Anbacher Seituna. .^« »7. Mittwoch am 22. Jänner «85R Die „Laibach.'r Zcitmiq" erscheint mit Ausnahme dor Smm- uM F.iertage. täglich, u.id ko.^t sammt den Veilagen im Go m p to ir gau'zjährig N »l-' b»lbja hrig 5 fl. 30 kr, ,„it Kreuzband im Comttoir ' ganz jäh ri q 12 st., halbjährig tt fl. Fur die Z»stell,mg m4 -Yans ,mo halblahrig 30 lr mehr z«cnmchten. M.t dec Post Portofrei aan oäliria ,n,ter ssrnllband nnv aedrnckter Adresse ,5, fl.. halbjährig 7 ss. 30 kr. — I» ,eratlo>,sgcbuh r s.ir e»,t Hl'alt.n,nle oder ben Nc>,m, der.elben. fur einmalig Vinch!ltn3g 31r . dreimalige 5 fr. E. M. Innate bi« .2 Znlen losten l ss. fi,r 3 Ma. 5tt kr. ss.r 2 Mal und 40 kr. für , Vlal einzuschalten. Zu diesen Gebühren ist nach dem provisorischen Gesetze vom 6. November l. I. für Insertionssiampel" noch l0 fr. ?ur emc i,ed.Sn>al!ge V.nfchaltung hinzu zu rechnen. Aemtlicher Theil H^as k. k. Finanzministerium hat zu Vezirks-commissären in Ungarn ernannt, und zwar- der ersten Classe: Die Iospectorats-Adjuncts: Carl Wcichlein, Paul Simonchich, Alexander Perczel, Franz Du-dassievics, und den galizifchen Bezirkscommissär Franz Nichter; Zu Kommissären der zweiten Classe dic Inspcc- torats^ldjuncten -. (Zarl Fritz, Ignaz Teller, Camill Kaim und Franz Kapeler; den Bezirkscommissär Otto Ritler v. Schwarzhubcr, dcn galiziscl^en Bezirkscommissär Walter v. Waltcrsoerg ; den Lotwamts-Controllor in Botzcn, Carl Hermann. Zu Lommissärcu der drillen Classe die Inspcc- torats Actuare : Ladislaus Dessewssy, Joseph Nach, Joseph Han^ly und Franz Uduardy; den Administrations-Actuar Rudolph Szukovüty, den Conccptspractikan-ten del der provisorischen ungarischen Cameralverwal-tung Peter Lecb, den Dreißiger Andreas Bcrgcr. den Hauptdreißigstamts - Expedienten Caspar Ritter v. Havelandt; den S^lzcinnehmer Carl Cftpkey, den Salzamts.'Cmttrollor Franz Szcssich; den Came-ralgütcr-Inspicienlen Achaz Sa:w); den Verwalter-Amtscontrollor, Peter Kiß; den Hofrichter Alois Andreanszki); den Kastncr Carl Baintner; den Pro-tocolls-Adjuncten der provisorischen ungarischen . Kinn, Fleischmann und Koller in Anregung gebracht; welche Ansichten aber ^ Hr. M. V. daiüber in Vorschlag gebracht hatte/ wurde nicht bekannt, weil er diese Sr. Excellenz^ drin Herrn k. k. Handclsmiinster unmittelbar eingesendet. Die Hügelsfihen und die zwischen diesen liegenden Thäler und Flächen, welche an den südöstlichen, südlichen und südwestlichen Abdachungen der julischen Alpcnkette, nämlich zwischen dem Birnbaunurwalde, ^ dem Iavernik, Schneeberg, gegen Castua und Fiu.-! me, von hier zurück an der nach Trieft führenden ^ Commerzialstraße und ob dieser Stadt längs der Kü'^e' des adnatischen Mcercß. bis an den Fluß Timao,^ dann ob Monfalconc, Nonchi, Nedipuglia, S'igra-do, Sdrauschina bis an die Mündung des Flusseg Wippach in den Isonzo, und von hier auf den Anhöhen ob Neisenberg, Kamen, St. Daniel, Stiack, auf Prawald und den Nanosberg zu, liegen, werden gewöhnlich unter dem N^men Karst begriffen.! Diese ausgedehnten Flächen waren zur Zeit des römischen Kaisers Augustus noch dichte, undurchdringliche Wälder, die durch die fortwährende Verwüstung und Ausrottung nun dahin gebracht sind, daß man auf diesen ungeheuren Strecken Landes, mit weniger Ausnahme, nur schlechtes Ackerland und kümmerliche Wiesen, von großen Waldcomplcr Haupt gleiche Rechte angedeihen zu lassen. Dem kai. serlichen Ansinnen sollen sich aber die reichen Türken in Bosnien und einige hohe Stellen bekleidende Männer widersetzen, wie z, B. der Kajmakan (2. Oberst), Iskinder Bey, ein gcborner Pole (Ilmski), der einer der eifrigsten Gegner des neuen Systems seyn soll. Ueberdieß erfährt man, daß im Heer des Omer Pascha mehrere Polen kämpfen; einer derselben, Laski, Chef im Generalstabe, wurde in der letzten Affaire stark verwundet; ein anderer, Namens Freind (ein Warschauer), dessen Adjutant, hatte in dem entscheidendsten Moment der Schlacht selbst die Fahne ergriffen, währ rend er den zagenden Fahnenträger mit dem Säbll niederhieb. 5 Der »Czas« bringt in Nr. 12 einen Leitartikel, worin er dem Eisenbahnbaue in wärmster und eindringlichster Weise das Wort redet; das Budgit des Eis'Ndahnbaues möge ja nicht verringert und die Linie von Krakau nach Bochnia, und darüber hinaus, bald und in geeigneter Weise in Angriff genommen w/r-den. In einer früheren Nummer brachte dasselbe Blatt eine Correspondenz aus Posen vom H- d' worin die polnischen Deputirten geg,n die ungestümen Vorwürfe der deutschen Presse in Schutz genommen werden, weil sie in der preußischen Kammer bei der beabsichtigten Wiederaufnahme der Adresse-^evatte sich nicht tingefunden. Der Correspondent laßt durchblicken, daß selbst die radicalen Polen kem Interesse <»O haben, der deutschen Bundesstaatspartei hilfreiche Hand zu leisten. * Krakau, l7. Jänner. Heute wurde vom Stadtrathe die Hauptberathung über die Angelegen-heit der Abgebrannten gepflogen. Der Vorschlag, 4^tige Pfandbriefe als Sicherstellung der Anleihe anzukaufen, schtiterte und das ganze Project der Dele-girten wurde verworfen. Bei dcr Berathung der Garantiefrage haben die israelitischen Räthe erklärt, daß sie den entfallenden Theil der Garantie nur dann übernehmen, wenn bei der bevorstehenden Ge-meindeorgamsirung die Vorstadt Kazimirz mit der Krakauer Gemeinde vereinigt werde, und daß die durch die Anleihe etwa erwachsenen Kosten im gleichen Maße die Juden wie die Christen treffen, was auch angenommen wurde. ^ Prag, 18 Jänner. So ebcn ist in der hiesigen erzbischöftichen Buchdruckerei der erste Band eines Romans von Chateaubriand, „die Märtyrer," in's ^'echischc übersetzt von Prokop Ondrak, erschienen. Das ganze Werk wird 12 Bände umsasscn. Der Band kostet nur lO kr. E. M. * Nriinn, 18. Jänner, Der mährische Landes-ausschuß beabsichtigt den verdienstvollen Professor Dudik nach Schweden zu senden, damit er in Stockholm und Upsala die dort vorhandenen, Mähren und Böhmen betreffenden alten Urkunden, von denen dcl Geschichtsschreibcr Dobrowski erzählt, durchforsche und solche auf Kosten des Landes ankaufe, oder im Falle, als die schwedische Regierung den Verkauf nicht gestatten sollte, eine Beschickung derselben vornehme. ^ Aus Hussiatyü ^in Aalizien) wird vom l0. Jänner berichtet: Bei vortrefflichem Schlittenwege und einer Kalte zwischen 9 bis 12 Graden, langen noch immer russische Truppen aller Waffengattungen in der nahen Umgegend dcr kaum neun deutsche Meilen von hier entlegenen Festung Kimm;-M65 zxxiol^lvni an; die Mannschaft sammt Pferden wild bei dem in dortiger Landschaft sehr wohlhabenden Landmanne untergebracht; eben die allenthalben vorhandene gute Schlittenbahn erleichtert jede Pro-viantzufuhr, und das russische Militär faßt jctzl Mehl und Fleisch-Nationen; es wird auch wacker in de» Waffen geübt. In dem MilitärRayon zwischen vor gedachter Festung, mit Inbegriff ter Besatzung, und Ehotyrn und Iampol, dürften wohl jetzt über 30.000 Mann beisammen seyn. Wir sind hier von Russisch Hussiatyn bloß durch die Brücke über den Fluß Zbrucz geschieden, an dcr die russische Haupt-Tomoszna (Mautyamt) sich anlehnt. Laiback, mn 20. Jänner. Bei dem hiesigen k. k Bezirksgerichte I. Section finden öffentliche Strafverhandlungen regelmäßig an jedem Dinstage und Freitage Statt. Am l?. d. kam untcr anderm auch ei» Dieb^ stahl zur Verhandlung, der am hiesigen Bahnhöfe verübt wurde. Der Bahnhofs - Spedition sind seit einiger Zeit Anzeigen zugekommen, daß an den von ihr nachGratz oder Wien beförderten (Zolli hin ui'd wieder lin Abgang an Gewicht wahrgenommen worden sey, und sie mußte sich Abzüge gefalle» lassen. Auf einigen Ballen wurden eingenähte Papierflccke vor-gesunden, woraus sich auf eine frühere Eröffnung derselben schließe» ließ. Während des Transportes war «ine Entwendung nicht zu vermuthen. Die Spedition verdächtigte daher dic von ihr am Wa. renmagazine aufgestellten drei Wächter, welche zur Nachtzeit Gr-lsaMh^ hatten, unbemerkt die Balle» zu öffnen, und sich einen Theil des Inhaltes zuzuwenden. Sie veranlaßte» eine Hausdurchsuchung, lind es wurden wirklich bei G. L. ctwas über zwei Pfund Kaffeh, b«i F. T. und G. S. aber bei Jedem ein großer Topf mit Zuckermrhl, bei dem Letzten überdttß noch ein Körbchen mit Kassel) vorgefunden. Bei der öffentliche» Verhandlung haben alle drei eingestanden, diese Waren von dem Bahnhofs magazin her zu haben. G. ö. wollte jedoch „icht zugeben, daß er dic Säcfe selbst geöffnet hätte, son- dern suchte sich damit zu entschuldigen, daß er die! aus zerrissenen Säcken auf den Boden gefallenen Kaffehkörncr zu verschiedenen Zeiten sammelte, und nach Hause trug; allein die Unrichtigkeit dieser! Angabe ergab sich schon aus dcr Beschaffenheit der bei ihm vorgefundenen Ware, welche bloß aus zwei Sorten Kaffch bestand, somit höchstens nur in zwei Aufgriffen sich zugeeignet wer-den konnte. G. S. dagegen bekannte aufrichtig, daß er und F. T. zwei Mal jeder aus zwei Fässern, die aber schon früher beschädigt waren, Zuckermehl herausstörte und in der vorgefundenen Menge sich zueignete, das Körbchen voll Kassel) aber wollte er nur auf dem Boden zusammengeklaubt haben. F. T. widersprach, bei der Entwendung selbst mitgewirkt zu haben, und brachte vor, daß er bloß von G. S. einen Theil des Entwendeten erhielt, um ihn nicht zu verrathen, Diese Angabc hat sich jedoch als unwahr herausgestellt. Uebrigens haben die Angeschuldigten in Abrede gestellt, außerdem noch etwas entwendet zu haben. Der als Staatsanwalts.Stellvertreter fungiren-de k. k. Herr Polizcibeamte beantragte die gesetzliche Abstrafung dcr Angeschuldigten. Das Urtheil lau' tete gegen alle drei auf lOtägige», mit zweimaligem Fasten verschärften Arrest und auf Ersatz dcr Kosten dcs Strasversahrens. Dabei wurden einerseits deren unbescholtener früherer Lebenswandel, der geringe, bloß mit 2 fl. 25 kr. erhobene Werth des laut vorliegender Beweise entwendeten Gutes, dcr Nahrungszustand und die Familicnvcrhältnisse der Beschuldigten, andererseits aber ihr Dienstver-hälMiß zu der Spcditions,-Unternehmung und dcr Mißbrauch des in sie gesetzten Vertrauens berück' sichtigt. Die Verurtheiltcn habe» dic ihnen zuerkannte Strafe bereits angetreten. Qesscutliche Verhaudlnuft vor dem k. k. Bezukscollcgialgcrichtc Wippach, am !). Nov. 1850. Gegenwärtige. Von Seite des Gerichtes: Vorsitzender: I),-. Thom^ic-, Lnnd/sgerichtsrath. Nichter: ^urga und v. Garzarolli, Bczirtsge-richls-Assessoren. Schriftführer: Pirc. Von Seite dcr Staatsbehörde: M-. Mcl,?, Staatsanwalt.-Stcllvertreter. Von Seite der Parteien -. Dcr Privatbcschädigte: Anton Bizjak. Der Angeklagte: Andreas Mi^ka. Vor dem berichte stand Andreas Mi^ka, zu Erzel in Krain geboren, 42 Jahre alt, Grundbesitzer, Vattr von fünf unversorgten Kindern. Unter mehreren am 2l. Juli I. I. im Gasthause des Gemeindcrathes Fcrjan^ zu Erzel anwesenden Gäste» befanden sich auch Andreas Miür'a u»d An» ton Bizjak, welche wegen einer Gemeindeangelegen-hcit in Wortwechsel geriethen, der so weit führte, daß Mi.^ka mit der rechten Hand einen so heftigen Schlag auf das eben am Munde des trinkenden Oizjak gehaltene Trinkglas versetzte, daß er ihm selbes am Munde zerbrach, einen Schneidczahn herausschlug, die Glassplitter in die Lippen und Nase eindrangen, und Bizjak von der Zeit an harthörig wurde. — Diese von dem Befchävigten, dann von Andreas Fcrjan5i« und Franz Namau,5 bezeugten Umstände, ferner dcr in gesetzlicher Form vorgenommene Augenschein und das Gutachten der Sachverständigen beweisen hinlänglich, daß der Thalbestand des im §. «36 St. G. B. I. Th. bezeichnete» Verbrechens vorhanden sey. — Mi,5k>, gesteht selbst i» Uebereinstimmung mit alle» Erhebungen und Zcu-genaussagen sin, daß er den Bizjak geschlagen habe, nur will er von einer Verletzung nichts wissen. Die Vereinigung aller rieser Umstände ist hinreichend, die Ueberzeugung aufzusprechen, daß die schwere Körperverletzung an Bizjak sowohl objectiv als subjecliv sichergestellt sey. I)r Mels faßte die Ergebnisse der Beweisfüt> ' ru»g zusammen, beharrte auf der Anklage und stellte mit Berücksichtigung dcr Erschwcrungs- und Milde, rungsumstände den Amrag, daß auf dieses Verbrechen die §§. ,36 und l38 St. G. B. I. Theil i,l Anwendung zu bringen scycn; da aber von Mi^ka die zuversichtliche Besserung zu erwarten ist, und damit nicht durch die längere Haft seine un schuldige Familie leide, so stellte er den weitem An-trag, daß aus diesen vorliegende» Fall die §z. 48 u. 49 St. G. B l. Theil in Anwendung zu bringen wären, u»d daß dcr Angeschuldigte mit Kerker in dcr Dauer von 5 Monaten, verschärft mit einmaligem Fasten in jeder Woche und nach §. 4s>l der St. P. O. zum Erfatze der Kostcn dcs Strafver-fahrcns verurlheilt werde. Der Gerichtshof verurthcilte dcn Angeklagten zu 4 Monaten Kerker, verschärft mit einmaligem Fasten i» jeder Woche und zum Ersäße der Kosten des Strafverfahrens. Die Verhandlung wurde durchgehends in der slovenischen Sprache gepflogen. Eorrespoudeuzcn Vom Karpathcuftebirge, l4. Jänner. (/) Die allhaltende H o lzt h ru c ru ng in Ungarn hat nicht nur die Aufmerksamkeit practischer Forstmänner, sondern auch die der Regierung auf sich gezogen, u»d man gibt vor Allem der beklagens-werthen Manipulation unserer Grundherren im Vor-märz dic Schuld, welche ihre Waldbcsitzungen fortwäh. rend lichtete», ohncanden Nachwuchs zudenken. Da für das Holz mcist bares Gcld einging und unsere Herr^ schalte» ansehnliche Summen verbrauchten, so wurden die Wälder fortwährend i» Anspruch genommen, und man darf nur unjere Gegend bereise», um zu sehen, wie gewissenlos gewirthschaftet wurde. Das ist jetzt um so schwerer zu regeln, als nach dcn Mä'rztagen der Unterthan, durch die frühere Manipulation seiner Herrstbait lüstern gemacht, gleichfalls schonungslos i» den Wäldern hauste u»d die jüngsten Stämme umhieb , weil ihm dieß weniger Arbeit machte. Der Schaden, der hiedurch angerichtet wurde, ist enorm — erbelauft sich auf Millionen, und obwohl viele Wald, frevler zur strengen Rechenschaft gezogen wurden und zum Ersatze des Schadens angehalten sind, so bleiben die Folgen dennoch unberechenbar. Obgleich die Wald. aufsicht jetzt weit strenger ist, als früher, so kann es bei unsern ausgedehnten Besitzungen nicht vermieden werden, daß fortan bedeutende Holzdiebstähle geschehe», und es ist deßhalb ein strenges Gesetz durchaus nothwendig, Iahrzehcnte aber dürfte es wahre», bis Ungarn wieder ein holzreiches Land wird, und da die Steinkohle noch nicht so stark im Gebrauche ist, als anderswo, so haben wir auch in der spätern Zeit kein Sinken der Holzpreise zu erwarten. Das ist vom Uebel! Ungarn soll cultivirt, soll a»gebaut, soll mit Kolonisten bedacht werden, ja Eisenbahnen sollen das ganze Land durchziehen; wo wird da des Holzrs zur Genüge seyn, "nd welche horrenden Preise werden festgesetzt werden? Darum wünscht man von ganzer Seele, daß die Regierung in dieser Hinsicht ener« gische Maßregeln ergreife und uns nicht nur vor dem Holzwucher, sondern auch vor völligem Holz« mangcl bewahre. Vorzugsweise wäre bei eincr groß. artigen Ansiedlung strenge Rücksicht darauf zu nct> men, daß die aufzubauenden Häuser u. s. w. nicht von Ho!z, sondern von Stein beständen, was auch alle und jede Feuersgefahr von uns abwenden würde; außerdem müßte in einer zu erwartenden Bauordnung streng angeordnet werden, daß alle ncuen Häuser in Städten und Dörfern nur aus Steinen erbaut würden. Diese Erwartung hegen wir auch vollkommen, da sonst einer unserer wichtigsten Culturzweige der Vernichtung preis gegeben wäre. Das nächste Mal einige Mittheilung!« über unsere Zustände überhaupt. Oesterreich. * Wien, »9. Jänner. Darstellung der ständischen galizischen Credit a nst« lt. Unter den öffentlichen Landesanstalten nimmt dieselbe einen 67 der vordersten Plätze ein. Dieses Institut ist in Folge ! des a. h. Patents vom 3. November 1841 in das Leben getreten. Zu der Aufnahme in den Credit-verein sind alle in Gnlizien liegenden Privatgüter, die in der Landtafel als selbstständige Gutskörper ver-bucht sind, geeignet. Die unmittelbar dem Staate oder den politischen Fonds gehörenden Güter, dann jene der Korporationen, Gemeinden, moralischen Körper und Fonde, die zwar nicht in der unmittelbaren Ver. waltlmg, aber unter der Aufsicht der Regierung sieden, sind vom Ereditvcrein ausgeschlossen. Darlehen ertheilt derselbe mittelst der Ausfertigung von Pfandbriefen, welche in Betrage voi, l00, 300, 1000. 5000 und 10.000 Gulden ausgestellt worden. Der Zinsenfuß 'sl mit 4«i„ festgesetzt. Mit der Creditsanstalt ist ein regelmäßiger Tilgungsfond verbunden, welcher durch die von den Schuldnern zu leistende Rückzahlung von Capitalsraten gebildet wird, welche in l"jy jährlich vom tzapitalswerthe bestehen. Die aus dem Tilgungsfonde einzulösenden Pfandbriefe werden nur auf die erste Hälfte des Gutswerthes, nach-dem alle darauf hastenden basten davon in Abzug gebracht wordcn, ertheilt. Das ursprüngliche, von den galizischen Landständen zur Gründung dieses Instituts gewidmete Stammcapital betrug im Jahre 1842, 439.476 fi. 56^ kr. Mit Ende Jänner 1850 betrug dasselbe 641.669 si. I7V4 kr Auf zahlreiche Hypotheken im Werthe von 40,380.913 fi, 28 kc., wurden Pfandbriefe cmittirt im Nominalwerthe von 11,140.700 si. Hievon wucdcn stalu-tenmäßig mittelst Capitaltilgung aus dem Umlaufe gezogen um 567.100 si, blieben somit im Verkehr Pfandbriefe im Nominalwcrthe von 10,537.600 si< Der Credit der Anstalt hat sich selbst unter den Stürmen des Jahres «848 so erfolgreich bewährt, daß die Pfandbriefe niemals unter nui-i sielen. Fast durchweg befinden sie sich in festen Händen von llandes-bewohnern, und bei vorfallenden Veräußerungen fehlt ks niemals an eifrigen Käufern. Italic n ^ Turin, l5. Jänner. Der Minister des Innern hat an die Intendanten des Königreichs lin Circularschreiben ergchen lassen, in welchem im Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege die nöthigen Vorkehrungen gegen Marktschreier lind wandernde Aerzte erlassen werden. 5 Florenz, !4. Jänner. Die Municipal-Com.. mission, welche bezüglich der Militärcinquartirungs Angelegenheiten errichtet worden ist, hat einen Rechenschaftsbericht erstattet, aus welchem hervorgeht, daß die Stadt Florenz im Ganzen dießfalls cine Last von 4,600.000 Lire zu tragen hatte. Ein Theil derselben wurde durch Gemcindestcucrzuschla'ge ausge. bracht, ein weiterer durch Anlehen. Die Municipal-Commission ist bei der Regierung um einen entsprechenden Nachlaß eingeschritten. * Neapel. 6. Jänner. Im verflossenen Monate ward hier ein Kriegsgericht abgehalten, bei welchem l9 Individuen, darunter 14 Neapolitaner, 4 Franzosen und I Schweizer, beschuldigt, Dcsertationsver-suche in den Schweizerregimcntern angeregt und befördert zu haben, freigesprochen worden sind. Ein ge° wisser Littant, der sich später als Polizeiagent aus' wies, war der Ankläger; es stellte sich jedoch heraus, d.,ß derselbe 24 Ducaten von einem der Angeklagten angenommen hatte, in Folge dtssen er seine Denunciation fallen zu lassen versprach. Die Beweisgründe welche vorgebracht wurden, waren im Ganzen genommen nicht stichhaltig, weßhalb über die meisten Angeklagten Freisprechung erfolgte. Unter den in den Gensd'armeneregimentcrn eingereihten Angeklagten be-fanden sich zwei Franzosen. Einer derselben war ein Ilmibanikadenkämpfer, der sich nach der Schweiz unter falschem Namen geflüchtet hatte. Ein anderer Franzose war ein Deserteur, der sich im Canton Waadt in den neapolitanischen Dienst hatte aufnehmen lassen. Zahlreiche politische Verhaftungen sind in den letzten Tagen vorgenommen worden. Neues nnd Neuestes. Telegraphische Depeschen. " Turin, 15, Jänncr. Die Debatten über Be. sitzthümcr zur todten Hand und von sonstigen Körperschaften sind in der Dcputirtenkammer eröffnet worden. * Nom, l2. Jänner. Der Vladika von Mon« tenegro ist eingetroffen. * Livorno, 14. Jänner. Vier französische Fre-galten sind unter dcm Befehle von Degenouilly zur Beaufsichtigung der Küste gegen revolutionäre Lan-dungsvcrsuche hier eingelaufen. Paris, 17. Jänner. General Cbangarnier erklärt in der Legislative, keiner politischen Partei an.-zugehören. Thiers greift in einer"fulminanten Rede das Verhalten des Präsidenten seit dem Jahre 1848 an. Aus Madrid ist vom 14. Jänner die telegra« phische Nachricht in Betreff der definitiven Bildung des neuen Ministeriums eingelaufen; das Aeußere erhält Bertrmn de Lys, Justiz Bomero, Inneres Ar-tela, Krieg Mirasol, Marine Bustelos. — 18. Jänner, Cavaignac greift das Ministerium und die Führer der Majorität an. Ein Amcndcment von Hrn. Beuve zum Mißtraucnsvo-tum gegen das Ministerium wird trotz des Einspruchs des Ministers Baroche mit 417 gegen 278 Stimmen angenommen. Es circulirt das Gerücht, das Ministerium werde bleiben. — >9. Jänner. Der Präsident hat die Entlassung des Ministeriums nicht angenommen, es bleibt. Die Minorität in der Legislative hat für das Mi. nisteriuin gestimmt und wird morgen über ihr künftiges Verhalten berathen. Odiion Barrot. Mol« enthielten sich der Abstimmung, Nroglic, Faucher lind Lamartine habcn gegen das Amendement Beuue gestimmt. Es circulirt das Gerücht, die Legislative wolle dcm General Lamoricivre das Commando ihrer Schutzttuppen übertragen. Narvaez wird wahrscheinlich zum spanischen Gesandten in Paris ernannt werden. Feuilleton. Theater. Am 20. d. „Geistige Liede«, Lustspiel in 2 Auszügen von Dr. Lederer, und «Dumm und gelehrt« von Plötz. Ich hade dicse beiden Piecen bereits bei ihrer ersten Aufführung b.sprochen, weßhalb ich heute nur von der Darstellung sprechen werde, da in der Be ! setzling eine Aenderung vorkam. Louise von Schlingen (Frau Schramm), ist eine Dame, die trotz ihrer vorgerückten Jahre durch tiefe Bildung und hervorragendes Talent zu imponircn berufen ist. Der Dichter hat diese Aufgabe durchaus nicht gelöst, da wir niemals Beweise jener allgewaltigen Geistes» suprematie erhalten, von der und für die der jugend.-liche Legationsrath schwärmt. Hat der Dichter schon nicht seine Aufgabe gelöst, so hat es die Darstellerin noch weniger. Fr. Schramm drückte die Dame, in der wir eine Statzl, eine Genlis, oder die durch ihre Studien über Homer berühmte Da. cier so gerne erblicken möchten, zu einer gewöhn-lichen, gealterten Coquette herab! Statt mit würdevollem Ernste und in einfachem Anzüge aufzutreten , schwebt sie im weißen Kleide mit Rosabändern einher und erregt mehr ein mitleidiges La. cheln, alö begründete Achtung. Ich zweifle sehr, daß eine gründlich gelehrte Dame ganze Stunden auf ihre Toilette verwenden würd«; ist sie gelehrt, so wird sie sicherlich überzeugt von dem seyn, was sie spricht, nämlich-. Dorn liebt mich nicht wegen meiner Außenseite, er liebt mein besseres Ich" oder ^ Geist und Gemüth wird ihn an meiner Seite ein Glück finden lassen -«! wozu also so viel Tand und Ausschmückung des Aeußern, das -. nach eigenem Geständnisse — nicht mehr zu fesseln im Stande ist? Zur Darstellung dieser Parlhie, so wie der ganzen Piece gehört mehr psychologisches Studium, als man dermalen zu erblicken Gelcgenhetth hatte. Ueberhaupt hat es den Anschein, die Darstellerin mache sich sonderbare Begriffe von gelehrten Frauen, und habe nur Kenntniß von Schiller's „Epistel eines Ehemannes." Der große Dichter geißelt in jener Dichtung nur die gelehrt seyn Wol-lender,-, denn wahrhaft gelehrte Frauen wären, trotz der seit Jahrtausenden eingewurzelten Vorur-theile, sicherlich nur das größte Glück für die nach einem steten Fortschritte ringende Menschheit, da ja treffliche Mütter die Welt nur mit trefflichen Kindern beglücken können. Doch dieses Thema könnte mich zu weit führen. Eine solche Schlingen würde sicherlich Nie-manden, am wenigsten aber einen für Kunst und Wissenschaft glühenden, ästhetisch durchgebildeten jungen Mann, wie «Dorn« es ist, für sich schwar-mrn machen. Die Darstellung dieses Charakters war, mit Ausnahme der Schlußscene, die würdevoller gehalten wurde, eine durchgehends verfehlte. Ueber Herrn Simon (Legationsr. Dorn) habe ich bereits letzthin erwähnt, daß er in dieser Parthie in der i That sehr brav ist. Ungeachtet der nichts weniger als begeist.rnden »Schlingen", erfaßte er den Cha/ rakter trefflich, und führte ihn zur vollen Befriedigung durch. Ueber Hrn. Zacharda ist man allgemein einig — er ist jedesmal ausgezeichnet, und natürliche Copie des darzustellenden Objectes. Fr. MelIin gab die „Ienni", in der wir Fraulein Rionde sahen. Die Individualität des Darstellers ist jedesmal ein zu berücksichtigender Factor, deßhalb ist es erklärlich, daß diese Parthie von den beiden Darstellerinnen aus verschiedene Arten aufgefaßt wurle. Fräulein Rionde war in den sentimentalen und sarkastischen Stellen, Fr. Mellin wieder in den schäckernden und rein naiven Passagen, mit Ausnahme der Scene in deritaube, wo sie zu scharf auf-trug, besser. Beide gadm diese Nolle ausgezeichuet, obwohl jcde in einem andern Farbentone, und beide ernteten viel Beifall. Herr Klünder (Capitän Valmy) trug zur Hebung des Ganzen nicht wenig bei, und erfreute sich des allgemeinen Beifalls. Ueberhaupt ist bei Herrn K. das Streben nach Vor» wärls täglich sichtlicher, und man würde vor wem-gen Monaten nicht geglaubt haben, daß der sich so unbchilstich Bewegende in so kurzer Zeit wahrhaft rapide Fortschritte machen werde. Ein solches Streben verdient alle Aufmunterung und Anerkennung. In »Dumm und gelehrt" will ich nur von der Darstellung der Frau Mellin sprechen, da diese Rolle gleichfalls von Fräulein Rionde bei der sonst unveränderten guten Besetzung gegeben wurde. Im Darstellen des Charakters der »Dummen« war Fr. Mellin minder glücklich als Frl. Rionde; sie trug zu scharf auf. Die ungeschickt seynsollenden Kmre, so wie die meisten Bewegungen waren zu grell, als daß es der »Herr Professor« nicht hätte merken sollen, diese »Dummheit« sey bloße Verstellung. Es ist keine leichte Aufgabe, einen solchen liya. rakter wiederzugeben, man fallt leicht in die Scylla des Uebertreii'ens, wenn man der Eharybdis des zu Matten ausweichen will. Sie bewies sich jedoch an mehreren Puncten als geschickte Darstellerin, und wurde bei offener Scene gerufen. In der Pcnthie der «Gelehrten« war sie jedoch ungleich besser als Fräulein Nionde. Sie wußte viel Pathos in die Diction zu legen, und conservirte die gewisse, einen gelehrten .Anstrich gebende Ruhe mit viel Anstant und Würde. Nur bin ich mit dem fortwährenden Lorgneltnen nicht einverstanden; soll dieß ein Beweis der Gelehrsamkeit seyn? E5 ist wahr, Gelehrte haben nicht selten individuelle Sonderbarkeiten, doch unterscheidet man gar leicht das Gesuchte von der natürlich sich ergebenden Aneignung, so wie man Eitelkeit von der Wahrheit bald unterscheidet, ohne darum noch ein großer Menschenkenner zu ftp"-Die übrigen Darsteller, wie das erste Mal, vury. gehendS vollkommen befriedigend. »,.,» Verleger. Ign. v. Kleinmayr und Fedor Bamberg. Velantwoitlicher Herausgeber. Ign Alois v. Kletnmayr Telegraphischer Sours « Veri6,t der Staatspapiere vom 2l. Jänner 185 l. Etaatsschuldverschreibungen zu 5 pCi. (in CM.) 94 3/4 detto ., 4j/l ., „ 821/2 Staaisschnldversch. v. IHrc ^850 mit Rückzahlung „4 „ . 88 Darlehen »lit Verlosung v. I. 1839 fur 25N fi. 28« 1/8 Acticn der Kaiser Ferdinands - Nordbahn zu 1000 fl. C. M...... 1175. ff. in V. M. Actien der Ocdcnburg-Wr.-Ncustädtcr Eisenbahn zu 200 ff. E. M. . . N8 ft. in C. M. Acticn der VndwttS-Lml'Gmundner-Vahn zu 250 ss. O. M.......253 fl. in C. M. Wechsel-Cours vom 2l. Jänner l85l. Amsterdam, fur 100 Thaler Current, Nthl. 180 Vf. 2 Monat. Augsburg, für 100 Gulden Cur.. Guld. 13l 1/4 Uso. Frankfurt a.M., fur 120 si, sudd. Ver- ) eins-Wcchr. im 24 l/2 st. Fuß, Guld^ 1 l^tt 3/4 Vf. 3 Monat. Genua, fur 300 „cue Pienwnt. Lire, Guld. 150 1/2 G. 2 Moncit. Hamburg, snr 21/2 2 Monat. Vivorno, für 300 Toscanischc Lire, Guld. 12ii G, 2 Monat, London, fur 1 Pfund Sterling, Gulden 12-43Bf. 3 Mmiat. Marseille, fur 300 Fro'ckm, . G»ld. «5,3 'i Monat. Varis, für 300 Frmtten . . Oi.ld. 153 1/4 2 Mouat. Bufarest für 1 Gulden . . . para 2l6 si T. Sicht. Constantinopcl, für 1 Guldcn vara 3i>8 3l T Sicht. Z. 9I. Mnfunddreißigstcs Vern'ichniß der zur Griiudnnst eines krainischen Pro-viuzial-Invalidenfoudes einssessanssencn freiwilligen Veiträ^e. Uebertvaq ^«>m 34. Vorzeichinsi: ill Obligation, 420 ss , im Bare» ! 2 562 N. — kr. l dl. s)^ e li e r E »i p f ang -Von der k. k. Landes-- Hauptcasse hier,ro>' den mit Ende Dcc^mb. ^850 uingeivechselten Staats- Schuldschei,n'l, pr. l2200f!.. ^>e >'» ^, Ziusei: seit l l Juni bis Ende December 1850, mit 20?» o 2s» „ -- » Mit Verordnung der hohen Stall- basterei vrm .^l.Decenib. v.J., Z. l 5,977, an den» vom Herrn Johann Slivpan; nntlelst Schenkunaö Nvku. 22. Noveinl). 1849, abgetretenen Beti-age, pr. 22 fl.^ 3 „ — ,> — ,. Sllmmi im Ba,ei> . . . ^2768 ss. 20 k>. l dl. » in Obsiqacwiien 420 si. Stadtmagilirac l?a,bach am l9.Iämie>' l85l. .^. 94. (I) Nr. 7. Zahlungs- Aufforderung an die vormaligen Unterthanen der fürstlich Auersperg'scden Herrschaft Pölland ill Uttterkram In Folge dcr hohcn Ministclial-Nerolduun' gen vom 9. August und 29 Scptcmbcr v. I., — durch die Reichsgcsetz- und R^'gicrungöblät-ter l^IX und QXXlX, Nr. 32« und », kund gemacht, — sind die sämmtlichen Rückstände der grundherrlichen Urdarial - Foidcrmigcn bis ein^ schließig I8-I7 von den Verpflichteten an dic Berechtigten abzuführen, widrigenö diese Aus-stände im Rechtswege eingenicben werden. Um den Rückständlcrn bedeutende, bei einigen derselben mit den Restbeträgen in keinem Verhältnisse stehenden Kosten zu nsparen, - werden nun Diejenigen, welche mit Urbarialschuldigkeiten aus dem bestandenen nc'x,l)cli!< lV' her uhren-den Leistungen bis einschließig des Jahres 1847, mit den Laudemien aber bis 7. September l848 im Rückstände aushaften, hiemit aufgefordert, dieselben bis 15. März l. I. um so gewisser an das gefertigte Verwaltungsamt abzuführen, als »m Widrigen solche imRechts wege clngetriebcn werden. Fürstlich Auersperg'scheö Verwaltungsamt zu Polland am »7^ Jänner 185>l. Aufforderung an die ehemaligen Unterthanen des Gutes Woljsbüchel. Von dem Gute Wolfsbüchel werden alle jene Parteien, welche zu dem ehemaligen Gute Wolfs-bückel mit Laudemien, Mortuarien und Taren bitz zum 7. September 1848, dann mit Einschluß des Jahres l847 mit Urb. Geld und Naturalgaben, dann Abschüttungen allcr ?lrt im Rückstände haften, hlemit aufgefordert, ihre Rückstände bis 15. Februar d. I. so gewiß in der Kanzlei des Schlosses Wolfsbüchel zu berichtigen, widrigens nach Verkauf dieses Termines gegen Nückstandler, nach > Verschiedenheit der Rückstände, die Einklagung im Rechtswege, oder die gesetzlichen Zwangsmittel im Sinne der von Sr. k. k. Majestät mit a. h. Entschließung vom 23 November 1819 genehmigten Verordnung des h. k. k. Ministeriums vom 2!.Apr,l «85tt, Z. 7)32, eingeleitet werden müßten. Wolfsbüchel am 2tt Jänner 1851. ^87. (!) " vll. 3^93. Edict. Von dem k. f. Bezilksgcrichle Senoselsch wild i.ierluil öffenllich kund gemacht: Es sey über Emschreilen des Her»n Ioh^nni De deua von Biilof.indie Me>,ssuml,un^ der, mit Bescheide vom >5. Ap,il l^4^, Z. 9s,^, l)ew!Mqlc! ori teil ereilniuen Feildietun^ de,', ^em Äi,t0!» l'.'hc'-rex qe!wr>' ^ewese^e,i, nunmehr ^uf ^i-.nltn de5 Malhias behoben ve>-gcwäh,leli, in Niederrmf lic-c;ei,de^, im Grundkliche der eheinUigcn Heosch.ui Zeiwse sch 5,,!, Url^. ^i,-. '"^9 vo kommenden , nuf 2459 sl. 20 k,. stcrichllich geimähtci, Halbhnde, wt-qe>, schuloi^ec ,46 si. 40 k>, <-. «, <-. gewlN^e', Uü0 zu deien Vu,nähme dcr l8, Fel'lu.lr I85l , 3>or miic.^s uol, 9 dis l2 Uhr il, locl' Niede>d0lf mil dem ^nh^>nge l)esii,nmt, d.iß diese H^ldhub.', f^lls sie d^dei nicht um die Ecyäizuilq oder dl M,,n>! qediacht weiden könnte, auch uiuei de,s»lde,' üinlciüqeqeben werdin wü de. Dot0' .-oN und die Licitation^^di igniss,,' tö^inei, l^glich hieramts l!!iqeselic>i »ve»den. K. s. Be,i'k-^<-l!ch! Sc,nn'etsch .» l«50. ^ _____________ K nud nl ach u n <; Samstag den 2,'». Ia,mer l,^5l, Volmilt>,as, wi>d ein sehr gul conselvilter, viersitziger, cz^teckler Wa.-sstn, wiläicr ^llrl'ick^eschlclqeii, auch ^wkisi^ia re^ wendet werden klun,, i>' Laib^ck auf dem Plcu>c vor dem M.!gistr.usqedäude öffentlich veräußert weiden; wozu zu erscheinen die lfiebh^cr hicmil eingeladen weiden. Lai!.'ack den 20. Jänner 1851. I tl^. (3^ ^ Im Casino, 2. Stock, sind L lnöblirte Zimmer täglich zu vergeben. Z. 11. (3) Witthshauslocalien, dann Verkaufsgewolbe mit Zugehdr, sind zu nächsten Georg! zu v^rmiethen, an der Hauptstraße nächst der Gruber'schen Kanalbrücke Haus Nr. 14 in 3 a i b a ch. Auch ist dort cin Pferd, 5 Jahre alt, 15 Faust hoch, täglich sammt Zeug zu verkaufen. Z. 42. (3) Es wird bei mir lmmittelbar und in allen Buchhandlungen (in Laibach bei Ign. v Kleinmayr st Fedor Vambevss) die Prä,mmeration angenommen auf den dritten Jahrgang der Zeitschrift Centmlorgan für die Civil - und Criminal Gerichtspfiege, politische und cameralistlsche Amtsperwal-tung in oen deutschen, slavischen und ungarischen Kronländcrn des österreichlschen Kaiserstaalcs. Ich bin jenes Ve>t,a^ei>, der durch l^n^eie Zeit meine Thäliqreit iu 'Anspruch genommen, entbunden, und e,le dah?l-, die seit l. Juli fWlte Znlsch'-ift wieder fort-zuschen, »nt der Vei sichernng, das, diele uun, durch neue Kräfte vei'iüngs, in!< Leben treten, und ^ur Förde.-rung del Wissenschaft, sowie der Prar thätigst hinwirken me,de. Das Hauptblatl wird Erläuterungen der Ge-setze, ftractische ^älle, die Veraüdcnlngcn in dem O>-qainönius aller öffentlichen Veriraltunqszweige, über.-Haupt, was sich diesifalls in den sämmtliche» Kronlan-dein Nene^ und Wisseuswerthes ergibt, liefein, das Ge. setzblatt aber die von den Ttatthallereien erlassenen wichtigen Provinzialgese!).,' bnng^n. Die Zeitschrift soll den Beamten der politischen Justiz» und Cameralbehorden manchen Zweifel lösen, auch den (Hemeindevorstehern in ihren Amtshandlungen Aufschlüsse ertheilen, sowie selbst fur die Güterbesitzer und Wirthschaftsbeamtei, sofern emen Werth haben, als sie hierauf die wichtigsten Bestimmungen über i!>e nunmehrigen politischen Verhältnisse eütnehmen tonnen. Es erscheint, vom 7. Jänner l85l anzufangen, wo'-cheiulich ei» Bogen. Die Prauumerationsgebühr für den Semester vom I. Jänner bis Ende Inn« I851 ist 2fi. 30kr.C. M,, bei Versendung durch die Post 2 si. 45 tr. CV?. Die Herren Ptänumeranten, welche die Beträge bereits eingesandt haben, dürfen keine Nachzahlung leisten. Fr. I. Schöpf, Praa, am Qual Nro. Cons. 224—2. Z. ,3. (6) Kundmachn n g. Gefertigter hat die Ehre, dcm k. k. Militär und dem verchrungswürdigen Publikum anzuzeigen , daß die optische Warcn - Niederlage auf dem Platz nächst dem Rathhause in Laidach nur bis zum 28. Jänner 185,1 bestehen wird. Da er wegen auswärtigen Geschäfts - Angelegenheiten auf einige Monate verreisen muß, so ersucht der Gefertigte daö l'. ^'- kauflustige Publikum, ihn mit zahlreichem Zuspruchc zu berhrcn; er ist bereit. mit herabgesetzten Preisen die Ware zu verabreichen; auch ersucht er, die da vorhandenen fertigen Reparaturen abholen zu lassen. Martin Goldschmidt, Opticus. Z. 36. (3) Wohnungen zu vermuthen. Im Hause Nr. 234 nächst der Schusterdrücke sind für Georgi 185«. im dritten Stocke Z Zimmer, Alkove, Küche, Speisekammer. Holzlege, Dachkammer; ferner im ersten Stocke 5 Zimmer, Alkove, Küche, Speisekammer, Holzlege, Dachkammer, und eln möbllrtes Monatzimmer zu vermuthen. Die Zimmer des ersten Stockes sind neu gemalt, und können auch gleich bezogen werden. Näheres beim Hauseigenthümer daselbst.