Mittwoch, den IS. Juni t87Z. Vit ^Marburger Seituna" erscheint jeden Sonntag, «ittwoch und Kreitag. Preise — für Marburg: ganzjährig S fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. »0 kr; für _ins Hau» monatlich 10 tr. — mit Postversendang: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl., vierteliährig 2 fi. InsertionSgebühr S tr. pr. Seile. A»stellu«g Ast Mneigung gegen die Aeaiem ^giemng straf Marburg. 13. Juni. Di« tailerliche Verordnung vom 20 April l8S4 läßt, adgesthtu von strafgerichllicher Ber-folgung, Iedeu zu einer Ordnungsbuhe Von einem bis hundert Ouldeu oder zu einer „AnHaltung" auf die Dauer von sechs Stunden bi< vierzehn Tage« verurtheileu. dtr seine Abneigung qegen die Rtgieruug iu demonstrativer Weise bekundet. Diese Verordnung ist da« eigenste Wert deS Areiherrn von Vach; ihm lag daran, in der Zeit der schwärzesten Reaktion politische Gegner, die er sogar mit seinem Strafgesetze vom Äahre !8Ü2 gerichtlich nicht zu fassen veimochte. durch Urtheile politischer und polizeilicher Behörden zu bändigen. Zweck und Mittel waren des MeiflerS würdig. Diese Berordauug gilt aber heute noch — und doch leben wir jetzt tu einem Rechtsstaate, in welchem der Kläger niemals Richter sein darf, in welchem nur ein Gericht Strafen verhängen soll. Diese Berordnunji lvurde kürzlich in Mar« bürg augetvandt — und doch befinden wir unS in einem Verfaffungsstaate, zu dessen weseatlichsten Merkmalen die Parteiung gehört — d»e freie, erfrifchende Strömi>itg der Geister — die Opposition. die nach dem Ausspruch eineS berühmten Staatsmannes geschaffen werden mühte, wenn fte noch nicht vorhanden wäre. Gegner der Regierung sein dürfen und keine Abneigung wider sie heg'U und bethSlige» sollen, ist unvereinbar. Im Berfaffungsstaate hat auch der Regierungsgegner freies Wort — hat das Recht, dasselbe in Vereinen. Mas>tnversammlungev, bei Wahlen, an öffentlichen Orten laut und vernehmbar auszusprechen. daS heißt: seine Abneigung ln demonstrativer Weise zu äußern. Wohin kämen wir. falls eine Regierung ihre Gegner — zumal, wenn es dlren hunderttausende gibt — wegen dieser Abneigung mit Geldstrafen belegen u«d wirldschaftlich schädigen, oder «dnen die persönliche greideit entziehen durste? Müßte die uuterdriickte Partei nlcht auch um der Selbsterhaltung tvillcn am Sturze dieser Regierung arbeiten und würde sie. zur Herrschaft gelangt, nicht Gleiches mit Gleichem vergelltn und Rache üben mit Verdop-peller Wuth. die wiederum die Gegner zum Aeußer-sten. zur Empörung, zum Bürgerkrieg treiben mühte? Bach ist gefallen! Senden wir ihm seine Verordnung nach — achtzehn Jahre, nachdem sie die Ainsterniß der österreichischen Welt erblickt und elf Jahre nach der Wiedereinführuiig einer verfastung ist dieser Antrag wahrlich dringend genug! Jorgen der Waldverwüstung. Der »Oesterreichische Otkonomist" stellt Ve-tracht uugkn über die Wafserverheerungen in Böhmen an und bringt diese mit der Entwaldung in ursächlichen Ausammenhang ; er schreibt unter Anderem ; Eine eotsetzliche Verwüstung ist über blühende Auen und Hügel, über Eigenthum, Arbeits-Material und Leben der Menschen dahingesohren. nichts schonend, AlleS in den Abgrund de« Nichts stürzend. Wohnsiätten der Menschen, mit den hilf« losen Insassen hoch oben in der Bodenkammer, am letzten Balken sestgekltimmert; HauSrath aller Art. das Zug- uud Lastvieh; ganze Weinberge mit dem Ertrage dieseS nud der künftigen Jahre, ja der Acker selbst mit seiner Krume, der Gate der Natur und der Errungenschaft langjährigen Fleißes, wurde von den wilden gluthen ergriffen und weithin fortgerissen. DieseS emsige, e'sinderl-sche, tüchtige Volk deS nordwestlichen Böhmens steht jetzt vor dem Grabe seiner Habe, und Viele erblicken sogar dieseS Grab selbst nicht. Man schätzt den materiellen Verlust schou jetzt annähernd auf 60 Millionen, ohne zu Ende zu sein; man zählt die fehlenden Lieben schon jetzt nach Hunderten, ohne zu Ende zu sei». ES ist schrecklich. Aber schrecklicher noch wäre der Gedanke. daß die empörte Natur in all' ihrer Ruck-sichtslofigteit doch nur über den Menschen empört gewesen wäre, daß der Menfch in feiner Verkehrt« heit, seiner Ich« und Habsucht, die größere Hälfte der Schuld selbst trüge — natürlich nicht der einzelne^ zufällige Mensch, welchen die beleidigten „ehernen Gesetze" ohne Wahl ergriffen haben. Trügt uns Nicht Alles, so liegt das böhmische Verderben in der mangelnden gesellschastlichen Fürsorge, in der groben VerleUung eines Elementar-GeseheS der Vodeu-Wirthschaft, in der iintwaldung begründet. Hat Böhmen jemals in frühereu Zeiten solches Unheil durch Gewitterregen und Wolkenbrnch erfahren? Ist die Wuth der Ueberschwemmung jemals so entsetzlich zu Tage getreten 7 War eS nicht unser» Zeiten vorbehalten, die Wässer deS Himmels so zu reizen, daß sie den Fortschritt deS Jahrhunderts, die rationelle Laudwirlhschoft, die Rebenzuchl, die wohnlichere Einricktuug der Häuser in ihrem gerechten Zorne wegspülen? . Wird «S nicht nächstens an der Elbe, Moldau und Eger heißen, wie vor Iahren an der Rhone und Loire: „Gebt uns den Wald zurück l Ohne den N-uilleto«. Ein Deutscher. Von G. Nuppius.' (Fortsetzung). Reichardt traf nur den alten Frost in dem Zim^ mer, in welches er gewiesen ward. Dieser aber hi ß ihn mit sichtlicher Befriedigung sich niederlassen, sprach erst über allgemeines New-Aorker Leben und äußerte sein Besr mden, alS er von Relchardt'S Zurkckgezogenheit hörte. Als aber John geräuschvoll mit der Nachricht von dem bevorstehenden Fallissement eineS Han-delShauseS eiutrat. spann sich dtiS Gespräch aus das geschäftliche Feld hinüber und ehe Reichardt, der stch bei dem zwanglosen Tone fast heimisch zu fühlen begann, nur ivußle, wie er dazu ge-kommeu, sah er sich schon mitten in einer warmen Erörterung über'europäische und amerikanische GeschäftSehre, kritisirle erNeiv Aorker Cpekulation im Vergleiche mit deutscher Solidität und mit einem leisen Lächeln folgte der alte GeschästSh rr seineu Darlegungen. *DaS Gespräch ward durch Margarel'S Ein- tritt uaterbrochen, welche rasch auf den Gast zu« trat. Dieser hatte sich erhoben, halte nur einen einzigen Blick in ihre Augen, die wie in einer stummen Fkage auf ihm ruhten, geworseu und dann die ihm entgegengestreckte Hand an seinen Mund gezogen, ohne diesmal Widerstand zu stn-deni er wurde sich d«sien aber eist später bewußt, denn mit des Mädchens Herantritt ivar ein Wie-derschein der ganzen Befangenheit, tvie sie sich wählend des letzten Zusammenseins mit ihr seiner bemächtigt, über ihn gekommen und jcder Versuch, die Herrschaft über stch zu gewinnen, schuf nur einen Zwang in seiner äußerlichen Kundgebung, dessen er sich völlig beivußt ivar, ohne ihn von sich streifen zu können. Er folgte der Aufforderung zum Pianospiel; er spielte auS seiner Erinnerung, verwebte diese mit seinen eigetien Gedanken und gab Allem, ivaS IN ihm lebte, AuSdritck; aber eS konnte nichi Mtmer gespielt sein und als er sich erhob, überhörte er fast deS alten Frost anerkennende Worte vor Margarets wunderbar tiefem Blicke, der an ihm hing, ab>r zu Boden floh, als er sein Au,,e »ras. Urrd eine sonderbore Unterhaltung war eS. weiche jetzt folgte. John hatte sich in einen Lehnstuhl geworfen, schien zu beobachten und ließ nur hie u:.d da «in Wiplvort hören; Reichardt hatte eine Bemerkung des alten Frost aufgegriffen und bestrebte sich etwas zu sageu.^ohne doch zu einem freien Gedanken gelangen zu können und der alte Gentleman unterbrach ihn. um seiner Ansicht selbst den rech-ien Ausdruck zu geben; Margaret lauschte den gesprochenen Worten, bald aber stockten diese gänzlich und John meinte endlich, eS werde dieser Unterhaltung nicht viel schaden, wenn sich Reichardt noch einmal an daS Piano setze, eine Aufforde-rung, welcher der junge Manu mit erleichtertem Herzen nachkam. Als er sich aber zuletzt wieder erhob, hielt er eS für daS Beste, nicht noch einmal den Versuch zu einem allgemeinen Gespräche abzuwarten und sich bei Zeiten zu verabschieden. Der alte Frost bedauerte, daß er schou so früh aufbreche, drückte ihm aber mit eiii^r Herz« iichktlt die Hand, welche dem Deutsche« bis tief in die Seele ivohlthat. John meinte, Reichardt sei der wunderlichste Heinrich, der >hm noch vorgekommen. Margaret erhob sich leicht» alS er sich gegen sie verbeugte, ohne indessen daS Auge vom Boden zu heben und alS Reichardt die Straße erreicht und sich zum Heimweg wandte, fühlte er eine Anwandelung sich selbst zu ohrseigen. „Was können Sie über mich denken, als mich füi^ einen gesellschaftlichen Simpel zu halten! Wald könne» wir nicht leben ; der Wald ist unser Schutzdach, unsere Verieselung. unser Wasserbehälter zugleich. Der Wald muß neu gepflanzt, neu gezogen und, nach wissenschaftlichen Grundsähen auSgehaueu und geschont werden. Der Wald kann nie des Einzelne« sein, der Wald gehört Allen; nur die Organe der Gesellschaft dürsen über ihn verfügen. Den Schnitt, welchen eine Handvoll Kipper und Wip;fer am Gemeingut macht, büßt ein ganzes Volk mit Hab und Gut, mit Gesundheit und Leben." Jur Heschichte des Hages. Die Heeres kosten werden künftig unsere Staatskasse noch mehr leeren, als bisher: das Landwehrgesetz, wie es vom Abgeordnelenhache angenommen worden, erhöht dieselben be-ttür^lich und aus dem Beeathungszimmer der Gemeinsamen dringt die Nachricht, der Kriegs' minister werde von den Delegationen einen Nach-trogskredit fordern wegen der tzutter- und Ma« terialpreise. 3m kroatischen Landtage hat Mar die Regierung» Dank den bevorrechteten Magnaten, eine geringe Mehrheit, während hinter den Gewählten neun Zehntheile des Volkes stehen. Die Regierungspartei reicht darum auch die Hand zum Ausgleiche und sind die Velhandlungen in gutem Gange. DienächstePapstwahl wird in Rom viel besprochen. Pius IX. soll für den Fall seines Todes eine Bulle erlasse» haben, welche die Kardinäle von wichtigen Formen entbindet, nur, um eine rasche Reuwahl, frei von weltlichen Einflüßen. zu ermöglichen. Bermlschte Rachrtchten. (Untersuchungen über das menschliche Gehirn.) Im .Ausland" werden die Untersuchungen mitgetheilt, welche Tiedemann. Morton, ivavie, Weißbach . . . über das menschliche Gehirn angestellt. Die Gehirne der Europäer im Allgemeinen wiegen 1425 bis 124S Gramm und zwar: jene der Deutschen 142ö. der Engländer 2889. der Franzosen 13K8, der Italiener 1318. der Polen 1314, der Tschechen 1245 G. Weiber besttzen 150 Gramm weniger Gehirn, als die Männer. 3n Aingkn, dadurch zu zeigen, waS wir bereits geleistet haben und auch zu erfahren, nach welcher Seite hin die weitere Ausbildung und Förderung gerichtet sein mub. Die Kollektiv-Ausstellung wird daher zum großen Bortheile des GewerbewesenS gereichen und ist überdles eine Ehrensache des ganzen Landes Die Kosten des Unternehmens find jedoch sehr bedeutende, umsomehr, als der Oewerbe-Ber-ein in Absicht h^t. solchen Gewerbetreibende», welche Tüchtiges zu schaffen im Stande sind, ohae jedoch die hinreichenden Mittkl zu besitzen, die Weltausstellung selbst zu beschicken, dieses zu er-möglichen. Der Verein wendet sich deßhalb an Steier-Marks Bevölkerung mit der Bitte, die Kollektiv' Aufstellung mit freiwilligen Beiträgen zu unter-stützen. Beiträge können in Graz gezeichnet erlegt werden: Bei Herrn 3. Pichler, Hutmacher. Murgasse; bei Herrn Zamnik, Kunfthändl«, Hauptplatz; bei Herrn 3. Hochenegg, Regenschirm« Fabrikant, eiseines Haus und in der Kanzlet d,s Vereins. Maiffrtdigaffe Nr. 2. 3n den übrigen Orten wollen die Beträge, an den Herrn Bürgermeister abgegeben werden. Graz am 16. Juni 1872. Für daS WeltausstellungS-Komite des steierm. Gewerbe-VereinS der Präsident: der Sekretär i Dawidowsky. DSallinger. Schulbau-Lizttatio». Vom Ortsschulrathe in Kersch bach wird hiemit bekannt gegeben, daß am BV. Juni d. I. Vormittags von 10 bis 12 Uhr im Bezirks. vertretttngSlokale zu Windisch. Fei st ritz die Professionistenarbeiten für den Schulhausneubau in Kerschbach, als: Maurer-. Tischler-, Schloffer-, Glaser-, Zimmermanns- und Steinmetzarbeite«, im öffentlichen LizitationStvege an den Mindest-fordernden werden veraeben werden. Unternehmungslustige werden hiezu höflichst eingeladen. OrtSfchulrath Kerschbach am 11. Juni 1872. Johann 3uröiö, Obmann. Erklärung, ^ womit von Seite deS Marburger Männergejang« Vereines versichert wird.-^dvß er an derAbfassuM des in der „Marburger Zeitung" Pom 14. d.M. Nr. 71 enthalteilen „Eingesandt", betreffend das letzte Konzert, keinen Einfluß gehabt habe. Der Vorstand Marbttrfter Berichte (Sammlnng für Brandbesch ä-diäte.) Am 17. v. M. wurden in Stachel dorf bei Drachenburg vier Wohnhäuser und sie« den WirthschaftSgebäude durch Feuer vernichte! und beläuft sich der Gesammtschaden auf 7700 fl. Die Verunglückten befinden sich in größter Roth, weßhalb die Statthalterei eine allgemeine Sammlnng im Bereiche der BezirkShauptmannschasten Raun, Cllli, Windisch Graz. Marburg, Pettau. Luttenberg «nd iXadkersburg angeordnet. Möge der Aufforderung zn recht zahlreicher Betheiligung entsprochen werden. v/^om Ober-Gymnasinm.) Der Landesschulrath hat sich einstimmig für die Be« loffung der Herren Profefforen Pajk und Schu» mann auf ihren bisherigen Posten in Marburg ausgesprochen, weil keine Ursache zu einer Ver» setzung aufgefunden Weiden konnte und die Anstalt durch dieselbe einen sehr empfindlichen Verlust erleidet. (Aus dem anderen Lager.) Bei der Pastoral'Konfereuz in Pettau haben jämmt liche Mitglieder, gö an der Zahl, ihr tiefes Be-dauern ausgesprochen, daß fich Priester gefunden, welche NM die vom Staate angebotene Unter-stützung augesucht. (Tu rn fe in de.) Auf Veranlassung und durch Unterstützung des Herrn A. von Aeyrer (HauS am Bacher) hatten die Kötscher neben dem Schulhause eine Turnanstalt errichtet und sollten am Montag die Uebungen beginnen. 3n der Nacht zuvor wurden jkdoch von boshaften Gegnern der Sache die TurngerSthe theilS beschädigt, theilS fortgetragen, d. h. gestohlen. ^ (S i n g v e re i n.) Die ausübenden Mitglieder haben skr die Rothleidenden in Böhmen uud in Zirkovetz 143 fl. gespendet. (Schadenfeuer.) Gestern um 1 Uhr noch Mitternacht hatte die hiestge FlUerwrhr einen Brand in der Götz'schen Brauerei zu bewältigen. Es war nämlich im Dachmagazin neben der Dörre auf unbekannte Meise Feuer entstanden und ge^ lang die vollkommene Löschung erst, nachdem 1V00 Hopfensäcke ein Raub der Flammen geworden. Es herrschte bei derselben die größte Ord« nung, da der Zugang durch Militär abgesperrt war. Der Schaden belauft stch auf 20V0 fl. Das gerettete Malz hat einen Werth von 3S.000 Gulden. (Schulhaus-Bau in Marburg.) und als dieser endlich seiner Aufforderung gefolgt, setzte er fich bequem zum aufmerksamen Hören zurecht. Reichardt mußte über die Bestimmtheit lächeln, mit tvelcher jener seinen Mittheilungeu ent-gegen jah, iudlffen ihat eS ihm wohl, ohne wei. tere Einleitung über daS, waS ihn bedrückte, sprechen zn könnet! und nach kurzer Zögerung, alS suche er nach einem Anfange, sagte er: .3ch glaube nicht, Meißner, daß ich noch lange in meiner jetzi« gen Stellung iverde aushaltrn können; da haben Sie gleich Alles, was mit auf der Seele liegt l" Sr hielt inne und warf einen Blick in deS Kupferschmieds Gesicht; dieser aber verzog keine Mieue; nur seine sich vergrößernden Auaen zeigten die Spannung an, mit welcher er das Fol-gende erwartete und Reichardt, den Kopf in die Hand gestützt, begann zu erzählen, was in seinen änßeren Verhältnissen ihm die letzten Wochen gebracht. Er sprach zuerst von der herzlichen Freundlichkeit der beiden grostS. und dem eigenthümlichen Vertrauen, daS ilM geivorden ivar; er erzählie. wie sehr er in einzelnen Momenten fich dadurch gehoben und glücklich gefühlt — eine warme Anhänglichkeit an Baier wie Sohn klang aus jedem seiner Worte — mit einem halben Seufzer aber, als verweile er zu lange bei diesen Bildern, brach er ab und begann die Schilderung des KaffirerS «nd seiner Erlebniffe mit diesllen thun müssen, sich über ihn zu ärgern? 3ir, das dürfen Sie dem Meißner nicht sagen — «Ader Sie haben doch gehört, daß es eben diese Verhältnisse j^nd. die mich so peinigen!" UU' terbrach ihn Reichardt. ohne einen Anflug von Vellegenheit ganz unterdrücken zu können. Fortsttzuag folgt. «vriliolisisn vtuill äoQ »tmwtlivdsll LovokvOn» 6or 3t«ät ^iu-äisedxrAt- vv6 »ovis 6vw Vegavx- vvroio« kür woinsil» Lodaa (ARTt^r» väk-rsQli ä«r Xr»vd«it uuä 6v» L«xrädiü»»es «rvio-»SV« »ukrioktijxs (434 SM lü. 1872. r'ranse r'or'svusi*. viiNkiiiiKUNPx. XUov, W«Iodo Zsm voratordollvv Rvrra ^o»o5 I^HuapI bedlg'>isse könntn in der Kanzlei deS gefetteten Gerlchlskommissürs eingesehen werden. Marburg, 6. Juni 1872. Dr. M. Reiser, k. t. Notar als GerichtS-Kommisiär. S schSne Gichen »s V sür Preßbäume sind zu verkaufen bei Franz Baumgartner in Unter-JakobSthal. Mehrere schöne Oleander sind zn verkaufen. (486 Anfrage: Casinogtisse Nr. 170. Zwei Lehrjungen werden aufgenommen bei Kunz. Riemer in der Grazervorstadt. __^474 A« 27. Juni 1872 erfolgt unvtderrufiich die Zthaag der II. Slaals-Lolltrit für gemeinsame WiMärWoHMtigkelts Zwecke. In dieser Ziehung gewinnen 1 Haupt-Treffer 100.000 fl. I Silberrente mit dem Zinsen 2 Treffer von je ^ ,» »» 10 Treffer von je 90 „ „ „ 1t0 » I» «» Silbergttlden 40.000 i gennsse vom 1. Juli 1872. 2.000 Stück k. Vollwichtige Dukaten, b00 „ ^ ^ 20V .... 100' 1.000 Ü00 10.. . so „ ^ 40 ^ 1000 SerieN'Tewinnstt von je 20 Stück Silbergulden 2000 „ ,» „ „ 10 „ „ dann 10 Vor- und Rachtreffer von je ein FÜnftelloß ^ 100 fl. de» Staatsanlehenß vom Jahre 18K0, mit welchen noch insbesondere bedeutende Vewinnste erreicht werden können. Lose zu dieser reich ausgestatteten Lotterie, im Preise von Z p. üv kr. Oester?. Währ, das Stück, verkauft 482_Alsrdurss, llerrvags«»« 12S. vo» llörrsllklsiäörii dvi Kedeilcl. 254 Heu auf der Wurzel Von einer Wiese tnit 7 Joch ist im Schweiger-Hof zu vergeben. Anzufragen bei Babette Tappeiner, Grazervorstadt Nr. 103. ft03 Weillgartea-Bttkauf. Am AL. Itini 1872 Vormittag von 10—12 Uhr wird die am Schloßberg. Gemeinde Tragutsch, Pfarre St. Margarethen an der PößniK liegende Weingartenrealität deS Herr« Dr. Franz Radey, vormals Lift, im freien LizitationSwege verkauft werden. Die Realität besteht auS:ö Joch Weingarten, 1 Joch Acker und Baumgarten. V, Joch Eich« wald mit schlagbarem SchiffSbanholz. Der Weingarten hat eine südöstliche Lage «»d liefett ein vorzügliches Produkt. Dabei befindet sich die Winzerei mit einem schönen Keller, Preffe und Staltung. AuSrusspreiS 5000 fl. Davon können 3000 liegen bleiben. Vadium 500 fl. Die übri' g'N LizitationSbed^nisse können bei Herrn Dr. Franz Radey in Marburg eingesehen werden. Marburg am 14 Juni 1872. (47ü LlAi»»IZvI»Vr Ss8 vov (401 lärdorz, Lvrrvnxassv. i^OmnIvus!^ 2llr vviinsmUedkvit äes k.?. ?ubILIrums vericodrt vom Rötol 6os SoLörtistsn viu vis-ßantsr Omnibus su jsäom 2ux diu uuä retour. —2ur KskalliLxon VouütÄUULs !i0Üie1Z8t oiu ./^vlltuvLssvoll 481 Die der Mener Coinmission8-Rank 4, emittirt »«««Dk« 8vI»«Inv auf nachstehend verzeichnete LoSgruppen. und find diese Zusammenstellungen schon au» dem Grunde zu den Vortheilhaftepen zu zählen, da jedem Inhaber eineS. solchen Bezugsscheines die Möglichkeit geboten tvird, sämmtliche Haupt« und Nebentrrffer allein zu machen, und außerdetn ein Zinsenerträgiiiß von zu genilßen. 30 Franks in Zold und lv ff. in Nanknoten SriPps L. (Zidriich 16 Zith»»ie>.) cke?' /etsten Aats ^'scisT' /o/A6»tc/6 ^ ^0S6.' I 6pvrv. I8Mvr N. 100 8t»»t«Ios. Haupttreffer fl. 300.000, mit RückkaufSprämie der gezogenen Serie ö. W. fl. 400. l Apvrv. k»is Türk. 300 li'res. 8t»»t8lo». Haupttreffer 600.000, 300.000 FrankS effektiv Gold. I IRer^oxl. Kr»uo8oli^ojxvr Z0 Vkillvr-I^os. Haupttreffer 80.000 Thaler ohne jeden Abzug. 1 Innsdrukvr (Viraler) I^os. H-up»tr«fftr fl. zo.ooo. kruMv Z. (Zührlich 13 Ziehllllgttl.) ä 6. — ckeT» Aaie " /o/ASTic/e Z R Axvro. türk. AVV k^ros. lAt»»t8lo>s. Haupttreffer 600.000, 300.000 ArankS effektiv Gold. t llorssoxl. vrA»nsekHVv!xor VIz»Ivr-I^os. Haupltrsffer 80.000 Thaler ohne jrden Abzug. 1 8alsK«SVN^NIviniNAVI»-I^S. Haupttreffer 45.000, 15.000 südd. W. ^Verden prompt und auch gegen Nachnahme effektuirt. — Ziehungslisten werden nach jeder Ziehung franko — gratis versendet. <^28g Berautwortliche Redaktion, Druck und Verlag von Eduard Ianschiß in Marburg. 2. ki. St. a.