berg I. 7. Teufelsbrücke am Loidel I. Z2. Tcrglon oder Terklon höchster Berg in den Iulischen Alpen l. 27. — aus blossem Kalk I. 29. — dessen Höhe!. zc>. — Ansicht davon eben!». Theorie von Entstehung der Erde I. 9 z. — verschiedne Meynungcn l. 9z. Thon in Glaßerde verwandelt I. ,12. uz. Thonerde zu Hafner -Geschirr I. izv. Tbonarr kristallistrr III. 1,9. Thonhügel mit Hornstein III. 6. Timavo, Fluß I. 6r. — ungesundes Wasser I. 64.' Tidein Schloß an der See I. 64. — allda ein Walisisch gefangen ebend. Tiefe der Schachte zu Hfdria II. 155. Tigerstein aus Kalk l- 15z, Tvdenteufe, zu Hydria , allwo ein Ein¬ sturz geschähe, und viele Mensche» umkamen II. zz. Tolmrin, Ort, wo die Iderza mit der Sozda vereinigt I. u. Torf bey Ludlana II. 2. Tragstein lll. ,42. 1'romcla nivali« was es sey I. 17. Trenta, Thal Eisenwerk III. 42. Triak, das ^uruzrmrium der Alten III. ,6o. Tttdusda, Steinart alldort l. iz. Trst oder Trrest, Seehafen I. 60, / Trapp II. 67. III. 66. Tropfstein besoudrer in Grotten I. ,24. — artiger Hornstein I. 14z. Trümmerstein oder Breccia l. 7. — aus Kalk ebend. — zu Mühlsteinen genuzt I. n. — Görz steht darauf ebend. — auf den Bergi'pitzcn II. Z2. — mit einem grünen Lindungömittel Itt. 2Z. — kieselartiger ganz seltsamer IV. ,z. Tschcrir-polok, Eiftnhammcr alldort III. IOZ. — Bau auf Bley ebend. Tufstein Tussnförmiger II. 172. Tüll, Berg I. 7. N. B. Udlak oder Villach Hl. 96. Vellebisk reka, Lauf dieses Bachs IV. ,4. Valvasor dessen Verdienst um Drain I. 2. — unerkenntlich das Land gegen seine Verdienste W. 20. Ndbina, Udbina, der Hauptort kn Corbavia IV- ^4. Udkua, VenetiauiHhe Stadt kage I. g. Terandertes Flußbette der Sava 1kl. 10. 2Z. Verbesserte Manipulation zu Hydria I V. Ab. 6z. Vcnetianer bemetstern sich Hydrier H- 47- Versuche mit dem Mittelstein III. 8. . — mit Sauerbrunnen lll. 12. — mit dem Badwasser am Feldcser See Ul. 8» Ufer der Flüsse aus Lachsteinen bestehend I. n. Verkoblung in stehenden Meilern l. 20. Vergleich der Alpen von Arain mit je¬ nen der Schweiz I. 6. Versteinerte Lssbara in Kalk IV. 6. Versteinerung als Austern am Sozhar Fluß I. 4. 70. — an der See l. 52. -— besondre bey Lcirritz UI. 15. .— bey Podpctsh II. z. III. 16. — zu Blcyderg 1'1- 73* — bis 700 Lachter Höbe Ul. 9z. — bey pcrczenize IV. z. Verwandlung des Kalkstein in Kiesel 1. 97. .— des Kalkstein in HornstcinU. 41. - .— der rerstetnt.n Schaalthiere in Kie¬ sel IV. 41. .— vielfältige in Istrien IV. 49. Verwitterungen der Kalkgebirge I. 5. Vitriolanen von Hydria U. 79. L». — Sleterey III. Umber^rde Ul 1-7. u :z, Flnfi, dessen Beschaffenheit 1.126. Ungesund beit von A9l.1v I- 2. z. Ilmki oder Durr»rstuß 1^» 6. Unsicherheit des Landes, Hindernisse in der Naturgeschichte I. 146. Unternehmung, fruchtlose mit dem Morast¬ abzapfen Key Laybach U. 9.10. Ursulabrrg, Ende der Kalkkctte nach O. Ul. ieZ. Uskokcn-Gebirg l. Z9. — dessen Beschaffenheit l. 4s. — deren Tracht, sind Ser vier Ul. i§r. Iltzhiak oder Crsjanaberg, dessen Be¬ schaffenheit 1. Z7. ^ftshka oderM^nre- majori. 52. — Beschaffenheit l. zz. Waldung dessen Zustand in Aram I. so. — dessen Zustand zu Hydria u. 155. Walkererde weisse Ul. 177. — Gebrarrch davon l V. 59. Wallachen, sind Scrbicr I. 40. lV. zi. Z2. ware^din, Stadt UI 128. Warme Quellen zu Stupiza Ul. — zu Auselsa- steina IV. zF* — bey Trefcr UI. 1Z8- — bey^Tdeudauß Ul. 146. — bey Sirzhi a -II. 167. -— bey pod ipa U. 20. , — bey »-^aurarsb ll. 1^9. — bcy Mtl bi a il. 174, — am F Id scr S e Ul. z. — bey 1?ilL.rch ' U. 9^. — bey Ai .iprna UI ,rr6. >— bev Smer^üucz oder Stiirk- b.rd UI 127. — bey Neu st drei llU Wasserfall in ^r Vobt i-- l »4. — im S Izbach Ul- lli- Masscr perioufcheö U. 27. UI. r6s. Wasser- So Wasserleitung zu Hpdrt'a N. 154. Wasser welches Kröpfe macht III. 65. — Lauliches bey Rlingenfels NI. »75 — zu N^ersl), welches Kröpfe macht II!. 6;. Mt'ifsenfels, Stablbammer allda s. zi. ^Veliebir oder w'lledicl). ein Haupt- theil derCltnarischenAlpkette IV. zz. — vereiniget sich in Zcrmanra mit dem PUsevicza lV. zz, — dessen untertrdifche Hölen IV. zz. Wetzsteine II. 22. Wmde deren große Gewalt I. 4. IV. 27. VOipacher Tbal I. 7. Mmdischbleyberg, dessen DergweS Hi. 99. wobein, Thal Beschaffenheit I. 14. Wolfofen zur Eisenschmelzung I. 20. wrem Steinkohlengruben I. 72. Zenk, oder Sein, Seehafen, Versteine¬ rung allda 148. Zeier, Fluß, im Tbal podverdu 1.14. Zeit, zur Aushöhlnng Dder Durchschnei- dung der Berge II. zz. Zilli oder Zell, Haupkort der windi- scden Mark III. 142. — Marmor salmo alldort ebend. Zeunfeuer wie beschaffen I. 2z. Zhychen Dölkerstam tnIapidierr 1.47» Zbarm oder Thannberg l. 7. Zhuberanka, Fluß I. 4z. Zhuber, dessen Bergwerk!. 42. Zinkerze von Raibl Hl. 52.61. — zu Bteyberg lil. 77. Zinnober-Gruben bey Terhitsh l. zr. — hepatischer IV. Ah. 6i. — ungcstaltcr von Hydrta H. uz. — blatkerichtcr H. 125. — kristallisrrter II. 126. — dessen Bereitung zu Hydria II. —- Erz, rothes mit Kies lV. 6r. — achtseitig kristallisirt IV. 62. . — künstlicher wie er zu Hydrta ge¬ flacht IV. H2. — 8 dis 120O Zentner des Jahrs zu Hydria gemacht IV. 6z. 65. ^hitshen, Volk und dessen Tracht I V. 4z. - Zirklah, Ort, Breccia zu Mühlsteinen I. sos- ^oliza, staffelförmiges Gcbirg III. 45. Zl ili/ Markt, war der vierzehnte Grenzort von Aram IV. 4. — dessen Lage IV. 4. — Gebirge IV. z. Bückerrs Geschichte rrrVenerianer I. 89» Zug der Argonauten, Beweis dessen Aechtheit I. 156. ZM Verbesserungen. Zur Erklärung der Kupfer. Seite i Zeile 6 bleibt oder weg, dafür aber und Vorgebirge. Zur Vorrede. Seite VHl. Zeile 6 schlechten bleibt weg, lies mittelmäßiges. «— XV. — 19 Titelkupfcr — — — Kupfer zur Vorrede. — XVI. — n und ra bleiben weg. Zum Texte. Seite 8Z 84 tungen. Sette 85 Zur Vorrede. Seite XVIII. Zeile 12 Scheleisenke lies Lkelcilenke. — — — iz Kroppa — Xro^s, Seite 87 - Seite XVkI. Zeile iz Kamnagoriza lies XamnaZori2g. _ XXVU. si ausgenommen setze hinzu: welches abgeschrieben worden. ._ XXIX. — 15 "ach 150" -- Lachter. _ XXX. — n zu wünschen lies gewunlchet. Zum Texte. 88 Seit« 89 IV. M 9c> Selle 175 Seile 16 Operment — »8» — 19 Eisenwasser >— i82 — i6 Seinen — »83 — 28 Kamniputole lies Operment. — Eiswasscr. — Säumen. — IvÄinnitupoIe. Zum Texte. Seite Seite 172 §elie 28 kontinsli lies konlmslis. — 1 80 — 12 Haram bahitz — Alltsk. - I8z - »7 LOOO - 8OO. Zliin vierteil Theil. Verbesserungen. Seite z Zeile 9 v. u. vcrstimct lies verstclnet. — 6 — iz Hecg — Begh. — 7 — n Hanjar — Banjar. -