Nl. lttß. Dienstag, 10. Mi 1«92. 111. IahrMff. kaibacher ^ Zeitung. „anzjälirin fl, ,5, halbjährig fi, 7 50. Im (!° mp! ot r: ^" DerateV"ir!g >l- >'^ ss.'r bie Z»sl"n»"n in« Han» naozjahril! N », - Inscrtl°n< !e llldminlftration 3nn^t Nck Loiiareisplah Nr, 2, die «tdllction HcrrciMssc »tr, », Svrechstunben der Redaction täglich t>on ,a bills Uhr v°n»ittlll,s — Unfranllerte Briefe werden nicht angenommen unb Manuscripts nicht zurüllgestellt. ^ Amtlicher Hheil. ^Hchs!' und k. Apostolische Majestät haben mit ;>»id k 3 Handschreiben vonl 25. April d. I. dem Ms Dunerer und Rittmeister a. D. Johann die Würde ^ch. ^ l"en Rathes taxfrei allergnädigst zu verleihen !^°G m!^ ^ Apostolische Majestät haben mit ^«,l?"zelchneteln Diplome dem Oberstlieutenant »N H^Mglments Ludwig IV. Großherzog von » ^>c'>!,tzi''"3 '"ncr verdienstlichen industriellen und ^H " Wirksamkeit das Ritterkreuz des Franz-"^ allergnädigst zu verleihen geruht. I^hste'r "s^ ^ Apostolische Majestät haben lnit H> G^^schließung vom 17. April d. I. die Zur Stiftsdame des k. k. ^3 all,! .5'^" Damenstiftes auf dem Hradschin ^^Madigst zu ^uennen geruht. Mchtamtlicher Hheil. !^^inaz . 2« Italien zu steint ^"^ Ministerkrisis ausgcbrocheu. Diesmal?' als ^"'unc; derselben eine viel schwierigere «liol^ ? bei den zahllosen Wechseln und Re-g^nzuge d^m"? «cwesen. die sich in Rom seit V Wen cZ"saglieri durch die Porta Pia ab-^'^ hah'' warchese di Rudini und seine Amts-^ 3"ge ibv 'İla.e des bekannten Kammervotums ^I weites F"lassungsgesuchc überreicht; dieser ^?ls'onier> ^lchliisse vorbehalten und vorläufig Hte ^ en Minister mit der Fortführung der ^?>. ;, ' selche Phase nnnmehr die Krisis t« t°, ^rn w^ ^"" nulthmahlichrn Abschlüsse die-^' hlw^s ...""ber wagen die römischen Vlättcr ^^z^Nche Muthinaßilngen auszusprechen, obwohl diese Wendung der Dinge nichts weniger als überraschend gekommen ist. Seit die letzte durch den Rücktritt des Finanzministers Colombo veranlasste Cabinetskrisis nicht gelöst, sondern nur mittels eines von den Angelegenheiten des Augenblickes aufgedrungenen Auskunftsmittels erledigt worden war, galt es als unvermeidlich, dass die Kammer sofort nach ihrem Wicderzusammcntritte auf eine gründliche Klärnng der Lage dringen werde. Nicht bloß in den Reihen der Opposition wurde die Forderung nach einer solchen laut, auch in den Kreisen, welche bisher zum Mimste-rinm Rudini gehalten, zeigte sich eine rasch von Tag zu Tag erstarkende Unzufriedenheit. Blätter, welche seit Monaten unentwegt für die Politik des Cabinets eingestanden waren, schwenkten ms gegnerische Lager ab; namhafte Deputierte und Senatoren, die bisher als Stichen der ministeriellen Majorität gegolten. gaben ihrer Verstimmung unverhohlen Ausdruck. Man war nicht zufrieden, dass bezüglich der geplanten Persoualveränderungen im Cabinete von dem Ministerpräsidenten nicht mit mehr Entschiedenheit vorgegangen worden, man tadelte das aufgestellte Pro-aramm zur Sauicrung der Finanzen als schwachmütig imd unzulänglich. Dazu kamen noch die persönlichen Aspirationen portefeuillelüsterner Fractionsfuhrer und die landsmannschaftlichen Eifersüchteleien zwischen dem Norden nnd Süden: Momente, die im italienischen Parlamcntarismns noch immer eine verhängnisvolle Bedeutung haben können. Im 'rcconstruierten Ministerium selbst war weder Einigkeit noch bewusstes Kraftgefühl zu verspüren. Ni-cotcra. der von Anfang an eine aparte Stellung eingenommen, konnte es niemals recht verwinden, dass er nur die zweite Violine im Coucerte spielen sollte; die Nord-Italiener sahen in ihm, dem Neapolitaner, und in dem Sicilianer Rudini immer wieder die landsmann-schaftlichcn Antagonists; der Kriegsminister Pelloux war seinerseits nicht gut zu sprecheu auf d.e Sparmelster im Schatzamte nnd im Ministerium der Finanzen. Kurz, die qauze Situatiou war reif für clue große Krisis, als Marchese di Nudiui in der ersteu Sitzuug der Kammer nach ihrem Wiederzusammentrttte Mtt-tlieilnna über das ministerielle Intermezzo machte, welches bereits mit dem Spottitel '^l Lärm um nichts» ill die Iahreschronik eingetragen bleibt. Rudmi s Erkläruugcn waren würdig, befriedigten aber mcyt m jeueu Particu, in denen er das Proaramm. betrcheud die Sanierung der Finanzen, entwickelte. Noch weniger war dies der Fall, als der Minister des Schatzes und provisorische Finanzminister Luzzatti diese Sanierungs-pläne im Detail darlegte und vertheidigte. Luzzatti gilt als der ersten einer unter den gelehrten National-ökonomen Italiens und findet als Mann der Wissenschaft rückhaltlose Anerkennung; er ist aber kein glücklicher Debatter, verliert beim parlamentarischen Redeturnier die Steigbügel und wird nervös, wenn von allen Seiten die Angriffe auf ihn einhageln. Er war seinen Gegnern, unter denen in erster Linie sein Amts-vorgänger Giolitti zu nennen ist, nicht gewachsen. Die Regierung hat bekanntlich das Deficit im Budget für 1892 93 dadurch beschränken wollen, oafs eine Reform der Erbschaftssteuer, das Zündhölzchen-Monopol und Ersparungen in der Verwaltung eingeführt werden. Gegen das Zündhölzchen-Monopol, dessen Erträgnis auf 15 bis 18 Millionen veranschlagt wurde, wendete man ein, die Controle gegen den Schmuggel würde ebensoviel kosten, als das Monopol tragen würde, dafür würde aber eine blühende Industrie vernichtet werden. Von der Erbschaftssteuer verspricht man sich ebenfalls nicht viel, und die administrativen Ersparungen würden, wenn dieselben ins Gewicht fallen sollen, zahllose örtliche Interessen, die Clientel der Abgeordneten iu ihren Wahlsprengeln hart treffen. Dies waren die sachlichen Einwendungen aus der Mitte der gemäßigten Parteien. Die Radicalen ereiferten sich selbstverständlich über die nach ihrer Behauptung durch den Dreibund Italien aufgehalsten Lasteu des Militär-Budgets, die das Land nicht mehr weiter tragen könne. So bildete sich aus ganz heterogenen Elementen eine Eintagscoalition, welche mit einer geringfügigen Majorität von acht Stimmen die vom Cabinet gutgeheißene Tagesordnung Grimaldi verwarf und die Demission der Minister erzwang. Was nun geschehen wird, ist noch völlig unklar, da nicht eine geschlossene Opposition unter einem autoritäreu Führer den Sieg davongetragen hat. Nur das eine kann mit ziemlicher Gewissheit vorausgesagt werden, dass die neuen Minister wieder aus jenen Gruppen des Senats nnd der Abgeordnetenkammer hervorgehen werden, welche zur Zeit des Hochwinters noch im Lager Rudini's standen. So soll, wie es heißt, Grimaldi, der bei den Kämpfen an Rudiui's Seite gestanden, eine gewichtige Rolle in der neuen Regierung übernehmen. Ob es ihm gelingen würde, das scheinbar unlösliche Problem zu entwirren: Imilleton. ^ Die rrsteu Schritte. ^!l hat i! b""" Mfthonsc Daudet, ^f V" die 3l^"Ankönimliung gleich bci seinem «M n.!^" bie ganze Hans'ordnnng ans den V °er Nos.'""w tausenderlei Bedürfnissen, jeden ^ Mmg in Beschlag genommen nnd be- ^ii^ge^',,^ schlaftrunkene Sängling in der >?lanq«.' "ueMichc Welt, mit keinem an->^ilH "ls seinen Huuqer zu stillcu. da ui ihrer kindlichen Un- ^>'"de E' glichen Vorkehrungen getroffen für K Vch "!' ^lnngsphase in dem zarten, blut- Ü^e^len^ha^ ^"" wie ein Klümpchcu auf 2'tz'k > sell f°^ ."Hl die Kraft, seiu Köpfchen ?' s^ sch°" bei Tische, dicht lm ».l,w l)°l> L" Gutter, gleichsam wie eiu Thronet 3'I^ie Z'""e Stühlchen bereit, von dem aus z^? ^rs u. ""Falter uud Alleinbehcrrscher in Wum unter seine Botmäßig- !3!^ ,""? auf allen Möbeln liegt ^^>H«'?°" "" Aachen von zener ( > .Alters b"' Kleidnngsstücken des ersten, V^? ^cte V7^ braune zottige Pferdchen V" n.>l ^>s<,?? ^cüa.k' schneeweiße Lämmchen ?""le, sie "arten schon seit "ltlgen f""l) ""f die erste Misshandlung , ""nen Spielkameraden, kurz, das aauze Haus wird freuudlich belebt von den allerlei drolligen Scenen aus einem sonnigen Kmderleoen Bald kommt auch der Tag, wo das Vurschchen anfängt, seine Füßchen zu gebrauchen; das Geklapper der kkinenI Schnhe macht ihm Spass, und nut Vmlieb wählt es, so sehr auch die Wärter.» stch abmuht, ihu V dem Tcppich zu «eln, das n^ des Nußbodens znm Schauplatz seines ersten Auftretens. Wol l missglücken diese schwachen ersten nnd nn-crfahrenen Versuche noch allzu häufig, das ganze Kor-vcrcheu aeräth dabei in schwankende Bewegnng, und ängstlich'suchcu dic kleiuen Häudcheu noch immer elnen sich ren Halt, aber der Tag, an dem es heiß.'. Herzblättchen fängt an zu laufen-, ist doch von sensat.oueller ^^^Noch ist in den Fortschritten des herzigen Kleinen gar mancher Stillstand zu verzeichucu und es gib Tage und Stuudeu, wo die Uufälle des kl^ieu Tau ule s siä, auf erschreckende Weise mehren, aber doch st es 7 allge'ueineii wunderbar, wi/ schuell die trippeludeu Msichen sicherer und selbständiger werden und ill deüKen Maße auch die ersten F.mken des gei 'gen Lebens zu erwachen scheinen. Reich 'st.'" du' ""« Ml an "erlockenden Zielen, und unartmikert ab 3oH beredt siud die Zeichen, mit deuen d,e Klem n zu verstehen gebcu, wohin die iunere Eumchtuug sie ^"^Vou besuuders inächtiger Anz'chu"gskraft ist ge-wölnllich das Fenster uud vor ihm der freie, Hcywoue uN. die Wandlungen am Himmel ^e^ schnelle Flug der Vögel. Aber in dem ^adl. »me das u ge GMchtnis sich eiitwickelt, wird auch d s ku.d-fche Verlangen zielbewnsster, nnd ein bestimmter Wille fängt an sich zu äußern. Wohl greifen die Händchen, die noch nicht gelernt haben, Entfernungen zu messen, ins Leere, aber zu gleicher Zeit wollen sie doch ein Zeichen geben, dass sie an irgend einen Winkel, wo ein Lieblingsspielzeug seinen Stand hat, geleitet werden wollen, nnd manch schwierigeres, recht viel Geduld erheischendes Räthsel geben sie dabei der armen Wärterin zu rathen. Mit Ungestüm und schneller als die Beinchen sie tragen können, gehen sie auf ihr Ziel los, dabei werden die Anläufe immer dreister, der Wille immer kräftiger, bis der Kleine endlich loslässt und erst das eine, allmählich beide Händchen aus der zärtlichen Klammer der ängstlichen Mutter oder Pflegerin befreit. Welch denkwürdiges Ereignis in einem Kindelleben! Bis jetzt hatte er sich noch immer krampfhaft an einem Möbelstück, an einer Troddel, an einer Schürze festgehalten, und jetzt steht er auf einmal allein, die Aermchen wie zwei Hebelarme einer Wage von sich gestreckt nnd dabei, ohne es zu wissen, einem Naturgesetz folgeud. Einen Augenblick nur schwankt und taumelt das kleiue Männchen, dann schnellt es auf einmal wie ein aufgezogener Kreisel los nnd läuft von bannen, bis die Kräfte ihm versagen. Natürlich war mein armer Kleiner nun plötzlich in die Reihe dVr kleinen Märtyrer eingetreten, die nur durch Schaden klug werden. Aüf den ersten selbständigen Schritt folgte auch gleich die erste Ullbesonnelcheit, für die er büßen musste. Bald stieß er sich an der scharfen Kante eines Möbelstückes, bald purzelte er mitten in seiner selbstgefälligen Marschierprobe wie ein Gliedcrmännchen auf die Erde, und litt er auch dab>i niemals ernstlich Schaden, so flössen die Thränen, mit Llltbllcher Zeitung Nr. M. 904 19. Mai lb^> ohne namhafte neue Auflagen das Deficit im Staatshaushalte zu beseitigen und dabei die nationale Wehrkraft intact zu lassen, dem Kriegs- und Marineminister die nöthigen Nachtragscredite zur Verfügung zu stellen, bleibt fraglich. Es müsste denn sein, dass die neue Regierung den Muth hat, mit den administrativen Ersparungen endlich ernst zu machen, die Unzahl überflüssiger Aemter durch Verschmelzung derselben zu reducieren, die überflüssigen Universitäten eingehen zu lassen und dem parteipolitischen Trinkgelderwesen aus Staatsmitteln ein- für allemal ein Ende zu machen. Im Interesse der internationalen Friedenspolitik wäre dies sehr zu wünschen; bildet doch die Finanznoth Italiens stets ein Argument gegen dessen Verharren beim Dreibund. Dass die gegenwärtige Krisis die Allianz erschüttern werde, wie man in Paris und Petersburg zu glauben vorgibt, gehört in das Gebiet jener Illusionen, in denen die russischen und französischen Chauvinisten befangen sind. Gerade während der letzten zwei für das Cabinet Rudini verhängnisvollen parlamentarischen Kampfestage hat, mit Ausnahme der radicalen Intransigents, sich keine Partei gegen die bisherige auswärtige Politik des Cabinets ausgesprochen. Im Gegentheile wurden aus all jenen Gruppen, aus welchen sich überhaupt eine regierungsfähige Majorität bilden kann, Erklärungen gehört, die nationale Wehrkraft müsse unangetastet und stets auf ihrer Höhe durch zeitgemäße Verbesserungen erhalten bleiben, damit die Machtstellung des Königreichs keinen Schaden leide. Ja, es ist bereits davon die Rede, Rudini werde in dem künftigen Cabinete wiederum als Minister des Auswärtigen Sitz und Stimme erhalten, denn nicht gegen seine tadellose auswärtige Politik hätte man etwas einzuwenden, nur gegen die Finanzpolitik seiner Ressortminister. Politische Uebersicht. (Parlamentarisches.) Das Abgeordnetenhaus wird heute in die Verhandlung über den Gesehentwurf, betreffend die Wiener Verkehrsanlagen, eintreten. Man hofft, dieselbe in drei bis vier Sitzungstagen zu Ende zu führen. (Die Valutavorlagen.) Ministerpräsident Graf Taaffe erklärte den Obmännern der Clubs, die Regierung wünsche die Verhandlung der Valutavor-lagen noch in dieser Session vorzunehmen, infolge dessen dieselbe bis zum Juli verlängert werden würde. In diesem Falle werden die Delegationen erst im September zusammentreten. (Versorgungsgenüsse der Tabak^ fabriksarbeiter.) Auf Grund der Allerhöchsten Entschließung vom 25. October 18i>1 hat vom Isten Jänner 1892 angefangen eine wirksame Aufbesserung der bisherigen Versorgungsgenüsse für die infolge Dienstuntauglichkeit in den Invalidenstand tretenden Arbeiter der k. k. Tabakfabriken platzgegriffen. Um nun die Durchführung des neuen Versorgungsuormales zu regeln und insbesondere um allfällige Erschleichungen oder einen nngebürlichen Fortgenuss von Invaliden-Bezügen hintanzuhalten, hat die k. t. Geueraldirectiuu der Tabakregie eine Durchführungsvorschrift an sämmtliche Tabakfabriken erlassen, welche unter anderem auch Bestimmungen über die ärztliche Untersuchung der in den Invalidenstand tretenden Arbeiter, sowie über die amts- ärztliche Superarbitrierung und die Art der Zeuguis-ausfertigung enthält. (Oesterreichifcher Lloyd.) Eine wichtige Maßregel, die das Bestreben der Lloydverwaltung bekundet, den Interessen Triests volle Rechnung zu tragen, ist die Beschleunigung der Rückfahrten der Dampfer aus Brasilien, so dass die Fahrdauer nur 27 bis 28 Tage dauern wird. Diese Maßregel wurde im Interesse des Kaffee-Importes getroffen und wird viel zur Erhaltung des Kaffeemarktes in Trieft beitragen, dessen Bedeutung diese besondere Berücksichtigung verdient. Die Dampfer aus Indien laufen, von vereinzelten Ausnahmsfällen abgesehen, stets mit voller Ladung in Trieft ein, und ergibt sich daraus, dass die Annahme, als ob der Transport durch den Lloyd theilweise ge^ mieden würde, nicht ihre Richtigkeit hat. (Ein päpstliches Sendschreiben.) Der Papst hat an die französischen Cardinäle ein Sendschreiben gerichtet. In demselben resümiert er kurz den Inhalt der jüngsten Encyklika, welche keine zweifache Auslegung dulde. Man müsse die Republik bedingungslos, ohne Hintergedanken und mit vollkommenster Ehrlichkeit anerkennen als eine von Gott gekommene Staatsform. Mit Bezug auf die jüngsten anarchistischen Attentate enthält das Sendschreiben eine Stelle, welche diese Attentate als Folge der Bestrebungen kennzeichnet, welche die Entchristlichung Frankreichs herbeiführen wollen. Das Sendschreiben schließt mit einem Protest gegen die Beschränkung der Freiheit, welche der Päpstliche Stuhl in Italien erleiden müsse. (Italien.) Der Sturz des Cabinetes Rudini hat in den Wiener maßgebenden Kreisen wohl Bedauern hervorgerufen, da Rudini persönlich sich großes Vertrauen erworben; man hegt jedoch nicht die geringste Besorgnis, dass die Stellung Italiens in der europäischen Staatengrupftierung und speciell im Dreibunde die geringste Veränderung erfahren werde. Der König und alle maßgebenden Parteien halten fest zur Tripelallianz. In dieser Hinsicht wird, was sich auch sonst ändern mag, alles beim alten bleiben. (Salisbury gegen Homerule.) Marquis of Salisbury hielt im Coventgarden eine Ansprache an die Primrose-Gesellschaft, in welcher er unter anderem ausführte: Es stehe ein gewaltiger Kampf bevor, ein Kampf von höchster Wichtigkeit für England. Das Homerule bringe nicht den Frieden, sondern eine Zeit bürgerlicher und religiöser Kämpfe. Die conservative» Uniomsten müssten bei den nächsten Wahlen alles aufbieten zur Bekämpfung des Homerule, welches Eng-lauds Ansehen vernichten, dessen Macht schwächen würde. (Herr v. Giers) hat sich bereits so weit erholt, dass er die Leitung des auswärtigen Amtes wieder aufnehmen konnte. Er wird noch ungefähr vierzehn Tage in Petersburg bleiben, bis der Zar die Reise nach Kopenhagen antritt, und wird dann nach Finnland gehen, wo er bis zum Ende des Sommers zn verweilen gedenkt. (Dänischer Reichstag.) Wie man aus Kopenhagen telegraphiert, ist der neugewählte dänische Reichstag eröffnet worden. Da die gemäßigten Parteien in der neuen Volksvertretung die Oberhand besitzen, wird wieder einmal ein gesetzmäßiges Budget zustande kommen und friedliche parlamentarische Arbeit möglich sein. (Die montenegrinische Mlssl°' ^l Scntari feierlich und unter Sylnpathieknndgeo « ,^ Bevölkerung ohne Unterschied des Religwlwvei" empfangen worden. Tagesnemgleiten. ^ Se. Majestät der Kaiser ungarische Amtsblatt meldet, für du' "^ ,.^ch>' von Egcrhegy W0 fl, und für die g"ch''7i W, Gemeinde Lipcse-Polyäna 100 fl. zu spcM" U - (An der Leiche Cäsars.) ^Ä^ck" in der Nähe von Andcrnach wird von emer e '"^^D «Inlins-Cäsar.-Anffiihrnng berichtet. Man'w ^, befand sich gerade oberhalb der Vühne "N " „ ^ «Erlaubt Ihr, darf ich hinuntcrstcigen.''' l"^.MM untenstehenden Römer. Diese gaben ^"^.Z schB^ Marcns Antonius aber trat unvorsichtig aus 5 ^^ mit Segeltuch überzogene Gerüst, welches °" ,,^ lB Plattform oberhalb der Treppe vorstellt, mm v ^ die ganze Geschichte nebst Marms Anton ms 1 ^ ^ lins Cäsar aber, der todt und starr au, eme ^», Fuße der Treppe lag, streckte seine Arme " ^„z Schrecken empor, als die Plattform krachte, ^ rechts und links aus, um die ihm "" e .^ ,^w ' ^a - ^l. Zum Secundanten wählte der S^ ^„, ^^ bcrg und Prinz Raimund einen ves" ^„eil ^§ Als Ort des Rendezvous bestimmte ".^ M ^ am hintern Theile des Schönbrun'M ^ 2M" ^ Zeit die achte Morgenstunde des ^„ßerw" ' F der Scene auf dem Eonstantinhuge - ,^ M ein dreimaliger gleichzeitiger Kugn .^ü Schritt Distanz verabredet. . ^er '" slF Fast Inr selben Zeit ^ Secundanten zur festgesetzten Stn ° „ '" ^ Equipagen am Parke vor. ^r ^^^.cl ^^' dritten Wagen. Es war Ein leichter, halbdämincrnder Nebel vn.„ M ^ über die steifen Anlagen, die w.nt"g"^ l^c die kahlen, exact gefchnittencn B""" ^e Lustgartens. ^. ^,, Platz z"'„ M 'Der vom Prinzen vorgeschlaacne F^, vo^^^ kämpf war vortrefflich gewählt. A" ^ v ' ^ men und Strauchwerk versteckt m d " Ai)M entfernt, fchim jede nnwillkom".e" ^ geschlossen. nack dem?, dc-?c Die Gegner hatten, um „"" scheidenden Rendezvous zu ^ d,„ eingeschlagen; erst auf dcm Pla^ ^ „„ '" ,,i,üs , eiuander mit kühler Höflichst. " ^s^,^"i üblichen Formalitäten erledigt, .^, h"' such gemacht, und als dieser M!^ ^Ü^rr ZM„Q Nr. 106 90b 10. Mai «89?. °"i^n?" 165!) geboren und hat am 15. März 1888 pichtet 'Königliche Hoheit» und seine Erbrechte jenerV' "" Fräulein Ebba Munk zu heiraten. Seit Metals üik "? Newässerungsanlage unterstiitzt, wahre jiz.7 bliih^.^ ""lagen und Obstculturen im Freien nnt tz ">'»en am n ^e" und Bäumen, mit ihren Eiu-^w " İde,. s ^^lbäunlcn, deren Aeste kaum fußhoch ^ 'MijsZ/ Angezogen sind, und mit ihren niedlichen ^ ^esuck" ^."ltcn auf die Ueberraschungcu vor, ln, "' den ausgedehnten Gewächshäusern N> sach^""'" in den Garten sieht man sich sofort !^> ^vollst "'^'^nde Wiese versetzt, zur Linken die bhn "entliH" V^ und Vaumgruppen in, Stile un-^rfträuch" ^"en, zur Rechten eine sich aus nie-V^en <,..' ""s exotischen Nadelhölzern und hohen ^ ^ G^ ^""^e Wand. So geht es zwischen ^^"d 'n in" bis zum ersten Gartenschlösschcn ^^^.^^ortale zwei Sphinxe ruhen und von dessen Treppenthüren ein köstlicher Rundblick auf das Berg- und Stromland zu gewinnen ist. Aber man eilt an den, zierlichen Bau mit den epheuumsponnenen Fenstern, dem bunten Dachwerk und den lichten Säulen vorüber, den Warmhäusern zu, worin die Mitte der größeren Gelasse nnt erhöhten Beeten ausgefüllt ist, indes an den Wänden hochstämmige Pflanzen emporragen und stch von den Dächern die fchwanken Zweige blütcnübersäter Schlinggewächse herabranken, zwischen denen das zart abgedämpfte Licht der Sonne in den Raum fällt. Die Verbindungsgänge sind an beiden Seiten von grünen Kletterpflanzen überwuchert, die wie feingemusterte Tapeten an den Wänden hängen. Schon der erste Saal zeigt cine Riesentafel nut herrlichen Blattpflanzen. Im Hintergründe spinnt stch we I^i^oriu i-^ou an der Decke hin und läfst chre purpurrothcn Glocken in verschwenderischer Fülle nieder-hängcn. Beim Eingang in die Seitengallerien wiegen stch zwei Papageien auf ihren Schaukeln und lassen das tro» pische Bild' errathen, das die lichtdurchflutele Cacteen-grotte bietet. Hier sitzen die winzigsten Stachclgewachse u, starrer Pracht neben den Riesen ihres Geschlechtes, von denen so manche abenteuerliche Gestalt eine verheißungsvolle Knospe angesetzt hat. Ins Freie tretend, sieht man sich zunächst dem zweiten Gartenschlösschen gegenüber, dessen Front nut etlichen Curiositäten, einem Eberschädcl, einem Rehlopf von seltsame Form :c., geschmückt ist. Im weichen Rasen laden drei riesige .Pilze» zu angenehmer Rast em, und dann winken schon die Pforten des ersten a„dere bergen sich still und denuMia, hmtcr ihren Blattern und blicken wie scheu und geängstigt aus grünen Büscheln hervor. Man hat es mit einem Stückchen echter Pflanzenromantik zu thun, über dessen Farbenharmonie die Bo-genilia ab uud zu den lilarothen Flor ihrer Polygonen Glocken breitet. Dabei bleibt noch immer das Cypridedium zu bewundern, das in ungezählten Varietäten mit gelben, violetten und selbst weihen Blüten vertreten ist. Im letzten «Schauhause» ist zunächst ein Saal den herrlichsten Camelien zugewiesen, dahinter thun sich die Pforten eines Palmengartens auf, aus dessen dunklem Blattwerk die fleischfarbigen Clavien und die rothen Zungen des Anthuriums mit den beperlten Zapfen in sieghafter Schönheit hervorleuchten. Den Schluss des Rundganges bildet der Besuch der Obstculturen in den ihnen eingeräumten Häusern. Hier ist der Unterschied der Jahreszeiten aufgehoben. Der Frühling ist durch Kirschen, der Sommer durch Erdbeeren, der Herbst durch Trauben vertreten, die in köstlicher Reife von den Dächern hängen. Daneben schlingt sich das fruchtbeladene Geranke der Gurken und Melonen hin, deren Zucht hier als besondere Specialität betrieben wird. Entzücken den Laien einzelne Erscheinungen, so sieht der Fachmann sein Ideal in jenen Räumen verwirklicht, wo mit der Pflege und Veredlung gewisser Pflanzengruppen, wie der Rosen, Camelien, Nelken, Eriken, Cyclamen, Tulpen u. s. w,, experimentiert wird. Denn hier zeigt sich die Kunst des Gärtners auf einer ungeahnten Höhe. Vermag er doch die Farbe der Blüten, die Formen und die Nervatur der Blätter, die Gestalt der Stengel und den Wohlgeschmack der kostbarsten Tafelfrüchte widerstandslos nach seinem Willen zu meistern! R, v. Enderes. Local- und Proviuzial-Nachrichten. Philharmonische Gesellschaft. * Allen jenen, die den Schülerproductionen jeglichen pädagogischen Wert absprechen, sei der Besuch eines solchen Concertes dringend ans Herz gelegt und der freudig erhebende Eindruck, welcher aus dem glückverklärten Antlitze der Jugend strahlt, zum eingehenden Studium empfohlen. Man lasse der Jugend ihre reinen, idealen Freuden, verdüstert ja ohnehin der nüchterne Ernst des Alltagslebens gar zu bald den Lebensfrühling und legt den erstarrenden Reif auf keimende Lebensblüten. Und gibt es schönere Freuden, als im Dienste der holden Tonmuse, wirken sie nicht unendlich veredelnd und bildend in einer allem Idealen so abholden Zeit? «Ich habe im Concerte gesungen oder gespielt, reichen Beifall geerntet, sogar der gestrenge Meister lächelte zufrieden», diese oder ähnliche Ausdrücke kindlichen Selbstgefühls hört man noch lange nach dem Tage, der als wichtiges Ereignis im Kindesleben einen unverlöfchlichen Eindruck zu hinterlassen pflegt. Achtung den Künstlern, Liebe und Verehrung den Lehrern, die nicht die Lorbeern des Künstlers als bestes erstreben, den größten Segen der Kunst vielmehr in Ver» cdlung der Jugend erblicken und als Erzieher zum Segen ganzer Generationen wirken. Fürsorglich ward eine geraume Frist vor Beginn des Concertes der Saal geöffnet, und das mit Recht: denn verspätete Ankömmlinge tonnten nur mit Mühe ein Plätzchen erobern, wobei übrigens zu bemerken ist, dass das starke Geschlecht in der Zahl schwach vertreten war. Einen reizenden Anblick gewährte die stattliche Schar von ungefähr 120 jugendlichen Zöglingen der Chorschulen, worunter die «Taferlclasse» ebenso wie das «höhere Vack- '»hei, uewrhre ' .-----------------------------_______ ' ' nnt denen man schießen wollte, ge- Vr H"' gleich Kaufmann, war ein vor- ^ Herr,, ss"",""s mehr zmn Officicr als zum V °Uf drn 21» indes zu jenen Menschen, dencu < ^hin da? <>" a .'2' Pferde zn reiten und aus weiter !"'«her s^ das Herz zuschießen, X T"ubeni?.?^a.ch. Vor Jahren imponierte er O'< V"bpl°b vou Monte Carlo der dort h"^" sch/ez M'"lchell Gesellschaft durch die >7<^ der > ^s und dic Unfehlbarkeit seiner >Mz^tm im^° ""^ d"" Mia. entlassenen kH als vu" Fwge traf. Heute galt es, dem Schütze bekannten Gegner >t? ^Nl^l "'2 vernachlässigte ttunst zu bcway- ^^lschH l "«er vollkommenen Ruhe hatte der >" U.K^'ne, ^°^rn, Prinzen voraus. Lciden- klugen des letzteren. ?W 'h schns^ ^"be ausqemrsscn, die Dmllanten und das Commando ertönte. als aber der momentan »Z^ ^"'"' '" ^"" ?^it? Hh ,?/'""' "en ungarischen Fluch l>z^e^"' hervor; Friedrich Hcllwic; lächelte «. Uf demVuttrrlichcn Phlegma rines Welt- den qra..l?/ " des Salons stand er, um- l "Ubla^n, zerrinnenden Dampfwolke,, ------Wieder Psiffen dic Kugeln. Diesmal wankte, wahrend der Prwz unverletzt blieb, der Senator etwas uriick Die Kugel hatte durch den Rockärmel hindurch nächsten Augenblick die Würfel ubcr Tod uud ^evu, fallen mussten. ^ Com- .„andrer ^ aM-ücktcr Schüsse, em ächzender ^'^^"''' baumstammähulicher Fall - dann uoch emer-------- 2MMW m Nrüch «W..M, Der S«"°wr «lcmA nach <^ Nriin aber laa wie todt, uud oer "^ ^ mf H wufhcrn. thcilnehmcnde Frage den Kop znckte die Achseln. Es war also wohl kun. .yoN'Nlng "^Vier^ angefahrenen Wagen Langsam lmeder geg.u ^en. Dem Senator kam obgleich es sich uach den vorher g^Hu n Vchum.mu^ aen voraussehen ließ, durchaus d s hochadcliqcu Officicrs konnte lhn m dle argMN Conflicte mit dem österreichischen Gesetze bringen; ja. selbst wenn Prinz Raimund nicht starb und das Duell nur bekannt wurde, was bei der großen Anzahl Herren, die der Scene beim Sacher und der Forderung beigewohnt, ziemlich sicher war, konnte er sowie der Prinz selbst die ärgerlichsten Fatalitäten haben. An eine Abreise aber war, so ungefährlich feine Verwundungen sein mochten, fürs erste nicht zu denken. Schon am Abend desselben Tages folgte der vorangegangenen Mattigkeit eiu heftiges Wundfieber, das auch noch den nächsten Tag anhielt. Am dritten Tage nach dem Duell erlaubte der Arzt dem Senator, das Bett mit der Chaiselongue zu vertauschen. Es war in der Dämmerstunde. Friedrich Hellwig langweilte sich zum Sterben. Vorhin hatten ihn eimge Freunde besucht, aber, seine Schwäche berücksichtigend, ihn bald wieder verlassen. Soeben erledigte er seine tägliche geschäftliche Correspondent selbst meilenweit von Hamburg entfernt, hielt er dennoch die Fäden seines Geschäftsbetriebes straff und ertheilte drin Comptoir die wichtigsten Anordnungen eigenhändig. Für starke und thatkräftige Männer wie der Senator ist eine Krankheit, die nur die Functionen des Körpers und nicht die des Geistes lahm legt, die unerträglichste Marter; sie gleichen in solchen Zeiten Adlern, denen die Schwingen geschnitten, oder sonstigen edlen Thieren, die durch irgend eine Grausamkeit an den AusüblMgen ihrer natürlichen Triebe und Kräfte gehindert sind. ,md der alte Satz, dass in einem krankci, Körper auch für die Dancr keine gesunde Seele wohnen kann, bewahrheitet sich bei ihnen meistens fchon in der kürzesten Frist uud sie werde» missmuthig uud melancholisch L«ibllcher Zeitung Nr. ll)6. 906 10. Mi l^ fischthum» Würdig vertreten war, die das Concert mit dem «Schlaflied der Zwerge» aus der Märchendichtung «Schneewitchen> von Reinecke, am Claviere von ihrem Lehrer Musikdirector Zöhrer begleitet, eröffneten. Das sang so frisch und glockenhell, dabei so zart und emvsindungsreich, dass es einen« ordentlich warm ums Herz wurde, der Zuhörer aber eine tiefgehende Bewegung kaum meistern konnte, die sich endlich in brausendem Beifalle löste. Was Meister Zöhrer in der vergangenen Concertperiode geleistet, steht noch frisch im Gedächtnisse; doch nicht mindere Bewunderung verdient sein Wirken als Lehrer, dem wir eine Reihe tüchtiger Pianisten verdanken und das gestern neuerlich durch die überraschende Schulung, so Fräulein Ophelia Landau, eine trefflich veranlagte musikalische Natur, in der Wiedergabe des ersten Satzes aus dem Clavierconcerte in (^-äui- von Beethoven bekundete, in glänzendem Lichte erschien. Die Sicherheit und Eleganz des regelrechten Spiels, wie nicht minder die reine, abgerundete Technik der jungen Dame fanden gerechte, allgemeine Anerkennung. In den brillant gespielten Concertvariationen von Vieuxtemps machte Herr Hermann Mühleisen seinem Lehrer, Herrn Concertmeister Hans Gerstner, alle Ehre und erfreute sich gleichfalls reichen Beifalles, von dem ein Theil auch der Clavierbegleitung des Fräuleins Verbic galt. Ein gediegenes Ergebnis segensreicher Lehrthätigkeit des Meisters bot unbestritten die von Schülern ausgeführte Serenade für Streicherchor o>). 62 von Volkmann, ein anmuthiges Werk, dafs mancherlei Schwierigkeiten birgt. Das Zöglingsorchester bestand aus 12 Prim-, 10 Secundgeigern, zwei Viola-, zwei Cellospielern und einem fremden Bassisten; darunter befanden sich Schüler, die erst das zweite Jahr Musikunterricht genießen. Auch der Unmusikalische musste seine Freude an dem strammen Auftreten, dem gleichmäßigen Strich, der Kenner zudem in viel höherem Maße an dem bestimmten Einsetzen, der reinen Ansprache des Tons, dem sicheren rhythmischen Gefühle sowie den ausdrucksreichen Tonschattierungen finden. Es fehlt uns leider hier die Gelegenheit, jeden einzelnen der Sätze gebürend zu besprechen; die Ueberzeugung hat sich jedoch jedem Anwesenden aufgedrängt, dass die Gesellschaft stolz auf ihre Lehrer, zufrieden mit ihren Schülern fein kann. Herr Gerftner musste ungezählten Hervorrufen folgeleisten, wobei auch die Verdienste des Lehrers Herrn Lasner, dem das Orchester zwei tüchtige Cellisten verdankt, nicht übersehen werden sollen. Die Erfolge der Gesangsschule, von uns in letzterer Zeit wiederholt anerkannt, wurden durch die anderen Pro-ductionen nicht in den Schatten gestellt, da sich ja auch hier Vorzügliches entfaltete. Als Solistin führte sich Fräulein Ella Hauffen, eine Altistin mit kräftiger, sonorer Stimme durch den Vortrag zweier Lieder bestens ein, indes der 1^ Damen zählende Chor in zwei dreistimmigen Chören guten Ansatz, deutliche Aussprache, überhaupt die Erfordernisse eines zielbewussten, gründlichen Unterrichtes auswies und so den alten Spruch «Ende gut, alles gut» bewahrheitete. Die Verdienste der Lehrerin Fräulein Lübeck anerkannte das Publicum durch schmeichelhafte Beifallsäuherungen. Die philharmonische Gesellschaft schließlich hat uns durch dieses Schülercuncert ein neues Bild schwungvollen Lebens geboten und den Cyklus ihrer öffentlichen Pro-ductionen würdig beschlossen. .1. — (Der Laibacher Gemein d^rath) hält heute abends . Callistus Medic schon manche Zierde zu verzeichnen hat — wir nennen nur den herrlichen, von Felix Toman ausgearbeiteten Altar mit dem prächtigen Marienbilde unseres leider zu früh verstorbenen heimatlichen Künstlers Georg s u b i c — hat im Nebenschiff der schönen Kirche auf der linken Seite einen neuen Schmuck erhalten. Es ist dies das Bild der hl. Muttergottes, welches früher den Haufttaltar zierte und welches emer großen Schar von Gläubigen, welche fo gern zur lieblichen Rosenbacher Kirche pilgern, vollkommen entrückt ?".' "un stnden sie die hl. Gottesmutter in einer vom hlestgen Maler Johann Borovsty reich verzierten Nische m prächtigen Gewändern, Doch damit ist die Ausschmückung der schonen Rosenbacher Kirche für das heurige Jahr noch nicht beendet Herr Pfarrer Medic, im Vereine mit den Besuchern dieses Gotteshauses, hat für eine schöne steinerne Kanzel gesorgt, welche Steimnchmeistcr Felix Toman nächstertage aufstellen wird. Auch die Neuherstelluna der beiden Scitcnaltäre in der Kirche ist geplant. Möge der unermüdliche Förderer kirchlicher Kunst, Herr geistlicher Rath 1". Eallistus Medic, allseits freundliche Unterstützung finden, damit dieses schöne Gotteshaus auch eine durchwegs stilvolle Vollendung finde. — a— * (Selbstmord.) Am 6. d. Mts. gegen 5 Uhr früh gieng die 22jährige Besiherstochter Maria Kin-fopf aus Altlag im Bezirke Gottschee, nachdem sie brss.'r«' Kleider wie gewöhnlich angelegt hatte, mit einem Wasserschaffe zu der ungefähr 80 Schritte vom Hause entfernten Cisterne, um angeblich Wasser zu holen. Da die Genannte längere Zeit nicht zurückkehrte, hielt ihre Mutter Nachschau, fand sie aber nicht und vermuthete sogleich, dass sich ihre Tochter, welche in letzterer Zeit wegen eines gelösten Liebesverhältnisses trübsinnig war und auch Selbstmordgedanken äußerte, cin Leid angethan habe. Infolge dessen wurde in der Cisterne nähere Nachschau gepflogen und hiebei wirklich die Leiche der Unglücklichen gefunden und herausgezogen. Ein Unglücksfall ist ausgeschlossen, da die Cisterne gegen das Hineinfallen vollkommen verwahrt ist. —ä. * (Neue Waldanpflanzungen.) Auch im heurigen Frühlinge wurden im Tivoligebiete neue Waldflächen mit Tannen bepflanzt. Es geschah dies auf dem welligen Terrain unmittelbar oberhalb des Promenadeweges, der fich von dem vor Jahren angepflanzten Birken-Wäldchen am Waldsaume gegen die Umfricdungsmauer von Leopoldsruh hinzieht und auf der Aussichtshöhc des Wiesenhügels gegen Schischka hin dann ganz in den Wald tritt. Dort stand seinerzeit die Gruppe jener hochstämmigen Prachtfichten, die gleich dem Fichtenhorste ober dem Eis-laufplatze dem Borkenkäfer zum Opfer fiel. Nun ficht man da zwifchen wucherndem Hohlzahn und Brombeer-ranken über den alten Hohlweg empor lauter Pflanzgrübchen, die fich hoffentlich des nöthigen Schutzes erfreuen und die Tannensehlinge gut zur Entwicklung bringen werden. ^ — (Genossenschaftliches.) Die constituie-rende Generalversammlung der Fiaker-Genossenschaft findet morgen nachmittags A Uhr im städtischen Magistratssaale statt. Auf der Tagesordnung stehen die definitiven Wahlen des Genossenschaftsvorstandes. Der bisherige ftro-visorischc Genosscnschaftsvorsteher war Herr Johann Turk, Hausbesitzer und Fiaker auf der Petersstraße. — Die Generalversammlung der AäckerGenossenschaft findet am 22. Mai im Magistratssaale um 10 Uhr vormittags statt. Auf der Tagesorduung steht der Cassen-bericht und Ersatzwahlen in die Genosscnschastsvorstehung und ins Schiedsgericht. — (Unterkrainer Bahnen.) Vorgestern erfolgte im Handelsministerium die Vergebung der am 2. Mai durchgeführten Offertverhandlung des ersten Theiles der Unterlrainer Bahnen an die Unternehmung Brüder Redlich «K Berger, welche auf die ganze ausgeschriebene Strecke von 73 Kilometer gegen den Voranschlag per 2,105.396 fl. einen Nachlass von 332.653 fl. gewährten. — (Mondesfin stern is.) In der Nacht vom 11. auf den 12. Mai findet eine fast totale Mondesfinsternis statt, deren ganzer Verlauf in uuseren Gegen» den sichtbar ist, da die Mitte der Finsternis gerade auf die Mittternachtszeit fällt. Der Mond wird bis auf den zwanzigsten Theil seines Durchmessers verfinstert werden. Die Verfinsterung beginnt um 10 Uhr 11 Minuten mitteleuropäische Zeit, ist am größten um 11 Uhr 54 Minuten und endet um 1 Uhr 37 Minuten. * (Lehrbefähigungs. Prüfungen.) Der Vollständigkeit halber sei mitgetheilt, dass von den sechs Candidate«, die sich der Lehrbefähigungs-Prüfung für Volks-fchulen unterzogen, einer nur für solche mit slovenischer Unterrichtssprache befähigt erklärt wurde. Die Lehrkraft, welche sich fiir die Prüfung für deutfche Volksschulen meldete, erschien nicht. ^ — (Die Friesel-Epidemie) in Unterkrain beschränkt sich auf sechs Dörfer der Pfarre St. Barthelmä und scheint den Höhepunkt bereits überschritten zu haben. Die Sterblichkeit beträgt 28 Procent. — (Postalisches.) Das t. k. Handelsministerium hat den als Zithervirtuosen bekannten Poswfficial Alois Va up otic in Graz mit Rücksicht auf dessen Sprachkenntnisse zum österreichischen Consulatspostamte in Salo-nichi übersetzt. Neueste Post. Briginnl-Telegramme drr „Laibacher Zeitung". Wien, 9. Mai. Wie die «Politische Corresponds» meldet, äußerte der Kaiser anlässlich einer Audienz dem Karlsbader Bezirksobmanne gegenüber, die Kaiserin werde wahrscheinlich zum Cnrgeb'ranch nach Karlsbad kommen. — Die Delegationen sind für die zweite Hälfte des September in Aussicht genominen. Bei den nachmittägigen Mimsterconfereuzen nnter Vorsitz des Kaisers wurde ' der Vlldgeworanschlag pro 189A festgestellt. Verhandlungen beider Finanzminister über die Valuta-creditoperationen sind für jetzt nicht ill Aussicht genommen. — D^r Kaiser drückte der Witwe Baroß' sein herzliches Beileid ans. Budapest, 9. Mai. Handelsminister Baroß ist heute vormittags gestorben. Die Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde infolge dessen suspendiert. London, 9. Mai. Iu deu Kohleuwerken von Castl-reden, Grafschaft Durham, wurden die Bergwerks-beamten von den Streikenden angegriffen. Die ein« schreitende Polizei wurde von der Menge angegriffen und ein Polizei-Oberst fchwer verletzt. Kairo, 9.Mai. Der flüchtige Rothschilds^ ^ Jäger aus Frankfurt ist vorige Woche """- ^ falschen Namen hier angekommen und am u angeblich nach Griechenland weitergereist. ^ Zanzibar, 9. Mai. Araber haben na°) o ° ^ die Meldung gebracht, dass Emin PaM gw" Die Bestätigung bleibt abzuwarten. Angekommene Fremde. Am 8. Mai. ,^ .^ii, Hotel Stadt Wir» Resihard. Heller, Steinharter. Lauri^ Panier, Fußender und "« ^. -M»' lind Trebilsch, Reis,, Wien. — Baron - Felvcrsen, Obcrlioutenanl, Tarvis. - H'^'Hron M Ralel. — Pauler, Fabrilant, Iägerndorf. - lUraz, . c>„qcnle^/ Holcl Mefant. Ooldhaner und Straußgill; V"'M" '»er, M' .haidingcr, Fabrikant; Silbcrtnopf, Reis.! p"''',ld.M"' manu/ Wien. - Petric, Loitsch, - Weltmann ^M' Kflt., Wien. - Tedcschiu, Trieft. - Lah. ^as-/^,^, Zill' lechncr s. Frau, Amtsleitrr, Tschernrmbl. ^ " ... St<" nch. — Bollo, Gürz. — Dr. Schmidinger. «ol'". ^ M' Koch s. Frau, Techniler, Gdrz. — Dr. Ulnch, ^«u-peles, Leipzig. — Schiclufer, Regensburg. ,. zArB^ Hotel Valrischel Hof. Johann, Michael ">d Io'el h M>^ Altermarlt - Kapsch, Stiarigrad. - P"l M° M,, Majerle und Stefancic, Vorn'schloss. - Sareu" — Faliinelli, Verona, ^ <.««>>ler "^ Gasthuf Kaiser von Oesterreich, ttnaus, PferdWnc" , liagizi, Friesach. , . <^„ OB«'"" Hotel Siidliahnhos. Nickel, Ingenieur, sammt «5^-, dorf. - tUultel, Assent, Trieft. _______^-""" Verstorbene. ^ 5 Den 8. Mai. Alois Strauß, Schneiders' Schießstättgassc l l, Diphtheritic Im Sftitale. ^I,5"b"' Den ?. Ma i. Maria Leben, Arbeiten«, ^,^. culose. — Blas «eltoverh, Arbeiter, 38 I-,.A" 79 I„ "" Den «.Mai. Josef Pogacnit, Kmschier, funtel (Fäulnis). MkswiiWaslliches. ^ ^, Laibach. 7. Mai. Alls dein heutigen M" te schienen: 5 Wagen mit Getreide und 6 Wagen n" st. !lr' fl^lr, ^7Z^> Weizen pr. Heltolit. 7 5l> "T^ Butter pr. Kilo - - Z ^ Korn . 6 - 6 43 Eier pr. St"" - ' g^ Gerste . 423 4 «7 Milch pr. "l". „ ^ ß8 ^ . Hafer . 2>7? 2 94 Rindfleisch pr-'"" 58^ Halbfrucht . -,-----------Kalbfleisch ' 64^ Heiden » 5 90 6 33 Schweiucflmch B^ Hirse . 4 71 4 74 Schöpsenfleisch . 65^ Kuluruz . 4 6U 4 65) Hähudcl pr. St«a ^ ^ Erdäpfel 10« Kilo 3 3------Tauben ' iB^ Linsen pr. Meterctr. 11------Heu pr. M.'l"r. - 9 4<1 ^ Erbsen » 11-------Stroh ' ' ' ^^ Fisolen . 9----------Holz, hartes f' ^^ Nindsschmalz Kilo - 84------- ,. , . 4s^ Schweineschmalz» 66-----^ ""? i^it ^"«0^ Speck, frisch . - bl! - - Wew,roth.MUt. ^.g^ — geräuchert » 64------— weißer, Meteorologische Beobachtnngen in^^ !1.2.R. 733-4 18 >6 O. schwach ^lt -fte! 9 , Ab. 733 9 122 O. schwach ^ T"g^ Tagsüber meist trübe, nachts iN^en. ^ der Temperatur 13 2, um 0'4 über dem ^^^7^ Verantwortlicher Redacteur: ^ _____________________________ ________________________—^^35 ^ ^Ganz seidene Foulards ""'sncist.k bedruckt :c. ^ vrrs. ruben- und MweH p ghglF /j Allru Freunden und Vctau'tten aeb^^n" > traurige Nachricht von dem HluM'«" » Ilguaz Müller,^ > l. l. Steueramtö. C "" tl"' ^ ^r » welcher heute il.n 5 Uhr nach'»""'^^"'''!''^' » Krankheit, versehe» mil den h">- A c»G d.,„lc" > iin Alter lwn 5« Jahre» selig "» 'V^" ^e" "" > Der Verblichene wird del» '" » I aller empfohlen. . i«O. > Die trauernde» H»^^ -^^e^g Nr. 106. 599 !0. Mai 1892. Course an der Wiener Börse vom 9. Mai 1892. N°« dem offenen 0 109 7« Void War? ylundentl.'Gbligaliontn ssiir !0!> fl, CM,), 5«/„ „allzische...... 104'»« 105 «U .V/„ mährische......— — — — 5°/„ Krain und Küslcnland . . —'— ^'^^ 5"/„ nirbrrösterreichische . . . INS — UN — 5"/„ sleirischr......—'— ^ ^ 5"/„ lroatisi^e «nd slavonische . 105 - - «0« — K"/n sirbrnbillaischr .... —'— -^'^ 5"/„ Temese: Vana! .... — — ^-'^ 5"/„ unaarlschc......»3 65 «4N5 Andere üssenll. Hnlehen Donau Neg,»Lose 5»/„ 1<«> st. , 12» — «22 5" b>°. Anleihe 1«?« . . 10« 75 1«? 5" «>ücl,cn der Stadt «ö,z . , '.II— — - «»Ich!« b, Sladtnemeinde Wie» Il>5 — «<>5 «o Präm. «nl, d, Vtadinrm, Wien 1K7-75 «5« 25 Börlenba» Nnlehen vlslu«. 5"/„ 9«'N« »U . . . 11? — 11« — b!o, bto. 4'/,"/,, - - . INO'50 Il»I 5l> d!o. dto. 4"/„ , . . 9« b5 »«'75 blo, Präm, Schulbverschl. »"/« l,l'ü0 11^- Ocst. Hypothelenbanl !<»j. 5<>»/<, »9— N95N Oest,.,!N„. Uanl vtll. 4'/,°/« - 1<»2 »5 ,n» 35 del!» . 4"/„ . . 98 7N IlX) LN dettl, 5>»jHhr, » 4°,^ . . 9» 70 1WLN Pri°rität°.Vbligl»tl«,nen W'4" Staat«blll,n....... ,87 4N I«« "' Sübbllh» il ««/,...... l4>»'3!> 1443!, . k 5"/«..... ,l!l,5N 12^ ü,, Una,,-««,' >. «ahn..... l<»l'?H 102''b Diverse Dose (per Etücl). Lrebltlose wo fi...... l87- 1«»^ Llary-Lose 4» fl...... 56 btt 5? ^ 4'V„ Dona» Dampfsch, »'<> fl. . 185'- l»?'" iialbachcr Präm^Nnlel,. 2!» fl. »»- lL^<, Ofcnrr «os«' 4N fl, , , . . 58- «1 ^ Palffy Lose 40 fl...... 55'- - »k>^N üiothsn Krmz, »st,Gl's.v . IN ff. 1»'- 1»°" Nubolpl, Lose 1 fi. . . . «»'— ß»'^- Walbstr!» Losr «<> ss..... »8'15 4N?l> Wiiidisch Vläh-iioss W fl, . . - — «7 -Vrw.-Sch, b, 3"/„ Präm,fl.6l>"/„ fi. . «,»4 2N5'5N «tscomp'r «?!„ Nbr0st., 5»o fi. «2U— «3« — Viroullassenv,, Wiener 2N Ocfterr-unl,, Banl Ul^ ". . . 987— 891'- Unlmibanl 2NU fi...... 244 — 245 — «erlehrlbaul, «lllg., 140 . . 1»9 5l» IS< 5» Actien von ZranLport« Unternehmungen (per Vtück>. «lbrechl-«llhn 2NN fi. Silber . 9l 50 »?'- Nlfeib-ssiumml. Nahn 2NN fi. E, 2<>1 5« 2N2 — Vöhm Nordbahn «50 fi. . . IUI'50 182 5U . Westbahn »NO fi. . . 350 — 358 — VüMfhraber Vis. 5W fl. CM, «IU0 111« dtn, 'üt. U.) 200 fi. . 450 — 451 «> Donau»Dampfschlfffahrt » Ves., Oesterr, 5N,.g.)2N«fl, V, 20 201 — Dur-Nodrnli'E«, Ä, 20N fi. L 540— 545'— Ferdinai!d«.Nordl>, icxw fi.LM, «»«^ 287i> Vlll. Carl-Ludw, Ä,2l»N fi. UM 21» 15 214 15 Lnnb.' Czerno».»Iasil, - «isn». bahn,b,«ft.-un8.,lrieft5(>0fi.lVl. 385 — «8«— vesterr. Nnrbwestb, 200 fi. Vilb. 2lN 50 21« 25 dt°. M. L,) 200 fl, <3. . . 228- 228 50 Praa.Dur.er. W. 241— 242 — » neue Wr,, Priorilüt«' «ctien 100 fi...... »»— «5-50 Un8°<,llliz ltiscnb. 200 fi. Silber 201 50 ! 202 — Velb Nare Ung. Nordostbahn 20» fi. Silber 197— ,87 50 Una,Weftb,(R»ab-Vraz)L00fl,T. 200- - 201- Indnstrie'Aciien (per Stück). Nailaes., «llg. vest., icx» fi. - <10 ^, lllü^ Vgyoirr Visen, und Ltahl.Inb. in Wien 100 fl......7ü— 77- Visenbllhnw.»ile«-— Montan. Geiell,. österr.. alpine ü« - 58 — Praaer Eiscn-Iilb'Gel. 200 fl, 380 — 383, -Salgo ' larj, Steinkohlen «0 fl, - — «Scblvgclmühl», Papier«, 200 fl, ,9« 75 198 7b »Ntrniermiihl»,Papiers.«,B-G, 133 — 135' Irilailer ttohIenw.'Ves. 7«fl. , 176 50 l?7'5l, Wafsenf, l»,,Oest, inWienIOOfl. »84- 888 — Waagon^Leihanst., «lll«. m Pest 80 fi.........1l>4'^ 10625 Wr, Naugelellschaft ION fi. . . 88.50 «?' 50 Wlenerbergeiijlegel'UctieN'Vts. »545« »55 — Devisen. Deutsche Plühe......58 5? 58'7l London........Ill» 75 l«0I0 Pari«........47 57, 47 S» Halulen. Ducaten........ K«4 5sn 20-Flllncl-Etücle . . . . : 8 5<^ 9 52 Deutsche «eichlbanlnoten . . 58 62. 5» 70 Papier-Nubel...... 1'»5i> 12«i. Italienische «anknoten (lOU 2.) 45— 4b'?5 ^taipiioriii C0Sta^deinPnfhen mäditig. wird für CSlndandieR,krain S«"™1*- A»" <^zu richten Cll0M der ti,.H^/nen, resp. unbckauntm ?,< '"^.' Maria Haring, °^ik?U' Grliodc'fa von Pilbach, ^^^ milidcrjährigen Felix Dcftlla'schen Kinder, Dr. Josef Rosina nnd Genovefa Marin nnd deren unbekannt wo befindlichen Rechtsnachfolgern wird erinnert, dass denselben znr Wah-rnnc; ihrer Interessen im Gegenstande des diesgerichtlichcn Tabularbescheides vom 6. Februar 1892, Z. 911. betreffend die Löschung der für diefelben auf der Realität Einl. Z. 115: der kram. Landtafel haftenden Tabularftostrn Dr. Mathias Hndnik in Laibach als Kurator n<1 .',c!,>!„ aufgestellt nnd diesem der bezügliche Bescheid zugestellt wurde. Vom k. k. Landesgerichte Laibach am 26. April 1892. ^l'^U* Sai8On vom l- APril bia Ende October. 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Juni 1893 irn Offertwege vergeben, u. zvr. 700 Metercentner Rübbrennöl, 450 Metercentner Mineralöl für Locomotive, 120 Metercentner Mineralöl für Wagenachsen, 100 Metercentner Cylinderöl, 250 Metercentner Rübschmieröl, entsäuert, 1500 Metercentner Petroleum, 40 Metercentner Wagenfett, consistentes, 2 Metercentner Stauferfett, 120 Meteroentner Rohvaselin, 40 Metercentner KernunBchlitt. Nähere Angaben über die benöthigten Materialgatlungen sind aus den Offert-sormularien zu eutuehmea, welche ebenso wie die allgemeinen und besonderen Lieferungs-Bedinjjnisse bei der unterfertigten k. k. Eisenbahn-Betriebs-Direction (Material-Bureau) eineesehen behoben oder gegen Einsendung des Porto bezogen werden können ; auch liegen bei der letztgenannten Stelle Muster über die zu liefernden Materialien zur An- Die Offerte, zu deren Verfassung die hiezu ausgelegten Forrnularien benützt werden müssen, sind sammt den etwaigen Beilagen, per Bogen mit einem 50 kr.-Sternpel verseilen versiegelt mit der Aufschrift: «Offert für Lieferung verschiedener Materialien» bei der ic. k. Eisenbahn-Betriebs-Direction in Villach bis längstem 30. Mai 1. J., 12 Uhr mittag«, einzubringen. Die Preise sind franco einer Station der k. k. österreichischen Staatsbahnen inclusive aller Speson zu notieren. Jedes Offert muss die ausdrückliche Erklärung enthalten, dass dem Offerenten die «allgemeinen Bediognis.se für die Lieferung von Materialien und Ausrüstimgs-Gegenständen» der k. k. öst. Staatsbahnen sowie die für Lieferung der offerierten Artikel etwa bestehenden «besonderen Bedingnisse> vollkommen bekannt sind und dass er sich denselben unterwirft. Die dem Offerte etwa beizugebenden Qualitätsmuster sind, separat verpackt, franco aller Spesen in einer zur Erprobung derselben hinreichenden Quautität beizustellen. Die Lieferung sämmtlicher Artikel wird in der Zeit vom 1. Juli 1892 bis 30. Juni 1893 nach Massgabe des eintretenden Bedarfes auf Grund von Theilbestellungeu zu bewerkstelligen sein. Jeder Offerent hat das Recht, der am 30. Mai 1. J. um 3 Uhr nachmittags stattfindenden comrnissionellen Offerteröffnung persönlich beizuwohnon. Der gefertigten k. k. Eisenbahu-Betriebs-Direction steht es frei, die Offerte rück-sichilich des ganzen offerierten Quantums oder nur eines Theiles desselben zu acceptieren oder ganz abzulehnen. Offerte, welche nach dem obigen Termine eingebracht werden oder den Bestimmungen dieser Ausschreibung nicht entsprechen, bleiben unberücksichtigt. Villach am 10. Mai 1892. K. k. Eisenbahn-Betriebs-Direction Villach. (1756) 3-1 Nr. 3228, Erinnerung. Von dem k. k. Landesgerichte Laibach wird dem Nikolaus Zenker uud der Mar-aarctha Kruhar, beziehungsweise deren unbekannten Rechtsnachfolger!, unbekannten Aufcuthaltes, hiemit eriunert: Es habe wider sie bet diesem Genchte Max Ritter von Premerstein, k. t. Kanzlei-adiunct in P. in Laibach, Schießstätt-aa e Nr. 4, 8ub l'r««., 6. April 1892, «ahl 3228, die Klage wegen Auer-keunuua des Eigeuthumsrechtes auf die NealMm Eiul.ZZ, 1134 uud 1135 u.l Tiruailvorstadt eingebracht, uud ist zur summarischen Verhandlung dieser Streitsache die Tagsatznug auf den 18.Iuli 1892, vormittags um 9 Uhr, Hiergerichts au. .leordnet worden. Da der Aufenthaltsort der Geklagten diesem Gerichte uubekaunt und dieselben vielleicht aus deu t. k. Erblandeu abwrseud sind so hat mau zu ihrer Vertretnug "'auf ihre Gefahr und Kosten den lnesiaen Advvocaten Herrn Dr. Robert von SckM als Curator-»-polil (iangl i/. Mellike, oziroma gospod Franc Furlan iz Metlike, Hkrbnikom na cm, ter se njirna vrotfijo odloki št. 1520, 1148 Ho 1892. C. kr. okrajno sodiAèe v Miliki dne 10. aprila IHUJ