Nummer 18. Petta«, den 28. »ctober 1894. V. Jahrgang. Pettauer Zeitung erscheint jeden Sonntag. Preis für Pctiau mit Zustellung int Haut! Vierteljährig fl. t.—, halbjährig R. 2.—, gatujähtig (I. 4.— ; mit PostVersendung im Anlande: Vierteljährig fl. l.lö, halbjährig fl- 2.30, ganzjährig fl. 4.60. — Einzelne Nummern 10 kr Schriftleiter Josef ZelSner, Bahnhifgasse ü. — Ber»«ltuuz »»d «erlag i W. Blanke, Buchhandlun», Hauptplatz Nr. 6. Handschristen werdrn nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bi» Freitag jeder Woche eingesandt werden. Vertretung der „Pettauer Zeitung" für Sraz und Umgebung bei: Ludwig tu Schiuhoser in Braz, Sporgisse Rr. Der Ansang vom Ende. Wenn der Bericht deS Eorrespondenten deS „Grazer Tagblatt. (Siehe Pol. Notizen), welchen diese? mit fettgedruckten Letter» bringt, auch nur zum Theile den wirklichen Thatsachen entspricht, wenn sich der constitutionelle Monarch, der bisher nur dann mit seinem Machtworte in die Steuerung deS Staatsschiffe« eingriff, wenn der CurS deS-selben bedenklich unstät und schwankend geworden war. wirklich bewogen fand, den Lenkern der Geschicke Österreichs wieder einmal den CurS an-zugeben, den er zum Wohle de« Staate« und seiner Völker für den allein richtigen hält, dann wären die Tage der Eoalition gezählt. ES ist ein über alle Maßen betrübendes Schauspiel, welches das heutige Abgeordnetenhaus bildet; ein unsäglich wüsteS Bild von Parteigeist-Hader, Nationalitätenstreit, Interessenvertretung, Strebertum, Phrasendrescherei und unfruchtbarem Doktrinarismus, akademischer Erörterungen der einfachsten und eminent praktischen Wirtschaft»-fragen, eine geradezu bemitleidenswerte Sucht, den brennendsten Fragen auS dem Wege zu gehen und sich in Dinge zu verbeißen. die weitab von dem Wege liegen, den sich die Coalition vorgezeichnet hat: Ruhenlasse:, der nationalen Sonderinteressen und ehrliche» Zusammenarbeiten in allen wirt-schaftlichen. administrativen und sozialen Reformen. ES sieht sich an. da» heutige österreichische Ab- SeordnetcnhauS, wie der Thurm zu Babel, al» ?ott plötzlich die Sprache der Bauleute verwirrte; es versteht einer den andern nicht mehr und alle zusammen verstehen sich selbst nicht und die Zeichen der Zeit noch weniger. Der Schützenhauptmann. Endlich kam Herr JustinuS, etwas unsicher austretend, in's Vorzimmer gestolpert und schrie mit Stentorstimme: „Antreten!" —Nina stürzte herbei und wollte ihm Hut und Stock abnehmen, allein da» schien Herrn JustuS zu ärgern. — „Nimm Stellung ivenn Du mit mir redest!" — schnauzte er sie an und Nina fuhr erschrocken zu-sainmen. — „Gut war»! so. und jetzt schau dass ich etwas zu essen krieg, ich bin hungrig, der lumpige „Löwenwirt" hat nur Fastenspeiscn, weil Freitag ist! — Schnellichritt, marsch!" — damit stolperte er in's „gute Zimmer" und pfiff den „Gigerlmarsch." — „JustinuS!" — rief es aus dem Nebenzimmer im höchsten DiSeant, — „willst Du mich wirklich unter die Erde bringen?" — Herr JustinuS gieng in'S Nebenzimmer und lachte hellauf: — .Nicht die Spur Alte, wär schad' um Dich! Geh. steh auf und bock nit, denn nutzen thut« dir nichts JustinaI" — „Nein, bei dir nützt nichts mehr Mann, Du hast kein Herz mehr zu mir! Ich — ich lass mich scheiden von Dir!" kreischte die erboste Gattin, deren Zorn sich endlich Lust machen konnte gegen den einzig schuldigen Theil. — „scheiden lass ich mich von Dir!" — — „Na, wann Du'S nicht anders thust Alte, fo scheide Dich halt. Ich behalt' mir die Nina und ES hört keiner daS dumpfe Grollen in den breiten Volksschichten, — aller Volksschichten, — nicht einer einzelnen. Der Bauer ruft nach Erleichterung der schier unerschwinglichen Steuern, — sie hören eS nicht; der kleine Gewerbsmann ruft um Schutz gegen die übermächtige Konkurrenz der Großindustrie. — sie hören es nicht; der Kaufmann ruft um Schutz gegen die Schwindclcoucurrenz. — sie hören es nicht; der Arbeiter ruft um Schutz gegen die Ausbeutung seiner physischen und intellektuellen Arbeitskraft durch die Industrie- und Fabrik«-baroue. — sie hören e» nicht; der Beamte ruft nach besserer Bezahlung. — sie hören e« nicht! Alle aber, alle ohne Unterschied rufen: so arbeitet doch einmal; — arbeitet so wie wir arbeiten müssen um euer« Diäten, um die schweren Kosten deS ganzen parlamentarischen Apparates auf-zubringen! — Und auch das hören sie nicht, können es nicht hören, weil sie sich selber einander die Ohren vollschreie» mit allerlei Phrasen, die ein jeder für du Quintessenz politischer Weit-heit hält. Der HandelSminister hat ihnen Gesetzentwürfe zum Schutze deS kleinen Gewerbe- und Handel-staube« vorgelegt zur Berathung; sie haben einen AuSschusS von 36 Mitgliedern zur Prüfung dieser so wichtigen Gesetzentwürfe eingesetzt und — dieser AuSschusS ist schon in seiner ersten Sitzung nicht beschlussfähig gewesen In der zuletzt anberaumten Sitzung dieses Ausschusses erschienen trotz der Bitten und Mahnungen deS Präsidenten blos — 12 Mitglieder. Weshalb? Die der vereinigten Linken angehörigen Liberalen vertreten eben die Interesse» der Großindustrie und de» Großkapital?» Du die Resi/' — sagte Herr Jttstu» gemüthlich. — „WaS? die Nina, — untersteh Dich JustinuS I Ich vergifte Dich und den Fratzen- — wo ist sie denn?" — und im Nu war Frau Justine mit beiden Füßen vom Divan ausgesprungen. — „Wo sie ist frag ich? Ich werd ihr gleich den Gusto auStreiben." — sie stürmte in'S Speise-zimmer und risö die Küchenthüre auf. In diesem Momente gab'S «inen Krach in der oberen Brat-röhre und sofort füllte ei» dichter Schlvesel- und Phosphorgestank die Küche itnd das Speisezimmer, während aus der Sparherdplatte Fett zu prasseln begann und den Dampf und Gestank verdoppelte. — „Heilige Maria, 'S Hau« geht in die Lust!" zeterte Resi im tiefsten NegligS aus ihrer Kammer, durch die Küche nach den Eorridor flüchtend. Herr JustinuS fasste die umsinkende Gattin und schleppte sie in'S Schlafzimmer, dann öffnete er alle Fenster und Thüren, und endlich lief er nach dem Corridore, holte die halbohnmächtige N'iia und zerrte sie ebenfall» in« Schlafzimmer und zum dritten fasste er die zitternde Resi beim Flügel und schleifte sie auch in die eheliche Kemnate; dann stellte er sich vor die zitternden Frauen und fluchte wie ein Höllenbrand: — „Antrete»! — Habt Acht! — Batt'riebesehl: wen» ich zwischen jetzt und einer halben Stunde kein vernünftiges Nachtmal am Tisch habe, fasst der Koch „sechs Stunden Spangen", — der Bormeister vom Tag und daher sind sie gegen diese freisinnigen Gesetz-entwürfe. Der Obmann des Strafgesetz-Ausschusses hat seine Stelle einfach niedergelegt, weil er mit einzelnen „Stylisirungen" nicht einverstanden ist. Der eine »ergelt daran herum, weil anstatt de» Worte» „Kerker". — „Zuchthaus" gebraucht wird; — der andere, weil das neue Strafgesetz nicht „katholisch" genug sei; — der dritte will, dass „die Wissenschaft und ihre Lehren" nicht frei sein sollen- ein vierter findet durch den Straf-gesetzentwurf die „Autonomie" der Länder verletzt! So stellen die verschiedenen Herren nach ihren verschiedenen Parteiansichten einfach fest, dass da» neue Strafgesetz, welches wie alle Strafgesetze in der ganzen Wett dazu geschaffen ist. die Art und Weise der Verfolgung und Bestrasung von Übertretungen, Vergehen und Verbrechen festzusetzen. — selbst eine Anleitung zu Vergehen und Verbrechen sei. Ist daS nicht das allerköstlichste, was Abgeordnete, welche daS Volk nach Wien schickt, um über sein Wohl und über das Gedeihen de« Reiche» zu berate», in ihren verbohrten Parteiansichten leisten können? Nicht da» Ganze wird geprüft, beraten, verbessert, richtiggestellt oder fallen gelassen. — sondern einzelne Worte, einzelne Ätze lverden herausgefischt und daran wird stundenlang herum-gezerrt. — bi» die übrigen, welche diesem Dreschen leeren Strohc» zubören müssen, vor Langeweile einschlafen, oder sich au» dem Saale entfernen, oder alle» Interesse an der Sache überhaupt ver« lieren. Und das heiße» unsere liberalen Volksvertreter arbeiten. / Mit dem neuen HeimatSgejetze, daS so /t verlangt, urgirt und alS «ine der brennendsten Fragen bezeichnet wurde, geht es ebenfall» so. geht inS Loch, — und die „Mntter dieser ganz verlotterten Batterie", die manipulireude Feuer-werkerin, wird degradirt!" — damit schlug er auf den Waschtisch, das» Zahnbürsten und Seifen-schalen tanzten und stolperte in sein Arbeit»-zimmer. Man sieht, das» die militärische Ab-richtung des Herrn JustinuS Wendlein bereit» schöne Früchte zu tragen begann. Am nächsten Tage, es war SamStag, gieng es im Hause Wendlein so stille zu, wie in einem Karthäuserkloster. Weder die gnä Frau, noch Fräulein Nina, am wenigsten aber Resi. schienen das Bedürfnis zu haben, den gestrigen „ Batterie-beseht" zu commentiren. Herr Wendlein lvar am Vormittage weggesahren, ohne zu sage», ob er zum Mittagessen komme, oder nicht. Er kam nicht und — Frau Justina brummte nicht einmal darüber. Sie sah sehr angegriffen au» und machte ein Gesicht wie eine Märtyrerin. Fräulein Nina konnte das nicht lange ansehen; weinend warf sie sich der Tante um den Hals und schluchzte: „Wenn Du fortgehst Tante, gehe ich mit Dir!" — solche Auf-opferung rührte die Tante tief und sie weinte mit der Nichte ein zärtliches Duett, während Resi von ihrem Lebensüberdrusse abgekommen war und drohend vor sich hinbrummte: „Wenn ich todt wär', nachher gieng die Remasuri mit der Kellnerin erst recht an! den G'fall'n thu ich Dir schon nicht lieber Karl!" Im Verwaltung»«uSschufse verlangt der Ab-geordnete Fräs» die Ver tagnn g, — der Ab-geordntte Kaiser die schleunige Erledigung, Abgeordneter Gras Zcdtwitz ist für den Entwurf. — Abgeordneter Waikl ganz dagegen. Und da» kommt bereit« im Ausschüsse vor; waS wird erst im Plenum geschehen? Die Steuerreform ist so dringend, dass alle Welt. — nämlich die am schwersten besteuerte. — mit heißer Sehnsucht darauf wartet; — Abgeordneter NoSke constatirt dagegen, dass die Steuerreform für Wien eine Gefahr fei. weil der Großcommune durch diese Reform jähr-lich 3'/, Millionen Gnlde» entgehen würden, die durch eine „Mehrbelastung der Bevölkerung" hereingebracht werde» müßte. Ob Herr NoSke die vielen Börsenbarone in Wien zur „Bevölkerung" rechn»«, sagt er nicht! Nein, unter solchen Umständen wäre eS kein Wunder, »venn der Monarch daran dächte, diesen ReichSrat auszulösen. ES wäre kein Wunder, wenn der Kaiser von Osterreich, unter dessen Regierung der von allen Nachbarn verhöhnte und mißachtete, am Rande des Bankerottes gestandene Staat, sich seine heutige achtunggebietende Stellung in Europa errang, und sich finanziell so hoch emporhob, dass anstatt deS chronische» jährlichen Defizit«» von vielen Millionen, trotz der riesig gesteigerten Mehrausgaben, — der Staatshaushalt nunmehr jährlich Millionen an Überschüssen ausweist, — eS wäre kein Wunder, »venn der Monarch, der aus diesen beiden Um-ständen den geradezu riesigen Opfermut seiner Völker ersieht, sein kaiserliches Machtwort in die Wagschalt würfe, um diefen opfermutigeu Völkern die innere Ruhe zu geben, die ehrgeiziges, egoistisches, politisches und nationales Streberthum zerstörte, um im Trüben zu fische». Jeder ehrliche Deutsche müsste tief aufathme», wenn der Baun gebrochen würde, jenes un-heimliche Gespenst, welches die Fäden verwirrt. 1o oft sie auch geordnet wurden im Laufe der Jahre, feit cS felbst diese Fäden in der Hand hielt, zum Unglücke der Deutschen Österreichs, wenn dieses Gespenst von der Bildfläche ver-schwände für immer. Dieses Gespenst hatte den eisernen Ring geschmiedet, innerhalb welchem der ewig heitere Gras Taaffe so lange fortwurstelte, als eS dem „Funbamentalartikel.Grafen" gefiel. Als derselbe mit seiner Schöpfung nicht mehr zu-frieden war. zerschlug er den eisernen Ring und schuf die Eoalition mit dem bekannten Programme: Waffenstillstand, Wahrung deS statu« quo im nationalen Besitzstand« und Bereinigung zu rein wirtschaftlicher Arbeit. Auf diesen Köder biß die „Vereinigte deutsche Linke" an und erhielt sogar zwei ganze Minister als Belohnung. Nun glaubte» die Völker Österreichs einen Es war sehr spät als Herr Wendlein heim-kehrte und da er Frau. Nichte und Köchin seiner wartend fand, gieng der Teufel wieder loS: »Habt'S '» Zapfenstreich überhört?" — rief er zornig. — „Schaut'S, dass in'S Nest kommt'S und morgen alles zum Rapport"! Ich bin doch neugierig, ob ich Ordnung hineinbring' in das ganze verlotterte Werkl!" Er gi«»g sofort schlafen. Frau Justina folgte seufzend und Herr Wendlein hörte sie die halbe Nacht still in ihren Polster weinen. Aber er rührte sich nicht, sondern that als ob er schnarche — der Unmensch. Am nächsten Morgen. 'Sonntags Eantate, war der FrühstückStisch bereits gedeckt und alles in schönster Ordnung; alS er in'S Speisezimmer trat, küsste ihm Nina die Hand und verschwand eilig. Frau Justina erhob sich und gosS ihm den Kaffee zusammen, dann legte sie ihre» runden Ariu um seinen Nacken und sagte sanft: „Mann, JustinuS, war denn daS alle« notwendig? Red' einmal!" — .Herr Wendlein sah sie scharf an. --..Hab' ich de» Lärm angefangen, oder Du? das muss jetzt heraus Justina!" — „Ich Justin j" — sagte sie. den andern Arm um seinen HalS schlingend. — „Es war nicht recht, nein, — Du willst nicht .Haiiptinan» sein, so mag'S dabei bleiben, — 2 — Augenblick wirklich daran, dass der GotteSfriede hergestellt fei. Aber Graf Hoheuwart war anderer Meinung; er hatte die Eoalition nicht geschaffen, damit wirklich d«r Friede werde, d-'nu dann wäre er ja überflüssig und das eben darf nicht sein. Tierreich darf ohne den Grasen Hoheuwart nicht regiert werden AIS Minister selbst, ist er seit der Zeit unmöglich, als er die böhmische» Fuuda-mental-Artikel annehmbar fand; aber die Rolle de» Mephisto ist noch lohnender. DaS deutsche Gretchen muss fallen, daher erinnerte Graf Hohen-wart zuerst den CoalitionS-UnterrichtSminister daran, dass sei» Vorgänger den Slovenen ein Gymnasium in Eilli versprochen habe. — In jedem anderen Staate würde der neue Unterrichts-minister gesagt haben: „Verehrter, wenn neue Minister das perfekt mache» sollen, wa« ihre AmtSvorgänger versprochen oder geplant haben, fo ist ja ein Miuisterwechsel überhaupt ganz Über-flüssig. Nach den constitutionellen Regeln ist ein neuer Minister nicht für daS verantwortliche waS fein Vorgänger that, sondern nur für daS, was er selber thut. Ich habe den Slovenen nichts versprochen und habe ihnen daher auch kein Ver-spreche» zu halten, basta." — I» Österreich aber that der Unterrichts-minister das was Graf Hoheuwart wünschte. Der Protest der Deutschen Oesterreichs ließ ihn vollständig kalt. Die Cillier bekommen ein slovenischenS Gymnasium. Ist daS alles? Oh noch lange nicht! Die EvalitionSregierung arbeitete eine Wahlreform aus. — nicht so radikal natürlich wie die Taaffe'sch«; allein dem Grafen Hohe»wart war sie doch viel zu radikal und — daS k. f. österBichifche Ministerium strich vor dem Fnnda-mentalartikel-Grasen die Segel und zog den Wahl-resormentwurf zurück. Auch da» ist noch nicht alles! Dem Grafen Hoheuwart genirten die rein italienischen AmtStafel» in den Küstenstädten deS istrischen Litorale. Er wünschte doppelsprachige, italienisch-slovenische, obgleich die Italiener nicht slovenisch lesen können und die istrischen Tschitschen oben am Karste auch nicht. Aber was thut'S, er wünschte eS und der k. t. österreichische Justizminister beeilte sich, diesen Wunsch zu erfüllen. Run scheint eS aber, dass weder Mephisto noch Faust eine Ahnung davon hatten, dass das italienische Gleichen doch nicht so leicht herumzu-kriegen sei, wie daS deutsche, sondern über diese ehrbare Annäherung einen Höllenlärm schlagen und sich mit Steinwürsen vertheidigen würde. Einstweilen hat man zwei Compagnien Soldaten zur Beruhigung der energischen Schönen abgeschickt. Ob das helfen wird? Zwei und wenn nöthig noch mehr Compagnien Soldaten ver-mögen viel auszurichten, aber Liebe und Anhäng-lichkeit lassen sich nicht einprügeln. Einst, als die Attentate auf die Monarchen denn Du hast recht. Zum Comniandiren bist Du nicht. Du bist viel zu gut und zu weich dazu. Tausendmal besser ist'S Du bleibst si., wie Du'S warst, gelt Justcrl?" — Sie küsste ihn zärtlich, aber Herr Wendlein lachte höhnisch auf. — „Ja, ein Pantoffelheld und Siemandl soll ich bleiben, waS Justins? GibtS nicht mehr! Ich bin Schützen-hauptmann und bleib'S! Und wann Du dich auf'n Kops stellst, Frau! Nachmittag ist ÜbungSparade, die hab' ich anbefohlen. Kannst zuschauen, damit Du dich überzeugst ob ich commandiren kann oder nicht! Fertig!" Frau Justiua schlich zu ihrem Stuhl und seufzte tief auf. Sie war eine entthronte Königin; wo sie bisher milde regiert, da wird von nun an .Herr JustinuS herrschen. Warum hatte sie auch nicht geschwiegen zu die»'er vertrackten Schützen-hauptmannschast? Jetzt hatte sie'». Am Nachmittag« gab'S Lärm in der kleinen Stadt. Der Hornist des SchützenvereineS blies „Sammeln" und die Schützen sammelten sich am Plutze vor d:S HauptmannS Haus. Eine Menge Zuschauer standen überall herum; unter den Fenstern de« Wendlein'schen Hauses stand eine ganze Reihe Soldaten! auch der Zugsführer Karl lvar da. — „Der reinste Landsturm; einer trägt die Flinte rechts, der andere links. Und gemütlich Eurapas förmlich epidemisch auftraten, und Alexander II, der freisinnigste Car de» Rußland je gehabt, den Nihilisten zum Opfer fiel, sprach Kaiser Franz Josef von Osterreich die schönen Worte: ..Ich lebe mit meinen Völkern in Frieden." Er hatte das vollste Recht zu diesem Ausspruche und hat es heute noch. Er kann nicht zugeben, das» dieser Friede ununterbrochen und geradezu muthwillig von jenem Manne gestört wird, der Osterreich schon einmal nahe an jene Grenze ge° bracht hat. wo eS sich in seine Theile auslösen musste, an die Grenze einer losen Föderation von Ländern und Ländchen, Nationen und Natidnchen, die beim ersten Stoße von außen, in Trümmer gegangen wäre. Es ist immerhin besser, Graf Hohenwart fällt mit den doppelsprachigen Amtstafeln in Pirano, wenn er schon diese Alternative gestellt hat. als dass er und seine Schöpfung durch einen scharfen Luftzug von oben weggeblasen, oder durch einen Sturm von unten weggefegt wird. Es wäre wenigstens ein effektvollerer Abgang als der, den ihm später eventuell irredentistische und socialistische Abgeordnete sammt seinem Anhange inklusive der Vereinigten deutschen Linken bereiten würden. Politische Notizen. (Das allgemeine Wahlrecht.) Der Eorre-spondent des „Grazer Tagblatt" berichtet unterm 24 Oktober, dass ihm von verläßlichster Seite mitgetheilt wurde: „Der Kaiser hat dem Ministerium Windischgrätz einen Termin gestellt, bis zu welchem die Wahlresorm durchgeführt und die arb«itende Classe mit dem Wahlrechte betheilt sein müsste Gelänge daS dem CoalitionSministerium nicht, so würde der ReichSrath ausgelöst und ein Beamten-Ministerium gebildet werden, dem die sofortige Ausarbeitung einer neuen Wahlordnung obläge. Auf Grund de» neuen Wahlgesetzes würden sodann die Neuwahlen stattfinden. Ob damit die von der „Deutschen Zeitung" lancirte Sensationsnachricht von der RegienmgSmüdigkeit des Fürsten Windisch-grätz zusammenhängt? Auf alle Fälle ist daS letzige System, welches den alten Kleinhandel mit den einzelnen politischen Parteien de» Abgeordnetenhauses wieder aufgenommen hat, wieder arg verfahren. In der Conferenz der CoalitionSparteien und des CabineteS am 23. Octob-r brachte der Präsident deS Abgeordnetenhauses Freiherr von Chlumecky vor. dass bi« einzelnen Ausschüsse mit den ihnen überwiesenen Arbeiten nicht vorwärts kommen. Im Gewerbeausschusse wird mit den AuSschußberichten über die gewerbesreundlichen GesetzeSvorlagen des HandelSministerS Grafen Wurmbraud so gezögert, dass kaum eine Sitzung zustande kommen kann, da die Beschlußunsähigkeit geht» zu in Reih' und Glied; einer raucht Zi» garrrn. der andr« Pfeife und der Herr Lieutenant gibt feinen Leuten Feuer," — lachte einer der Artilleristen spöttisch. — „Wart bis der Hauptmann kommt. nachher red'."—fuhr Carl ärgerlich auf den Spötter loS, — „den hab' ich abg'richt mein Lieber und dass ich'S Abrichten versteh, bas weißt." — Oben im Fenster lehnte die gnä' Frau und Fräulein Nina und guckten durch die Vorhänge gedeckt herab. Plötzlich reckten sich alle Hälse, — auch bie der Schützen; Herr JustinuS Wendlein trat au« dem HauSthore in feiner schmucken, sitberglltzernden HauptmaiinSunisorm. den Hut mit Schildhahnstoß schief aufs Ohr gesetzt, die Hand-schuhe zuknöpfelnd. — Der Lieutenant, — der „Löwenwirt" war'S — rief gemütlich: .. ServuS Just! Du bist fein beinaud!" — Durch die Schützen ging ein Beifallsgemurmel. Plötzlich. — der neue Hauptmann hatte den Handschuh zugeknöpft und verschränkt« die Arme. — „Ruhe!" —' donnerte er loS. — „Herr Lieutenant Gras-bichler, warum leisten Sie nicht die Ehren-bezeugung? Das ist eine gemütliche Schlamperei! Und die muss heran», — Herrrr—raus, sag ich! — Rapport!" — Der Lieutenant „Löwenwirt" GraSbichler war gerade so verblüfft wie heute morgen» Frau Justina und wollte erwidern, als permanent sei. Auch in der Sitzung vom 22, b. M. waren von 36 Mitgliedern blo» 12 erschienen. DaS Referat haben die Liberalen, denen die Gesetzesvorlagen des Grafen Wurmbrand, welche dem Kleingewerbe Schutz gegen die Großindustrie und den großen CapitaliSmuS gewähren solle», ein Dorn im Auge ist. Desgleichen ließ Baron Chlumeeky ziemlich deutlich durchschimmern, dass die Debatten über den neue» Strafgesetzentwurf dermalen ziemlich unfruchtbar sind und nur auS Mangel an anderem Materials geführt werde». Das find freilich Zustände, die selbst den über alle Zweifel erhaben konstitutionell gesinnten Monarchen, der Tag und Nacht arbeitet, um feine Völker zufrieden und glücklich zu machen, tief verstimmen müssen. Aber es ist für die Völker Österreichs gut zu wissen, wo der Hake» liegt; sie werden bei den nächsten Wahlen mit der ganzen liberalen Wirtschaft und Sippschaft gründ-lich aufräumen. (kuhekörungrn in 38rirn.) Infolge der Verfügung des Triester Landesgerichtes, dass die Bezirksgerichte in den Küstenstädten IstnenS auf den Amtsschildern. AmtSsiegeln und Druckforten In- und Aufschriften in italienischer Sprache durch italienisch-slavische ersetzen müssen, ist die Erregung unter den Italienern dieser Küstenstädte, welch« ihre Blüthe allerdings nicht den Tschechen. sondern den Italienern verdanken, im stetigen Wachsen. In Pirano kam es bereits zu ernsten Unruhen, wobei die Gebäude, i« welchen die Domherren MaraSpino und Fauda wobnen, dann jenes wo das Bezirks-gericht untergebracht ist, mit einem Steinhagel überschüttet wurden. Unter Hochrufen auf Österreich. Jstrien und die Legn nationale und unter Schmährufen auf die Slaven, durchzöge» Tausend« die Straßen. Die Gendarmerie war zu schwach, um den Tumult zu hindern, nur ihrem takwollen Benehmen ist eS zn danken, dass sich die Menge zerstreute, ohne besonderen Schade» anzurichten. Bon Trieft ist eine eigene Commission mit zwei Compagnien Militär nach Pirano abgegangen. Der Gemeinderath von Pirano ist in Permanenz. Der Stadtmth von Trieft hat einstimmig eine Reso-lutio» (mit Ausnahme der 3 Vertreter der Tichitschen) als dringlich angenommen, mit folgendem Wortlaute: „Der Stadtrath von Trieft schließt sich als Dolmetsch der Gefühle der Bürgerschaft den Beschlüsse» des Triester LandeSansschusse» an, indem er sei»? schmerzliche Überraschung über die ministerielle Verfügung, welche doppelsprachige AmtStafel» und Druckschriften in den Gerichten vorschreibt, ausdrückt und spricht den Wunsch aus. dass die fortgesetzte Verletzung des Nationalgefühles aufhören möge. Herr JustinuS auf ihn zufchofs und anrempelte: „Sfan—bat! Einer bat fein Schießeisen recht«, — ber andere links! Das muss herrrrauS, sag' ich — HerrrrauS! — Die Schützen ver besserten rasch be» Fehler unb rissen Augen unb Ohren auf über bi.' „Grobheiten" ihres nenen Haupt« manne«. biefer ober zwirbelte feinen Schnurrbart unb rief scharf: „Still! Ruhe in den Gliedern! Oberschütz Leimer. — Brust heran»! — Habt Acht!" — den Schützen gab's einen gewaltigen RisS. — „Gut war'S! — Aufpassen; — Sie haben mich zum Hauptmann gewählt!" — rief Herr Wendlein mit dröhnender Stimme, — „ich danke Ihnen, wen» Sie aber meinen, dass Sie deswegen dastehen sollen wie arme Hascher und ich der Hascherhauptmann sein soll, so irren Sie! Ich bin „ Schützenhanptmann " und will stramme Schützen, sonst soll ei» Donnerwetter in die „Batterie" fahre»!" — die Artilleristen lachten, die Schützen nicht, denen hatte der neue Hauptmann imponirt. — „Habt Acht: Reihen rechts um! Battrie — marsch!" — Der Hornist blies den Schützenmarsch und die Schützen stapften dröhnend über den Platz Die Zuschauer drängten mit. — „Die .Battrie' rückt heut ohne Bespannung aus!" -- lachte ein Artillerist. — „Natürlich, die .G'schütze' kommen nach, die müssen sich erst anziehen," — rief ein anderer; — „aber stramm ist er der Herr JustinuS Wendlein. WaS die gnä Frau dazu sagt?" — (Graf Hohrnwart und die dopprlfprachigen Ämtstafrla im ittjitilaiUr.) Im Abgeordneten-Hause wird erzählt, das» Graf Hohemvart eine längere Besprechung mit dem Justizminister Grafen Schönborn hatte und erklärte, er stehe »nd falle mit der Verordnung über bie boppelfprachigen AmtStafeln im Küstenlande. Nun der Fall des trafen Hohenwart würde die nichtflavifchen Völker Österreich» viel weniger aufregen, als die doppel-sprachigen AmtStafeln bort, wo sie wirklich nicht nothwendig sind. Jedenfalls würde sein Zurück-treten nicht einmal „einen Gefreiten mit zwei Mann" in Bewegung setzen, während wegen der doppelsprachiqen AmtStafeln zwei Compagnien nach Pirano marschieren müssen. (Du Krankheit dcs (Karrn.) Nach einer dem Pariser „Figaro" zugegangenen Depesche ans Livadia vom 23. Octoder zeigt der Kaiser große Schlafsucht und stünde dessen Auflösung unmittel-bar bevor. Pettauer Nachrichten. (Evangelischer Gottrsöirnst.) Am Sonntage den 28. Oktober d. I findet in der evangelischen Kirche in Marburg Gottesdienst mit Spendung des heil. Abendmahles statt. (Vom Turnverein.) Die Weinlesezeit ist vorüber, die Spazierwege werden immer schlechter, daher ungangbarer; d?nnoch sehnt sich der Man», dem feine Gesundheit am Herzen liegt, nach an-strengender, geistiger Arbeit Bewegung zn mache». Es ergeht hiermit von Seite be» Pettauer Turnvereines an alle bereits gewesenen Mitglieder der sogenannten Alten Herrenriege" die höflichste Einladung, sich wieder bei den Turnstunden ein-zustellen, welche Montag. Mittwoch und SamStag von 6—7 Uhr abend» stattfinden werden. (Freiwillige Feuerwehr prttau.» Wochen-bereitfchaft vom 28. Oktober bis 4. November: H. Zug III Rotte, ZugSführer: Lanrentfchitsch, Rottführer: Bella». (Cultus-Verein in Pettav.) Der Casino-Verein in Pettau bielt am 20 d. M. feine ordent-lich? Hauptversammlung ab, zu »velcher folgende Tagesordnung angesetzt war: l. Verlesung des Protokolles der letzten General-Versammlung. 2. Bericht des Sekretars über die Cassagebahrung. 3. Neuwahl deS CasinodirectorS nndeinesDirections-mitgliebes. 4. Allfällige Anträge Vor unb nach der Generalversammlung besorgt ber p. t. Pettauer Musik-Verei» bie Musik unb folgt ber Abwicklung ber Tagesordnung eine inbezug auf Toilette zwang-lofe Tanzunterhaltung für bie Mitglieder. Erschienen waren 20 stimmberechtigte Mitglieber. Der Die gnä Frau staub oben am Fenster unb sah kopffchüttelnb der Schützcncolonne nach, Resi stand unterm Hausthor und rief: „Karl!" — Karl that als ob der Strumpf kein Loch hätte, während andere Kameraden die hübfche Resi grüßten. — „Karl!" — klang« nochmal scharf. Jetzt sah er sich um, salutirte und trat heran. „Du wünschest?" — frug er lochend. „Werd' ich dir sofort sagen mein Lieber!" — zischte Resi, ihn unter'« Hausthor ziehend und dasselbe schließend. — „Acht Tag' warst nicht bei mir; ich hab' mich langsam d'ran gwöhnt. Kommst du jetzt nicht gleich heraus und entschulbigst Dich vor ber gnä Frau, basS' b' unsern gnä Herrn ganz verdorben hast, — unb vor nur, dass bu ein brave», anstänbigeS Mädchen wie ich ein'S bin, bem Gelächter unb Gespött aussetzen thust unb übler Nachreb etwa», dass bu mich sitzen lassen willst. — nachher ist'S auS! verstehst Karl? AuS. sag' ich Dir! — Jetzt thu wie bu willst; ba sinb bir meine Arm' — unb bort ist bir 'S HauSthor offen!" — „Eifersüchtige« Ding Du!" — lachte er unb suchte doch lieber bie offenen Arme, als bas offene HanSthor. Leider hatte bie gnä' Frau vom Corridor zugesehen uud böse Beispiele ver-berben gute Sitten. Als Herr JustinuS vom „Exerzieren" heim kam, baS nach dem einstimmigen Urtheile aller Schützen und der Zuseher so stramm und exakt „noch nie da war" seit der Schützen-verein bestand. — frug er etwa» scharf, weshalb Sekretär, Herr Kasper, begrüßt in Vertretung deS abgetretenen Direktor», Herrn k. u. k. Major A Gassner. die erschienenen Mitglieder und da» hochlödl. OfficierScorps und erklärt, bie Verhanb-lungen ber allgem. Mitgliederversammlung über bie Tagesordnung zu eröffne». Ad 1. DaSProivkoll über bie letzte Generalversammlung vom lO. Dezember 1893 wird verlesen »nd genehmigt. Ad 2. Dfi Rechenschaftsbericht des Sekretärs wird zur Kenntnis genommen unb dem Rechnnngsleger über Antrag deS Herrn k. k. Notal« Filaferro das Ab» folutorium ertheilt. Aus dem Berichte ergibt sich: Ein Vereiiisvermogen per fl. 569.53 Caffabaarschaft .... fl. 129.53 Schuld.......fl. 100.— Der Verein zählte 61 ständige Mitglieder ohne daS k. u. k. OffikierS-CorpS ber Garnison. Zum Direktor erscheint nach vorgenommener Wahl Herr Viktor Schulfink, zum AuSfchnfSmitgliede Herr k k. Hauplstenereiiinehiuer Friedrich Schmidt gewählt. Nachdem keine besonderen Anträge ein» gebracht wurden, wurde bie Generalversammlung für geschloffen erklärt unb begann nun ber nicht» offizielle Theil bes Programmes, bie Tanuinter» Haltung, dass dieser Theil de» Programmes flott er» ledigt wurde, ist beim Casinovereine felbstverstänblich. «Markt Verlegung.) Der aufben 25.November fallende Jahrmarkt (Katharinamarkt) findet, da der 25. November auf einen Sonntag fällt, am 26. November statt! der Monatsmarkt Mittwoch ben 7. November. (Ein mulhwilligrr Schützt.) In dcr Par» terrefronte der Mädchenschule zeigt das Fenster rechts von der Eingangsthüre eine Schussspur, welche von dem Projektile eines 7mm Revolvers oder Zimmergewehrs herrühren dürfte. Der Schuß ist so scharf gewesen, dass daS Gefchoss die beiden Scheibe» der Doppelfenster glatt durch-schlug und an die Mauer im Innern prallte, wo das Projektil noch eine scharfe Spur zurück-ließ. Nach den gepflogenen Erhebungen dürste der Schuß in der Nacht vom Sonntage zum Montage abgefeuert worden sein; indes will von den Umwohnenden niemand den Schuß gehört habe». Anf alle Falle wäre es zu wünschen, dass der muthwillige Schütze eruirt und znr Ber-antwortnng gezogen werden würde, damit er nicht in die Versuchung käme, dieses Bubenstück ein zweiteSmal zu versuchen. (Gefunden.) l Überzieher, 2 Regenschirme, 1 Revolver in einer Schürze eingewickelt. 2 Taschen-tücher. Diese Gegenstände, welche dem hiesigen Stadtamte als entweder im Gasthause vergessen ober sonst gefunden übergeben worben sind, können von den Eigenthümern dort abgeholt werden. Frau unb Nichte nicht „zuschauen" waren. Da lächelte bie gnä' Frau etwas maliziös nnb ent-gegnete: „Mein lieber Herr Schützenhauptmann, — ich hab mir vor fünfzehn Jahren ben hübschen JustinuS Wenblein geHeirat nnb war fünfzehn Jahr lang ganz glücklich mit ihm, benn et ist ein seelenguter Mann, ben ich so gern hab', dass ich'« ihm eigentlich nicht gern sagen möcht, sonst wird er mir übermüthig. Deswegen, weil ich in den lieben JustiuuS so verliebt bin, läßt mich der schöne, resche Herr Hanptmann ganz kalt: dem geh ich nicht z' G'falln. Ich bin zu HauS' blieben, weil ich auf mein Justinn« wart', dass er mich ausführt. .Hab' bie Ehre Herr Hauptmann."--Herr JustinuS gieng in bie Küche, wo Carl mit Resi »nd dem Fräulein plauderte. „Sie Herr Carl!" — sagte er, dos und das ist vorgefallen. — „Was schreibt 'S Reglement in einem solchen Fall vor?" — — „Nachgeben Herr Wendlein. — nichts al» nachgeben. — .Adtatfcherln nnb ein Stück Zucker in'» Maul stecken.' — sagt unser Battriekomman-dant und der ist der beste Pferde — hin — — „Karl! moderir dich!" — sagte Resi scharf, — — ich wollt sagen der beste Frauenkenner in der ganzen Battrie-Division." — Ende. (ärrrtirt.) Die uiitcrstaiidslose Maria Dobrinc wurde von der städtisch«» SicherhtitSwach? arretirt und dem Stadtamte zur weiteren Amt»' Handlung überstellt. (Eeftohinik Pferde.) Dem Grundbesitzer Michael Kozel in Ztl -Warnitza wurden in der Rächt aus den 20. d. M. zwei Stuten und ein Fohlen im Werte von 350 fl., aus dem uuver-sperrten Stalle gestohlen. (Mord.) In der Gemeinde St. Lorenzen am Drauselde wurde in der Nacht vom 18. d. M. der Inwohner Franz Sorko aus AmtmannSdorf, von den JnwohnerSjöhnen Franz Plavüat und Anton Hertis ermordet. Vermischte Nachrichten. (Ver arme Kaiser von Chinas Der koreanische Correspondent des «Nieuwe Rotterd. Courant" gibt folgende Schilderung von dem Kaiser von China: „In dem Drama, daS sich im fernen Osten abspielt, bildet der chinesische Kaiser die am meisten tragische Figur. Dieser ganz junge, zart gebaute Mau«, mit den trübe», melancholischen Augen, fitzt gefangen in seinem ausgedehnten Palast, wie ei» seltener Vogel in einem riesigen, goldenen Käfig. Er ist sehr ein« sach gekleidet, inmitten all deS Glanzes, der ihn umgibt. Cr hat luxuriöse Zimmer, in denen er sitzen kann, würdevoll, steif in dem großen Thron» sessel. Er hat Tempel, in denen er knieen und die Ceremonien mit den vorgeschriebenen Geberden und in der Reihenfolge deS Li-Ki, deS Buches der Ceremonie», verrichten kann, so wie eS die chinesichen Kaiser schon vor Jahrtausenden thaten. Er kann still wandeln in den herrlichen Gärten voll singender Vögel und prächtiger Springbrunnen. Aber niemals kommt er heraus auS dem engen Horizont, der ihn nmgibt. Die Welt da draußen sehen seine Augen nicht. Er weiß nicht, was da» Leben ist, wa» daS Volk ist, was das Meer ist und wa« die große Erde. Er sieht nicht die Millionen Unterthanen, über die er herrscht. Er weiß nicht«, außer dem, wa« man ihm zu sagen für gut befindet. Er ist der Sohn des Himmel«. „Dem Sohn de« Himmel« gehört alle«, wa» unter dem Himmel ist," sagt ein chinesische» Sprich« mort. Seine Person ist heilig, da» Volk darf die Heiligkeit nicht durch seine Augen entweihen. Er ist umringt von einer Schaar intriguirender Man-darinen. Er ist wie festgekeilet an dir Ceremonien, die er befolgen muss. Was er thut, was er er-lebt, wa« er unterlässt, alles ist genau vorge-schriebe». Und da draußen, entfernt von ihm, spielt sich daS große Leben ab. dessen wahre Be-deutung er nicht ahnt und über seinem Haupte hängt daS Schicksal wie eine schwarz-graue Wolke. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass seine Regie-rung nicht lauge dauern wird. Wenn Japan siegt, wird die Partei deS Ko-Lao-Hni, die Shing Partei, ihn überfallen und sein Ende wird ein Mord sein. Wie erschreckt wird er dann »ich: anfblicken. wenn da« Schicksal über ihn kommt. Er. der nicht weiß. waS er ist, der nie gelebt hat und der nun das harte, grausame Leben unerbittlich in seiner ganzen nackten Wahrheit vor sich sehen wird. Da« ist eine Tragik, wie sie nicht größer sein kann. Und dieser Mann ist Einer der sympathi-schesteu aller Menschen, in Zartheit und Unbestimmtheit seiner Fianr erinnernd an einen König oder Prinzen von Maeterlinck." w»r 3eHaBpp? W rnL- r«ipnbl«ibnn wWI. d«r b+- M T H*TU ab F«fcr1k acht ftifWr- | n Cylirvirr-Romont Ktnsii gnh«>n I rcpoMirt, I Jahr (arnntirt H. G.— V bis 11.7.—. Anen mit t odi»r 3 SiLbcftXiiliin II. h hiiH. 10.—, in Tulla mit üoldelnhge ü fft.— GoJil'Dtmen-nem^nt. von fl, 18 —, fslr Iferron von II. 25. - Siltrtr-ketten von II. t — un s N»u*oldk<»tt«n von II. S.— aufwirU. ■B Noueaie tehr beliebte noppnlm«n(eMli?rr«n-Qole1miinlcl-H«iYion-toir, 90 Mhdn wie »*chl Silber fl st. I'rima Ki»u#rweck«r fl L.Ld per S SlUck II I" 5>o Pendehiliren, 8 Tu* Sfhlni?. von II.».—, mit 5 Gewichton. 1 Viertel Itepitition von 11 to.— aufwart« oder verlange vorher Preieconrant gratis bei J. Karecker, Uhren-Exporthaus, Linz. HOTEL WOISK: {..Hölolior Schuch.") Heute Sonntag den 28. Ootober 1884 ErateH grosses Concert ausgeführt von der Musik-Vereinscapelle, unter persönlicher Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Franz Haring, wozu Unterzeichneter höflichst einladet und versichert, alles aufbieten zu wollen, um den Wünschen des P. T. Publikums zu entsprechen. Für gute Küche, Getränke, nette reine Bedienung wird strenge gesorgt. Einem zahlreichen Besuche entgegensehend zeichnet hochachtungsvoll Thom. Schuch Hötelier. Anfangl/»8Uhrabends. Entr£e 20 kr. per Person. P. T. Erlaube mir einem P. T. Publikum die höfliche Anzeige zu machen, dass ich vom 30. Oktober an, vorzügliches $ier ausschänke und bitte um zahlreichen Zuspruch. Hochachtungsvoll Emil Vouk Qaatwlrt. Nr. 5095. Kundmachung. Der § 12 der Strassenpolizei-Ordnung, welcher lautet: „Trottoirs und Fusswege, dann jene Wege, die als „gesperrt" bezeichnet sind, endlich die Marktplätze, oder als solche benutzten Gassen, dürfen während der Marktzeit, nicht befahren werden, auch ist das Reiten und Treiben von Vieh auf Trottoirs und Pusswegen untersagt", wird in Erinnerung gebracht. Dawiderhandelnde werden unnachsichtig entsprechender Strafe unterzogen. Pettau, am 26. October 1894. D«r BDrfermetator: Josef Ornig. Eine Villa vom 1. October an zu vermMhen. Anzufragen bei Jos. Ornig. Gratis erhalten Sbonnrntinnrn bet «Wiener Mode" die reich illu-ftrirte Zeitschrift ,,Wiener Kinder-Mode" mit dem Beidlatte: „Für die Kinderstube-, ferner eine große Anzahl farbiger Mode-undKuiisibcilliften sowie in beliebiger Anzahl Schnitte nach Maß nach den Bildern der „Wiener Mode" und der „Wiener Linder-Mode". Abonnementtannahme und Ansichtshefte in der Buchhandlung w. «»»I» l, Pettau. 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Sparkassa Pettau , durch Herrn Dr. MicheÜtsch, die executive Versteigerung der dem Michael und der Maria Loreniiä, bezw. deren Krben Joh. und Elisabet LorenÖiÖ und Maria Raschl gehörigen, gerichtlich auf fl. 950 geschätzten Realität E. 36. R. G. Pettau bewilligt und hie-zu 2 Feilbietungs-Tagsatzungen, und zwar: die erste auf den 8. November 1894 die zweite auf den 12. Dezember 1894 jedesmal Vormittags um Schlag II Uhr hg. im Zimmer No. 14 mit dem Anhange angeordnet worden, dass bie Pfandrealität sammt Zugehör bei der ersten Feilbietung nur um oder über den Schalzungwert, bei der zweiten aber auch unter demselben, aber nicht unter dem Drittel hintangegeben werden wird. Die Licitations-Bedingnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10% Vadium zu Handen der Licitations-Commission zu erlegen hat, sowie das Schützungs-Protokoll und (Jrundbuchs-Extract krtnnen in der diesgerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Pettau, am 29. September 1894. Der k. k. Rezirksrichter Pewetz. 5 — Zur J5J£ Fütterung! Futterbereitungs-Maschinen, Häcksel-Futter-Schneider, Rüben- u. Kartoffel-Schneider, Schrot- und Quetsch-MUhlen, Vieh-Futterdämpfer, Transportable Sparkessel-Oefen für Viehfutter etc. ferner: Kukurutz- (Mais ) Rebler, Getreide-Putzmühlen. T rieure-Sortirmaschinen, Heu- und Stroh-Pressen, fQr Handbetrieb, stabil und fahrbar, fabriciren in vorzüglichster, anerkannt bester Construction Ph. Mayfarth & Co. Kaiserl. u. königl. ausschliessl. priv. Fabriken landwirtorhaftl. Maschinen, Kisengiesserei nnd Dampfhammerwerk Wien, II., Taborstrasse Nr. 76. Cataloge gratis. — Vertreter und WiederuerUäufer erwünscht. Für Alle Welt Jllustrirte Familien-Zeitschrist. PrtiS deS VierzehntagShefteS nur 40 Pfg. jährlich L8 Hefte Jedes H«ft enthält mindestens L4 dreispaltige Groß Folio-Seitru. Der Jahrgang beginnt mit dem Abdruck dreier großer und äußerst spannend geschriebener Romane: Polypenarme ™ H-m. «ichi», ®inc lobfmtbc U0[, H. 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Hypothekar-Dar-leihens-Geschäffc W echsel-Escompt-Geschäft übernimmt Spareinlagen in jeder Höhe gegen halbmonatliche Verzinsung nnd halbjahrige Kapitalisirung der gegenwärtig 4°|0-igen Zinsen. belehnt Häuser und Grundbesitz im Bezirke Pettau coulantest gegen S^-ige Zinsen und Rückzahlung des Kapitals in l°|0-igen Annuitäten, so dass Kapital und Zinsen durch 3°|o-ige halbjährige Raten-Zahlungen in 35^s Jahren getilgt sind. escomptirt Wechsel im eigenen Wirkungskreise gegen 6°|o Discont ohne weitere Nebengebühren und vermittelt als Nebenstelle der österreichisch-ungarischen Bank die Efecomptierung solcher durch die Filiale der österreichisch ungarischen Bank in Graz, gegen Vergütung der Porto-Auslagen und 1|6°|o Provision vom Wechselbetraj^. Yorschuss-Geschäft Vorschüsse auf Werthpapiere, Münzen, Einlage- bücher von Sparcassen etc. gegen 6% Zinsen und Vergütung der Stempelgebühren. Realitäten-Geschäft verk»uft die executiv erstandenen Realitäten, als: ein Haus in der Stadt, eine grosse Wiese und sechs Weingärten zu äusserst günstigen Zahlungs-Bedin-gungen und wird Kauflustigen im Bureau der Anstalt bereitwilligst jede Auskunft hierüber ertheilt. •• «f« »«»•<• • • • • > • <■ Bank-Geschäft Conto-corrent-Geschäft besorgt commissionsweise den Ankauf und Verkauf von Wertpapieren, leistet Zahlungen auf fremden Plätzen, besorgt Incassi von Wechseln und Anweisungen auf Bankplätzen und anderen grösseren Orten, löst fällige Coupons ein und wechselt alle fremden Noten und Münzen. übernimmt bis auf weiteres Bareinlagen, verzinslich vom Tage der Einlage bis zum Tage der Behebung ohne Kündigung gegen 3°|0 pro anno und überweist oder leistet Zahlungen nach Möglichkeit für die Conto-corrent Inhaber auswärts kostenlos. No. 4869. Kundmachung. Zur regelmässigen Stellung des Jahres 1895 sind die in den Jahren 1874, 1873 u. 1872 geborenen Wehrpflichtigen berufen und werden alle im Stadtgebiete Pettau sieh aulhaltenden Stellungspflichtigen dieser drei Altersklassen aufgefordert sich behufs ihrer Verzeichnung in der Zeit vom I. bis 30. November 1894 bei dem gefertigten Stadtamte zu melden. Die Fremden, das sind die nicht nach Pettau zuständigen Stellungspflichtigen haben zu dieser Meldung ihre Legitimations-Urkunden beizubringen. Sind Stellungspflichtige aus ihrem Heimats- oder Aufenthaltsorte abwesend und hiedurch, oder durch Krankheit nicht in der Lage sich mündlich cder schriftlich an-zumelden, so kann dies durch die Eltern, Vormünde, oder sonstige Bevollmächtigte geschehen. Wer diese Meldung, ohne hievon durch ein für ihn unüberwindliches Hindernis abgehalten worden zu sein, unterlässt, verfällt einer Geldstrafe von 5 bis 100 fl. Gesuche zur Geltendmachung etwaiger Ansprüche auf eine der in den §§. 31, 32, 33 und 34 des Wehrgesetzes bezeichneten Begünstigungen sind mit den vorgeschriebenen Documenten belegt, bei den zuständigen politischen Behörden, spätestens aber am Tage der Hauptstellung bei der Stellungscommission einzubringen. Ansuchen um die Bewilligung zur Stellung ausserhalb des heimatlichen Stellungsbezirkes sind mit den Nachweisen der Gründe schon bei der Stellungsanmeldung einzubringen. Stadtamt Pettau, am 9. October 1994. Der Bürgermeister J. Ornig. Kundmachung. betreffend die Meldepflicht von Landsturmpflichtigen der im Reicht-rathe vertretenen Königreiche und LAnder, mit Ausnahme von Tirol und Vorarlberg. 1. Auf Grund des Gesetze» vom 10. Mai 1894 haben sich diejenigen Landsturmpflichtigen, welche Angehörige des Heeres, der Kriegsmarine, Landwehr, (einschliesslich deren Ersatzreserven) oder der Gendarmerie waren, sowie sonstige Landsturmpflichtige, welche für den Fall der Aufbietung des Landsturmes zu besonderen Dienstleistungen designirt und zu solchem Zwecke mit Widmungskarten betheilt werden und sich im Bereiche des obigen politischen Bezirke# aas halte», am 5. November 1894, mit ihrem Landstnrmpasse, beziehangsweise militärischen Entlassungsdocnment« beim SUdtamte Pettan persönlich vorzustellen, beziehungsweise zu melden. Diejenigen Meldepflichtigen, welche wegen unüberwindlicher Hindernisse oder glaubwürdig nachgewiesener, äusserst dringender und unaufschiebbarer Familien- oder persönlicher Verhältnisse am vorstehenden Tose sich nicht vorstellen können, haben die Vorstellung am 10. November 18M bei der obigen Meldestelle nachzutragen. 2. Meldepflichtige, welche aus irgend einer Ursache nicht im Besitze ihres Landsturmpasxos. beziehungsweise ihres militärischen Entlassung»-Docu-mentes (Abschied, Certificat, Bescheinigung etc.) sind, haben ein anderes, ihre Identität beglaubigendes Document, als: Tauf- (Geburt»-), Heimatsschein, Arbeitsbuch etc. und die etwa in Handen habende Widmnngskarte, das Landsturm-Knthebnngi Ortiflmt, ev. auch den LandsturmuieIdehlatt-Co»|ion mitzubringen. 8. Die im Bereiche der obigen politischen Bezirksbehörde heimst-berechtigten abwesenden Meldenflichtigen erstatten ihre Meldung»ersönlich wie folgt: a) In den im Reiehsratn* vertretenen Königreichen and Lindern: bei der Gemeindevorstehung (Gemeindevorsteher), Meldeamte etc. des Aufenthaltort es j b) in den Lindern der »»gar»neben Krone: bei der hiezu bestimmten politischen Behörde; c) in Bosnien und der Hcrcegovina: beim nächsten dortlftndigen Bezirksamte (Bezirks-Expositur, Stadtmagistrat Sarajevo) des Ausenthaltortes; d) im l.imgebiete: bei dem etwa im Aufenthaltorte oder diesem zunächst befindlichen Militär-Stations-Con.mando: e) im Auslande: bei der etwa im Aufenthaltorte oder diesem zu «liebst befindlichen k. und k. Vertretungsbehörde (Botschaft, Gesandtschaft, Consulat etc.) — zu dem von diesen Behörden angegebenen Zeitpunkte. Die in Tirol und Vorarlberg anwesenden MeMepflichtigen erstatten die gesetzliche Meldung in der Zeit vom 1. bis Hl. October schriftlich an die Gemeindevorstehung der Heinatgemeiniie. 4. Wenn in den im Punkte 3c), d) und e) angeführten Fällen sich die betreffenden Behörden weder im Aufenthallorte, noch in der nächsten Nähe desselben befinden, so kann die bezügliche Meldung*) schriftlich an diese Behörde erfolgen. 6. Landsturmpflichtige, welche sich zum Wafendienste oder zu jedem Dienste im Landstürme ungeeignet halten, haben dies gelegentlich der Vorstellung (Meldung) anzuzeigen. 6. Kranke, deren Transportunf&higkeit glaubwürdig nachgewiesen ist, gönnen ihre Meldungen, unter Anschluss des Landsturmpasses, beziehungsweise Verantwortlicher Schriftleiter: Joses FelSner. des militärischen Entlassung*-Documentes (Legitimations - Documentes), bei der Meldestelle — zur anberaumten Zeit — durch Angehörige oder Bevollmächtigte, mündlich oder schriftlich anbringen lassen. 7. Die schriftlichen Meldungen, welchen der Landsturmpass, beziehungsweise das militärische Entlassungs-Document oder — nach den Bestimmungen des Punktes 2 — ein anderes Legitimations-Document und eventuell der etwa in Händen habende Landsturmmeldeblatt-Coupon beizuschliessen ist, haben alle im Landsturmineldeblatte vorkommenden Daten zu enthalten. Zu den schriftlichen Meldungen können auch „LandsturmmeldebUUler" bcnützt werden, welche bei der Gemeindevorstehung des Aufenthaltortes unentgeltlich bezogen werden können. (§. 7 der Vorschrift, betreffend die Meldepflicht von Landsturmpflichtigen.) Landsturmpstichti^e, welche mit Widmungskarten, beziehungsweise mit Landsturm-Enthebungs-Certiflcaten betheilt sind, haben dies in der schriftlichen Meldung anzuführen. 8. Die nach den Ländern der ungarischen Krone heimatzuständigen Landsturmpflichtigen, welche der Meldepflicht gesetzlich unterliegen und sich in den im Reichsraue vertretenen Königreichen und Ländern aufhalten, haben sich analog den in dieoem Staatsgebiete heimatbereehtigten Landsturmpflichtigen zu melden. 9. Von der Vorstellung»- (Melde-) Pflicht — nach dem eingangs erwähnten Gesetze — sind nur die als waffenunfähig erkannten Landsturmpflichtigen enthoben, bei welchen die Nichteignung zum Waffendienste im Landstürme, im Landsturm passe — oder anderweitig — bestätigt erscheint. (§. 9 der Landsturmmelde-VorscKrift.) 10. Meldepflichtigc Landsturmpersonen, welche die vorgeschriebene Vorstellung (Meldung) nicht zeitgerecht erstatten oder dieselbe ganz unterlassen, begehen eine Übertretung und verfallen einer Geldstrafe von 2 bis zu 100 Gulden. Anmerkung: *) Meldungen sammt deren Beilagen zu Evidentzweeken sind Stempel- und portofrei, wenn sio (auf der Adresse) die Bezeichnung: „Über Amtliche Aufforderung" enthalten. Stadtamt Pettau, am 22. October 1894. Der Bürgermeister: Josef Ornlfl m. p. Danksagung-. Tiefgebeugt von dem unersetzlichen Verluste unserer geliebten, theuren Mutter, bezw. Schwieger-, (irossmutter und Tante, der Frau BARBARA GORIUPP geb. Landvogt sprechen wir stlr die Beweise herzlicher Theilnahme, für das ehrende Geleite, sowie für die schönen Kranzspenden unseren innigsten Dank aus. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. m jy5 A > - '.TV y .V\V-qr V ' M . i • \ i 2 i /••• Baron: Wenn meine Schwester Pauline nur etwa« von ihrem reizenden Teint hätte, sie würde gewiß ihr halbe« Vermögen dafür geben. Fräulein Rosa: Warum so viel? Srolich