.M4. Dommsllil! Mll 7. Inll,,er 1864. Die „Laibacher Zeitung" cischeiut, mit Ausnahme der Sonn- mid Feiertage, täglich, und lostet sammt den Ntilagen im Comptoir ganzjährig 11 sl., yalb-lilhrig 5 st. bs> lr,, mit Oreuzdand im Comptoir ganzi. l2 fl., lM'j. 6 si. Für die Zlistcllmig in'« Hau« sind yatbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., uutn Kreuzband und ge-driicktrr Adnsse I5> si.^ hnU'f. 7 si, 50 lr. Hnftrtiousgebiilir sür mit ^.nittoüd-Spalttn^üc oder den Ranm derselben, ist für Imali^ Einschaltung 6 kr., fitr 2malige8lr,, siir 3maligc 10kr. n. f. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per »0 lr. filr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 st. »0 lr. filr 3 Mal, 1 fl. 40 lr. fllr 2 Mal und 00 fr. fllr 1 Mal (mit Inbegriff des Insertionsstempels). ^Kaibacher Zeitung. Amtlicher Theil. «ve. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 23. December v. I, die Uebernahme des ordentlichen öffentlichen Professors dtr Rechte. Dr. Andreas Horak, an der Univcr« sität in Lcmbcrg in den bleibendeik Ruhestand aller» gnädigst zn genehmigen. demselben ans diesem An« lasse in Anerkennung seiner uieljährigcn ersprießlichen Wirksamkeit im Lehrfache tarfrel den Titel eines kaiserlichen Natbcs zn verleihen und wciter den verfüg« baren ordentlichen Professor der Prcßburger Rechts-Akademie, Dr. Johann Vayer. znm alißcrordcut-lichrn Professor der Finanzgcsehknndc an der erwähn« ten Hochschule allergnädigst zu ernennen gcrnht, Das Staatsmunsterium hat über Vorschlag des fülstbischöflichrn Ordinariates uon Laibach den Welt-Priester dieser Diözese. Anton Vroduik. zum Ncli-yiouSlchrcr am Üniergymnasium zu Krainburg ernannt. Nichtamtlicher Theil. Der verstorbene Nealitätenbesißcr Herr Barihclmä Sallochev hat i» seinem mündlichen Testamente vom l7, August v. I. den Betrag uon 5000 fi. öst. Währ. dcr. für die Inen aus Krain zu errichtenden Anstalt vermacht. Der krain. Landcsausschuß. der den obigcl, Bc» Nag seiner Bestimmung zuführt, erachtet sich vcr» pstichtct. diesen großmüthigen Akl zur allgemeinen Kknntniß zu bringen. Vom krain, Landesauöschusse. Laibach am 3. Jänner I8ö4. Hur deutsch-dänischen Frage. (?.<'. Als Oesterreich gemeinschaftlich mit Preußen am Bnnde den Antrag stellte, oic Vcsel)uüg Holsteins eventuell anf Schleswig anszndehncn / ivar es sich vollkommen bewußt, oaß ourch die Annahme des An-iragö eine Situation geschaffen werden kann. aus welcher möglicherweise der europäische Krieg hervor» geht. Gleichwohl nahm es keinen Anstano. zn' einem Schritt von so ernster Bedeutung die Initiative zu crgrelfcu. weil es ras Recht Gcsammtdeutschlands. welches durch eine Inkorporation Schleswigs in Däne« mark verletzt wird. auf jede Gefahr hin zu wabrcn entschlossen ist; es zögerte nicht, deu deutschen In< tercsscn und einer Vnndespfiicht manche gewichtige Rücksichten unterzuordnen. Um so mehr muß eö dar-auf sehen, daß die Bedeutung und der Sinn der Maßregel nicht altcrirt werde. Die Inpfandnalimc Schleswigs soll den Zweck haben, Dänemark zur Achtnng der Rechte Deutschlands zu nöthigen. Echleö» wig also eine selbstständigc Sicllnng im Verbände der dänischen Monarchic zu sichern. Die Inpfand» ual'mc sollte ein Mittel zur gerechten Lösung der Ver< fassungsfrage sei,,, vic Erbfolgcfrage nicht berührend. Lcplcre sollte dadurch so wenig präjndizirt werden, als durch die BundcSexckutiou in Holstein. Der Ent-schcidlü'g. wer künftig i„ den Hcrzogthüniern regieren wird. dnrstc danut weder rechtlich noch thalsächlich vorgegriffen werden. Dieß ist der Sinn des östreichisch, preußischen Antrages uud die Voransictzung, li„t^. ^^ichcr er gestellt war. Es läßt sich jedoch m'cht ucrkcnuen, daß die neuesten Ereignisse in Holstein den Stand der Dinge mehr und mehr zu verschieben beginnen, Herzog Friedrich von Augnstenbnrg erläßt in Kiel Proklamationen „an seine Unterthanen", empfängt Deputationen und Körperschaften aus Holstein uud Schleswig, nimmt Huldigungsalle eutgegcu und legt sich bereits die Orgauismeu znrccht. dic erforderlich sind. um alsbald die Regierung zu crgrcifcu. Das ist weder einfache Uebung des „Heimatsrcchtes", noch die bloße That eines „Privatmannes". Ein großer Theil der Presse in Dentschlanb sympathisirt lchhaft mit diesen Bestrebungen, cs wird in sichere Aussicht gestellt, daß die „kommissarische" Verwaltung Hol« steins binncu Kurzem „ohue alles Geräusch" durch dic „landesherrliche" werde erscyt werden. Darin liegt eine vollständige Inversion des Bnndcsbcschlusses vom 7. v. M. Hier handelt es sich nicht mehr darum, ob die Ansicht der Mehrheit oder der Minderheit am Bunde zur Gcllung gelangen soll: es wiro über das Majoritäts» imo Minoritätsvotmli hinausgcgrisseu. Hicmit ist der Standpunkt sowohl der Erekution als der Okkupation überholt: es wird da uicht mrhr dic Rechts«, sondern die Machtfragc gestellt und die Snc« cession vorweg faktisch entschieden, ehe der Bund schlüssig geworden ist. Ein solcher Verlauf der Begebenheiten muß gc< rade bei delljeuigel, schwere Bedenken crwccleu, welche wünschen, daß dic Angelegenheit der Hcrzogthümcr eine den nationalen Iutcressen Deutschlands entspre« chcndc Lösung erhalte. Die gesetzliche Vahu ist damit verlassen und der Einmischung des Auslandes Thür und Thor geöffnet. Uud was geschieht in einer Zeit, wo der Bund eben daran gehen soll, Maßregeln wegen Schleswig zu bcschließen uud zu ergreifen. Schleswig liegt außerhalb des Bundesgebiets und man darf nicht vergessen, daß der Art. 35 der Wiener Schlußakte dem Bunde das Recht dcö Krieges und Friedens nur zn seiner und der Vundesmitglicdcr Vertheidigung gestattet. Eiu Einmarsch der Bundes, truppcn in Schleswig würde -- wohlbemerlt unter ocm Gesichtspunkte, daß der Herzog vo» Augusieuliura, sich als faktischer Beherrscher Holsteins uud zugleich als Präteudent auf Schleswig iustallirt — als ciu Angriffskrieg des Bundes zur Eroberung eines frem» den. d, h. nicht zum Bunde gehörigen Territoriums zu Gunsten nicht einmal eines wirklichen, sondern bloß eines präsunuioeu Bnndcsgliedcs erscheinen. Wir haben diesc Erwägungen hier ansgcführt. vorläufig ohne daraus andere Konscgncnzcu zu ziehen, als daß durch die leyte Wendung der Dinge die korrekte Entwicklung derselben und die Aktion der deutschen Großmächte in hohem Grade erschwert wird. Es ist vielfach — ,y^ ^m zu: von aner« kanut patriotischer Seite —. die Ansicht ausgesprochen worden: nichts weiter sei nöthig zur gedeihlichen i!ö» sung der Frage, alS daß man die Mlltelstaale» vor» gehen lasse und sie lediglich nicht behindere- Wir versehen uns auf diesen Standpunkt; wir nehmen an, daß die militärische Macht des nicht, österreichischen und uicht.prcußischen Dculschland auö> reiche, um in Schleswig «Holstein cine voltständige, die weitest reichenden Wünsche des deutschen Volkes befriedigende Entscheidung herbeiznführen. Aber was dann? Schmeichelt sich Jemand mit der Hoffnung, daß das Ausland die Gelegenheit nicht benüycn werde, um gegcu das mit alleu seinen Kräften an der Elbe und Eider engagirtc Drittel Deutschlauds eine be. waffnetc Diversion zu machen? Werden die Mittel« staalcn anch die Kraft haben, solche Angriffe — An» griffe auf die Integrität und Unabhängigkeit undc. stritten znm deutschen Bunde gehörigen Gebietes — abzuweisen? Wir zweifeln daran. Die Aufgabe, den deutschen Bund gegen die Ehaneeu europäischer Verwicklungen zn decken, ficle dann doch nur den dcntschcn Groß« mächlen zn und es erwiese sich als eine einfache Täu< schung, zu glauben, daß die Millclstaalcn im Stande scicu. die Aktion gegen Dänemark und dessen allfäl« ligc Alliirte anf ihre eigene Gefahr und Rechnung glücklich zu Ende zu bringen. Das sind Erwägunge». denn« sich unseres Eraehtcns besonnene Fvcnndc des deutschen Kcsammtvaterlandcs nicht verschließen sollten, und welche auf die Haltung Oesterreichs nicht ohne Einfinß bleiben können. 13. S'ihnng des Herrenhauses am 4. Jänner. Auf der Ministerbauk: Nechberg, Mecscry, Lasscr. Plcncr. Hein. Freiherr v. Mcrtens. Den Vorsit) fülnt Präsident Fürst Aucrsperg. ?iach Verlesung des Protokolls und Mitthcilnlig der Einlaufe theilt Finanzministcr o. P l e u c r mit. daß Sc. Majestät dem Geseß über die vlermonatüche Fortoauer der Steuererhöhung die Allerhöchste Sank» lion ertheilt Habs. Auf der Tagesordnung steht die ..Verhandlung über deu Staatsvoranschlag pro 1864 " Berichterstatter Ritter v. Pipiy liest den allgc< ilieinci, 3bcil oeö Berichtes vor. welcher d,n größten Theil der Ansäße, wie sie mis dem Abgeordnetenhaus? hervvrgingen, zur Annabmc empfiehlt und uur acht Differenzen ankündigt, welche aber ebenfalls weniger die Ziffer. alS Prinzipien betreffen und dcv Verstän« digl-ng entgcgeuharreu. ?iach deu 'ilnsäl)en der Flnanzkommission ist das Allsgabcnbndget um uahc an 6 Millionen höher und sie beantragt zugleick, Vircmenls in dem Vuoget des Marincminlsteriums als zulässig zu erklären. Präsident schlägt vor, bei der Spezialbcra» lhung des Voranschlages uur diejenigen Theile vor« tragcu zu lasscu, bei welchen sich Differenzen mit dem andern Hause ergeben, serner jene Theile des Ve« richtes, welche die Beleuchtung der Verhandlungen !m anocrn Hause enthalten und für das Herrendaus von Belang sind. (Wird keine Ginwendung erhoben.) Die Kapitel: «Allerhöchster Hofstaat" und «Kadi» nelskanzlei Sr. Majestät deS KaiserS" werden nach den Ansäßen des Abgeordnetenhauses zur Annahme beantragt. (Wird angenommen) In dem Kapitel «Rcichsrath« ergibt sich eine kleine Differenz, indem die Finanzkommission l»as Erforderniß des Herrenhauses um 755 ft, crbölit hat. Diese Summe wird nothwendig, um den Archi, var des Herrenhauses dem des Abgeordnetenbalises gleichzustellen und die Zulage des dritten Konzepts» bcamlen, eines Statlhaltcreisekretärs. von 40 ft. anf 80 ft. monatlich zu erböheu. (Wird otme Debatte nach dem Antrage oer Finan^kommission angenommen.) Das nächste zur Verhandlung kommende Kapitel iit der „StaatSralh." Die Kommission beantragt, die Zisseransähe, wie sie auö dem Abgeordnctenbause her« vorgegangen, anzunedmen. Auf die Aufforderung des Abgeordnetenhauses übergehend, die Regierung möge bis zur uächstcu Session eine mit dem verfassungS« mäßigen Staalsleben vereinbarliche Reorganisation des SlaatSrathS in Vorlage bringen, erklärt die Kommis' sion: „Die Form dieser Aufforderung greife der künftigen Behandlmig vor lind beabsichtige dieser leßleren eine beengende Richtnng zu gebeu, was um so be» dcuklicher angcschcu wcrdeu muß. als über diesen Gegenstand nicht beide Hänscr im verfassungsmäßige!« Wege zur gegenseitige!» Verständigung gelangen." (Es werden sodann die Zifferansähe ohne Debatte angenommen.) Iu dem Kapitel „Miuisterrath" ergibt sich keine Differenz. ^. , Bei dem Budget des Ministeriums des Aeußcrn spricht sich zuerst die Kommission gegen die Ueberlra-gung der Erfordernißziffcr des Zahlamtts ans dem Ordinarinm in das Ekttaordinarinm ans. schlägt jedoch vor. das hohe Haus wolle diese Aenderung nichts beanständen, sich jedoch anf den anch in andern Fällen von dem hohen Hause gebilli^en Grnndsai) beziehen: „daß durch die Einstelln»« dcr Erfordernißzisser für das Zahlamt in das Ertraordiilannm dcr künfligtl, R4 Entscheidung über dessen Einrichtung in keiner Weise vorgegriffen werde." Was den bei den „diplomat!« schen Auslagen" von dem Abgeordnetenbansc vorgc» nouimencn Abstrich von 23.333 fi. betrifft, glanbt die Kommission cinrathcn zn sollen, in den Zlfferansätzcn des Abgcoldnctcnliauses nichls zn ändern, in der Er-warlnng. es werde dem Ministerinn! gelingen, mit der für den zweiten Titel angesetzten Snmme das Auslangen zu finden. — Dic von dem Abgeordnetcnhausc ausgesprochene Anfforoernng 1) wegen Anfnahmc der Kosten für jede cin^Inc Mission in das künftige Bndgct; 2) wegen Vorlegnng eines Erpose der politischen Lage des Reiches in den Beziehungen zn den answärligen Mächten nebst den diplomatischen Aktenstücken, werden von der Kommission Übergängen, da hicbci nicht so sehr die finanzielle als die polilische Richtung iii's Auge gefaßt wurde. Diese Anforderung scheine anch von solcher Art, daß sie als in's Gebiet der Verfassnngs-frage eingreifend erkannt werden müsse. Kardinal Rausche r. Dadurch. daß Se. Majestät den Ncichsrath znr Theilnahme an der Gesetz' gebung berief, wurden dic bestehenden Gesetze nicht in Frage gestellt. DieL versteht sich von selbst. Dar« ans ergibt sich, daß die Vczügc der Veamlcn in voller Fkraft verblieben. Als daS Abgeordneteuhaus im I. 1862 die Fnnklionsznlagc des Botschafters in Rom lim 20,000 ft, verminderte, konnte dieß mir die Giltigkcit eines Antrages haben. Das Herrenhaus konnte diesen« Antrage nicht bcitrctcn, umsoweniger. als die Regierung erklärte, diese Summe sei zur Aufrcchthaltlmg der dem Botschafter übcriragenen Mission nothwendig. In der gemischten Kommission kam der bekannte Kompromiß zu Stande. Dem Neichsrathe stehe es wohl zu, eine von der Regie» rung verlangte Summe zu verweigern, aber keinesfalls eine Summe ihr anfzndrängcu, dic sie nicht als nothwendig erkennt. In dem Voranschlage für 1863 erschien für dic diplomatischen Anslagcn dic für 1862 vereinbarte Snmme lind erhielt die Zustimmung, Allein für 1864 hat die kaiserliche Regicrnng wieder dic Zulage des Votschaflers für Rom im vollen uon Sr. Majestät bewilligten Betrage aufgenommen, DaS Abgeordnetenhaus verminderte dieselbe von Neuem um 20.000 fi. Die Regierung erklärte sich mit der Vcwillignng ler Gesammtziffcr einverstanden, wodnrch dem Hcrrcnhausc daS Substrat znr Einsprache ent-zogen wird und ihm nur blribt, die früher eingelegt,.' Verwahrnng zu wiederholen. — Redner vergleicht die in Frage stcbendc, Ziffer von 20,000 fl. im Vergleich zu drm Budget mit einer Mücke auf dem Rücken cincö Ochsen, obzwar er damit nicht sagen wolle, daß man cS mit irgend einem Posten leicht nehmen dürfe. Aber der Zweck müßte in's Angc gefaßt werden. Repräsentation sei bei Diplomaten cinc Noth' wcndigkcit. Botschafter vertreten dic Person ihres Monarchen n»d welcher Ocsterrcichcr könnte es wün-schen, daß der Vertreter seines Kaisers liintcr den Botschaftern anderer Nationen zurückstehe. Rom vcr« füge allerdings nicht über 600,000 Bayouncltc. aber eS sei der Miltelpnnkt des geistigen Lebens, dorlhiu sei der Blick von 200 Millionen Katholiken gerichtet. Woher kommc dann der Widerspruch gegen diese Zulage. Einzelne Stimmen dcntclcn dahin, es gelte nicht der Sache, sondern der Person. Dann müßte man befürchten, daß dieß anch einem Minister, General, Statthalter x. geschehe, gegen den sich in einem Hause einc Majorität znsammenfindct. Die , Verfassung ist der feste Pnnkt. von dem man nicht abweichen dün'e. Das Herrcnyans werde stets seine Rechte wal'ren, aber anch über die Rechte des Gebers der Verfassung wachen. Auf diesem Grundsatz fußend, habe das Haus bei derselben Gelegenheit cinc Ver-wahrnng ansgcsprochcn und werde hoffentlich bei der' selben bleiben. Er stelle deßhalb den Antrag: «Das hohe Hans wolle beschließen, zu erklären, daß es hinsichtlich der Beschlüsse, welche einem der beiden Hänscr des Reichsrathes über die Verminderung der für Staatsbeamte festgesetzten Bezüge gefaßt wurden, unerschütterlich bei dem Grundsätze beharre, welchen es stets vertreten habe und nur unter erneuerter Wahrnng desselben der für dic diplomatischen Ans» lagen eingesetzten Summe seine Zustimmung ertheile." (Wird fast einstimmig unterstützt) Graf Thun spricht sich gegen die Uebcrtraguug gewisser Posten dieses Budgets aus dem Ordinarium iu das Ertraordinarium aus, da er keinen Grund für diese Umstellung sehe. Er wolle aber diese Frage zu keinem Diffcrcuzpunktc macheu. Uebergehcnd zu der Frage der Fnnktionszulage des Botschafters in Rom sagt Redner, im Jahre 1862 habt es sich um das Budget eines abgelanfcnen Jahres gehandelt, wo die Ziffer bereits glcichgiltig geworden und cinc Verwahrung, gcuügtc; jetzt aber stehe die Frage an< derS. cs handelt sich um ein beginnendes Jahr. Dic Schwierigkeit liege für das Hans darin, der Streichung der Post in der Gesamnnziff^r bciznstimmen. während mau sich gegen die Streichung speziell er-klärt, Der Vorgang sei logisch unrichtig. Unrichtig sei es überhaupt, daß man von dem Grundsatz aus. gebe. jede Post müsse in jedem Jahre von beiden Häuseru bewilligt werden, um rechtskräftig zu seiu. Nach seiner Ansicht müLlc im Budget unterschieden werden zwischen Posten, welche als zn Recht bestehend festgestellt sind uud den andern, welche in den Voranschlag anfznnehmcn sind. In England werde ein ähnlicher Vorgang eingehalten. Da aber es dem Hanse unmöglich ist, mehr zn bewilligen, als die Negierung beansprucht nud diese sich mit dem Abstrich einverstanden erklärte, bleibe dem Hanse nichts übrig, als die Verwahrung, welche Kardinal Nanscher be-antragt. anzunehnu-n. Lichtenfels stellt zuerst den Satz ans: Alle Einrichüingen »nd Vorschriften, welche von der Ver» fassnng erlassen wnrdcn. bestehen unbestreitbar zn Recht, deßhalb anch alle von Sr. Majestät bewillig, ten Gehalte und Funklionszulagcn. Ihm scheine aber der Vorbehalt, den Herr Kardinal beantragt, nicht für nothwendig, da nach dem Gange der VerHand-lnng das Ministerinm des Aeußern auch ohne demselben znr Auszahlnng der vom Abgeordnetenhaus abgestrichene!, 20.000 fi. berechtiget sei. denn die Regicrnng habe wohl zu einem Abstriche an der Gc> sammtziffcr der diplomatischen Ansingen, aber keinesfalls zu ciucm Abstriche au dem Votschaftcrpostcn eingewilligt. — Vmsichtsweisc, da im Vorjahre ein solcher Vorbehalt gemacht wurde und man Folgernn-gen daraus ziehen könnte, wenn heuer derselbe nicht ausgesprochen. wolle er jedoch den Vorbehalt befürworten. Nachdem noch der Berichterstatter gesprochen, wird zur Abstimmung geschritten und werden die Anträge der Kommission ebenso wie der Antrag des Kardinal Rauscher fast einstimmig angenommen. Die Tagesordnung ist erschöpft, weßhalb die Sitznng um 2 Uhr geschlossen wird. Nächste Sitzung morgen. Oesterreich. Wien. Für die deutschen Großmächte tritt, an» gcsichts der Hartnäckigkeit, mit welcher Dänemark die Novcmbcr°Vcrfassnng aufrechtcrhält, die Nothwendigkeit ein, ihre Kontingente znm Bnndcs-Ercknlionökorps ,n der im vorans bestimmten Weise zu verstärken. Ocstcrrcichischcrscilö sind hierzu bereits die beiden Infan-tcric.Regimenter Graf Hartmann Nr. 9 und Graf Klicuruhüllcr Nr. 35) nebst dem 6. Iägerbataillon in Marsch gesetzt worden, und ucm Preußen werden gleich» zeitig noch zwei weitere Divisionen, wic cs heißt, vom zwri'tcli und vierten Armeekorps, mobil gemacht werden. Der Zusammcnzlchuna. uud Aufstellung des verstärkten preußisch-österreichische» Neservekorps an der holsteinischen Grenze kann anstcrdem mit jedem Tage entgegengesehen werden. Die Stärke des Erckulions-korps, welche gegenwärtig, die 12.000 Sachsen und Hannoveraner inbcgriffen, auf gegen 70000 Manu (32 000 Prcnßen und 25.000 Öestcrrcicher) ange-schlagen werden kann, würde durch fernere Verstärkungen auf gegen 100 000 Manu anwachsen, eine Macht, gegen welche die Dänen, anf sich allein angewiesen, auch in der so stark befestigten Stcllnng am Danncwirkc unmöglich Stand zu halten vermöchten. Wien, 3, Jänner. Bei der nach Hambnrg abgesendeten österreichischen Brigade ist znr Vcr-mitllnng des Postvcrkchrs ein Fcldpostamt aufgestellt. Die Bricfportotaxc nach und von dem Slandortc der österreichischen Brigade entfällt mit 15 kr. pr. Loth Die an die Militärmannschafl vom Feldwebel abwärts nnfrankirt bei dem Fcldpostanitc einlangenden Korrespondenzen, mit Alisnahmc der rckonnnandirlcn Briefe, werden portofrei ausgefolgt. Alle anderen unfrankirl bei den internen Postämtern anfgegcbcncn Privat» bricfc sind zn tarircn und wird übcrdicß der gewöhn-lichc Zuschlag eingchobcn. Zur Vermeidung von Vcr-zögcrnngcn bei der Zustellung oder Nctouruiruug au den Anfgabsort ist auf der Adresse das Regiment oder Korps, wo möglich anch das Bataillon lind die Kompagnie, respektive Division und Eskadron, welchen die Adressaten angehören, genau anzugcbcil und beizusetzen: „Bei der österreichischen Brigade, Hauptquartier Hamburg." Wien, 4. Jänner. Ueber den Gesetzentwurf wegcu Einführung von Geschwornen-Gerichten hört ein Wiener Korrespondent der «Gr. Tgp.", daß der ursprüngliche Entwurf im Wesentlichen von dem Sek-lionschef Ritter v. Hye herrühren soll, und daß derselbe jetzt in dem Kabinete des Kaisers liegt, nachdem der Instizministcr alle von dem Staatsrathe vorgenommenen Abänderungen sich angeeignet hat. Se. Majestät soll aber bis jetzt nicht gewillt sein. die Vorlcgnng des Entwurfes an das Hans in seiner gegenwärtigen Gestalt zu sanklionircn. Der Staats-, rath w,ll »nr die mit mindestens fünfjähriger Kerker, strafe bedrohten Verbrechen von einer Inry aburtheilen lassen. Innsbruck, 2. Jänner. Der Papst hat den Hofraih Haßclwanter mit einem Brcvc vom 18. December das Ritterkreuz des Grcgoriusoroeus verlicheu; Weihbischof Feßler, welchen die Regierung nach Ron, sandte, um dort Modifikationen des Konkordates zu erlangen, wird diese Anszeichnung überbringen. Venedig, 4. Jänner. Sc. Exzellenz der Herr StaatSministcr ist gestern Abends von hier abgereist, nnlß jedoch in Görz die Erössnnng der durch die Schneeucrwchnngen streckenweise unfahrbaren Bahn nach Laibach abwarten. Auslaud. Leipzig, 4. Inner. Gestern fand hier eine General < Versammlung der Verireter von fünfzig Schleswig HolstelN'Allsschüfscn in Sachsen statt. Das Leipziger Comit^ hat sich als Landes.Central.Comit« konstitnirt, dc» Anschluß an den Frankfurter Ccntral-Ausschuß beschlossen, und einc Nesolntion. der sächsischen Regierung für ihre Politik Ancrlcnnnng ans« zusprechen, angenommen. — Die Bewegung der Enkutions - Truppen ist eine außerordentlich behutsame. Der ,H. B. H." wird alls Rendsburg, 31. December, gemeldet: „Heute Mittags gegen 12 Uhr sind die sächsischen Truppen, uachdem gegen 10 Uhr die dänischen abgezogen waren, eingerückt; die ganze Stadt hatte sich inzwischen mit Fahnen geschmückt, und es wurden die sächsischen Truppen jnbelnd empfangen. Eine Abtheilung der-. selben, etwa 80 Mann Infanterie und circa 50 Dragoner, rückten sofort bis an die Schlcnscnbrückc im Kronwerk vor, und schickte sich an, dieselbe zu überschreiten, woran sie jedoch von den jenseits stehenden dänischen Posten mit gefälltem Bajonnct! verhindert wnrdcn. Die sächsische Abthcilnng postirte sich daranf dicßseits der Schleuse, und cs erfolgten nun Verhandlungeu zwischen dem General v. Hake, welcher persönlich an der Schlcuscnbrücke erschien, lind dem dänischen Kommandanten, deren Inhalt und Rc> sultat uns bisher unbekannt geblieben. Die Trnppen stehen in gleicher Stellung wic hellte Mittags. Eine allgemeine Illnminalion der Stadt wird heute Abends stattfinden." Vern, 27. December. Demnächst wird eine Proklamation dcS Bnnresrathcs an die Bewohner des Dappcnthals erscheinen. welche dieselben anffor-dern wird. sich bis zum 24. Februar 1864 zn erklären, ob sie Schweizer bleiben oder französische Bürger werden wollen. Die betreffende Erklärung haben sie anf der Präfcktnr zu Nyon abzugeben. Einc ähnliche Proklamation wird auch die französische Regierung erlassen. — Ueber die Unterredung, welche der Prinz von Neuß. Abgesandter des Herzogs Friedrich von Auau-Ncnburg, zu Compicgnc mit dem Kaiser Napoleon.<., hatte, erhalten wir aus Paris nachstehende Mit« thcilnngen: „Der Abgesandte des Herzogs uon Augnsteuburg. Prinz uon Nenß, wnrde von dem Kaiser nur einmal empfangen. Ich bin in der Lage, Ihnen über die Einzclnhcitcn rer Unterredung folgende Details mitzutheilen. Der Kaiser sprach gegen seine Gewohnheit viel. Er eiwähnte der Sympathien, welche er für Dänemark hege, und erinnerte an die alte» Allianzen zwischen Dänemark und Frankreich. Nachdrücklich betonte er sein Interesse für den König Christian, welcher in dem Augenblicke, wo er den Thron besteige, sich als die Zielscheibe ungerechter Angrisse erblicke. König Christian liabe seinerzeit die Empfindung überwunden, cinen seiner Söhne zu opfern, indem er ihn nach Griechenland sandte. König Christian sei in diesem Augenblicke schlecht belohnt für die Opfer, welche er dadurch der Ruhe Europa's gebracht habe. Als der Priuz von Reuß diesen dänischen Herzenserguß hörte, welchen der Kaiser mit einer gewissen Lebendigkeit und beinahe mit Bewegung hervorbrachte, begann er sich zu fragen. ob s.'inc Mission nicht vollständig scheitern werde? Aber ein wenig später schickte der Kaiser sich an, von den Rechten des Herzogs von Augnstcuburg zn sprechen, und dessen Takt und Mäßigung zu loben. Er billigte es. daß der Herzog den revolutionären Anforderungen zn widerstehen ge-wnßt und sich uicht sogleich nach Holstein begeben habe. Kein Fürst Deutschlands hätte eine politisch orthodoxere Rede halten können. Nachdem der Kaiser eine höchst liebenswürdige Haltung angenommen hatte, sagte er zum Schlüsse: „Sie fasscu ohne Zweifel bcwundcrnswerth anf und ich bitte Sie. dem Herzoge zu wiederholen, daß, wenn ich nicht unmittelbar alle meine Sympathien für denselben zum Ausdrucke bringe. so geschieht dieß bloß. weil ich durch die Akte und den Charakter meiner Politik gebunden bin, Ich habe übrigens überall die leidenden Nationalitäten vertheidigt, und es ist nur nicht möglich, das im Norden zu bekämpfen, was ich im Süden vertheidigt habe." Der Kaiser schloß die Konversation, indem er mlf den Kongreß zu sprecheu kam, lind die Hoffnung ausdrückte, daß sich derselbe bald verwirklichen werde, Paris. 4, Jänner. In politischen Kreisen zir-kulirt das Gerücht: der Herr Erzherzog Ferdinand Marimilian werde, wenn Forcv's Mission nach Mi« ramar ein günstiges Resultat hat, nach Paris kommen. AH Lokal- und ProvinMl-Uachrichtcn. Laibach, 7. Jänner. Gestern Abends ist das cinc Geleise dcr Karst» bahn frci geworden, uud ist dcr Verkehr auf demselben bereits eingeleitet, das zweite Geleise dürfte erst in 5 bis 6 Tagen frei gemacht werden. Zwischen Prcstra-nek nnd St. Peter sind über 4 Schnh hohe Ver« webnngcn. Der Postzng uon Triest, dcr erste seit 5 Tagen, ist hcntc Nacht halb 3 Uhr hier angekom» men; mit demselben reiste anch Se. Erz, dcr Herr Staatsministcr v. Schmerling, welcher in Görz das Freiwerden der Bahn abwarten mnßtc. nach Wien zurück. — Die Temperatur ist in den lchtcn drei Tagen hier auf 17—18 Grad gcsunkcn; cine Kälte, dic wir seit mehreren Jahren nicht gehabt haben. — Gestern Früh wollte ein Individuum in einem Hanse in der Theatergasse eine Partie Torf stehlen, ward aber gesehen nnd scin Vorhaben vereitelt. — Morgen Abend findet im Rcdontcnsaalc ein öffentliches Konzert der philharmonischen Gesell» schaft statt, dessen Erträgniß znm Vesten dcs Fondcs bestimmt ist. Dic mit den Sängern in engerer Vcr» bindnng stehenden Turner nnd Schuhen, wie übcr-halipt alle Musikfreunde werden freundlichst cingc< laden, recht zahlreich zn erscheinen, — Hcrr Belling, welcher mit seiner Gesell« schaft von Marbnrg nach Trieft gchcn wollte, aber in Folge dcr von dcr Bora an dcm Circns Carr^ dort angcrichtctcn Vcrwnstlingcn genöthigt ist. hier zn verbleiben, wird sechs Vorstellungen im Collisseum geben, deren erste bereits morgen stattfinden soll. Herrn Vcllings Gesellschaft hat fich, seit er hier war. sehr vergrößert, nnd dürften die Freunde der Equili» bristik wieder manchen Genuß haben. — Ein solches Unwetter, wie selbiges am 3. und 4. d. M. übcr Trlest hcrcingcbrochcn, soll, wie die „Tr. Ztg." berichtet, seil Mcnschcngcdcnkcn dort nicht geherrscht haben. Die Äora hat jcde Komnninika-tion in drr Stadt unterbrochen und großen Schaden an Gebäuden und Schiffen angerichtet. Eine Menge Unglückofällc, schwere Verleynngen :c. hat dcr Slnrm znr Folge gehabt und die ,,Tr. Ztg." konnte am Montag nnr in cinem halben Bogen crschciucu, wcil dcis DrllckrrpcvsoücU fel'Ilo. Am schlilttmNei, crgillg es dcn Bewohnern dcr Häuser, ldcutsclM Frage überreicht. Aus Wien meldet die Kreuzpeilung: Das östcr« rcichischc Kabinct, habe in Vcrliu cillärt, cö wolle von jcdcr Altion in dcr schlcöwig'schcn Frage zurück» tlctcu. wcnn Preußen nch im jctzigcu Stadium vom ^oudoucr Protokoll lossage. Hamburg, 4. Iäuucr. Dcm Vernehmen nach geht Scuator Rückcr uach Frankfurt behufs dießjäl). rigcr Stimmführuug für die freien Städte beim Bunde. Rendsburgcr Korrespondenzen vou gestern besagen, daß nichts von politischem Interesse vorgefallen. Dic «Hamburger Zeitung« schreibt: Es heißt, daß der Durchmarsch der Truppcu sistirt worden sci. weil bei dem gegenwärtigen Frostwctlcr der Trans« port über beide Elbcarmc unthunlich ist. Die Däucn vcrpallisadircu die zum Kronemverkc führende Schlcusenbrücke. Hamburg, 4. Jänner (Nachts.) Köuig Ehri-stiau !X. hat eine Proklamatiou an die Armee er« lassen, in wclchcr er u. A. s^gt: Das ucue Jahr findet Elich zur Vertheidigung des Vatcrlandcs in den Waffen; darum ist Euer Köuig l>ei Euch. Ich habe iu Einem das volle Erbe meines Vorgängers angetreten — in dcr ^iebc zum Vatcrlande. Unser Lo« sungswort ist «dic Ehre des Vaterlandes"; sic soil auf dem Wege dcö Friedens, so wie, wenn crfordcr-lich. durch Kampf bewahrt werdcu. Zur Rettung dcö Vatcrlandcs ist kein Leben zu kostbar. Dic Armee hat aus dem vorigen Kampfe erfahrene Führer, dcuen das jnngc Hccr mit Bcgcistcrung folgen wird. Nicht die Zahl, sondern dcr Muth und dcr uubedingte Gehorsam der Soldaten gcben in allen Fällcu den Sieg. Dcr König freut sich, bald die verschiedenen Truppenkorps zu besuchen. Die „Flcusburger Zeituug" vom 4 d. M. mel-del: Die Jusel Femeru soll vou Eckcrnförde cinc bedeutende Besatzung erhalten; im Falle des Krieges sollen von dort Flankenangriffe stattfinden. Der König begibt sich heule nach Fricdrichstadt; er hielt gcstcru cinc Neune über ciueu bcdcutcudcn Theil dcr Armee ab. Vlendsbnrg. 4. Jänucr. Hanuovcr'sche und österreichische Pionnicrc uud cin klrincr Pontontraiu sind, wie cö heißt, zum Schauzcubau hier eingetroffen. Es geht das Gerücht, cin dänisches Pionnier-kommaudo sci nach dcm Kroncnwcrkc abgegangen mit dcr Instruktion, beim Ausbrnchc dcr Fcindscligkciten. die Brückcu, zlinächst die Schlcusenbrückc. zll sprengen. Die Bundcslruppcu haben ciucu Getrcioeliefe« rungskontrakt abgeschlossen. Kiel, 4< Iänncr. Die Prälaten und die Ritter« schaft richteten unterm 28. December cinc Eingabe an dcn Blind, worin sie n. A. beantragen: Dcr Bund wolle bci Entscheidung übcr die Erb" folge das Nccht Holsteins aufrecht crhaltcu, dcu Erbprinzen vou Angnstenburg als Herzog uou Schlcs« wig»Holstcin aucrkcnuen und das Rccht Holsteins wie seines Fürsten anf die vollständige und unzertrcnu« lichc Vcrbindnng Holsteins mit Schleswig schützcu. Aus Hcyde. 3. d. M., wird geiueldct: Die LaudcSvorsteherkollegien beider Dithmarschen haben sich für dic Anerkennung dcs Herzogs Friedrich aus« gesprochen und eine Deputation au ihu abgesendet. General Hake ist mit zwci Infantcricbataillous, einer halben reitenden Balteric und etwas Kavallerie daselbst Nachmittags eingerückt, wahrscheinlich, um au die Uutcl'Eidcr zu rücken und die Ucbcrschrcitung dcr Dänen zu hindern. Die holstcln'schc Regierung wird sichcrcm V>'r« nehmen nach nächster Tage nach Kiel verlegt. «ondon, 4. Iänncr. Das englische Kabinet hat dcn beiden andern nichtdentschen Großmächten (Rußland und Frankreich) den Entwurf einer identischen, au dcn Bund zu richtenden Protestnote gcgeu das Einrücken von Buudestruppeu iu Schleswig im Sinne dcs hcsscn»darmstädtischeu Antrages, vorgelegt. Nnßland hat sofort zugestimmt; die Antwort Frank-rcichS wird heute erwartet. (Pr) Kopenhagen, 2. Jänner. Es herrscht allgo mein die Annahme, eine frauzösischc und wahrschein« lich auch ciue britlischc Flotte wcrdcu »ächstcns hier crschcincn. )tew-Aork, 24. Dcccmbcr. Die Repräsentan-tcnkammcr votirte 20 Millionen zu Handgeldern für Freiwillige. Es geht das Gerücht, iu Mexiko habe sich ein Theil von Ncu-Lcon zu Gunstcu Frankreichs erklärt. Ein anderes Gerücht will wissen, daß von drci «Monitors" dcr Unionistcn uud dem „Ironside", welche die Spcrruug dcs Hafens von Charleston versuchten, zwci „Monitors" beschädigt worden seien. Mau befürchtet auch, daß die Fregatte »Ironside" verlassen wcrdcn müsse. Markt- und Geschäftsbericht. Laibach, 5. Iäuucr. Auf dcm heutige» Markte sind erschienen: 14 Wagcu mit Holz. (Wocheumarkt - Preisc.) Weizen pr. Mctzcu fi. —.— (Magazins - Preis fi. 5.66); Korn fi. —.— (Mgz. Pr. fi. :i,^1); Gerste fi. -.- (Mgz. Pr, fi. 3.-); Hafer ft.—.— (Mgz. Pr. fi. 2.25>); Halbfruchl fl. —.— (Mgz. Pr. ft. 3.80); Helden fi. —.— (Mg;. Pr. ft. 2.40); Hirse ft. -.— (Mgz. Pr. ft. 2.96); Knkurntz fl. —.— (Mgz. Pr. ft. 3.55); Erdäpfel fl. —.— (Mgz. Pr. st. __.__); linsen ft. 4.20 (Mgz. Pr. st. —.—); Erbsen fl. 4.50 (Mgz. Pr. st. —.—); F'solcu ft. 4.50 (Mgz. Pr. fi. —.—); Riudsschmalz pr. Pfund kr. 55, Schweineschmalz kr. 39; Speck, frisch kr. 20, detto geränchcrt kr. 27; Butter kr. 50; Eier pr. Stuck kr. 2; Milch (ordiuär) pr. Maö kr. 10; Rindfleisch pr. Pfund kr. 18—22, Kalbfleisch kr. 20, Schweiue-ficisch kr. 20, Schöpsenfleisch kr. —; Hähndel pr. Stück kr. 26, Tauben kr. 16; Heu pr. Ztr. fl. 1.10 bis ft. 1.40, Stroh kr. 70—90; Holz, hartes 30", pr. Klafter ft. 8. detto weiches ft. 6; Wein (Mgz. P»') rother, pr. Eimer ft. 10 bis 14. Theater. Heute Donnerstag: Or muß auf's Land. Lustspiel in 3 Aktcu, von Friedrich. Morgeu Freitag: Geschlossen^___________ Verantwortlicher Ncdaltcm': Ignaz v. Kleinmayv. "Dnnt und Vettag von ^ sl Fedor Bamberg in Laibach. l« Mlltll^tlll!)!. .. D" ^.mmunss mcht l'.»cr al.< qt,t.lu „l dm ,ss.n-sm d?r Zt,,,it^..iP^..^ wl.lcr m> ll.incr N.,^^,g. u.,r 18 !",r-L,s.' l'.l!,,>,^t. ,»l° Gr>l»dcutla'M,lis. Obli,^ dm 5, ^mnr "'''^ ""^' l'.ll^r. abcr e^mwch »», l". Hohn- als g.,l.r»! .nlch G.'ü' >.» ^,r,»ä!l,»ff. !tt'l).',. G,lc> ft'w.'hl i», (5.'k.'»n'lc a!.< ,.„ '.'.is)^sch.i,^ flil si., n»d > tlig ^effentliche Ichuld. .^. 5>a ^liuucs (siir INN ft.) Geld W^rc ^n üstcrr. Wähniliq . ;» 5)"/» W «IX10 5i"/y ?l»Ilh. v. l^<;i »lit llii,^.'/, W.— W.^'i oh»c i'lbschliilt Id!^^ '/^ !»-l 2'> Nl.5,<) IüüikV'h'ouvl'l's . „ 5> 'V.. 79,4.— mit Verlosung '.'. Jahre 1«M» 140.50 lli - ..- 1«5t :»0 5>0 !> U, dtr ^ronllMlxr (tiir I0tt ft ) Onlnd.nllasl»l>l;s Ol'li.^itil'llcli. NiedcrOcsternich . . j,n 5i"/„ «7 50 88.— Ob.c Oest nod Sal^b. ^i 5"/„ b^,— «5.-, 5 Mld Waar. Äöhinci!.....5 „ ««.».. <)i.— Htticl'malt .... 5 „ 87.50 8850 ^äl»t., Krai» u. ^!üsi, 5» „ 8?.-- 87 5«) '.l'iaynu » Tchlcsicl, . 5» „ 88.50 . - lllign».....5» „ 75.— 7550 Tc»i Ban, Kio n. siav. 5„ 7^l.75 <^ - - Galizicn......'» ^ 7l,70 7'^ — .Ticl^ul'. u Vllfcw . , 5) „ 71 !>0 7^ ^5 .. m. d. Vnl.-^l. 1807 5' „ 70.80 7 > 75 Vt,utia»isch,'. W. 178.l^0 1?ljX) R. l>, iHsc!.'!!l,<«, s, ^. iXX) st, l'. W. k)5.— li.'<8. -K, i^nd.^imbl'. z. i(D0 ,>. CM l713.-17i5. -SlaatS-Vis.-Gc,.,;» ^00 fl (<:!).' i?dn- 5'X> ^r......187.50 1W. Ocst.Dm!-D>U!!v!!'ch-Gcs. ^ «^ 4^7. - 4üi ft. (70"/«1 (5!!i;al,lu!!q. 147 Pfaudbrife (für i<»0 fl) '.'i.Uil'ua!- lOjahri^c l? I. l'.'ü! auf ' l857 z» 5°/^ ,02 50 103.— O', M. v.ll,'>'lalc 5 ., 'F>,25 00 50 '.»l.uicm'll) aiifö Wvcrll'Sl'. 5 „ 8>>2<> 8630 lln^Nlisch, Vod.ll^NlditNnstnll i» 5'/, pl>t .... «>< 75 8!» - ^tosc (rr Lti'ck) 'ircr. '.'liisl.nl fin H.n vll >,. Gcw, z» 100 fl. ^, W. ... 13«; 70 I.l'l!>0 Drn.-Da»n'!s -G. zu 1W st.O'M. '.»0.50 !»l — öladtg.i», ^,c» „ 40., o,W. 30,50 c>1.— ^sl.^/>izy „ 40 „ „ <.<4.— i>4 50 Tal>n _______„ 40 „ „ 3!) 50 37.— G.ld V!aarc Palffy z,l40fi. (»Hi. . 33 75 34 25 Clan, „ 40 ., „ . 38.50 32,75 St. (Ä.nriä „ 40 „ ., .34— 3l.25 Windisch,lr.i<) „ 20 .. „ . il,.',y 2f).__ Waldst.'" .. 20 „ ., . 2025 20.75 Kc.,l<'.'l<1' „ 10 ., ,^ . ,u. .. l,; ^ Wechsel. 3 M » u a t >. Gclo W.nnc «u,;sl'!llg fiir 1 ft. s>,dd W. 102 50 102.75 Flanssillt a. M, dctto 102 75 103.— H.nü! iill, ,»r 1<>0 i^iall Van^' l»1.25 !»1 50 ^'l'lio >l ,,,r l<» Pf, >3lcvl!!!g , 120.30 120,5)0 ^.1!^' ,, „ 03 Napol.l'il^d'l'l . . Ü „ 67 „ i> „ 68 ", Rllii. Ä'nvcrialS . i» „ 92 „ 9 „ ft4 B.ni,,Slhalcr . . 1 „ 80j „ 1 „81 " Sillcl-?lgi, 119 ., 75 .' 120 " - Fremden - Anzeige. Tm 4. Iämicr Stadt Wie«. Tie Herren: Fürst Windischgriltz, l. t. klierst n»d ^iiii < .Mlifimuul, voil t^ra;. -Url'lluzlii^). <>'iilöl>schcr, vun Thurn. — Sa-winsciM, (^ulcbesitz^r. l'on t^cira». — Bcch-linclcr. s. l. 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Handrl<ach Porsttllliligen zu c^ebln die Edrr l'lilte. und wurde mir eine frelmoliche Tdriln.ihmc im vollen Maße ncschciikt, Ich sclneo mit dankelfnlltcm Herzen i>, dcr Al'sichl. rlst das nächste Jahr i» t>icse freundliche Sladt zurück-zllkelirc». d.i ich Willcn-? war. von '^l!!!!ü direkt nach Trieft zn rc,scn. um in Iclz-lersr Statt Vorstellungen ^l geben. DicdUlch dei-. Schnetfall liüttll'rochenc Commlll!!ü'.lion m>t Tricst hindert mich meinen Plan dmcl^üflihrcn, lind merle dahcr schon jet)t in lcm mir so lieb gewordenen i.'ail'»ich «^ Vorstellungen l,n Colisei-m in der höheren Neiikimst, Pferde-drcssnr :c. ^dcn. Vis d.ihin dürste die Commln.ik.ilion nach Trilll wiekcr l.'ergcsteUt und der u0n der Vora zerstörte dornte «ilms l sein. Von dem Edelmuthe der Vewo^ier! Laidach's überzeugt, gede mich der Hoff« nnngliin, daß ich mich nuchdießmal eines' zahlreichen VcsucheS erfreuen werde, ivv! bei l'cmerke. daß ich meine Gesrliselmft' dnrch l>edl!!lsui>c üllie Kräfte rerftälk:, l)al>e. ! Das Nähere wird durch Anschlag-zcilcl und Zeitnng bekannt gegeben. Dem Wohlwolle.! empfiehlt sich 'Acht:m>,<5'.'lill llsicl'l'nst (48) Dir.ltm, (U,- i) Ei,; lflliescirender oder penstonirter Priester kaun bei einer Herrschaft nmveil Laibach alö Schlo^gcisllicher sogleich Anfnal'me finden. Die naliere Alisknlift diernbrr er< lheill aus OcfalNgkeit das (somvtoir der «i.'ail)achcr Zeitung." Die Mtite Abtheilung von Sattler's R 0 6 m 0 ra lll l' u auf den» Congrcßplahe schließt am 9. Jänner. ! Kokal-Veränderung. l Die unterfertigte Haupt-Agentschaft beehrt sich hiemit einem geehrten /'. 7'. Publikum crgebcnst anzuzeigen, daß es ihr »endlich gelang, ein passendes und dauerndes Kanzlei - Lokale ;u finden. Die Kanzlei befindet sich nun vom heutigen Tage im Hause des Herrn Ferdinand K astn er, /-««-«-/'/x der Sparkasse. i?'Ul)ach am 7. I.iüiier 1.^4. LMpt-Agcntschalt sür Kram der k. k. priv. Uiuniono Adriatica di Sieurta (55~i) ]?!«*• Kusclier« ^ ^3<><><> Ueueelöftheimer von Eisenblech, 3 MXW f e», e r feste Zie « e l al>5 dcn besten cnsslischr» Fabrikon RiNNZ Ztr. gußeiserne Wasser-leitungsröhren mit. 5, Zoll Durchmessev sind i» der Laibacher Zucknrafsineric in delicdigsn Partien billigst zu verkaufen. | f82ü3~3> «Srprflft, nttcflirt uuö nupfoljlen uou vide» bmljjurtfn äutoritätm örr $W\}'m! | I ^^^k^ Dr. Beringuer's aromat. Kronengeist | i^^Bl (Ömute^ei« *«»« de Cologne) SS^"^.^" I > j^-Wrir^Cür-'^Br 'ieNViim>t s'l"M n'c'11 um- als ein vorlrell'liehes Iiicchwasser, welches ^Va.vt- ^*^* ;,(„¦], ais ei,, lUM1iic|,es med i came n tüsos Unterstützungsmittel, und ist eine wahre AYohlthut l'iir alle $ * ll.MS(Hich, di<- ;ni Kopt'wcl' und Migräne leiden. Von anerkannt grossen» Nulzen Ihm Seh wüclte-Zu.« l-i ndc n des Nerven-Systems M ^ und der Vordauungs-Urganc e.inplielill sifh Ilr. HerlllH:«*'!*'» k. k. a. |>riv. 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Kräuter-Seife ist ein vortreffliches Mittt-l, die Haut zu stärken und gesund zu er- ä| & halten; sie ist unbestritten dus B«Mte, was'in diesem Kaehe geliefert werden kann, sowold gegen die so lustigen Sommersprossen, gjj * L'.'bcrUeekes», Sonnenbrand, Pusteln, Piekeln, HnutblÜ^fl'^" etc., olswiü iiueli zur Erhaltung und Herstellung einer n-inen, geschmeidigen ;J vtl liant in kräftiger Frische und belebtem Ansehon; j^ J; sie eignet sicli gleichfalls mit grosser Ersprießlichkeit zu Biiilern jetler Art. pg a^ \h\* glückliche Resultat einer vorgeschrittenen, sorgsamen, wissensehallliehen Krkenntniss vind die privilegirteu ^; | ®^ .Dr. Havtung'schen HaarwucJismittcl, /#^^\ I ^ /ö°CT<^vv lieslimint, sich zur ratiimollen IliifirkuHur in ihren Wirkungen gegenseitig zu ergüii/.cn ; dient das if- JSjfJ ^\ $ ?: [HArTTUNCrsI r . t'lilnarlnilen-Orl eSBiJ i 4^' t«JjUt I ynr I. <> iise r v i rn ng iuk) /ur \ <¦ rsch u n«1 ru n g u c r Haare i\|icrli;ui|il, so isl die Kk^^^nn^QH ¦* V; OOVUMllEPl/iir Wicik-rorwcckung und lie I el»«ng des Haa r wu cli ses aiigezoigl; erhöht erslen-s die Kla^l«'-it;*t«jjrjrjj^^ffvTH|M Jf $ &nf SM tln(l K:irl)f! dos H»ares. s0 S'-liülzl lel/lere vor dessen Iriih/.f iligom Krhlei<:hen und Ausfallen, indem sie der '^WyiLwlKiiy rT |? l^""^oj K,,ii|,.rmiK rin.- neue, wohlthuende Substanz, millheilt und die Haar/wiebeln oul" s" kraftvollste \Wisc nalirl, ?**! -jg^ J6 4. 2i.W»>Nkr- dass sie /ii frischem Wüchse regenerirl werden. a O^ WKT, jt |j ll^p» Alleinverktitis zum tvstffrstcllten Fahriksprctse llir «lie Stsult Ijililiaclt bei :| | Johann Kvaschmvitz und IMoimg & iioschiisch* smv,> »uoii lui- chh: a'«/-/ | >: hrisjur. Kriosicli: Apolli. \Y. Eichkr. Illyr- Fcislril/: ./».vf/' IJtxchaii. Klii^niliirt: Apoll». Alois Maurer i| |i und Johann Suppan. Krainburg: Franz Kr'ntper. Ncushnlll: Apofh. />ow/. [{tezoli, -Spilal: /^. .W/w if f; \\<(Uai\ Villncli: Math. Fürst, in Wippucb : •/• Ar. Dollen*. | Hiczu ein Bossen Nmls- nttd Iütclliqenzblatt.